i
N tH
r
59
<Sin<t>Dinc( uerBr
man sich beiderseits bemüht, eine ausgleichende Formel zu finden.
Berlin, 5. Nov. Einer Blättermeldung zufolge stellt Deutschland in der Casablanca- Angelegenheit an Frankreich einzig die Forderung, eine kurze Erklärung abzugeben, in der das Bedauern darüber ausgedrückt wird, daß französische Militärpersonen in die deutsche Kon- sulargcrechtsame zu Casablanca eingegriffen haben, sobald dies Verlangen von Frankreich erfüllt sei, würden die Verhandlungen über ein anzurufendes Schiedsgericht zur Beseitigung der rein materiellen Streitfragen ihren ungestörten Fortgang nehmen können.
Parts, 5. Nov. Die Behauptung des »Echo de Paris", Deutschland fordere, daß General d'Amade persönlich bei dem deutschen Konsul Entschuldigungen ausspreche, ist unrichtig.
Paris, 5. Nov. Der deutsche Bot, Hafter Fürst Radolin hatte heute : rchmittag mir dem Minister des Aeußern, Pichon, eine längere Unterredung über die Angelegenheit von Casablanca.
Der heutigen Nummer liegt vei Kreisblatt Nr. 88.
Marburg
Sonnabend, 7. November 1908.
Ueber die Regelung der Casablanca- Angelegenheit
Kege» folgende Meldungen vor:
Part», 5. Nov. In dem heutigen, im Elysee abgehaltenen Ministerrate machte der Minister des Aeußern, Pichon, Mitteilungen über die schwebenden Fragen der äußeren Politik. Der Ministerrat beschäftigte sich alsdann mit den deutsch-französischen Vorverhand.ungen über den Zwischenfall von Casablanca. Er war einstimmig der Ansicht, daß es für Frankreich unmöglich gewesen sei, den deutschen Gesichtspunkt anzunehmen. — In politischen Kreisen glaubt man nicht an eine Verschärfung des Konfliktes und meint, wenn Deutschland ebenso versöhnlich wäre wie Frankreich, werde man sich . auf eine Erklärung einigen können, in der beide Länder ihr Bedauern über drn Zwischenfall von Casablanca ausdrücken und ein Schiedsgericht annehmen. Das aber wäre das für Frankreich einzig mögliche Zugeständnis und die Weigerung Frankreichs, seine Offiziere und Soldaten zu tadeln, werde als endgültig betrachtet.
Paris, 5. Nov. In den Wandelgängen der Kammer wurde die deutsche Forderung in sehr lebhafter Weise erörtert. Unter den Deputierten machte sich anfangs eine gewiffe Aufregung bemerkbar, insbesondere, da von mehreren Vertretern der Ost-Departements beunruhigende Nachrichten kolportiert wurden. Später wurde die Stimmung vertrauensvoller, zweifellos unter dem Eindrücke verschiedener, sowohl aus hiesigen offiziellen Quellen, wie auch aus Berlin stammenden Meldungen, nach denen
Di» JnsertionSgrbühr beträgt für bi» 7oef polten» Belle ob« beten Raum 16 Pfennig, für Reklamen 80 Pfennig? — a , Druck und «erlag: Iah. Ang. «och, UnwersitätSbuchdruckerei w.
Inhaber Dr. (5. Httzeroth, Marburg, Markt21. — Telephon 65.
ernstes Wort geredet. Gesundheitsrücksichten, I verstehen Sie. Asta hofft, Editha zu bewegen, I den Winter mit uns in Italien zuzubringen, das I macht die Sache glaublicher."
Bruno neigte den Kopf.
I „Was an mir liegt, werde ich tun, ja, habe ich getan, und der schwer beleidigten Frau selbst gegen meine eigene Ueberzeugung zur Versöhnung zugeredet. Da sie eine solche für unmöglich erklärt, hätte ich doch gewünscht, ihr Gemahl gäbe sie frei. Auch er wird unter so unnattir- lichen Verhältnissen zu leiden haben."
„Darüber machen Sie sich keine Sorgen. ! Dietrich weiß sich das Unangenehme schon abzu- schütteln. Und was Edithas Freiheit anbetrifft, sagen Sie selbst, könnte sie sie genießen? Wiederverheiratung wäre nur möglich für sie, wenn sie ihrem Sohne für allezeit entsagen wollte, und das ist für eine Natur wie Editha unmöglich" Dem mußte Bruno zustimmen.
