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Die Jnsertionsgeb oder deren Raum 15
43. Jahrge
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sammlung bekannt gegeben wurde, für die städtische Zeppelin-Spende 100 000 Mark gestiftet. Die Stadtverordneten bewilligten au» städtischen Mitteln 10000 Mark.
Worms, 7. Aug. Wie die „Wormser Ztg." meldet, beschloß die Stadtverordnetenversammlung heute nachmittag 5000 Mk. zur Errichtung eines neuen Luftschiffes zu bewilligen. Ferner wurde dem Grafen Zeppelin telegrafisch von seiner Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Worms Mitteilung gemacht.
Bochum, 7. Aug. Der Magistrat der Stadt Bochum hat in einer gestern abend abgehaltenen Sitzung beschlossen, als Ehrengabe für den Grasen Zeppelin 15 000 Mark zu bewilligen Dieser Beschluß soll der nächsten Stadtverordnetenversammlung vorgelegt werden.
Schloß Friedrichshafen, 7. Aug. Der König von Württemberg ließ der Nationalspende für den Grafen Zeppelin 20 000 Mark überweisen.
Breslau, 7. Aug. Der Magistrat beschloß, für den Grasen Zeppelin 10 000 Mark zu stiften, außerdem einen Aufruf an die Bürgerschaft zu erlassen und weitere Sammlungen zu veranstalten. Bet der Geschäftsstelle der „Schlesischen Ztg." sind bereit 7800 Mark eingegangen.
Nürnberg, 7. Aug. Der „Fränkische Kurier" eröffnete eine Sammlung für Zeppelin, wobei sich der Besitzer Otto Rauhenzahner und der Verlag mit je 1000 Mark beteiligten.
Bonn, 7. Aug. Die Stadtverordneten bewilligten 5000 Mark als Ehrengabe für Zeppelin.
Speyer, 7. Aug. Eine große Volksversammlung beschloß einmütig eine Unterstützung der Nationalspende für den Grafen Zeppelin. Es wurden sofort 1400 Mark gesammelt. Ein Glückwunschtelegramm an den Grafen Zeppelin wurde abgesandt.
Cassel, 7. Aug. Die Stadtverordneten-Ver- sammlung genehmigte einen Antrag des Vorsitzenden, Kommerzienrat Pfeiffer, das Ersuchen an den Magistrat zu stellen, die Bevölkerung in einem Aufruf für das Werk Zeppelins durch Beisteuern aufzufordern.
Druck und Berlag: Job. Aug. Koch, Universitätsbuchdruckerei Inhaber Dr. T. Hitzero rh, Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
tt die 7 gespaltene Zeile Reklamen 30 Pfennig. —
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Zeppelin und fein Luftschiff.
Graf Zeppelin erhält fortwährend Tausende von Kundgebungen der Sympathie und der Hilfsbereitschaft.
Da» Reich und Graf Zeppelin. Berlin, 7. August. Im diesjährigen Reichsetat ist eine Summe von 2 150 000 Mk. für den Grafen Zeppelin bestimmt. 1650 000 Mk. sind für den Ankauf der Zeppelinschen Luftschiffe nach Ableistung der vorgeschrieb-nen Probe ausgeworfen, 500 000 Mk. als Ehrengabe dem unermüdlichen, erfolgreichen Erfinder zugedacht. Die letzten 500 000 Mk. find jetzt bereits ausgezahlt worden. Selbstverständlich wird in der nächsten Sefiion des Reiststags über neue Mittel verhandelt werden. Das Einfachste wäre, wenn der Reichstag die Bestimmungen für die schon bewilligten 1650 000 Mk. in dem Sinne änderte, daß fie auch ohne Erfüllung der ursprünglich daran geknüpften Bedingungen zur Auszahlung gelangen. Wenn weiter gemeldet wird, daß die Reichsinstanzen erst da» Ergebnis der Sammlungen abwarten wollen, ehe sie neue Beschlüsse fasten, so wird bei der Aufrechnung hoffentlich nicht lediglich kalkulatorisch verfahren. Die Nationalspende hat nicht den Zweck, da» Reich zu entlasten, sondern soll eine Dankeskund- gebung der Nation über die moralischen Verpflichtungen des Reiches hinaus sein.
