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Mld de« Keilagerr: ^KitrrarischrrA«;eigrr-,Kandmirlschaftlrchr Keilagr- ««d ,^lU«steier1r» Kmmlagsdlatt^.

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e/fjfc 400 Kirchhain und Wetter sowie bei unserer Expedmon Markt 21.

Der Bezugspreis beträgt durch die Post 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), bei unfern ZeitungSsteüen und der Expedition 2 Mk.

Marburg

Freitag, 9. Oktober 1908.

Di« JnsertionSgebübr beträgt für di« 7gefpaltene Zelle oder deren Raum 16 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. Druck und Verlag: Job. Aug. Koch, Universitätsbuchdruckerei Inhaber Dr. L. H itzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

43. Jahrg.

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»Otsrßsssifchs 3ett*«8* ««bst ihren ^Beilagen werden noch von unserer Expedition Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirch. Kain, Neustadt und Wetter, sowie von allen Postanstalten und Landbriesträgern ent» tzegengenommen.

hat, an die Bestimmungen des Konstantinopeler Vertrages bezüglich des Sandschaks zu appellie- ren, so liegt ihm andererseits die Pflicht ob, seinen Standpunkt bezüglich der übrige« in dieser Konvention spezifizierten Fragen klarzu­legen. Oesterreich-Ungarn hat die ihm durch den Berliner Vertrag anvertraute Mission in Bosnien und in der Herzegowina zum Wohle der dortigen Bevölkerung und selbst auch

Bestellungen

' ; fit das Vierte Quartal 1908

i ccrr>utt2i.

Getrennte Welten.

Roman von Clarissa Lohde.

Ellen wußte nicht recht, was sie aus diesem Ausfluß eines zärtlichen Sohnesherzen antwor­ten sollte. Ihr war die Verstorbene fremd ge- | wesen, und im Gegensatz zu Bruno betrachtete sich die unebenbürtige Frau des verstorbenen Barons von Rothenfels in dem wenig günstigen Lichte, ihn durch die Niedrigkeit ihrer Geburt fast um seinen stolzen Namen und sein Erbe ge­bracht zu haben. Und das Bild selbst? Nur der Sohnes Auge konnte darin etwas Beson­deres sehen. Sie fand beim besten Willen in diesem hübschen glatten Gesicht nichts, was sie zu interressieren vermochte. Indessen kannte sie Bruno genug, um jedes kritische Wort zuyick- zudrängen. Das Wort aber, das er wünschte und ersehnte, das ihm das Mitempfinden ihrer Seele kündete, vermochte sie auch nicht zu finden. Ihre hingeworfene Bemerkung:Wie reizend must sie gewesen sein," warf sich wie ein Frostes- hauch erkältend auf seine hochgestimmte Seele, und schmerzvoll gestand er sich, ihr fehlte eines, was ihm besonders wertvoll erschien, was er seit der Mutter Tode so bitter vermißt hatte, wofür er in ihrer Liebe einen Ersatz zu finden glaubte, das Verständnis für sein Denken und Empfinden.

Sein Arm glitt von der Taille Ellens herab, a!lec, was er ihr hier hatte sagen wollen, zog sich mimosenhaft in sein Inneres zurück.

Was hast Du, was ist Dir?" fragte sie, mit einem besorgten, aber durchaus verständnislose« Blick zu ihm hinaufsehend.

O nichts, nichts! Laß uns hinunter» g< n.

Aus feiner Stimme schien alle Wärme ge» wichen.

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ans ihre unter dem Bilde von Brunos Mutter hängende Photographie.

Hier hast Du mir den Platz gegeben?" rief sie. sich jetzt erst aufmerksam ringsum sehend. Ist dies Dein Schreibtisch?"

Es wollte ihr nicht recht in den Sinn daß die-er schlichte, viereckige Tisch mit der grünen Tischdecke darüber der Arbeitstisch eines Dich­ter sein sollte.

Er bejahte ihre Frage.

Also wirklich?" rief sie kopfschüttelnd.Z- geh- aber Deine Genügsamkeit wirklich zu weit. Solch ein Arbeitstisch ist Deiner gar nicht wür- dig. Sieh, ich wollte eigentlich großmütig sein und jede Kritik über Dein Dichterheim unter­laßen: das aber geht doch über allen Spaß Da muß ich so schnell als möglich Abhilfe schaffen, zu mindesten die Schreibgeräte, Tintenfaß und Federhalter, die gar zu unschön find, erneuern."

