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Zweites Blatt

Das reiche England. *

zenden Finanzlage Großbritanniens.

Brasilien (um 15,3 Millionen), (um 5,1 Millionen), nach Chile

«Nachdruck verboten.)

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Das Kaiserliche Statistische Amt hat auf §rund der diesjährigen Beratungen des han- zelsstatistischen Beirats und der Wettanmeld- >inaen die Ergebnisse des deutschen Außen- ßandel; im Jahre 1907 berechnet. Nach dieser tleberficht, zu der indessen bemerkt werden muß, , bei der späteren, länderweise erfolgenden eingehenden Darstellung des deutschen Außen­handels sich noch mehr oder weniger erhebliche tzlenderungen infolge von Berichtigungen er­geben können und werden beträgt der Wert her deutschen Einfuhr ohne Edelmetalle und Wertpapiere 8749,8 Millionen Mark gegen 6021,9 Millionen im Jahre 1906, der Wert der Ausfuhr ohne den erwähnten Verkehr 6850 97 gegen 6359,0 Millionen Mark. Der Wert der Edelmetalle macht in der Einfuhr 256 6 gegen 1416 7 Millionen Mark, in der Ausfuhr 249,7 hegen 119,6 Millionen Mark aus; der Wert der sein- und ausgeführten Wertpapiere ist noch nicht ieimütelt. Der Gesamtwaren- und Edelmetall­verkehr erreichte in Ein- und Ausfuhr 16,1 Mil­liarden Mark gegen 14,9 Milliarden, ohne Edel- metalle 15,6 gegen 14,4 Milliarden Mark im Vorjahre. Die Zunahme gegen 1906 ergibt mit und ohne Edelmetalle für Ein- und Ausfuhr

sein Hiersein auch nur einem ganz merkwürdigen Zufall. Er hat sich nämlich in eine junge Dame verliebt, die hier wohnt. Deshalb nahm er das Engagement an. Sonst wäre er längst am Hof­theater. Wie ich höre, singt er in einigen Tagen denProphet".

Meine Herrschaften, das dürfen Sie sich nicht entgehen lasten. Vielleicht haben Sie schon von ihm gehört? Es ist der berühmte"---

Für Maja wurde es allmählich Zeit, an die Heimfahrt zu denken. Leon begleitete sie an den Wagen. Er hielt die Hand in der seinen und drückte sie leise, Maja machte sich rasch und ungeduldig los. Dann rollte der Wagen davon.

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Deutscher Außenhandel im Jahre 1907.

Marburg

Sonntag, 17. Mai 1908.

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aufblickte. -

Aber wenn ich es wünsch«, liebster BKllibald^ nicht wahr, dann dann gehst Du doch mit ? fiel die Baronin mit ihrer sanften Stimme ein. Die junge Baroneste lachte wieder in ihr Ta­schentuch hinein, was ihr von der Mutter einen vorwurfsvollen Blick eintrug. u

Otti, was gibts denn dabei zn Zachen? fuhr der Vater sie streng an.N-- ' gehe

ich mit, wenn Du es wünschest, mc natürlich" wandte er sich freunblu., an seine

als hätte ste dieses Gesicht schon irgendwo ge­sehen. Sie grübelte darüber nach. Auch die Stimme klang so ungemein sympathisch.

Der Aufenthalt hier hat für ste auch be­sondere Vorteile," mischte sich Maja in« Ge­spräch,denn es ist gewiß angenehm, auf dem Lande zu wohnen und doch nicht allzu weit von der Stadt entfernt zu. fein. Der Weg dahin ist aut passterbar und wenn Sie sich langweilen so können Sie in der Stadt Zerstreuung suchen. Wir haben da ein sehr gutes Theater wenn es fich auch mit einem Refidenztheater nicht niesten kann, so"-- , ,,,

In das Theater gehen wir nicht, unter­brach Baron Albersdorf die Rede des jungen Mädchen» so ungestüm, daß diese» verwundert

Millionen), nach der Schweiz (um 73 Milli^ nen), nach Japan (um 14,4 Millionen), nach Brasilien (um 15,3 Millionen), nach Canada (um 5,1 Millionen), nach ÜHUe (um 12 3 Millionen), nach Mexiko (um 10,1 Millionen), nach Uruguay (um 7,7 Millionen), nach Argen­tinien (um 9 Millionen), nach den Bereinigten Staaten von Amerika (um 16 Millionen Mark).

