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43. Jahrg.
Der heutigen Nummer liegt bei Kreisblatt Nr. 80.
Erstes Blatt.
Die Ereignisse im Orient.
Die österreichisch« Delegation beim Kaiser.
B u d a p e st, 8. Okt. Heute nachmittag fand auf der Ofener Hofburg der feierliche Empfang der österreichischen Delegation durch den Kaiser statt. Der Präsident hob in einer Ansprache an den Kaiser hervor, die Delegation begrüße mit patriotischer Genugtuung den allerhöchsten Wil- lensentschlutz, die monarchischen Souveränitätsrechte auf Bosnien und die Herzegowina auszudehnen. Sie erblicke darin eine Bürgschaft dafür, daß der dreißigjährige, mit schweren Opfern in diesen Gebieten geleistete Kulturarbeit diese Länder einer gedeihlichen Entwicklung zuführen und dadurch auch zur Kräftigung der Monarchie beitragen werde. Der Präsident gedachte alsdann des von der ganzen Kulturwelt gefeierten Jubiläums der Regierung des Monarchen und betonte die Notwendigkeit der Ausgestaltung der Armee, um der Monarchie im System der Staatenbündnisie diejenige achtunggebietende Stellung zu sichern, auf die eine der wesentlichsten Bürgschaften des Friedens beruht. Der Redner schloß mit dem Ausdruck der Huldigung und heißer Segenswnsche für den Monarchen. Die Rede wurde mit brausenden Hochrufen ausgenommen. — Graf Theodor Zichy richtete als Präsident der ungarischen Delegation an den König eine Ansprache, in der er bezüglich Bosniens sagte: Indem Bosnien und der Herzegowina eine verfasiungsmäßige Autonomie gewährt wird, haben Ew. Majestät aus allerhöchstem Entschlüsse mit Rücksicht auf die alten Bande, welche Ew. Majestät glorreiche Vorfahren auf dem ungarischen Throne an diese Länder knüpften, Ihre Souveränität ausgedehnt. Mr fühlen und wisien, welche Verantwortung bei der Feststellung der gemeinsamen Ausgaben unter den obwaltenden Umständen unsere Delegation trifft.
Der Kaiser erwiderte: Die Versicherungen treuer Ergebenheit an meine Person, welche Sie eben zum Ausdruu brachten, erfüllen mich mit lebhafter Befriedigung und warmem Danke. Der Zusammentritt der Delegationen erfolgt diesmal gleichzeitig mit einem Ereignisie, welches eine Sicherung des gegenwärtigen Besitzstandes der Monarchie bedeutet, indem das :jonb, welches Bosnien und die Herzegowina seit 30 Jahren mit derselben verbindet, zu einem unauflöslichen geworden ist. Die rastlosen und erfolgreichen Bemühungen meiner Regierung zeitigten in diesen Ländern einen erfreulichen
37 verboten.!
Getrennte Welten.
Roman von Elarissa Lohde.
(Fortsetzung.)
„Jetzt hinuntergehen, nachdem ich noch nichts gesehen habe?" suchte sie zu widersprechen. Er hatte aber schon die Türe in der Hand und trat zurück, ihr den Vortritt zu lasten.
Die Rätin mit ihrem feinen Sinn, merkte sogleich, als das Brautpaar wieder in den Saal trat, daß etwas zwischen ihnen vorgefallen sein müßte. Sie rief Ellen zu sich, und sie in ein anderes, augenblicklich leeres Zimmer ziehend, nahm sie die nur widerstrebend ihr Folgende in ein ernstes Verhör.
„Was ist denn geschehen?" fragte sie.
„Ja, wenn ich das selbst wüßte!" entgegnete Ellen achselzuckend. Dann aber berichtete sie in kurzen Worten, was eben vorgefallen war, daß ie Brunos Schreibtisch, der in der Tat unmöglich «i. nicht elegant genug gefunden, daß sie vor einer Mutter Bild nicht gleich in di« Knie ge- unken, wie er es erwartet zu haben schien.
