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wnnmp^rfT einen groffamgen TrsSlg, indem e» Ihr nach heftigem Endsport gelang, die ersten Preise für sich zu sichern. In der Junioren- Gruppe erhielten Herr Jacobi 1., Herr Kutscher Herr Saul 3. und Herr Dumrath 3. Preis und die vom Bezirk gestifteten Ehrenzeichen. In der Senioren-Gruppe gelang es Herrn Trautsch als ersten und Herrn Boß als zweiten durchs Ziel zu fahren.

* Sommertheater in Marbach. In der heute Abend 8 Uhr stattfindenden Aufführung des Sudermannfchen SchauspielsDie Ehre" find die Hauptrollen mit den Herren Direktor Sie­ger, Lindikoff, Bürlner, Czerny, Ellenzweig und Hencken, und den Damen Bieloff, Lufchek, Ja­cobs, Stenten und Morett besetzt. Als Regisseur fungiert Herr Direktor Sieget.

)( Cine mysteriöse Geschichte. Vor etwa 14 Tagen wurde in der Gemarkung Cappel ein junger Bursche gesehen, der aus einer Zwangs­erziehung entwichen war. Verschiedene male versuchte man, den Ausreißer festzunehmen, doch dieser wußte sich immer seinen Verfolgern zu ent­ziehen. Zuletzt wurde der Bursche, nachdem man ihm wieder auf den Fersen «ar, in der Rühe des Klärbeckens am Ufer der Lahn gesehen. Wie gesagt wird, soll er diese durchschwommen und sich in Sicherheit gebracht haben. Nach anderer Mitteilung soll der Bursche, weil er des Schwim­mens unkundig war, ertrunken sein. Es mag fein, daß das letztere Gerücht dadurch entstanden ist, daß sich der Bursche nicht mehr sehen läßt.

" rafkammer. Am 13. Januar wurde am rg ein junger Mann von hier, der dort tfn fuhr, von einem Lvjähr.Knecht namens Jsnk aus Dilschhausen, der mit einem Wagen dort hinauffuhr, mit der Peitsche ins Auge ge­schlagen. Der Verletzte mußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen und ist bis jetzt wieder so weit hergestellt, es ist jedoch nicht ausgeschlossen, daß das Auge vielleicht doch dauernden Schaden er­litten hat. Vom Schöffengericht, daß sich bereits mit der Sache befaßt, wurde Junk zu 3 WoSien Sefängnis verurteilt. In der heutigen Be­rufungsinstanz machte Junk geltend, daß er ab- stchtlich den Mann nicht geschlagen habe. Dies hätte den Pferden gegolten und ob er dabei den vorbeisausenden Schlittenfahrer getroffen, wisse er nicht. Daß er den Mann noch obendrein in den Schnee geworfen, fei ihm nicht bekannt. Der Besitzer des Fuhrwerks, der auf diHem gesessen, hatte nicht gefthen, daß sein Knecht unterwegs einen Schlittenfahrer schlug. Ihm sei es schon passiert, daß die Schlitten in fein Fuhr­werk hineinrannten. Die Rodler verlangten fo- aar, daß ihnen aus dem Wege gefahren würde. Das Gericht kam zu dem Resultat, daß der An­gabe des Verletzten wohl Glauben zu schenken fei, denn der Verdruß und Aerger, der die Fuhrleute ergreifen mußte, sei leicht begreiflich. Nichtsdestoweniger fei Junk nicht befugt gewesen, blindlings mit der Peitsche zu Magen. 6s blieb bei dem ersten Urteil.

Kirchhain, 28. Juli. Der heute hier statt­gefundene Rindviehmarkt war mit 290 Stück Großvieh und 50 Kälbern befahren. Der Handel ging flott. Der Schweinemarkt war mit 450 Läufer und Ferkel befahren. Der Handel ging bei gedrückten Preisen flott. 56 Wochen alte Tiere wurden mv 2024 JH bezahlt.

