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i mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain m» »r» Keilage»: .Literarischer A»,eiger",z<m»wirtschaftliche Keilage« im»Illuftriertea Ka-atagablatt«.

J2 254

Man abonniert auf die täglich erscheinendeOberhessische Kettung" bei allen Postämtern und unfern Zeitungsstellen tn Kirchhain und Wetter sowie bei unserer Expedition Markt 21. Der Bezugspreis beträgt durch die Post 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), bei unfern ZeitungSstellen und der Spedition 2 Mk.

Marburg

Mittwoch, 28. Oktober 1908.

Die JnsertionSgebühr beträgt für die 1 gefpaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, UnwersitätSbuchdruckerei Inhaber Dr. C. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

43. Jahrg.

Mttes Blau

Vorschriften im § 4 pp.,

51

< Vartibri'ct vcrboren.!

daß

«Fahre fortl* fuhr et dann in gezeigtem

darf zur Weinbereitung nicht färbender Rüben-, Stärkezucker verwendet

in wie weit sonstige Zusätze bei der Kellerbe­handlung gemacht werden dürfen, richten sich gegen einen Mißbrauch der Zusätze, die den Wein nur verbessern aber nicht vermehren sollen. Der Zuckerzusatz soll nur ausgleichen, was durch Ungunst des Jahres den Trauben an der Reife fehlt. Deshalb muh künftig dem Abnehmer auf Verlangen mitgeteilt werden, ob der Wein ge­zuckert ist Gezuckerter Wein darf nicht als rei­ner Wein feilgeboten oder verkauft werden. Jrn

zuzeigen."

In allen ... nur technisch reiner, Rohr-, Jnvert- oder

werden."

Auch die weiteren

Tone wieder auf; denn ich nehme doch an, daß I Du mir noch etwas zu sagen hast. Was bezweckt I Editha mit dem Fortgehen? Soll ich etwa jetzt I die dringenden Geschäfte, die mich nach Baden- I Baden rufen, aufgeben, nach Frauenstein eilen I und ihr zu Fühen als demütiger Sklave Abbitte leisten?"

Ich fürchte," entgegnete der Graf nun ernst, I eine Abbitte wird nicht mehr den gewünschten I Erfolg haben." I

was denn?" I

Das weih ich noch nicht: aber meine Frau I glaubt, dah ste vor einem Wiedersehen mit Dir I geflohen ist." I

Geflohen? Zum Teufel! Was soll das hei- I ßen?" schrie Dietrich auf.Sie denkt doch nicht I etwa an Scheidung? Davon kann nicht die Rede I sein, schon um des Kindes willen." I

Um des Kindes willen, hoffe auch ich, wird I ste zu vermeiden sein, wenigstens eine gericht- I liche Scheidung." |

Der heutigen Nummer liegt bei Kreisblatt Nr. 85.

Getrennte Welten.

Roman von Clarissa Lohde.

«Fortsetzung.)

Gleichviel! Ich werde diesen Menschen zur Verantwortung ziehen. So etwas ist gegen die Ehre eines deutschen Edelmannes. Er soll mir den .hämischen Streich, den er mir gespielt hat, büßen."

Sei nicht töricht," ermahnte der Graf jetzt, seine Hand beruhigend auf des Erregten Arm legen.Willst Du die Sache an die große Glocke hangen? Ich meine, Du hast allen Gründ zu schweigen."

gewerbsmäßigen Verkehr mit Wein dürfen geo­graphische Bezeichnungen nur zur Kennzeich­nung der Herkunft gebraucht werden. Die Na­men von Gemarkungen dürfen für ihre gleich­artigen und gleichwertigen Erzeugnisse wie bis­her verwendet werden. Verschnittweine dürfen nicht den Namen einer Weinbergslage oder eines Weingutsbefitzers tragen. Ebenso muß der Rot­weißverschnitt deklariert werden.

Der § 7 verbietet, Weinnachzumachen". Die Einfuhr ausländischer Weine wird nur ge­stattet, wenn seine Herstellung den Vorschriften de« deutschen Gesetzes entspricht. Für denHaus- trunk" sind die Destimu.ungen etwas milder.