Die Rätin begriff sofort alles. Wußte sie doch, wie heilig Bruno das Andenken seiner Mutter hielt.
„Du verstehst den Baron nicht," verwies sie Ellen. „Ich kann mir denken, was er alles für Dich auf dem Herzen hatte, als er Dich zum ersten Male vor das Bild seiner Mutter führte, Und Du dachtest an alles andere, nur nicht an das, was feine Seele erfüllte."
„Ich sagte, was ich sagen konnte," beharrt« sie. „Wie kann ich seine Gefühle teilen für eine Mutter, die ich nie gekannt Habel Ich bin durchaus schuldlos."
kulturellen Fortschritt, sodaß die BevöAerung nunmehr mit Nutzen zur Mitwirkung an der Lander Angelegenheiten herangezogen wird und bte Schaffung von ihren Bedürfnisten entsprechenden verfassungsmäßigen Einrichtungen in Angriff genommen werden kann. Dies ist jedoch nur möglich, wenn entsprechend den faktischen Zuständen eine klare unzweideutige Rechtsstellung für beide Länder geschaffen wird; nur so kann daselbst unter den gegenwärtigen Verhält- nisten die Stabilität gewährleistet werden, welches als europäisches Interests anerkannt worden ist. Durch die Zurückziehung meiner Truppen aus dem Sandschak Rovibazar wird zugleich der unumstößliche Beweis erbracht, daß unsere Politik keine territorialen Erwerbungen über den jetzigen Besitz hinaus anstrebt. Es ist zu hoffen, daß dieser zugunsten der Türkei erfol- ?ende Verzicht in Konstantinopel in freund- hastlicher Weise gewürdigt und unseren zukünftigen Beziehungen zustatten kommen wird. Die weitere Entwicklung im osmanischen Reiche nach dem durchgreifenden Umschwung, der daselbst vor sich gegangen ist, verfolgen wir mit den besten Wünschen für die Konsolidierung und Kräftigung dieses Staates, sowie für die dauernde Pazifizierung dieser Gebiete, welche in den letzten Jahren von Unruhen heimgesucht wurden. Die Mächte, die durchweg von friedlichen Absichten erfüllt find, bestreben sich die Schwierigkeiten, von denen die allgemeine europäische Situation noch nicht frei ist, im gegenseitigen Einvernehmen zu mildern und zu beheben. Dank unseren Bündnisten mit Deutschland und Italien und unseren freundschaftlichen Beziehungen zu den übrigen Mächten vermag Oesterreich-Ungarn hervorragend an der Aufrechterhaltung des Friedens mitzmvirken. Diese Aufgabe, welche die Lage der Monarchie in Europa und ihren Traditionen entspricht, kann sie nur dann wirksam erfüllen, wenn sie mächtig und gerüstet ist. Vertrauend, daß Sie den Anforderungen meiner Wehrmacht zu Lande und zur See in diesem Geiste prüfen und von patrio- ttscher Einsicht und Opferwilligkeit geleitet sein werden, heiße ich Sie herzlich willkommen.
Eine Rede Aehrenthals.
B u d a p e st, 8. Okt. Im Ausschuß für die auswärtigen Angelegenheiten der österreichischen Delegation, die heute nachmittag hier zusammengetreten ist, nahm der Minister des Auswärtigen, Freiherr v. Aehrenthal, das Wort zu einem Expose. Im Eingang desselben erinnert der Minister an die im Sommer 1908 in der Türkei ausgebrochene Bewegung zum Zwecke der Wiedereinführung der Verfassung, durch die auch die Reformbestrebungen der Mächte im otto- manischen Reiche zu einem vorläufigen Abschluß gebracht worden seien. Er kam dann auf den Anschluß der Herzegowina und Bosniens und auf die kulturellen Aufgaben Oesterreichs dort zu sprechen und führte zum Schluß aus: Das Zurückziehen unserer Truppen aus dem Sand-
„Wenn Du ihn wirklich liebtest, würdest Du alles lieben, was er geliebt hat; aber Du liebst ihn nicht so, wie er es verlangt."
