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^Nachdruck Verboten.).

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Deutsches Reich.

Abreise der deutschen Geistlichen von Eng­land. London, 2. Juni. Nach dem Besuche des Schlosses Windsor reisten die deutschen Geist­lichen heute Abend vom Paddington-Bahnhof nach Klymouth ab, um sich an Bord derDeutsch­land" zu begeben. Die Mitglieder des Freund­schaftskomitees gaben ihnen das Geleite und entboten ihnen auf dem Bahnhofe ein herzliches Lebewohl.

Von der Finanzreform. Wie dieN. G. T." hört, wird der Entwurf zur Finanzreform in diesen Tagen dem Staatsministerium zu­gehen. Es wird eine außerordentlich hohe Summe hierzu gefordert werden müssen; und man wird sich mit dem Gedanken vertraut ma­chen muffen, daß um die Besteuerung von Branntwein, Tabak und Bier nicht herum zu kommen ist. Ebenso dürften die Erbschaften noch in höherem Maße als bisher herangezogen werden.

Uebet dieVerfassung der Reichsbank" schreibt der Abgeordnete Arendt (freikons.) in der Freikonservativen Korrespondenz: Die Aus­führungen über die Verstaatlichung der Reichs­bank sind glücklicher Weise nicht zutreffend. Die Reichsbank ist ganz in den Händen des Reichs und die Anteilseigner haben keinerlei wirklichen Einfluß. Das Direktorium der Reichsbank ist den Anordnungen des Reichskanzlers unterstellt und der Geschäftsbetrieb durch das Bankgesetz geregelt. Das Gesetz gibt dem Reich das Recht, das Privileg der Reichsbank alle zehn Jahre auszukündigen und zwar zunächst wieder am 1.

Marburg

Freitag. 5. Juni 1908.

Köln-Rhein (Stadt): Justizrat Trimborn (Ztr.), Apotheker Frank (Ztr.) 1481. Die Wie­derwahl Trimborns und Franks gefichert.

Ziegenhain-Homberg: Die Wiederwahl des bisherigen Abg. von Baumbach-Ropperhausen (kons.) gesichert.

Caffel-Stadt: Dr. Schröder (natlib.) gegen eine sozialdemokratische Minderheit gewählt.

Gelnhausen: Für Pfarrer Meyenschein (kons.) 242, Prof. Arndt (freis. Vgg.) 30, Wag­ner (soz.) 8.

Hanau: Die Wahl Junghenns (natlib.) sicher.

Caffel-Land: Wahl von ».Stockhausen (kons.) sicher.

Das amtliche Wolffsche Bureau verbreitet folgendes vorläufige Ergebnis"

W. » e 11 i n, 4. Juni. Bis 5 Uhr morgens liegen 265 Ergebnisse aus 199 Kreisen vor. Es find gewählt: 80 Konservative, 68 Zentrum, 46 Freikonservative, 37 Rationalliberale, 18 freis. Volkspartei, 6 freis. Vereinigung, 4 Polen, 3 Sozialdemokraten, 2 Dänen, 1 fraktionslos. 17 Stichwahlen.

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg uua Kirchham g

uw> Kril-ge« Kus-iger«,z<m»>»irtfchaftlich- K-it-ge« ««»Illustriert«« »wMWft

Die Jnsertionsgebühr beträgt für di« 7gespaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. - .n Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Unwersitätsbuchdrucke«i xjUlJiy« Inhaber Dr. C. Hrtzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Mutters Bild nehme ich herunter."

Er trat zu dem jungen Manne, der mit dü­steren Augen vor sich hinstarrte.

Wolf trage es wie ein Mann. Wir kön­nen wenigstens beide mit dem Bewußtsein voll- erfüllter Pflicht aus dem Hause unserer Väter scheiden. Du hast mit Deinen jungen starken Arincn noch immer gegen das Schicksal gekämpft, als ich schon müde wurde; Du hast Deine Jugend in rastloser Arbeit und Pflichterfüllung ver­bracht, und wenn Gernrode zu halten gewesen wäre wir beide hätten es geschafft. Gegen höher', Gewalten kann der Mensch nicht an­kämpfen. Schicke Dich ins Unvermeidliche."

Wolf stand auf, legte seine Hand in die seines Vaters.

Ich werde darüber hinwegkommen, sei unbe­sorgt wenn nur erst die Trennung von Gern­rode überstanden wäre. Man hängt mit seinem Herzblatt daran. Hckbe ich erst einen anderen Wirkungskreis, dann wirb mir wohler werden."

