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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

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Marburg

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Sonntag, 12. Juli 1908.

Die JnsertionSgebühr beträgt für die 7a«spaltene Zeile

oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 80 Pfennig. <n ÄrtflTA Druck und Verlag: Joh. Ang. Koch, UniversttätSbuchdruckeret * *' Inhaber Dr. L.Hitzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon55.

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Erttes Blatt.

Umschau im Ausland.

-Die großen englischen Seemanöver in der ßtordsee, die ziemlich demonstrativ als eine Kundgebung gegen uns geplant worden sein sollen, machen den Engländern wenig Freude »nd Ehre. Man kann aus ihnen wohl den Ein­hruck gewinnen, daß die englische Marine über gewaltige Eefechtswerte und große Technik ver­fügt, doch stellen sie dem Geist, der unter dem Offizierkorps, und besonders unter den Führern herrscht, das denkbar schlechteste Zeugnis aus. Trotzdem alle Gäste und Berichterstatter, die sonst an Bord der Kriegsschiffe die englischen Seemanöver mitzumachen pflegen, diesmal strengstens ausgeschlossen worden sind, hallt die englische Presie wieder von dem Streit, der zwi­schen dem Oberstkomma,Gierenden der Manöver- flotte Beresford einerseits und seinem Unter­gebenen Admiral Percy Scott und dem Chef der Admiralität Sir John Fisher andererseits ent­brannt ist. Die Nachrichten können nur aus Marinekreisen selbst stammen, die ebenfalls in zwei Lager, für und wider Beresford, geteilt sind. Die Spannung zwischen dem Chef der Admiralität und dem Oberstkommandierenden ist schon alt und auf Meinungsverschiedenheiten über Fragen der Organisation der Flotte zurück­zuführen. Beresford macht der Admiralität den Borwurf, daß sie die nötige Verstärkung der Flotte nicht mit der erforderlichen Energie be­treibe und soll in einem Memorandum an die Flottenverwaltung festgestellt haben, daß er mit der unter seinem Befehl stehenden Flotte nicht imstande sei, die Sicherheit Großbritanniens gegen einen fremden Angriff zu gewährleisten. Sein Zwist mit Admiral Scott soll darauf be­ruhen, daß dieser sich geweigert habe, einen Be­fehl Beresfords auszufübren, der einen Zusam­menprall zweier Schiffe zur Folge gehabt hätte. Die für den Oberstkommandierenden nicht gün­stigen Auslassungen der P.esse sind mit Vorsicht aufzunehmen, da diese wegen seines strikten Be­fehls die Berichterstatter diesmal auszuschließen, auf ihn nicht gut zu sprechen ist.

Während im Norden unseres Vaterlandes der Streit der englischen Admirale tobt, fühlen sich südlich unserer Grenzen die schweizer Müller durch die Zollrückoergütungen, die die deutsche Regierung unseren nach der Schweiz Mehl aus­führenden Müllern zugute kommen läßt, benach­teiligt und behaupten, daß diese Rückvergütung eine im Verkehr zwischen Deutschland und der Schweiz nicht zulässige Ausfuhrprämie darstelle. Die Interessenten in beiden Ländern find daher scharf aneinander geraten und drohen mit einem Zollkrieg. Trotzdem beide Regierungen eifrig bemüht find, den Streit gütlich, vielleicht durch ein Schiedsgericht, zu schlichten, sieht es vorläufig noch nicht danach aus, als ob die Schweizer von ihre r intransigenten Haltung zurückgekommen find.

Unter denjenigen Fragen der äußeren Poli­tik, an denen wir nicht ganz unmittelbar betei­ligt sind, sieht jetzt die mazedonische Frage an der Spitze. Großes Aufsehen haben die von der

Zwei schöne Marburger Lieder.

