M 218
mit dem Kreisblait für die Kreise Marburg und Kirchhain
tmi den K-iingrn: „jiterarischer Anzeiger«, ,,z<«»«rrtsch»Mch» S-il-ge« und ,ZL»ftrierte. K<-m>t»g°bl-tt«.
Man abonniert auf die täglich erscheinende „Oberhessiscbe Zeitung" bei allen Postämtern und unfern Zeitungsstellen in Kirchhain und Wetter sowie bei unserer Expedition — Marit 21. — Der Bezugspreis betrügt durch die Post 2,25 Mi. (ohne Bestellgeld), bet unfern Zeitungsstellen und der Expedition 2 Mi.
Marburg
Mittwoch, 16. September 1908.
Die Jnsertionsgebiihr beträgt für die 1 gespaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. — Druck und Verlag: Joh. Sing. Koch, llnwerfitütsbuchdruckerei Inhaber Dr. T. H ttzero th, Marburg, Marit 21. — Telephon 55.
43. Jahrg.
'Fürst Bülow über
die auswärtige Lage.
In der englischen Tageszeitung „Standard" berichtet Sidney Whitman über Unterredungen, die er während eines dreitägigen Besuches bei dem Reichskanzler Fürsten Bülow auf Norder- Ney mit dem Fürsten gehabt hat. Sidney Whitman schreibt: Ich habe den Fürsten Bülow selten wohler aussehend und lebhafteren Geistes gesehen. Er meinte, Zwietracht zwischen England und Deutschand könne für beide Länder nut zum Unheil führen und zum alleinigen Vorteil von tertii gaudentes. Ich gebe Ihnen die Versicherung, und zwar nicht als Kanzler, sondern als ein Gentleman dem anderen, daß niemand von einigem Verstände, der Einfluß hat, daran denkt, Händel mit England anzusangen. Die Geschichten von deutschen Spionen haben ihren Grund in überhitzter Einbildung. Für uns Deutsche besteht ein weit handgreiflicherer Grund zur Besorgnis wegen unserer exponierten geographischen Lage.
Inbotreff des Gedankens, daß Deutschland an Macht zunchme gegenüber anderen Mächten, sagte Fürst Bülow, Deutschland ist die einzige der Großmächte, die in den letzten 37 Jahren keinen Krieg geführ-t hat; man nimmt es aber auf sich, mit Bezug auf uns Behauptungen über das aufzustellen, was man selbst zu tun träumen würde, wenn man an Stelle anderer wäre. Fürst Bülow erklärte die Stelle eines Artikels in der „Quarterly Review" über die „deutsche Gefahr", Deutschland schaffe die größte Flottenorganisation, die abgesehen von der englischen je bestanden habe, für Unsinn und wies an der Hand von amtlichen Aufstellungen über die relative Stärke der Flotte Englands, Frankreichs, Amerikas und Deutschlands nach, daß Deutschland am Ende der Liste steht. Bezüglich der Herabsetzung der Lebensdauer der Schlachtschiffe folge Deutschland nur den Beispielen anderer Nationen. „Ich möchte nicht in Abrede stellen, daß in dem sehr unwahrscheinlichen Falle, daß England einen nicht provozierten Angriff auf die deutsche Flotte machen sollte, ein rachsüchtiger Groll ausbrechen könnte, der in seiner Stärke und in seiner Dauer dem gleich sein würde, den die Invasionen Napoleons hervorriefen."
Sidney Whitman schreibt dann weiter, er habe in Norderney, sollten andere den Sinn der Welt für Recht und Unrecht herausfordern, die lleberzeugung erlangt, daß Deutschland einem Gottesurteil nicht ausweichen werde, wenn es ; auch der Gewißheit gegenüberstehen sollte, daß ■ seine Flotte vernichtet werde. Bezüglich Ma- . rokkos versicherte der Reichskanzler Sidney
20 «Nachdruck uerboien.)
Getrennte Welten.
Roman von Clarissa Lohde.
(Fortsetzung.)'
„Nenne diesen Menschen nicht Bruder," unterbrach Dietrich sie heftig, „wenn Du mich nicht erzürnen willst."
