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43. Jahrg.

Erstes Blatt

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Deutsches Reich.

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Drama.

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Vom Kronprinzlichen Hofstaat. Potsdam, 1. Juni. Der königliche Kammerherr Graf von Bismarck-Bohlen wurde heute zum Hofmarschall des Kronprinzen ernannt. Er hat die Dienftge- fchäfte übernommen.

Der heutigen Nummer liegt bei Kreisblatt Nr. 45.

Je erboster Leon wurde, desto ruhiger und ge« lasiener erschien der junge Sänger. I

Nur mit Mühe beherrschte sich Leon noch.

Hermann vergast all» Vorsicht. Und als Leon mit wuterstickter Stimme ihm zuries:Zum letz, ten Male entfernen Sie sich!", oa tönte e» bohnlachend zurück:Nein, ich bleibe, denn das Mädchen da drinnen ist viel zu gut für - einen ertappten Falschspieler und Betrüger!

Ehe ich zugeben sollte, dast Sie Maja an sich reisten, eher verrate ich alles!"

"Das brachte Leon um den letzten Rest von Vernunft. Mit einem unartikulierten Aufschrei stürzte er sich auf seinen Gegner, der entsetzt zu- rückwich, sekundenlang blitzte etwas auf im Lichte des Mondes, dann folgte ein leiser Sckrei ein schwerer Fall, man vernahm eilige Schritte und dann war es wieder lautlos still im schweigenden, winterlichen Waldes Kein Ton war mehr vernehmbar. Nur das ß<u chen und Plaudern klang gedämpft heraus.

Alles hatte sich mit unglaublicher Schnellig- leit abgespielt. Drinnen in dem gemütlichen Zimmer q^nte niemand etwas von dem blutigen

Die heutige Nummer umfaßt 3 Blätter.

lin) als geeignet bezeichnet find. Nach einem weiteren Abschnitt darf nur Ware geliefert wer, den, die von den öffentlich angestellten und be­eidigten Sachverständigen als lieferbar befunden wurde. Der Abschnitt enthält weitere Vor« schriften über die Abnahmeverpflichtung bezw. die Vergütung des Mehrwerts bei dem sich er­gebenden Mehr- oder Minderwert der Warr. Dann folgen Einzelvorschriften über die Andien­ung, die bei Weizen, Roggen, Hafer und Mais in Posten von 50 Tonnen schriftlich unter Bei­fügung einer Bescheinigung über die Lieferbar- fett zu erfolgen hat, und dem Käuser an einem Werttage bis mittags 12 Uhr zuzustellen ist, sowie die Bestimmungen über den notwendigen Inhalt der Andienungsschreiben und der Be­scheinigung der Sachverständigen. Die zulässige Fehlergrenze des Gewichts wurde auf 5 Proz. festgesetzt. Aehnliche Vorschriften folgen für die Andienung bei Roggenmehl, die in Posten zu 150 Sack zu erfolgen hat. Die letzten Abschnitte enthalten Bestimmungen für den Fall eine» Verzuges eines Teils und der Zahlungsein­stellung, sowie die Angabe der Feiertage.

Die Auflösung des Abgeordnetenhauses. Berlin, 1. Juni. DerStaat-sanzeiger" ver- öffentlicht eine Königliche Verordnung von heute, durch die das preußische Abgeordnete n- haus aufgelöst wird. Die Auflösung ist notwen­dig, damit nicht 2 Abgeordnetenhäuser neben- einander bestehen, sie muh auch möglichst an den Wahltermin für das neue Haus herangcschoben werden, denn die Zeit ohne Abgeordnetenhaus darf 90 Tage nicht übersteigen. Diesmal wird" der neue Landtag Ende Juni schon einberufen ; werden, allerdings nut zu einer konstituierenden

Versammlung.

8 83 des Handelsgefetzbu.hcs. Der Reichs­tag hatte die Regierungsnovelle zum § 63 H. E. B., wonach der Handlungsgehilfe bei Erkrank­ung auf 6 Wochen seinen Gehaltsanspruch behal­ten, dagegen sich das Krankengeld auf das Ee< halt anrechnen lasten sollte, in das Gegenteil verkehrt; er hatte bestimmen wollen, dast bei Gehilfe dazu nicht verpflichtet sein sollte und das entgegenstehende Vereinbarungen nichtig sei» sollten. Jetzt hat der Bundesrat gemäß der war­nenden Erklärung des Staatssekretärs Dr. Nie- berding diese Novelle abgelehnt.