Erst jetzt bemerkte sie, wie unwillig es Bruno unter den gesenkten Wimpern hervor- blrtzte, und hielt inne.

Es verletzt Dich doch nicht, was ich sage?" sragre sie nun erschreckt.

Ein wenig, ja," entgenete er, ihr ernst in die Augen sehend.Begreifst Du denn nicht, dc.ß mir dies alles hier heilig ist? Diese Sachen die mir so häßlich erscheinen, sie find geweiht durch die Hand, die sie mir einst geschenkt, die Hand, meiner teuren, unvergeßlichen Mutter."

Fetzt erst richtete Ellen ihren Blick auf das Bild.

Das ist Dein« Mutter?" fragte sie ver­legen.

Ja, meine Mutter! Sieh ihr in das sanfte Antlitz, das nur Güte und Liebe ausdrückt, und ermesse, was ich an ihr verloren habe".

Die Ereignisse im Orient.

Sie Okkupation Bosniens und der Herzego mi na. Die Proklamation.

, , 6. Okt. Die Proklamation an das

bosnisch-herzegowinische Volk hat folgenden Wortlaut:Wir, Franz Joseph l., Kaiser von Oesterreich, König von Böhmen und apostolischer König von Ungarn an die Bewohner Bosnien» und der Herzegowina: Als vor einem Menschen­alter Unsere Truppen die Grenzen Eurer Länder überschritten, ward Euch die Zusicherung, daß sie nicht als Feinde, sondern als Freunde kämen mit Km festen Willen, den Uebeln zu steuern unter denen Euer Vaterland seit vielen Jahren so sih . r gelitten hatte. Dieses Wort, in einem ernsten Augenblick gegeben, wurde endlich einge­löst. Es ist das stete Bemühen Unserer Regier­ung, in ruhiger Gesetzlichkeit durch emsiges Schas­sen das Land einer glücklichen Zukunft ent- gegenzuführen. Zu Unserer großen Freude dür­fen Wir sagen: Der Samen, der damals in die Furchen eines aufgewühlten Bodens gestreut wurde, ist richtig aufgegangen. Ihr selbst müßt «s als eine Wohltat empfinden, daß anstelle von Eewalt und Unterdrückung Ordnung und Eicher- Heu eingezogen ist, daß Handel und Wandel in steter Ausbreitung begriffen sind, daß sich der fittüchende Einfluß vermehrter Bildung geltend gemacht hat und daß unter dem Schirme einer geordneten Verwaltung jeder der Früchte seiner Arbeit froh zu werden vermag. Auf dieser Bahn rastlos vorwärts zu schreiten ist unser aller ernste Pflicht. Dieses Ziel vor Augen, halten Wir den Zeitpunkt für gekommen, den Bewoh­nern der beiden Länder einen erneuten Beweis Unseres Vertrauens zu ihrer politischen Reife 6 Neben. Um Bosnien und die Herzegowina auf eine höhere Stufe des politischen Lebens zu hel ..,, haben Wir Uns entschlossen, beiden Län­der verfasiungsmäßige Einrichtungen welche deren Verhältnissen und allgemeinen Interessen Rechnung tragen, zu gewähren und so eine ge­setzliche Grundlage für die Vertretung ihrer Wunsche und Bedürfnisse zu schaffen. Ihr sollt ! m-treden können, wenn fürderhin über die Ang«- legenueiten Euerer Heimat entschieden wird, die, fo wie bisher, eine gesonderte Verwaltung haben soll. Für die Einführung dieser Landes­verfassung bildet aber die Schaffung einer klaren und unzweideutigen Rechtsstellung die unerläß­liche Voraussetzung. Aus diesem Grunde, wie auch eingedenk der zwischen Unseren glorreichen Vorfahren auf dem ungarischen Thron und die- I

Gott sei Dank, nicht gar zu sehr. Aber sie haben auch ihre Kümmernisse, die die Herrschaft, wenn sie ihre Aufgabe recht erfüllen will, ihnen tragen helfen mutz."

Ach, ist denn dazu kein Pfarrer da? Zu solchen Dingen eigne ich mich wenig. Geben | wil. ich schon, aber dafür sorgen, wie es ver­wandt wird, das muß ein anderer."