„Und doch wäre es gut, wenn Editha ihr Glück bei ihm versuchte," mischte sich der immer vermittelnde Graf Alten ein. „Der neue Herr Schwager —“
„Auch Du?" fuhr Dietrich ärgerlich auf.
„Nun, ausstreichen aus unserer Familie können wir ihn doch nicht mehr," meinte Graf Alten achselzuckend. „Ist doch schon die große Residenz voll von dem interessanten Ereignis, und Bruno Müller-Rothenfels, oder jetzt nur noch Bruno Rothenfels, gehört zu den meistgenannten Persönlichkeiten des Tages. Ich höre, [eine Novellen finden seit dem Bekanntwerden •et großen Neuigkeiten reißenden Absatz. Bereits die vierte Auflage soll erschienen sein, und die Buchhändler überschütten ihn mit Verlagsanerbietungen. Er braucht, glaube ich, jetzt gar nicht mehr die Erbschaft, um ein reicher Mann zn werden."
„Und weigert sich doch, Schönwalde herauszugeben, natürlich nur, uin uns nicht den Willen zu tun; denn was soll solch ein Federfuchser mit einem Landgut?"
„Nun, das ließe sich doch von zwei Seiten ansehen," meinte der Graf. „Gerade für einen Poeten mag solch ein ländlicher Besitz von besonderem Wert sein. Indessen, da Du so sehr wün- K, das Gut zu behalten, solltest Du Edithas
chlag nicht von de^ Hand weisen. War Eruno Müller" — der Graf und Dietrich liebten es, ihn noch immer so zu nennen — „doch augenscheinlich von der freundlich vermittelnden Haltung Deiner Frau sehr angenehm berührt."
Whitmann, daß kein Grund zu der Annahme besteht, daß Frankreich sich nicht loyal an die in Algeciras übernommenen Verpflichtungen halten will, obgleich in gewissen französischen Kreisen ein leichtes Mißverständnis bezüglich der deutschen Absichten zu herrschen scheine. Vor einigen Jahren schrieb die französische öffentliche Meinung Deutschland grundlos kriegerische Pläne zu. Neuerdings schien gerade der entgegengesetzte Eindruck zu herrschen, daß die Deutschen für Frieden um jeden Preis sind. Diese Ansicht schließt, abgesehen davon, daß sie irrtümlich ist, gewisse Gefahren in sich. Deutschland, sagte Fürst Bülow weiter, wünscht allein gelassen zu werden, um an seinem Heile dadurch zu arbeiten, daß es seine eigenen Angelegenheiten besorgt, wenn es auch natürlich eine Linie gibt, über die es nicht hinausgehen kann, nämlich sich eine nationale Demütigung gefallen zu lassen. Wenn irgend eine Gefahr drohen sollte, so könnte nicht gesagt werden, daß sie aus Deutschlands Wunsch, den Frieden zu brechen, entsteht, sondern aus der Ansicht, daß die verabredete Absicht besteht, Deutschland in Schranken zu halten und es zu schädigen. In Bezug auf die Entwickelung der Dinge in der Türkei führte der Reichskanzler aus, Deutschland wünsche, daß die Türkei sich unter einer kräftigen Regierung frei entwickele. Es sei nicht wahr, daß der Sultan Deutschland bezüglich des jüngsten Vorgehens um Rat gefragt habe. Die deutsche Regierung aber habe mit dem Ausdruck ihrer freundschaftlichen Sympathie für die so glücklich ohne Blutvergießen zur Ausführung gebrachten Aenderungen nicht zurückgehalten. —
Es ist außerordentlich bezeichnend, daß der „Standard" diese Ausführungen mit hämischen Bemerkungen und Spitzen gegen Deutschland sowohl als gegen die Politik des Fürsten Bülow begleitet. Ein neuer Beweis, daß alle Inter-, views und noch so beruhigende Erklärungen, selbst wenn sie durch die Macht der Tatsachen bekräftigt werden, nichts nützen, solange man in England eben im Deutschen Reiche den Feind und verhaßten Rivalen sehen will. Solange wird eben ruhig weitergehetzt. Jede Erörterung aber wird demgemäß als Versuch zur Entschuldigung zum Beschwatzen usw. — wie jetzt wieder vom „Standard" — ausgefaßt. Hier heißt es für uns nur ruhig unfern Weg gehen und die Augen offen halten.
