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teiischer Weise ausüben und sich dabei an Me bisherige Uebung anschließen, soweit dies mit den erlassenen neuen Vorschriften vereinbar ist.
Marburg
Dienst-«, 19. Mai 1908.
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reise Her.
Nachdruck verboten?
Die Freundinnen.
Originalroman rr.i Irene v. Hellmuth.
‘ S Fortsetzung.)
„Also, das wollt ich sagen," begann Franz hie Unterhaltung, „und die Kathrine, — von der Du neulich erzähltest — die habe ich dieser Tage stial besucht. Die freute sich doch wie närrisch, eis sie mich nach so vielen Jahren wiedersah."
„So, so," machte Fritz gedehnt, „hast ihr wohl ordentlich den Hof gemacht?"
Franz tat ganz beleidigt.
„Wo denkst Du hin? Ich werde so einer alten Schraube den Hof machen! Da gäbe es in der Stadt doch noch ganz andere — ganz andere! So alt und so häßlich habe ich mir das ehemals so frische Mädel nicht vorgestellt. Und gut scheint sie es auch nicht zu haben. Ich saß bei ihr in der kleinen Küche. Was wahr ist, muß man sagen: sauber wars ja bei ihr, blitzsauber und nett, aber — nicht die geringste Kleinigkeit hat sie mir vorgesetzt, wo sie doch früher immer, irgend etwas Feines auftischte. Ich glaube, jetzt ist Schmalhans Küchenmeister bei ihr."
„Ja," meinte Fritz mit bedauerlichem Achselzucken, „Kathrine erzählte mir neulich ein 6tüd; von der unglücklichen Ehe ihres Herrn, der hat halt Pech gehabt, wie es so vorkommt im menschlichen Leben. Herr von Brandt ist ja ein Ehrenmann vom Scheitel bis zur Sohle, weißt Du, aber vornehm und stolz tut er, trotzdem er kaum das Nötigste besitzt. Und die alte Wirtschafterin darbt mit ihm, wenn es sein muß. Ich glaube, die ist im Stande, heimlich ihr Geld dabei zuzusetzen. Denn wisien darf., der gnädige Herr das nicht, das gäbe einen Höllenskandal!
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Di« JnsertionSgebühr beträgt für di« Tgefpoltene Zeile oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. — «n Druck und Verlag: Joh. Lug. Koch, Unioerfitätsbuchdruckerei Inhaber Dr. T. Hitzeroth Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
fröhlich, „daß wir aus , . .
Rumpelkasten endlich herauskommen! Aber etwas anderes war ja in dem Nest da draußen absolut nicht aufzutreiben. Na, hoffentlich ist unsere Mission bald beendet!" —
Franz, der seinen alten Freund Fritz mit kurzem Gruße veerabschiedet hatte, wandte voll Eifer an die ältere Dame: „Vor allen 5L
— Vom Kaiser. Der Kaiser übersandte dem Klosterprobste Frhrn. Rochus v. Liliencron ein Beileidstelegramm anläßlich des Todes seiner Gemahlin, die zur Beisetzung nach Charlotten- burg übergeführt wurde. An der Trauerfeier nabm auch Prinzessin Heinrich von Preußen teil, die zu einmonatigem Aufenthalt mit ihrem Hofstaat von Kiel nach Hemmelmark übergesiedelt ist.
— König Leopold von Belgien empfing am Sonnabend Abend in Wiesbaden den Besuch des deutschen Reichskanzlers Fürsten Bülow.
— Ein preußischer Richterverein. Einer Anregung aus richterlichen Kreisen folgend, hat die Redaktion der „Deutschen Juristenzeitung" den ersten Schritt zur Begründung eines preußischen Richtervereins und eines deutschen Richterbundes getan. Die Redaktion der Zeitschrift bittet alle preußischen und nichtpreußischen Richter, die ein Interesse an der Gründung eines preußischen Richtervereins oder eines deutschen Richterbundes haben, ihr briefliche Mitteilung zu machen, fei es durch Erklärung ihrer grundsätzlichen Bereitwilligkeit, Mitglied einer solchen, zu begründenden Vereinigung zu werden, sei es durch Einzelvorschläge über die Organisation.
