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k mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain|
und de« Beilage«: .Literarischer Adriger-, „Kaudwirtschaftliche Beilage^ ««d „JUnstriertrs Kmmtag-blatt«.
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ä.ÄS.*kf «ÄÖS S Säe $ eonntaa. 25. Oktober 1908. >0^. D,. «-.«-t.
schastssteuer begonnen. In der kommenden Woche wird das Abgeordnetenhaus in die Be- ratung der einzelnen Vorlagen eintreten.
Durch-den „Vorwärts" wurde zur Reichsfinanzreform bekannt, wie hier das Elektrizität«- und Gassteuergesetz sich gestalten soll. Zwar mürben die Mitteilungen insofern dementiert, als fie nicht die letzte Fassung der Beratungen darstellten. Immerhin wird man mit einer Gas- und Elektrizitätssteuer zu rechnen haben, die aber lebhaften Widerspruch auf allen Seiten finden dürste.
Die Frage der Anerkennung M u - ley Hafids ist durch eine zweite spanischfranzösische Rote in «in neues Stadium getreten. Gefordert werden hier: Ausdrückliche Bestätigung der Algecirasakte, der Dienstvorschriften mit Ausführungsbestimmungen für die Polizei, des Mandats des Waffenschmuggels an der Küste, der Verbindlichkeiten des Wachsen Privatleuten gegenüber: Haftung für die von Abdul Asis bis zu seiner Verzichtleistung auf den Thron gemachten Anleihen, abgesehen von der endgültigen Anerkennung der Schulden an Private: Bestätigung der Kommission zur Festsetzung der vom Machsen zu leistenden Entschädigungen in Casablanca. Weiter wird verlangt, daß der neue Herrscher die zur Sicherstellung der Freiheit und Sicherheit der Verkehrsmittel erforderlichen Massnahmen trifft und seinem Volke seinen Willen kundgibt, mit allen Ländern und allen deren Untertanen Beziehungen zu pflegen, wie sie dem Völkerrecht entsprechen, unter Wahrung des Rechtes jeder Macht, die Regelung von Fragen, die fie allein berühren, für sich allein zu verfolgen. Frankreich und Spanien wollen sich vorbehalten, die Zurückerstattung ihrer militärischen Ausgaben und bie Zahlung einer Entschädigung für die Ermordung ihrer Staatsangehörigen zu fordern. Deutschland hat bereits mitteilen lassen, daß es sich nicht mit allen Punkten einverstanden erkläre, obwohl diese neue Rote ein Nachgeben der beiden Mächte gegenüber Deutschland darstellt.
Im Orient ist jetzt einigermassen Ruhe eingetreten. Auch in Serbien scheint die gemässigtere Richtung über die kriegerisch-gesinnte und über die Tollheiten des Kronprinzen gesiegt zu haben. Der Gedanke einer neuen Konferenz oder gar einer direkten Verständigung der Türkei mit Bulgarien wird ernstlich erwogen, und damit scheidet ein Krieg aus der Erörterung vorläufig aus. Ueberraschungen find auf dem Balkan selbstverständlich nicht ausgeschlossen.
Viel bemerkt wurde auch, dass sich die Thronrede mit den Verhältnissen im Orient beschäftigte.
Erstes Blatt.
Die heutige Nummer umfaßt 8 glätter.
Rückblick.
Im Vordergrund des politischen Interesse« stand in der verflossenen Woche die Eröffnung des preussischen Landtags, die durch den König selbst vollzogen wurde. Einmal war es die Thronrede, dann die erst« Veröffentlichung der von der Regierung vorgeschlagenen Gehaltserhöhungen, rn die sich die Erörterungen knüpften. Aus der Thronrede hat am meisten der Passus, der von der Aenderung de» Wahlrechte« redet, die Gemüter erregt. Einige Prehstimmen seien angeführt. Die „Kreuzztg." meint: Alle von der Thronrede geltend gemachten Gründ« für ein liberales Wahlrecht sind Parteiforderungen, und zwar Forderungen einer Partei, die zwar schon einmal unter eben diesem alten Wahlrechte die Mehrheit im Abgeordnetenhause hatte, heute aber auf die Werbekrast ihres Programms nicht mehr vertraut und sich mehr Raum für die Agitation schaffen möchte. Wir bedauern es aufs tiefste, dass diesen Bestrebungen nachgegeben werden soll.
