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Marburg itnb Umgrgrnd.

Der Znckerverbrauch in Deutschland hat eine stetig wachsende Zunahme aufzuweisen ge- habt. In den Jahren von 1871 Lis 1876 wur­den in Deutschland auf den Kopf der Bevölker­ung im Durchschnitt jährlich 6,0 Kilogramm gebraucht, in den Jahren 1881 bis 1886 schon 7.0, im Durchschnitt der Jahre 1891 dis 1896: 10,6 und im Jahre 1903/04 17,2 Kilogramm. In dreißig Jahren hatte sich demnach der Zuckerver­brauch in Deutschland nahezu verdreifacht. Von der Höhe des Jahres 1903/04 war er im Jahre 1906/07 etwas heruntergegangen und zwar auf 16,8 Kilogramm. Es ist anzunehmen, daß et später wieder steigen wird. Schon einmal ist «ine Zunahme im Konsum zu der Zeit beobachtet worden, als die Zuckersteuer ermäßigt wurde. Eine derartige weitere Ermäßigung steht aber schon für das nächste Jahr bevor, nachdemReichs- tag und Bundesrat einem Gesetze ihre Zu­stimmung gegeben haben, in dem di« Zucker­steuer von 14 auf 10 M für 100 Kilogramm er­mäßigt werden soll, sobald ein Reichsfinanzgesetz zustande gekommen sein wird, das bei Reichskasse einen Ertrag von 35 Millionen Mark sichert.

Mahlberg die Hand:Nochmals meinen Dank und"

Auf Wiedersehens schallte es zurück, dann zogen die Pferde an und in schlankem Trabe bog der Wagen in die Chaussee ein, die nach Berg­witz führte.

Welch süßes Geschöpf," murmelte Victor von Mahlberg, dem Gefährt nachsehend, bis es in einer Staubwolke verschwand. Fast zärtlich blickte er auf Elsens kleines Sträußchen herab, das er ins Knopfloch gesteckt, dann drückte er die Mütze tiefer in die Stirn und schlug den Weg nach der Stadt ein.

Else fuhr indessen in raschem Trabe Bergwitz zu, die hohen Kirschbäume zu beiden Seiten der Chausiee standen in voller Blüte, hin und wie­der trieb der laue Frühlingswind einen reichen Blütenregen in ihren Schoß, eine Lerche schwang sich jubilierend hoch oben am blauen Aether, fie blickt um sich, fie kennt jeden Baum, jeden Strauch, der am Wege stand, links dehnen sich schon die weiten Wiesenflächen, die zu Bergwitz gehören, da drüben von der Weißdornhecke hat fie manchesmal einen Zweig mit in ihre Stube genommen, und nun taucht auch schon der rote ftitze Kirchturm auf, und dahinter der hohe Giebel des Pfarrhauses, umgeben von blühen­den Bäumen und Büschen. Noch ein kurzer Feld­weg, dann biegt der Wagen in eine lange Lindenallee ein und schnurgerade auf ein gast­lich geöffnetes hohes Gittertor zu, hinter dem, vngeben von blühenden Blumenparterres und alten Baumgruppen ein stattlicher Herrenhaus sichtbar ward.

Mit einem Ruck halten die Jucker an der Freitreppe, auf der untersten Stufe steht ein mietet, vornehm aussehender Herr, der dem beimkehrenden Liebling freudig zuwiukt, und

<Nachdruck aller Origmalartikel ist gemäß 8 18 de« Urheberrechts nur mit der deullichen Quellenangabe .Oberhess. Ztg.' gestattet.)

lachend und weinend liegt Else gleich darauf in den Armen ihres Vaters. (Forts, folgt.)

Tie Vordereifel.

Von Prof. I. Flach in Neuwied a. Rh.

