mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Keilagen: ,,Literarischer Anzeiger-, „Landwirtschaftliche Keilage" und „Illustrierter SomrtagsdlM-.
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Marbmg
Frettag. 31. Juli 1908.
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Verlag der „Oberhess. Ztg.*
Zu Bismarcks 10. Todestage.
Am 30. Juli 1898 abends 10 Uhr hat der -roße erste Kanzler des deutschen Reiches das Haupt zur letzten Ruhe geneigt und ganz Deutschland in tiefe Trauer versetzt. 18 Jahre sind vergangen seitdem Bismarck nicht mehr der Leiter der deutschen Politik ist, 10 Jahre seitdem man in schweren Lagen nicht mehr seinen Rat in Anspruch nehmen konnte. Diese Jahre aber find zu einer glänzenden Rechtfertigung seiner Führung geworden,' denn es gibt kaum ein Gebiet, worin man nicht heute wüßte, daß Bismarcks Wege die richtigen waren. Immer mehr verbreitet sich die Erkenntnis, daß die Zukunft des Reiches in den von ihm gewiesenen Bahnen liegt. Freilich ist es nicht leicht, der Aufforderung Goethes gerecht zu werden „Was du ererbt von deinen Vätern hast, e r w i r b es, um es zu besitzen." Es ist im Laufe der Jahre Mode geworden, wenn es sich um die Erreichung politischer Ziele handelt, in seiner Begründung möglichst mit einem zustimmenden Worte Bismarcks zu erscheinen. So sehr dies einerseits bezeugt, wie hoch das Ansehen des großen Toten mittlerweile selbst bei seinen früheren e r - bittertsten Gegnern gestiegen ist, nur allzuoft hat es mit dem wirklichen Geiste Bis- marckscher Gedanken nichts zu tun. Um den Geist aber handelt es sich. Mit Bismarckfchem Geiste sollen wir uns erfüllen, wenn wir in seinem ßinne weiter kommen wollen. Gerade für ihn war das Wesen einer Sache alles — die Form wenig oder nichts. Er würde über kurzsichtige Nachtreter am meisten gescholten haben. Die Irrwege, die die deutsche Politik nach Bismarck- Abgang eingeschlagen und jetzt, Gott sei Dank, wieder verlaffen hat, haben wenigstens das Gute gehabt, daß sie durch die Belehrung über das
z (Nachdruck verbot««.),
Else Hohenbach.
Original-Novelle von E. Wald.
(Fortsetzung.)
„Wie wäre es, Leontine," wandte Hohenbach pch an seine Schwester, „wenn wir heute Mittag zu Kammlers hinüberführen und Else präsentierten?"
„Wenn Du es wünschest," sagte Frau von Klaren etwa. gedehnt, „und wenn Els« Lust hat."
Die Genannte hatte anfangs etwas mißmutig die Lippen geschürzt, doch ein Blick auf den Vater ließ sie sofort ihre Miene ändern. „Gewiß habe ich Lust, wenn Väterchen es wünscht," sagre sie rasch aufspringend und neben seinen Stuhl tretend.
Der alte Herr nahm ihre Hände zärtlich in die seinigen. „Mein gutes Kind! So bleibt es dabei: wir fahren heute Mittag nach Güstow: a propos, da haben wir gestern einen Besuch verpatzt: bei der Heimkehr fand ich eine Karte vor, wie war doch der Name, Leutnant von Mahlhof — Mal—"
„Mahlberg, Papa." Else richtete sich rasch auf, eine helle Röte flog über die reizenden Züge. „Leutnant von Mahlberg war mein ritterlicher Begleiter, ohne besten Hülfe ich gewiß nicht heil und gesund hierher gekommen wäre, ich erzählte Dir ja schon von ihm, Väterchen, er ist ein intimer Freund von Rudi!"
„Ah ha, ich erinnere mich: es tut mir leid, daß wir nicht zu Hause waren. Wir möchten Herrn von Mahlberg einmal mit zu Tisch bitten, liebe Leontine, denke bet Gelegenheit daran."