In der Einfuhr ragen besonders die Ver­einigten Staaten mit 1319,3 Millionen gegen 1236,4 Millionen Mark im Vorjahr, Rußland in Europa mit 1047,2 gegen 1033,6 Millionen, Großbritannien mit 976,5 gegen 824,4 Millio­nen, also einer Zunahme um 152,1 Millionen

Man abonniert auf die täglich °rschemsndeOberhesslsche js ne

Die Freundinnen.

Originalroman vcn Irene v. Hellmuth.

(Fortiehung.)

Run, wie Du meinst, mein Engel," entgeg­nete der alte Herr in sanftem Ton.Ich soll ihr in allen Dingen zustimmen," wisperte er Syl­via zu.Der Doktor verlangte das ganz be­stimmt von mir. Widerspruch vertragen solche Kranke nämlich nicht."

Was flüsterst Du denn, Willibald?" fragte seine Frau in kläglichem Ton.

O nichts von Bedeutung, Liebste!"

Sie müssen nämlich wissen," fuhr Baron von Albersdorf leise fort, der Dottor nimmt di« Sache sehr ernst. Er bedeutete mir mehrmals, daß Vorsicht geboten sei."

Er seufzte und fügte laut hrnzu:So willst Du also hier bleiben, mein Schatz?

Wenn wir die nötigen Zimmer bekommen, gewiß!" . ,

Ich denke, es ließe sich einrichten," meinte Sylvia nachdenklich.Im Dorfe freilich ist nur ein einziges Gasthaus, aber es kehren öfters Fremde dort ein und die Wirtin versteht we­nigstens zu kochen. Wohnen könnten Sie ja bei uns. Wir haben Platz genug im Haus«. Wenn das gnädige Fräulein mein Zimmer mit mir teilen möchte und Ihnen unser bescheidenes Gast­zimmer genügt, so ließe fich das leicht machen."

Die Baronin zeigt fich ganz entzückt von dem Vorschlag. Ihr feines Gesicht rötete sich.

Sie sind sehr gütig, mein Fräulein!" rref sie, »ich hoffe, Sie besuchen uns auch einmal in Ber­lin, daß wir Ihre Liebenswürdigkeit vergelten können!"

Sylvia mußte die zarte Frau immer be­trachten, sie wußte selbst nicht, warum. Ihr war.

Ach, lassen Sie nur, der Name tut nichts zr Sache," fiel die Baronin rasch ein. 6L räusperte sich ein paarmal und zeigte sich so un- rubia, daß der Gatte ihr wiederholt besorgte Bnae zuwarf.

Ist Dir nicht wohl?" fragte er zärtlich.

O, doch doch! Ich hoffe, mein leidender Zustand bessert sich bald. Ich habe so eine Art Vorgefühl."

Das gebe Gott," seufzte der Baron.

>ie direkten Kriegssteuern, sondern auch ein be­trächtlicher Teil der damals eingeführten Ver­brauchsabgaben ist ruhig weiter erhoben wor­den. Dies gilt insbesondere auch von der jetzt ermäßigten Zuckersteuer, deren bisherige Höhe erst aus der Zeit des südafrikanischen Krieges dattert. Diese Entschlossenheit der Regierung, von der Bevölkerung sicher schwer empfundene Steuern aufrecht zu erhalten, obwohl ihr: Zweck­bestimmung, die Kosten des Krieges zu decken, fortgefallen war, und die patriotische Bereit­willigkeit der Volksvertretung, diese Steuern einfach von Jahr zu Jahr weiter zu bewilligen, bilden in der Tat die Hauptursachen der glän-

auch?"

Die Angeredete seufzt. -

wandte fich mit schelmischem Lächeln an Baro­nesse Otti:Sie müssen nämlich wissen, unser Stadttheater besitzt heuer einen Sänger, einen Tenor, der seines Gleichen sucht. Er bildet natür­lich den Hauptanziehungspunkt. Wir verdanken

Die JnsertionSgebühr Beträgt für die 7gespaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklame« 80 Pfennig. io Druck und Verlag: Joh. Ang. Koch, Universitätsbuchdruckerei Inhaber Dr. ».Hitzeroth .Marburg, Markt 21. Telephon55.

i Deutsches Reich.