So ist es recht und gut, mein Junge. Und nun komm. Die Zähne zusammen und die Augen gradaus. Hand in Hand wollen wir hinausgehen durch diese Tür."

Sie schritten nebeneinander aus dem Zim­mer. Draußen im Flur standen die Leute her­um, die alle noch ein Anliegen hatten. Sie wichen stumm zur Seite, um den beiden Män­nern Platz zu machen. Mit ehrerbietigem Gruß zogen sie den Hut. Man wußte, daß diese beiden Männer die größte Hochachtung rerdienten, trotz ihres Unglückes. '

Als Vater und Sohn auf den Eutshof hinaus­traten, fuhr gerade ein offener Landauer durch das Tor. Darin saß ein blaß aussehender Herr mit graumeliertem Haar und Bart, und neben ihm ein etwa zwölfjähriges Mädchen mit fri­schem, lustigem Gesicht.

Fritz Gernrode trat an den Wagen heran, al, er hielt, und reichte dem Herrn die Hand.

Die Landtagswahl.

Die gestrige Wahlmännerwahl hat im Reiche iferoeit sich bis jetzt feststellen läßt, keine großen Ueberraschungen hervorgebracht. Die Parteien werden voraussichtlich ungefähr in der alten Stärke in den neuen Landtag einziehen. Eine genaue Uebersicht ist bis jetzt allerdings noch nicht zu erlangen, zumal auch einige Stichwah­len notwendig sein werden. Das alte Abgeord­netenhaus war wie folgt zusammengesetzt: 143 Konservative, 59 Freikonservative, 79 Rational- liberale, 97 Zentrum, 33 Freisinnige, 13 Polen, v Fraktionslos. Bedeutende Verschiebungen sind nicht zu erwarten. Die wichtigste Veränderung dürfte sein, daß diesmal auch einige Sozial­demokraten in das Abgeordnetenhaus einziehen werden. In Hannover-Linden ist der Sozial- demokrat Leinert sicher, ebenso sind in Berlin- Gesundbrunnen und Berlin-Wedding Sozial­demokraten gewählt. Zunächst waren sogar schon 5 als gewählt angegeben, doch sind sie im 2. und 3. Bezirk von Berlin der freis. Volks­partei unterlegen. In Stichwahl stehen sie in gegen freis. Vereinigung und in Frankfurt a. M.-Land gegen Nationalliberale.

Die Wahlbeteiligung war in manchen Be­zirken stark. In Berlin verlief die Wahl int allgemeinen ruhig. Im 40. Wahlbezirk erschien gegen 11 Uhr Reichskanzler Fürst Bülow in Be­gleitung des Geh. Regierungsrats Wahnschaffe, um seine Stimme für die beiden Kandidaten der konservativen Partei abzugeben.

Wir fügen einige Ergebnisse der nächsten Wahlkreise bei

Biedenkopf: Landrat v. Heimburg (kons.) , wit 164 Wahlmännern wicdergewählt.

Eschwege - Schmalkalden: Die Wahl von v. Christen (freikons.) gesichert.

Limburg a. d. L.: Von 190 Wahlmännern für Cahensly (Ztr.) 169.

Kirchhain-Frankenberg: Nur Wahlmänner für Landrat Riesch (freikons.) gewählt.

Wiesbaden 9: Die Wahl von Bartling (natl.) ist gesichert.

Hünfeld-Gersfeld: 114 Wahlmänner für Drinnenberg (Ztr.) gewählt.

Hersfeld: Werner (Antis.) 99, Tuerke (frei­kons.) 94, v. Bodelschwingh (B. d. L.) 37. Tuerke in Stichwahl ziemlich sicher gewählt.

Frankfurt a. M. (Stadt): 444 Demokraten- Freisinnige, 198 Nationalliberale, 179 Sozial­demokraten. 171 Stichwahlen sind erforderlich.

Göttingen-Münden: .Wahl Heines (natl.) gesichert. 169 Wahlmänner für Heine (natl.), 42 für Henckel (Mittelstdsvgg.), 6 soz.

Heiligenstadt-Worbis: Von 298 Wahlmän- dern 250 für Zentrumskandidaten.

Mühlhausen - Langensalza - Weißensee. Wahl der Freikonservativen Klemm, v. Hagke gesichert.

