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Erstes Blatt

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ich das Gleiche tat!

während Sie uns immer noch

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Der heutigen Nummer liegt bei Kreisblatt Nr. 30.

ist von politischen Versammlungen vierundzwan­zig Stunden vor deren Beginne der Polizei­behörde Anzeige zu machen, über die sofort eine kostenfreie Bescheinigung ausgestellt wird. Sind aber die Versammlungen öffentlich angekündigt (in Zeitungen oder durch Anschlagszettel), so bedarf es einer Anzeige nicht. Ebensowenig be­darf es einer solchen von Versammlungen Ge­werbetreibender oder Arbeiter zum Zwecke der Erörterung von Lohn- und Arbeitsbedingungen.

Sollen aber Versammlungen unter freiem Himmel abgehalten werden, so ist in jedem Falle innerhalb 24 Stunden vor der Versammlung die Genehmigung der Polizeibehörde einzuholen. Diese Genehmigung darf jedoch nur dann ver­sagt werden, wenn die Störung der öffentlichen Sicherheit zu befürchten ist. Dieselben Bestim­mungen gelten auch für Aufzüge auf öffentlichen Straßen oder Plätzen, mit Ausnahme der Be­gräbnisse und Hochzeitszüge, die nicht anzeige­pflichtig sind. Wenn ein Versammlungslokal nicht groh genug ist, um die Teilnehmer zu fassen, wenn demnach außen Stehende an den Versammlungen im Lokal teilnehmen, oder wenn die Versammlung aus dem geschlossenen Raume in einen umfriedigten Hof oder Garten verlegt wird, soll dies als Versammlung unter freiem Himmel nicht angesehen werden.

Selbstverständlich ist den Teilnehmern an Versammlungen und Aufzügen nach wie vor das Waffentragen verboten, und ebenso bleibt das Recht der polizeilichen Ueberwachung bestehen. Dagegen ist die Befugnis, die Versammlungen aufzulösen, eingeschränkt worden. Sie erstreckt sich hauptsächlich auf Fälle, in denen gegen das Gesetz gehandelt und den polizeilichen Anord­nungen, die Gesetzmäßigkeit herzustellen, nicht Folge geleistet wird und in denen Anträge oder Vorschläge erörtert werden, die eine Aufforder­ung oder Aufreizung zu Verbrechen enthalten. Di« Gründe der Auflösung sollen auf Antrag dem Leiter der Versammlung schriftlich mitge­teilt werden.

Eine heißumstrittene wichtige Neuerung ist durch den sogenannten Sprachenparagraphen in das Gesetz eingefügt. Danach müßen die Ver­handlungen in öffentlichen Versammlungen (außer auf internationalen Kongressen oder Wahlversammlungen) in deutscher Sprache ge­führt werden. Für diejenigen Landesteile, in denen die fremdsprachige Bevölkerung 60 Pro­zent der Eesamtbevölkerung ausmacht, soll noch 20 Jahre lang der Gebrauch der fremden Sprache gestattet sein. Den Litauern, Masuren, Wenden usw., die sich stets als treue Staatsbürger gezeigt haben, soll durch Landesgesetzgebung nach wie vor der Gebrauch ihrer Sprache unbeschränkt ge­währleistet werden.

Unberührt von dem Gesetz bleiben die lan­desgesetzlichen Bestimmungen über religiöse Ver­eine, Prozessionen und Wallfahrten, über die

Handhabung des Vereins- und Versammlungs­rechts in Kriegszeiten und bei inneren Unruhen, sowie über das Verbot des Streikrechts von ländlichen Arbeitern und Dienstboten. Die Strafen wegen Zuwiderhandlungen gegen das Gesetz sind auf 150 bezw. 300 Mark oder Haft festgesetzt.

Das neue Reichsveremsgesetz.

Anstelle der bis jetzt geltenden Landesgesetze Aber das Vereine- und Versammlungswesen wird bereits am 15. Akai das neue Reichs- »ereinsgesetz in Kraft treten. Es ist deshalb notwendig, sich mit dessen Bestimmungen be­kannt zu machen, da drei wesentliche Aenderun- gen des jetzigen Rechtszustandes vorgenommen worden sind.

