mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
«ud de« Beilagen: .Merarifcher A«?c^er-, »IaNdWi-tfchastttche Deilage" ««d „Illustriertes Asnuiagsblatt-.
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Der heutigen Nummer liegt bei Kreisblatt Nr. 62.
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Verlag der „Oberhess. Ztg."
Das deutsche Kaiser paar in Schweden.
Der Empfang, der unserm Kaiserpaar in Schweden zuteil wird, ist, wie wir bereits gestern erwähnten, ein in jeder Beziehung herzlicher. Es liegen u. a. folgende Meldungen vor:
Stockholm, 3. Aug. Die Zeitungen bieten Heute in ihren Leitartikeln dem deutschen Kaiserpaare Willkommen. Vier Zeitungen schreiben in deutscher Sprache. „Stockholms Dag- bladet" schreibt: In friedlicher Hochsommerpracht liegt unser schönes Land zum kaiserlichen Besuch bereit und es ist unser aller, lebhafter Wunsch, Last Kaiser Wilhelm und seine Gemahlin die angenehmsten Erinnerungen an diese Sommerreise mit sich nehmen mögen. „Svenska Dagbladet" schreibt: Unser aller Wunsch ist vor allem, im Frieden zu leben. Im Gefühle quellender Kraft sieht sich Deutschland in bet Welt «m. Welche Verschiedenheiten auch zwischen den Staaten und ihren Bahnen verursacht werden mögen, das uns einende Band der Erinnerungen wird niemals gelöst werden. „Stockholms Tid- Ningen" schreibt: Kraftvoll und im Bewußtsein feiner Kraft steht Deutschlands Kaiser in vieler Beziehung vor uns als Typ der deutschen Nationalität, dis ihre politische Einheit in dem modernen Deutschen Reiche hat. Als höchste Repräsentanten des uns nahe verwandten deutschen Volkes begrüßen wir das Kaiserpaar im Namen des schwedischen Königshauses und unseres
0 »Nachdruck verboten.),
Else Hohenbach.
Original-Novelle von E. Wald. ..ff" (Fortsetzung.)
Am andern Morgen nach dem Frühstück geht Else, von ihrem Neufundländer gefolgt, nach dem Gemüsegarten; sie hat ein zierliches Körbchen am Arme und will Blumen holen, um die Mittagstafel damit zu schmücken. Auf halbem Wege kommt ihr Rudolf entgegen der einen Gang in die Ställe gemacht hat,- feine Augen ruhen entzückt auf der Schwester. „Ein famoses Mädchen," sagt er mit weichem Ausdruck vor sich hin, „wie stolz trägt fie den schönen Kopf mit der reichen Flechtenkrone, roi» herrlich zeichnen fick die schlanken vollem Formen in dem einfachen blauen Leinenkleide mit dem reichen Spitzenbesatz". Sie hat ihn bemerkt und eilt freudig auf ihn zu.
„Nun, ist Dein Rundgang schon beendet, und wo ist Papa! Hat er Dich nicht begleitet?"
^Fa, er steht noch drüben mit dem Verwalter. Weißt Du, Else, mir wird ganz unheim- Uch hier, der alte Müller macht ein solch' saures Gesicht, ich glaube, er ist auch nicht der rechte Mann, den Papa an der Seite haben möchte; er kann nur klagen, ohne zu handeln, und Papa scheint wirklich so gedrückt, daß er einen tüchtigen Menschen haben müßte, der ihn unterstützt. Weißt Du, Elschen, Du müßtest bald heiraten und eine frische Kraft hierher bringen; was meinst Du?"
„Ich meine, daß Du großen Unsinn zusam- menschwatzest, während ich nur meine eigenen Befürchtungen von Dir bestätigt höre, nämlich, daß der arme Papa viel Unannehmlichkeiten hat. Ach Rudi, wer fie ihm abnehmen könnte, dem lieben, stolzen Papa, der so garnicht geschaffen ist, fich mit Sorgen abzuquälen, es nagt
Volkes. „Dagens Nyheter" schreibt: Wir können ebenso gut und ohne Vorbehalt die starke Stellung Deutschlands in Berührungspunkten der Jetztzeit anerkennen, wie in unseren historischen Erinnerungen. Wir find sicher, daß eine Gemeinschaft mit Deutschland uns in keiner Weise Beschwerden machen wird. Wir können uns an das bekannte Königswort halten, daß die schwedischen Waffen und die deutschen Waffen niemals gegeneinander werden gewandt werden.