Krupp und das Kronfideikommiß. Di« Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Seitens der Reichs- tagsabgeordneten Erzberger und Südekum ist in der Reichstagssitzung vom 30. März und später eines Gerüchtes Erwähnung getan worden, nach welchem die Firma Krupp nach 1870/71 von bei preußischen Kronfideikommiß-Verwaltung einen Vorschuß zur Betriebserweiterung erhalten habe, baß er noch nicht zurückgezahlt sei unb noch bi« Unterlage für eine relativ hohe Gewinnbeteili­gung bei Krone an dem Kruppschen Unterneh­men bilde, und dast es hierauf zurückzuführen sei, wenn die Mitglieder der Artillerieprü- fungskommission sich zu einer Art Begünstigung von Krupp für verpflichtet erachten. Letztere

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Marburg

Mittwoch, 3. Juni 1908.

mit -em Kreisblatt für die Kreise Marburg unb Kirchham

Ki de» gelingen: ^it-r-r>sch-r A°r-ig-r«, ,,z«>i-«.i-tsch-stlich- K-it-g.« KEtag-bl°E.

Als Aßaja endlich heraustrat, von Arnold begleitet, bewahrte sie sogleich unweit drs Hau- ses den binnen Körper, bet lebhaft abstach von dem leucheenb weißen Schnee. Sie klammerte sich aufschreiend am Atm ihtes Vetlodten fest. Das Mädchen wat einet Ohnmacht nahe. Der Schiech lähmte ihr fast bie ©liebet. Der Ver­wundete lag stumm, ohne sich zu rühren btt. Al» mar ihn erkannte, bemächtigte sich aller eine wahnsinnige Angst. Aber Arnold sucht: sich M beherrschen, denn hier gatt es, rasch zu Handrup Er rief Kathrine und trug mit ihrer Hilf« d« Bewußtlose» in» Hau». (Forts. fMI !

v. Puttkamers Abschied. Der Gouverneur z. D. v. Puttkamer reichte beim Reichskanzler ein Gesuch um Verabschiedung aus dem Reichs­dienst ein.

Wegen Beleidigung des Kriegsministers. Der Redakteur Steinkamp vom sozialdemokra­tischenVolksblatt" in Bochum ist gestern von der Strafkammer wegen Beleidigung des Kriegsministers v. Einem zu einem Monat Ge­fängnis verurteilt worden. Die Beleidigung wurde gefunden in einem Artikel über die Ant­wort des Kriegsministers im Reichstage über die Lynar-Eulenburg-Afsäre.

DenkmalsenthLllung. Lucka, 1. Juni. Gestern ist das Denkmal zur Erinnerung an die Schlacht bei Lucka am 31. Mai 1307, ein Brun­nen, in besten Mitte ein Löwe ruht, unter Teil­nahme des Herzogs Ernst von Sachsen-Alten­burg feierlich eingeweiht worden. Als Vertre­ter der Nachbarstaaten waren anwesend: für das Königreich Sachsen Frhr. v. Reitzenstein; für Sachsen-Koburg Landrat v. Bassewitz; für Sach­sen-Meiningen Kammerherr v. Bosse, und für Sachsen-Weimar Kammerherr Eenta.

Die Erhöhung der Offiziersgehülter. Dem Reichstage wird im Herbste bekanntlich der Ent­wurf eines Gesetzes über die Erhöhung der Osfi- ziersgehälter zugehen. Es handelt sich dabei nur um die Ofsizierschargen bis zum Hauptmann aufwärts. Die Aufbesserung soll wie bei den Zivilbeamten rückwirkende Kraft bis zum 1. April 1908 haben. Nach derKölnischen Ztg." bringt das Gesetz eine völlige Veränderung der Gehaltsordnung. Für Hauptleute werden drei Eehaltsklassen eingerichtet, für Oberleutnants und Leutnants dagegen nur eine; dabei handelt es sich um ein regelrechtes Aufsteigen nach je vier Dienstjahren von einem bestimmten Min­dest- bis zu dem Höchstgehalte. Heber die Höhe der einzelnen Gehaltsstufen sind zuverlässig«

i Angaben noch nicht -möglich.

