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Roman
von Clatiffa Lohb«, (gortfefrung.)
XXIII.
Die Rätin sie von ihrem
griff tut, und hat in feinem Zartsinn sich nur vor dem Bruch des einmal gegebenen Wortes gescheut. Wie ein glücklicher Bräutigam sieht er jedenfalls nicht aus."
„Eberhard hat mir davon geschrieben. Ihr, Du und der Baron, hättet alles daran setzen sollen, sie von dem Entschlusie abzubringen, ihr ganzes Leben zum besten eines solche« Mannes zu opfern. Er achtet dieses Opfer gewiß nicht lebt herrlich und in Freuden, während sie ihre Jugend einsam vertrauert. Und warum sollte sie nicht frei werden? Doch nur um ihres Vermögens willen .Den Sack schlägt man, den Esel meint man. Wär sie arm, weder ihr Gemahl noch Graf Alten hätten sie zurückgehalten. So aber — "
„Um Eotteswillen," rief die Gräfin, „be- ,nhigend ihm die Hand auf die Schuller legend. „Was haft Du? So fasse Dich doch setze Dich, Seit wann bist Du wieder in Berlin?"
„Seit Lestern Abend. Aber ich beeilte mich
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und de« Kritagr«: „ztterarischrr Anzeiger", „Kemdmirtschaftlichr Keüa-e- «ad „JUnstriertr« K«mtas»bttrtt«.
■ ‘Veit, Br litt verboten.)
Getrennte Welten.
war nicht wenig überrascht, als Erker aus einen Mietswagen an dem Schönwalder Schloß vorfahren sah, in desien einzigem Insassen sie ihren Gatten erkannte. Sie hatte ihn erst später erwartet. Was mochte ihn so verfrüht herbeigeführt haben? Sie war allein; denn Bruno war, wie jetzt alle Tage, sortgeritten. weit in Wald und Feld. Es schien, als habe er gar keine Ruhe mehr daheim. Im Studierzimmer hielt es ihn fast gar nicht mehr, und wenn er dann zu den Mahlzeiten zurückkehrte, war er auffallend still, so daß die Rättn sich oft Mühe geben mußte, ein Gespräch aufrecht zu erhalten. Gertrud hatte Schönwalde bereit- verlassen und war mit der Baronin fortgereift.
„Gut, daß ich Dich allein treffe," rief Arnold, als er zu seiner Frau hereintrat, nachdem er draußen Hut und Mantel abgelegt hatte „Schöne Geschichten sind da in Baden-Baden passiert. Na, ich bitte Dich, packe gleich Deine Koffer und kehre mit mir eiligst nach Berlin zurück. Eigentlich haben wir gar kein Recht 'nehr, uns in diesen Räumen zu zeigen. Das jfnd Verwandte! Schämen müssen wir uns ihrer wahrhaft schämen."
Man abonniert auf die täglich erscheinend« „Obertzeslisch«
>9 Zeitung" bei allen Postämtern und unser« ZeituaaSstellen tu
Jtt äOÖ Kirch hatn und Wetter sowie bei unserer Expedition — Markt 21.
— Der BezuoSpret» beträgt durch di« Poll 2,35 Mk. (ohne
_________ Bestellgeld), bei unfern ZeitungSstellen und der Expedition 2 Mk.
0letdj, den ersten Zug heute zu benutzen, um hier 3U sein, bevor diese abscheuliche Sache von an- berer Seite zu den Ohren des Barons gelangt.
„Welche Sache?"
„Run die Nachricht von dem Betragen Deiner Verwandten, als dieser so gern vornehm sein wollenden Menschen, die sich doch so frivol und niedrig benommen haben!"
„Ich bitte Dich, erzähle? Es betrifft natürlich Ellen und den Grafen Holm, das kann ich mrr schon denken."
„Erraten! sagte Arnold und berichtete in sprudelnden Worten die Erlebnisse der letzten Abends in Baden-Baden.