Liselottes Heirat.

| Von H. Courths-Mahler.

i. Gernrode war unter den Hammer gekommen.

Trotz verzweifelter Anstrengung hatte es der jetzige Besitzer Fritz von Gernrode nicht hal­ten können. Mit Hypotheken überlastet war es sus den Händen des Katers in die seinen ge­kommen. Er hatte gearbeitet und geschafft mit Aufbietung aller Kräfte, und da er ein tüchtiger, umsichtiger Landwirt war, hatte er sich auch bis­her gehalten. Da war aber im Frühjahr das Hochwasser gekommen. Die schadhaften Dämme, die aus Mangel an Kapital nicht erneuert wer­den können, versagten, und das Waffer riß sie nieder.

Der ganze Wiesengrund wurde brach gelegt auf lange Zeit, die bestellten Felder verwüstet, und selbst die jungen Kiefernschonungen ent­gingen der Vernichtung nicht. Da war es zu Ende mit dem Widerstand gegen den Ruin.

Gernrode wurde versteigert, und da niemand darauf bieten wollte, bekam es der Hauptgläubi­ger zugesprochen.

Fritz von Gernrode stand in dem großen, ein­fachen Wohnzimmer vor dem Bilde seiner ver­storbenen Gattin, die bis Jahresfrist treulich alle Sorgen mit ihm getragen hatte. Er nahm es von der Wand herab. Außer seiner persön­lichen Ausstattung und der für seinen Sohn Wolf war es das einzige, was er mit hinaus­nehmen durfte in ein unbestimmtes Leben.

Sein Sohn, der mitten im Zimmer am Tische saß und den Kopf in die Hände vergrub, rich­tete sich auf, als er das Geräusch hörte, mit dem der Nagel, der das Bild gehalten hatte, herab- fiel.

Mas tust Du, Vater?" fragte er mit beweg­ter, heiserer Stimme.

reich vom Comptroller eine Frist gesetzt werden, die auf Antrag bei hinreichetwer Begründung bis zu zwölf Monaten verlängert werden kann. Gegen die vorbesprochenen Verfügungen des Comptrollers ist Beschwerde an das Gericht zu­lässig. (Das englische Patentgesetz ist in lieber- setzung im Blatte für Patent-, Muster- und Zei­chenwesen (Nr. 12 vom 27. Dezember 1907) mit« geteilt.)

Harde«. Neber den schwebenden Prozeß gegen den Fürsten Eulenburg weiß dieTägl. Rdsch." zu berichten: Im Falle des Fürsten Eulenburg sind bisher ungefähr 200 Zeugen vernommen worden; 165 davon hat Harden in sein-r Aussage angeführt. Die Zeugen verteilen sich auf verschiedene Städte. Vernehmungen haben stattgefunden in Berlin, Potsdam, Lie­benberg. München, Starnberg, Wien, Paris, Oldenburg usw. Sämtliche Zeugen sind schon in der Voruntersuchung vereidet worden. Man sieht hieraus, daß der Untersuchungsrichter Landge- richtsrat Dr. Schmidt schnell und eifrig gearbei­tet hat. Noch nicht vernommen ist, weil et bis­her noch nicht auffindbar war, der Schwieger­sohn des Fürsten, Herr Edmund Jarolimek. Doch wird in bet Hauptverhanblung Gelegenheit sein, bie noch ausstehenden Zeugenaussagen vorzu­nehmen. Die Voruntersuchung soll in diesen Tagen abgeschloffen werden. Die Akten gehen bann an bie königliche Staatsanwaltschaft, bie bie Anklage erhebt unb bie Sache noch in bet Nächsten Schwurgerichtsperiode, bie in bet letzten Juniwoche beginnt, zur Verhanblung bringen zu können hofft. Die Anklage wird vertreten werben von bem Ober-Juftizanwalt, Geheimrat Dr. Jienbiel unb bem Staatsanwalt Ra^). Die Rechtsbeistände bes Fürsten Eulenburg sind Justizrat Wronker in Berlin und Geheimrat Laemmel in Neu-Ruppin. Darüber, ob das Pos lizeiptäsidium bie in letzter Zeit mehrfach et« wähnte Denkschrift, bie bet Polizeidirektor von Meerscheidt-Hülleffem über bie Frage ber Homos sexualität hinterlassen hat, bem Unters» chungs« richtet zur Verfügung gestellt hat, ist noch nichts, bekannt geworben. Eine schlimme Charakter!« ftik bes Fürsten Eulenburg geben bieDresdener R. Nacht." Sie veröffentlichen an erster Stells bie offenbar von gut unterrichteter Seite stam« menbe Vorgeschichte bes tragischen Todes des Geheimrats Pierson, die ein eigenartiges Licht auf den Charakter des Fürsten Eulenburg wirft. Geheimrat Pierson, ber bie Geschäfte des Ges neralintendanten unter bem Grafen hochberß führte, sah sich eines Tages von schrecklichen Ge­rüchten verfolgt unb kannte den Urheber nicht. Dir Gerüchte oerleumbeten ben ehrenwerteH Mann an maßgebenber Stelle ganz grundlos, Geheimrat Pierson war herzleidend, und dies« Gerüchte wirkten auf ihn wie das schlimmsttz Gift. Graf Hochberg nannte ihm als Verbreite^ ber Gerüchte ben damals allmächtigen Fürste^ Philipp zu Eulenburg unb verlangte, daß er bef kenne, ihn verleumdet zu haben. Fürst Eulen« bürg wurde angeblich krank, unb die Sache zog