Wer zu Schiff rheinabwärt fährt, fieht, wenn er fich Neuwied nähert, zur Rechten die Höhen des Unterwesterwaldes, zur Linken die Vulkan­berge der Vordereifel (in ihr liegt der be­rühmte Laacher See) einladend herüberwinken. Komm", rufen fie dem Rheinfahrer zu, darum hkißt es in Neuwied ans Land gehen und zu­nächst zu den Höhen des Unterwesterwaldes emporsteigen. Der folgende Tag sei dann einem Ausflug in die Vordereifel gewidmet. Man fährt mit der Bahn über Andernach nach Rieder- wendig und geht von dort in einer Stunde nach dem Laacher See, oder man wandert vom Kranenberge bei Andernach meist durch Wald in dreistündigem Marsch nach dem See. Am waldumkränzten Ufer desselben erhebt fich jetzt ein Holzgerüst, der Lydiaturm, von dem man eine entzückende Aussicht aus das schimmernde Oval des Sees und die ihn umgebenden Krater­berge hat. Der Blick schweift bis »um Drachen­fels im Siebengebirge. Alsrheinisches Para­dies" wird ja d s reizende Fleckchen Erde be­zeichnet, welches Aartal, Laacher See und Sie- oengebirge bilden. Längs de» Sees weiter­gehend, gelangen wir endlich zum Hotel Maria- Laach (dicht dabei die berühmte Abteikirche) und hatten auf der Terrasse mit Ausblick auf den See wohlverdiente Rast. Hebet Rieder- wendig mit feinen interessanten unterirdischen Lavabrüchen kann man dann über Andernach wieder nach Neuwied zurüÄehren, wo uns unser fteundlicherWirt noch manche andere genußreiche

« fru Ein- und Ausfuhrwerte find im I sichern und die Freiheit seines Handelns völlig le«£ntTtA#n nnrh ben Noriahrswerten berechnet, I zu binden, den Ärzicht auf jebe gerichtlicheSnt- ^«llo b?i dem starken Abschläge vieler Leibung forderte und auch erlangte Auch die RnrlV'linJr erbeblicken Ermäßigung. Der Ein- | weitere Vertragsbedingung, daß die Verpflicht ^brEr^erreickte im "ersten ^Halbjahr, wovon ung des Beklagten dann eintreten, soll, wenn am den ^nen Warenverkehr 4160 und 4344 | das Engagementsverhältnis °us irgendnnem MillionenMark im abgelauftnen Jahr und auf I Grunde gelöst werden sollte, stehe'«tt,den gute« Edelmetalle 143 gegen 79 Millionen entfallen. I Sitten nicht im Einklang. Nach der Fassung Der Ausfall von 121Millimien Mark trifft 15 dieser Bestimmung umre nämlich der Vekto^e imn 19 Tarifabschnitten. Größer als die ganze I an seine Verpflichtung, die ihn für dtt Dauer e»n«6me ist di- Li»t»d- fci E<^>I,->>!-- d«- I d'-i 2-»^ in!°i»»^-w»bl.ch-n $*Wt Men Erreuanissen mit einem Verluste von 63 | ihr Verhalten einen gerechten Grund zur fcnenIJFw« iS! J?-? I Lösung des Vertrages gegeben hätte,