„Unerhört!" rief die Rätin einmal über da, das andere Mal. Und der Baron ist schon seit einiger Zeit in einer tief niedergedrückten Stimmung. Nun noch dieser Schlag; ich bin ganz außer mrr." "
»Ich hoffe, es wird ihm nicht tief gehen" meinte Arnold, „für ein so leichtferttges Ding wie Ellen Hiller, paßte seine ernste Natur nun einmal nicht. Meines Erachtens wären die bei. den niemals glücklich miteinander geworden. Aber freilich, für einen Mann, wie den Baron' ist es bitter so von einem so übermüttgen Mäd. chen genasführt zu werden. Und dieser andere Rothenfels! Nun der scheint sich ja auch auf Siner netten, schiefen Ebene zu bewegen. Die ! arme Baronin ist zu bedauern."
,Ias ist sie. Ich habe Re sorgfältig «inen Augenblick gesehen, gerade als sie vom Totenbett der alten Försterin kam, ein Bild ttefsten Seelenleidens. Run ist sts fort von Frauen- stein." -
Arnold nickt,,
1870/71 ruchlos angegriffen worden find. Wi, Deutsche fürchten (Bott, sonst nichts auf dieser Welt« (Hurra-Rufe; Gelächter bet den Sozialdemokrat«. Beifall rechts.)
Schrader (Frs. «gg.) führte au«: Der Kanzler muhte früher informiert sein über daS, toa« der Kai. ftr gesagt hatte, mutzte früher richtig stelle», wa, et gsfient richtig gestellt hat. Schon am 4. November — ---- „— ---------- ----„ wäre im Reichstage der Platz gewesen, wo diese« ge«
1. April 1908, die gezahlten Teuerungszulagen I lchehen mutzte Wir hätten alle gewünscht, dah der werden angerechnet I ^a,^r lEtzt nicht fern von Berlin wäre. So wichtig
8,»g- Äm’Ä I "" m- SW* W"-'”
t«reffe für die Reich»tag«verhandlung« I . Zimmermann (Rfpt.): Tatsache ist, datz der Kaiser -isergespräche ist noch nicht abgeflaut. Die I "te Fühlung mit weiten Volksschichten verloren hat.
-- -- Auch in Offizierrkreisen besteht Opposition gegen die
Hofgeneräle. Alle« klagt über Zurücksetzung des eigenen Volkes gegenüber den Fremden. Wenn der Kaiser über Mangel an nationaler Gesinnung klagt, so trägt er selbst einen Teil der Schuld. Es war unberech- tigt, datz der Kaiser in diesen erregten Zeiten einen höfischen Besuch in Oesterreich machte. Zu einem Vertrauensvotum für den Reichskanzler können wir unS nicht aufschwingen (Beifall bei den Antisemiten).
lichkeit ist erforderlich. Die Geschäftsführung deS HauseS müßte wie in England gestatten, datz Fragen die Auswärtige Politik leichter gestellt werden konnten und so beantwortet werden müßten. Der Reichskanzler kann nur mit einer latentarischen Mehrheit bte Geschäfte gedeihlich führen. Der Schaden wäre un- möglich gewesen, wenn er von Anfang an ein ton» gituiononelle» Prinzip gehabt hätte. (Andauernder
eifall bei den Freisinnigen.^
Hein« (Soz.s führte au8: Kein Wort sagte der Reichskanzler über Casablanea, jene Bagatelle, beret» wegen man sich mit Frankreich überworfen hat. Daß bie Arbeiter ben Kaiser verkennen, ist nickt zu verwundern, wenn man bedenkt, datz sie so oft von ihm als vaterlandslos usw. beschimpft worden knb. Der Kanzler hat die feste Ueberzeugung gewonnen, der Kaiser werde künftig auch bei Privatgesprächen Zurückhaltung üben. Wenn diese Hoffnung täuscht, was dann? Der Kaiser glaubt, daß es mit dem guten Willen getan ist. Aber damit ist es nicht getan. Wo er nicht sofort Erfolg sieht, beklagt er sich, daß Andere Schuld haben und vergißt, daß der Lieblingswunsch, der friedliebenden Teile des englischen Volkes eine
Marburg * ’
Freitag. 18. November 1908.
