Einzelbild herunterladen
 

MWWWWWM'-U. -M " ' 111............................................. ..............

iNnchdruci uetlcicn.)

15

lachte Otti,

(Fortsetzung folgte

vorgeschriebenen schriftlichen Benachrichtigung über das Untersuchungsergebnis erfolgen. Auf telephonische Mitteilung des Untersuchungser- gebnisies kann zwar mit der Abstempelung der Sendungen begonnen werden' eine Freigabe ist jedoch nur auf Grund der schriftlichen Benach­richtigung zulässig. Die Tätigkeit der bei der Untersuchung des ausländischen Fleisches ver­wendeten Trichinenschauer ist auch in der Weise zu kontrollieren, daß ihnen von Zeit zu Zeit ohne ihr Wissen trichinenhaltige Proben vorge­legt werden.

Borstrafen. Zn der neuen Strafprozeß» ordnung, deren Entwurf bereits dem preußische« Staatsministerium vorgelegt war und voraus­sichtlich bald an den Bundesrat gelangen wird, wird auch bezüglich der Feststellung der Vor­strafen die Frage geregelt werden, inwieweit einer Bloßstellung des Angeklagten oder von Zeugen durch Feststellung früherer Bestrafungen vorgebeugt werden kann. Einer Ueberspannung der Vorstrafenkontrolle läßt sich aber auch im Verwaltungswege begennen. In dieser Bezieh­ung schweben zur Zeit Erwägungen zwischen den beteiligten Ressorts.

Der Kaiser reiste gestern Nachmittag 3% Uhr nach Briesen zur Pürsche bei Altmadlitz ab. Am Abend um lOM, Uhr erfolgte die Weiterreise von Briesen nach Marienburg, wo der Kaiser morgen Vormittag 9 Uhr 28 Min. zur Burgbe­sichtigung eintrifft. Um 11% Uhr vormittags erfolgte die Ankunft in Prökelwitz zu mehrtägi­gem Jagdaufenthalt.

Ein Automobil-Haftpflichtgesetz.

Einige Zeitungen teilen verschiedene Einzel­heiten aus dem, den Beratungen des Bundes- ratsausschusses unterliegenden Entwürfe eines Automobil-Haftpflichtgesetzes mit. Danach soll analog dem Tierhalter, derHalter" des Auto­mobils und nicht wie bisher der Chauffeur, für persönliche und sachliche Schäden, die sein Auto­mobil verursacht, haften. Von einer Bildung von Zwangsgenossenschaften aber soll abgesehen werden. Man wird gut tun, die Veröffentlich­ung des Entwurfes abzuwarten, bevor man zu seinem Inhalt Stellung nimmt. Dagegen ist die Aeußerung berechtigt, die der sächsische Minister des Innern, Graf Hohenthal, in der sächsischen Ersten Kammer bei einer Debatte über das Automobilwesen getan hat. Er erklärte nämlich, daß öffentliche Wettfahrten, mögen sie heißen wie sie wollen, im Königreich Sachsen nicht mehr gestattet werden sollen, daß Wege unter be- stimmten Voraussetzungen gesperrt werden kön­nen und daß die Erhebung von Wegegeldern für Automobile tunlich ist. Was die sonst noch ge­äußerten Wünsche anlange, die durch Verein­barung mit anderen deutschen Staaten verwirk­licht werden möchten, wie bei Schaffung einer Zwangs - Haftpflicht - Versicherung der Kraft­wagenbesitzer,' Gefängnisstrafe sii^ Krastwagen- besitzer, die einen Unfall veranlaßt haben und nicht zur Feststellung ihrer Personalien halten bleiben, Einführung von Geschwindigkeits­messern, besonderer Schutz der Kur- und Er­holungsstätten, Heranziehung der Automobile zu den Wegebaukosten und ob nicht den Auto­mobilfahrern z. B. für die engen Straßen der Großstädte das geruchlose Fahren uorgeschrieben «erden könne, so versprach der Minister sein Bestes tun zu wollen. Er verhehlte dabei aller­dings nicht, daß es nicht immer möglich fein werde, Erfolge zu erzielen, da die Befürworter derartiger Anträge schon wiederholt beim Bun­desrate nicht durchgedrungen seien.