Fortan werden alle Reichsangehörigen also auch die weiblichen das Recht haben, Vereine zu bilden und Versammlungen zu be­suchen. Rur eine Ausnahnre ist festgestellt: die­jenigen Personen, die das achtzehnte Lebensjahr «och nicht vollendet haben, dürfen nicht Mit­glieder von politischen Vereinen sein und weder den Versammlungen solcher Vereine, sofern es sich nicht um Veranstaltungen zu geselligen Zwecken handelt, beiwohnen, noch in öffentlichen politischen Versammlungen anwesend sein. Diese Ausnahmebestimmung war dringend notwen­dig; sie ist für die Konservativen die Bedingung gewesen, unter der sie überhaupt dem Gesetze zu- pimmen konnten.

Die konservative Fraktion hatte gewünscht, daß die Altersgrenze bis zu 20 Jahren hinauf­gerückt werden sollte, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die jungen Männer militärpflichtig werden. Leider jedoch ist sie mit dieser Forderung nicht durchgedrungen, so dringend notwendig es ge­wesen wäre, die Jugendlichen nicht bloß bis zum achtzehnten Jahre, sondern darüber hinaus bis zum Eintritt in das Heer vor der antimilitari­stischen Verhetzung der Sozialdemokratie zu schützen.

Die Bildung von Vereinen und das Abhalten von Versammlungen ist durch das neue Gesetz wesentlich erleichtert worden. Es ist fortan nicht «ehr erforderlich, Mitgliederlisten der Vereine an die Polizeibehörde zu senden, sondern es be­darf nur noch der Namhaftmachung der Vor­standsmitglieder und der Einsendung der in deutscher Sprache abgefaßten Satzungen und natürlich der jedesmaligen Mitteilung etwaiger Aenderungen im Vorstande und im Statut. Wahlausschüsse, Wahlkomitees und ähnliche Ver­einigungen gelten für die Zeit der Wahl­bewegungen also von der Bekanntgabe des Wahltermins bis nach vollzogenem Wahlakte nicht als Vereine im Sinne des Gesetzes.

Für die Abhaltung von Versammlungen be­darf es keiner polizeilichen Genehmigung; doch

Der Kaiser auf Korfu.

Achilleion, 13. April. Gestern nachmittag machten die Majestäten mit Familie und Ge­folge einen Spaziergang nach Benizze und kehr­ten im Mondschein zurück. Abends brachten die Männer, Frauen und Kinder des Dorfes Ga­sturi den Majestäten eine kleine Huldrgung durch Gesang, Hochrufe und Abbrennen von Buntfeuer dar. Die Kaiserin erschien mit den Prinzen August und Oskar grüßend am Gitter. Nach der Abendtafel ließ der Kaiser sich aus der neuesten Einzelschrift des großen Eeneralstabes über die Schlacht bei Liasjang vorlesen. Heute früh unternahmen die Majestäten mit Familie einen Spaziergang durch den Park nach dem Meere hinunter. Später hörte der Kaiser die Vorträge der Chefs des Militärkabinetts und des Marinekabinetts und des Vortragenden Rats des Geheimen Zivilkabinetts v. Berg. Mittags begab sich der Kaiser im Automobil nach Korfu, um an Bord des englischen Pan­zerschiffesJmplacable" das Frühstück einzu­nehmen. , .

Achilleion, 13. April. Zur Mittagstafel bei der Kaiserin auf Schloß Achilleion war die Kronprinzessin von Griechenland mit ihren Kindern geladen. Am Nachmittag fuhr die Kai­serin mit den genannten Herrschaften im Auto­mobil nach dem königlichen SchloßMonrcpos", wo der Tee eingenommen wurde. An der Fahrt nahmen die Prinzen August Wilhelm und Oskar und Prinzessin Viktoria Luise teil. Auch der König von Griechenland kam nachMonrepos". Der Kaiser verweilte bis um 5 Uhr auf dem Jmplacable". Zur Abendtafel beim Kaiser­paar auf Schloß Achilleion ist der König von Griechenland geladen.

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Marburg

Mittwoch. 15. April 1908.