— Bezirksamtmann Schmidt. Der frühere Bezirksamtmann von Atakpame in Togo, Geo Schmidt, der durch feine Prozesse mit dem Abgeordneten Roeren sehr bekannt geworden ist, ist wieder in den Reichsdienst eingetreten. Ausgetreten war er, um seine Sache ungehinderter
— Keine falkultative Feuerbestattung hl Preußen. Das Oberverwaltungsgericht, Bet höchste preußische Verwaltungsgerichtshof, hat, wie wir bereits in letzter Nummer aus Hagen meldeten, die Klagesache des Feuerbestattungsvereins in Hagen gegen die dortige Polizeiverwaltung dahin entschieden, daß die Feuerbestattung nach den bestehenden Gesetzen in Preußen unzulässig ist. Hätte das Urteil die Zulässigkeit ausgesprochen, dann wäre damit allgemein die schrien. I fakultative Feuerbestattung in Preußen einge-
— Die Universität Lausanne und die siich- I führt gewesen. So ist es fraglich, ob die Staats- stsche Kammer. Der Vizepräsident Abg. Opitz I regierung versuchen wird, diese Zulassung aus hat mit 19 konservativen Abgeordneten folgen- I dem Wege der Gesetzgebung herbeizuführen; den Antrag eingebracht: „Die Kammer wolle I denn bei der gegenwärtigen Zusammensetzung beschließen, mit Rücksicht auf die neueren Vor- des preußischen Abgeordnetenhauses ist besten gütige an der Universität Lausanne, bei denen I Zustimmung zu einem derartigen Gesetz ganz nach den vorliegenden Zeitungsberichten eine in I ausgeschlossen. In der Begründung seines Ur- rücksichtslosester Form auftretende deutschfeind- teils sagt das Oberverwaltungsgericht u. a.: liche Gesinnung, sowie die Förderung anarchisti- I Die Feuerbestattung widerstrebt ohne Zweifel scher Bestrebungen zutage getreten ist, die I dem kirchlichen Gefühl. Aber es ist nicht anzu- Staatsregierung zu ersuchen, über diese Vor- I erkennen, daß in religiöser Beziehung ein offent«
~ ' ”" " ' i I liches Aergernis oder eine Störung der Ruhe
. ... o o „. „ = I eintreten würde. Dagegen wird das Jntereste
sität Lausanne von den Hochschulen auszuneh- I der Staatsordnung durch die Feuerbestattung men, deren Besuch bei der Zulastung zur Prüf- gefährdet, namentlich wird durch sie ein sehr ung an der Universität Leipzig in die vorbe- I wichtiges Mittel zur Feststellung von Verbrechen reitende Zeit angerechnet werden kann." I der Rechtspflege entzogen. Zugelasten ist die — Der Vorstand des internationalen Bundes Feuerbestattung bisher im Königreich Sachsen, der Landwirtschaftlichen Eenostenschaften tagte Sachsen-Koburg-Eotha, Sachsen-Weimar Wurt- in Luzern am 15. und 16. Mai unter dem Vorsitz 1 temberg, Baden, Hessen, Anhalts Sachsen-Mei- des Eeneralanwalts Geheimrats Haas-Darm- I ningen, Reuß j. L., Hamburg, Bremen Lübeck, stabt. Vertreten waren Deutschland, Italien, - Deutsch-Südwestafrika. Berlin, 16 Mai. Oesterreich und die Schweiz. Der nächste Bun- I Für das Denkmal in Windhuk zu Ehren der Ee- destag findet auf die Einladung Italiens am fallenen in Deutsch-Sudwestafrika sindbis)etzt 9n „nh 94 Aenfember in Macenza statt beim Kommando der Schutztruppen rund 2650«
23. und 24. September m P acenza irarr. mat£ einqegangen. Weitere Spenden sind drrn-
— Anweisung zur Zahlung der Beamten I erforderlich wenn ein der 2000 Toten wür- Eehälter. Der Reichskanzler hat der Reichs- diqes Denkmal, das bekanntlich auch dem Anden- hauptkaße in bezug auf die Grrouberweisung der £en der gefallenen Ansiedler und ihrer Hinter- vierteljährlich zahlbaren Beamtengehälter, der I 6ne£)enen gewidmet sein wird, errichtet werben Zivilpersonen und der Hinterbliebenenbezüge I fo££ _ Wie die „Deutsche Post" erfährt, hat der die erforderlichen Anweisungen zugehen lasten. I Gouverneur von Südwestafrika den bekannten Die neue Zahlungsweise ist nachträglich zum I Helden von Omaruru, Hauptmann Franke in Versuch auf die monatlich zahlbaren Gehalts- I das Ovamboland entsandt, um auf friedlichem gebührniste und Militärpensionen ausgedehnt I Wege unseren Einfluß zu erweitern und zu ver- “ ben stärken. Hauptmann Franke muß wegen seiner
— Vom Vereinsaesetz. Stuttgart 16. Mai. I Ruhe und gesetzten Klugheit als besr uders ge- Das Ministerium des Innern hat wie der Di? Maßnahme bezeichnet jedenfalls aufs
„Staatsanzeiger" berichtet an die Behörden n£ <,n eine kriegerische Aufrollung der
einen Erlaß über die Handhabung der Vereins- I ^vambofrage unsererseits nicht gedacht wird, und Versammlungs-Polizei ausgegeben. Dar- I pe a£)et auch nicht aus dem Auge gelösten nach soll jeder zum Schutze der polizeilich wahr- | ^ird.