Der heutigen Nummer liegt bei Kreisblatt Nr. 42.

von 1273 995 Personen eine Gesamteinnahme von 46 883140 M erzielten. Die Einnahmen der beiderseitigen Organisationen waren also beinahe gleich groß. Die Ausgaben aber bezif­ferten sich bei den deutschen Gewerkschaften in dem angegebenen Jahre auf 36 963 413 gegen 39173 520 =,k bei den Trade-Unions. Danach könnte man meinen, die deutschen Gewerkschaften hätten sparsamer gewirtschaftet als die engli­schen. Dem ist aber nicht so. Schon der Titel Streikunterstützungen zeigt den großen Unter­schied zwischen deutscher und englischer Eewerk- schaftsverwaltung. Die deutschen Gewerkschaften verbrauchten 14 543 621 M, die englischen nur 3 090 340 M. Also in Deutschland gingen 39,4 Prozent der Gesamtausgaben auf Streikausga- ben drauf, in England aber nur 7,9 Prozent. Das ist ein gewaltiger Unterschied, aus dem man erkennen kann, was die Klassenhetze der So­zialdemokratie für Opfer von den Arbeitern fordert. Naturgemäß kann unter solchen Um­ständen die deutsche Gewerkschaftsbewegung für andere Zuwendungen an ihre Mitglieder nicht so erhebliche Mittel flüssig machen wie die eng­lische. Die Trade-Unions bewilligten 1906 an Arbeitslosenunterstützung 8 425 840 J*. (21,5 Prozent der Gesamtausgaben), an anderen (Kranken- u. Altersunterstützungen) 18 459 860 M (47,1 Prozent), diefreien" Gewerkschaften Deutschlands verausgabten dafür nur 3 411518 J*. (9,3 Prozent) bezw. 5156 543 M (13,8 Pro­zent). Freilich hat in Deutschland das Gesetz dis Gewerkschaften von derartigen Unterstützun­gen durch die Arbeiterversicherung entlastet; aber es liegt immerhin für sie nahe, die Arbeits­losenunterstützung auszubauen und nicht sogar darin hinter den Trade-Unions zurückzubleiben. Sehr beachtenswert ist auch die Tatsache, daß die Verwaltungskosten bei den deutschen Gewerk­schaften um die Hälfte mehr betragen als, bei den Trade-Unions, obwohl dort das Unterstütz­ungswesen wohl einen größeren Vcrwaltungs- axparat als hier erfordern mag. Diefreien" Gewerkschaften brauchten 13 851731 (37,5

Prozent) die englischen Gewerkschaften nur 9191480 cU (23,5 Prozent) füj Verwaltungs­zwecke. Das sind Ziffern, die dre deutschen Ar­beiter, insbesondere die Mitglieder der sozial- demokratischen Gewerkschaften genau beachten sollten. Es ergibt sich hieraus deutlich, daß Streikorganifationen für die Arbeiter teuere Einrichtungen sind und daß die nicht auf den Klassenlampf eingeschworenen Trade-Unions ihren Mitgliedern weit höhere Vorteile bieten, als dis unter sozialdemokratischem Kommando stehendenfreien". Gewerkschaften.

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

»n, Keilage«: Literarischer A-r-i,«".Laadwirtschaftliche K-il-g.« m» »IUaft-i-rt., z<m«tas»t,latt«.

Marburg

onnabend, 23. Mai 1908.

Daß ich auch gar nichts merkte von Eurem Vorhaben," murmelte er,o, Weiber, Ihr seid schlau!"

Während der Pause sprach er fast nichts. Als aber am Schluß der Vorstellung ein wahrer Sturm losbrach und die Menge dem Sänger zu­jubelte, als der Vorhang sich wohl ein Dutzend mal hob, da sagte der Baron mit tiefem Auf­atmen:

Es war sehr schön! Der Junge leistet auch hier etwas Großes."

Die Gattin nickte ihm mit glücklichem Lä­cheln zu und bat mit Tränen in den Augen: Willibald ich bitte Dich, komm mit!"

Wohin?" fragte er argwöhnisch, indem ihm eine tiefe Röte in die runden Wangen stieg.

,Lu ihm, zu unsrem Jungen! Bitte, bitte! Hermann wäre überglücklich, könntest Du ihm verzeihen!"

Er erwiderte nichts, sondern sah gedanken­voll vor sich hin. Die Baronin ließ nicht nach mit Bitten; endlich murmelte er:

Sei's drum! Es wird mir ja doch nichts helfen, mich länger zu sträuben! Das war schlau eingefädelt! Aber die Sorge um Dich die hättest Du mir sparen können!"