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mit dem Krcisblatt für die Kreis- Marburg und Kirchhain ,

an» den KeUagen: '.Literarischer Anzeiger«,Limdwirtschastlich, Keilage« und »Illnftri-rtr» Kmmtageblatt«.

LkiUsches Reich.

Der Kaiser hat dem Herzog von Sachsen- Koburg und Gotha die Insignien des Johan­niterordens für Souveräne verliehen.

Der Reichskanzler in Rom. Rom, 13. April. Der König empfing heute vormittag den deutschen Reichskanzler, Fürsten von Bü­low, in Privataudienz. Der Minister des Aeußern, Tittoni, begab sich um 2 Uhr nach dem Pallazo Caffarelli, um den gestrigen Besuch des Fürsten von Bülow zu erwidern; der Minister verblieb dort bis nach 3*4 Uhr.

Hauptmann Dominik, der bekanntlich in den Berliner Kolonialdebatten der letzten Jahre im Anschluß an scharfe Angriffe des Abg. Bebel eine Rolle gespielt hat, ist durch Erlaß des Eou-

Die JnsertionSgrbühr beträgt für bie 7gespaltene Zeile oder deren Raum 16 Pfennig, für Reklamen 80 Pfennig. Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Universitätsbuchdruckerei Inhaber Dr. C. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

wohl ein Lob aus dem Munde eines unbedeu­tenden Mädchens! Sie lächeln vielleicht über mich!"

Rein, mein Fräulein, das tue ich nicht. Und Sie," wandte er sich an Sylvia,waren Sie auch in der Oper? Sie sagen mir kein Wort?"

Das junge Mädchen schüttelte den Kopf.

Ich komme sehr selten in die Stadt."

^Aber wenn Sie wieder fingen, Herr Walter, dann kommt Sylvia sicher mit, warf Maja ein, wir haben es schon ausgemacht."

Sylvia verhielt sich sehr schweigsam, sie über­ließ den beiden anderen die Unterhaltung. Sie hatten zusammen den Weg nach der Wohnung des Herrn von Brandt eingeschlagen. Als sie bei dem Häuschen anlangten, schlüpfte Maja hinein mit der kurzen Entschuldigung:Ich bitte nur um wenige Minuten Geduld, ich komme gleich wieder!"

Aber bleib' nicht so lange!" rief ihr Sylvia nach.

Ist es Ihnen unangenehm, mit mir allein zu sein?" fragte Walter. Ein eigentümlich forschender Blick streifte das junge Mädchen.

Nein, o nein! stieß Sylvia kurz hervor.

Es schien mir doch beinahe so."

Er bemerkte, daß sich seine Begleiterin in großer Erregung befand, und das machte ihn übermütig.

Wissen Sie, daß ich sehr oft jener Stunden gedachte, wo wir uns zum erstenmal zusammen unterhielten? Sie werden mir unvergeßlich bleiben. Damals erschienen Sie mir so lustig, so heiter, und nun sind Sie so traurig, so ganz verändert."

Ich sagte Ihnen doch schon, wir hatten Un­glück!"

Ach was, das Geld! Suchen Sie doch den Verlust zu verschmerzen! Suchen Sie wieder

In der Tat kam der Genannte im Sturm­schritt die Straße herauf, die direkt am Euts- hause vorbei führte. Er schwenkte schon von weitem grüßend den Hut und rief heiter:Welch glücklicher Zufall! Glück muß der Mensch halt haben! Na, ich bin ein Sonntagskind!

Sylvia errötete, als ihre Augen seinem auf- leuchtenden Blick begegneten. Sie fühlte ein rasendes Herzklopfen. Sekundenlang preßte sie die Hände an die pochenden Schläfe. Maja ge­wahrte den Ausdruck stummer Qual auf dem schönen Gesicht der Freundin und blitzschnell durchzuckte sie ein Gedanke, der ihr das Blut in die Wangen trieb. Also das war es! Arme Sylvia, welche Kämpfe standen ihr bevor!

Maja wollte der Freundin Zeit gönnen, sich zu fassen. Lebhaft streckte sie dem Ankommen­den die Hand entgegen.