Kognak" darf nur aus Wein gewonnen werden. Trinkbranntwein, der neben Kognak Alkohol anderer Art enthält, darf als Kognak­verschnitt bezeichnet werden. Wie im Schaum­weinhandel soll auch beim Kognak auf der Flasche das Herstellungslt nS angegeben werden.

Die Kontrolluorschrifren sind einheitlich aus­gebaut, jedoch ohne den Zusammenhang der Weinkontrolle mit der einzelstaatlichen Nah­rungsmittelkontrolle zu lösen. Den Wetnerzen- gern ist die Pflicht zur Führung von Büchern auferlegt. Die Strafandrohungen sind zum Teil erheblich verschärft.

Dem Entwurf sind eine ausführliche Begrün­dung und 22 Beilagen meist statistischer Art so­wie Gerichtsentscheidungen beigegeben.

ist dem Reichstage zugegangen. Danachist Wein das durch alkoholische Eährung aus dem Safte der frischen Weintraube hergestellte Ee- kränk." Es ist gestattet, Wein aus Erzeugnisten verschiedener Herkunft und Jahre herzustellen (Verschnitt). Destertwein (Süd-, Süßwein) darf jedoch zum Verschneiden von weißem Weine anderer Art nicht verwendet werden. Beson­deren Nachdruck legt die Begründung auf die neuen Bestimmungen des 8 3:Bei ungenügen­der Reffe der Trauben darf dem Traubenmost oder dem Weine, bei Herstellung von Rotwein such der vollen Traudenmaische soviel Zucker -der Zuckerwasser zugesetzt werden, als erforder- 8ch ist, um Wein zu erzielen, der nach seinem Behalt an Alkohol und Säure dem aus Trauben gleicher .ut und Herkunft in Jahren der Reife «hne Zusatz erzielten Weine entspricht. Der Zu- tzrtz an Zuckerwasser darf jedoch in keinem Falle mehr als ein Fünftel des in die Mischung ge­langenden Mostes oder Weines betragen.

Die Zuckerung darf nut in der Zeit vom Be­ginn der Weinlese bis zum 31. Januar des fol­genden Jahres vorgenommen werden; sie darf innerhalb dieser Frist bei Wein früherer Jahr­gänge nachgeholt werden.

Die Zuckerung darf nut innerhalb des Wein- baugebiet» vorgenommen werden, aus dem die Trauben stammen. Ausnahmen können an den Grenzen der Weinbaugebiete für Erzeugniste be­nachbarter Gemarkungen durch die Landeszen­tralbehörde bewilligt werden.

Die Absicht, Traubenmaische, Most oder Wein zu zuckern, ist der zuständigen Behörde an«

Er starrte düster vor sich hin.

So weiß ich keinen Rat."

ich meine, es geht nicht, darf nicht sein."

Und gerade jetzt," fuhr Dietrich in heftiger Erregung fort,wo ein Flecken auf meinem Renommee zugleich den Ruin meines Kredits deuten würde!"

Deines Kredits? Hast Du wiederSchulden?"

Das nicht; aber die Rennen stehen vor der Tür. Daß ich stark dabei engagiert bin, kannst Du Dir denken. Vielleicht gewinne ich soviel, um das hochmütige Weib nicht zu brauchen. Aber, wenn ich verliere; ich habe Unglück in der letzten Zeit gehabt."

Kannst Du wirklich jetzt an die Rennen denken?"

Dietrich blickte etwas verdutzt auf.

«Du begreifst das nicht, Alten, weil Du eben nichts davon verstehst. Also kommen wir zur Sache. Was glaubst Du, was ich jetzt tun kann, tun soll?"

Das, was Du längst hättest tun sollen: Dein Leben ändern, aber in der Tat, es nicht bloß versprechen."

Unsinn, Alten, wir sind doch keine Kinder mehr. Soll ich etwas versprechen, was ich doch nicht halten kann? Nein, Editha muß sich ent­schließen, mich zu nehmen, wie ich bin."

Und wenn sie das nicht will?"

Er zuckte die Achseln.

öSo weiß ich keinen Rat."

Möchtest Du mich nicht mit bet Vermitt­lung betrauen?" fragte Alten nach einet Pause.

Du willst wirklich? Natürlich nehme ich Dein Anerbieten an."