,
HauSmann (Deutsche Bpt.;: Wie in den Tage» de« ZeppelinunglückeS zeigte die Ration gestern und heute Einmütigkeit aller Parteien. Der Mund, bet einmal sagte, Schwarzseher bulbe ick nicht, hat selbst Millttnen von Schwarzsehern geschaffen. Der Kaiser soll schwere Tage hinter sich haben. Die» wäre richtig gewesen, wenn er im Mittelunkte der Regierungsge- schäfte in diesen Tagen gewesen wäre und den Reichskanzler zu Erklärungen ermächtigt hätte, welche bie ganze Nation beruhigt hätten. Der Reichskanzler bat bie in ben Interpellationen gestellte Frage nicht beantwortet. Wenn ber Kaiser in das Goldene Buch m München bie Worte eintrug: „Der Wille des König» ist bas höchste Gesetz" so ist bas nicht geeignet selo- ständige Staatsmänner zu erziehen. Der Reichskanzler ist verantwortlich nicht nur für da» Funktionieren seines Ressorts, sondern auch für die Staatshandlungen des Monarchen. Der Bundesrat sollte regelmäßige Zusammenkünfte haben, um derartiges zu verhindern. Ein Gesetz über bie Ministerverantwort-
Das neue Besüldunasaeietr I Etern 1. Klasse; SO: 3000—0000 «Al Reaistra- | näheren Berliner Vororte, sowie die Hauptstädte
J, . , "(J? , I toren und Kalkulatoren, Stenographen, Reichs« I mit einigen Ausnahmen und die Städte über
Tur Die rttetcysveamrm. tagringenieur, expedierende Sekretär« usw.; 54: I 150 000 Einwohner, u. a. Altona, Bonn ,Drer- ' Da« neue Belolduna«a-s-t> do- I 2700—7000Oberlehrer der Heeresverwaltung; I den, Düsseldorf, Essen, Karlsruhe usw.
tage zugeMNg^t ist "e^itthält' folgend^ Befttt^ *®: M » und Telegraphendirek- Die nächste Revision de- Ortsklassenverzeich-
»tungen- ' S solgenve »efttnu I toten bet größeren Zivilämtern 1. Klass«; 50: I msses erfolgt am 1. April 1918. Die übrigen
Die Eewähruna des Gebalts erfolat an die ^00-7200°« Oberlehrer bei der Marineverwal- Vorschriften haben keine Aenderung erhalten, ß ÄÄfÄÄX ■ W xüjtouunbe ««ft „«
Ssetots wäbrend Niedre SUHL röte; 62 : 5100-7500 <M ständige Hilfsarbeiter Die Besserstellung der Mannschaften des bei Beretfinuna h#r I ben Zentralbehörden; 68 : 7500—11000 Jt I Heeres und der Marine durch Erhöhung ihrer
Ln Sm IUÄfueberncchme ftTZ I Loge. Ich wünsche, baß bie unterbrochene Bismarck
gebend ist für sämtliche Offiziere und Sanität«- I * vortragende Rate, Intendanten, Ober- I Putzzeug auf den Reichsfond» ist vom 1. April I Politik wieder ausgenommen wirb (Zustimmung offiziere gilt Besoldungsordnuna III für alle I F°^r^oten.: 1®: 14 000—17 000 Direktoren I 1909 in Aussicht genommen, ferner eine Neu- link*). Ich bitte den Reichskanzler eindringlich, dem
Unteroffiziere Besoldunasordnuna VT °U< Reichsamt de, Innern, Reichsmarineamt, I regelung des Geschäftszimmer- und des Stall« Nasser vorzustellen, baß es lo nicht iveitergehcn kann.
