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-allenberg, 15. JuN. Auf eine Kreuzotter Ließ ein mit Mähen beschäftigter Mann aus dem sog. „Dumel", die sich gegen ihn erheben wollte, als auch schon ein wohlgezielter Schlag aut den Kopf dem Lien des giftigen Reptils ein Ende machte. C» maß 58 bis 30 cm.

Neustadt (M.-W.-B.), 15. Juli. Ein von hier gebürtiger Amerikaner, welcher kürzlich hier zu Besuch war, gab jedem Kinde seiner zahl­reichen Verwandtschaft 2n M. Darunter waren 2 Familien, welche 160 und 140 <M. erhielten. Die betreffenden Eltern waren sehr erfreut über diese autzeretatliche „Teuerrngszulage".

♦ Speckswinkel, 15. Juli. In unserem in einer guten Stunde von Station NeustM aus leicht zu erreichenden Orte wird nächsten Sonn­tag und Montag das diesjährige Kreiskrieger- Verbandsfeft für den Kreis Kirchhain verbun­den mit der Fahnenweihe des hiesigen Krirger- vereins abgehalten. Die Delegiertenversamm­lung findet bereits früh um 14II Uhr in der Sommerfchen Gastwirtschaft statt. Wir ver­weisen auf das diesbezügliche Inserat.

Ziegenhain, 15. Juli. Der älteste Einwohner von Kurhessen, der im 102. Lebensjahre stehende Landwirt Johannes Völker in Nieder-Joffa, ist gestorben.

Berleburg, 15. Juli. Gestern Nacht 2 Ahr gelang es dem Fürstlich Wittgenstein-Berleburg- fchen Forstanwärter Adolf Klingspor zu Balde und dem Gendarmen Jabive zu Erndtebrück, einen lange gesuchten Wilddieb in der Person des Landwirts Afflerbach zu Balde dingfest zu machen. Letzterer war im Begriff, einen frisch- «rngeschossenen Vock und ein Reh seinem Hehler auf dem Rade zuzuführen, als ihn die genann­ten Beamten in der Nähe von Erndtebrück faß­ten und nach kurzer Gegenwehr, wobei Affler» buch sein Messer zog, überwältigten und dem Gefängnis in Erndtebrück zuführen konnten.

G. Nidda (Oberhessen), 15. Juli. Die Er­richtung eines Bismarckdenkmals auf der „Deunde" ist soweit gediehen, daß, wenn irgend' möglich, am 30. Juli, dem lvjährigen Todestage des Altreichskanzlers, die feierliche Erundstein- lrgung vor sich gehen soll.

Hsssen-Nassau und NaGrrMeir.

Weilburg, 15. Juli. Am Montag wurde die Leiche eines feit Samstag rermißten Fräuleins aus der Lahn geländet.

Frickhofen, 15. Juli. Beim Heumachen trank der Sohn des hiesigen Bürgermeisters, ein Mann von 32 Jahren und ein Knabe von sechs Jahren aus einem kleinen Wiesenbach Wasser, an dessen Genuß beide gestorben sind. Es dürfte dieser traurige Fall eine Warnung sein, nicht aus jedem Bach Wasser zu trinken.

Frankfurt a. M., 15. Juli. Bon nachmittags 4 Ahr ab turnten auf dem Festplatze die Kna­ben- und Mädchenabteilungen des Gaues Tur­nerschaft Frankfurt a. M. Abends folgte in der Festhalle die Hauptprobe zu dem Festkonzerte, welches der Sängerbund Frankfurt a. M. und die Frankfurter Sängetoeteinigung zu Ehren der deutschen Turnerschast am 20. d. Mts. ver­anstalten werden. Das Podium füllten ca. 1800 Sänger und ein aus 120 Künstlern zusammen­gesetztes Orchester. — Zu Ehren der mit den amerikanischen Turnern zum Turnfest nach Franffurt herübergekommenen Amerikariege veranstaltete die Frankfurter Turngemeinde «inen Kommers.

Frankfurt a. M., 15. Juli. In der gestrigen Stadtverordnetenversammlung wurde die Vor­lage, nach der sich die Stadt mit 750 000 «M. An­teilscheinen und llebernahme der Bürgschaft an der Gesellschaft zum Bau und Betrieb einer Automobilstraße im Taunus beteiligt, mit. 44 gegen 4 sozialdemokratische Stimmen zur Prüf­ung an einen Ausschuß verwiesen.

