mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain ,
m>d de» Keilige»: „literarischer Ameiaer", „laudr-irtschaftliche Keil«,,'' »»d „Illllllrierte« Sinmtog-l'latt«. ’ ,
Jti 234
Man abonniert auf die täglich erscheinende „Oberhessische Zeitung" bei allen Postämtern und nnsern Zeitungsstellen m Kirchhain und Wetter sowie bei unserer Expedition — Marit81. — Der Bezugspreis beträgt durch di« Post 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), bei unfern Zeitungsstellen und der Expedition 2 Mk.
Marburg
Sonntag, 4. Oktober 1908.
Die Jnsertionsgebübr beträgt für die 7gespaltene Zeile oder beten. Raum 15 Pfennig, für Reklamen 80 Pfennig. — Druck und Verlag: Joh. Lug. Koch, llniverfitätsbnchdrnckerei Inhaber Dr. C. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. — Telephon 55
43. Jahrg,
Drittes Blatt.
Bezirks - Obstausstellung.
)( Kirchhain, L Oktober
Im Anschluß an die Eröffnung der Ausstellung, übet die wir schon gestern berichteten, fand im Bahnhofshotel ein Festmahl statt, an dem etwa 100 Personen teilnahmen. Der Oberpräsident Hengstenberg, war bereits mit Herrn Geh. Reg.-Rat Landrat v. Negelein nach dem Kreis Marburg gefahren.
In Vertretung des Regierungspräsidenten «ar Oberregierungsrat Schenck zu Schweinsberg aus Cassel anwesend, der auch das Kaiserhoch ausbrachte. Kammerherr Landrat Frhr. v. Schenck zu Schweinsberg dankte besonders den Ausstellern für die reiche Beschickung. Der Generalsekretär des Bundes der Landwirte, Herr Buhl aus Unna, der als Preisrichter fungiert hatte, forderte nochmals zu reger Pfleg« des Obstbaues auf. Bürgermeister Prediger-Kirchhain brachte einen Toast auf die Gäste aus. Aus dem verlesenen sehr umfangreichen Resultat der Preisverteilung dürften für unseren Leser folgende von Interesie sein:
Aufgabe Rr. 1. I. H. Scholl-Kirchhain, Bronzene Medaille. v. Bardeleben-Fiddemühle, Bronzene Medaille.. Runkel-Marburg, Bronzene Medaille, v. Scheuernschloß, Ehrenpreis des Obstbauvereins Hersfeld. Hch. Berdur- Marburg, Ehrenpreis des KrersausschusiesKirch- hain. Stadt Kirchhain, Silberne Vereins- Medaille. Stadtgemeinede Amöneburg, Bronzene Medaille. Aufgabe 3. Aepfel: Kreis Frankenberg, Silberne Medaille der Landwirt- schaftskammer. Stadt Neustadt, Bronzen« Vereins-Medaille. Aufgabe 5. Aepfel: Lauer- Kirchhain, Ehrenpreis des Kreisausschusies Kirchhain. Prediger II.-Kirchhain, Bronzene Vereins-Medaille. P. Runkel-Marburg, Silberne Medaille. Bürgermeister Prediger-Kirchhain, Bronzene Medaille. Konrad Staffel- Halsdorf, Ehrenpreis des kandw. Kreisvereins Kirchhain IX. Stadtgemeinde Amöneburg, Bronzene Medaille. Obstbauverein Marburg, Ehrenpreis des Gartenbauvereins Marburg I. Aufgabe 8. Aepfel: E. Bopp-Kleinseelheim, Bronzene Medaille. Aufgabe 9. Zwetschen: p. Bardeleben-Fiddemühle. Bronzene Medaille. Apotheker Jung-Kirchhain, Bronzene Medaille, i.®. Runkel-Marburg, Silberne Medaille. Ernst Hüttel-Kirchbain, Ehrenpreis des landw. Kreis- Vereins Caffel I. Aufgabe 10. Zwergobst: Hch. Stausebach-Kirchhain, Ehrenpreis derStadt Schweinsberg II. Aufgabe 11. P. Keil-Rauschenberg, Ehrenpreis des Magistrats Marburg. Aufgabe 17. Verdux fen.-Marburg, Ehrenpreis des landw. Kreisvereins Kirchhain II. Aufgabe 17. Pomologische Sammlung: Stadt Kirchhain, Bronzene Medaille. Gartenbau- Verein Marburg, Silberne Medaille. Aufgabe 19 10 Kilo einer Sorte: Joh. Wagner-Kirchhain, Ehrenpreis des Landrats Schenck zu Schweinsberg. Aufgabe 20. Obstproben 10 Kilo einer Sorte: Stausebach-Kirchhain, 2 Blumen-
Das verunglückte Faß Rotwein.