Deinen Kummer tragen helfen, weiß nur nichts wie ich's anfangen soll."

Wolf zwang sich zu einem Lächeln, bem bitt tenben Kinberblick zuliebe, unb da schlug Lisef lotte fröhlich bie Hände zusammen vor Freud« über das Lächeln. i

Schloß Schönburg Tag etwa eine Stunde ent« fernt von Gernrode. Es gehörte seit mehrere^ Jahrhunderten den Freiherren von Schönburgs bie ben angestammten Besitz durch vernünftiges Wirtschaften und reiche Heiraten im alten Glanz und Reichtum erhalten hatten. Ein« dieser Heiraten hatte auch das fast ebenso große und einträgliche Buchenau an die Schönburgs gebracht, und seit dieser Zeit hießen sie Frei­herr« von Schönburg-Buchenau. i

Die beiden Besitzungen grenzten aneinander und bildeten vereint einen fürstlichen Besitz. Es gehörten bie fruchtbarsten Aecker und die herr­lichsten Waldungen des gesegneten Thüringer­landes dazu, unb bie Freiherren von Schönburg- Buchenau hatten allezeit eine große Rolle in bet Geschichte bes Lanbes gespielt.

Der jetzige Besitzer, Heinrich von Schönburg- Buchenau, war seit einem Sturz mit bem Pferde ein kränklicher, leidender Mann, bet sich vom öffentlichen -Sehen ganz zurückgezogen hatte, seit feine Gattin vor vier Jahren starb. Er lebte ein stilles Leben mit seinem einzigen Kinde. Mit ihm würde das Geschlecht ber Schönburgs aussterben, deshalb hatte et ein Gesuch an ben Landesherrn gerichtet, daß ber Name einst auf ber.jenigen übertragen werden dürfte, der Lise­lottes Gemahl würde. Das Gesuch hatte der Landesherr huldvollst berücksichtigt und seine Genehmigung erteilt, sofern der zukünftisieEatte ber Freiin Elisabeth Charlotte von Schönburg- Buchenau aus einem adeligen Hause stammt«.

(Fortsetzung folgt.)

Januar 1910. In diesem Falle kann das Reich die Reichsbank übernehmen und bie Anteile zu 100 unter Teilung bes Reservefonds zutückkau- fen. Das Grundkapital beträgt jetzt 180 Mill. <M. und der Reservefonds 64 Mill. «Al. Das Reich kann mithin für 180 32 148 Mill. «Al bie Reichsbank erwerben. Die Anteilseigner würben ihrerseits 180 + 32 = 212 Mill. «Al ober etwas über 117 erhalten. Vom finanziellen Stanbpunkt aus ist bas ein sehr gutes Geschäft für bas Reich. Bankpolitisch wirb bie Verstaat­lichungsfrage auf beiben Seiten überschätzt. Die Reichsbank ist ihrer Organisation nach auch heute eine Staatsbank, bie nur ganz überflüssi­ger Weise mit Privatkapital betrieben wird und diesem Erträgniffe abwirft, die im Interesse der Steuerzahler beffer der Reichskaffe zuflreßen sollten. Jeder Einfluß der Anteilseigner auf die Vankpolitik und die Führung der Reichs­bank ist dagegen ausgeschloffen. Würden die Anteilseigner irgend einer Aenderung des Bank­gesetzes nicht zustimmen, so würde ihnen gekün­digt werben, was bei bem hohen Stanbe bet Reichsbankanteile ein schwerer Verlust für sie wäre. Die Reichsbank soll im öffentlichen In­teresse wirken unb keinerlei Dividendenpolitik treiben, deshalb ist die Verstaatlichung wün­schenswert; aber die Meinung, daß hieraus irgend eine Nachwirkung auf die Vankpolittk entstände, ist ganz irrig.