Na, Sie haben uns ja schön hinters Licht geführt mit diesem ominösen Namen!" rief sie lachend.

Bitte, mein Fräulein, das war gegenseitig. Sie haben doch zuerst gelogen," gab er heiter zurück.Wenn Sie die Unwahrheit sagten, so war ich doch vollständig in meinem Rechte, wenn

ließen."

»Letzt wissen Sie vermutlich schon, wer ich Bitt ?"

Ja, ich war im Theater, als Sie den Tannhäuser" fangen."

Und hat es Ihnen gefallen?"

,Zch möchte Ihnen so gerne den Eindruck schildern, den Ihr Gesang auf mich machte, aber ich kann es nicht. Rein, wahrhaftig, das kann ich nicht! Es war ein hoher Genuß. Doch was gilt es Ihnen, dem verwöhnten Künstler,

Die Freundinnen.

Originalroman von Irene v. Hellmuth.

(Fortjetzung.)

Glaubst Du, daß Papa es mir erlaubt?" fragte Sylvia kleinlaut.

O, er muß eben, wir werden es ihm schon klar machen," tröstete Maja zuversichtlich;Du kannst doch nicht hier auf dem Lande völlig ver­sauern? Laß mich nur machen!"

Und die Tante wird wieder schelten und sagen es schicke sich nicht für eine Braut, allein ins Theater zu gehen."

Na, dann nehmen wir Hugo auch mit!"

Nein, nein, wehrte Sylvia heftig.Er darf vorher nichts erfahren, sonst läßt er mich nicht fort. Er mit seiner maßlosen Eifersucht, o, wie er mich quält! Aber es wird nicht mehr allzu lange dauern, er soll mich nicht mehr quälen! Ich ertrage es nicht!"

So willst Du ihm wirklich sagen, daß Du nicht seine Frau werden kannst?"

Ja, das will ich.

Sylvia stieß es in vollster Leidenschaftlich- fett heraus.

Eine Pause entstand. Maja wünschte von Herzen daß die Sache erst glücklich vorüber wäre.

Hast Du nichts von meiner kleinen Lilly ge­hört? Wie geht es ihr? fragte Maja nach einer Weile.

Ich denke gut. Herr v. Brandt schickte täg­lich seine Wirtschafterin zu uns, um fragen zu lassen, ob Du nicht gekommen wärest. Lilly ver­langte stürmisch nach Dir!

Das dachte ich mir, nun muß ich wirklich «ach ihr sehen. Begleitest Du mich? Ach, da ist Walter," unterbrach sie sich hastig.

Man abonniert auf die täglich erscheinendeOberhessische Zeitung bei allen Postämtern und unfern Zeitungsstellen in Qu Kirchhain und We tter sowie bei unserer Expedition Markt 21.

Der Bezugspreis beträgt durch die Post 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), Bet unfern Zeitungsstellen und der Expedition 2 Mk.

»etneurs von Kamerun zum Bezirksamtmann von Jaunde ernannt worden. Das gegen ihn eingeleitete Ermittelungsverfahren wurde, wie berichtet, vor wenigen Wochen eingestellt, da sich die Behauptungen des Abg. Bebel als vollkom­men haltlos herausgestellt hatten.

Heber dieErhöhung der Mannschafts- löhnung" entnehmen wir derDtsch. Tasztg.": In einigen Blättern wird mitgeteilt, daß bie Heeresverwaltung der Anregung des Reichs­tages, die Mannschaftslöhnung zu erhöhen, wohl­wollend gegenüberstehe; es dürften daher wohl im nächsten Etat die notwendigen Mittel ange­fordert werden. Außerdem sollen auch die Mit­tel beantragt werden, die zur Beschaffung bei Putzmaterials für bie Mannschaften erforderlich finb. Daß bie Heeresverwaltung bem Gedanken bet Löhnungserhöhung wohlwollend gegenüber» steht, ist nicht neu. Alles andere aber ist ledig­lich Vermutung und Kombination. Bestimmt« Vorschläge sind in der Heeresverwaltung noch nicht ausgearbeitet worden und können nach Lage der Dinge auch nicht ausgearbeitet worden sein. Es wird wesentlich mit von der Erledig­ung der Reichsfinanzreform abhängen, ob bie Heeresverwaltung in bet Lage sein wird, diese auch nach unserer Auffassung nötigen Forderun­gen in dem nächsten Etat zu bringen.