^«mUlOOO »Lr** zeugung eine9» einmütigen’ Volkes9 ist eine Macht, bet
KÄS)“ w. M mi M ten™“ SÄ)* *- *=“•
- «M«.1“'. i“?-!«» •* Sotnwto«, und ?££?« te «"» Sa"Ä5?’Wl”"W««e«n 99-4 MU. (kons.) erklärt: Die Antwort bei
Sch-ftn« undLL°di, *«“■ jj, «**«• N' «j.» hrat aÄVisesÄ1;’«
#a: 11 bi- 1600 M Magazinwächter, Kaserne^ »0000 ^, dieAu-wSrtigen Amte», de» In, AUS vem Reichstage. I da» Wohl be» Vaterlandes erfordert.
Wächter, Futtermetster, Kanzleidiener, Pförtner; »ern und der Reichskanzler 36 000 Da, Int - - - - 1
4a: 1200—1700Jl Botenmeister, Pförtner, Kanz- , Dre Besoldungrordnung IN regelt die Offi- über bie Äai„.„_,___ ____________ „„
leidiener bet den dem Reichsamte des Innern Siersgehalter. Sie belaufen sich: für Leutnants Trrbunen ftnb wieder vollbesetzt. Fürst Bülow er- I Nachgeordneten Behörden; 5: 1300—1800 «M I und Oberleutnants vom 1. bis 4.Iahre auf 1500, I inmitten der Staatssekretäre und I
Post- und Telegraphengehilfinnen- 7b- 1400 bi, bis zum 8. Jahr auf 1800, vom 9. Jahre ab ?,e™bem Stellvertreter de«
2000 c* Unterbeamte der Reichspost- und Tele. 2100 Jl, für Assistenz, und Oberärzte vom 1. bis Che? der ^Reühr^n'zlei, von ^b-'ll ° beretts^bti B^
graphenverwaltung in gehobenen Dienststellun- I 3?bte "Uf l500^3. bis 4. Jahre auf 1800. vom ginn der Sitzung iijre Plätze eingenommen hatten^ I
gen; Bahnhofsaufseher, Lademeister usw. der I "• ^uhre auf 2100 «Al, Zeug- und Feuerwerks- I Die gestrige Verhandlung über die Jnte^pellatio- I
Reichseisenbahnen; 15: 1400—2800 JA. Maschi- I leutnants und -Oberleutnants erhalten 2000, I ”€n zur Veröffentlichung be« Daily Telegraph setzte I
Nisten und Dachdeckeraufseher der Reichspost- 2400 und 2800 «Al in den gleichen Zeiträumen ber d-rtreter der Reichspartei, Sehr. v. Gam,- 17: 1800-3200 M Kanzleisekretäre bei den dem wie bei dem Leutnant. Die Hauptleute, Ritt-
Reichsamt des Innern Nachgeordneten Behör- Zister and Stabsarzte beziehen vom 1. bis 4. Lissin <S; ' S Ä unb SrtitSung^^onS
ben; 18 : 2100—3200 «Al Oberveterinäre; 20: I Jahre 3400 °4t, vom 5. bis 8. Jahr« 4600 JA, I ernste Sorge um bes Vaterlandes Wohl wegen dieser I
1650—3300 «Al technische Sekretäre bei der phy- I oom. 3abre ab 5100 «Al, die Bataillonskom- I Vorkommnisse erfülle jedes patriotisch« Herz. Er I
fikalisch-technischen Reichsanstalt, Vureaubeamte I '"undeure 6552 «Al, die Regimentskommandeure I erblicke die Hauptursache der Vorkommnisse darin, I
2. Klasse der Reichspost und Telegraphenver- 8772^ die Brigadekommandeure 10 260 JA. und •^wn»8t^f.n0e rbe’ Fürsten von Bismarck bet
waltung mit Ausnahme der beim Reichsoolt- I 000 «k Zulage, kommandierende Generale I «n-nL ^etls s,kn» e<m ®et^r bie ben I Eie, Post- und Telegraphenafsistentt? uS, ««J* »nd 18000^- Zulage. Bei der Ma- Erfass,mg/mStzigen PfliN^uch^nach"°^hin % ’ Oberassistenten, Postverwalter; 22: 1800 bis I ^ne^ssud die Gehälter entsprechend, doch erhal- I wahren. (Zustimmung., Er glaube aSr, datz er dem 360 «Al Militärbausekretäre, 24a: Registratoren I bre Subalternoffiziere ihr« Gehälter nicht I Fürsten gelungen ist, auf den Kaiser einen bestimmten bei der Obermilitärpriifungskommisfion, bet der fahren, sondern nach Prozentziffern, 1500 Einfluß auszuüben und bas wäre geboten, daß ber Kriegsakademie; 26a: 1800—400 «Al Rektoren I Q^° 80 Prozent, 1800 «Al, auch 30 Prozent, I Rercyskanzler Tatsachen mitzuteilen geneigt wäre,