P' Don L. Müller.
Die drei Profesioren Melde, Heppe und Plattner, letzterer wohnt« am Renthof Rr. 4, Netzen sich ost ein großes Fatz Wein kommen, den sie dann von Küfer Saam abfüllen ließen und gemeinschaftlich teilten. Der Wein wurde im Keller des Professor Plattner gelagert, der mit der Besorgung des Rebensaftes und allem nötigen betraut war. Plattner war unter dem Spitznamen „Vix" bekannt.
Folgendes Gedicht hat sich im Rachlasie der Frau Saam vorgefunden und kann vor vierzig fahren entstanden fein:
Verloren.
Um Renthofer Thore wohnten drei, Drei gelehrte Professoren, Die fingen zusammen die Melodei: ^Verloren ist verloren".
V. welche Tücke des Mißgeschicks, Wie ließ sich das Schreckliche denken? So jammert der Eine, Professor Vix Und mutz sich grämen und kränken. '
Der Andre, erhaben auf seiner Zinn, : Singt: „Schade um Wein und um Geld«, ? ■So fahre beide» zum Teufel hin, ; (.es geht so in dieser Welte." > ’
Der Dritte, erglühend im Faltengeficht, TF Brummt gegen das Faß und die Treppe;
»H«rr Vix" so knurrt er, „ich zahle nicht, Mer Fluch «acht, erdulde die Ebbe."
topfe. Aufgabe 21. Handelssorten: Stadt Kirchhain, 1 Bilderpaar eingerahmt. Kreis Frankenberg, Silberne Medaille. Aufgabe 22. Handelssorten: Stausebach-Kirchbain, Kirchner» Schädlingsbuch. Aufgabe 28. Ernte des Baumes in drei Qualitäten: Stadt Kirchhain, Diplom der Landwirtschastskammer. Aufgabe 28. Gedörrtes Obst: P. Keil-Rauschenberg, Obstpresse. Aufgabe 29. Gelee: Bürgermeister Prediger-Kirchhain, Silberne Medaille. Hüttel- Kirchhain. 6 Flaschen Beerenwein, Ehrenpreis. Aufgabe 30. Eingemachtes Obst: Bürgermeister Prediger-Kirchhain, Nickelaufsatz, Ehrenpreis. Keil-Rauschenberg, Kaffeeservice, Ehrenpreis des Kreisausschusse» Kirchhain. Schade-Kirchhain, Bronzene Medaille. Aufgabe 33. Beeren- obst-Wein: Bürgermeister Prediger-Kirchhain, Bild, Ehrenpreis. Jung-Kirchhain Lehrbuch Obstbau, Ehrenpreis. H. Daube-Sindersfeld, Bronzene Medaille. Aufgabe 35. Likör: Bürgermeister Prediger-Kirchhain, Aschenbecher, Ehrenpreis. Aufgabe 42. Maschinen zur Weinbereitung : Diehl-Kirchhain, Medaille. Aufgabe 43. Leitern und Baumpflege-Eerät«: Eonrad Kapp-Bellnhaufen, Bronzene Medaille. Iohs. Diehl-Kirchhain, Silbern« Medaille. Aufgabe 44. Lehrmittel: Julius Schröder-Kirchhain, Bronzene Medaille.
Jedenfalls hat der Obstbauverein für den Regierungsbezirk Cassel, ebenso wie auch die Stadt Kirchhain sich alle Müh« gegeben, um eine vorzüglich arrangierte Ausstellung zustande zu bringen. Ist doch der Obstbau und die Kenntnis desselben in heutiger Zeit ein so wichtiger Fattor im wirtschaftlichen Leben geworden, daß man seine Bedeutung nicht genug würdigen kann. Gehen doch trotz der besten Obsternte in Deutschland noch immer alljährlich viele Tausende von Mark für eingeführtes Obst in» Ausland. Dafür zu sorgen, daß diese Summen im Inlands bleiben, ist wohl mit der Hauptzweck der Bestrebungen zur Hebung des heimischen Obstbaues, der durch di« Obstausstellungen gefordert und gepflegt werden soll. Der morgige Sonntag dürfte deshalb von vielen dazu, benutzt werden, der Stadt Kirchhain und seiner Obsausstellung einen Besuch zu machen.
