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— Ei« überflüssiges Demen«. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: ,Jn der Presse tauchte kürzlich die Behauptung auf, der Spiritismus des Fürsten Eulenburg habe höchst schädlich auf die Umgebung des Kaisers gewirkt,- der Kaiser selbst habe den spiritistischen Sitzungen beigewohnt und lange Zeit in seiner Uhr ein Stück Zeug getragen, das angeblich bei einer Eeister- erscheinung zurückblieb. Wir find ermächtigt, die Angabe als glatt erfunden zu bezeichnen."
— Ein Denkmal für de« Kultusminister Bosse. Schreiberhau, 5. Juli. Heute mittag wurde hier das von dem Lehrerheim errichtete Denkmal für den früheren Kultusminister Bofie enthüllt. Anwesend waren der Kultusminister Dr. Holle, Ministerialdirektor Schwartzkopff, Oberpräsident Staatsminister Dr. Graf v. Zed
litz und Trützschler, Regierungspräfident Kammerherr Freiherr von Seherr-Thotz sowie die Spitzen anderer Behörden. Die Festrede hielt Rektor Reitzmann aus Magdeburg. Dr. Holle und die Vertreter aller preußischen Lehrer-Verbände legten am Denkmal Kränze nieder. An | den Festakt schloß sich ein Festmahl im Lehrer- I heim. I
— Bom Grafe« Zeppelin. Stuttgart, 4. Juli.
Das Telegramm, welches der Kaiser an den I ©reifen Zeppelin nach dessen Schweizerfahrt ge- I richtet hat, lautet: „Ich freue mich von ganzem I Herzen über Ihren famosen Erfolg und halte Ihnen hier nach wie vor die Stange. Beste I ©ruße. Wilhelm. — Friedrichshafen, 5. Juli. I In Beantwortung des Kaisertelegramms hat I Graf Zeppelin an den Kaiser telegraphiert; I Euer Majestät danke ich alleruntertänigst aus I tiefbewegtem Herzen für den allergnädigsten I Gruß. Das Vertrauen Euer Majestät wird den I Vorteil zutage fördern, der in dem, was ich I schaffen durfte, liegt. — Wie der „Schwäb. Mer- I kur" meldet, wird Graf Zeppelin in der nächsten I Zeit keine Aufstiege unternehmen. Am 8. Juli I feiert der Graf seinen 70. Geburtstag. Am 11. | Juli findet die offizielle Einweihung der I Drachenstation statt. Am heutigen Montag steigen fünf Kugelballons der Luftschiffervereine I von Stuttgart, Straßburg, Augsburg und Mün- I chen auf. I
— Au» dem „Reichsanzeiger". Der „Reichs- I anzeiger" veröffentlicht eine Bekanntmachung, wonach die Fünfzigpfennigstücke der älteren I
runter verborgen lag, wußte kein Mensch, denn Liselotte vertraute sich keinem an.
Auch zu ihrem Vormund konnte sie kein Herz mehr fasten, auch in ihr kindliches Verhältnis zu ihm war ein fremder Ton gekommen. Hatte er keine Ahnung davon gehabt, wie schändlich sie betrogen worden war, oder hatte et es gebilligt? Sollte er nicht um Wolfs Beziehungen zu Sibylle gewußt haben? Und wenn er es gewußt habe, wie konnte er dann feine Einwilligung geben zu ihrer Verbindung? War es dann nicht auch unehrlich von ihm, sie nicht aufzuklären?
Es tat ihr sehr wehe, daß sie auch das Vertrauen zu ihm verloren hatte. So einsam so grenzenlos einsam und verlasten kam sie sich vor — sie hätte sich hinlegen mögen, um zu sterben dann wäre ihr wohler gewesen. — Und Fritz Gernrode sah, wie seine kleine Liselotte sich scheu von ihm zurückzog. Er las in ihren Augen den Zweifel an ihm und an aller Welt. Eine ehrliche Wut auf Sibylle packte ihn, er hätte ihr gar zu gern ihre Verworfenheit ins Gesicht schreien mögen.