'Schmalkalden, 15. Juli. Den Mädchenmo'd bei Schwarza betreffend macht die Staatsan­waltschaft inMeiningen bekannt,daß am28.Juni aus der Irrenanstalt in Hildburghausen 2 Zucht­haussträflinge entwichen sind, der Steindrucker Jahn aus Lichte bei Wallendorf und der Haus­diener Wittmann aus Sonneberg. Gegen beide find bereits Steckbriefe erlassen worden. Die Bekanntmachung besagt, daß nicht ausgeschlossen ist, daß einer dieser Flüchtlinge mit dem Morde in Zusammenhang steht.

• Bad Nenndorf, 15. Juli. Dem früheren Landwi'tschaftsminister v. Podbielsft, der nach beendet»: Kur heute auf sein Gut zurückkehrt, brachte oer Bund der Landwirte in der Graf­schaft Schaumburg, unter Führung des Landrats eo.t Ditfurt, gestern nachmittag: eine herzliche Ovation. Die Landwitte zogen mit ihren Frauen, Musik voran, zum Schlößchen, dem Quartiere Podbielskis, wo Landrat von Ditfurt ihn in einer Ansprache fe.erte. Dieser sprach in längerer Rede seinen Dank aus und wandte sich dann noch speziell an die Frauen als die wichtigen Hüterinnen des Hauses. Leine Rede schloß mit Hoch auf die Landwirtschaft.

Eisenach, 15. JuS. Die junge Fra« einte Arbeiter» goß Petroleum in das Herofeuer. Die Kanne explodierte, und im Ru stand die Fran in Flammen. Ein zur Hilfe kommender Mann erstickte zwar das Feuer, verletzte sich jedoch auch an den Händen. Die Frau wurde schwer verletzt in» Krankenhaus gebracht. An ihrem Aufkom» men wird gezweifelt.

Darmstadt, 15. Juli. Die Schützer Fehde ist nunmehr als beigelegt zu betrachten, da nach den Verhandlungen mit Minister Braun die Gemeinde Schlitz stch bereit erklärt hat, die Jagd freihändig auf 6 Jahre an den Grafen Görtz zu dem auf 1000 J*. erhöhten Jagdpreise zu ver» geben, während andererseits Graf Görtz dann nachgegeben hat, daß er auf da» eigene Jagd­recht verzichtet, falls er in der Gemeinde Schlitz Eeländeankäufe über 300 Morgen machen sollte.

Unpolitische Tagesnachrichten.

Würzburg, 15. Juli. Das Schwurgericht ver­urteilte nach zweitägiger Verhandlung die Ban­kiers Karl Lippert und Eduard Stein wegen be­trügerischen Bankerotts und einfachen Ban- kerotts, sowie wegen Unterschlagung von Depot» in Höhe von 36 000 M unter Annahme mildern­der Umstände zu 3 bezw. 2%, Jahren Ge­fängnis.

Düsseldorf, 15. Juli. Vorgestern Nachmittag find drei Knaben im Alter von 7, 6 und 4 Jah­ren beim Spielen am Berger Ufer in den Rhein gestürzt. Während die beiden älteren Kinder erttanken, konnte das jüngste von einem Matro­sen eines vorbeifahrenden Dampfers gerettet werden.

Barmen, 15. Juli. Die Ehefrau des Fabrik­arbeiters Müller goß auf den brennenden Petroleumofen Petroleum auf. Die Kanne ex, plädierte,' die Frau wurde von den Flammen er­faßt und derart verbrannt, daß fie nach kurzer Zeit starb.

Wissen, 15. Juli. Der Bergmann Jörg aus Marienhausen, der auf ®rüe Friedrich Schüsse angesetzt hatte, stürzte dabei in den Schacht, so daß er an den Verletzungen bald starb.