und Lehrer der Heeres- und Marineverwaltung 2100 M 40 Prozent. . SfHg^&y^AA^uä^U^b Ä»ifer
<n Orten von nicht mehr als 25 000 Zivilein- Die Besoldungsordnung IV bestimmt die er garanH?ren,^b?6 auch lein Nachfolge^ nich? d^ wohnern; 26b: 1800—4000 «Al Post- und Tele- I Gehalter der Unteroffiziere: Hoboist usw 187 20 I Verantwortung übernimmt, wenn dergleichen sich
graphensekretäre; 28 : 2700—4100 «Al Jntendan- A Unteroffizier 302,40, Sergeanten 475 20«Al wiederholt? Ter Kaiser sollte mit den besten Männern
turassessoren; 29: 1800—4200 «Al Rektoren und Vizefeldwebel 565,20 Jl Feldwebel 745 20 «Al , Natwn in Fühlung treten. Diese Männer mütz-
Lehrer der Heeres- und Marineverwaltung in Unterveterinäre 1206 «Al, Feuerwerker 1000 bis Stüber offen aussprechen. Zwei
Orten mit mehr als 25 000 Einwohnern; 30: H00 «Al, Unter-Zahlmeister" 1300-1550 mftÄÄÄ
^^^^?^>-^^^"^^blmeister; 31a: 2800 bi, I Hebet die neuen Wohnungsgeldzuschüsse be- I deutschen Flotte. ^(Der Reichskanzler betritt 0 ben 4200 «Al Mtlitarzahlmeister; 33: 1800^—4500 «Al I stimmt das Gesetz: I Saal.) Kein Deutscher will die Flotte aggressiv gegen
Milität-Eerichtsschreiber; 34b: 2100—4500 «Al Die Ortsklassen werden eingeteilt in 5 Klas- ®n.SIanb verwenden. In England freilich gibt es eine Bureaubeamte beim Reichstage, Reichsamt der I fen A—E und der Wohnunasaeldzuschuß in I englisch-deutscher Krieg würbe
Innern, Reichsjustizamt, Reichseisenbahnamt, 6 Tarife; es werden also gemäß diesen beiden I Rrta&a ^datte über
bia Reichsbehörden; 35 : 2500 I ^kÄ^N gezahlt in Ortsklasse A: 2250, 1800, j regt worden. Aber das fogenannte^parla^entari^'
-K Oberpostpraktikanten; 37: 3lw0 bi, 1350, 570, 510 und 480 «Al; in B: 1800, 1350, I Regime widerspreche den monarchischen Anschauungen
4500 M Earnlsonverwaltungsoberrnspektoren, I 990, 480, 650, 360 «Al; in C: 1350 1080 810 I Ler Volksmehrheit, ben förderattven Grundlagen des
Lazarettoberinspektoren, Oberpostkassenkassierer; I 400, 540, 290 «Al; in D: 1080 900 720 320 450 I F^idjeä unb ben vitalsten Volksinteressen. Wir legen
40 : 2100—5000 «Al Bureauvorsteher und Sekte- I und 220 «Al; in E: 900 810 630 ' 250' 38o’ unh I seboch Wert darauf, daß bie Verfaflungsvorschristen
töte bei den dem Reichsamt des Innern nach- I 150 «Al. Pensionsfähig find 1476 1188' 900 404 I bernbi-e Reichskanzler-
geordneten Behörden; 41: 2500-5000 «Al Post- 556 und 300 «Al in Tarif l-iv ' ' ' ' unser
flbrritflfif?' imb QAiAtoftntfT. i .r.-i.. nLi?U , zeichnrs übet die I übertrieben. Auch ber leitenbe Staatsmann^genießt
Oberstabs- und Stabsvetertnare, Lazarettver- Klasseneinteilung der Orte beigegeben Es be- im Auslande Vertrauen. Wir müssen gerade gegen» waltungsdtrektoren; 47 : 3000—6000 JA Marine- I finden sich in Klasse A: Berlin Ebarlöttenbura I toarhß wünschen, daß er das Steuer des Staatsschiffe« und Militärpfarrer, Oberpostinspektoren, Post- Friedenau, Wilmersdorf, Schöneberg Frankfurt fänden behält. Wir stehen noch auf Bis-
nntt bft Ift«. \ a. M. in «Uff, B:»W alWri. Eta ÄfS sifi g S?