A Amöneburg, 27. Juni. Am Samstag, den 25. d. M., abends 8% Uhr, hielt der Privat- fetretäi Ruez hier im Ereibfchen Saale eine Versammlung ab über Besprechen der Regelung des hiesigen Eemeinedenutzens. Kurz nach Ein­leitung der DerfammluiN wurde aber der Spre­cher Ruez von einigen Leuten angegriffen, daß et schließlich die Versammlung schließen mußte. Ob diese Leute glauben, daß sie mit derartigen Ausartungen weiter tarnen als auf friedlichem Fuße bleibt abzuwarten.

. tS3 Schweinsberg, 27. Juki. Gestern Nach­trag 5t/., Uhr hatten sich auf unserem Bahnhofe mehrere hundert Personen eingefunden, um den Bischof von Fulda einen freundlichen Emp­fang zu bereiten. 24 Radfahrer mit schön ge= schmückten Rädern und ebensoviel Reiter waren allein aus Niederklein erschiewen, welche den B^chsf nach dort begleiteten. Die oben er­wähnten Personen waren meistens aus Erfurts­hausen, Rüdigheim, Mardorf und Amöneburg. Arrch aus unserem Städtchen hatten sich viele Leute eingefnnden, um den BiM>f zu sehen.

+ Aus d«m Vreidenbacher Grund, 27. Juli. Am 25. d. M., dem JakÄnstage, hielten die Ge­meinden Niedereisenhaufen und Gönnern ihren ^jährlichenHagelgottesdienst" ab, der im 3"hre 1639 auf Bitten der Kirchspielsbewohner iwn dem damaligen Pfarrer Dornseif einge- fihrt worden ist. Ein schreckliches Unwetter hatte nämlich dis Gegend verhagelt und große Ro^ im Gefolge gehabt. Früher feierten auch die Gemeinden des Kirchspiels Dautphe, die ebenfalls viel betroffen worden waren, das An- benten von dem Unglückstag in gleicher Weise. Man ist aber hier nach und nach davon abge- kommen.

.+ Gönnern, 25. Juli. Hafer rühriger Ge- memderat beschloß in seiner letzten Sitzung den Bau einer Hochdruckwasserleitung, da hier wenig Brunnen und teilweise mit nicht einwandfreiem Wasser vorhanden find.

Frankenberg, 27. Juli. Ein Eisenbahnunfall ereignete sich am ScnnabetÄ Nachmittag auf der Strecke zwischen Haltestelle Schreufa und Bahn­hof Diermünden, indem die Lokomotive des 2.40 ®n nach Torbach abgegangenen Zuges ent­gleiste. Um die glücklicherweise nur mit der Vor­derachse ausgesprungene Maschine wteber flott 8® machen wurde von Marburg ein Gerätewagen remitiert, sodaß gegen 6 Uhr das Verkehrshin- derms beseitigt war. Bis dahin wurde der verkehr durch llmsteigen aufrecht erhalten, wo- »«rch bei den nachfolgenden Zügen eins Verspä­tung vvn ca. 36 Minuten entstand. Personen stÄ> nicht verletzt, auch ist der Materialschaden «»bedeutend. Wie verlautet, soll ein Stein auf den Schienen gelegen «nd die Entgleisung her- beigefühti haben. (Frkb. KE)

Megenhain, 27. Juki. Dem Vernehmen nach ist als Direktor für die hiefige Winterschule Herr Winterschullehrer List aus Fulda der Landwirt- schaftskammer in Vorschlag gebracht worden.