Die Drei bestellten ein schwer Fatz Wein, Ein Ohm, den Stoff sich zu theilen, Es kam mit der Bahn, direkt vom Rhein, An Vix, nach des Frachtbriefs Zeilen.
Auf dem Güterwagen des Schneider fuhr Das Fatz, hals abgeladen
Vor Vixens Thür, es war drei Uhr, Spuntvoll und ohne Schaden.
Auf dem vollen Fasse ruht frohen Blicks, Ruht's Auge mit Hellem Strahle, Den Wein schmeckt schon im Geiste Vix, Sieht perlen ihn im Pokale.
Herr Vix lebt immer wohlgemuth,
Ihn kümmert niemals was morgen, Bei dem Vielen, was er schafft und thut. Läßt waltende Götter sorgen.
Herr Vix zeigt den Knechten die Kellertür, Die Treppe geht steil in die Tiefe, Sagt: „Das Faß mir hinunter wälzet schier." Er besieht sich die Fracht auf dem Briefe.
In den Keller fällt kein Schein und Licht, Sie wälzen das Faß auf den Stufen.
Da kommts ins Rollen — eine Daube bricht — Hinab ohne Strick und Kufen.
Urib in der liefe es rauscht und kracht," Versteinert stehen die Knechte.
Des Eckhards August*) läuft und lacht, Als ob frohe Botschaft «r brächte.
Vermischtes.
500 Mark Belohnung hat die Staatsanwaltschaft in Essen ausgesetzt für die Ermittelung des Mörder» der 35jährigen Ehefrau Christiane Schemann, die in der Nacht zum 19. September d. I., gegen 11 Uhr abends in ihrer Wohnung ermordet wurde. Als Mörder soll ihr Liebhaber, angeblich ein Kohlenhändler, der einen Bezirk in der Umgegend von Frankfurt bereist, in Frag« kommen. Er wird beschrieben als ein kräftiger untersetzter Mann, etwa 1,70 Mtr. groß, mit dunklem Haar und kleiner Glatze, ©eine Sprache ist hochdeutsch und sehr hastig.
Auf dem Eholeraftiedhof von Petersburg. Von einem Gang durch den Preobaschensky- Kirchhof, auf dem die unglücklichen Opfer der Cholera-Epidemie ihre letzte Ruhestätte finden, gibt, wie wir der „Tgl. R." entnehmen, der Petersburger Korrespondent eines großen englischen Blattes eine erschütternde Schilderung.
*) Sohn von Kanzleirath Eckhard, der in dem Hause wohntt. * ‘ • --------
Der Friedhof liegt eine Viertelstunde außerhalb Petersburg auf dem Wege nach Moskau; zwei hölzerne Kirchen flankieren das Tor der Stätte des Todes. Das ein« Gotteshaus ist geöffnet; noch liegen hier 47 Särge mit Toten, di« zu begraben gestern die Zeit nicht ausreicht«. Krächzend umkreist eine Schar Krähen den Turm der zweiten Kirche. Hier vor der Kirchentüre liegen, lässig übereinandergeschichtet, 34 Särge, man sieht ihnen an, daß sie hastig und ohne Sorgfalt gezimmert worden: kaum, daß sie zusammengenagelt sind, zwischen den Brettern gähnen Risse und Löcher. Auf einigen find mit Reißnägeln hastig improvisiert« weiße Papierkreuze angeheftet; eilig mit Blaustift hingekritzelt, stehen auf anderen die Namen der Verstorbenen. Die meisten aber haben weder Kreuz noch Namen. Um den Sarghaufen schreiten Leute; sie suchen ihre Toten und heben die meist ungenagelten Sargdeckel in die Höhe, um tntt von Tranen verdunkelten Augen einen Blick auf die Leichen zu werfen. Aber im Innern der Kirche ist die Szene noch grauenvoller. 