Stockholm, 3. Aug. Während der Fahrt nach Stockholm hielt der Kaiser an Bord der „Hohenzollern" Gottesdie st ab. Die Fahrt ging an Wisby vorbei, welches der Kaiser mit Jnterefie von der Schiffsbrücke aus besichtigte.
Stockholm, 3. Aug. Der König und die Königin mit Gefolge begaben sich, begleitet vom Minister des Aeußern, v. Trelle, und dem schwedischen Gesandten in Berlin, Grafen Taube, um 8% Uhr an Bord des Königsschiffes. Mit dem „Drott" folgten auch die dem Kaiser Wilhelm attachierten Herren: General Eadd, erster Hofjägermeister Graf Thott, Kommandeur Lagercrantz, Oberst Hult und der schwedische Militär- attachee in Berlin, Kapitän de Schenfeld, sowie die Ehrendame Gräfin Eyldenstolpe und Oberst Kammerjunker Graf F. v. Rosen, die der Kaiserin attachiert sind. Unmittelbar nach der Ankunft der königlichen Herrschaften setzte fich der „Drott" in Bewegung, eskortiert von vier Torpedobooten und unter dem Salut des „Katfell- Helmen" und der auf dem Fluffe verankerten fünf Panzerschiffe, die dem Küstengefchwader und der Seekriegsschulabteilung angehören. Direkt vor Fjäderholeame ankerte der „Drott". Während die Mannschaften in den Raaen auf« enterten, brach die Mannschaft des naheliegenden Stockholmgeschwaders in Hurrahruse aus. Gleichzeitig wurde die „Hohenzollern" beobachtet, die kurz darauf die schwedische Königs- slagge salutierte. Um 9y2 Uhr passierte die „Hohenzollern" unter dem Salut des Stockholm- geschwaders Fjäderholmane und begrüßte den „Drott". Direkt hinter der „Hohenzollern" folgten das Depeschenboot „Sleipner", der Kreuzer „Stettin", sowie ein deutsches Torpedoboot, Die schwedische Eskorte bestand aus den Tor- pedojaagern „Vale" und „Magne" sowie acht Torpedobooten. Die „Hohenzollern" und die eskortierenden Schiffe ankerten in der Nähe des „Drott". Der König und die Königin, der Minister des Auswärtigen v. Trelle, der Gesandte Graf Taube und das Gefolge begaben fich darauf in zwei Booten nach der „Hohenzollern". Um 9 Uhr 50 Min. kamen der König und die Königin auf dem Kaiserschiffe an und gleich, zeitig wurde die schm " ■ <> Königsflagge auf dem Top des Erostr >er „Hohenzollern" unter dem Salut b<v ;rs „Stettin" gehißt. Gleich darauf ging .e Fahri nach Stockholm
an seinem Leben," und Else bleibt stehen und legt beide Hände auf Rudolfs Schultern, wahrend ihre Augen sich langsam mit Tränen füllen.
Der junge Ofsizier steht zur Seite.
„Else," sagt er dann mit gepreßter Stimme, „hältst Du es wirklich für möglich, daß Papa in ernsten Verlegenheiten ist? Ich glaubte eigentlich, es wäre nur der Aerger über die nied? rigen, schlechten Preise, und sollten die Zeiten wirklich nicht bester werden, mein Eott, Bergwitz ist doch ein so schöner Besitz, der sich jederzeit gut verkaufen läßt."
Else fährt erschreckt empor. „Rudolf, wie kannst Du davon so leichtsinnig sprechen, mich überläuft es eiskalt, wenn ich nut an Verkauf denke, das wäre doch gleichbedeutend mit voll- stäirdigem Ruin?"