Das „Berliner Tagebl." schreibt: Der Kanzler und Ministerpräsident hatten die Reformbedürftigkeit des Dreiklassenwahlrechts zugegeben, aber nur eine Prüfung der Frage versprochen, ob das Ziel erreicht werden könne durch „ein nach den Merkmalen des Alters, des Besitzes und der Bildung zweckmässig abgestuftes Wahlrecht". Inzwischen scheint diese Prüfung wenigstens beendet zu sein. Es ist klar, dass für den entschiedenen Liberalismus weder das Pluralwahlrecht noch der Bildungszensus eine annehmbare Lösung des Problems bedeuten würde. Immerhin hat nun endlich auch der König von Preussen in feierlicher Stunde und in bestimmter Form d'e organischen Mängel des bestehenden Wahlrechts anerkannt,ihre Beseitigung versprochen. Das ist ein Schritt auf dem Wege, ein Schritt vor allem, von dem es kein Zurück mehr gibt.
Die „National-Ztg." gibt der Erwähnung der Wahlrechtsreform* folgende Auslegung: Wir gehen wohl nicht fehl, wenn wir in dieser Anordnung der Thronrede den Reichskanzler als Inspirator zu erblicken haben, der entschlossen ist, mit dem Blocke weiterzuarbeiten.
Die freikoniervative „Post" meint: Die Aenderung des Wahlrechts ist von so ungeheurer Tragweite, daß hier nichts überstürzt werden kann. Und wenn die Regierung, wie es in diesen Tagen in der Presse hieß, es für nötig hält, für diese Reform noch eine Reihe statisti,- scher Unterlagen zu beschaffen, so wird man fie hier billig gewähren lassen müssen.
Wir glauben, daß die Regierung mit aller Vorsicht die Grundlagen zu einer organischen Weiterbildung unseres Wahlrechtes zum preußischen Landtage prüfen wird. Wenn es ihr gelingen sollte, die mancherlei Unzuträglichkeiten, die sich aus dem reinen Geldzensussystem ergeben, zu beseitigen, wird man auch auf der rechten Seite einer Aenderung des Wahlrechtes zustimmen. Immer wieder aber muß darauf hingewiesen werden, daß gerade die Liberalen sich gegen eine Aenderung des Wahlrechts aussprachen, allerdings in einer Zeit, in der ihnen dies Wahlrecht die Mehrheit verschaffte.
Der Ausdruck der Thronrede, „eine organische Fortentwicklung" läßt darauf schließen, daß die Regierung, nicht daran denkt, den Wahlrechtstürmern von der Linken das Feld zu ebnen.
Was die Eehaltsvorlagen angeht, so ist anzunehmen, daß die Regierung, die nur nach gründlicher Vorbereitung an eine sothe umfassende Finanzregelung Herangehen konnte, sich schwerlich zu großen Aenderungen durch das Parlament bringen lassen wird. Wenn auch nicht alle Wünsche der Interessenten erfüllt find, so kann man doch behaupten, daß sie im weitgehendsten Maße berücksichtigt worden find. Da« Abgeordnetenhaus wird aber trotzdem die Vorlagen speziell auch nach der Seite der nichterfüllten Wünsche hin zu prüfen haben. Das wird ihm sicherlich leichter fallen als die Kehrseite der Medaille: die Beschaffung der durch die Beamtenaufbesserung notwendig gewordenen 200 Millionen Mark. Bis jetzt hat bereits in freisinnigen Blättern ein Angriff gegen die Gesell-
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— Bon der Prinzessin Ettel-Friedrich. Berlin, 2.3. Okt. Da« „Militärwochenblatt" meldet: Die Prinzessin Eitel Friedrich wurde zum Chef des Draaoner-Regiment von Arnim (2. Brandenburgisches Nr. 12) ernannt. Prinz Eitel Friedrich wurde von seiner Stellung als Kommandeur der Leibkompagnie des Ersten Garde- Regiments entbunden und zur Dienstleistung bei dem Earde-Husaren-Regiment kommandiert.