„Glauben Sie übrigens nicht, Bruno" fuhr der Graf fort, ,^atz ich Dietrich etwa entschuldige. Aber der Familie liegt es ob, den dürren Zweig des edlen Baumes unter dem Grün seiner Blätter zu verbergen. Dietrich zu halten, ist unsere Pflicht. Hätte Editha auf ihrem Beschluß beharrt, gerichtlich entschieden zu werden, wäre er nicht allein moralisch in den Augen der Welt sondern auch pekuniär ruiniert. Er hat zuviei verbraucht und vermag mit vernichtendem Kredit sich nicht zu rangieren."
„Wenn es nur daran liegt," rief Bruno er- Ie0t, «so bitte ich über meine Kasse zu verfügen. So weit sie reicht, stelle ich sie Dietrich zur Dis- p^ition. Der Baron von Rothenfel» wäre nicht in diese Verlegenheiten geraten, unter
Entwurfes noch nicht weit genug; er äußert« Bedenken gegen die Ueberlassung der Festsetzung der Geschwindigkeitsgrenze an den Bundesrat. Erne Kommission von 21 Mitgliedern müsse die Wirksamkeit der Vorschriften prüfen. Die juristische Formulierung des Gesetzes kritisierte bei Abg. Traeger (frs. Vp.). Er schlug für hervorragende Leistungen von Selbstfahrern die Aus. zeichnung eines Dr. chauff. vor. Auch der Zentrumsabgeordnete Bitte» erhoffte von der Kom« Missionsberatung noch mancherlei Klärung und Verbesserung und ebenso der Abg. Stolle (Soz.). Die wirtschaftliche Vereinigung ließ durch ihren Redner den Abg. v. Damm, einzelne Vorschläge in ähnlicher Richtung machen, insbesondere miß» fällt ihr die Höchstgrenze des Schadenersatzes. Der Vertreter der Reichspartei, der Abg. v. Oertzen, verlangt, das Prinzip der Erfatz- pflicht für den Automobilhalter unter allen Umständen festgestellt zu sehen. Ein Maximum für die Höhe der Entschädigung sei zwar empfehlens- wert, aber daß der Milliardär auch nicht mehr als ein vielleicht menig Begüterter zu zahlen habe, fei eine Ungerechtigkeit. Er persönlich halte eine Zwangsversicherung für richtig. Zu gering seien die Strafen für die Böswilligen, da müßten die Gefängnisstrafen erhöht und mehr auf sie als auf Geldbußen erkannt werden. Dann ging die Vorlage an eine Kommission von 21 Mitgliedern.
Es folgt die erste Beratung des Eesetzent- wurfes bett. Aenderung des Eerichtsver- fasfungsgesetzes, der Zivilprozeß, ordnung, des Eerichtskostengefetze» und der Gebührenordnung für Rechts- a n w ä l t e.
Staatssekretär Dr. Rieberding: Der Entwurf bezweckt hauptsächlich eine Reform des amts. gerichtlichen Verfahrens. Das Verfahren soll vereinfacht und der Gang der Prozesse beschleunigt werden, die Formalitäten werden beseittgt, die Prozeßkosten verringert. Es soll den Parteien ermöglicht werden, RechtsanmäU« nur dann zu nehmen, wenn es im eigenen Interesse erforderlich ist. Der Zeitpunkt für eint Reform des gesamten Zivilprozesses und der gesamten Zivilprozeßordnung ist noch nicht gekom. men. Daher bleibt nichts übrig, als den Weg der Novelle zu gehen. Mit der Erweiterung der Zuständigkeitsgrenze, die den Kardinalpunkt der Vorlage bildet, kann es andererseits nicht getan sein. Es muß das Verfahren selbst in Anlehnung an das gewerbe- und kaufmannsgerichtliche Verfahren einfacher und schleuniger gestaltet werden. Die Verbündeten Regierungen meinen, daß die Amtsgerichte auch bei der Heraufsetzung der Grenze des Wertes des Streitgegenstandes bis 800 den Anforderungen der neuen Lage gewachsen sind.