Klffen-Nrlff-M Md NaG-rrMüe,

Gießen, 26. Juli. Der 1840 von Justus von Liebig gegründete Eewerbeverein Gießen hat heute in feierlicher Weise einen Neubau an die von dem Verein gegründete und geleitete Ge­werbe- und Handwerkerschule übergeben. Das Gebäude enthält neben Lehrsälen noch Lehr- werfftätten, eine Bibliothek und Sammlungen für die Zwecke der Schulen und des Vereins. Be­sondere Eh^-ngen wurden dem Vorsitzenden des Vereins Kommerzienrat Heyligenstaet zuteil. Die Strafkammer beschäftigte stch heute mit der blutigen Messeraffäre, die sich nach der Bis­marckfeier auf der Hardt zutrug. Der Friseur­gehilfe Mosbach hatte nach kurzem Wortwechsel den Sohn des Lohnkutfchers Huhn mit einem dolchähnlichen Messer zusammengestochen. Rur durch sofortige Operation in der Klinik konnte der schwerverletzte Huhn gerettet werden. Bei der heutigen Verhandlung wurden 21 Zeugen, meistens Studenten, vernommen. Der Täter Mosbach wurde zu zwei Jahren Gefängnis ver­urteilt.

Friedberg, 27. Juli. Bei dem gestrigen Ge­witter schlug der Blitz in die Hofrarte des Wag- nermeisters Siebert in Langenhain. Stall und Scheune brannten nieder. Dann schlug der Blitz sechsfach in Getreidehaufen auf dem Felde. An den Löscharbeiten beteiligten fich die Feuer­wehren der Umgegend.

Treis a. d. L, 26. Juli. Von der heutigen in Grünberg im Gasthaus zum Hirsch abgehalte­nen Vertrauensmännerversammlung der deutsch- foz. Partei wurde Bürgermeister Benner von hier als hessen-darmstädtischer Landtagskandidat für den Bezirk Grünberg proklamiert.

Kinzenbach, 24. Juli. Der auf dem Wetzlarer Mttenwerk beschäftigte Georg Leute! wird seit Montag, 20. Juli, vermißt.

Hanau, 27. Juli. Die Zigarrenfabrik P. G. Hosse Wwe. stiftete aus Anlaß ihres 100jährigen Bestehens ein Kapital von 60 000 J*. zum Besten hilfsbedürftiger Arbeiter und Arbeiterinnen ihrer Betriebe.

Wiesbaden, 27. Juli. Der Brooklyner MannergesangvereinArion" traf heute Vor­mittag 1 Uhr hier ein und wurde vom Männer­gesangverein Wiesbaden mit demSängergrutz" empfangen. Die offizielle Begrüßung durch die Stadt fand schon heute Vormittag gegen 12 Uhr statt, um welche Zeit sich die Mitglieder des Arion" im Festsaale des Rathauses versammel­ten. Oberbürgermeister v. Jbell begrüßte die Gäste mit einer Ansprache, in der er der Hoff­nung Ausdruck gab, daß die Amerikaner, die schon so viele Eindrücke zu sammeln Gelegenheit gehabt hätten, auch von hier einige freundliche Eindrücke mitnehmen möchten. Seine Rede klang in «in begeistert aufgenommenes Hoch auf die Bereinigten Staaten und das Deutsche Reich aus. Der Vorsitzende des Männergesangvereins Arion", Führer, dankte mit herzlichen Worten für den Empfang und schloß mit dem Wunsche, daß die Beziehungen zwischen Deutschland und Amerika sich immer mehr befestigen möchten.

Hamburg e. d. H^ 26. Juli. Die Hochsaison beginnt, hat doch die verflossene Woche weit über 1000 Kurgäste hergeführt, sodaß die Hotels und Dermietbäuser starken Zuzug erhielten und beinahe voll besetzt find. Mit der hohen Saison hat begreiflicherweise auch die Kurdirektion das Bemühen, di« Kurgäste, welche vormittags nach ihrer Trink- und Badekur Gelegenheit zum Amüsement und Zerstreung suchen, durch geeig­nete Veranstaltungen zu unterhalten.

X Bebra, 27. Juli. Gestern und heute wurde hier die 48. Wanderversammlung des Hessischen Bienenzüchter-Vereins abgehalten. Mit dersel­ben ist auch eine Ausstellung bienenwirtschaft­licher Erzeugnisse verbunden. Die Hauptver­sammlung wurde gestern Abend mit dem Wahl- fpruch:Süß Heil** durch den Vorsitzenden Kimpel-Caffel eröffnet. Der Verein zählt gegenwärtig 800 Mitglieder in 23 Bezirken. Nach Erledigung der sonstigen geschäftlichen An­gelegenheiten schloß fich eine Abendunterhaltung an. In der heutigen Versammlung wurden einige bienentechnische Vorträge gehalten. Als Ort der nächsten Wanderversammlung wnrde Kirchhain gewählt.