I Vom Börsengesetz. Berlin, 30. Mai. Der Reichsanzeiger" veröffentlicht ein« Bekannt­machung des Reichskanzlers betreffend die Ge­schäftsbedingungen der Produktenbörse Berlin für oen Zeithandel in Getreide und Mehl vom 29. Mai, wie solche auf Grund des § 67 des Bör­sengesetzes vom Bundesrat mit der Maßgabe ge­nehmigt worden sind, daß es den Vertragschlie­ßenden gestattet sei, Vereinbarungen über die in diesen Bedingungen nicht geregelten Punkte zu treffen. Die Bedingungen zählen zunächst die vorschriftsmäßigen Eigenschaften von dem zu lie­fernden Weizen Roggen Hafer, Mais und Rog­genmehl auf. Die Lieferung hat innerhalb des von den Parteien vereinbarten Monats nach Wahl des Verkäufers zu erfolgen. Erfüllungsort

I ist Berlin. Der Verkäufer kann auch von den I Speichern liefern, die Ladegerechtigkeit haben I und an den einzeln aufgeführten schiffbaren I Wasserläufen der Umgebung Berlins liegen, I oder von Speichern, die durch einen mindestens sechs Monate zurückliegenden Beschluß des Bör- I senvorstandes (Abteilung Produktenbörse, Ber-

Die Jnsertlonsgebühr beträgt für bie 7ßefraltene Zeile oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 90 Pfennig. Druck und Verlag: Job. Aug. Koch, Universitätsbuchdruckerei Inhaber Dr. E. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

gebulo das Erscheinen Majas. Sie würde ja nun bald kommen, und Leon nahm sich vor, um jeden Preis eine Entscheidung herbeizuführen. Er dachte darüber nach, wie et es anstellen wollte das Mädchen zu gewinnen. Maja mußte die Seine werden. An ihren Besitz klammerte sich all sein Hoffen. Seine ganze Zukunft hing vo" ihr ab. Et stampfte zornig mit dem Fuße auf weil die Ersehnte sich immer noch nicht zei­gen'wollte. Endlich griff er nach Hut und Man­tel und stürzte fort.

Draußen umfing ihn heller Mondschein. Er schlug den nächsten Weg zu den. kleine:: Hause ein um etwas von Maja zu erspähen. Aus dem Zimmer zu ebener Erde siel heller Lichtschein. Man hatte wohl vergesten, die Läden zu schlie- ßen Die von den weißen Gardinen nur leicht verhüllten Fenster gestatteten den Einblick in die trauliche Wohnstube.

In der Mitte derselben, vom Lampenlicht hell bestrahlt, stand Maja. Sie schien stch leb- haft mit Lilly zu unterhalten, denn die Kleine klatschte vergnügt in die Hände Lachen und Plaudern drang bis heraus tn die Stille des Abends. Leon starrte, das Gesicht fest alt die Scheiben gedrückt, mit glühenden Augen auf das

liebliche Mädchen. Ohne sich zu regen, stand er da als könne er den Blick nicht wenden von dem reizenden Bild. Et yötte nicht, daß jemastd aus dem Walde hervortrat, bet weiche Schnee machte bie Schritte unhörbar. Er fuhr erst zu­rück, als bicht neben ihm eine spöttische Stimme sich 'vernehmen ließ:Aha, also auf Lauscher- posten' Das wäre wohl etwas für Sie? Geben Sie sich keine Mühe, das Mädchen da drinnen bekommen Sie ja doch nicht!"

Leon warf einen glühenden Blick des Haffes auf den Sprecher.

.Weshalb schleichen Sie hier herum?" rief er zornbebend, doch mit gedämpfter Stürme, um drinnen nicht gehört zu werden. Ich denke, für Sie ist hier nichts mehr zu wollen! Die Ab­weisung wat doch deutlich zssnug! Also scheren Sie sich zum Kuckuck!"

Fällt mit gar nicht ein. Ich bleibe hier! Ihre Absicht durchschaue ich! Sie wolle : unge­stört sein! Es soll Ihnen für heute nicht ge­lingen. Ich werde wachen übet dem unerfah­renen Kinde, damit es nicht in die Hände eines Geiers fällt!"