talle und Waren daraus nahmen um 62 Mill. Mark zu davon Geld um 61 Millionen. Auch unedle Metalle und Waren daraus «Wen eine Wertzunahme von fast 19 Millionen Mark trotz der Abnahme der Eiseneinfuhr um fast 11 Millionen Mark, da bei den geringeren Kupfer- preisen mehr Kupfer bezogen wurde (4- 26,5 Millionen Mark). Auch die Ausfuhr ließ gegen das Vorjahr nach, ihr Wert betrug nur 3303 egen 3345 Millionen Mark, die Abnahme also 42 Millionen Mark. Spinnstoffe und Ware« daraus erfuhren einen Verlust von rund 54 Millionen Mark, chemische Erzeugnisse einen solchen von rund 15 Millionen, Gold eine Min­derung um 22 Millionen Mark, lleberhaupt zeigen 11 von 19 Abschnitte« Einbußen. Unter den Abschnitten mit einer Zunahme find hervor­zuheben Erzeugnisse der Land- und Forstwirt­schaft (+ 16 Millionen), unedle Metalle und Waren daraus (+ 31 Millionen, wovon auf Eisen fast 25, auf Kupfer 7,7 Millionen Mark entfallen) Maschinen, elektrotechnische Erzeug­nisse, Fahrzeuge (+ 27 Millionen, wovon Ma­schinen mit 22, elektrochnische Erzeugnisse mtt 177 Millionen Mark beteiligt bei einem Aus­fall von fast 15 Millionen bei Fahrzeugen). Die vorläufigen Menge« und Werte konnten be- I

teils imReichsanzeiger" vom 17. Juli 1908 I M $et wiebet in Reval. Reval, 25. Juli, veröffentlicht werden. I $ie KaiserjachtStanbart" mit dem Kaiser und

Eine Konkurrenzklausel als Verstoß gegen I her Kaiserin von Rußland ist heute früh acht die gute« Sitten. DerKöln. Ztg." entnehmen I auj bei hiesigen Rhede eingetroffen, wir folgendes interessantes Eerühtsurteil: E,n ** 3tt{awi#e«funft Falliäres mit dem Zaren. Oberingenieur der einem Stahlwerk in Oester- I " ~ berilicker Verabfchie-

-eich erklärte in dem schriflich abgefaßten Dienst- Stockholm 26. MiRach herzlicher «era^ch« »ertrage mit feinem Ehrenworte folgende Ver- düng von der Kon'glichen^milietst vergrast pflichtung zu übernehmen: dent der Republik Fallräres auf dem Torpedo-

Sollte mein Engagementsvertrag aus ir- I bootszerstörerEasfini" nach Reval abgereist, gendwelchem Grunde gelöst werden, so werde ich * Die englischen Flottenmanöver find zrem- fir einen Zeitraum von drei Jahren nach mei- I ^ch unerwartet abgebrochen worden. Die beiden «em Austritt in keinem anderen Unternehmen, Gegner, Lord Beeresford als Angreifer und das Werkzeugstah" oder Geschosse erzeugt, Stell- Konteradmiral Brigdeman als Verteidiger ha- «ng nehmen, auch für eine solche Unternehmung fich überhaupt ncht gettoffen. Der letztere nicht arbeiten oder ihr meine in meinet jeWn leine Verstärkungen aus dem Atlan-

^laubn^s hierzu eingeholt und erhalten zu find Mißverständnisse hinsichtlich des Manöver- Haben. Ich verzins, was meine vorstehende I planes vorgekommen. Flotte«, die sich nicht Verpflichtung betrifft, auf gerichtliche Ent- erreichten!

fcheidung." I * Marokko. Paris, 25. Juli. Ans Fez wird

Mit der Behauptung, daß der Oberingenieur I gemeldet, Mulay Hafid habe seine Abreise auf- gegen diese Konkurrenzflausel verstoßen hatte, I geschoben, weil ihm in einem aus Tanger einge- .. Hatte das Stahlwerk gegen ihn mit dem An- Eenen und angeblich von dem ehemaligen trage gerichtliche Klage erhoben, ihmi bei An- Kriegsminister des Sultans Abdul Rfis, El , > drohung von 1000 J*. Geldstrafe für i eben Fall I herrührenden Schreiben nahegelegt wor-