So bequem darf man nicht fein. Du wirst es lernen, Ellen, und wenn nicht anders, unter der Leitung des Pfarrers, den wir bekommen werden. Denn augenblicklich ist die Pfarrstelle Schönwalde hat, wie Du stehst, keine Kirche und isi in Frauenstein eingepfarrt unbesetzt, da der alte Pfarrer gestorben ist. Ein anderer aus dem nächsten Pfarrdorf versieht die Ge­schäfte bis zur Wahl eines neuen.

£>abt Ihr schon einen in Aussicht, und ist's ein junger Mann? Nur keinen alten; ich liebe mehr die Jugend."

Ich habe nur eine Stimme bei der Wahl, dK Hauptstimme hat der Herr von Frauen- stein."

Ach, Dein Bruder? Sag', ist «r noch unver­söhnlich gegen Dich?"

Was weißt Du denn davon?"

Glaubst Du, so etwas bleibt verborgen? Jedermann spricht davon, und daß Dir die Tore non Frauenstein noch immer verschlossen find."

So, jeder weiß das also? Nun, denn ja, es ist so. Er ist mir feind."

Sie standen gerade vor dem Bilde der Mutter. Bruno hatte sich diesen Moment so feierlich gedacht. Er wollte seine Braut her- fudren und den Segen der Verklärten für ihren Bund herabflehen. Doch nun fehlte ihm das rechte Wort. Ellen» Blick fiel natürlich zuerst

«Fortsetzung.)

Schönwalde hat, wie ich gehört habe," be­merkte sie jetzt, ihrem Gedankengange folgend eine sehr angenehme Nachbarschaft Hast Du schon viele Besuche gemacht?"

Noch keinen," entgegnete er ein wenig kurz. Dl weißt ja, fürs erste denke ich nur daran hier eine ruhige Stätte zum Arbeiten zu finden."

Sie biß sich auf die Lippe: dieses ewige Ar- beiren! so sehr ihr auch der Ruhm ihres Ver- lobten am Herzen lag, diese Leidenschaft für die zc ih? on> sehr unbequem zu werden. Er Öffnete ihr die Tür zu dem runden Zim- me 'm Kuppelbau. Die Fenster standen offen, rue®. ^'ck.schweifte über das üppige Laub der rrn Winde sich wiegenden Bäume des Parkes. Vinks lag das Dorf, mit dem Hause des Admini- nro tors, von Gärten und wogenden Kornfeldern umgebe». Fern zeigte sich das dunkle Grün des Tannenwaldes, von dem das schmucke Forst- yal'.s von der Sonne bestrahlt sich abhob ..das alles Dein?" fragte sie, in dem Ge­fühl aufftetgenben Stolzes den Kopf höher hebend.

Alles gehört zu Schönwalde ja." |

->BKe reizend. Einer Königin gleich werde Uh mir hier vorkommen, die ihre Untertanen beher richt."

».Für die sie aber auch zu sorgen hat," fügte

8e|iS -uch

.Sind die Leute denn arm?*

I sen Ländern bestehenden Bande, erstrecken Wir I die Rechte Unserer Souveränität auf Bosnien I und die Herzegowina und wollen, daß auch für I diese Länder die für Unser Haus geltende Erb- I folgeordnung zur Anwendung gelangt. Die Be- I wohner der beiden Länder werde« damit aller I der Wohltaten teilhaftig, die eine dauernde I Festigung der bisherigen Verbindung zu bieten I vermag. Die neue Ordnung wird eine Bürg- I schäft sein, daß Kultur und Wohlstand in Eurer Heimat eine gesicherte Stätte finden werden. Bewohner Bosniens und der Herzegowina! Unter den vielen Sorgen, die Unseren Thron umgeben, sollen fürder die um Euer materielles und geistiges Wohl nicht die letzten fein. Der hehre Gedanke: Gleiches Recht aller vor dem Ge­setz. Teilnahme an der Gesetzgebung und Ver­waltung der Landesangelegenheiten, der gleiche Schutz aller religiösen Bekenntnisse, eine Sprache nationaler Eigenart, alle diese hohen Güter sollt Ihr in vollem Maße genießen. Die Freiheit des Einzelnen und das Wohl des Ganzen, das wird der Leitstern Unserer Richtung für die beiden Länder sein. Ihr werdet Euch dafür gewiß des in Euch gesetzten Vertrauens würdig erweisen durch Anhänglichkeit an Uns und Unser Haus. Und so hoffen Wir, daß eine edle Harmonie zwischen Fürst und Volk, diesem kostbaren Pfand allen staatlichen Fortschrittes, stets unseren ge­meinsamen Weg begleiten werde. Franz Joseph."