Mit der letzteren Prophezeiung fürchten wir, wird das Blatt leider recht behalten, hoffentlich nicht damit, daß Großadmiral o. Köster ablehnen wird. Die dadurch geschaffene Lage würde kritisch werden. Zunächst müßte eine neue Hauptversammlung über die Wahl eines neuen Präsidenten entscheiden, was unter den gegenwärtigen Verhältnisten nur recht scharfe Kämpfe zur Folge hätte, die dann vielleicht zur Spaltung führten. Das aber müßte unter allen Umständen vermieden werden. Einige Zeit friedlicher Arbeit im Sinne des nationalen Gedankens, der im Verein verkörpert ist, würde die prinzipiellen Gegensätze eher vermindern. Das ist wohl auch der Grundgedanke des Danziger Friedens gewesen. Die ewigen prinzipiellen Auseinandersetzungen dürften nun einmal schweigen, denn sie find nur geeignet, gegenseitig zu verbittern. — Auch nach der Ablehnung des Fürsten Salm wird der Flottenverein stets sich seine Selbständigkeit wahren können. Dem Großadmiral v. Köster bringt man aber auch in weitesten Kreisen des Vereins das Vertrauen entgegen, daß er diesen zur Beruhigung führen wird. Wird jetzt der Kampf und Streit fortgesetzt, so ist in der Tat nicht abzusehen, was aus dem Verein werden wird, und wer will die Verantwortung dafür tragen?
Marburg
Dienstag, 7. Juli 1908.
Eine neue Krisis im Flottenverein.
Fürst Salm-Horstmar hat, wie bereits gemeldet, das Präsidium des Flottenvereins nicht angenommen. Er schreibt an das Berliner Präsidium:
Dem Präsidium des Deutschen Flottenvereins erlaube ich mir ganz ergebenst mitzuteilen, daß es mir leider nicht gelungen ist, die der Annahme meiner Wahl entgegen« stehenden Hindernisse zu beiseiti- gen. Ich bin daher zu meinem großen Bedauern nicht in der Lage, dem auf der Hauptversammlung des Deutschen Flottenvereins in Danzig an mich ergangenen ehrenvollen Ruf, wieder an die Spitze des Vereins zu treten, Folge zu leisten.
Ich danke allen Herren, welche mit in Danzig ihre Stimme gegeben haben, herzlichst für das mir dadurch bewiesene große Vertrauen.
Sieben Jahre ist es mir vergönnt gewesen, an der Spitze des Deutschen Flottenvereins- zu sichen, und im Verein mit zahlreichen selbstlosen patriotischen Männern an unserem bescheidenen Teil für Deutschlands Größe mitguarbeiten.
Es drängt mich bei dieser Gelegenheit, allen meinen teuren Freunden und Mitarbeitern meinen aufrichtigen herzlichsten Dank auszu- jptechen für das Vertrauen, welches sie mit stets entgegengebracht, für das Wohlwollen, mit dem sie meine Amtsführung beurteilt, und für alle Hilfe und Unterstützung, die sie mir zur Erreichung unserer patriotischen Ziele haben zuteil werden lassen.
Ich darf wohl das Präsidium bitten, von obigen Ausführungen unseren Mitgliedern in geeigneter Weise Mitteilung machen zu wollen.
Otto Fürst zu Salm-Hotstmat.
Damit ist die Einigung im Flottenverein wieder aufs neue in Frage gestellt. Man wird in den Keim-freundlichen Kreisen aus der Ablehnung des Fürsten Salm schließen, daß der I Flottenverein nicht mehr in dem bisherigen Sinne weitergeführt werden soll und damit wird man zugleich jedem neuen Präsidenten des Vereins ein gewisses Mißtrauen entgegenbrin- gen. Das wäre nun freilich aufs tiefste zu bedauern. Die Frage ist jetzt: Wird Großadmiral v. Köster die Wahl, die in Danzig an zweiter I Stelle auf ihn fiel, annehmen. Es scheint in der Tat so, als ob man in gewissen Kreisen mit I einer Ablehnung v. Kösters rechnete. So schreibt die „Tägl. Rdsch.": „Der Flottenverein I ist nun in der Tat ein Appendix int Reichs- I marineamt. Ob allerdings Großadmiral von I Köster unter solchen Verhältnissen sich zur An- I nähme der Wahl entschließen wird, bleibt mehr I als zweifelhaft. Wir würden es durchaus ver- I stehen, wenn er Bedenken trägt, die Leitung I dieses Vereins zu übernehmen, der infolge der I abermals entfachten Wirren in der kommenden I Zeit neuem Zwiespalt und Kampf ausgesetzt fein wird." I
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Literarischer Anzeiger", „Landwirtschaftliche Beilage" «nd „Illustrierte- Kormtagslrlatt".