„Was verlangt er denn? Unmögliches, das ich nicht zu leisten vermag," rief sie nun, während Tränen des Aergers in ihre Augen traten. „Ich glaubte, der Brautstand bedeute Glück und Freude; Bruno aber scheint das Gegenteil zu denken. Ich habe ihn noch nie so tragisch gesehen, wie gerade jetzt!"
„Er ist ein Mann, der schon ernste Erfahrungen hinter sich hat, und nicht ein Kind, das nur den Sonnenschein kennt, wie Du."
„So soll er das berücksichtigen. Eine Romanheldin, wie er sie vielleicht träumt, bin ich allerdings nicht, das muß er einsehen."
„Und wenn er das nicht einfieht?"
„Ah bah," sagte sie abwehrend, ihren hübschen Kopf mit einem unnachahmlichen Sieges- bewußtsein zurückwerfend, „Du nimmst die Sache viel zu gewichtig. Ein kleiner Streit unter Liebesleuten! Ich werde Bruno schon wieder gut machen. Du brauchst Dich wirklich nicht sorgen."
Sie ließ sich nicht mehr halten und eilte zu den anderen zurück. Geschickt wußte sie an Brunos Seite zu gelangen, und zärtlich seine Hand ergreifend, suchte st« mit neckisch lieblichem Ausdruck sein Auge:
„Noch böse?" flüsterte sie. Er befand sich noch zu sehr im ersten Stadium der Verliebtheit, als ba» er durch ihren Liebreiz nicht besiegt worden wäre. Um selbst dar Gedenken an das unliebsame Begegnis oben in seinem Zimmer auszulöschen, schlug er eine Fahrt durch sein Besitztum vor. Die Wagen wurden bestellt. Diesmal erhielt auch die Rätin in tLandauer ihren
schak schaffte endlich wünschenswerte Klarheit in dem Verhältnis Oesterreich-llngarn» zu den anderen Mächten. Di« der Monarchie übertragene Spezialmission, Wege zu suchen, in Gegenden, wo nattonale und religiöse Gegensätze gewitterschwangere Atmosphäre schaffen, war kein« leichte und angenehme. Wir find ihr jedoch gerecht geworden, weil wir sie mit größter Diskretion aufgefaßt und durchgeführt haben.
Nach dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Exposö des Freiherrn v. Aehrenthal erklärte der Berichterstatter Graf Baczuchem die im Expose ausgeführten wichtigen Gründe für die Annektion Bosniens und der Herzegowina würden die Wirkung haben, den Umtrieben großferbischer (Elemente den Boden zu entziehen, welche die formelle Souveränität de« Sultans benützten, um ihre Zweifel an der Beständigkeit der Okkupation hervorzubringen.
Militärreforrnen in Bosnien.
Wien, 8. Okt. Das „Armeeverordnungsblatt" veröffentlicht ein kaiserliches Bsfehls- fchreiben, in welchem angeordnet wird, daß die Rekruten aus Bosnien und der Herzegowina von nun an den im Dienstreglement für das österreichisch - ungarische Heer vergeschriebenen Eid zu leisten und die bosnisch-herzegowinischen Truppen wie die sonstigen militärischen Organisationen dieser Länder fortan die Bezeichnung Kaiserlich und Königlich zu führen haben.
Eine offizielle rusiische Stimme.