Serajewo, 7. Okt. Die Proklamation des Kaisers Franz Joseph an die Bevölkerung wurde durch die Behörden und Ortsältesten durch öffentliche Ausrufer im ganzen Lande zu gleicher Zeit bekannt gegeben. De« Truppen wurde sie durch die Chefs der Abteilungen mit« geteilt. Besondere offizielle Festlichkeiten finden nicht statt. Die Landbevölkerung nimmt das Ereignis mit Ruhe und Würde entgegen; Kund­gebungen haben sich nicht ereignet.

Die österreichisch-ungarische Rote a« die Türkei.

Konstantinopel, 7. Okt. Der öster­reichisch-ungarische Botschafter Markgraf Palla- vicin überreichte heute Nachmittag der Pforte folgende Note: Als Oesterreich-Ungarn mit der Pforte am 21. Aprit 1879 die Konv-ntion be­treffend die Durchführung des Artikels 25 des Berliner Vertrages in Bezug auf den Sand- schak-Novibazar abschloß, gab es sich Rechenschaft über die enge Solidarität der Interessen. Die durch diese freundschaftliche Kooperation- öster­reichisch-ungarischer und ottomanischer Truppen vorgesehene Absicht wurde erreicht und es ist uns gelungen, die Ordnung aufrechtzuerhalten und den europäischen Frieden zu sichern. Heute, da die Jnaugurierung einer neuen politischen Slera in Konstantinopel eine ausgezeichnete Vorbedeutung für die Zukunft der Türkei zu sein scheint, hofft Oesterreich-Ungarn, daß es der Pforte allein gelingen werde, die Ordnung im Sandschak aufrechtzuerhalten. Oesterreich- Ungarn zögert nicht zu erklären, daß es in Zu­kunft auf die Geltendmachung der Rechte ver­zichte, die ihm die Konvention bezüglich des Sandschaks einräumt. Wenn es also feststeht, daß Oesterreich-Ungarn nicht mehr die Absicht

nungsmäfjig stattfinden, weil die politische» Verhältnisse kritisch seien. Was die bulgarisch« Frage anlange, so müsse man die Lösung der­selben der Regierung überlassen.

Wien, 6. Okt. Der Gesetzentwurf über Bosnien und die Herzegowina wird die Be­stimmung enthalten, daß die Souveränitäts­recht« des Kaisers und die pragmatische Sanktion auf Bosnien und die Herzegowina erstreckt wer- im Interesse der Türkei erfüllt. Tatsächlich hat I den, sowie die weitere Bestimmung daß im üb- die in Bosnien und in der Herzegowina durch "gen das Verwaltungsgesetz von 1880 weiter z« v" I gelten hat. Bosnien und die Herzegowina er»

o u V***r?^. ܫscha^ene und von I halten die BezeichnungGemeinsames Verwalt-

Oesterrerch-Ungarn stabil erhaltene Situation I «ngsgebiet

der Türkei gestattet, ihre Kräfte zur Wahrung Berlin, 7. Okt. DemReichsanzeiger" der territorialen Jntigrität des Reiches zu kon- zufolge empfing der Kaiser heute vormittag zentrieren. Bosnien und die Herzegowina find in Rominten den dort eingetroffenen öster- heute dank der fleißigen Arbeit der öfter- I reichisch-ungarifchen Botschafter Szögyeny und reichisch-ungarischen Verwaltung zu einem I hatte mit ihm eine längere Besprechung, hohen Grade materieller und geistiger Kultur I _. mil . h

gelangt. Der Augenblick scheint also gekommen, I ®,e Stimmung i« der Türkei.