zunehmenden Jnteresten nicht gebotene Eingriff I gegenüber Vereinen und Versammlungen ver- I mieden werden. Während der Abhaltung von I Versammlungen sollen Erhebungen über die Be- I ** Studentisches aus Oesterreich. Die kürz- teiligung von Personen unter 18 Jahren nicht I gemeldete Eährung unter den Studenten ist vorgeonmmen werden. Den anzeigepflichtigen I bor£ „och nicht beigelegt. Dies bestätigen fol-
Personen soll bei Entgegennahme der Anzeige I genbe Meldungen: Graz, 16. Mai. Heute kam
möglich entgegengekommen werden. Das Mi- I es 00r der Universität zu einer Schlägerei. An- nierium versteht fich zu den Behörden, daß ste I läßlich der Doktorpromotion eines katholischen
die Aufgaben des Vereinsgesetzes in unpar- I Studenten erschien der christlich-soziale Abge-
Man abonniert auf die täglich erscheinende „Oberhessische Zeitung" bei allen Postämtern und unfern Zeitungsstellen in ÄO 117 Kirchh ain und Wetter sowie bei unserer Expedition — Markt 21. * * — Der Bezugspreis beträgt durch die Post 2,25 Mk. (ohne
Bestellgeld), bei unfern Zeitungsstellen und der Expedition 2 Mk.
„Aber warum sucht sich denn die Kathrine nicht einen anderen Platz, wo ste es bester hätte?"
„Aus alter Anhänglichkeit. Sie diente schon bei den Eltern ihres Herrn und folgte dann diesem, als er fich verheiratete. Nun will fie ihn natürlich in der Not nicht verlasten.
Die beiden Alten wurden hier unterbrochen. Ein Wagen fuhr langsam vorbei und eine jugendliche Stimme rief dicht bei ihnen in anscheinend freudiger Ueberraschung: „Aber steh nur Mama, — da ist ja — das ist doch unser alter Franz! — Ja wirklich — Franz, — nun werden wir gleich haben, was wir suchen!" —
Der Angerufene drehte fich hastig um und sein Gesicht glänzte ordentlich vor Freude.
„Alle guten Geister!" schrie er überlaut — „bie gnädige Frau Baronin, und das gnädige Fräulein Otti! Und so was! Wie ich mich freue, Frau Baronin! Und wie das gnädige Fräulein gewachsen ist in den paar Jahren! Nein, — was wird mein Herr sagen, wenn er erfährt, daß die Frau Mama gekommen ist!"
Vom neuen Volksschulgesetz.
Einige linksstehende Blätter teilen aus der „Pädagogischen Zeitung" folgendes über die in Preußen geplante Neuregelung der Volksschullehrergehälter mit:
Es sollen darnach beabfichtigt sein, vier Ee- haltsklasten zu schaffen. Zur ersten Klaste sollen die Schulverbände bis zu 5000 Einwohnern gehören, zur zweiten die mit 5001 bis 10 000, zur dritten die mit 10 001 bis 40 000, und zur vierten die mit mehr als 40 000 Einwohnern. Es soll die in jeder jedesmaligen letzten Volkszählung ermittelte Zahl der Zivilbevölkerung zugrunde gelegt werden.