Das erste:Alles herbei, ihr lieben Leute", noch der Melodie:Deutschland, Deutschland über alles," das andere:Ei wen wählt man wohl noch in den Ausschuß hinein", nach der Melodie:Ei was braucht man denn mehr wie glücklich sein."

Nus dem Fest der Handwerker.

Gesungen aus dem Maskenball der Marburger Kasino-Gesellschaft, d. h. nur das erste, das andere nicht, weil es nicht auf der Orgel war.

Gedruckt in diesem Jahr.

Mitgeteilt von L. Müller.

Al» herbei ihr lieben Leute, Hier gibt s allerlei zu seh'n. Nur das Neueste von heute Alles wahr und wunderschön. Stadtrat. Juden, Federsäger), Und was andres sonst gescheh'«, Als herbei, ihr lieben Leute, Hier gibt's allerlei zu seh'n.

An dem Spiegelsluster Wege, Waren einst der Brücken zwei,

*) Schottsches Patent,

Bossifchen Zeitung" zu rechter Zeit in dankens­werter Weise veröffentlichten bulgarischen Ee- heimakten gemacht. Sie zeigen, daß da» eng­lische Balkankomitee und somit die englische Balkanpolitik sich vollständig von Bulgarien ab­hängig gemacht hat, demjenigen Staate, der an Balkanunruhen am meisten interessiert ist, um aus ihnen für sich Kapital zu schlagen. Die Ee- heimakten bieten ferner eine schlagende Illustra­tion dafür, wie verfehlt es ist, den englischen Vorschlag der Flurwächter durchzuführen, die lediglich Material für die Banden sind. Auf­fallenderweise schweigt sich die englische Presse über diese die englische Politik so belastenden Enthüllungen bisher völlig aus, ein Zeichen, wie geschult sie im nationalen Interesse ist. Französische Zeitungen dagegen beschäftigen sich mit diesen Enthüllungen, die ja Frankreich in Mazedonien eine von der englisch-russischen stark abweichenden Politik vertritt. Diese Divergenz ist auf den sehr realpolitischen Grund zurückzu­führen, daß Milliarden französischen Geldes in der Türkei stecken und Frankreich daher an dem Status quo des ottomanischen Reiches festhalten will und muß. Es steyt daher seine politische Aufgabe in Konstantinopel vor allem darin, zwischen den widerstreitenden Interessen und Forderungen der Mächte zu vermitteln.

Die persische Revolution hat jetzt insofern ein stärkeres unmittelbares Interesse für uns, als der deutsche Dragoman Litten Zeitungsnach­richten zufolge überfallen worden sein soll. Doch ist sie mit Zurückhaltung aufzunehmen, da bis- . lang von der deutschen Gesandtschaft eine amt­liche Bestätigung noch nicht vorliegt.

Deutsches Nelch.

Des Kaiser» Nordlandsreif«. Berlin, 10. Juli. Ein Telegramm aus Odde vom 10. Juli meldet: Der Kaiser unternahm heute früh nach der Besichtigung des hier neu angelegten elek­trischen Kraftwerkes mit den Herren seiner Um­gebung um 9 Uhr eine Fußtour nach dem Skajaeggedal bei 2y2 Stunde Anstieg bis zum See, und demnächst eine halbstündige Fahrt mit den. Motorboot zu mehreren Wasserfällen, die an Stärke und Schönheit alles überragen was bisher in Norwegen gesehen wurde. Auf dem halben Rückwege wurde ein warmes Frühstück bei prächtiger Aussicht eingenommen. Die Rückkehr erfolgte um 5% Uhr.