£«?T tiSämS '"die fich mit^r Ser- den sei, Fez nicht zu verlassen, weil er den Be­stellung von Geschossen, sowie von Werkzeugstahl I such der europäis^n ^Vertreter erhalten wure. befassen. Das Landgericht hatte der Klage statt- Casablanca, 25. Juli. Dn Sultan Abdul gegeben während der 9. Zivilsenat des Kölner I Afis ist am Donnerstag in Eochradjadja, das Oberlandesgerichts durch Entscheidung vom 17. I etwa aus der Hälfte des Weges von Casablanca Juni d. I. die Klage abwies. Das Oberlandes- I ne$ Umerrebia liegt, angekommen. Er erwartet gerrcht ist der Anstcht. daß die Konkurrenzklausel I q0?ng emt den Shragna- und Tadla- gege« die guten Sitten verstoße und deshalb I Stämmen %Wig sei. Einen Verstoß gegen die guten totammcTL Eilen erblickt das Gericht vor allem in bei Bindung durch ein Ehrenwort, weiter in dem im voraus erklärten Verzicht auf gerichtliche Entscheidung und in der äußerst rigorosen Be-

< stimmung, daß die Verpflichtung des Beklagten ««treten sollte, wen« sein Engamentsverhält- i " 97 %ili

ins aus irgendwelchem Grunde gelöst werden I arv«rst z/. Ju .

sollte. Es verstoße gegen die guten Sitten, zur I )( Universität. Im Senatssaale der Uni- Sicherung der Einhaltung einer Verpflichtung, I eerctät atn Sonnabend die Rektorwahl für die für den bindenden Teil mit rechtserheblichen . Amtsjahr 1908/09 statt. Gewählt wurde

Folgen verbunden war, die Verpfandung des Professor bet deutschen Sprachwissenschaft

Ehrenwortes zu fordern und zu geben. Richt I V i h «nirettor des germanistischen

minder müsse es als ein Verstoß gegen die guten und Literatur »^ Direktor des germanip^n

Sitten angesehen werden, wenn die Klägerin, Seminars Geh. Reg -Rat Prof. Friedr^ um die ihr gegenüber ehrenwörtlich «bernom- Man teilt uns mit, dag Prof. Dr. Kohl E mene Verpflichtung des Beflagten noch mehr zu I Gesundheitsrücksichten den Austritt aus oern

Lehrkörper bei hiesigen Univeifität vom Kuttus- miniftet erbeten hat und daß diesem Gesuch statt- Mgeben ist.

)( Zur Bahnhofserweiterung. Die Arbeiten zur Vergrößerung unseres Hauptbahnhofs sind jetzt soweit vorgeschritten, daß man sich ungefähr ein Bild machen tonn, wie derselbe nach seiner Vollendung aussehen wftd. Die Battenlage des Hauptperrongebäudes ist jetzt soweit fettig und nehmen die Arbeiten einen raschen gottgang.

* Katholische Gemeinde. Der Bischof von Fulda wird eine Firmungsreise nach dem Deka­nat Amöneburg antreten, die, lautFuld. Ztg." bis zum 5.*August dauern dürfte. Kaplan Ar­thur Hilden in Marburg ist vom 1. August an wegen besonderen wissenschafttichen Studien auf ein Jahr beurlaubt worden. An seine Stelle ttitt Kaplan Vinzcnz Neumann aus Neustadt.

)( Freiwillige Feuerwehr. Die auf heut« Montag Abend besttmmte Hebung des 2. und 3. Löschzuges beginnt um 7 Uhr.

Eommertheater in Marbach. Der Dienstag (28. Juli) btingt einen interessanten Theater­abend, nämlich die Aufführung von Suder­mannsEhre." Der Erfolg, der die Premiete dieses Werkes seinerzeit am Lessing-Theater in Berlin krönte, hat sich in vollem Umfange als nachhaltig erwiesen. DieEhre" beherrscht nach wie vor das Repertoire aller guten Bühnen. Was den Wert biefes Schauspiels ganz beson­ders erhöht, ist der Umstand, daß echte wirkliche Menschen in temperamentvollen, fesselnden Be­gegnungen einen Konflikt miteinander austra­gen, bet nicht «grübelt, sondern dem Leben ab­gesehen ist. Jeder Aft bringt eine Steigerung, das ganze Werk ist von tiefster Wirkung und enthält schwere, aber unendlich dankbare Aus­gaben für de« Darsteller. Nachdem das Steger- sche Ensemble fich bereits auf dem Gebiete bet ernsten Muse wohl »eibiente Lorbeeren errang, darf man wohl auf die morgen Abend statt­findende Aufführung derEhre" große Erwar­tungen setzen.