Arnold irrte sich indessen doch. Bruno traf die Mitteilung von dem Verhalten seiner Verlobten tiefer, als es selbst die Rätin geglaubt hätte. Sein Stolz litt schwer unter der Erkenntnis, ein Spielball in den Händen eine# leichtfertigen Mädchens gewesen zu sein. Er wat der Raub eitler Selbsttäuschung geworden. Er, „ . „ v . der Vielverlangende, der an das Weib die höch-
"Um des Ktndes willen bringt sie das Opfer," ften Forderungen stellte, mußte sich gestehen, daß menrte die Rann. „Ich verstehe das vollkommen. I er sich von einem hübschen Gesicht, von den Al- llnd in der Sorge für ihren Sohn, denke ich, I liiien einer Weltdame, von schmeichlerischem wrrd sie auch Trost und Befriedigung finden." Entgegenkommen hatte berauschen lassen, daß er „3nin, ja ja! stimmte Arnold zu. „Aber ein I jedes eigene Urteil eingebüßt hatte. Wie ein gebrochenes Leben bleibt es doch. Die Bergan- I tummelnder Nachtfalter war er in das Licht ge« genbeit wird nie aufhören, ihren Schatten auf I flogen, das ihn beinahe verzehrt hätte.
Tage zu wttfen." I „Ein dunkler Nebel ist auf meine Seele ge«
Sie Stettin zuckte die Achseln. I fallen," bekannte er der Freudin, „und es wird
-Dabet ist nun nichts mehr zu tun. Und weder I mir schwerblütigen Menschen nicht leicht werden, ich noch der Baron hatten die Macht, eine Ein« I mich wieder zum Licht emporzuringen." Wirkung darauf üben zu können. Für den Baron | „Meinem Genius?" wiederholte et schmerz- besonders war das ausgeschlossen wegen seiner lich. „Ach, auch er wendet sich von mir! Seit an und für sich schon so unerquicklichen Stellung I jenen letzten Seelenerfchütterungen deren Zeu« seinem Bruder gegenüber. Doch da sehe ich ihn gin Sie. liebste Freundin, gewesen sind, habe ich eben zuruckkehren," fugte sie, ans Fenster fre- keine Feder mehr anrühren könne. Alles dich-
tend hinzu Sieh, wre et da sitzt auf feinem terifche Vermögen in mit ist wie erlahmt. Em
« 0at mebr et selbst, bet I Glück, daß mein Drama so weit vollendet ist,
in sich gefestigte Mann, bet et früher war." baß ich es habe bem Druck übergeben können. Ich u>«ß, bemerkte Arnold I barf jetzt, ohne mir Gewissensbisse zu machen, au ropffchuttelnd. „Vielleicht kommt bet bumme I irgend einem stillen Orte, wo mich nichts an da# Streich Deiner leichtsinnigen Kousine doch ganz I Vergangene erinnert, Erholung suchen von den gelegen, vielleicht leidet er schon unter der Er- I Stürmen, bie übet meine Seele dahin gegangen kenntnis, baß er mit feinet Wahl einen Fehl- | ftnb.“ (Forts, folgt)