Heinz« (natl.) vermißt eine Aenderung des Versäumnisversahrens. Der Erhöhung der Kompetenz der Amtsgerichte stimmen wir bei. Man wird eine vollständig neue Zivilprozeßordnung schaffen müssen. Durch diese Novelle wird der Anwaltsstand erheblich in Mitleidenschaft gew. gen und beunruhigt. Gerechtfertigt ist daher eine gleichzeitige Besserung seiner wirtschaft, lichen Lage. Redner beantragte Ueberweijung der Vorlage an eine 28gliedrige Kommission.
Darauf tritt Vertagung ein.
denen er jetzt zu leiden hat, wenn er nicht durch mich einen Teil seines Vermögens eingebüßt hätte."
Der Graf drückte ihm herzlich die Hand.
»Ich verstehe Sie, lieber Schwager verstehe Sie vollkommen. Sie sind beim Himmel ein echter Rothenfels. Wenn es wirklich dazu käme daß eine Ehrenrettung Ihres Bruders Not täte, würde ich auf Ihr freundliches Anerbieten zurückkommen. Hoffen wir indessen, daß es nicht nötig fei. Editha vor ferneren Verlusten zu schützen, soll meine Sache sein. Und nun auf Wiedersehen in München. Sie versprechen auf Ihrer Hochzeitsreise nach dem Süden an unserem Hause nicht vorüberzugehen? Darf ich Asta grüßen?"
,Zch bitte darum."
Bruno geleitete den Grafen zu dem unten harrenden Wagen, an dem der Justizrat schon des Kommenden wartete. Sie hatten Eile, wollten sie die Station vor Abgang des nächsten nach Berlin gehenden Zuges erreichen. Und Graf Alten wünschte noch den Nachtzug nach München zu benutzen, um seiner Gemahlin, die dort ungeduldig dem Ausgang seiner Mission entgegensah, das wenn auch nur zum Teil zufriedenstellende Resultat mitzuteilen. Ganz ge« beugt kehrte Bruno zu der Rätin zurück, die ihm mit vorgestreckten Händen entgegenkam.
„Ihr Schicksal ist besiegelt," sagte er, der Freundin Hände ergreifend, und sich an ihre Seite setzend. „Wie schwer es ihr zu tragen wird, da» weiß ich, sie selbst hat mir gestern ihren ganzen Schmerz, den Jammer ihrer Seele offenbart. Und ich mußte ihr noch zur Versöh- nung zureden, mußte! Sie juchte meine stützende
Man obonn;crt auf bi» täglich erscheinend- „Lberäessische Hg 2.*’*“"9 be« allen Postämter« und nnsern Z-itung-stellea tn
wllL fcvu Htt4i)atn «nb Wetter sowie bei unserer Expedition — Markt 21. beträgt durch die Post 2,25 Mk. (ohne ___ «esteUgellQ, bet unser« ZettungSstellen und der Spedition 2 Mk
Getrennte Welten.
Roman von Clarissa Lohde.
I Fortsetzung.)
„Sie ist also entschlossen, sich von ihrem Gemahl zu trennen?" fragte die Rätin gespannt.
„Zu trennen, ja! Doch bleibt sie trotzdem gebunden. Baron Bruno wird Ihnen das Nähere erzählen können. Graf Alten ist eben bei ihm und setzt dort wahrscheinlich die diplomatische Mission fort, die er bei der gar zu großherzigen Baronin mit so viel Geschick zu Ende geführt."
Graf Alten hatte in der Tat über den klugen Justtzrat einen von diesem schwer empfundenen Sieg davongetragen. Editha zur Nachgiebigkeit zu bewegen, wie er und Dietrich gehofft hatten, war ihm zwar nicht gelungen. Sie blieb fest' dabei, ihren Gemahl, vorläufig wenigstens, nicht Wiedersehen zu wollen, wiedersehen zu können. Aber auf eine gerichtliche Scheidung hatte st« nun doch Verzicht geleistet. Graf Alten hatt« ihr Dietrichs Erttarung gebracht, daß er seiner geschiedenen Gemahlin nie die Erziehung seines Sohnes überlassen werde. Diesem Argument hatte sie sich gefügt.