Eine schwer Grubenexplofion. Borbeck, 15. Juli. Auf der Zeche Carolus Magnus ereignete sich heute Nachmittag eine schwere Grubenexplo- fion. Bisher sind 10 Tote geborgen. Das Un­glück ereignete sich heute mittag gegen 3 Uhr auf der fiebenten Sohle in der Dynqmftkammer. Bisher wurde der Steiger Spitznaht und der Bergmann Reu tot zu Tage gefördert. Ein Schwerverletzter wurde in das Krankenhaus ge­bracht. Drei Verletzte konnten ihre Wohnungen auffuchen. Weitere Tote sind noch in der Grubt; doch läßt stch die Zahl derselben noch nicht fest­stellen. Die Herausschaffungsarbeiten werden dadurch erschwert, daß auf der llnglücksstelle alles in Trümmer gegangen ist. — Nach neueren Meldungen ist eine weitere An.,..hl von Toten geborgen worden. Zur Zeit arbeiten Rettungs­kolonnen von Essen, Borbeck usw. auf der Un- glücksstelle. Der Umfang des Unglückes ist noch nicht abzusehen.

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Hochschulnackrichten.

X Gießen. Zwei neue Privatdozenten haben fich an der Gießener llniverfität habilitiert: Dr meb. Anton Citzenfrey, Assistenzarzt bei Prof. v. FranquS an der Frauenklinik für das Fach der Geburtshilfe und Gynäkologie, und Dr. phil. Erich Beschke, Asfistent bei Prof. Nau­mann am chemischen Institut, für das Fach der Chemie.

Letzte Nachrichten.

Berlin, 15. Juli. Das deutsche lenkbare Mi­litärluftschiff unternahm gestern Abend 8 Uhr unter Führung des Hauptmanns Georgs mit mehreren Personen bei starkem Westwinde einen Ausstieg. Es manöverierte zunächst in einer Höhe von 150—200 Metern unmittelbar über dem Standpuntte des Jnspetteurs der Verkehrs- truppen Generalleutnants Frhr. v. Lyncker, der das Luftschiff vor dem Aufstieg besichtigt hatte. Alle Steuerungen, narnentlrch auch die Höhen- steuerung, arbeiteten vorzüglich. Es folgten Manöver in einer Höhe von 400—500 Metern, wobei das Luftschiff gegen einen 12 m starken Wind erfolgreich anzukämpfen vermochte. Nach­dem dann die Fahrt bis über den Tegeler See ausgedehnt worden war, kehrte das Luftschiff an seine Aufstiegstelle zurück.

Köln, 15. Juli. In einem Berliner Tele­gramm der „Äöln. Ztg." heißt es: Der „Temps" hatte gemeldet: Der türkische Botschafter in Berlin habe den Befehl erhalten, die deutsche Regierung zu bitten sich mit den anderen Re­gierungen in Verbindung zu setzen, um auf Bul­garien wegen der Bandenbewegung einen Druck auszuüben. Durch diese Meldung soll offenbar der Eindruck hervorgerufen werden, als ob es sich hierbei um besondere Schritte der Pforte in Berlin handle, während tatsächlich ein Rund­schreiben an alle Mächte gerichtet wurde. In

diesem wird abermals und -war «ft größtem Nachdruck die Bitte ausgesprochen, die Machte möchten bei Bulgarien, Serbien und Griechen­land Schritte tun, damit diese Staaten von einer Unterstützung des Bandenwesens Abstand neh­men, durch die allein die Unruhen verursacht würden. Der englische Vorschlag zur Unter­drückung de» Bandenwesens wurde Überall freundlich aufgenommen und kann auch in Kon­stantinopel auf grundsätzliche Billigung rechnen.

Köln, 15. Juli. Der „Köln. Ztg." zufolge ist abends das letzte der acht Opfer der Katastrophe an der Südbrücke geborgen worden. Die Be­erdigung erfolgt morgen Nachmittag.

Friedrichshafen, 15. Juli. Zu dem Unfall des Zeppelinschen Luftschiffe» wird in Er» ganzung anderer Nachrichten noch gemeldet: Das Luftschiff wurde beim Hinausbringen aus der Halle infolge falschen Manöverieren» des neubeschafften Schleppbootes und des dadurch veranlaßten Reißens des S,,leppseiles vor An­gehen der Motore vom Winde gegen die eiserne Ballonhalle getrieben. Bei dem heftigen An­prall brach das vordere linke Höhensteuer und der Propelle, wurde beschädigt. Der Luftschiff­körper selbst blieb unverletzt und bewies damit seine außerordentliche Widerstandsfähigkeit. Eine abgerissene Hallenplanke stieß ein Loch in dis Stoffbekleidung und in die Gaszelle an der Spitze. Alle übrigen 16 Gaszellen blieben völlig intakt. Die Reparatur des Luftschiffes erfordert etwa 14 Tage. Da hierzu alle Gas­zellen entleert werden müssen und die Be­schaffung einer neuen Gasfüllung etwa drei Wochen dauert, können die Fahrten früher nicht ausgenommen werden.