(Nachöruck Verboten.)
Liselottes Heirat.
Von H. Lourths-Mahler.
(Sortierung-)
Man abonniert auf die täglich erscheinende „Oberhessische Zeitung" bei allen Postämtern und unser» Zeitungsstellen in ,80 YOl Kirchhain und Wetter sowie bei unserer Expedition — Markt 21. ** — Der Bezugspreis beträgt durch die Post 2^?5 Mk. (ohne
Bestellgeld), bei unser» Zeitungsstellen und der Expedition 2 Mk.
Doch er stand machtlos zwischen den beiden geliebten jungen Menschen und mußte zusehen, wie sie sich quälten. Es war ein Jammer. Lange konnte er das nicht mehr mit ansehen, dann fuhr er dazwischen, gleichviel, was daraus entstand. Alles war besser, als dieser unnatürliche Zustand. Wenn er dann wieder ruhiger wurde, ™ T, । sagte er sich, daß der liebe Hergott schon wissen Azolf l würde, warum er das Hindernis zwischen den nr "■ beiden aufgerichtet hatte. Liselotte konnte es nur von Nutze« fein, wenn sie das Leben auch einmal ernst anfaßte. Es würde ihren Charak- ter reifen und dem verwöhnten Glückskinde bte
Sie schauerte zusammen vor Angst und Herzeleid, und es war ihr keine Genugtuung mehr daß sie. Wolf mit dösen harten Worten heirn- gezahst hatte, was er ihr angetan.
Wenn Wolf aus dem Hause ging, das Gewehr über der Schulter, für die Jagd gerüstet, dann stand sie herzklopjend verstohlen am Fenoer und sah ihm mit brennenden Augen nach. Ihr weiblicher Stolz bäumte sich auf, und glu-,enbe Eifersucht marterte ihr Herz, wenn sie |ia) ausmalte, daß er jetzt ging, um an verschwie- gener stelle mit Sibylle zusammen zu treffen. Srtr* rtC « fÜ6te und sie mit dem heißen, Dttnchen Ausdruck ansah, der einst ihre höchste Seligkeit gewesen war?
„J“,.1? ’^'J0 lange er draußen war, wie So?umhrp fallen in dem großen, weiten ?r wFeÄpiUnb, ,anb uM Ruhe und Rast, bis er wieöer heim kam. Dann eilte Re kckeu auf Gknb ~UÖ ld)lo& ein, um erschöpft, voll m l R-b 2", zusammen zu sinken und
m>. ach selbst zu hadern, daß sie nicht imstande war, diese Liebe aus ihrem Herzen ,u Sie kostete das Martyrium des betroaen^n Weibes gründlich durch und hatte foVaAiS Sbnung, wie grundlos sie sich aufregte unb ßramte. Sie litt namenlose Qualen - WM 1
hü"- er geahnt, wie Marter- i »oU jttn gehebtes Weib ihrs Tage verbrachte, «r |ab ja nur die kalte trotzige Miene den ^lstgen Stolz und die herbe Abwehr. Was da- I
S Ä®?"8 Urib Reichtum Ihr Mann war auch äußerst erstaunt, daß
Wolf tat SmiS* W+eVCImOtett-Sibylle nicht nach den geselligen Freuden der Sr hatte bisher das Leben Großstadt verlangte und eine so lebhafte
Schattenseite kennen gelernt. Ihm I Schwärmerei für das Landleben an den Tag
®aJ, es M gönnen, daß ihm nun endlich der legte. Er selbst hatte ja hinreichend Beschäftia-
I Sonnenschein des Glückes leuchtete. Aber I ung in Gernrode, und außerdem mußte er oft
65 nUr Vorteil gereichen, I auf einige Tage verreisen, um seine Geschäfte I ihre» vernünftig wurde und für I zu erledigen Hatte er in seinen Fabriken auch
6• •«, .. I tüchtige Direktoren, auf die er sich vollständig
I Sibylle von Romer lag in ihrem Boudoir I verlassen konnte, so liebte er es doch von Zett Ü£ann\f,,,eKe lässig mit ihrem zu Zeit nach dem Rechten zu sehem Äm wurde I trug ein weiches, weißes I daher die Zeit nicht lang, aber daß seine Frau
I .we^es taft von den Schultern herab- I dies Leben aushielt, wunderte ihn sehr. Da er I U«? irV malerischen Falten die Gestalt um- I ein wenig zur Eifersucht neigte, setzte sich fang« EEU Arm, aut ben -Fj den Kopf I sam der Argwohn in ihm fest, daß bestimmte !, l Fcnh ltec 3IetmeI Zurück und ließ Gründe sie im Winter auf Gernrode festhielten.