— Totenfeier für Ministerialdirektor Alt- Hoff. Steglitz b. Berlin, 23. Ott. Der verstorbene Ministerialdirektor Dr. Friedrich Althoff wurde heute nachmittag beerdigt. Der Eichen- farq war vor dem Altar der Steglitzer Kirche aufqebahrt: er verschwand unter der Fülle von Kränzen. Zuoberst lag der reich mit Chrysanthemen durchflochtene Lorbeerkranz des Kaisers. Professor Adolf Harnack widmete dem Verewigten einen ergreifenden Nachruf.
— Beisetzung de« General« von Berg. Gestern nachmittag fand die feierliche Beisetzung de« Kommandeurs der zweiten Eardeinfanterie- brigade, Generalmajors Frhrn. v. Berg, General ä la suite des Kaisers, auf dem Bornstedter Friedhöfe statt. Zur Trauerfeier waren der Kaiser, der Kronprinz, die Prinzen Eitel Friedrich, Oskar und Joachim und die Garnisonen Berlin und Potsdam erschienen.
— Vom Bundesrat. Berlin, 23. Okt. In der heutigen Sitzung de« Bundesrats wurden die Vorlagen über den Entwurf des Gesetzes betreffend die Preisfeststellung beim Martthan- del mit Schlachtvieh, über die Gebühren für den Postüberweisungs-Scheckverkehr und über die Erweiterung der der Hamburg-Amerika-Paket- fahrt-Aktien-Eesellschaft und dem Norddeutschen Lloyd erteilten Erlaubnis zur Beförderung von Auswanderern den zuständigen Ausschüssen überwiesen.
— Erinnerungsmedaille. Der Kaiser hat zu der gegenwärtig in Berlin tagenden 2. internationale« Konferenz zur Revision der Berner -
Aebereinkunft eine Erinnerungsmedaille gestiftet, die mit einem Widmungsblatt de« Reichskanzlers den Mitgliedern der Konferenz über- reicht werden soll.
— Au« Bayern. Der niederbayerische Bauernverein des Domkapitulars Pichler löst feine Verkaufsgenossenschaft auf, die an der Regensburger Zentrale Dr. Heims angegliedert wird. Die niederbaherische Genossenschaft tritt auf 1. Januar 1909 in Liquidation und der nieder- bayerische Bauernverein wird Mitglied der Heimischen Zentralgenossenschaft, die ihren eigenen niederbayerischen Gauverband dafür auflöste. Das bedeutet die vollendete Niederlage und Uebergabe des Domkapitulars Pichler gegenüber Dr. Heim.
— Noch ein Woermann-Prozeß. Stuttgart, 23. Okt. Die Strafkammer verurteilte den verantwortlichen Redakteur der Zeitschrift „März", Hans Fischer, wegen Beleidigung des Amtsrichters Dr. Loessel-Hamburg zu 400 <M Geldstrafe und Tragung der Kosten. Dem Beleidigten wurde di« Publikationsbefugnis zugesprochen. Die gegen Dr. Loessel gerichteten Angriffe sind in einem Urteil vom 1. Mai 1907 enthalten, der in scharfen Worten das Urteil in dem Beleidigungsprozeß Woermann contra „Simplizisfi- mus" kritisierte.
— Die Sozialdemokraten im Abgeordnetenhause. Der „Vorwärts" beklagt sich schwer darüber, daß die sozialdemokratische Partei im Landtage große Schwierigkeiten habe, für ihre Anträge die nötigen Unterschriften aus den anderen Parteien zu erhalten. Zentrum und Freisinnige haben meistens die Beteiligung abgelehnt, weil sie selbst ähnliche Anträge einbringen wollten. Nur für den Antrag der Haftentlassung Liebknechts haben die Sozialdemokraten die Unterstützung des Freisinns bekommen.
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Ans der württembergisllM Schnlstatistik.