Verzeihe, Willibald," bat die Gattin weich. Freiwillig wärst Du ja doch nicht mitgegangen!" Sie sah, wie es arbeitete in seinen Zügen, wie der lang genährte Widerstand sich noch­mals aufbäumen wollte; es kostete ihm einige Ueberwindung, aber schließlich gab er nach.

Die Baronin war überglücklich. Schweigend wurde die Fahrt nach der Wohnung Hermanns zurückgelegt. Jedes war mit seinen eigenen Ge­danken beschäftigt, nicht einmal die übermütige Baronesse fand etwas zu lachen.

Der alte Franz wußte sich kaum zu fassen

Monarchenzusammenkünste. Auch in die­sem Jahre verlautet, daß König Eduard und Kaiser Wilhelm sich in Homburg v. d. H. gegen Mitte August treffen werden. König Eduard werde sich auf seiner Reise nach Marienbad einige Stunden dort aufhalten. Von einer dies­jährigen Zusammenkunft des Kaisers mit dem Zaren wird nach derTägl. Rdsch." in Hofkrei­sen gleichfalls gesprochen. Es wird behauptet, daß zu derselben Zeit der Deutsche Kaiser von seiner Nordlandsreise zurückkehren werde und es sehr wahrscheinlich sei, daß bei dieser Gelegen­heit eine Begegnung der beiden Souveräne aus hoher See stattfinden werde. Ueber den genauen Zeitpunkt, sowie den Ort der Begegnung seien noch keine Vereinbarungen getroffen. In Berlin ist von dem Plane bisher nichts bekannt. In­dessen hat man diese Begegnungen zwischen Kai­ser und Zar stets bis zum letzten Augenblick ge­heim gehalten. Jedenfalls läge eine solche Zu­sammenkunft um so mehr im Bereich der Wahr­scheinlichkeit, als vorher bekanntlich der Besuch Eduards in Reval stattfindet.

Das Großherzogspaar von Hessen ist gestern Nachmittag 4 Uhr 16 Min. mittels Sonderzuges aus Rußland nach Darmstadt zurückgekehrt.

Bom Bundesrat. In der gestrigen Sitzung des Bundesrats wurde dem Entwurf des Ge­setzes für Elsaß-Lothringen über die Bergwerks­besteuerung Zustimmung erteilt.

Die süddeutschen Bürgermeister besichtig­ten gestern Vormittag die technischen Unter­richtsanstalten von London.

Das Oberkommando der Schutztruppen hat sich, wie wir hören, in diesem Jahre zum , ersten Male, einer Gepflogenheit angeschlossen, die von den Bekleidungsämtern, von der preußischen Feldzeugmeisterei, von den Artillerie- und Tor­pedowerkstätten usw. schon seit langem geübt wird. Alljährlich finden nämlich an der Deut­schen Versuchsanstalt für Lederindustrie zu Frei­berg in Sachsen Kurse statt, in denen Offiziere und Beamte der Bekleidungsämter usw. über die Merkmale unterrichtet werden, nach denen das Leder auf seine Güte beurteilt wird. Bei den Lieferungen für die Schutztruppen spielt natür­lich auch das Leder eine Rolle. Nunmehr hat auch das Oberkommando der Schutztruppen Offi­ziere zu diesen Kursen entsandt.

Bei Durchführung "der tierärztlichen Un­tersuchung des ausländischen Fleisches wird viel­fach von den bakteriologischen und chemischen Einrichtungen der Beschaustellen nicht genügend Gebrauch gemacht. Die häufigere Vornahme bakteriologischer Untersuchungen ist zur Gewin­nung von Erfahrungen über die Beschaffenheit des ausländischen Fleisches erwünscht. Es wird dafür zu sorgen sein, daß Nährböden für bak­teriologische Untersuchungen stets in gebrauchs­fähigem Zustande vorhanden sind. Die Frei­gabe von Sendungen, die einer chemischen Unter­suchung unterzogen worden sind, darf, soweit Untersuchung und Abfertigung der Sendungen nicht in einer Hand liegen, erst auf Grund der

Englisches und deutsches Gewerkschafts- weseu.