„Aber, ich bitte Dich, warum denn? Wenn es Papa gelänge, einen Käufer zu finden wie Bernings, er wäre dann die Sorge los, und ich fühle doch so wie so keinen Beruf zum Landwirt in mir."
„Rudolf, tu* mir den einzigen Gefallen und sprich nicht so," bat Elfe, „und vor allem kein Wo» zu Papa, ich glaube, das verziehe er Dir nie Du weißt, wie stolz er auf unfern alten Besitz ist, der schon seit Jahrhunderten sich von dem Vater auf den Sohn vererbt, es wäre sein Tod. roemt Bergwitz je in andere Hände käme. Freiwillig entschließt er sich dazu nie, er müßte denn gezwungen werden und dann überlebt er es nicht; ich meinesteits wäre zu jedem Opfer bereit, um ihm dies zu ersparen."
Rudolf schweigt eine Weile, dann sieht et die Schwester lächelnd von der Seite an. „Auch dazu, einen reichen Mann zu heiraten, wenn et auch nicht — Viktor von Mahlberg heißt?" flüstert er ihr neckend ins Ohr. Sie wird dun- kelrot und macht fich von ihm los. s
„Sei nicht so unvernünftig, Rudi," sagt fie^ ärgerlich. „Doch was reden wir Überhaupt von
weiter. An der Spitze der Flotille gingen die Torpedojäger „Vale" und „Magne"; danach folgte die „Hohenzollern"; das Depeschenboot „Sleipner", der Kreuzer „Stettin", das deutsche Torpedoboot, sowie 12 schwedische Toroedoboote folgten in zwei Linien. Nachdem die Flotille auf dem Fluste vor Anker gegangen war, begaben fich der König und die Königin gleichzeitig mit ihren hohen Gästen um 11 Uhr 50 Min. in der Königsschaluppe nach Lögaard- strappen unter dem donnernden Kanonensalut der verankerten Schiffe. Kaiser Wilhelm trug schwedische Admiralsuniform mit dem Bande des Seraphinenordens, König Gustav trug die deutsche Uniform des Grenadier-Regiments zy Pferde „Freiherr von Derfflinger-Bromberg" mit dem Ordensbande des Schwarzen Adlerordens.
Als der Salut die Ankunft der „Hohenzollern" auf dem Fluste meldete, waren sämtliche in Stockholm anwesende Mitglieder der königlichen Familie im Empfangspavillon versammelt: die Prinzen Wilhelm und Eugen in preußischer Dragonerunifotm und Prinz Karl in preußischer Husarenuniform. Die königlichen Herten trugen das Band des Schwatzen Adlet- otdens. Auf dem Platze vor dem Pavillon waten für die Mitglieder des Stadtrates mit ihren Damen sowie der Preste Sitze reserviert. Außerdem waten anwesend der Staatsminister, der Oberkommandant Stockholms, der Chef der Flottenstation, der Oberstatthalter, b-r Chef für den Stab des Königs und der deutsche Generalkonsul in Stockholm, Krencki. Der deutsche Gesandte Graf Pückler fuhr auf einem schwedischen Torpedoboot dem deutschen Kaiserschiffe bis Vaxhelm entgegen. Nachdem die „Hohenzollern" Anker geworfen hatte, kamen in kleinen Dampf- pinassen die Majestäten mit ihrem Gefolge, bet Minister des Aeußern. v. Trelle, bet beutsche Ge- sanbte, Graf Teube unb die Mitglieder der deutschen Legation an. Um %11 Uhr landete die königliche Schaluppe, die die Kaiserflagge und die schwedische Königsflagge führte und von fieben Ruderern gerudert wurde, mit den Majestäten. In den Kanonendonner mischten fich begeisterte Hurrahruse der ruf den weitgestreckten Kaiplätzen versammelten Menschenmasten und die Hurrahruse von den im Hafen liegenden Schiffen. Als der Kaiser unb bet König ans Land kamen, spielte eine Ehrenkompagnie die deutsche Nationalhymne. Nach der Vorstellung brachte der Präsident des Stadtrates Dr. von Friesen einen Hochruf auf den Kaiser «nd die Kaiserin aus, der mit einem kräftigen Hurrah erwidert wurde. Der Kaiser unterhielt fich kurze Zeit mit Dr. v. Friesen. Der König führte darauf den Kaiser zu der Ehrenkompagnie, die wieder die deutsche Nationalhymne spielte. Darauf bestiegen die Majestäten und die König-
Echtecknisten, die Gottlob nicht existieren; aber fü. Papa wäre mit kein Opfer zu groß," wiederholte sie noch einmal sehr ernst, bann nickte sie dem Bruder über die Schulter hinweg zu unb eilte rasch nach bem Garten hinab, wahrend er langsam nach bem Schlöße zurückkehrt.