Das Ministerium des Kirchen- und Schulwesens veröffentlicht eine Statistik des Unterrichts- und Erziehungswesens in Württemberg, der wir folgende für das höhere Schulwesen charakteristische Zahlen entnehmen. Am 1. Januar 1908 gab es in Württemberg 80 „gymnasiale Schulen", 12 „realgymnasiale Schulen" und 100 „realistische Schulen". Davon zählten 18 Gymnasien, mit Einschluß der 4 evangelisch-theologischen Seminare, 4374 Schüler, die 5 Realgymnasien 1064, die 10 Oberrealschulen 5541, die 4 Progymnasien 454, die 7 Realgymnasien 989 und die Realschulen mit Oberklassen 4958 Schüler. Dem Religionsbekenntnis nach befanden sich unter den 24 913 Schülern sämtlicher höheren Knabenschulen 18160 Evangelische, 6050 Katholiken, 658 Juden und 45 Zugehörige zu anderen Bekenntnissen. Während somit die Katholiken von der Gesamtsumme genau ein Drittel ausmachen, ist es bemerkenswert, daß in den Oberklassen der Gymnasien und Progymnafien nur 995 Schüler evangelisch sind gegen 756 katholische Schüler, die hier also mehr als drei Viertel der Gesamtzahl betragen. Dafür überwiegt das evangelische Element in den Realgymnasien und Realschulen bedeutend. An den höheren Vollanstalten gab es 680 Haupt- und 88 Hilfslehrer st eilen. Kandidaten des humanistischen Lehramts waren 50 und Kandidaten des realistischen 140 vorhanden, von denen 38 und 86 int Schuldienst verwertet wurden.
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Ans dem Orient
Bon der Konferenz.
Konstantinopel, 23. Okt. Die Blätter melden, die Pforte habe eine direkte Verständigung mit Oesterreich-Ungarn und Bulgarien abgelehnt und bestehe nun auf der Konferenz. In bulgarischen Kreisen wird erklärt, daß die Mission der bulgarischen Delegierten keine offizielle gewesen sei. Sie hatten keine Vorschläge macken können und deshalb seien auch keine Verhandlungen begonnen worden. Die Mission habe nur den Zweck der Orientierung über di« Dispositionen der Pforte gehabt. Dieser Zweck sei erfüllt worden und die Delegierten würden schon heut« abreisen.
Köln, 23. Ott. Der „Kölnischen Zeitung" wird au» Konstantinopel gemeldet, daß Stefanowitsch, einer der beiden bulgarischen Abgesandten, heute nach Sofia fahren wird, um zu berichten, daß sich das Ergebnis der Verhandlungen mit der Pforte günstig gestaltet hat.
Köln, 23. Ott. Ein Berliner Telegramm der „Kölnischen Zeitung" erwähnt auf Grund der vorliegenden Meldungen die Stellungnahme Englands, Frankreichs und Oesterreich-Ungarns zu^er Frage, ob „Konferenz «der dirette Verhandlungen wegen der KM« im Orient" und
stellt alsdann fest, daß in dieser Frage bei de» Mächten verschiedene Abtönungen vorhanden find, ihr Zusammenpassen zu einem gemeinsamen Programm nicht gerade locke aber auch nicht unmöglich erscheine. Dann fährt das Telegramm fort: Hier möchte man glauben, das die Fragestellung: Konferenz oder unmittelbar« Verhandlung überhaupt nicht richtig ist und den, ^praktischen Bedürfnis nicht entspricht. Rich' darauf kommt es an, ob die Konferenz stattfin- bet, ober ob zwischen ber Türkei und den anderen Staaten dierkt verhandelt wird, sonderr darauf, daß man aus den orientalischen Wirren halbwegs befriedigt herauskommt und den Ausbruch eines Brandes verhindert, der nur zu leicht weitergreifen kann. Um dieses Ziel zu erreichen, müßte jedes Mittel recht sein, und ee liegt Grund zu der Annahme vor, daß diese Auffassung auch von der deutschen Regierung geteilt wird, die keineswegs, wie mehrfach behauptet