Die französisch-spanische Note.
Der französische Botschafter und nach ihm der spanische Geschäftsträger überreichten heute Mittag im Auswärtigen Amt dem stellvertre-
Dietrich lachte spöttisch auf: „Selbstverständlich; doch möchte ich mir ein weiteres Entgegenkommen meiner Frau gegen diesen Herrn verbitten."
„Ho, ho," rief der Graf, in dem Bemühen, der Sache etwas Scherzhaftes zu geben, da er auf Edithas Gesicht einen Ausdruck aufsteigenden Unmuts zu bemerken glaubte, „halten Sie Ihren Gatten so wenig in Respekt, liebe Schwägerin, daß er sich solch ein Verbot erlauben darf?"
Sie hob den Kopf und sah Dietrich an. „Mein Mann weiß, daß ich mir nichts verbieten lasse, was ich aus innerster lleberzeugung zu tun für recht erkannt habe."
Dietrich sah zu Boden und zuckte unmerklich mit den Achseln.
„Da siehst Du, Alten, wie man mich behandelt," sagte er, verdrießlich an seinem Schnurrbart zerrend, „Editha nimmt für jenen Fremden gegen mich Partei."
Sie legte ihre Arbeit zusammen und erhob sich. „Ich dächte durch mein Anerbieten das Gegenteil bewiesen zu haben. Nach Deinen eben gemachten Aeußerungen jedoch ziehe ich es zurück. Mit einem Fremden habe ich keine Veranlassung zu verhandeln, mit Deinem Bruder hätte ich es versucht."
Sie hatte die letzten Worte stark betont und verließ nun das Zimmer. Graf Alten wollte ihr folgen, Dietrich aber hielt ihn zurück.
„Unnötig, Lieber, unnötig! Du kennst Ediths nicht. Was sie einmal gesagt hat, davon geht sie nicht ab. Das weiß ich aus Erfahrung."
„Dann war es sehr unklug von Dir, sie so zu reizen."
„Im Gegenteil. Ich habe den Kauf Schönwaldes innerlich schon aufgegeben, doch werde ich auf das Anerbieten meiner Frau, ihr Vermögen als das meinige zu betrachten, heute noch zurückkommen."
Dietrich hatte sich in einen Stuhl geworfen.
tenden Staatssekretär eine identische Note über die Frage der Anerkennung Mulay Hafids. Ueber ihren Inhalt wird gemeldet:
Die Note stellt die Forderung auf, daß die Frage der Anerkennung von Mulay Hafid nach denjenigen Grundsätzen gelöst werden soll, nach denen das Einvernehmen der Mächte in der marokkanischen Frage seit Algeciras sich gebildet hat und aufrecht erhalten worden ist. Frankreich und Spanien haben in Betracht gezogen, daß ihre besonderen Interessen in Marokko sie dazu bestimmen, den andern Regierungen Vorschläge zu machen. Bei der Formulierung dieser Vorschläge haben sie es sich zur Richtschnur genommen, daß die Anerkennung des neuen Machsen einzig und allein von der Erlangung von Garantien abhängig gemacht werden müsse, die gemeinsam für alle fremden Interessen gegeben würden. Diese Garantien sollten sein: Bestätigung der Algecirasakte, Billigung der zu ihrer Anwendung getroffenen Exekutivmatzregeln, insbesondere der Rechte, die Frankreich und Spanien zur Ueberwachung der Einfuhr von Waffen zur See übertragen sind; ferner Bestätigung aller andern Verträge und Verpflichtungen des Machsen gegenüber den fremden Regierungen, dem diplomatischen Korps sowie gegenüber Privatpersonen; drittens Ueber- nahme der Verantwortlichkeit für die Schulden des Machsen, während die Schulforderungen von Privatpersonen später geprüft werden sollen; ferner Bestätigung der Vollmachten der Entschädigungskommission in Casablanca, sowie Uebernahme der Verantwortlichkeit für die Bezahlung der Entschädigungen durch den neuen Sultan. Amtlicher und ausdrücklicher Widerruf des Heiligen Krieges durch einen scherifischen Brief an die Städte und Stämme und sofortige Inangriffnahme der notwendigen Maßregeln zur Herstellung der Sicherheit in der Umgebung der Häfen und auf den in das Innere führenden Hauptstraßen. Falls diese Garantien gegeben sind, könnte Mulay Hafid als Sultan amtlich anerkannt werden, wobei die Mächte sich das Recht vorbehalten, unmittelbar von dem neuen Sultan die Regelung derjenigen Fragen zu fordern, die ihre eigenen Interessen berühren, im besonderen, was Frankreich und Spanien betrifft, die Wiedererstattung ihrer militärischen Ausgaben und die Bezahlung von Entschädigungen für die Ermordung Angehöriger ihrer Nationen. Ferner heißt es in der Note, daß es angemessen sein würde, wenn der neue Sultan für einen standesgemäßen Unterhalt von Abdul Asis Sorge trage. Schließlich empfiehlt sie die Beamten von Abdul Asis dem Billigkeitsgefühl Mulay Hafids. — Die Frage der Entschädigung für die durch die
schlug die Füße übereinander und zündete sich eine Zigarre an.