4. Kapitel.
Es scheint in der Tat, als hingen dunkle Wolken übet Schloß Bergwitz, unb auch Else hat nack unb nach all ihren Jugenbmut unb Frohsinn verloren sie ist in den kurzen Wochen, seit sie aus bet Pension zurück, um Jahre gereift, still und ernst geworben. Zwei Tage nach Rudolfs Ankunft hatte der junge Mann eine lange Unterredung mit seinem Vater, die aber kaum zu beiderseitiger Zufriedenheit geendet haben mußte, denn der alte Freiherr ließ sich zum ersten Male bei Tisch entschuldigen, und Rudolf hatte mit hochrotem Gesicht das Schloß vcrlasten, sich selbst ein Pferd gesattelt unb war davon gesprengt, wohin wußte niemanb. Else hatte, von Angst und Unruhe getrieben, mehrmals versucht, bei ihrem Vater Einlaß zu bekommen, ober selbst ihr hatte er nicht geöffnet.
Spät am Abend kam Rudolf nach Hause, Else hörte seinen langsamen, schleppenden Schritt im Korridor entlang kommen, der zu seinem Zimmer führte. Ihr war zum Tode bange, was ging vor unb was kam vielleicht nach? Kammlers waren einmal zum Diener bagewesen unb dabei hatte Rudolf seine Bekanntschaft mit Bodo von Kammler erneuert und wie es schien, sehr befestigt, denn es entwickelte sich ein überaus reger Verkehr zwischen den jungen Leuten, der zu Elsens größter Indignation auch von dem alten Freiherrn unterstützt und begünstigt wurde. Herr von Mahlberg hatte Else nicht mehr gesehen, er sei verreist zu einem alten kranken Erbonkel, hatte Rudolf einmal flüchttg geäußert, die alte Freundschaft schien für ihn nicht mehr zu exi-
lichen Hoheiten die Wagen und fuhren die kurze Strecke nach dem Schloß. Laute Hochrufe ertönten, als sich die Wagen in Bewegung setzte« und begleiteten sie bis in den Burghof bei königlichen Schlosses. In den Schloßwölbunge« empfing der Reichsmarschall, der Statthalter de» königlichen Schlosses und der Oberhosmarschall die Herrschaften. Auf der Treppe paradierten Grenadiere mit Fahne und Musik und Trabanten Karls XL Unter feierlichen Zere- monien postierten die Majestäten die Gemächer und betraten die für fie reservierte Zimmerflucht.
Am Nachmittage um 3 Uhr unternahmen die kaiserlichen Gäste, der König und die Königin, der Herzog unb die Herzogin von Södet- manland mit Gefolge eine Spazierfahrt nach Djurgarden. Zunächst wurde bas nordische Museum besucht, wo der Herzog unb bie Herzogin von Westgotland unb Prinz Eugen sich anschlossen. Darauf ging die Fahrt nach Skandsen. Nach der Spazierfahrt nahmen die Herrschaften den Tee beim Prinzen Eugen ein.
Deutsches Nelch.