Die Ursache des Unglücks. Stuttgart, 7. Aug. Die Ursache der Entzündung des Luftschiffes ist von den Sachverständigen noch nich. endgültig festgestellt. Angenommen u'ird teils Entladung der atmosphärischen Elektrizität, teils Entstehung eines Funkens beim Aufschlagen der Gondel. Die Daimlerwerke in Cannstatt erklären: „Die Verbrennung dec Luftschiffs mit den Motoren in Verbindung zu bringen, ist sinnlos. Die Stichflamme entstand im vorderen Ende des Luftschiffes, etwa 100 Meter vom Hintern Motor entfernt, während der vordere Motor abmontiert war." — Eine andere Meldung aus Echterdingen besagt: Nach übereinstimmendem sachverständigen Gutachten der Ingenieure Zeppelins ist der Unfall nicht durch eine Benzinexplosion, sondern durch Selbstentzündung des Gases entstanden. — Heute vorm. ist die Reichs- kommistion unter dem Vorsitz von Geheimrat Lewald wieder zusammengetreten. Es handelt sich bekanntlich um die Feststellung der Ursache der Katastrophe vom 5. August. Der als Sachverständige hinzugezogene Meteorologe Dr. Lincke-Frankfurt a. M. hat sich der Annahme, daß die Katastrophe auf eine Entladung atmosphärischer Elektrizität zurückzuführen sei, auch seinerseits vollkommen angeschlbsten.
Ein «euer Ballon. Stuttgart, 7. Aug. Der „Schwäb. Merkur" meldet aus Friedrichshafen: An der Behauptung, daß schon seit längerer Zeit ein neues Luftschiffmodell „Zeppelin V“ im Bau sei, ist kein wahres Wort. Das Interests der Welt wird sich zunächst mit dem „Modell 1907“ zu befassen haben. Wie der „Schwäb. Merkur,, von unterrichteter Seite vernimmt, wird beabsichtigt, den Ballon von 1907 durch Einführung neuer Glieder zu verlängern rnb ihn so dem Status des jetzt zerstörten Modells 1908 zu nähern. Was den eventuellen Bau eines neuen Ballons anbelangt, so ist von Interesse ein heute eingetroffenes Telegramm der Aluminiumfabrik, nach welchem sie das Metallgerüst für einen neuen Ballon innerhalb 14 Tagen zu liefern vermag.
Ei« Gedenkstein. Das hestische Finanzministerium beabsichtigt, beim Kornsand, an der Stelle, wo Graf Zeppelin am Dienstag nachmittag landete, einen Gedenkstein zu errichten.
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Di« Rationalspende macht inzwischen die erfreulichsten Fortschritte, wie die nachfolgenden Meldungen besagen:
Rew-York, 7. Aug. Die „Newyorke: Staatszeitung" eröffnet eine Eeldsammlung für Zeppelin.
Mannheim, 7. Aug. Für die große Sammlung, welche al» Nationalspende für den Grafen Zeppelin geplant ist, laufen bei dem Deutschen Luftflottenverein, Zentrale Mannheim, fortwährend aus allen Gauen Deutschland größere und kleinere Beträge ein.
Berlin, 7. Aug. Die Firma Rudolf Hertzog übergab dem Bürgermeister Reicke für die große Zeppelin-Spende 10 000 Mark.
Esse«, 7. Aug. Krupp von Bohlen-Halbach hat, wie in der heutige« Ktadtverordneten-Ber-,
Bestellungen
ftr die Monate August und September aus die
^vberhessische Zeitung" nebst ihren Beilagen werden von unserer Expedition (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirchhain, Neustadt und Wetter, sowie von allen Postanstalten und Landbriesträgern ent- gegengenommen.
Umschau im Ausland.