„Willst Du nicht auch rauchen, Alten? Das Weibliche hindert uns ja nicht mehr."
Der Graf folgte der Aufforderung und setzte sich Dietrich gegenüber. Sein Auge verließ ihn nicht.
„Reicht des Alten Hinterlassenschaft denn wirklich zur Deckung Deiner Schulden nicht aus?" fragte er kurz.
„Nein!" entgegnete Dietrich kurz.
„Dann sind sie in der Tat bedeutender, als ich dachte. Du sollst unter diesen Verhältnissen Deinen Rennstall ein wenig einschränken. Ich und Asta, wir haben uns schon überlegt, wie wir sparen können. Deshalb sind wir zu dem Entschluß gekommen den nächsten Winter, da die Trauer uns doch gesellschaftliche Zurückhaltung auferlegt, mit den Kindern nach Italien zu gehen. Vielleicht schließest Du Dich mit Frau und Kind uns an. Auf diese Weise kannst Du am besten alle Versuchungen zu allzu großen Ausgaben meiden."
„Sehr liebenswürdig, Alten. Aber ich lehne Deine Aufforderung entschieden ab."
„Und weshalb, wenn ich fragen darf?"
„Weil es nichts Langweiligers für mich gibt, als mit Frau und Kind zu reisen."
Der Graf lächelte.
„So, so, verstehe! Ich hörte schon, Dn lägest fn den zarten Banden der schönen Rondorf."
„Der Schauspielerin? Wo denkst Du hin? Dis jetzt bin ich nur ihr schmachtender Verehrer."
„Und bann?"
„Ich bitte Dich, Alten, frage nicht zu viel," stieß Dietrich jetzt amwillig hervor.
„Ich mag nicht reisen, laß Dir das gejagt fein! Eher vielleicht im September zu dem Rennen nach Baden-Baden."
„Ebenfalls ohne Deine Frau?"
„Polizeiaktion" der französischen Truppen ie Casablanca und im Schaujagebiet verursachte» Ausgaben wird in der französisch-spanische» Note nicht berührt. Die französische Regierung behalte sich vor, diese Frage mit dem Sulla» direkt zu regeln. Was die Räumung Casablancas anlange, so werde sie erfolgen, sobald die französische Regierung die Befriedung als vollendet erachten werde. Der „Petit Parisien" berichtet, ein Diplomat habe die Note mit folgenden Worten gekennzeichnet: Sie ist weder französisch noch spanisch, sondern europäisch, i» dem Sinne, daß sie alle internationalen Interessen vorbehält. Sie kann gegen niemanden als eine Waffe angesehen werden, und man darf hoffen, daß alle Mächte die Note in demselben freundschaftlichen Geiste, der das Schriftstück kennzeichnet, beurteilen werden.