91 Särge stehen hier in langen Reihen; kaum 30 davon sind mit einiger Sorgfalt gearbeitet, sie gehören den Vermögenderen, und man hat sie darum in der Nähe des Altars aufgestellt. Auf einzelnen sieht man einig« kümmerliche Blumenspenden, auf anderen flackern unruhig brennende Wachskerzen, deren ungewisses Licht das Dunkel des Kirchenraumes phantastisch durchzuckt. An den Fußenden sind kleine Papierschilder angebracht; die Namen der Toten. Hinter den Särgen knarren die schlürfenden Schritte gramgebeugter Angehöriger. Hier knien sie oder werfen sich gebrochen auf die Erde, und in den monotonen Gesang des Geistlichen mischen sich die mühsam verhaltenen Schmerzensrufe und das Schluchzen der Frauen. Die Luft ist schwer und dumpf und getränkt von dem herben Geruch der Desinfizierungsmittel, durch die eine blaue Woge süßlichen Weihrauchs schwer hinzieht. Draußen auf dem Kirchhof sind die Totengräber am Werke; Arbeitslose haben das Amt übernommen, zu helfen. Am Ende des Kirchhofs ist ein kleiner Schuppen. Die Tür ist unverschlossen. Man tritt ein und ein gräßliches Bild enthüllt sich; vom Boden bis zur Decke in wirrem Durcheinander aufgeschichtet, liegen hier die Särge mit den Leichen umher, die noch nicht bestattet werden konnten, hundert, hundertundzwanzig und mehr, man kann nicht mehr als 140 Tote am Tage beerdigen, und was der Zug täglich bringt, ist fast das Doppelte. Man hat den Eindruck, daß nur die Särge, die von Angehörigen begleitet find, sofort bestattet werden. Die anderen werden beiseite geräumt und bleiben liegen, bis man Zeit für sie findet. So harren in dem schrecklichen Schuppen viele Tote feit fünf Tagen vergebens auf ihre letzte Ruhestätte.
$«t Kampf um den Sohn. Nach der „Bad. Pr." hat sich in Buchen folgendes Vorkommnis zugetragen: Mit seinem achtjährigen Sohne weilte dort der Prof. Ferdig aus Bingen. Er lebte mit seiner Frau in Ehescheidung. In dem Urteil war ihm das Kind zugesprochen. Mit Hilfe zweier Detektive versuchte nun seine geschiedene Frau den Knaben zu entführen. In
Zu Mama und ruft: „Das Faß ist fort!" Herr Vix stürzt hinunter die Treppe, Todtbleich steht er am Schreckensort, Da schwimmt» — im Faß ist Ebbe. —
Herauf strömt Weines süßer Duft, Für Jung und Alt zum Entzücken, Ja selbst die Spatzen in der Lust, Sie flattern, um sich zu erquicken.
Der arme Dix, ganz außer sich, Schimpft auf di« dummen Knechte, Lauft hin und her, brüllt fürchterlich, Als ob ans Schlimmste er dächte.
Die Fuhrmannsknechte zogen ab, : • Jetzt kamen Melde und Heppe, Umstanden traurig des Weines Grab, Beschaun sich Faß und die Treppe.
Beschaun sich auch den duftenden See, Herr Melde fing an zu pfeifen. Die Anderen sangen ein Ach und ein Weh, In den Beutel müssen wir greifen.
In dem Faß blieb zurück ein kleiner Rest, Den teilten sie sich, pro rate, Das gab ein Trünkchen für das Fest. Und half, daß der Aerger nicht schade.
Wer trägt die Kosten, bezahlt den Wein, Der in den Keller geschwommen?
Thut es Herr Vix wohl ganz allein? Wird zum Processe es kommen?
Dann sprich, o Richter, Herrn Vix doch frei, Er that nach Kräften und Maßen, Verurtheile lieber die anderen Zwei, '
■' Die haben» ihm überlassen.