Der Kaiser jum Tode des Eeneralfeld- marschalls Frhrn. von Los. Bonn, 10. Juli. Der Kaiser richtete, derBonner Ztg." zufolge, an die Witwe des verstorbenen Eeneralfeldmar- schalls Freiherrn v. Lotz folgendes Beileidsstele­gramm:Ich spreche Ihnen und den Ihrigen meine wärmste Teilnahme an dem Tod Ihre» von mir hochverehrten Mannes aus. Was der verewigte Feldmarschall meinem Großvater, meinem Vater, mir und der Armee in Krieg und Frieden, in den verschiedensten Stellungen ge­wesen ist, wird in der Geschichte d« preußischen Heeres und meinem Hause unvergessen bleiben. Er war das Muster des pflichttreuen, unermüd­lich tätigen Offiziers, ein leuchtendes Vorbild für seine Untergebenen. Wilhelm I. B.

Zum Tode der Herzogin Johann Albrecht. Wiligrad, 10. Juli. Anläßlich des Hinscheidens der Herzogin Johann Albrecht legte der Eroß-

Doch da kam das große Wasser') Und diee i n e) war entzwei. Das war recht, sie war doch zwecklos, Bleibt die andre nur noch steh'n, Daß man von der Bahnhofstraße, Kann direkt zur Bleiche geh'n.

Dies ist die Frankfurter Börs«, Wo man spielt und spekuliert. Manchmal kann man dort gewinnen, Oesters aber man verliert.

Will man viel Prozente machen, Gibt zum Spiel man hin sein Geld, Doch da kann man schließlich enden, Im Prison') im Klapperfeld.

Dieses ist der neue Stadtrat, Lauter echte Bürger nur. VonBeamten, Indem Turnern, Professoren" keine Spur. Mancher denkt, was soll das werden. Das Regiment in solcher Hand. Still! wem Gott ein Amt gegeben. Dem gibt er auch >en Verstand.

') 1879.

) Der eine Steg ging über den Flutgraben und der andere Steg war an der Stelle der frü­heren Schrittsteine.

*) Ein hiesiger Bankier. /

herzogliche Hof eine 45tägige Trauer an. Die Leiche der Verstorbenen wird am Sonntag nach Schwerin übergeführt und hier aufgestellt. Am Mittwoch erfolgte in aller Stille die Beisetzung in der Gruft der Doberaner Kjrche.

Landtagsschluß Landtagrrröffnung. Unter dieser Überschrift veröffentlicht der frei­konservative Abgeordnete, Freiherr von Zedlitz und Reukirch im Tag einen Artikel, worin er dringend dafür plaidiert, daß die Besoldungs­ausbesserungsvorlagen vor der Weihnachtspause verabschiedet werden, damit der Etat, dessen Be­ratung nach Neuwahlen stets eine vermehrte Zeit in Anspruch nehme, jetzt aber durch das Agitationsbedürfnis der sieben Sozialdemokra­ten sicherlich noch verlängert werde, rechtzeitig erledigt werde. Er warnt dabei vor einer Ver­quickung der Beamtenbesoldungsvorlage mit der Deckungsfrage, die anscheinend in Form eines Mantelgesetzes vom Finanzminister geplant werde. Die Deckungsfrage könne erst an der Hand des Etatsentwurfs für 1909, nachdem der Beitrag Preußens zur Reichsfinanzreform fest- stehe, mit der nötigen Sparsamkeit durchgeführt werden. Der Beginn der kommenden Tagung des Landtages dürfe daher nicht etwa aus Be­quemlichkeitsrücksichten bis in den November hinein verschoben werden. Ein Teil des Okto­bers müsse für die Durchberatung der Besol­dungsvorlagen noch zur Verfügung stehen.