wird, konferenzfeindlich ist, vielmehr für jeden praktischen Weg, der schnell und praktisch zum Ziele führt, zu haben sein wird. Bei der Frage ob die Konferenz oder nicht, kommt aber di« Türkei in erster Linie in Frage. Da diele nach der bulgarischen Unabbängigkeitserklärung und nach der Angliederung Bosniens und bei Herzegowina zwar den Zusammentritt . einer Konferenz beantragt hat. aber nackher in unmittelbare Verhandlungen mit Oesterreich-Ungarn und Bulgarien eingetreten ist. gewinnt es den Anschein, als ob ihre erste Ansicht eine gewisse Aenderung erfahren habe, was bei den schlechten Erfahrungen, die die Türkei bisher auf den Konferenzen gemacht hat, nicht unverständlich fein würde. Ebenso wie sie das Reckt hatte, eine Konferenz zu beantraaen, muß sie auch, wie man hier meint, das Recht haben, direkt zu verhandeln, wenn fie glaubt, auf diesem Weg« besser zu fahren. Das Telegramm verweist sodann auf die gestrigen Erklärungen Sir Edward Greys im Unterbause, denen zufolae di« Regierung vertraut, daß der Türkei Entschädigungen zugesichert werden, und daß die Billigung der Türkei die notwendige Voraussetzung für die Annahme eines jeden Konfereni-Proaramms sei, und bemertt dazu. Man kann mit diesen Ausführungen des englischen Ministers durchaus einverstanden sein. Es ist dann ab-r nur eine logische Schlußfolgerung, daß man bei solcher lleberzeugung die Türkei auch nicht in ib er -diplomatischen Bewegungsfreiheit beihrärffei- sollte.
Stadtverordneten-Sitz rmq.
)( Marburg, 23. Ott
In der heutigen Stadtverordnetensi^n» mqchte der Stadtverordnetenvorsteher Jnniz-at Dörffler u. a. zunächst die Mitteilung, oaß Nachforschungen über die Verwendung der sei:- *eu vom Fiskus der Stadt übergebenen 9000 Mk., welche eigentlich für die Instandsetzung b't Hainwegs bestimmt waren, angestcllt word»n seien. Es habe sich herausgestellt, daß das Ee^) im Jahre f894 bei dem Ankauf eines Eruns- stückes in der Wettergasie mitverw-ndet tro-ven sei. Weiter wurde ein Dankschreiben des Hilfs ausschusses für Donaueschingen für die feite v der Stadt übermittelte Spende verlesen. Ebenfalls kam zur Mitteilung, daß die beantrag Teuerungszulage für Lehrer die Eenehmig-ng der Negierung gefunden habe. Dann gelangt« die in der Bürgervxrsammlung beschlossene Resolution, welche die Niederlegung der alt-n Mauern der Herrenmühle im Interesse der Verbreiterung der Straße dort verlangt, zur Verlesung, und zugleich wurde mitgeteilt, daß in den vom Bürgerverein ausgelegten Listen siq 669 Bürger für und 19 gegen die Nieder- legung eiöört hätten. Drei Listen ständen noch aus.
Im Februar wurde bekanntlich beschlossen, eine Kommission mit ber Regelung der Geschäftsordnung zu betrauen. Die Kommission hat getagt und gefunden, daß der Antrag gegenstandslos ist, weil er durch den in ber Städte- ordnung enthaltenen § 10 bereits geregelt werben kann.
Der folgenbe Puntt betraf Prüfung der Rechnung der Armenkasse pro 1906. Ctadtv. Storck brachte diese zur Verlesung, woraus Ent- lastung erteilt wurde.
Für die früheren Stadtverordneten Berdu; und Weiß sind in der 1. und 2. Klasse Ersatz- wählen vorzunehmen. In der 1. Klasse wurden al» Wahlvorsteher die Herren Feyerabend und Brauer und al» Vertreter die Herren Eeßnei und Sartorius gewählt. In der 2. Klasse wählte man die Herren Engel und Estor und als Stellvertreter di« Herren Keppler und Dietrich.
Bei der kürzlich erfolgten Wahl eines Mitgliedes in die Kommission bet Arbeitsverrnttt-