Falsche das Wesen des Richtigen klarer und Heller haben hervortreten lasten. Heute ist der Name Bismarcks ein Programm für uns geworden. Freudiger Stolz erfüllt uns wenn wir uns erinnern, wie er unwandelbar das Ziel der Größe des Reichs im Auge haltend, es verstand, die Feinde draußen zum Schweigen und zur Anerkennung zu bringen, wie er klug und behutsam das schwere Werk der Einigung der zahlreichen Stämme unseres Vaterlandes zu einem mächtigen Reiche vollführte und den Traum der besten unserer Väter zur Erfüllung brachte. Der Name „Bismarck" bedeutet: Einheit des Reiches und Größe. Da müsten alle inneren Parteiungen schweigen. Und daß das deutsche Volk imstande und gewillt ist, einer Regierung die im Sinne Bismarcks durch Festigkeit nach außen und Unabhängigkeit von Tagesströmungen im Innern, dieErötze und den naturgemäßen Fortschritt des Vaterlandes kräftig und ohne Scheu fördert, zu folgen, haben die letzten Reichstags- wahlen zur Genüge bewiesen.
Wenn gerade in diesen Tagen Bismarcks Name so oft mit dankbarer Bewunderung genannt wird, so wollen wir hoffen, daß er stets die Augen aller Deutschen wie ein nationales Wahrzeichen auf sich zu richten vermöge zum Nutzen und zum Heile des geliebten Vaterlandes. Bismarcksäulen und Denkmäler sind gut, bester ist ein nieverlöschendes Denkmal i m H e r- zen des Volkes, dem er seine ganze Kraft geweiht hatte. -th.
Eine englische Friedens-Kundgebung.
London, 29. Juli. Schatzkanzler Lloyd George trat gestern abend gelegentlich der Versammlung des Friedenskongrestes in der Oueenshall mit warmen Worten für ein besseres Einvernehmen mit Deutschland ein. Leider wurde die Rede des Schatzkanzlers wiederholt durch Frauenrechtlerinnen gestört, deren etliche 20 im Laufe des Abends nach und nach an die Luft gesetzt wurden. Die wichtigsten Sätze in der Rede des Schatzkanzlers wurden von der Versammlung mit großer Begeisterung ausgenommen, besonders als er an dis Anwesenden die Frage richtete, warum nicht auch Deutschland in den Kreis der Freunde Englands eingezogen werden sollte. Nicht die Deutschen haben diese Hetzerei angefangen, sagte der Schatzkanzler, sondern wir! Wir hatten eine übermächtige Flotte und waren gegen jeden Feind gesichert. Aber wir waren noch nicht zufrieden, wir bauten „Dreadnoughts". Wozu? Keine andere Macht baut« welche. Man mutz sich einmal die Lage Deutschlands vergegenwärtigen, fuhr der Schatzkanzler fort. Für Deutschland bedeut- tetdie Flotte das selbe wie für uns. Dabei ist diese Macht zwischen Staaten eingekeilt, welche zusammen mehr Truppen ins Feld stellen können. Ist es da ein Wunder, wenn sich Deutschland Sorge macht wegen neuer Allianzen? Dar-
Else ist plötzlich ganz aufgeregt, sie trippelt unruhig hin und her.
„Bitte, Pappa, beurlaube mich jetzt, ich möchte ausreiten, oder begleitest Du mich?"
„Nein, Kind, ich habe etwas zu schreiben: aber nimm Franz mit —"
„O, Susty ist goldsicher und Pluto bewacht mich, ich reite lieber allein: adieu Tantchen, adieu Papa!" Sie küßte den Vater, nickte der Tante Leontine zu und eilt, ein Liedchen trällernd, ins Schloß. *'■
Im Korridor springt ihr Pluto entgegen, sie faßt den zottigen Freund beim Kopfe und verbirgt ihr rosiges Gesichtchen mit den frohen strahlenden Augen in den langen seidenweichen Haaren.