Petersburg, 8. Okt. Die halbamtliche „Rossija" veröffentlicht einen Leitartikel, in dem es unter anderem heißt: Der soeben von Oesterreich-Ungarn proklamierte Beschluß, Bosnien und die Herzegowina zu annektieren, und andererseits die Unabhängigkeitserklärung Bulgariens bilden eine wesentliche Verletzung des Berliner Vertrags. Daher ist nicht zu verwundern, daß allerseits ungeduldig den Nachrichten entgegengesehen wird,, welche Maßregeln die Regierungen der übrigen Mächte ergreifen werden angesichts der neuen Lage der Dinge auf der Balkanhalbinsel. In dem Artikel wird weiter ausgeführt, daß, obgleich der Berliner Vertrag nicht wenige für Rußland drückende Bestimmungen enthalte, auch solche, die zweifellos nur die Bedeutung von temporären und im Uebergangs- zustande befindliche Abkommen haben, Rußland sich nicht beeilte, die Frage einer Abänderung des Vertrages aufzuwerfen, sowie durchweg besorgt gewesen sei, den Frieden aufrecht zu erhalten und den Vertrag zur Richtschnur zu nehmen auf der Grundlage der durch den Londoner Vertrag von 1871 bestätigten internationalen Beziehungen, kraft deren ein Abkommen nicht anders verändert werden kann als durch allgemeines Einverständnis der Signatarmächte. Rußland fei jedoch verpflichtet, feine Stimme zu erheben, wenn Ereignisse einträten, dis nicht bloß die gesetzliche Sphäre seiner politischen Tätigkeit trangieren, sondern auch die rechtliche Lage der internationalen Beziehungen im We-
Platz. Bruno fuhr in einem kleinen Jagdwagen mit Ellen voran. Voher schon hatte sie die Pferdeställe durchmustert, um sich einen Platz für ihr Reitpferd auszusuchen.
„Wenn wir erst zusammen reiten werden, Bruno!" rief sie, ihn mit ihren bezaubernden Blicken umfangend. Er widerstand nicht mehr, sondern zog sie an sich und küßte sie voll inniger Zärtlichkeit.
A , Bitten Ellens begleitete er seine Gäste nach Berlin zurück und verlebte dort noch einige Tage mit seiner Verlobten, die ihn mit Aufmerksamkeit und Liebe überschüttete. Freilich seinen dringendsten Wunsch, der Sommerreise diesmal zu entsagen und in Berlin zu bleiben, wollte sie trotz der Rätin Anerbieten, sie möge während der Abwesenheit von Eltern und Geschwistern ihr East sein, nicht erfüllen. Sie verharrte bei der Ansicht, daß es an Bruno sei, nachzugeben. Wäre es doch verletzend genug für sie, sich um eines Dramas willen, auf dessen Vollendung, ob einige Wochen früher oder später, es doch nicht ankommen könne, um die ganze Sommerfreude gebracht zu sehen. Denn natürlich werde es ihr sehr schwer, Bruno zu verlassen.
„Indessen," schloß sie ihre Zwiesprache mit der Rätin, die sie dringend zur Annahme ihres Vorschlages aufforderte, „man darf den Mann nicht glauben machen, daß man ohne ihn nicht leben kann. Was ganz ohne Mühe erreicht wird, achtet man gering. Je mehr ich Bruno zeige, da.; ich auch einen Willen habe, desto mehr wird et sich um meine Liebe bemühen und meine Wünsche berücksichtigen lernen. Er soll mich vermissen. Da« gerade beabsichtige ich."
„Wenn Du Dich in Deinen Mitteln nicht nur vergreifst," entgegnet« warnend die Rätin. ,Er
sen ändern. Nachdem Rußland soviel Blut vergossen habe, um die Christen auf dem Balkan zu neuem Leben zu erwecken, und um deren Organisation nicht wenig Sorge getragen habe, könne es in der Wiederherstellung des Bulgarenreiches nur einen erwünschten Abschluß einer historischen Sache und gleichsam ein Erbtril seiner eigenen Mühen erblicken. Dieser Att im Leben Bulgariens bedürfe jedoch der gesetzmäßigen Anerkennung und es sei notwendig, daß sämtliche Abänderungen, die gleichzeitig in der bestehenden Ordnung auf der Balkanhalbinsel eingeführt werden könnten, nicht Erschütterungen und internationale Verwicklungen nach sich zögen. Der natürliche Weg der Erreichung dieses Zieles wäre eine gemeinsame Beratung der neuen Lage auf einer neuen Konferenz der Mächte, die die bisherige Ordn.ng auf der Balkanhalbinsel eingeführt haben.
Türkisch« Protest«.