Geheimrat von Holstein. Die Kons. Korr. schreibt: Durch die Presse geben wieder einmal Auslassungen, die sich mit der Person des Wirk­lichen Geheimen Rats von Holstein und seinem angeblich fortdauernden Einfluß aus die aus­wärtige Politik, insbesondere auf die marok­kanische Frage, beschäftigen. Wir erinnern dem­gegenüber an die Mitteilungen, die Herr von Holstein vor einiger Zeit einem französischen Berichterstatter gemacht hat, und die dahin gingen, daß er seit dem Tage seines Rücktritts in den marokkanischen Angelegenheiten weder amtlich um einen Rat gefragt worden sei, noch einen solchen erteilt habe. Die Versicherungen de» alten Diplomaten in Frage zu stellen, wie e» durch die jüngsten Auslassungen geschieht, liegt wie wir nach unserer Kenntnis der Dinge versichern können nicht der mindeste Grund vor. Herr von Holstein hat sich tatsäch­lich seit seinem Ausscheiden aus dem Amte ge­genüber den Fragen der auswärtigen Politik völlige Zurückhaltung auferlegt. Es macht keinen erfreulichen Eindruck, wenn sein Name immer wieder durch deutsche Blätter unnötig in di« Diskussion gezogen wird.

Einweihung der Reichsdrachenstatioa. Friedrichshafen, 10. Juli. Aus Anlaß der mor­gen bevorstehenden Einweihng der Meteorologi­schen Drachenstation des Reiches findet dem Schwäb. Merkur" zufolge heute Vormittag eine Sitzung des Kuratoriums der Station statt. Außer den Mitgliedern des Kuratoriums find zu der Feierlichkeit eingetroffen der württem- bergische Finanzminister v. Eeßler, der badische Staatsminister Frhr. v. Bodmann, der Direktor der meteorologischen Zentralstelle in Zürich Dr. Maurer und der amerikanische Meteorologe Rotch, der in Amerika schon in den 90er Jahren ein Drachenobservatorim errichret hat. Heute find die Gäste zum württembergischen Köntgs- paare ins Schloß geladen.

Hier in Marburg hat gebändigt, Papin einst des Dampfes Kraft, Des Erfinders planend Denken Heut' bei uns noch weit.r schafft. Denkt nur an die Federsäge, Die geschützt war durch Patent, Ihren Vater wird man nennen. So lang man den Papin nennt.

Dies Getier gilt nicht für kauscher, Sollten's seine Borsten sein?

Laßt euch fern davon ihr Juden, Laßt den Christen fie allein. Tut ihr's nicht, so werd' ihr sehen, Euch gereicht» zum Segen nicht. Der unkauschre Borstenhandel Bringt euch vor das Schwurgericht.')

Manchmal fällt bei starkem Winde, Hier in Marburg etwas um.') Doch wir hier im neuen Saalbau, Haben keine Sorge drum.

Hebt nur einmal eure Augen Aus, dort nach der Galerie, Da ist ja pro Mann ein Balken, So ein Balkenklotz sällt nie.

') Der Borstenverleger Faist Kaiser in bet Barfüherstraße.

) Am 12. März 1876 der Spiegelslustturm.

Lausanne. Nach einer Meldung bet lägt Rdsch." hat Prof, van Bleuten, Extra­ordinarius der juristischen Fakultät in Lau­sanne, infolge der Anfeindungen, denen er und sein Kollege v. Kuhlenbeck seit Jahr und Tag augesetzt waren, mit dem gestrigen Schluß de» Semesters auf sein Lehramt verzichtet.

Ein merkwürdiger Gerichtsbeschluß wird vom Amtsgericht Loebschütz gemeldet. Dori wurde eine G. m. b. H. mit der Firma Loeb- schützer Zentrumszeitung, Gesellschaft mit be« schräntter Haftung begründet. Die Gesellschaft wurde beim Amtsgericht zur Eintragung ange­meldet; doch wurde die Eintragung durch einen Beschluß vom 3. Juni 1908 abgelehnt. Die Be­gründung der Entscheidung die in derGer» mania" abgedruckt ist, mutz ein umfangreiches Schriftstück sein. In den Entscheiüungsgründen dieser Ablehnung wurde umständlich ausgefuhrt, daß das Zentrum nach seiner ganzen Geschichte und seinen Grundsätzen eine Partei sei, deren Ziele mit dem Staatswohl nicht verträglich roiften. Das Landgericht in Ratibor hat diesen Beschluß des Amtsgerichts natürlich aufgehoben, da die Bildung politischer Parteien und die Verfolgung ihrer Parteizwecke durch die Presse in Deutschland gesetzlich zulässig ist.