Zu der Note geht der „Agence Ha- v a s" aus guter Quelle jolgcnoe Erklärung zu: Frankreich hätte versucht sein können, die augenblicklichen Umstände zu benutzen, um die Anerkennung Mulay Hafids von der vorherigen Erledigung der Angelegenheiten, die für Frankreich und Spanien Interesse haben, abhängig zu machen, aber es hat ein sehr ausgeprägtes Gefühl für seine Pflicht und versucht es, sie mit seinen Rechten in Einklang zu bringen. Aus diesem Grunde ist es mit Spanien der Ansicht, daß vor der Anerkennung Mulay Hafids gewisse Garantien, die für alle ausländischen Interessen gemeinsam in Betracht kommen, gegeben werden müßten. Mulay Hasid wird sich dem nicht entziehen können, denn er würde durch seine Anerkennung wertvolle Vorteile erhalten, insbesondere Uebertragung der augenblicklich noch auf den Namen von Abdul Asis lautenden Kontos bei der marolkanischen Bank auf seinen Namen. Die Garantien, welche die Note von Mulay Hafid verlangt, decken sich mit denen, die er in seinem eigenen Interesse freiwillig geben wollte. Unter den Garantien befinden sich Billigung der zur Durchführung der Algecirasakte getroffenen Ausführungs-Bestimmungen. Es sind darunter zu verstehen alle Reglements, die seit zwei Jahren zur Durchführung der verschiedenen Vorschriften bei Akt« durch das diplomatische Korvc ausgearbeitet sind, Reglements, die bereits verschiedenllch citf* gezählt sind. Die Note verlangt Vesiailgusg der vom Machsen eiiigegangeneu Verpflicht«^ gen. Hierbei handelt es sich um ei r e allgemein« Anerkennung, denn man kann nicht bei jedem Ereignis alles wieder in Frage steilen. Muleh Hafid konnte von diesen Verpflichtungen gegenüber den Regierungen leicht Kenntnis crbsfte«. dank den Archiven von Abdul Asis, die tr -eute im Besitze hat. Dazu gehören die Abkommen be* züglich der marokkanischen Grenze, die '-bkom-
„Natürlich. Sie hat mich ja noch nt<* begleitet.“
„Nun, Asta sagte mir. daß Editha ib-. tte Absicht geäußert habe. Dich nicht mehr so viel allein reisen zu lassen."
Dietrich sah seinen Schwager verwundert a«.
„Hat sie bas wirklich gesagt?"
„Zweifelst Du daran?"
„Das ist ja ganz was Neues," meinte Dietrich, „und könnte mich nachdenklich machen. Wenn, sie es in Wahrheit wünschen sollt.?'
„Siehst Du? Nun zeigst Du Dich als galanter Ehemann."
Eine Liebe ist be: ander-r wert. Hilft sie mir aus bet augenblicklichen Klemme, in bi-: ih burd) bie elende Wechselreiterei geraten bin ich war wirklich ein Tor, daß ich sicht schon früher bei Editha anklopfte un* r«fa) von b«n Wucherern scheren ließ — f- kuu-i ich freilich nicht anders, als mich ihr gefällig zeigen."
Er hatte das nachlässig hingeworsen, und neigte den Kopf zum Fenster, an dem er saß.
„Zum Teufel!" rief er ärgerlich, da kommt die kleine Wese den Parkweg herunter, jedenfalls um meine Frau zu besuchen. Wie fatal! Edith» scheint einen vollständigen Narren an dem Mädchen zu haben. Alle Tage fast ist sie hie:, und gerade heute wünschte ich, mit meiner Frau allein zu sein. Je rascher die Sache erledigt wird, desto besser. Du weiht ja, wie unangenehm cs mit ist, vor sie als Bittender z» treten.“
„Freilich begreife ich das," obwohl ich Dir offen gestehe, daß mit ein eheliches Verhältnis wie das Deine ein Rätsel ist. Zwischen Asta und mir gibt es in all diesen Dingen, die unsere Vei- mögensverhältnisse betreffen, kein Geheimnis."
„.Ihr führt ja auch eine Musterehe," warf Dietrich spöttelnd ein. „Das weiß ja die Welt, und wo sie es nicht weiß, seid Ihr beide äußerst beflissen, sie damit bekannt zu machen."
■ - (Fortsetzung folgt.)