„Siehst Du, Pluto, er war hier, er hat mich nicht vergesten, er wird auch wiederkommen und dann — und dann." — Wie ein mutwilliges Kind gibt sie den Neufundländer plötzlich wieder frei und stürmt ihm voran die Treppe hinauf, Pluto in langen Sätzen nach, bis sie beide in Elsens Zimmer verschwinden. Am Nachmittag fährt man nach Güstow. Herr von Hohenbach kutschiert selbst. Frau von Klaren lehnt bequem in den weichen Kisten und Else sitzt frisch und lieblich, wie eine Rosenknospe, neben ihr: als der Wagen sich dem Nach- bargute nähert, wendet sie sich zu ihrer Tante:
„Bitte, Tantchen, orientiere mich noch ein wenig über die Familie. Sind Töchter da?"
„Nein, nur ein erwachsener Sohn, der, wie Papa heut schon sagt«, das Gut in allernächster Zeit übernehmen soll: Frau von Kammler ist eine liebenswürdige Dame, mit der es sich recht
verkehren läßt und er — mein Gott, Papa nt ja enthusiasmiert von ihm zu sein, nun,
um ist es unsere Pflicht, die bestehenden Mißverhältnisse zu beseitigen. Es gibt Männer bei uns in bedeutender Stellung und von großer Erfahrung, die völlig unter dem Eindruck stehen, daß Deutschland die Absicht habe, uns anzugreifen, und es gibt Leute in Deutschland, welche in gleicher Weise davon überzeugt sind, daß wir im Begriffe sind, sie zu überfallen, und außer dieser Furcht voreinander bewaffnen wir uns und stürzen uns in eben diesen Konflikt, über den wir beide so erschreckt sind, und vor dem wir beide uns fürchten. (Beifall.) Ehemals zu einer anderen Zeit habe es sich genau so mit Frankreich verhalten. Tatsache sei, daß beide Länder einander fürchteten, daß sie gegeneinanderSchiffe bauen und sich gegenseitig Absichten unterschieben, die gleichermaßen grundlos seien. Das einzig Wirkliche seien die Kosten. Lloyd George schloß mit der Bemerkung, es sei beklagenswert, daß zwei große und fortschreitende Gemeinwesen wie Deutschland und Großbritannien nicht im Stand sein sollten, ein gutes Einvernehmen zwischen sich herzustellen. Wir haben es mit Frankreich, Rußland und den Vereinigten Staaten fertig gebracht, weshalb sollten wir es nicht mit Deutschland können?
t. Deutsches Reich.
— Die Heimkehr des Kaisers. Swinemünde, 29. Juli. Die „Hohenzollern" mit dem Kaiser an Bord ist, gefolgt vom Sleipner, um 8% Uhr morgens unter Salut im hiesigen Hafen eingetroffen. Der Kreuzer Stettin folgte. Die Reise der Hohenzollern hierher hat ohne jeden Zwischenfall einen sehr guten Verlauf genommen. Während des Eintreffens der Hohenzollern und nach dem Festmachen der Jacht wurde der Kaiser, der sich auf Deck befand, von einem sehr zahlreichen Publikum andauernd stürmich begrüßt. wofür er wiederholt aufs freundlichste dankte. Der Kaiser empfing an Bord den Re- .gierungspräsidenten v. Valenttni und nahm 'Meldungen entgegen. — Der Kaiser unternahm nachmittags mit den Herren des Gefolges eine Ausfahrt im Automobil nach dem „Langen Beio" und machte dort einen Spaziergang.