Konstantinopel, 8. Ott. Das offizielle Organ des jungtürkischen Komitees, „Schuai Unmet", sagt, die Bulgaren möchten nicht glauben, daß die türttsche Armee schwach sei. „Tanin" veröffentlicht ein Interview mit dem deutschen Botschafter, der erklärt habe, die Türkei verlier« durch die Maßnahmen Oesterreich-Ungarn nichts.
Konstantinopel, 8. Okt. Der unter dem Vorsitz des Großwesiers abgehaltene Ministerrat dauerte bis 1 Uhr früh. Er galt der Abfassung der Note zur Beantwortung der vom österreichisch-ungarischen Botschafter überreichten Note betr. die Angliederung Bosniens. Es ist noch nicht bestimmt, ob die Antwort hier oder in Wien Überreicht wird, wahrscheinlich aber in Wien. Heute nacht sind der Kreuzer „Medschi- die" und drei Torpedobootszerstörer von Smyrna nach Samos abgegangen.
Rom, 8. Ott. Einer Meldung der „Agen- zia Stefani" zufolge, machte der türkische Botschafter dem Minister des Aeußern Tittoni die Mitteilung, daß seine Regierung gegen die Un- abhängigkeitserklärung Bulgariens Einspruch erhebe und die Signatarmächte des Berliner Vertrages auffordere, eine Konferenz einzuberufen, um den die türkischen Interessen garantierenden Verträgen Achtung zu verschaffen.
Di« Ansicht der Franzosen.
Paris, 8. Ott. Minister Pichon empfing heute vormittag den russischen Minister des Aeußern, Iswolski, den japanischen Botschafter und den deutschen Geschäftsträger. Entgegen den Blättermeldungen ist der Gedanke einer internationalen Konferenz keineswegs aufgegeben. Frankreich hält seit dem Schritt des türkischen Botschafters in Paris, Raum Pascha, und dem Appell der Türkei an die Mächte, eine Konferenz für die einzige Lösung der Krise. Die auf das Programm sich beziehenden Unterredungen werden fortgesetzt. Trotz der unstreitig vorliegenden Schwierigkeiten hofft man, zu einem Einvernehmen zu kommen. Der Minister des Aeußern erhielt heute vormittag die Bestätigung der Proklamation über die Annektion Kretas.
gehört eben nicht zu den gewöhnlichen Männern, das bedenke, und was in anderem Falle vielleicht sich als wirksam erweisen möchte, bei ihm könnte es das Gegenteil erzeugen, nämlich eine völlige Abkühlung seiner Liebe."
„Nein, nein“, lacht« Ellen übermütig, „in diesem Puntte sind die Männer sich alle gleich. Sie dürfen von vornherein nicht allzu sehr verwöhnt werden, sonst hat die Frau ausgespielt. Bruno überdies hat eine Entschiedenheit ia seinem Wesen, di« etwas gedämpft werden muß. Begreifst Du denn nicht, daß es mir, der von den Eltern niemals etwas abgeschlagen wurde, unmöglich wäre, plötzlich ein demütig zu dem Ee- lietei aufschauendes Weib zu werden? Bruno soll erkennen lernen, daß er in mir eine Frau bekommt, W auch einen selbständigen Willen hat."
„Das heißt, Du möchtest den Pantoffel schwingen. Das aber, sage ich Dir vorher, wird nie geschehen. Dazu ist Bruno nicht der $tann.' Wenn Du so denkst, wäre es besser. Du hättest seine Werbung nicht angenommen, denn ich sehe unter diesen Umständen kein Glück für Euch voraus."
„Abwatten, Coufinchen, abwarten i" tief Eisen, die Rätin umhalsend und ihr lachend in die Augen schauend. „Ich traue mir nun einmal die Macht zu, auch diesen stolzen Mann mir untertänig zu machen. Und das verspreche ich Dir, habe ich das erreicht, dann soll er es gut haben an meiner Seite, sehr gut. Denn im, Grunde bin ich ja fabelhaft stolz auf ihn."
Die Rätin schüttelt« noch immer zweifelnd den Kopf. Aber was war zu tun? (Einen Ein-' flutz besaß st« ebensowenig auf Ellen, wie Brun» ihn zu besitzen schien. Wenn ihr nicht selbst bti