Auszeichnung. Stuttgart, 8. Juni. Der König von Württemberg hat bem Unterstaats­sekretär in ber Reichskanzlei von Loebell und dem Direttor im Auswärtigen Amt Dr. von Schwartzkoppen, das Komturkreuz des Ordens der württembergischen Krone mit bem Stern, bem Wirklichen Legationsrat im Auswärtigen Amt von Flotow, bas Komturkreuz erster Klaffe bes Friebrichsorbens, sowie bem Geheimen Le- gationsrat im Auswärtigen Amt, Dr. Zahn, bas Komturkreuz zweiter Klaffe des Friebrichs­orbens verliehen.

Das englische Patentgesetz. DieNorbd. Allg. Ztg." schreibt: Die Vorschriften bes Artt- kels 27 des am 1. Januar in Kraft getretenen englischen Patentgesetzes enthalten im wesent­lichen folgenbes: Vom 28. August 1908 an wirb ein Patentgesetz, seit dessen Erteilung vier Jahre verstrichen sind, durch Verfügung bes Comptrollers zurückgenommen, wenn jemand dies beantragt unb ber Comptroller bei ber Prüfung findet, baß bet patentierte Eegenstanb ober bas patentierte Verfahren ausschließlich ober hauptsächlich außerhalb bes vereinigten' Königreichs hergestellt ober zur Ausführung ge­bracht wirb, es sei benn, baß ber Patentinhaber ausreichenbe Erünbe anführen kann, bie ihn hinderten, bie Erfindung in angemessenem Um­fang innerhalb des vereinigten Königreichs auszuführen. Anstelle ber sofortigen Zurück­nahme kann bem Patentinhaber zur Ausfüh­rung seiner Erfinbung im vereinigten König-

Man abonniert auf die täglich erscheinendeOberhessische

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Der ergriff sie herzlich unb schüttelte dann auch dem jungen Mann zur Begrüßung die Rechte.

Ich sehe, Du bist aus bem Wege zu mir, Fritz."

Du irrst. Heinrich nicht zu Dir sollte mein Weg führen, Wolf unb ich, wir wollen zum Bahnhofe nach Arnsberge, um uns nach Berlin zu begeben. Wir wollen von bort aus versuchen, irge»d einen Wirkungskreis zu finben."

So unb an Deinen alten Freund Schön­burg dachtest Du dabei gar nicht?"

Du kannst mir doch nicht helfen, Heinrich."

Doch ich kann und will, wenn ich auch ein kranker, schwacher Mann bin. So viel Kraft habe ich wohl noch, um meinem alten Freund im Unglück zur Seite zu stehen. Steig ein, Fritz, und Sie auch, lieber Wolf, das weitere findet sich."

Fritz Gernrode schüttelte herzlich die Hand des Freundes.

Du meinst es gut, Heinrich, aber es hat kei­nen Zweck. Arbeit für meinen Sohn unb mich hast Du nicht unb bie geiabe brauchen wir.

Sollst Du haben, mehr als Dir vielleicht lieb ist, unb Wolf auch. Aber bas besprechen wir in Schönburg. Jetzt steig nur ein, mein Alter. So überleg doch nicht lange, ich gebe Dir mein Wort, ich habe für Euch beide einen Wirkungskreis in Aussicht, der Euch zufrieden­stellen wird. Also vorwärts, bitte. So Lise- lote, gib mir bie Decke über bie Füße, es ist boch noch recht kühl."

Die beiben Herren stiegen nun ein. Das junge Mäbchen breitete sorglich bie warme Decke über ihren Pater, wobei ihr Wolf behilflich war. Sie lächelte ihm freundlich zu und brückte warm unb herzlich seine Hanb zum Gruße. Ihre Augen sahen ihn dabei so tröstend an, als wolle sie

Ich weiß, daß Dir jetzt traurig zu Mute ift, aber es wird bester werben. Ich möchte Dir