)( Buchdrucket - Zusammenkunft. Der Be­zirksverein Marburg des Verbandes bet Deut­schen Buchdrucker hielt gestern hier seine Bezirks- Versammlung ab, wozu sich auch die Mitglieder aus den zugehörigen Druckotten, wie Herborn, Dillenburg, Sttatzebersbach usw., fast vollzählig eingefunden hatten. In Gemeinschaft mit diesen wurde nachmittags ein Ausflug über Spiegels­lust nach der Weintrautseiche veranstattet, bei dem sich die Teilnehmer vorttefflich unterhielten.

)( De» Stoturheilverein hielt gestern unter zahlreicher Beteiligung seiner Mitglieder im Licht- und Luftbad sein diesjähriges Sommer- und Kinderfest ab. Dasselbe nahm einen in jebet Hinsicht schönen Verlauf.

Für Bahnreisende. Folgende Mahnung an die Reisenden wird in derRrdd. Allg. Ztg." veröffentlicht: Bekanntlich werden in ben Abor­ten der V-Zugwagen und vierachfigen Abteil­wagen der preußisch-hessischen Staatsbahnen Handtücher und Seife zum unentgeltlichen Ge­brauch gehalten. Es ist nun bemerkt worden, daß Handtücher auch zum Reinigen des Schuh­zeugs benutzt und dann aus dem Fenster und selbst in die Aborttrichter geworfen weichen, «ährend die zur Aufnahme getauchter Tücher bestimmten Drahttörbe in jedem Raum vorhan­den find. Solche Ungehörigkeiten könne« von dem Zugpersonal nut selten sestgesteltt und noch weniger verhindett werden. Die Eisenbahnver- waltung ist auf ein verständnisvolles Verhalten des leisenden Publikums angewiesen. Vielleicht genügt dieser Hinweis, um die Einrichtung, die von den Reisenden als eine Wohltat empfunden wird, vor weiterem Mißbrauch zu schützen.

* Bom deutschen Turnfest. Der A.T.V. be­teiligte sich am 11. deutschen Turnfest mit zwei Musterriegen, eine nm Barren mit Schwung­brett (Oberstuft), eine an zwei Pferden (Unter­stufe), ferner 3 Faustballmannschaften, einer Tamburinball- und einer Eilbotenmannschaft. Die Resultate der Wettspiele sind: Faustball I siegte gegen A. T. V. zu Breslau 86:67, gegen A.T.V. zu Berlin 81:61, unterlag gegen A. T.