Einem in denSozialistischen Monatsheften" anoGellten Vergleiche zwischen den Eewerk- schastsfinanzen in Deutschland und in England ist zu entnehmen, daß im Jahre 1906 die 66 der Generalkommission an geschlossenenfreien" (so­zialdemokratischen) Gewerkschafts - Verbände 1689 709 Mitglieder zählten und 46 602 939 M Jahreseinnahme hatten, während die 100 haupt­sächlichsten englischen Gewerkschaften, über die das dortige Arbeitsamt regelmäßige, Jahres­berichte herausgibt, bei einem Mitgliederstand

die Augen voll zu dem Vater auf und sagte mit allerliebster Schelmerei:

Gefällt Dir der Herr nicht, Papa?"

Das läßt sich nicht so rasch entscheiden; aber mir scheint. Dir gefällt er schon sehr gut? Was?"

Otti nickte lebhaft.

Ja, Papa, sehr! Und einen schönen Na- men hat er: Hugo! Wie weich und angenehm das klingt! Und er lud mich, sowie Euch alle, ein, ihn zu besuchen. Er ist Besitzer eines Gutes, gar nicht weit von Neunlinden. Er will mir seine Pferde zeigen, Reitpferde echter Rasse, darunter soll ein reizendes Damenpferd sein. Uno das Reiten, sagt er, will er mir lernen. O, es ist gar nicht schwer. Er meint, ich würde sehr elegant zu Pferde sitzen, weil meine Figur sich herrlich eignen würde. Ach Papa, wie ich mich freue, da^ kannst Du gar nicht glauben. Es muß sehr, sehr schön sein."

Na, das sind ja nette Sachen, die ich da z» hören bekomme," meinte der Baron trocken. Was sagst Du denn dazu?" wandte er sich an seine Gattin.Wußtest Du etwas von der Ge­schichte?"

Nein," lächelte diese.Ich weiß nur, daß Otti sich gegen Abend am ersten Tage unseres Hierseins verirrt hat und daß jener Herr sie auf den rechten Weg wies. So sagt sie mir wenig­stens." ,, , .

So so?' Na, damit ihr das nicht noch ein­mal passiert, werde ich sie stets begleiten."

Ach, dann verirren wir uns alle beidtz.

Tie Freundinnen.

Originalroman r;. Irene v. Hellmuth.

(Fortsetzung.)

Vom ersten Akt sah sie fast nichts. Doch ihr Gatte folgte aufmerksam dem Gang der Vor­stellung. Als aber im zweiten Akt die feierliche Stimme Hermanns durch den weiten Raum schallte und er schon bei seinem ersten Auftritt die Hörer gefangen nahm, da spannten sich die Züge des Vaters, seine Brust hob und senkte sich in raschen Atemzügen, die Augen hafteten unverwandt an der herrlichen Gestalt des Sän­gers. Die Baronin wußte es: Der Vater hatte den Sohn erkannt, sobald er die Buhne betrat.

Was ist das?" flüsterte er erregt,das rst ja Hermann! O, nun begreife ich alles! Zhr habt mich überrumpelt!"

Die Baronin forschte ängstlich in den, Zü­gen des Gatten, aber als sie bemerkte, daß die Falte auf seiner Stirn mehr und mehr schwand, atmete sie erleichtert auf.

,.Ja, Hermann," entgegnete sie leise,und nicht wahr, Du läßt den alten Streit jetzt be­graben und vergessen sein?"

Sie faßte seine Hand und drückte sie leise.

Wir haben doch nur den Einzigen--

Der Baron machte eine abwehrende Hand­bewegung; die Gattin wußte es aber doch: der Plca würde gelingen. Sie fühlte es mit glück­lichem Herzen: Die Macht des Gesanges hat den Vater endlich bezwungen er wird verzeihen. Er saß weit vorgebeugt und lauschte, nur von Zeit zu Zeit warf er einen raschen Blick auf seine Gattin, die in tiefster Bewegung dasaß.

MM

vor Verwunderung. Er wollte es gar nicht glauben, daß der Herr Baron wirklich gekom­men war und kraute sich in der Verwirrung den struppigen Kopf.

Und als Hermann endlich erschien, da blieb er erst zögernd auf der Schwelle stehen. Doch dann eilte er auf den Vater zu mit den erregt hervorgeftoßenen Worten:Vater, mein Vater, ich danke Dir, daß Du gekommen bist! Du ahnst nicht, wie glücklich Du mich machst! Uno nicht wahr, Du verzeihst mir?"--

Der Baron streckte ihm die Hand entgegen.

Mein Sohn, mein Junge!"