Sontra, 25. Juli. Herr Amtsrichter Knaufs uird unsere Stadt am 1. August verlassen, um noch Marburg überzufiedeln, wohin er versetzt ist. Sein Scheiden wird hier allgemein be- dm'.ert. Zum Nachfolger ist Herr Gerichtsassessor Weymar ans Efchwege ernannt worden.

Riederhon«, 26. Juli. Der verheerenden Feuersbrunst, die am Donnerstag hier wütete, find im ganzen 22 Gebäulichkeiten, Wohnhäuser, Stallungen und Scheunen, zum Opfer gefallen. Außer dem Bierschenffchen Gut, das mit Aus­nahme des Wohnhauses fast gänzlich eingeäschert worden ist, wurden betroffen die Familien: Wwe. Gerecht, Maurer Wollenhaupt, Schilde- roth, Wwe. Menget. Reuffurt, Kniese, Gimpel, Kalock, W. Vachmo.r u, Kaiser u. a. Die Scheune des früheren Bürgermeisters Keste ist abge­brannt. Glücklicherweise herrschte Windstille, so­daß es endlich spät abends gelang, dem Weiter- greifen des Feuers Einhalt zu tun. Große Dienste leistete die von der Zuckerfabrik in Tätigkeit gertzte Pump-Einrichtung. Vorgestern noch waren die Ortswehrleute eifrig bemüht, die immer wieder hervorbrechenden Flammen zu löschen. Die Meldung von dem Tod eines polnischen Arbeiters bestätigt fich nicht.

Hersfelb, 27. Juli. In der vergangenen Nacht brach kurz nach 3 Uhr in dem Kesselhaus der Grimmühle Feuer aus, das stch mit rasender Schnelligkeit weiter über das ganze Anwesen verbreitete. Beim Eintreffen der Feuerwehr fanden bereits alle Gebäude mit Ausnahme des Wohnhauses, der Sägewerkes und ein« alten Schuppen» in Flammen und man mußte fich da­rauf beschränken, da, Uebergreffen de« Feuer»

licher Schaden.

(Hers. Ztg.)

Verantwortlich für die Redaktion: J

vr. Phil. Carl Httzeryth itz MiirtzmG

auch auf diese Gebäude zu verhindern. E» »er- brannten Maschinen und Holzvorräte im Werte von etwa 40000 M. Da der Besitzer der Grimm- mühle nicht versichert ist, trifft ihn ein empftnd-

Littseld, 26. Juli. Die Grube Elbertshagen, die seit mehr als 30 Jahren stillgelegen hat, soll wieder in Betrieb genommen werden. Mit dem Aufräumen und Aufbau des Stollens ist schon begonnen worden. Die Grube lieferte damals guten Eisenstein, daneben auch Blei «nd Kupfer; jedoch war die Ausbeute, da der Eisenstein auf der Achse teils zur Kreuzthaler Hütte, teils zur Burgholdinghausener Hütte transportiert wer­den mußte, bei den hohen Betriebsunkosten zu gering. Durch die geplante Bahnanlage MeinerzhagenKreuzthal hofft man nun bes­sere Absatzverhältnisse zu erzielen.

Odenkirchen^ 26. Juli. Da auch in der hie­sigen Gegend die Veranstaltung von Wettrau­chen an Ausdchnung gewinnt, beschlossen die Stadtverordneten, die Lustbarkeitssteuer für derartige Ausartungen auf 300 -st zu erhöhen.

Briefkasten der Redaktion.