Bon bet Reichsbankverfassung. Daß gegen­wärtig in einer Kommission unter Anhörung von Sachverständigen festgestellt wird, was an der Reichsbankverfassung geändert werden kann, ohne, daß die unentbehrlichen Grundlagen de» Bankwesens gefährdet werden, ist bekannt. So­bald die Erörterungen zum Abschluß gebracht sein werden, wird das gesamte Material im Reichsamt des Innern einer Prüfung unter­zogen und die Grundlage festgestellt werden, aus der sich die Novelle zum Reichsbankgesetz auf­bauen wird. Wann diese Novelle dem Reichstage unterbreitet werden wird, ist jetzt natürlich noch nicht abzusehen, es ist aber sicher, daß an ihrer Fertigstellung eifrig gearbeitet werden wird, um sie dem Reichstage im nächsten, mit dem 20. Oktober beginnenden Tagungsabschnitte unter­breiten zu können. Diese Beschleunigung hängt mit der im § 41 des Bankgesetzes vorgesehenen Kündigung zusammen. Nach der letzteren Hai fich das Reich das Recht vorbehalten, zuerst zum 1. Januar 1891, alsdann aber von zehn zu zehn Jahren nach vorausgegangener einjähriger An­kündigung, die auf Kaiserliche Anordnung, im Einvernehmen mit dem Bundesrate, vomReichs- kanzler an das Reichsbankdirektorium, zu er­lassen und von letzterem zu veröffentlichen ist, entweder die Reichsbank aufzuheben und ihre Grundstücke gegen Erstattung des Buchwertes zu erwerben. Zur Verlängerung der zehnjährigen Frist ist die Zustimmung des Reichstages er­forderlich. Von der dem Reiche danach zustehen- den Ankündigung ist ein Recht bisher nicht ge­macht worden, dagegen ist mit Zustimmung des Reichstages die Frist bis zum 1. Januar 1911 verlängert worden. Die jetzige Kündigungsfrist läuft also mit dem 31. Dezember 1909 ab. Es ist anzunehmen, daß wieder eine Verlängerung der zehnjährigen Frist beliebt wird. Zu einer Ver­

zeihen Sie die Störung, aber es wird Zeit zur . Probe."

Hermann Walter sah auf die Uhr und sprang dann rasch auf die Füße, indem er, wie in Ver­wunderung über sich selbst den Kopf schüttelte: Nanu, schon zehn Uhr, jetzt hätte ich wirklich . beinahe die Probe versäumt? Ja, ich sage e» immer, die viele Nebenbeschäftigung ist schuld daran!"

Nebenbeschäftigung?" murmelte Franz er. staunt.Ich habe noch nichts davon bemerkt."

Was brummst Du da, altes Haus?" rief ihm sein Herr gutgelaunt zu.Aber nun tum« mele Dich!" fuhr er eifrig fort.Rasch bringe meine Sachen Kragen, Kravatte, Rock, Stiefel, Hut, na, Du weißt schon alles, was ich brauche!"

Franz machte fich, nachdem fein Herr ge­gangen war, an das Aufräumen des Zimmer», schloß dann sorgfältig hinter fich ab und verliH das Haus, um einige Besorgungen zu machen.

Zufällig traf er wieder mit seine'.: alten Freund Fritz zusammen. Das war ihm sehr an­genehm, denn während sein Herr fich in der Probe befand hatte er nichts zu tun und daher Zeit, ein halbes Stündchen zu verplaudern.

Du, komm mal her," tief er deshalb schon von weitem,ich hätte so allerlei mit Dir zu reden!"