Im Vordergründe des politischen Jnterestes der vergangenen Woche stand der Besuch unseres Kaiserpaares in Stockholm, der einen außerordentlich herzlichen Charakter trug. Die schwedischen Zeitungen brachten Begrüßungsartikel in deutscher Sprache und wiesen darauf hin, wie stark, abgesehen von der germanischen Stammes- gleichheit, deutsches Blut im schwedischen Volke vorhanden sei, dessen Handels-, Gelehrten- und Offiziersstand zahlreiche deutsche Namen aufweise.
Im Gegensatz zu diesem für die Beziehungen zwischeil Deutschland und Schweden so wertvollen Besuche ist die Reise des Präsidenten Fal- litzres nach den skandinavischen Residenzen und " nach Reval zum mindesten sehr nüchtern verlaufen und wenig bemerkt worden, da sie durch die gleichzeitige Umwälzung in der Türkei völlig in den Hintergrund gedrängt wurde. Während indessen die amtlichen französischen Organe nicht genug den friedlichen Charakter dieser Reis« betonen können, benutzt die französische Presse, r an der Spitze der „Temps", auch diese Gelegenheit, um gegen uns zu hetzen. Wir sehen eben, daß trotz der friedlichen Aeußerungen der verantwortlichen Stellen in Frankreich die Hetze gegen uns planmäßig weiter getrieben wird. Dem gegenüber gibt es für uns nur eine Antwort: planmäßigen Ausbau unserer Rüstung und vor allem auch finanzielle Kriegsbereitschaft, deren weitere Förderung uns die bevor- t stehende Reichsfinanzrefo.m bringen muß und [ bringen wird.
Die aus der Türkei konlmenden Nachrichten beweisen, daß die Türken tatsächlich die Eent- f lernen sind, für die wir sie bisher in Deutschland stets gehalten haben. Trotzdem muß man das direktionslose Vorgehen mancher Kreise als eine bedenkliche Erscheinung bezeichnen. Wir hoffen aber von ihnen, daß sie sich mit der Zeit besinnen werden, daß die unumgängliche Voraussetzung für das Bestehen und die weitere Entwicklung jedes Staates eine starke Regierung ist. Die mazedonischen Reformvorschläge sind inzwischen ' gänzlich in den Hintergrund getreten, und England hat sogar seine schon verkündeten „fliegenden Kolonnen" gänzlich außer Kurs gesetzt. Rußland wird seinem Beispiel folgen und beide Mächte werden vorläufig eine abwartende Stellung einnehmen, nachdem Sir Edward Grey im Parlament erklärt hat, daß man die Regelung der mazedonischen Verhältnisse jetzt b-n Türken überlassen werde, ein Standpunkt, den die deutsche Regierung von jeher stet vertreten hat. Die gewisienlose englische und französische Presse ist »ach wie vor aber bemüht, das deutsche Ansehen in der Türkei herabzusetzen.
Im republikanischen Frankreich hat bei aus der äußersten Linken hervorgegangene (E&men= ceau wieder einmal den starken Mann spielen müssen und wie vor zwei Monaten in Draveil- Vigneux ist es jetzt in dem Pariser Vorort Villeneuoe-St. Georges zu einem äußerst blutigen Zusammenstoß zwischen der 15 000 Mann starken bewaffneten Macht und Streikenden gekommen. Die Unruhen sind sozialistischerseits v von langer Hand vorbereitet geweseit und man versuchte sogar die Unterdrückung der Rebellion mit einem 24stündigen Generalstreik zu beantworten, der aber kläglich gescheitert ist.
In England hat sich das Parlament bis zum 12. Oktober vertagt, nachdem noch kurz vor Toresschluß der Widerstand der Peers gegen das Alterspensionsgesetz überwunden und es somit V angenommen wurde. Inzwischen wird die schon an und für sich nicht starke Stellung der Regierung durch den Ausfall der Neuwahlen immer schwächer. AV.
Marburg
Sonntag, 9. August 1908.
bürg und Kirchhain
M und „Illustriertes Sarmtagsblatt".
Ausland.