Seine Stimme klang bewegt, als ec fort­fuhr:Du hast mich bezwungen, Hermann! Während ich Deinem Gesang lauschte, drängte sich nur die Ueberzeugung auf, daß Du recht gewählt hast. Und ich sage Dir jetzt: Bleibe, was Du bist. Du hast die vielen Menschen heute erfreut durch Deine Kunst, hast ihnen einen hohen Genuß bereitet. So solls auch ferner sein'"

Bravo!" jubelte Otti und klatschte in die Hände.Weißt Du, Papa, wer zuerst auf die Idee kam, Dich mit List in das Theater zu locken? Das war ich! Hermann hat es mir allein zu danken, daß Du Dich mit ihm ausge- jöhnt hast!"

Schlau, schlau, für so schlau hätte ich Dich gar nicht gehalten " spöttelte der Baron.Aber nun sage mir mal, wo hast Du denn den Herrn kennen gelernt, der Dir heute so eifrig den Hof machte? He? Ich war sehr überrascht, als er sich mir so plötzlich vorstellte und tat, als wäre er schon jahrelang mit Dir bekannt. Dabei ist diese Range erst ein paar Tage hier."

Otti wurde sehr rot. Doch nur einen Au­genblick dauerte ihre Verlegenheit. Sie schlug

Saatenstand in Preußen.

Berlin, 21. Mai. Saatenstandsbericht in Preußen Mitte Mai (2 gut, 3 mittel, 4 gering): Winterweizen 2,5 (im Mai des Vorjahres 3,3), Sommerweizen 2,7 (2,6); Winterspelt 2,3 (2,8); Winterroggen 2,7 (3,0); Sommerroggen 2,7 (2,8); Sommergerste 2,5 (2,5); Hafer 2,6 (2,5); Erbsen 2,7 (2,6); Ackerbohnen 2,6 (2,5); Wicken 2,7 (2,6); Kartoffeln 28 (27); Zuckerrüben 2,6 (6,6) ;Winterraps und Rüben 2,7 (3,6); Flachs 2,8 (2,7); Klee 2,5 (3,3); Luzerne 2,4 (3,1): Rieselwiesen 2,4 (2,6); andere Wiesen 2,8 (3,0), Wegen Auswinterung, Mäuseschaden, Schnecken- fraß und dergleichen umgepflückte Flächen: Winterweizen 3,01 Proz. (Mai 1007 3,4 Proz.); Winterspelt 0,43 Proz. (9,39 Proz.); Winter­roggen 1,11 Proz. (3,45 Proz.); Winterraps 2,42 Proz. (2,62 Proz.); Klee 1,37 Proz. (10,27 Proz.) und Luzerne 0,25 Proz. (30,80 Prozent).

In den Bemerkungen derStatistischen Kor­respondenz heißt es: Der verflossene Berichts- monat Mitte April bis Mitte Mai hat die er- wartete allgemeine Entwicklung erst in den letz, ten Tagen gebracht. Die schon im April er­wähnte ungünstige Witterung herrschte auch vorwiegend im Verichtsmonat. Die Nachrichten über Schädlinge sind kaum von Bedeutung. Ebenso wie die Sommerbestellung im Rückstand« ist, dürfte auch die Umackerung noch mancher Winterfelder ihrer Ausführung harren. Eigent- liche Auswinterung ist in bedeutendem Umfang« nur bei englischen Weizensaaten, weniger bei den anderen Winterfrüchten und Futterpflanzen vorgekommen. Obgleich das der Jahresernt« entsprechende Wachstum nicht allgemein erreicht wurde, ist eine ungünstige Beeinflussung durch das naßkalte Frühjahrswetter zumeist doch nur in einigen, davon besonders betroffenen Lagen, allgemeiner allerdings bei Winterroggen und Oelfrüchten wahrzunehmen gewesen, indem et»

Man abonnier' auf die täglich erscheinendeOberhessische « . 4 4X4 Zeitung" bei allen Postämtern und unser« Zeitungsstellen m

1 ZI Kirchh ain und Wetter sowie bei unserer Expedition Markt 21. * ** Der Bezugspreis beträgt durch die Post 2,25 Pik. (ohne

Bestellgeld), bei unser» Ze^Ämgsstellen und der Expedition 2 Mk.

Die Jnsertionsgebühr beträgt sür die 7gespaltene Zeile oder deren Raum "15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. in Druck und Verlag t Joh. Aug. Koch, Universitätsbuchdruckerei x)W*J*ö< Inhaber Dr. C. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.