Eifeltour vorschlagen wird. So gelangt man schon von Neuwied aus in iy2 Stunde zu einem recht anziehenden Punkte: der Rauschermühle. Gemahlen wird dort nichts mehr: es ist eine vortreffliche Restauration da. Hebet tausend abgesprengte schwere Basaltblöcke hin sprudelt und rauscht das Flüßchen Rette im baumum- giünten Tal. Die Lieblichkeit des Ortes empfand auch 1836 Fttedrich Wilhelm IV. von Preußen, der bei Gelegenheit eines Manövers die Rau- schermühle betrat.Ach, hier wollen wir Hütten bauen, hier ist es schön," sagte der König zu sei­nem Gefolge. Allein in der Vordereifel mit ihren merkwürdigen Kraterbergen, Schlössern und malerischen Burgruinen könnte man eine Reihe von Tagen verweilen, um alle Herrlich­keit auszukosten. Die Kreisstadt Mayen mit ihrem Altertumsmuseum (Station der Bahn­linie Andernach-Riederwendig-Gerolstein) wird jetzt viel von Touristen besucht. Sehr lohnend ich auch ein Besuch derHohen Acht", 746 Meter hoch. Jmmmermehr erschließt fich auch die hohe" Eifel dem Verkehr: Höhenwege find be­zeichnet, Wege durch Täler gebahnt, Echüler- und Studentenherbergen errichtet worden. Ge­rade der wanderlustigen Jugend fei die hohe Eifel, wo man tüchtig marschieren muß, emp­fohlen. Von Engländern und Holländern wird fie viel besucht. Der bald erscheinende große Eifelführer wird den Touristen sehr willkommen fein. Man kann mtt vollem Recht die Eifel (zwischen Rhein, Mosel, Saar und Ur gelegen) als den abwechselungsreichsten Teil des ganzen rheinischen Schiefergebirges bezeichnen. Erst durch den neuzeitlichen Verkehr find ihre hervor­ragenden landschaftlichen Schönheit«« in weiten Kreisen bekannt geworden.

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V. Gothia-Halle 58:60. Faustball H siegte gegen Lehrerturnverein Breslau 65:51 und gegen A. T. V.Alemannia"-Darmstadt. Faustball III siegte gegen Turnverein Metz 40:38, unterlag gegen A. T.V.Rugia"-M8nchen 48:57. Im Tamburinball siegte A.T.«. Marburg gegen Turngemeinde Bockenheim H 67:66, gegen A. T. V.Suevia"-Bonn 96:60. Zum Fünf- kämpf hatte der Akademische Turnbund 16 Teil- nehmet gestellt. Unter den 2400 Teilnehmern erhielt auf 104 Punkte ben 4. Preis E. Welz (A. H. Arminia-Berlin, Sieger in Nürnberg) als erster aus der Reichshauptstadsi. H. Bremer- Lübeck (A. H. Göttingen) erhielt auf 98 Punkte den 11., O. Jungclaußen-Lübeck (A. H. Göt- tingen) auf 83 Punkte den 38., W. Allers-Karls- ruhe (A. H. ,,Hasso-Rhenania"-Heidelberg) auf 76 Puntte den 52. Preis. Im Ringen der Nicht­wetturner erhiett Otto Büren (A. T. V. ,,Suevia"-Bonn) in der ersten Gruppe den ersten Preis.

)( Ins Wasser stürzten gestern Abend in der Rähe der Bahnhofsörücke zwei Jungen, die an der Stelle, wo jetzt ein Weg gebaut werden soll, übersetzen wollten. Einem Arzt aus der chirur­gischen Klinik gelang es, die beiden Kinder «ns dem Wasser zu holen.

)( Ein Schwindler, der fich am Sonnabend hier aufhielt und einzelne Leute dadurch z« brandschatzen versuchte, daß er angab, er sei auf dem Frankfurter Turnfest mittellos geworden und könne nicht nach Hause, wurde imMassen- quartier" im Arbeitskaufe untergebracht. Der angebliche Murner" konnte fich durch keinerlei Papiere ausweisen.

p. Marbach, 26. Juli. Das heute vorn hik- figen Turnverein veranstaltete Sommerfest nahm bei zahlreicher Beteiligung einen schönen Verlauf. Im Anschluß an einen Festzug fand im Garten des Hotels zu« deutschen Kaiser Konzert, Schauturnen und Tanz statt.

4- Schröck, 26. Juli. Am heutigen Tage fand hier unter großer Beteiligung vo« Rah untz Fern die Primizfeier des aus hiesigem Orte ge­bürtigen Kaplans Horn ftatt

Oberwalgern, 26. Juli. Das heute hier abgehaltene Misfionsftst war vr-n wett über 1000 Andächtigen aus den umliegenden Ort- schäften besucht. Ansprachen hielten Pfarrer Spannuth-Treisbach und Pfarrer Heermann- Marburg. Durch die Mitwirkung des Posaunen- chors aus Ebsdorf erfuhr das Fest eine wesent­liche Verschönerung. Wegen des später eintre- tenben Regens mutzte der Gottesdienst abgebro- chen werden.