Seine Stirn begann sich schon wieder zu glätten, seine Augen blitzten heller.

Du bevollmächtigst mich also, den Ftteden zu schließen unter welche» Bedingungen es

Aus den Parlamenten.

Abgeordnetenhaus.

In der heutigen Sitzung wurde zuerst das Präsidium durch Zettel gewählt. Die Herren von Kröchet, Dt. Pötsch und Dt. Krause ver­einigten auf sich nahezu alle Stimmen. Bei der Wahl von Herrn von Kröchet wurden 7 leere Zetel abgegeben. Dann wurde auf Antrag des Abg. Frhr. von Zedlitz und Renkirch (freikons.) zu Schriftführern gewählt die Abgg. von Bockel- berg (t), Holtschke (t), Eichstaedt (freit), Mer- ti-Oels (freit), Jürgensen (nt), Blell (ft. Vp ), von dem Hagen (Z.), Etas Ptaschma (Z.). Zn Quästoren wurden die Abgg. Henning (k.) und Junghenn (nl.) bestellt.

Nachdem zunächst der Unterstaatssektetär im Kultusministerium dem Bedauern seines Chefs Ausdruck gegeben hatte, daß et krankheitshalber seine Vorlagen nicht selber vertreten kann, er- öfnete der Abg. von Hennigs-Techlin (t) die allgemeine Besprechung der Besoldungsord­nung. Er führte aus: Die unter den Beamten herscheude Beunruhigung ist wieder abgeflaut, wozu nicht zum wenigsten die feste Zusage der Regierung beitrug, daß den Erhöhungen rück­wirkende Kraft bis zum 1. April 1908 beige­legt werden sollen. Wünschenswert ist eine bal­dige Einbringung eines Gesetzentwurfes bett, den Wohnungsgeldzuschuß. Die Vorlagen stel­len ganz enorme Anforderungen an die Steuer­zahler, deshalb ist die Frage berechtigt, ob un­

sere ganze Beamtenorganisation richtig ist. Die Verwaltung weist verschiedene Mängel auf. Eine Klassenverminderung in der Besoldungs- ordnung ist sicher ein Fortschritt; aber man darf in dieser Richtung nicht zu weit gehen. Die Frage der Anrechnung der Diäritatszeit bei den höhern Beamten bedarf einer eingehenden Er­wägung; ebenso die Bemessung der Anfangsge- hälter. Wit haben Bedenken dagegen, daß die Beamten des Außendienstes trotz ihres ange­strengten Berufes schlechter gestellt sind als die Bureaubeamten. Eine Differenzierung im Ge­halt zwischen verheirateten und ledigen Be­amten empfehle sich nicht; der Ausgleich werde auf dem Gebiete bet Steuergesetzgebung zu ge­währen sein. Bedenklich sei die Gleichstellung der Beamten mit Leitungsbefugnisien, wie z. B. Eymnasialdirektoten, mit den ihnen unterstell­ten Bramten. Dies führe zu einer unerwünM- ten Vermehrung der Stellenzulagen. Die Be­amten dürfen nicht vergessen, daß bei ihrer Auf- befferung nicht nur ihre Interessen gewahrt wer­den sollen, sondern daß auch die Interessen bet übrigen erwerbenden Kreise in Betracht kom­men, die das Geld aufbringen müssen. (Beifall rechts.)

Schmedbing (Ztr.) erklärte, wir begrüßen die Vorlage, die bestimmt ist, dem wirtschaft­lichen Notstand der Beamten abzuhelfen. Die Vorlage sucht eine mittlere Linie zu finden zwi­schen den Ansprüchen der Beamten und der Lei­stungsfähigkeit der Steuerzahler. Wir werden prüfen, ob nicht das Mindestgehalt der unteren Beamten auf 1100 ober 1200 zu erhöhen ist. Wir begrüßen das Bestreben der Vorlage, eine Vereinfachung in allen Zweigen der Verwal­tung und eine Gleichstellung gleichwertiger Be­amtenklassen herbeizuführen, halten es aber für bedenklich, den Unterschied von Lokal- und Pro­vinzialbeamten zu verwischen ober aufzuheben. Was die höheren Beamten betrifft, so sind diese vielfach an der Höhe ihrer Repräsentations- kosten selbst schuldig. Sparsamkeit sollte auch da eintreten. Man sollte die Repräsentationsgelder den höhettn Beamten nehmen und durch die freiwerdenden 477 000 Jt den Unterbeamten eine Zulage gewähren, um sie sich und dem Staate länger zu erhalten. Die Professorenge­hälter sind reformbedürftig. Namentlich ist ein garantiertes Minimalkollegiengeld zu fordern. Allen Beamten wird die Vorlage nicht Zu­sagen. Wir müssen aber darauf sehen, daß den Steuerzahlern nicht zu große Lasten auferlegt werden.

Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben erwi­derte: Der Austausch der Ministerialbeamten mit den Verwaltungsbeamten soll nur frisches Blut in die Ministerien bringen und anderer­seits die Ministerialbeamten mit Land und Leute in Verbindung bringen, um dem Vureau- kratismus vorzubeugen. Eine überflüssige Be­lastung durch Repräsentation ist zu vermeiden. Eine entsprechende Aufbesserung der höheren Beamten ist notwendig, da sonst nur vermögende Herren sich dieser Laufbahn widmen können. Daß der Wohnungsgeldzuschuß nicht gleichzeitig

Unsinn! Weiber find Weiber! Sie wird sich schon wieder versöhnen lassen."

Ich dächte, Du kennst Editha genug, um zu wissen, daß sie nicht fft, wie andere Frauen, und daß ihre Entschlüsse, wenn einmal gefaßt, feststehen."

Dietrich sprang auf und durchmaß mit hasti­gen Schritten das Zimmer.

Drücke Dich deutlicher au»; von welchen Entschlüssen sprichst Du?"

Von dem Entschlüsse, nicht mehr mit Dir leben zu wollen, leben zu können."

Dietrich warf sich in einen Stuhl und stieß in verhaltenem Zorn mit dem Fuße auf den Boden.

Sie ist eine Närrin," tief et knirschend,ste laufen zu lassen, wäre vielleicht am vernünftig­sten. Aber bet Skandal; beim Himmel, w geht

Das kommt darauf an!"

«Ich sagte Dir schon, Editha ist mit dem Kinde nach Frauenstein zutückgereift. Asta hat so gut es sich ohne Aufsehen tun ließ, die Wirt­schaft hier aufgelöst. Den Leuten wurde die plötzliche Abreise Deiner Frau, die in Wirklich­keit in letztet Zeit recht leidend wat, durch die ärztliche Anordnung eines sofortigen Luftwech­sels erklärt. Jungfer und Bonne nahm sie mit sich, nur die alte Köchin ist zu meinet Bedienung bis zu Deiner Heimkehr hier geblieben."

In der Tat seht liebenswürdig von Dir J Du Dir die Langeweile hier um meinet-' willen auferlegt haft," sagte Dietrich höhnisch. Aftas schwesterliche Liebe scheint nicht so weit gereicht zu haben."

Asta konnte unmöglich die beiden Kleinsten die, wie Du weißt, in München zurückgeblieben waren, länger allein lassen. Wir haben zu­sammen mehrere Tage Deiner gehartt. Du hast aber Deine Abwesenheit weit über die Zeit aus­gedehnt, die Du Editha angegeben hast."

Dietrich starrte eine Weile schweigend vor sich nieder.

geregelt worden ist, bedauere ich auch. Geplant ist eine neue Klasseneinteilung nach bet tatsäch» lichen Höhe bet Mieten. Die unteren und mitte leten Beamten erhalten 50 Prozent, bie obere» 331/g Prozent. Für eine Gleichstellung bet Reich- unb Staatsbeamten werde ich bei de» Reichstagsverhandlungen eintreten. (Beifall.)

Schroeder-Eassel (natl.) führt aus: Wir hal­ten es für richtig, daß das System bet Dienste altersftufen allgemein eingeführt wirb. Die Uebetnahme von Nebenbeschäftigungen sollte» verboten werden. An Stelle der Eratifikatione» sollten feste Zuschläge zum Gehalt gemacht wer. den. Zur Vereinfachung des Bureauwesen« wurde die Einführung von Stenographie ur(* Schreibmaschine dienen. Die Anfangsgehälte» der Militäranwärter sind zu gering. Das Am angsgehalt der unteren Beamten mit 1000 .* st zu gering. In der Gesrährnng von Re?rg; entationsgeldetn darf nicht zu weit gegangei werden. Die Beamten sollten sich bewußt sein daß trotz der ungünstigen Finanzlage des Staus les eine soweit gehende Vorlage zu ihren Gun sten eingebracht worden ist. (Beifall.)