einem Automobil hielten die Fran und di« Detektive vor der Wohnung des Professors und drangen in des Haus ein. Nach heftigem Kampfe, wobei der Professor zu Boden geschlagen wurde, nahmen sie das Kind mit sich fort und fuhren im Automobil in rasendem Temp« davon. Einer der Detektive konnte nicht mehr rasch genug in das Automobil einsteigen unH wurde verhaftet. Erst in Stuttgart gelang e», das Automobil anzuhalten und die gndereir Entführer zu verhaften. Das „Stuttg. Tzbl.^ meldet darüber: Gestern mittag stoppte vor einem Hause der Königstraße ein weißes Automobil, in dem sich ein Herr und eine Dame befand. Der Chauffeur, sowie der Herr verließen da» Auto, augenscheinlich um den Bezinvorrat - zu ergänzen. Während des Aufenthaltes nun; näherte sich «in Sicherheitsbeamter unauffällig- dem Auto, lüpfte die neben der Dame liegend« Reisedecke, unter der sich alsbald ein zirka sie-^ benjähriger Junge zeigte, den der Beamte sofort aus dem Wagen nahm und aufgrund eines vorhandenen Haftbefehls die Dame, sowie den Jungen verhaftete und diese vorläufig in einem hiesigen Hotel unter Bewachung unterbrachte. — Dieses Vorkommnis steht im Zusammenhang mit einem vor zirka drei Monaten veröffentlichten Fall, in welchem aus einer Schule in Konstanz ein siebenjähriger Knabe von feinem Vater entführt murrt. Die Eltern dieses Knaben waren gerichtlich geschieden und die Kinder dem Vater zugesprochen, und da die Mutter der Kinder di: Herausgabe des Knaben verweigerte, gelang es dem Vater, den Aufenthalt de« Kindes zu ermitteln, auf diese Weise in dessen Besitz zu gelangen und den Knaben in der Nähe von Mannheim unterzubringen. Ein Privatdetektiv-Institut, an da» sich hierauf di« Mutter geroenbc hatte, ermittelte den Aufenthalt des Knaben und inszenierte eine Entführung, die gelang; aber die Polizei, die auf telegraphischem Wege von dem Vorfall in Kenntnis gesetzt war, fing die Mutter mit dem Kinde in (Stuttgart ob. Dem Privatdetektiv, der die Dame begleitete, gelang es, zu entkommen. Die ganze Angelegenheit hatte heute vormittag 9 Uhr ein weiteres Nachspiel: Die Dame hatte sich von ihrem Hotel aus in Begleitung de» Knaben und de? ihr beigegebenen Schutzmannes kn Zivil noch dem Hauptpostamt begeben, wo sie in der Halle der Telegrammannahme ein Telegramm aufgeben ro llte. Ihr früherer Ehegatte hatte vor dem Hotel beobachtet, daß die drei zusammen weggin:»n. Er folgte ihnen in das Postamt nach. Dort kam es zu einer auftegen- ben Szene. Der Mann glaubte, feine Frau wolle mit dem Kind und in Begleitung des ihm unbekannten Herrn entfliehen. Der Mann schrie und tobte und wollte den Knaben der Fran entreißen. Er bedrohte sowohl feine Frau wi-e ber Herrn mit einem Revolver und konnte erst beruhigt werben, als sich der Herr als Schutz-, mann legitimierte. Mit Hilfe von zwei roei»'j teten, inzwischen herbeigeeilten Schutzleute«: wurde dann der Mann geschlossen, die Frau un>, das Kind tx Begleitung des Fa hnders auf da» Staatsvolizeiarnt gebracht. Der Vorfall hatte begreiflicherw-tse einen ungeheueren Menschen» auf lauf in ber Vorhalle zur Telegramm, annahme zur Folge gehabt. n
Nehmen Sie
täglich ein LikSrglöSckeu Dr. Hsmmefs Haematogen unmittelbar vor der Hauptmahlzeit! Ihr Appetit wirb reger, Ihr Nervenstzüem erstarkt, di« Mattigkeit verschwindet und körperliches Wohl» befinden fiellt sich raschest ein. Verlangen Sie ie» doch ausdrücklich bas echte „Dr. Hommel's" Haematozen und Weitzen Eie Nachahmungen zurück.
Privat-Fachschule Koester
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2.80) auf gar nur ca. 1 Psg., v,nn sie nach dem jedem Original-Paket beiliegenden Rezept bereitet werden. Welch feinen, wohlschmeckende» Tee bekommt man nach dieser höchst einfache» Methode und wie angenehm ist es, daß «r noch in ber Tasse sich ganz nach Belieben mehr oder weniger kräftig halten läßt! — Die Befolgung de» Vietzmerschen Rezeptes kann nicht dringen» genug empfohlen werden, man erzielt dadurch ein ganz hervorragend gutes Getränk und fpafT
Verantwortlich für die Redaktion: I
Dr. p6tL Earl Hitzeroth In Marburg. '