Borbeck, 15. Juli Nach neueren Feststellun­gen über die bei dem Grubenunglück auf Zeche „Carolus Magnus" Verunglückten wurden bis 8V4 Ahr abends 8 Tote und 8 zum Teil schwer­verletzte Personen geborgen, Drei Mann be­finden sich noch in der Grube. Man vermutet, das, sie tot find.

Innsbruck, 15. Juli. In Nordtirol ist ein heftiger Wettersturz eingetreten. Auf den Ber­gen liegt bis zu 2000 Meftr dichter Neuschnee.

Dover, 15. Juli. Die Untersuchung über die Ursachen des Unfalls auf dem englischen Unter­seeboot ergab, daß Petroleumgase aus einem be­fetten Rohre ausgeströmt waren. Der Defekt war durch hohen Seegang verursacht worden. Alle durch das Gasolin betäubten Mannschaften erholten sich inzwischen.

Eigene Drahtmeldungen der Oberhess. Zeitung Mittags 1 Uhr.

IV. Odde, 16. Juli. Der Kaiser konnte einen heute angeordneten länger:« Ausflug nicht unternehmen. Für morgen ist dir Abfahrt nach Bergen vorgesehen. Die Ankunft dort er­folgt um 5 Uhr.

W. Lissabon, 16. Zuli. In der Depu- ttertenkammer wurde der Ausbruch der Bubo- nenpest in Terceiro (Azoren) bestätigt. 4 Per­sonen find bereit» gegeben, eine Anzahl er­krankt. Die Regierung trifft Borfichtsmaß- regel«.

W. London, 16. Juli. Wie aus Newyork gemeldet wird, will der Kriegsminifter de« Kongreß eine Forderung von 1 Mill. Doll, für den Bau von Luftschiffen #*> zur Küftenver- teidigung unterbreiten. Da der Kongreß im Borjahre eine Forderung von 250 006 Doll, für ähnliche Zwecke ablehute glaubt man jetzt, daß mit Rücksicht auf die Erfolge Zeppelin» die Vor­lage genehmigt wird. Als Luftschiffstationeu find Boston, Rewyork und Santiago in Aussicht genommen,

IV. London, 16. Juli. De Anlage eines Kriegshafens bei Rosyth ist endgültig abgelehnt.

Getreide'Wschrttbericht

der Preirberichtstelle des Deutschen Landwirt- fchaftsrats vom 7. bis 13. Juli 1908.

Während der obgelaufenen Berichtswoche hat sich die Stimmung auf dem Weltmärkte weiter befestigt. Anlaß dazu gaben ermäßigte ameri­kanische Ernteschätzungen und die auf eine ver­minderte Leistungsfähigkeit hinweisende Tat­sache, daß die Siouäte in erster und zweiter Hand kaum halb so groß find, als zu Beginn der vorigen Exportsaison. Dazu kommt noch, daß infolge eingeschränkter Leistungen sämtlicher Be­zugsgebiete das nach Europa schwimmende Wei­zenquantum neuerdings stark abgenommen hat und eine Ergänzung der durch längere Kaufent­haltung geschwächten Bestände seitens der euro­päischen Exportländer vorerst nicht in Aussicht zu nehmen ist. Die deutschen Märkte, deren Preise sich ohnehin unter Bezugsparität halten, vermochten sich diesen Erwägungen keineswegs zu entziehen, zumal die Überall hervortretende Nachfrage, namentlich für gute Qualitäten, in den schwachen Angeboten des Inlandes keine Befriedigung findet. Infolgedessen hat sich der Absatz von ausländischer Ware zuletzt lebhafter