— Dr. «. Sucanus f. Der Chef des Geheimen Zivilkabinetts des Kaisers, Wirklicher Geheimer Rat Dr. v. Sucanus, ist, wie wir gestern schon kurz meldeten, in der letzten Nacht in Potsdam gestorben. Hermann ßueanus wurde im Jahre 1831 in Halberstadt geboren. Er trat im Jahre 1854 in den Justizdienst ein. 1859 wurde et Hilfsarbeiter im Kultusministerium, 1866 Regierungsrat, 1871 Vortragender Rat, 1878 Ministerialdirektor und 1881 Untersiaatssekretär. 1888 wurde er zum Geheimen Kabinettsrat unb Chef bes Zivilkabinetts ernannt. Bereits 1886 war er zum Wirklichen Geheimen Rat ernannt worden; im Jahre 1888 verlieh ihm Kaiser Friedrich den erblichen Abel. Dr. v. ßueanus war Ehrenboktor der juristischen Fakultät in Göttingen unb bec medizinischen Fakultät der Universität Halle.
— Born Reichskanzler. Die „Nordd Allgem. Ztg." schreibt: Der Reichskanzler hatte gestern in Berlin eine Reihe von Besprechungen, u. o. mit dem Staatssekretär des Inner.-, dem Minister des Innern, bem Botschafter Radowitz, bem Unterstaatssekretär Löbell unb dem Stellvertreter bes Staatssekretärs bes Auswärtigen, Stemrich. — Der Reichskanzler ist mittlerweile nach Norberney abgereift unb auch bort eingetroffen.
— Vom Reichsetat. Die Reichseinnahmen haben im ersten Vierteljahr bes laufenben Etatsjahr-s etwa 56 Millionen Mark weniger ergeben, sIs nach bem Etaisanschlagc zu erwarten t*ar.
— Zur Reichstagsersatzwahl in Preu^ Angermünde. Herr Oberpräsibialrat r. Wiul: -
stieren, bafüt aber war er unerschöpflich in ßob« preisungen feines Freunbes Bodo. Else zog sich ängstlich i nb scheu zurück, wenn bet junge Kammler nach Bergwitz kam, sie halte mit dem feinen Erfühl, bas jeber Frau eigen ist, längst gemerkt, baß man getabe sie in den Vorbergruns zu stellen suchte, unb daß sie auf ben neue« Freund ihres Brubers Einbruck gemacht, ober ein Frösteln überläuft sic "cdesmal, wenn sie fühlt, wie die großen, müden Augen Bodos auf ihr ruhen, bann überkommt sie ein namenloses Gefühl ber Furcht, vor irgenb etwas Schrecklichem, welches ihr broht, unb dem sie nicht entrinnen kann.
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Weber einmal kehrte Vobo Kammler von Bergwitz nach Hause zurück. Der alte Baron Kammler sitzt bei einem Glase Wein unb einer Zigarre in feinem behaglichen Wohnzimmer, als sein Sohn bei ihm eintritt. Er nimmt sich gleichfalls eine Havanna und streckt sich ungeniert auf die Chaiselongue.
„Papa," sagte er, „wenn Du willst, baß ich ein solider Mensch werde unb Güstow übernehme, so verschaffe mir bie Else Hohenbach zur Frau!"
Dem Papa entfiel beinahe bie Zigarre.
„Aber Mensch, was soll ich benn babei tun. Else Hohenbach wäre mir schon recht als Schnür gertöchterchen, ihr alter Abel könnte Deine Stellung in ber hiesigen Gesellschaft sehr befestigen, aber ich kann sie Dir doch nicht kaufen wie ein neues Pfetb oder etwa ein Gut Da scheint es mir doch, als sei es mehr Deine Sache, sie zn gewinnen; hast ja Glück bei den Frauen."
„O was, das zieht bei einem Mädchen wie Else nicht, fie ist stolz und kalt unb nimmt mich nicht des Geldes wegen, gerade eben deswegen e sie mir. Aber boch, Papa, getabe Du fie mir verschaffen, aus ßiebe zu ihrem Vater unb Stuber nimmt sie mich, ich weiß genau, rote tief ber alte Freiherr bei Dt: in