Es wat unklug von Hermann Walter, den ohnehin Aufgeregten noch mehr zu reizen. Hätte et den tückischen Blick Leons bemerkt, vielleicht wäre et vorsichtiger gewesen. Aber an eine wirkliche Gesahr dachte Hermann nicht. Er wollte nur Leon klar machen, daß er gewillt sei, Maja vor ihm zu schützen. Dieser jedoch sah sich, so nahe am Ziele, wie er glaubte, wieder um den Erfolg seiner Bemühungen gebracht. Unb gerade durch denjenigen, den er am meisten haßte auf der Welt. Er bemühte sich daher nach Kräften, den Gegner zu demütigen,^fich an ihm zu rächen. Aber all seine giftigen Reden prall­ten ab an der kühlen Ruhe Hermann Walter«,

Silan abonniert auf bie täglich erscheinenbeOberhessi; che . Zeitung" bei allen Postämtern unb unfern Zeitungsstellen rn So 1VU Kirchhain unb Wetter sowie bei unserer Expedition Markt 21. Der Bezugspreis beträgt durch bie Post 2,25 Mk. (ohne Bestellgelb), bei unfern Zeitungsstellen und der Expebition 2 Mk.

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sten und tiefempfundensten Dank aus. Eure Majestät wiffen, mit welchen Gefühlen der auf­richtigsten Freundschaft mein hochseliger Vater schon mit Kaiser Wilhelm dem Großen und dar­nach auch mit seinen Nachfolgern auf dem deut­schen Kaiserthron eng verbunden wat. In we­nigen Tagen sind 20 Iahte verflossen, seitdem die göttliche Vorsehung das ruhmreiche Szepter der ! deutschen Kaiser in Eurer Majestät tatkräftige Hand gelegt. Die deutschen Fürsten und da» deutsche Volk werden bann auf eine Entwicke­lung der geistigen und materiellen Kräfte des Reiches im Dienste des Friedens zurückblicken Der Besuch des Königs von Schweden. X*

' Berlin, 1. Juni. Der König von Schweden Ihnte von größter Bedeutung, indem sie eine jmachte am Nachmittag bei den hier weilenden I glückbringende Entwickelung der freundschast- Fürstlichkeiten und Botschaftern Besuche. Er I ^chen Beziehungen zwischen unseren beiden empfing dann in den Königskammern das diplo- I Ladern bezeichnen. Durch die vor wenigen matische Korps und begab sich hierauf mit der I gß0$cn abgeschlossenen Nord- und Ostsee-Ver- Königin nach dem Mausoleum in Charlotten- I träge> roeI$e $ut Befestigung des Weltfriedens >burg jur' Niederlegung von Kränzen. Der I kirnen, sind auch unsere Länder in nähere Ver- »Nordd. Allg. Ztg." zufolge wurde dem Reichs- I &inbung getreten. E» ist meine fest« Ueberzeug- kanzlet der gestern verliehene Seraphinenorden I ung> ^ diese Verträge zur wirk amen Förde- vom König von Schweden persönlich überreicht. | Iung her beiderseitigen Interessen und zur

Heute früh 8 Uhr hielt der Kaiser Parade I dauernden Festigung der guten Beziehungen ab über die Truppen der Garnison von Berlin I Aschen uns beitragen werden. Ich möchte auch unb bcn Nachbarorten. Das Wettet wat sehr I daraus Hinweisen, daß baut dem tatkräftigen schön, aber überaus heiß. Aus den Zufahrt»- I gnterefie Eurer Majestät heute übers Jahr eine straßen zum Paradeseld begrüßten zahlreiche I neue Verbindung für den wirtschaftlichen Ver- Zuschauer die Majestäten und deren hohe Gäste I feJ)t 3W^ett Deutschland und Schweden fertig mit begeisterten Kundgebungen. Die große ge|tet(t jein wird, welche, 'wie ich zuverstchtig Tribüne war dicht besetzt; ein zahlreicher Wa- I eine weitere Brücke zwischen den Herzen genpark war ausgesahien, unter deren Insassen I ^^ic stammverwandter Völker bilden möge, zahlreiche Mitglieder der Hofgesellschaft und der I «n diesem Sinne erhebe ich mein Glas und hohen Diplomatie, sowie zahlreiche Ausländer | trinfe j,as Wohl Seiner Majestät des Deut« sich befanden. Mit dem Kaiser ritten der König I ^en Aasers, Königs von Preußen, Ihrer Ma- von Schweden in der Uniform seines Regiments I ^stät der Kaiserin und Königin, der gesamten Derfflinger, der Gtoßherzog von Baden und die I Kaiserlichen und Königlichen Familie und de» hier weilenden Prinzen. In einem sechsspan- Deutschen Reiches!" Vor der Galatafel emp- nigen Wagen folgte die Kaiserin mit der Ko- I ^ng ^ei König von Schweden den Reichskanzler nigin von Schweden, der Prinzessin Viktoria I Fürsten v. Bülow, den Oberhofmarschall Grafen