„Ich habe Editha zu überzeugen gewußt" j letzte Graf Alten dem ihm schweigend zuhörenden | ©tuno auseinander, „daß es wünschenswert fei «inen offiziellen Eklat zu vermeiden. Von ihrem rntschluß, Frauenstein für einige Zeit zu ver- «ssen, vermochte ich sie jedoch nicht abzubringen, pkit dem kleinen, wütigen Justizrat, dem ein sensationeller Prozeß entgeht, habe ich schon ein
Hand, und ich durfte sie ihr nicht reichen, o, Si« verstehen, was das heißt. Wollen und nicht könneil, nicht dürfen! Einen Menschen, den man liebt und ehrt, seinem dunklen Schicksal überlassen müssen!"
„Ich verstehe Sie," sagte die Rätin mit traurigem Neigen des Kopfes, „verstehe alles, auch das, was Sie mir nicht sagen, und von dem ich doch weiß, daß es Sie bedrückt."
Sin tiefer Seufzer war seine Antwort. Ihre Augen trafen sich in stillem Verständnis. Sie hatte recht, was ihn am meisten bedrückte, war das, was er nicht aussprechen konnte, nicht aussprechen durfte.
XXII.
Der Kurgarten in Baden-Baden leuchtete hell in die Nacht hinaus. Feine Elaslinien bezeichneten die Konturen des lang gestreckten Kurhauses vom dunklen sternenbesäelen Nachthimmel ab. Zwei Kapellen spielten in den hell strahlenden Musikpavillons. Unzählige farbige Ballons warfen bis in die fernsten Laubengänge ihren .nagischen Schein. Ein internationales Publikum oanbette lachend und plaudernd in . n reiten Alleen auf und ab. Die geschmackvollsten Toiletten mischten sich mit den extra- lagantesten, die durch ihre kühne Farbenzu- ^mmenstellung das Auge fesselten und blen- veten.
Hüte von unglaublicher Größe mit nickenden Blumenbeeten deckten schöne und häßliche, alte und junge Köpfe. Elegante Kavaliere, vielfach Mnz in weiß gekleidet, den unteren Rand der Beinkleider umgebogen, die Füße in hellen, niedrigen Schuhen, di« Stöcke mit gewaltigen Knöpfen in der Hand, zwang»» sich. An» i»
MchW K™.
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
■_______gg* K-U-g-»: A-r-igrr", K-U-,,« „glUftritrte«
| Die deutsche Stellungnahme. I Loyalität ihrer Politik und des Geiste» der Bil-
I Köln, 5. Nov. Ein Berliner Telegramm I ligkeit in bet Angelegenheit der Deserteure von I der „Köln. Ztg." besagt: Ueber den Gang der I Casablanca zu geben, dazu entschlossen, bet beut» | Verhandlungen, bie wegen des Zwischenfalles I schen Regierung den Bericht bes Polizeikommis- I von Casablanca stattgefunden haben, erfahren | Borda, über bie Vorfälle vom 25. Septem- I wir folgendes: Am 14. Oktober warf Staats- I bet mitzuteilen. Borda ist dem französischen I sekretär v. Schoen in einem gelegentlichen, nicht Konsulate in Casablanca seit der Okkupation I amtlichen Gespräch mit dem französischen Bot- I der Stadt durch die französischen Truppen atta- I schäftet über verschiedene Möglichkeiten, den I chiert. Da» erwähnte Dokument sollte nach den I Streit in Casablanca zu schließen, den Gedanken I zuerst getroffenen Entschließungen bes Pariser I hin, ob nicht auch da» Auskunstsmittel einer I Kabinette» nut einem Schiedsrichter mitgeteilt I schiedsgerichtlichen Regelung herangezogen wer- | werden, sobald bie deutsche Regierung davon I den könne. Am 15. Oktober berichtete der Bot- I Kenntnis erhalten haben wird.
schafter Fürst Radolin, Minister Pichon habe I Paris, 5. Nov. Im Laufe der Unter« I ihm soeben mitgeteilt, er habe auf eine De- I rebung, bie Fürst Radolin mit Minister Pichon I pesche des Botschafters Cambon hin dem Schied»- I hatte, sprach bet Botschafter die Hoffnung aus gerichtsgedanken zugestimmt, aber bie Mitteil- I daß eine oermittetnbe Lösung den beiden Re- I ung dieser Zustimmung an Herrn Cambon habe I Bietungen erlauben werde, den Zwischenfall von I sich mit der zweiten Depesche desselben gekreuzt, I Casablanca zu regeln. Minister Pichor ant- I nach welcher die Bemerkung de» Staatssekretärs I wartete, er habe bie Hoffnung nicht verloren, I v. Schoen nicht als ein förmlicher Vorschlag zur I daß eine Lösung angenommen werbe, bie für I Lösung der ganzen Frage aufz 'fassen sei. Da- I beide Länder gleich ehrenvoll sei.