Einsender. In dem Artikel befanden fich zwei Sätze, die persönliche Beleidigungen ent­hielten. Damit geben wir uns nicht ab.

reichs und Rußlands, und ich bin wie Eure Ma­jestät davon überzeugt, daß unsere gegenwärtige Begegnung aufs neue den festen Willen der bei­den befremdeten und verbündeten Länder be­stätigen wird, wettzueifern an der Bewahrung und Festigung des Weltfriedens. Ich erhebe mein Glas zur Ehre Euer Majestät und Ihrer Majestät der Kaiserin, Ihrer Majestät der Kai­serin Mutter und der ganzen Kaiserlichen Fa­milie; ich trinke auf die Größe und auf das Glück Rußlands, des Frsrndes und Bundesgenossen Frankreichs!" Der Präsident verweilte bis 10% Uhr an Bord desStandard".

Konstantinopel, 27. Juli. Während sich heute ftüh der Verkehr in Pera und in Ealata ruhig abwickelte, war ganz Stambul in großer Bewegung. Es wurden Versammlungen abge­halten und Umzüge veranstaltet, sowie Deputa­tionen zur Pforte geschickt. Die Publikation der allgemeinen Amnestie und die Entfernung des Marineministers haben zwar etwas beruhigend gewirkt, doch scheint man jetzt die Entfernung der Pildizkamarilla zu verlangen. Heute Abend ist ein Jrade wegen der sofortigen gesetz­mäßigen Wahlen in Konstantinopel und Umge­gend veröffentlicht worden, was etwas zu be­ruhigen scheint. Die Siambuler Straßen, be­sonders vor der Pforte, find von Tausenden von Menschen überfüllt, die ben um 7% Uhr von der Pforte zurückkchrenden Eroßvefier mit stürmt; schen Zurufen begrüßten. Die politischen Sträf­linge sind noch nicht freigelassen, weil die ande­ren Häftlinge wünschen, gleichfalls freigelassen z« werden. Gegen die gemäßigten Zeitungen wurde eine Kundgebung veranstaltet.

Konstantinopel, 27. Juli. Die Zeitung Sebah" erklärt, jetzt müßten die Mächte ihre Resormaktion aufgeben, denn die Verfassung sichere Reformen sür das ganze Reich zn.

Konstantinopel, 27. Juli. Die vom Sultan erlassene Amnestie wurde überall als nnr für die Jungtürken gütig publiziert und ausgeführt. Wegen der übrigen politischen Gefangenen, Ver­bannten und Flüchtlinge herrscht Ungewißheit Aus Saloniki und anderen maztiwnischen Städ­ten wird gemeldet, daß die öffentliche Sicherheit zur Zett nicht bedroht ist.

Eigene Drahtmeldungen der Oberhess. Zeitung Mittags 1 Uhr.

W. Da, mstr. dt, 28. Juli. Zn «berstadt wurde ein ItzjShtiger Lehrling von einem Back- steinwagen totgefahren. Zwischen Emllien- hütte und Schaffenmühle stieß der Fuhrmann Gläser aus Riederramstadt mit einem Automobil zusammen. Der Wagen wurde zertrümmert, das Aut» beschädigt und sämtliche Personen ver­letzt.

W. Köln, 28. Juli. Die »Köln. Ztg." bringt eine Mttteilung aus Fez von der Nieder­lage de» hafidffchen Heere» zwischen Awa und DaLka. Dio geschlagenen Tropen flüchten in der Richtung nach Abba.

W. Stettin, 28. Juki. Zwischen der Di­rektion desVulkan" und der Kommisßon der ausständigen Arbeiter find Verhandlungen im! Gange, die das Ende des Ausstandes erwarten lasten.

W. Konstantinopel, 28. Juli. Zahl, lose Menschenmassen erwarten in Stambul die Freilassung der polttischen Gefangenen. Dir Zöglinge der Militärschule erzwangen fich Au», gang und mißhandelten dabei den Schuldirektor Ismail.

Oeffentlicher Wetterdienst.

Dienststelle Weilburg (Landwitischaftsschuke).

Witterungsausfichten für Mittwoch, bei 29. Juli 1908: Gewitter, morgen wieder Auf. heiterung.

Nahrung für: sowie ^schwächliche, in der Entwidmung zurückgeblieben» Kinder.