— Besuch des Eroßherzogs von Baden in München. München, 29. Juli. Der Großherzog und die Großherzogin von Baden sind hier ein- getrosfen und vom Prinzregenten, dem Prinzen Ludwig und den Prinzen des königlichen Hauses, sowie von den Ministern usw. empfangen und nach Abschreiten der Ehrenkompagnie zur Residenz geleitet worden. An den Besuch, den die Eingetroffenen alsbald dem Regenten abstatteten, schloß sich eine Eala-Familientafel an. — Der Prinzregent ernannte den Grotzherzog von Baden zum Inhaber des 8. Infanterie- Regiments in Metz, dessen Inhaber auch der verstorbene Eroßherzog war. — Der Grotzherzog von Baden hat dem Prinzen Karl und dem Prinzen Franz Ludwig Ferdinand den Uas- orden der Treue, sowie dem Staatsminister Freiherrn von Podewils das Erotzkreuz des Or- delis Bertholds I. an der goldenen Kette verliehen.
chacun ä son goüt," setzte sie achselzuckend hinzu.
„Kommt Ihr viel zusammen?"
„Die Herren — ja — besonders in letzter Zeit: wie ich höre, soll da nächstens ein grotzes Fest gefeiert werden, irgend ein Geburtstag, die Leut« wollen von sich reden machen und ihr Geld anbringen: doch da sind wir, urteile selbst."
Der Wagen fuhr mit rascher Wendung durch die hohen Steinpfeiler, die den Park begrenzten und hielt gleich darauf vor dem stattlichen Portal: «in paar Lakaien in überreicher goldbetreßter Livree stürzten heraus und noch ehe die Damen ausstiegen, kam auch schon der Hausherr, um die Ankommenden zu begrüßen. Er war ein kleiner dicker Herr, mit auffallend rotem Gesicht. Else hatte mit ihrer Behauptung nicht unrecht, er sah aus, wie ein reichgewordener Metzger- meister.
„Das nenne ich eine freudige lleberraschung," ries er mit lauter Stimme dem Freiherrn entgegen. „Die gnädige Frau gibt uns auch die Ehre, und hier haben wir das zurückgekehrte Töchterchen, allerseits willkommen, meine Herrschaften: darf ich bitten, gnädige Frau?"
Frau von Klaren legte zögernd ihre Hand in den dargebotenen Arm und auch Else hatte einen etwas hochmütigen Zug um die frischen Lippen, als sie mit Papa dem voranschreitenden Herrn folgte.
„Meine Frau ist im Eartensalon, wir nehmen dort stets den Kaffee. Vielleicht ist es den Herrschaften ebenfalls angenehm." —
„Gewiß, gewiß, lieber Baron," kam Herr von Hohenbach seiner Schwester zuvor, „führen Sie uns nur dahin, es ist ja überall schön bet Ihnen." j
„Nicht wahr. Sie finden auch, daß dies Rest
— Eine Verlobung des ältesten Sohnes de» Herzogs von Cumberland? Aus München wird berichtet: In München erwartet man die baldig« Verkündigung der Verlobung des 28jähngea Herzogs Georg Wilhelm zu Braunschweig-Lüneburg, des ältesten Sohnes des Herzogs von Cumberland, mit der fünf Jahre jüngeren Tochter des verstorbenen Erbprinzen Leopold von An- Hali. Sie ist mit ihrer Mutter, der Erbprin- zessin-Witwe, zurzeit in Gmunden aus Besuch.
— Eins Rede des Großadmirals non Köster im Flottenverein. Rostock, 29. Juli. Hier wurde die Landeshauptversammlung des Landesverbandes Mecklenburg vom Deutschen Flottenverein abgehalten. Anwesend waren auch der Präsident Großadmiral von Köster und Vizepräsident Generalleutnant z. D. v. Liebermann. Großadmiral Köster hielt eine Rede, in deren Verlauf er u. a. sagte: Meine Herren! Der Ent- schlutz zur Uebernahme des Präsidiums ist mir nicht ganz leicht geworden. Es ist schwer, Differenzen kurzerhand wieder zu beseitigen, denn charaktervolle Männer sind gewohnt, an ihrer Ansicht festzuhalten. Ich bin mir ferner bewußt, was der Verein unter Führung des Fürsten Salm geleistet hat, mit dem in den letzten Wochen in einem freundlichen Meinungsaustausch treten zu können, mir eine Freude war. Es ist davon gesprochen worden, daß zwei Admirale in leitender Stellung im Präsidium seien. Als Ehrenmänner würden wir nicht in der Lage gewesen sein — ich spreche auch im Namen des Konteradmirals Weber — die Ehrenämter übernehmen zu können, wenn wir uns nicht als freie, unabhängige Männer gefüht hätten. Ich hoffe und erwarte aber, daß das Verhältnis des Flottenvereins zum Reichsmarineamt stets ein gute- fein werde. Bitte, fasten Sie Vertrauen zum neuen Präsidium, prägen Sie unserer heißgeliebten Flagge die Worte ein „Einigkeit macht stark". (Stürmischer, langanhaltender Beifall.)