Die Krisis in Flottenverein.

Das Präsidium des Flottenvereins veröf­fentlicht folgend« Erklärung: Den verehrlichen Verbänden und Herren persönlichen Mitgliedern des Eesamtvorstandes beehrt sich das Präfidium ganz ergebenst mitzuteilen, daß Herr Groß-Ad« miral von Koester heute die Annahme der Wahl zum Präsidenten des Deutschen Flottenverein» ausgesprochen und die Geschäfte übernommen hat. Das Präsidium erklärt bei diesem Anlaß, daß es selbstverständlich die volle Unabhängig­keit des Vereins nach jeder Richtung zu wahren entschlossen ist. Ebenso selbstverständlich wird es sich streng an die Satzungen des Vereins halten. Als Richtschnur für sein Vorgehen wirk es di« auf der Danziger Tagung mit überwiegender Mehrheit gefaßte Resolution ansehen. Es for­dert die pp. Verbände auf, mit allen Mitteln daran zu arbeiten, unserem großen nationalen Verein die in den Kämpfen der letzten Monat« erschütterte Einigkeit wiederzugeben und alle in ihm schlummernden Kräfte nur der einen großen Aufgabe, dem Werben und Eintreten für die Verstärkung unserer Flotte zu widmen.

lieber den Großadmiral von Köster, ben neuen Präsidenten des deutschen Flottenvereins, schreibt dieKöln. Ztg.":

Großadmiral v. Köster, der im 65. Lebens­jahre steht, gilt nicht nur als einer der hervor­ragendsten Flottenführer und als der beste Kenner unseres Seewesens, sondern man schätzt an ihm auch Eigenschaften, die gerade im gegenwärtigen Augenblicke ihm und der von ihm zu vertretenden Sache öe- onders zustatten kommen dürften. Man ennt ihn als den Mann des scharfen Ber­ta ndes und der eisernen Konsequenz »em ein gesunder praktischer Sinn, ein ausgesprochenes Führertalent und die schöne Gabe zu eigen ist sich unbedingte» Vertrauen zu erwerben. In seiner neuen Stell­ung wird es gerade dieser Eigenschaften bedür­fen, denn die Verhältnisse im Flortenverein scheinen sich in den letzten Tagen nach einer Richtung entwickeln zu wollen, die den Danziger Frieden gefährden könnte. Es kann vielleicht

Jeder will das Postgebäude Möglichst nah' bei seinem Haus, Schließlich kommt es wie die Klinik In die Lahnsumpfgegend naus. Um dies zu verhüten, setzet Eine Petition in Lauf, Daß das neue Postgebäude, Komm auf Spiegelslust hinauf.

Nun noch etwas Unerhörtes, Was man doch kaum glauben sollt, Seht, in diesem Stadtkanale Fließt das allerschönste 11».) Freilich Gold aus uns'rer Tasche, Und wie viele Tausend schon. Darum preiset hoch die Wahrheit, Unsre Bau-Deputation.

) In der neuangclegten Kasernenstraß« hatte man damals einen Kanal erbaut. Di« Stadt leitete die Abwässer in den Mühlgraben und der Fabrikant Weber verlangte, daß ih« die Stadt nun diesen sollte zeitweise helfen rei­nigen lassen, was fie verweigerte. Es kam zum Prozeß und die Stadt wurde verurteilt, oen Kanal zu beseitigen und da fie es nicht tat^ wurde fie mit 100, 300, 500 und 1000 Rtlr. ge­straft. Erst dann machte man Anstalten nutz mauerte den Kanal zu und führte ihn in lang«» offenen Graben zur Lahn.