Berlin, 27. Jnli. Zu der Wiedererlangung I des Perlenschmuckes der Gräfin Wartensleben I gehen uns v'ch folgende Mitteilungen zu: Die I Nachforschungen, die monatelang mit dem grötz- I ten Eifer betrieben wurden, waren resultatlos I geblieben, bis der Rechtsanwalt der Eräftn Dr. I jur. Hugo Marcuse gelegentlich eines Privatbe- i ltidigungsprozesses seiner Klientin gegen ein I hiesiges Blatt mit Frau Sieger in Verbindung I trat. Er sicherte ihr eine Summe von 10 000 dt I zu und versprach ihr ferner, daß kein Sttasan- I trag gestellt werden sollte, falls sie den Diebstahl I eingestehen und über den Verbleib des I Schmuckes Ausschluß geben wollte. Als Fran I Sieger hierauf nicht einging, übergab derRechts- [ anwalt die Sache einem Prioatdetektivinstttut, I das durch eine Mittelperfon unter Aufrechter- | Haltung des oben genannten Versprechens Fra« I Sieger bewog, die Tat zuzugeben. Die Perlen I befanden fich in Watte verpackt auf der Außen- I fette des Hauses der Eräfisi in einer Mauer- I spalte unterhalb des Fensterbleches. Die Ver- I hastete gibt an. das Collier entroebet zu haben, I weil sie ihrer Herrin einen Schabernack spielen | wollte. Die Kriminalpolizei konnte selbstver- I stündlich die in diesem Falle von privater Seite I angewandten Mittel ihrerseits nicht in An- I Wendung bringen. I

Innsbruck, 27. Juli. Ein Dresdener Tourist I unternahm am Freitag eine Gratwanderung I über die Speckkar-Vettelburgspitze. Da er nicht I zurückkehrte, vermutete man ein Unglück. Man I forschte nach und fand in einer unzugänglichen I Eisrinne Hut und Eispickel des Touristen, sowie I große Blutspuren. Die Leiche liegt 100 Meter I tief an einer fast unpassierbaren Felsenschlucht. I Eine Bergungsexpedttion ist abgegangen. I

MarMmchk. Hi

Frankfurt, 27. Juli. «SetteibemarlO. ES not.: Weizen bief. u. Wetterauer Mark 21,5021,60, kurbeff. Ml. 21.50-21.60, norbdeuticker Mk. 2150 M8 21.60, russischer Mark 24 0025,00, Redwinter Mark 00,00-00.00, KansaS Mark 00,0000,00, La Match Mark 28,2524,00, Rumänischer Mark 03,00-00,001 Roggen, hiesiger Mark 18.6519,00, bayer. Mark 60,0000.CO, russischer M. 00,0000,00, amerikanische» Mark 00.00-00,00, Gerste, hiesige Mark 00,00-00,00, Mälzer M. 00,00-00,00, fränkische M. 00,00-00,00, Riedgerste M. 0,00-00,00, ungarische M. 00,00-0,00, Hafer, hiesiger Mk, 16,7517,00, Rumän. Mk. 00,00 bi» 00,00, bayr. 16,75-17.00, Rust. Mk. 00,0000,00, Amerikan Mk. 60,0000,00. Mais, Donau M. 00,00 feil 00,00, Nuss, 00,00-00,00, Laplata Mk. 16,3016,50. AlleS p. 100 Kilo netto effektiv loco feier. ES notieren: Weizenmehl, hies. Nr. 0 M. 29.7530.00, feinere Marken M. 00,0000,00, Nr. 1 M. 28.7529.00, feinere Marken Mk. 00,0000,00, Nr. 2 Mk. 27.75 bil 28,00, feinere Marken Mk. 00,00-00,00, Nr. 3 Mk. 27,2527,50, feinere Marken Mk. 0,501,00 höh. «r. 4 Mk. CO,CO00,60, feinere Marken Mk. 0,000.00 höh. Roggenmehl, hiesiges Str. 0 Mk. 28 0028,50, Nr. 1 MI. 2600-26,50, Nr. 2 Mk. 22,00-22,50. Alles per 100 Kilo inkl. Eack. Futterartikel ruhig« Es notieren: Weizenschalen Mk. 10,2510,50, Weizenkleie Mk. 10,25-10,50. Roggenlleie Ml. 11,00 bil 11,25, FuttermehlMk.13,0000,00,Biertreber, getrocknet Mk. 12,5012,75 je nach Qualität. Alles per 100 Kllo netto effektiv loco biet.

letzte Nachrichten.