— Au- dem Flottenverein. Stuttgart, 29. Juli. Der Erbprinz zu Hohenlohe-Langenburg erläßt nach dem „Schwäbischen Merkur"" unter dem heutigen Datum einen Aufruf an die Mitglieder des württembergischen Landesverbandes des Deutschen Flottenvereins, in dem er seinen Dank für das ihm durch die Wahl zum Vorsitzenden bewiesene Vertrauen ausspricht. In dem Schreiben heißt es dann weiter: In der lleberzeugung, daß ein nationalpolitischer Verein nur dann erfolgreich für die Jnteresten des deutschen Vaterlandes wirken könne, wenn et als einheitliche Körperschaft den Willen des Volkes in seiner Gesamtheit darstelle erachtet es der Erbprinz für eine der vornehmsten Aufgaben des württembergischen Landesverbandes, darauf hinzuarbeiten, daß das neue Präsidium, welches versprochen habe, in voller Unabhängigkeit für die Stärkung unserer Wehrkraft einzutreten, in diesem neuen Bestreben eine loyale und vorurteilsfreie Unterstützung finde.
— Der ArbeitskamPergesetzentwurf. Zu der in der Presse aufgetauchten Nachricht, daß der im Februar veröffentlichte Gesetzentwurf von
ganz passabel geworden ist? Ja, es war arg vernachlässigt, es hat mich ein hübsches Stück Geld gekostet, aber ich freue mich jetzt doch, daß ich es erstanden habe. Finden Sie nicht auch, daß Güstow sich sehr verschönert hat, gnädige Frau?"
„Gewiß, die Veränderungen find ins Auge fallend."
Else ^nb, daß das Schloß sehr an Schönheit verloren habe, seit man an allen Ecken und Enden versucht hatte, zu modeln und zu bestem, es machte ihrem schönheitskundigen Auge den Eindruck, als habe man einem alten, ehrwürdigen Herrn eine Narrenkappe aufgesetzt. Sie hatte als Kind viel hier verkehrt und gespielt und war vertraut mit allen Winkeln des Schlosses und doch kam ihr jetzt alles fremd und verändert vor, der Geist des neuen Besitzers sprach aus den prunkvollen Gemächern, di« sie jetzt durchschritten, wie gemütlich und vornehm war es da früher hier! Der Eartensalon war ein kleines achteckiges Gemach, eine hohe Glastür, die weit zurückgeschlagen war, führte nach einer breiten Terrasse und gestattete einen freien Blick auf die schönen alten Baumgruppen und weiten Rasenflächen des Parkes. An di« Tür gerückt, stand ein reich gedeckter Kaffeetisch, eine zarte schmächtige Dame war eben beschäftigt, den duftenden Mokka aus dsr silberne» Kanne in die kleinen Tasten zu füllen. Beim Eintritt der Gäste wandte sie sich um und kam lebhaft auf fie zu.
„Wie freue ich mich, Sie wieder einmal bet mir zu sehen," wandte fie sich an Frau von Klaren, ihr und dem Freiherrn die Hand reichend, „und hier ist Ihr liebes Töchterchen, nicht wahr, Herr Baron?. Herzlich willkommen, li«6e» Kind/ (Fortsetzung folgt.)