** Amerikanisches. Washington, 7. Aug. Die Regierung von Honduras hat da» Verlangen der Vereinigten Staaten, die Zurücknahme des Exequaturs des amerikanischen Konsuls und Vizekonsul» in Ceiba zu widerrufen, abgelehnt. Die Konsularbeamten hätten sich in die innere Politik von Honduras eingemischt und gemeinsam mit den Vizekonsuln Frankreichs und Norwegens der Stadt Ceiba geraten, sich den Revolutionären auszuliefern.
** Die jungtürkrsche Bewegung. Konstantinopel, 7. Aug. Das jungtürkische Komitee für Einheit und Fortschritt veröffentlicht eine Mitteilung an die Bevölkerung, in welcher auf deren Dankbarkeit und Ergebenheit gegenüber dem Sultan für die gewährte Verfassung hin« gewiesen und betont wird, daß zwischen de«
L Deutsches Resch.
— vom Kaiserpaar. Swinemünde, 7. Aug. Der Kaiser und die Kaiserin reisten mit Gefolge unter den begeisterten Zurufen der Volksmenge um 2 Uhr 15 Min. in dem Hofzuge ab.
— Die Monarchenbegegnung im Taunus. Berlin, 17. Aug. Ueber die Monarchenbegegnung im Taunus sind, nach der „Nationalztg.", folgende Bestimmungen getroffen worden: Der Kaiser trifft im Laufe des 9. August mit großem Gefolge int Schloß Friedrichshof bei Cron- berg ein. Die Ankunft des Königs von England auf dem Bahnhofe in Cronberg erfolgt am 11. d. M. vormittags; er wird dort vom Kaiser und dem Prinzen Friedrich Karl von Hesien empfangen und nach Schloß Friedrichshof geleitet, wo er in den gleichen Gemächern Wohnung nimmt, die ihm schon vor zwei Jahren als Aufenthalt dienten. Im Laufe des Nachmittags unternehmen der Kaiser und der König einen Automobilausflug nach der Saalbura. Unterwegs machen die Monarchen in Homburg v. b. Höhe halt, wo das Denkmal bei Landgiäfin Elisabeth besichtigt roiib. Am Abend des 11. August leist König Eduaid zum Kuigebiauch nach Maiienbad roeitei.
— Ein wichtiger Vertrag. Hamburg, 7. Aug. Nach jahrelangen Verhandlungen zwischen den Regierungen von Hamburg und Preußen ist jetzt eine Einigung über den Gebietsaustausch zwecks Herstellung einer direkten Seeverbindung für den Harburger Hafen erzielt worden. Das Abkommen bedarf nur noch der Genehmigung durch den preußischen Landtag, durch die Hamburger Bürgerschaft und durch den hannoverschen Provinziallandtag. Die neue Wasserstraße, die den seegehenden Schiffen den direkten Zugang von der ElbmLndung nach Harburg ermöglicht, wird durch Schaffung eines neuen Kanals unter teilweiser Benutzung des Köhlbrand benannten Elbarmes hergestellt.