][ Lohra. 26. Juli. Dem Straßenarbeiier I. E. Diefenbach von hier, ein alte; Frankrei­cher, wurde das Allgemeine Ehrenzeichen Aller­höchst verliehen. Straßenmeister Pfuhl von Marburg händigte dasselbe heute Nachmittag dem Dekorierten in Gegenwart der umwohnen-! den Arbeiter der Sttaßenverwaltung und dem, Vorsitzenden des Kriegervereins, auf dessen An­regung die Auszeichnung erfolgt ist, aus.

]§[ Münchhausen, 26. Juli. Sin trauriger Gedenktag ist der 26. Juli d. I. für das Rach­bardorf Laisa. Vor 40 Jahren, am Sonntag, den 26. Juli 1868, wurde fast das ganze Dorf, durch Feuer zerstört. Etwa 120 Wohnhäuser, Scheunen und Stallungen wurden damals total' eingeäschert.

A Anzefahr, 25. Juli. Kaplan August Seifert wurde zum Kaplan in Flieden ernannt.

Kirchhain, 25. Juli. Kuratus Rudolf, ffiebei in Lettgenbrunn wurde zum Kuratus in Kirchhain und Kuratus August Enau in Kirch­hain zum Kuratus in Lettgenbrunn, Kreis Gelnhausen ernannt. Kaplan Aug. Günther in Amöneburg wurde vom 15. August ab »um FrLhmesser in Naumburg, Kr. Wolfhagen, be, stimmt. ' ,

Neustadt, 25. Juli. Kaplan Wilhelm Reuß in Hilders übernimmt die hiesige Kaplan- stelle.

Erfurtshauseu, 26. Juli. Ein alter Wunsch wird in diesem Sommer endlich in Er­füllung gebracht, indem die Teilstrecke der Ver- bindungsstraße zwischen Erfurtshausen und Schweinsberg, der sogenanntegrüne Weg" als Chaussee ausgebaut wird. Diese Verbesserung wird allseitig freudig begrüßt, war doch diese nicht chaussterte Sttecke bisher bei nassem Wetter stets eine heikle Sache für die Fuhrwerke.

Eifa (Kr. Biedenkopf), 26. Juli. Dem Ee- meinderechner Gastwirt Wilhelm Reibeit wurde das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen.

Bottenhorn, 25. Juli. Gelegentlich des am Sonntag hier abgehaltenen Bezirksfeuer­wehrfestes kam es zwischen Festteilnehmern von hier und Frechenhausen zu einer Schlägerei Einer der Verletzten, ein hiesiger Einwohner, ist jetzt an den Folgen gestorben.

G* Frankenhain bei Treysa, 26. Juli. Die heutige hiesige Kirschenkirmes stand dank des schönen Wetters unter einem besonders gütest Stern, so daß die Besucher in gewohnter Weise aus ben umliegenden Städtchen und Dörfern zu Fuß und zu Wagen in großen Scharen nach un­serer hochgelegenen, obstreichen französischen Ko- lonie geströmt tarnen.

KOs-Rchsa «nd Ärchösr^'.rr.

Sand bei Fritzlar, 25. Juli. Der Landwirt und frühere Zimmermeister H. Bubenheim von, hier.hat sich in der Echutzhütte seiner Sandgrube erhängt. !

Melsungen, 24. Juli. In dem benachbarte» Dorfe Heßlar wurde am heutigen Morgen bei 16jährige Sohn bes dortigen Landwirts Koerner erschossen hinter der Scheune des väterliche« Hau-