«staSet, während bte Importeure für die iw -en Konsum übergehenden Mengen nur btt wesenttich höheren Preisen Ersatz schaffen konn­ten und daher mehrfach im Berliner Lieferung», geschifft Deckung suchten. Durch den zuletzt ein» getretenen Umschwung zu günstiger Witterung, deren Fortdauer für den jetzt allgemein be, ginnenden Roggenschnitt zu wünschen wäre, wurde die feste Tendenz Zeineeroegs erschüttert. Die Bestände von altem Roggen bestehen meist aus mangelhaften Qualitäten, die von den Mühlen ^ungern gekauft werden, später aber zum Vermischen mit dem neuen Gewächs votteil» haste Verwendung finden dürften. Für gute Ware, die nur spärlich anzutreffen ist, wurden höhere Preise bewilligt. Im Lieferungsgeschäft war Juli durch Begleichungen, zu denen die Er­wartung baldiger neuer Zufuhren Wajj gab, gedrückt, während Septemberlieferung, durch Einkäufe der Provinz und durch Mangel an russischem Angebot gestützt, ihren Wertstand be« hauptete. Hafer ist in Anbetracht der ungün­stigen Ernteausstchten keineswegs dringend an- geboten, trotzdem von diesem Artikel scheinbar noch größere Vorräte vorhanden find; der Absatz an den Konsum gestaltete sich bei teilweise ge­besserten Preisen etwas lebhafter. Im Mais» handel hat die amerikanische Festigkeit ein wei­teres Anziehen der argentinischen Forderungen veranlaßt. Auch für russische Futtergerste sind die Preise weiter gestiegen.

Es stellten stch heute die Getreidepreise in Mark pro 1000 Äilogr. an den nachgeuaunten Orten, wobei dai Mehr (+) bezw. Weniger (—) gegenüber der Vor­woche in Klammern 0 beigefügt ist, wie folgt:

Weizen Roggen Hafer

Berlin 217 (4-1) 187 (4-2 > 178 (+1)

Leipzig 216 (+1) 194 (-2) 158 (-)

Hamburg 212 l > 182 1-4) 176 '—)

Mannheim 219 (4-2*/,) 194 f—) 170 (4-1)

Frankfurt a.M. 215 (4-2*/, > 192*/, 175 (-)

Briefkasten der Redaktion.

Ein Bürger. Vielleicht genügt eine Meldung an maßgebender Stelle, um zu bewirken, daß der Brunnen am Wilhelmsplatz wieder Wasser gibt. Daß dies ein Bedürfnis ist, wird wohl niemand bestreiten.

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Ein rosig jattet, teinet Teint: Die mensch­liche Eesichtshaut besteht bekanntlich aus Meinen Zellen, die in den unteren Schichten weich und durchsichtig find, oben aber abblättern, nachdem sie zu Schuppen eingetrocknet find. Sobald die» fer Vorgang merklich wird, erscheint die Ober­fläche hart, schwielig, verlieft ihre Durchsichtig« leit, es ergeben sich jene Erscheinungen, die man gemeinhin einen schlechten unreinen Teint nennt. Tritt gar eine Verstopfung der Talgdrüsen hin­zu, so fühft die Reizung zu Bildung von Pusteln, Knötchen, Finnen, Mitessern. Diesem liebel wirkt allein die von der Firma Bergmann u. Co, in Radebeul-Dresden hergestevte Steckenpferd, Lilienmilch-Seife (Schutzmarke: Steckenpf. d) entgegen. Die Seife ist von völlig neu<--Iei Beschaffenheit und der Zusatz von Borax bewirkt eine schnelle und beinahe unmerkliche Abstotzuna der unreinen Oberhaut und erweist sich somit bet einer dauernden Anwendung als unbedingt zu­verlässiges Mittel zur Erhaltung eines rosigen, zarten und reinen Teints. Die Sieckenpferd- Lilienmilch-Seife ist in beit meisten Apotheken, Drogerien und Parfümerien per Stück 50 Psg. zu haben.

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Oeffentlichek Wetterdienst.

Dienststelle Weilburg (Landwirtschaftsschule). Witterungsaussichten für Freitag, den 17. Juli 1008. Vorwiegend trübe, etwas kühler, mehr­fach Regenfälle. i

2MT- Der heutigen Auflage unserer Zeitung liegt bei ein Prospekt von Max Schröder, Bank­geschäft in Hamburg.

Verantwortlich für die Redaktion:

Dr. phil. Carl Hitzeroih in Marburg. 1

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