Luise und der Braut des Prinzen August Wil- I JU Eulenburg unb den Staatssekretär bes Aus­helm von Preußen; in einem zweiten Wagen | bärtigen v. Schon. Der König äußerte, baß et

folgte bie Großherzogin von Baben mit der erfreut sei über den schönen, zu Hetzen

Kronprinzessin, in weiteren Wagen die anderen gehenden Empfang in Berlin und die überaus hier weilenden Prinzessinnen. In der Suite 1 freundliche Haltung bet Berliner Bevölkerung; ritten bie fremdländischen Offiziere. Cs fand et gerührt von den empfangenen Ein­

nur ein Vorbeimarsch statt. Der Kaiser führte I drücken. Der König verlieh dem Reichskanzler das zweite Gardereginient dem König von unl) hem Oberhofmarschall den Seraphinen- Schweden und den fürstlichen Damen vor. umden, dem Staatssekretär des Aeußeren die 934 Uhr setzte sich der Kaiser mit dem König I Kette zum Großkreuz des Nordstetnordens. Der von Schweden an die Spitze der Fahnenwm« I Kaiser verlieh dem schwedischen Gesandten Gra- panie und ritt unter dem Jubel des Publikums I =en Daube den Roten Adletorden 1. Klaffe, zum Schloß. Berlin, 31. Mai. Der König von 1 Schweden erwiderte auf die Ansprache des Kai­sers bei der Galatasel mit folgendem Toast: Eure Kaiserlichen und Königlichen Majestäten! Für die überaus freundlichen Worte, die Eure Majestät soeben an uns gerichtet haben, sowie für den großartigen und herzlichen Empfang, welcher der Königin und mir hier zuteil gewor­den ist, spreche ich Eurer Majestät unseren innig«

, . , . I Stellung zu erringen. Sylvia lächelte, wenn sie

-Nachdruck verboten.! ?Un«bm, bod) sagte sie nichts. Sie

-Di- I hütete sich, Leon noch mehr aufzurerzen.

AM tfreunoinnen. ** Eine Woche war vergangen. Maja hatte

Originalroman r;n Irene v. Hellmuth. ihre Ponys im Hettenhause eingestellt unb wat (Fortsetzung.) bann gegangen, um einige Stunben bei Lilly

Die Verlobung sollte natürlich erst veröffent- zu bleibert Dle Befferung mach e gute Fort- licht werden, wenn Lilly wieder ganz gesund schritte. Der Arzt hoffte, die kleine Pattentin war Der Arzt erklärte zwar schon am folgenden I bald ganz hergestellt haben.

Taae eine Gefahr für bas Leben des Kindes Dir Dämmerung brach an. Es war ein beliebe nicht mehr, dennoch beharrte Maja dabei, I mondheller Wnteri^end. LE stand am Fen- etst bie völlige Genesung ihres kleinen LieblingsJ stet und bttdte hinaus. Er ermattete mit Hn- Lkrten zu wollen. Ihrer Freundin Sylvia^'deinen M°i°s. «1- wurde ic hatte sie es zwar unter dem Siegel der Ver­schwiegenheit mitgeteilt, doch sonst wußte nie­mand davon. Die Freundinnen sahen sich in diesen Tagen nur flüchtig, da Maja ihre ganze Zeit dem geliebten Kinde widmete; denn Lilly weinte stets, wenn Maja fortging. Sylvia fand sich in recht gedrückter Stimmung. Der Vater nahm sie fast vollständig für sich in Anspruch und auch Leon bewachte argwöhnisch jeden ihrer Schritte. So war es ihr nicht möglich, mit dem Geliebten zusammenzukömmen. Sie ahnte es, Hermanns Geduld würde bald zu Ende sein und doch war auf eine Sinnesänderung des Vaters nicht zu hoffen. Leon sorgte wohl dafür, daß der eigensinnige Mann bei seinem Entschluß be­harrte. Mit Bitten, das wußte sie, war hier nichts auszurichten. Das Leben im Hause schien Ihr beinahe anerträglich. Leon befand sich in sehr gereizter Stimmung. Der Vater fing be­reits an, ihn zu drängen. Et sollte einen Ent­schluß faffen, was et in Zukunft zu beginnen dächte. Der Sohn sprach wie gewöhnlich von seinen großen Plänen, die aber Zeit brauchten, Mm sie zu erfüllen. Hoffte er doch noch immer, mit Maias Hand Reichtum unb eine gesicherte