Das Grundgehalt soll betragen: für Lehrer in Klaste 1: 1350 Jt, Kl. 2: 1350—1400 M, Kl. 3: 1400—1450 M, Kl. 4: 1450—1650 M; für Lehrerinnen in Klaste 1: 1050 Jl, Kl. 2: 1050—1100 M, Kl. 3: 1100—1150 M, Kl. 4: 1150 bis 1350 M.. Die Festsetzung des Grundgehaltes in den ersten 3 Klassen innerhalb der gesetzlichen Mindest- und Höchstgrenzen soll den Schulverbänden überlasten sein, ohne daß es einer Genehmigung der Schulaufsichtsbehörde bedarf. Die Schulverbände, die zur vierten Eehaltsklaste gehören, sollen berechtigt sein, das Grundgehalt auch höher als 1650 M festzusetzen, doch bedarf ein solcher Beschluß der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde.
Alterszulagen sollen wie bisher neunmal und alle drei Jahre gewährt werden. Sie sollen betragen: für Lehrer in Klaste 1: 150 M, Kl. 2: 150—180 M, Kl. 3: 180—200 M, Kl. 4: 200—250 JL; für Lehrerinnen in Klaste 1: 120 M, Kl. 2: 120—130 M, Kl. 3: 130—140 M, Kl. 4: 140—150 J*. Auch hier sollen die Festsetzungen in den Verbänden, die zur 1. bis 3. Klaste gehören, innerhalb der gesetzlichen Grenzen ohne besondere Genehmigung der Aufsichtsbehörde erfolgen; die zur vierten Klaste gehörigen Verbände sollen über den Höchstsatz von 250 Jl hinausgehen können, doch ist die Genehmigung der Aufsichtsbehörde einzuholen. Für Rektoren und Hauptlehrer soll die Bestimmung getroffen werden, daß ihre Alterszulagen höher bemessen werden können als die der Lehrer in demselben Schulverbande.
Die „Deutsche Tageszeitung" bemerkt hierzu • /ehr richtig: Was hier als angebliche Neuigkeit frisiert und präsentiert wird, ist eigentlich uralt, Vie denn auch die „Pädagogische Zeitung" selbst ßn einem Schlußsätze anzugeben scheint. Es han« eelt sich nämlich gar nicht um die jetzigen Pläne, Indern vielmehr um die, die angeblich von den Sustäudigen Stellen gehegt wurden, bevor die lnterrichtskommission des Abgeordnetenhauses sich mit der Angelegenheit beschäftigte. Damals D bekanntlich beantragt worden, die Lehrer in .Stadt und Land grundsätzlich gleichzustel» l e n. Die Regierung wird nicht umhin können, diesen Antrag zu berücksichtigen. Deshalb scheint
gen, Frau Baronin, darf ich mir die Frage er- Dort gab es hoffentlich etwas, das sie bester lauten: „Kommen Sie von zu Haufe? Bleiben I friedigte. Sie sah fich nicht getauscht. Nachdem Sie länger hier? Wie geht es dem Herrn Da- sie allerlei Rechnungen und Paprere herausge,
ton? Noch immer feindlich gesinnt? Hat der kramt, fiel ihr ein kleines Kästchen rn dre Hande,
gnädige Herr gehört, wie berühmt wir geworden I besten Deckel sich leicht offnen ließ. Dre Baro- find?" neste stieß einen leichten Schrer aus, als fie das
„Ein bischen viel fragst Du auf einmal, I Bild gewahrte, das obenauf lag
Franz" lächelte die Baronin belustigt. „Du I „Was hast Du, Ottr? fragte dre altere sollst alles erfahren, doch nicht hier. Ist es weit Dame.
dis zur Wohnung meines Sohnes?" . „Mama komm einmal her. das rst furchtbar
Nein gnädige Frau, nur die Straße hin- I interessant!
auf” man ist gleich da.» „Aber Krnd, Du sollst nicht immer alles
So laß uns gehen doch zuvor muffen wir I durchstöbern. Was wird Hermann sagen, wenn das" Fuhrwerk unterbringen." er erfährt, daß Du in feinen Sachen herumgs-
Franz bezeichnete dem Lenker des Wagens I wühlt hast. Das schockt fich nicht.
ein in der Nähe gelegenes Gasthaus, wo er I „So sieh doch nur, Mama, — das ist ja Syk« einstweilen warten sollte. Dann geleitete er die I via, — Sylvia von Schmettwitz — rote wunder- Damen nach der Wohnung seines Herrn. I bar! Und ein Brief liegt dabei, — Mama, ist denn mein Bruder?" fragte Otti I ein richtiger Liebesbrief! Darf ich ihn Dir vor- leträaft I lesen? Ach wie lieb muß fie Hermann haben!