I ^p ^J“6^enJret . ~ r Die erste Veranlassung zu diesem Argwohn Die tiefroten Vorhänge vor den Fenstern I gab ihm Herr von Senden, der sich unermüdlich waren zugezogen um der tiefstehenden Winter- um Sibylles Gunst bewarb Aus Langeweile sonne den Ern laß zu verwehren Sie warf ihr ließ sie sich die Huldigungen gefallen und nahm uur gedampft im rosigen Schein durch die stets seine Besuche an, die sich immer häufiger Ameren Stoffe. Sibylle liebte die magische Be- wiederholten. Schließlich verging kaum noch ein
I mon V*»8- ^e stundenlang auf dem Di- I Tag, an dem Senden nicht in Gernrode erschien S Licht in ihrem Behagen. und Römer sah ihn mit immer wachsendem
nnAi^enfc8 ’x letzt auf der Lauer, I Argwohn kommen. Er glaubte schließlich ganz
SpA/ I-’ be,r b/e Maus in die Fange bestimmt, daß Sibylle Sendens roegen in Gern«
geben soll. Sie glaubte von Tag zu Tag, Wolf rode bliebe
ErroürfTT ”enn "Ur, um ihr Eines Tages, als Senden sich eben verab« Miefatte ihres Verhaltens schiedet hatte, sagte Römer zu seiner Gattin:
mit mürb^RA onS Eommen sollte er, da- „Du gibst mit wirklich Rätsel auf, Sibylle.
(Fin tnpnip b<^^ Meliere schon finde«. I Sonst konntest Du an geselligen Vergnügungen frei»* Ueb9prhnnn?,eyt8 «a* 4bie^3 Marlen I nicht genug bekommen, ich bewunderte oft Deine treiltd). lleberhaupt, der Winter auf dem I Ausdauer und jetzt oefäCft Du Dir in hipipm be^Gto^ bei. nettem nicht so amüsant als in I stillen, beschaulichen Leben." Sie hatte lächelnd
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Die Jnsertionsgebühr beträgt für die 7gespaltene Zeile
oder deren Raum 16 Pfennig, für Reklamen 80 Pfennig. — .. a i
Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Unlversitätsbuchdruckerei xjÖQTQ. Inhaber Dr. C. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
tärischen Diebstahls und Ungehorsams zu 8 Jahren Zuchthaus und den gleichen Sieben« strafen wie Kirnstein; Unteroffizier der Reserve, Sperke, wegen Ungehorsams, militärischen Diebstahls und militärischer Unterschlagung zu 6 Jahren Zuchthaus; der ehemalige Wachtmeister Muhr wurde wegen Ungehorsams, verbunden mit der Gefahr erheblichen Nachteils mit 3 Tagen gelinden Arrestes bestraft; Waffenmeister Fritsch vom Feldartillerieregiment Nr. 23, zuletzt in der Eewehrfabrik in Spandau tätig, erhielt wegen Vergehens gegen den § 7 de, Reichsgesetzes 1 Woche Festungshaft. Der angeklagte Bäcker Wartling wurde freigesprochen.