Friedrichshafen, 27. Juli. Die Reparatur­arbeiten des beschädigten Zeppelinschen Ltfft- schiffes find nahezu beendet. 4 Waggon; Was­serstoffgas sind hier eingetroffen.

Willemstad, 27. Juli. Der niÄerlöndische Gesandte de Reus erhielt heute die telegra­phische Aufforderung, sofort nach Holland abzu­reisen.

Pari», 27. Juli. In dem Prozesse gegen die nackten Darstellungen auf der Bühne wurde der Direktor des Little Palace zu drei Monaten, die Darstellerinnen der dort gespielten Pan­tomime zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt.

Stockholm, 27. Juli. Der schwedische Gesandte zu London teilte dem Ministerium des Aeußern mit, daß nach einer Nachricht vom Maharadscha von Nepal an ihn, man vor drei oder vier Mo­naten in einem Orte an der Nordgrenze Nepals gewußt habe, daß Sven Hedin kurze Zett vorher bei Diagotsch, möglichweise bei Schigatze ge- wesen sei. Er hätte die Absicht gehabt, über Ejangtso Indien zu erreichen, sei aber von den tibetanischen Behörden gezwungen worden, auf dem gleichen Wege, den er gekommen, wieder zurückzukehren. Der Maharadscha habe ver­sprochen, sich wegen weiterer Nachrichten über Sven Hedin zu bemühen.

Reval, 27. Juli. An Bord der Kaiserlichen JachtStandard" fand heute Galatafel statt, in deren Verlauf Kaiser Nikolaus fich zu folgendem Trinkspuch erhob:Ich empfinde ein lebhaftes und wirkliches Vergnügen, Herr Präsident, Sie in den russischen Gewässern willkommen zu hei­ßen, und ich lege Wert darauf, Ihnen herzlich zu danken für Ihren Besuch, den ganz Rußland als ein neues Zeugnis für die Bande aufrichtiger und unveränderlicher Freundschaft anfieht. Ihr Aufenthatt unter uns davon bin ich überzeugt wird zur Wirkung haben, daß diese Bande noch enger werden, und daß der feste Wille der beiden befreundeten und verbündeten Länder, wettzueifern an der Erhaltung und Festigung des Weltftiedens aufs neue ins Licht gerückt wird. Ich trinke auf Ihre Gesundheit, Herr I Präsident, und auf den Ruhm und das Gedeihen I Frankreichs." Präsident Falliöres erwiderte: I S». Majestät konnte nicht an der großen 1 Freude zweifeln, die es dem Präsidenten der I französischen Republik bereiter würde, Eurer I Majestät in den russischen Gewässern den Herz- I kichen Gruß Frankreichs zu überbringen. Ich I schließe Ihre Majestät die Kaiserin, deren An- I Wesenheit zu dem Glanze dieses Festes die An- I mut fügt, in die Gefühle em, die ich mich freue I Ihnen auszusprechen. Ich danke Ew. Majestät | für die Worte, die Sie soeben ausgesprochen ha- I ben, und ich bin glücklich, hiermit Eurer Moje- I stit die Gefühle ständiger und treuer Freund- I schäft zu bekräftigen, die unsere beiden Volker { verbindet. Dieser für die Wahrung de» gemein- I Famen Interesses so glücklich geschlossene Bund I empfängt die kostbare Weihe der Zett. Er ist I in Europa eine Bürgschaft des Gleichgewichtes. I (fr wird fortbttuexu zum größten Wohle Frank- |

Bestbewährte ; gesunde und magen­darmkranke

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