„In' der Probe, gnädiges Fräulein." O, das ist reizend, — ganz köstlich Was sie für
Dauert es lange, bis er kommt?" I Augen machen wird, wenn sie erfahrt, daß ich
''Manchmal sogar sehr lange." Hermanns Schwester bin. Aber bugen soll ste,
' Der Alte schlug die Hände zusammen. I Das war nun nichts für die Ungeduld der I die Duckmäuserin, weil sie mir "As sagte Ee-
Das altmodische bäuerische Gefährt, in dem I jungen Damen. I si"u beim S$tafenge6en, da
die beiden Damen saßen, hielt mit jähem Ruck. „Warten, ein schreckliches Wort," sagte fie. allerlei und ich fragte sieob sie-inenEellebtem
Fräulein Otti sprang leichtfüßig auf die Erde £n der Wohnung des Bruders angekommen, einen Verlobten oder Bräutigam habe. Ste tat
und half dann der älteren Dame beim Aus- suchte sie fich einstweilen die Zeit damit zu ver- sehr verlegen und wollte "A 'nrt der Sprach«
lteiaen treiben daß fie sämtliche Schubfächer, die nicht heraus. Ich merkte ja wohl, daß etwas los fet
Gott fei Dank," lachte das junge Mädchen verschlossen waren, einer genauen Musterung aber sie verWvieg mir den Namen. Na, war^
fröhlich daß wir aus diesem vorsündflutlichen I unterwarf. Dem alten Diener wurde es ganz I Dich kaufe rch mrr. Ich habe ihr^doch auch gleich sroyiiiy, „uuB wir - • • • unheimlich dabei zu Mute. Er empörte fich im mein kleines Abenteuer erzählt."
Stillen über die Unordnung, welche die kleinen Die Baronin war aufmerksam geworden, Hönde der Baronesse anrichteten. Welches Abenteuer?" forschte sie
Als Fräulein Otti mit der Kommode fettig I Die junge Dame big fich auf die
war die nur Wäsche und sonst allerlei uninter- I „O, es war wirklich nichts, Mama, — «ff.
e sich effante Dinge enthielt, fand ste zu ihrer Freude, der Rede wert." > i
Din- I daß auch am Schreibtisch der Schlüssel steckte. |' (Fortsetzung
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e-i uns vollkommen unnötig und irreführend, I führen zu können. Er ist bereits zu vorläufiger wenn man den angeblichen alten Plan, der jetzt J Beschäftigung in das Reichs-Kolonialamt be- Überhaupt nicht mehr existiert, wieder ausgräbt. I rufen und wird wohl bald wieder in die Ko- Wir brauchen nicht zu wiederholen, daß wir Ionien hinausgehen.
nach wie vor die völlige Gleichstellung der Stadt- - Muley Hafids Gesandtschaft. Die gestr^e, und Landlehrer fordern »on der Deutsch-Marokkanischen Gesellschaft ver-
unv Oanoteyrer ptoein. anftaltete öffentliche Versammlung war int
■ 1 1 ■1 —— I Gegensatz zu allen früheren so stark besucht, daß
der Saal des Architettenhauses den Andrang i 4Xltt|Ö)C» "Ikllh. I njcht fassen vermochte. Graf Reventlows
— Kaisertage in Wiesbaden. Wiesbaden, I Ausführungen über den Empfang der Boten 16. Mai Der dritte Tag der Festvorstellungen I Muley Hafids fanden stürmischen Beifall. Eine brachte „Moers Bibliothekar". Das Stück wurde | Gegenrede Eduard Bernsteins wurde über- sehr flott gespielt; die Ausstattung und die Ko- tüme waren neu und im Stil der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts gehalten. Mit den Majestäten erschienen der Prinz und die Prinzessin Friedrich Karl von Hessen in der Hofloge. Das Publikum empfing die Majestäten mit Hochrufen. — An der heutigen Frühstücks- tafel bei dem Regierungspräsidenten v. Meister nahmen mit dem Kaiser unter anderen teil: Reichskanzler Fürst Bülow, Botschafter Graf Wolff-Metternich, Oberpräsident Hengstenberg . .
ÄÄÄ'ÄK I Königlichen Schlosse nahm die Herzogin von Sachsen-Altenburg teil. Heute Nachmittag machten die Majestäten mit dem Reichskanzler eine Spazierfahrt. Zur Abendtafel bei Ihrer Majestäten im Königlichen Schlosse waren geladen: Prinz Friedrich Karl von Hessen mit Gemahlin und Botschafter Graf Wolff-Metternich.