das unternommene Werk zu krönen und diesen I Konstantinopel, 7. Okt. Der leitende Provinzen die Wohltat de» von der Beoölker- I Gedanke und das ausgegebene Schlagwort de» ung gewünschten autonomen und konstitutionel- I jungtürkischen Komitees scheint zu sein, eine» len Regimes zu gewähren. Oesterreich-Ungarn I Krieg absolut zu vermeiden, da sonst, wie feinet« wird indessen, um seine edlen Abfichten zu ver- I zeit durch den russischen Krieg, die Versafsu"g wirklichen, die Lage der beiden Provinzen I verloren gehen könnte. Die alttürkischen Kreise genau regeln und für wirksame Garantien ge- I schieben die jüngsten politischen Ereignisse auf gen Gefahren Vorsorgen, di« di« Stabilität des I das Schuldkonto der Jungtürken. Auf jung. 1878 eingeführten Regimes bedrohen könnten. I türkischer Seite verteidigt man sich oamit, daß Oesterreich-Ungar« sieht fich daher vor der ge» I die Geschehnisse nur Folge« und Nachwehen des bieterisch«« Notwendigkeit, sich der in der Kon» I alten Regime» seien.

ftantinopeler Konvention enthaltenen Vor- I Konstantinopel,?. Okt. Während die behalte zu entledigen und, was Bosnien und I Sprach« der türkischen Blätter gemäßigt ist, sie die Herzegowina betrifft, seine frühere Aktion»- I zur Ruhe mahnen und wünschen, daß der Frie- freiheit wiederzuerlangen. Es glaubt, daß di« I den erhalten bleibe, bringt das italien'sch-fran- Beziehungen zwischen Oesterreich-Ungarn und I zöfische BlattTurquie" einen äußerst gehäs» der Türket frei von der Unsicherheit der Lage I sigen Artikel gegen Oesterreich-Ungar«. All« in Bosnien und in der Herzegowina und im I türkischen Blätter beschäftigen sich mit dec bul» Sandschak Novibazar mit der definitiven und I garischen, einige auch mit der bosnischen Ange- normalen Sachlage, die wir Herstellen wollen, I legenheit. Die meisten veröffentlichen Auszüge gewinnen werden. * I aus der österreichisch-ungarischen Note bezüglich

Konstantinopel, 7. Ott. Trotzdem di« I Bosniens, ohne jedoch deren türkenfreundlichen Ueberreichung der österreichisch-ungarischen Rot« I lichen Ton hervorzuheben.Jkdam" sagt: Wenn vorgesehen war, machte das Erscheinen des I auch der Ausdruck Annexion vermieden worden österreichisch-ungarischen Botschafters, Markgra- I sei, so sei der Inhalt der Note so vage, daß, man sen Pallavichini, aus die Pforte einen sichtlichen I daraus die Annexion und die Verletzung des Eindruck. Der Hauptinhalt und der türken- I Berliner Vertrages herauslesen könne. Das- freundliche Ton der Note wurden in den Krei- I selbe Blatt veröffentlicht ein Interview mit sen der Minister bald bekannt und lebhaft be- | dem Minister des Aeußern, der dabei gesagt sprachen. Bald darauf fand eine Kommission»- I haben soll, daß die Annexion Bosniens gegen beratung statt. Den erschienenen türttschen Re- I den Berliner Vertrag verstoße. Die Pforte habe datteuren wurde die Bekanntgabe des Inhalt» I gegen die Annexion, sowie gegen die bulgarische der Not« verweigert und gesagt, daß vorläufig I Proklamation protestiert und für die Lösung der nichts beschlossen werde. Das jungtürttsch« Ko- I beiden Fragen einen Kongreß der Mächte vor» mitee erklärt, daß es sich gegenwärtig nicht mit I gschlagen. Beide Fragen würden aus dem der bosnischen Frage, sondern ausschließlich mit | Kongreß eine gute Lösung finden. Auf di« der bulgarischen Proklamation und und Mac«- I Frage, ob der Krieg möglich sei, antwortete der donien befasse. Auch die Leiter der türkischen I Minister, die Pforte fei nicht kriegerisch ge» Presse befürchten eine Rückwirkung auf das I sinnt, würde fich aber natürlich verteidigen. K^bereich von Saloniki Nachmittags fand Russische Stimmen.

ern großes Meeting tn der Sophrenmoschee statt. I .....

Ein Ulama hielt eine Rede über die allgemein« I Petersburg, 7. Okt. Die Souveränität Pn in h», k v I Bulgariens wird nur von den Blattern von

n uf ibaft ausgesprochen panslawistischer Richtung gebilligt. 8en ba& die Parlamentswahlen rasch und ord- Di« Redaktion desSwjet" sandte dem Fürste«