Die Freisinnigen und dir Reichsfinanz­reform. Für den bevorstehenden Parteitag der Freisinnigen Vereinigung haben die Abgeord­neten Dove und Mommsen zur Frage der Reichsfinanzreform folgende Resolution vorge- schlagen:Die baldige und für die Zukunft ausreichende Deckung der finanziellen Bedürf­nisse des Reiches ist eine unbedingte Notwendig­keit im Interesse der Aufrechterhaltung unseres politischen und wirtschaftlichen Ansehens im In lande und Auslande. Zur dauernden Deck­ung des Mehrbedarfes an laufenden Ausgaben und des Bedarfs, der zur Herabminx-ung des Anleihebedürfnisses außerdem erforderlich ist, genügen nicht allein direkte Steuern oder Steuern, bie bie vermögenden Klassen treffen, es muß auf geeignete Verbrauchssteuern zurück- gegriffen werden. Voraussetzung für die Zu- ftimmung zu derartigen Verbrauchssteuern ist die ausreichende Heranziehung der vermögenden Klassen zur Tragung bet Kosten bet Reichsver­waltung, fei es im Wege des Einkommens-, Vermögens- ober einer Ausdehnung der Erb- fchaftssteuer auf Deszendenten und Ehegatten. Dazu müßte eine Erhöhung der Matrikularbei- träge unter Schaffung eines besseren Verteil­ungsmodus auf die Einzelstaaten treten. Mit der Schaffung ausreichender Mehreinnahmen muß aber auch eine Herabsetzung der Ausgaben verbunden sein, nicht nur durch allgemeine Sparsamkeit, sondern auch durch eine Verein­fachung und Verbesserung der gesamten Ver­waltung und insbesondere durch eine Herabfetz, ung der finanziellen Lasten der deutschen Wehr- traft." Daß an der deutschen Wehrkraft Nicht zugunsten einer in diesem Falle falschen Spat- fo heilet und froh in bie Zukunft zu blicken wie ehemals! Wollen Sie mit das versprechen?

' Sylvia nickte. Er zog ihre leise widerstte- bend Hand an seine Lippen. .

In diesem Augenblick trat SRaja aus dem Hause. Sie sah, wie die Freundin hastig ihren Atm zurückzog. . .

Nun, habe ich riich nicht seht beeilt? tte| Maia den Wartenden zu.

O ja, nur allzu sehr," lachte Walter.

Drinnen im Zimmer drückte Lilly das Nas­chen platt an die Scheiben.

Tante Maja, gelt, Du kommst bald wie- bet? klang es bittend heraus.

Ja Liebling, vielleicht morgen!

Lilly klatschte in die Hände. Sie trug zwar noch eine weiße Binde um die Stirn, wat übet sonst wieder ganz wohl. Nue ein wenig blaß und angegriffen sah sie aus. , 9

Das Kind scheint Sie seht zu lieben? fragte Walter.

Ja ich gäbe viel datum, dürfte ich die fuße Kleine für einige Zeit behalten. Ich liebe Kin­der überhaupt seht," nickte Maja.

Nun, wer weiß! Ich mache mit so mente eigenen Gedanken über diesen Fall, erwiderte Waltet neckend,mit scheint, der Vater d^ Kleinen wäre nicht abgeneigt, Sie auf Lebens­zeit zu engagieren.*

Maja errötete.

Nein, was Sie nicht alles wissen! Ich staune über solche Klugheit!" spottete sie.

Ja, ich bin eben Menschenkenner, mehl Fräulein!" , ,, .

Neckereien und Scherzworte flogen hin tu» Bet Nur Sylvia blieb still und wortkarg. Di8 Unterhaltung drehte sich um die verschiedenste«

Aber dank der Klugheit meines alten Fritz erfuhren Sie doch sehr leicht, wer wir sind, " ') in Unklarheit