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DerReichsanzeiger" meldet: der Kaiser verlieh dem Prinzen Kuni von Japan den schwatzen Adletotden.

Iswolsky in Berlin. Berlin, 26. Ott. Dir Besprechungen, bie der Reichskanzler Fürst von Bülow und der Staatssekretär v. Schoen mit dem russischen Minister Iswolski gehabt haben, bezogen sich auf den Fall, daß wegen der durch die jüngsten Ereignisse auf der Battanhalbinsel entstandenen Fragen ein offizieller Konferenz. Vorschlag gemacht und von allen Großmächten angenommen werden sollte. Die deutsche Regie, rung hat gegen eine Konferenz keine grundsätz lichen Einwendungen. Die deutsche und dir russische Regierung sind einig in der Bekenntnis, daß eine Konferenz jedoch nur dann nützlich er' scheint, wenn zuvor völlige Uebereinstimmung unter allen Signatarmächten des Berliner Ver­trages über den Umfang und Inhalt des der Konferenz zu unterbreitenden Programmes er. zielt ist. Die deutsche Regierung hält an de» Standpunkt fest, daß sie Vorschlägen nicht zustim men kann, gegen welche Oesterreich-Ungarn Ein Wendungen erhebt. Diese Punkte werden de» Gegenstand weiterer Verhandlungen bilden. Da. gegen konnte bereits in den übrigen Punkte« des aus den früheren Besprechungen des Herr« Iswolski hetvorgegangenen Entwurfes, insbe, sondere in Bezug auf die im Interesse der Türks vorgefchlagenen Vereinbarungen, volle Heber- einstimmung festgestellt werden. Beide Regis rungen werden bemüht bleiben, für die gegen wärtigen Schwierigkeiten eine friedliche unb ge rechte Lösung zu ^zielen.

Hier, meine Hand! Ich werde mich in alte fügen. Nur versprich nichts Unmögliches, nichts was ich nicht halten kann."

Der Graf seufzte.

Es ist ein schwerer Weg, den ich für Di» machen muß; denn ich habe Editha gar wenij zu bieten.

Desto mehr kannst Du Deine Diplomaten kunst beweisen."

Schon klang es wieder durch Dietrich, Stimme wie ein Lachen. Ihm war, als hält er schon den Sieg gewonnen.

Wann reisest Du?" fragte er.

«So schnell als möglich. Es ist schon aller vorgesehen. Ich wartete hier nur Deine Rück kehr ab. Je rascher der Vermittlungsversuch gemacht wird, desto mehr Aussicht hat er, angs nommen zu werden. Und Du, wo bleibst Du?,.

Ich begleite Dich nach München. Asta wirb mir wohl für einige Tage Quartier geben Von dort gehe ich direkt nach Baden-Baden."

,Millst Du nicht lieber das Resultat meiner Unterhandlungen in München abwarten!"

Unmöglich! Meine Pferde sind schon in Baden-Baden eingetroffen. Du weißt, ich be­teilige mich am Herrenreiten. Da muß ich vor­her die Sphinx etwas in die Schule nehmen."

Auf der Sphinx willst Du reiten?" fragte bet Graf aufmerksam,auf einem Pferde, da« Du erst seit so kurzer Zeit besitzest, das Du noch gar nicht genau kennst?"

Die Sphinx ist mein bester Renner, unb Hindernisse nimmt sie mit einer Eleganz, wie ich sie von keinem anderen Pferde gesehen habe. Ich hoffe, Aussehen mit ihr zu erregen unb für meinen Rennftall ein neues Lorbeerreis zu ge­winnen."

Vertraue nicht zu sehr daraus," meinte Graf Allen.Fortuna ist eine unbeständige Göttin."

Willst D» mit ben Mut sno bas Vertrau«»