— Reichszuschuß zur Invalidenversicherung. Den Reichshaushaltsetat für 1909 wird voraussichtlich die Steigerung der für den Reichszuschuß zur Invaliden - Versicherung auszuwersenden Summe nicht allzusehr belasten. In früheren Zeiten war dies anders. Damals kam es vor, daß bei der Aufstellung der neuen Etats mit Steigerungen des Reichszuschusses um 4, ja sogar um 5 Millionen Mark gerechnet werden mußte. Namentlich machten sich solche Steigerungsnotwendigkeiten nach dem Erlaß der Jnvaliden- verficherungsnovelle bemerkbar, als infolge falscher Auslegung der neuen Gesetzesbchimmun- gen durch di« nachgeordneten Organ« Ma Zahl
der neu bewilligten Invalidenrenten unheimlich groß wurde. In letzter Zeit hat man bei da« Etatsaufstellungen nicht mehr zu so bedeutenden Erhöhungen des Etatssatzes für den Reich»« zuschuß zu greifen brauchen. So betrug feine Steigerung von 1905 auf 1906 nut 1 Million Mark, von 1906 auf 1807 konnte er sogar um 0,8 Millionen Mark ermäßigt werden, und von 1907 auf 1908 machte die Erhöhung 1,2 Mill. Mark aus. Man wird auch in der Annahme nicht fehlgehen, daß di« Summe, die im Reich»- Haushaltsetat für 1909 ausgeworfen wird, sich über die letzten Grenzen nicht weit erheben wird. Für die Ausstellung des nächsten Etat» ist dies um so erfreulicher, als sich Mehraus« gaben auf anderen Gebieten, wie bekannt, sowieso schon ergeben werden. Wenn größere Mehrausgaben bei der Position für den Reichs« zuschuß auch diesmal vermieden werden, so hat man den Grund dafür namentlich in der Minderung der Zahl der neu bewilligten Invalidenrenten zu suchen, die wieder auf die von den Zentralinstanzen ausgeführten Belehrungen der aussührenden Organe über die mit der Jnva« lidenverstcherungsnovelle verfolgte Absicht der Gesetzgeber zurückzuführen ist. Als sicher wird man allerdings immer ansehen müssen, daß der Reichszuschuß noch viele Jahre hindurch an« steigen und die jetzt erreichte Höhe von 51 Millionen Mark im Beharrungsstadium recht stark übertreffen wird.
— Lufttorpedo». Die Firma Krupp in Este« • hat nunmehr die Patentrechte des von dem schwedischen Obersten Unge erfundenen Lust- torpedos angekauft, unter der Bedingung, daß die schwedische Regierung da» Recht haben soll, von dieser neuesten Waffe in jeder Beziehung Gebrauch zu machen. Oberst Runge hat, nachdem et so seinen patriotischen Gefühlen gerecht geworden ist, ein ausgezeichnetes Geschäft gemacht, denn die Firma Krupp hat für die Patente dieses Lufttorpedos, das als die furchtbarste Zerftörungswaffe, die je erfunden wurde, bezeichnet wird, eine große Summe bezahlt. Oberst Unges Torpedos kann abgeschosien werden, ohne daß ein Rückschlag erfolgt. Das Torpedo ist leicht und kann schnell von Ort zu Ort bewegt werden. Das Lancierrohr ist auf einem Automobil befestigt, kann leicht abgeprotzt und ohne besonderen Vorbereitungen abgefeuert und auch viel schneller in die Feuerstellung gebracht werden al» dieEeschütze bet Felbartilleri«. Die Waffe kann in jeder Art der Kriegführung benutzt werden. Bei Belagerungen von Festungen muß sie an den stärksten Verteidigungswerken furchtbare Verheerungen anridMtn. In offener Feldschlacht kann oa» Torpedo ebenso gegen Truppenverbände wie gegen Truppen in gedeckter Stellung geschleudert werden. Die Tatsache, daß das Torpedo geräuschlos abgefeuert werden kann, macht es dem Feinde schwer, die Stellung der angreifenden Torpedobatterie auszufinden. Bei der Küstenverteidigung könnt« ein Lufttorpedo so abgefeuert werden, daß es auf dem Verdeck feindlicher Schiffe niederfällt. Oberst Unge hat für den Marinegebrauch ein Lufttorpedo größeren Kalibers erfunden, und so können in Zukunft Kriegsschiffe mit Torpedo» Über und unter der Wafierlinie beschoßen werden. Für den Gebirgskrieg wird ein kleiner Typ der Torpedos konstruiert, wo es noch i» Gegenden Dienst tun kann, die für die jetzig« Gebirgsartillerie unerreichbar sind. Die mitt« tärischen Sachverständigen erklären das Lufttorpedo für eine epochemachende Erfindung, bi« der mobeinen Kriegführung einen neue« Schrecken hinzufügt.
— Schiffsverkehr mit Australien. Berlin, 7. Aug. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht ben Vertrag des Deutschen Reiches mit dem Norddeutschen Lloyd über Unterhaltung einer Postbampfschiffsverbinbung zwischen Deutsch- Neuguinea einerseits, Hongkong unb bem australischen Festlande andererseits.
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