Hab keine Zeit," entgegnete Fritz,unser Fräulein ist heute schon so ungeduldig und schlechter Laune, ich muß nur schnell etwa» be- sorgen und darf nicht so lange ausbleiben. Herr­gott, man hat doch seine Not mit den jungen Leuten, alle Augenblicke wechselt ihre Stimm* ung einmal Regen, bann wieder Sonnen*

Normalsatzes der Einkommensteuer von 3 auf 5 Prozent, die damals als Kriegssteuer einge­führt wurde, einfach verblieben. Wenn int vorigen Jahre von den Arbeitseinkommen bis zu 2000 Pfund der Steuersatz von 5 auf 3U Pro­zent ermäßigt wurde, so ist auch alsbald bet Staatskasse ein Ausgleich dafür durch Ein- ührung einer stärkeren Progression bei der Erb* chaftssteuer geboten worden. Aber nicht bloß

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<*iau Es war am folgenden Tage. Hermann

Nur nicht widersprechen," murmelte et gegen I Walter lag lang ausgestreckt auf feinem Ruhe- I sofa. Es mußten angenehme Gedanken sein, die O das roitb sehr hübsch werden," jubelte I ihn beschäftigten, denn ein glückliches Lächeln

maia' I lag auf dem männlich schönen Gesicht. Er hatte

Nicht wahr Sylvia, bann kommst Du doch I die Hände unter den Kopf gelegt und schaute

- I Mit Decke empor. Hie und da sang er ein paar

ite leise und Maja Takte au» der Partitur. Sein alter getreuer Diener Franz streckte den struppigen Kopf zur Türe herein. Nur einen Blick warf er aus sei­nen jungen Herrn, dann trat er vollends ein und sagte, nachdem sein leise» Räuspern unbe- mertt geblieben war: gnädiger Herr »et*

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ein der Ausfuhr hat der Verkehr mit 71 I Die Einfuhr aus europäischen Ländern stieg Ländern nu* der mit 25 Ländern abgenommen. I weniger als die Ausfuhr dahm (+ 295 gegen Unter den ietzttrenbAnden fich namentlich + 360,6 Millionen), umgekehrt wuchs die Ein- Großbritannien mit einem Ausfall von 6,9, I fuhr aus Afrika mehr als die Ausfuhr dahin Belgien mit 13 2 Rußland und Asten mit 4. I (rund 4- 57 gegen + 2 Millionen). Asien Ite» Btttisch-Südafrika mit 3,8, Südwestafrika mit I fette für 141 Millionen Mark Waren mehr al» 4 4 Marokko mit 0,6, Portugiefisch-Ostafrika mit im Voriahre, wahrend es aus Deutschland nur 03 Deutsch-Ostafrika mit 0,2, Togo mit 0,1, I für 27,6 MiÜionen Mark mehr bezog als 1906. China mit 46 Hongkong mit 1,8, Kiautfchou I Bei Amerika betragt die Zunahme der von da mff 0 5 Korea mit 0,1, Salvador mit 0,2, I gelieferten Waren 177 Millionen Mark, die der übriges btttifches Australien" mit 0,3, Deutsch- I dahin abgesetzten 94 Millionen Mark. Austra- Neuguinea mit 0.8, Samoainseln mit 0,1, Gib- I lien sandte für 53 Millionen Mark wehr als rm raltar Malta Cypern mit 0,1, Bulgarien mit I Vorjahre, die Sendungen dahin hoben fich aber 2 6 Millionen Mark Ausfall. Der Rückgang ist | nur um 2,6 Millionen Mark. indessen zum Teil rein technischer Art und auf dis schärfere Erfassung des Verbrauchslandes seit dem 1. März 1906 zurückzuführen. Dies trifft insbesondere für Großbritannien und Belgien zu. Die ostasiatischen Gebiete da» asta­tische Rußland, China, Hongkong Krautschow Korea hatten während und unmittelbar nach dem russisch-japanischen Krieg einen starken Be­darf an allen möglichen Waren. Die Rachftage ließ nach 1905 nach. Der Ausfall im Jahre 1907 ist insbesondere bei China geringer als von 1905 auf 1906. Südafrika hat eine schlimme geschäftliche Lage, Südwestaftika nach derNieder- werfung des Aufstande» und der Verminderung der dort verwendeten Heeresteile nicht mehr den gleich hohen Bedatt wie vorher, immerhin ist die Ausfuhr dahin stärker gewesen als in den zwei Jahren 1903 und 1904 zusammen. Einen kräftigen Aufschwung nahm die Ausfuhr nach Frankreich (um 66 Millionen), nach Italien

ullu ......... ,______ .... ... (um 72 Millionen), nach Oesterreich-Ungarn

zusammen 1,2 Milliarde Mark, für die Einfuhr I {um 67 Millionen), nach Rußland in Europa allein mit und ohne Edelmetalle 1,9 Milliarde I (um gg Millionen), nach Finnland (um 11,6 Mark für die Ausfuhr mit Edelmetallen ebenso- ------- - - -

viel, ohne Edelmetalle 1,7 Milliarde Mark.