I rauf folgte am 18. Oktober die Unterredung bes I Pari», 5. Nov. Ehe Minister Pichon heut« I Fürsten v. Bülow mit dem Botschafter Cambon I den deutschen Botschafter, Fürsten Radolin, em- im Beisein bes Staatssekretärs v. Schoen. In I pfing, äußerte er in einer Un+enebung mit den dieser Unterredung schlug Fürst v. Bülow bie I Deputierten, bie Mitteilung bes Berichtes des
Regelung bet Angelegenheit auf folgender I Polizeikommissars Borda an Deutschland sei Grundlage I dazu bestimmt, in den Augen bei deutschen Re-
vor: Erstens: Frankreich spricht sein Bebau- I ?ierun? die Haltung der französischen Beamten ern über den Einbruch französischer Organe Casablan-a zu rechtfertigen und zu zeigen, in die Prärogative bes deutschen Konsuls I ®te französischen Behauptungen wohl be- aus, ein Einbruch, bet darin bestand, daß die I gründet seien. — Minister Pichon kündigte fer- stanzöstschen Organe sich mit Gewalt mehrerer I ne.$ an» ^aß die Verhandlungen mit Berlin fort- Personen bemächtigten, die sich unter dem Schuhe I gesetzt würden zu dem Zwecke, eine Formel zu und im Gewahrsam bes deutschen Konsuls be- I der beide Mächte sich anschließen können. ! fanden. Zweitens: Deutschland spricht sein Be- I „•*. Erklärung wurde von allen Deputierten dauern für die unkorrekte Haltung seines Kon- I Hunstig ausgenommen, bie gern bet Ansicht sul» aus, der Personen, bie einen Eelettschein I 9?aum geben, daß ein Detente eingetreten sei, nicht beanspruchen konnten, einen solchen ge- | un” daß es nicht lange dauern wird, bis eine geben habe. Drittens: Die Rechtsfrage soll Einigung zustande kommt.
durch ein Schiedsgericht gelöst werden. — An I Nach den vorliegenden Meldungen kann man der Auffassung, daß der tatsächlich vorgekom- I hoffen, daß der Konflitt zu einer friedlichen Lö- mene Eingriff französischer Organe in Casa- I sung geführt wird. Gewisse Korrespondenz- blanca in die Konsulargerichtsbarkeit des dor- I Bureaus verbreiteten gestern bereits durch die tigen deutschen Konsulates die Erklärung eines I von ihnen bedienten Organe alarmierende Bedauerns seitens der französischen Regierung KriegsgerLchte, die vielfach Aufregung hervorerfordere, hat die deutsche Regierung festgehal- riefen. Unseres Erachtens ist die Kriegsfrage ten. Hieraus geht hervor, erstens: daß von I eine so außerordentlich schwerwiegende, daß fie deutscher Seite der Vorschlag, die ganze Ange- I sich zu Sensationen nicht eignet.
legenheit einem Schiedsgericht zu unterbreiten, | - .
nicht gemacht worden ist und daß, zweitens: die I -
Annahme, als hätte sich die Haltung der deut- I '’Jictdrälflfl
fchen Regierung am 28. Oktober infolge der am I -.
23. Oktober erfolgten Veröffentlichung des Ar- I ^ratung des Automobil-Hast-
6,ä”btrt' ÖÄ Tm SÄÄVÄÄ
JÄ“ »o„ Sr-n„-,ch u» W «Ä»
.... ,.!-»««. WM Ä uÄ'Ä ÄJJS
hrndrangt, zeigten folgende Nachrichten: I zwischen den Interessen der Industrie der Auto-
Paris, 5. Nov. Die „Agence Havas" ver- ^ilssten und des Publikums darstelle. Der öffentlicht folgende Depesche aus Berlin vom 5. S8* gShSÄ J’"’’!“! ^?«?chärfung
November: Die französische Regierung hat sich, Automobil älle ^m Ä ÄPfh<^L,
-m-n neuen U