— WohnungsfLrsorge für staatliche Unterbe. amte und Arbeiter in Preußen, Wie alljähr- lich wird dem Landtag im Herbst ein Gesetzentwurf zugehen, der, wie die „Soziale Praxis" mitteitt, zu ben bisher schon ausgeworfenen 104 Millionen weitere 15 Millionen für Wohnungszwecke bereit stellen soll. Die staatliche« Häuser bestehen aus Wohnungen von zwei bi, vier Räumen (mit Küche) für untere, vier dis fünf Räumen für mittlere Beamte. Die Eisen- bahnverwaltung bevorzugt die Sechs-Familien- häuser, die Bauverwaltung Zwei- bis Vier-Fa« milienhäuser, die Vergverwaltung Hai fast nur Zwei-Familienhäuser gebaut. Aus diesen Mitteln sind auch die Baugenossenschaften und Be- amtenwohnungsvereine (u. a Berlin, Kiel, Po- _ । - । sen, Merseburg) unterstützt worden. Für eigene
k Deutsches Resch. I ~ Rus dem „Reichsanzeiger". Der „Reichs- I Bauten wurden bisher 57 Millionen, zu Dar-
— Der Kaiser in Travemünde. TronPmiinhP Zeiger" veröffentlicht eine Bekanntmachung, lehen 40 Millionen verausgabt. 11200 staats-
5. Juli. Der Kaiser verweilte heute nachmittaa roontu^ bie Fünfzigpfennigstücke der älteren «8«»« Wohnungen werden demnächst fertigge-
Meteor" aina tm^uAe3”gesetzliches Zahlungsmittel gelten/ von da ab °bgeordnete Behrens hat bei der Staats- rückzukehren, brachte die Mannschaft des Me- bis zum 30. September 1910 nur noch an den ""/^schäft in Essen Strafantrag gestellt wegen
teor“ drei Hurrabs aus __Tiie ffnifprin m'nrfitp I Reichs- und Landeskassen in Zahlung genom- I bet sogenannten schwarzen Listen, die
mit Prinz Joachim und Vrinrellin Vikfaria men werden. - Der „Reichsanzeiger" gibt fer« t,0?t Zechenverband über kontraktbrüchige Berg.
Luise am Nachmittag dne^6patiergana aiti nei bekannt, daß laut Bundesratsbeschluß Ab- “lbe^ geführt werden Er behauptet, daß in
den Priwall __Der Kaiser feeiite an Bord non I rechnungsstellen im Sinne des Scheckgesetzes die I ber--~/*e gekannte Bergleute, die er namentlich
Mr. Armours 3ult llfawani" bk ^Herfa Abrechnungsstelle bei der Reichsbank in Mann- «ufführt, nicht kontraktbrüchig seien. Durch die
an Bord der Iduna" __ Geheimrat v Bern I $e*m unb b*e Bank des Berliner Kassenvereins I ^et 1^n./n et,n Schaden zugefügt. Die
Stellvertreter des Chefs des Zttilkabinett? N ?n $etIin [inb- ~ Der „Reichsanzeiger" ver- Staatsanwaltschaft hat ein Vorgehen abgelehnt,
hier eingetroffen und hat sich an Bord 'der I ^fentlicht die Ernennung des bisherigen Prä- I Abg. Behrens will nun im Wege der Privat-
„Hohenzollern" begeben Renten der Ansiedlungskommission für West- t(a9e °°rgehen.
1 Preußen und Posen, Paul Blomeyer in Posen, I — ■ i-'-.. = ----:r~3
zum Regierungspräsidenten in Stralsund. „. .,
- Rach dem Hochverratsprozeß Schiwara. I Flllft ENleNvUkg V0k dtll Geschworenen. Köln, 4. Juli. Das Kriegsgericht fällte heute I Berlin, 4. Juli,
gegen die im Zusammenhang mit der Landes- I lieber den gegenwärtigen Stand des Pro» ü^.rrattan9elegenheit Schiwara verhafteten I zesses verbreitet der ständige Gerichtsbericht-
Militärischen Angeklagten folgendes Urteil: I erftatter in Moabit eine Darstellung, die wohl Wachtmeister Fischer vom 2. Feldartillerie-Regi- als authentisch betrachtet werden kann: me*rt .• 23 14 Dage gelinden Arrest; Vize- I Fürst Eulenburg ist täglich zur Terminstundewachtmeister Kirnstein von der zweiten Batterie I aus der CHaritee nach dem Kriminalgerichts- des Fehldartillerieregiments Nr. 23 wegen Be- I gebäude transportiert worden und hat bis jetzt Unb Ungehorsam unter Herbeiführung die nicht geringe Anstrengung ohne Schaden er-
erheblichen Nachteils und wegen militärischen tragen. Fast drei Sitzungstage sind seiner per-
Diebstahls 6 Jahre Zuchthaus, Entfernung aus fönlichen Vernehmung gewidmet. Die Quint- dem Heere, Degradation und Versetzung in die I essenz feiner Ausführungen ist dahin zusammen- 2 Klasse des Soldatenstandes sowie 5 Jahre I zufassen, daß er nach wie vor die ihm zur Last Ehrverlust; Sergeant Alecke, Schießschufaspirant gelegten Verfehlungen geschlechtlicher Art be- von oer Schiegschule in Jüterbog, wegen mili- I streitet, die Aussagen der beiden Velaftungs-