Ein Teil, allerdings der geringste, dieser Zu­nahme ist auf die Einbeziehung de» Freihasen- verkehrs, der zum Seeschiffbau usw. verwendetem Waren, des Bedarfs deutscher Schiffe an aus- ländischen Waren in die Handelsstatistik über* Haupt oder in den Spezialhandel mch in die Einfuhr und des Bedarfs fremder Schiffe an in­ländischer Ware in die Ausfuhr ufw. seit dem 1 März 1906 zurückzuführen. Hiervon abge­sehen hat der Gesamtverkehr eineSteigerung um 7 98 v. H., der reine Warenverkehr in der Ein­fuhr eine solche um 9,07 v. H., in der Ausfuhr um 7,73 v. H. erfahren. Der Umsatz mit dm Ländern Europas ist am erheblichsten; er macht in Ein- und Ausfuhr 10,2 gegen 9,5 Milliarden Mar: im Vorjahr aus. Der Verkehr mit Ame­rika beträgt 3,5 gegen 3,3 Milliarden, mit Asien 11 Milliarde gegen 926,7 Millionen Mark, mit Afrik 439,7 gegen 380,8 Millionen Mark, mit Australien 307,7 gegen 252,3 Millionen Mark. Btt allen Erdteilen ist eine Zunahme des Ver-

Nach den Mitteilungen, die der Premier- uu , Minister Asquith bei Vorlegung des Budgets für ach I das laufende Rechnungsjahr im britischen lln- - 1 terhause machte, erscheint die finanzielle Lage Großbritanniens in geradezu glanzendem Lichte. Danach ist es möglich gewesen, die Staatsschuld im letzten Rechnungsjahre um 18 Millionen Pfund zu verringern. In dem jetzt dem Abschluß nahen Finanzjahre steht eine wei­tere Herabsetzung der Schuld um 15 Millionen Pfund bevor, und im Abschluß des nächsten Rechnungsjahres, für das jetzt das Budget auf­gestellt wird, wird sich die Schuld auf den Stand von vor 20 Jahren vermindert haben. Das be* deutet in drei Jahren eine Schuldentilgung von über einer Milliarde Mark, während das deutsche Reich genötigt ist, jahraus, jahrein seine Schulden um mehrere hundert Millionen Mark zu erhöhen. Damit aber noch nicht genug. Die Staatseinnahmen in England ermöglichen für das nächste Etasjahr eine wirksame Herabsetzung der Besteuerung d-s Zuckers in Höhe von rund 8 400 000 Pfund, sowie endlich die Inangriff­nahme der seit langem in Aussicht genommenen Einrichtung der Altersversorgung für sämtliche Personen mit einem geringen Einkommen. Zu diesem Zwecke ist für das erste Jahr eine Mehr­ausgabe von 1200 000 Pfund beabsichtigt. Un­tersucht man die Ursachen der Verschiedenheit der finanziellen Lage Großbritanniens und Deutsch­lands, so ergibt fich zunächst, daß Großbritannien den Kreis seiner staatlichen Aufgabm erheblich ______ enget gezogen hat, al» dies bei uns geschah. Erst falt' 20 v K "ferner Oesterretch-Ungarn mit I jetzt fängt man jenseits des Kanals an, den 812.8 amen 809 8 Millionen, Frankreich mit I handarbeitenden Klassen der Bevölkerung von

4542 gegen 488,3 Millionen, Argentinien mit Reichswegen sozialpolitische Fürsorge zuteil

4425 gegen 372,2 Millionen = + 70,3 Milli- I werden zu lassen, wahrend wir in Deutschland

onen Britisch-Jndien mit 407,1 gegen 322,2 bereits fett nahezu 20 Jahren erhebliche Auf-

3®onen== + 84 9 Millionen, Belgien Jta- Wendungen für diesen Zweck machen. Die Haupt­lien der Australische Bund die Niederlande, die I Ursache aber liegt darin, daß man tn Groß* öää s: s

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