mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
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Erstes Blatt.
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3 Blätter.
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Parlamentsferien.
Der Reichstag ist nach anstrengender und et« gebnisreicher Tätigkeit in die Osterferien gegangen. Der Landtag ist geschloffen. Ferien überall.
Im Reichstage herrscht der Block und hat sich tn allen Stürmen bisher als fest erwiesen. Die Verabschiedung des Reichsvereinsgesetzes und der Börsengesetznovelle, die erste Frücht der Blockpolitik, hat das Vertrauen in diese Politik de« Fürsten Bülow wesentlich gestärkt. Sogar da» „Berliner Tageblatt", das nicht nur wegen der vielen Dementis seiner politischen Mitteilungen, sondern auch wegen seines Sturmes gegen Bülow und seine Politik stch in letzter Zeit einen Namen gemacht hat, sieht sich angesichts dieser Früchte zu einer Revision seiner Ansichten gezwungen. Auch Naumann hat sich von den In- transtgeanten abgewandt, wie wir neulich berichteten, er will, wenn auch mit dem bekannten schweren Herzen mitmachen und wäre die unbequemen Stürmer und Dränger — einst seine Freunde — recht gerne los. Zu dem Ergebnis Ger letzten Reichstagsverhandlungen schreibt die „Voss. Ztg.": „Jetzt, da die wichtigen Vorlagen enter Dach und Fach sind, braucht nicht mehr verschwiegen zu werden, daß die Konservativen er find, die die größten Opfer gebracht haben, von ihrem Standpunkte große Opfer, sowohl beim Dereinsgesetz wie beim Börsengesetz."
Allerdings haben die rechtsstehenden Parteien den Forderungen der Linken große Zuge» ständniffe gemacht, in den Punkten, in denen ein Nachgeben ausgeschlossen war, blieben sie aber fest. Sie haben wieder einmal gezeigt, daß es mit dem albernen Schlagworte von den „Reaktionären" nichts ist, daß sie die Forderungen des Tages wohl verstehen und einem vernünftigen Fortschritte in jeder Weise gerecht werden. Was nun das parlamentarische Spiel des Bietens und Zugebens angeht, so wird erwartet werden müssen, daß die linksstehenden Parteien sich entschließen werden, auch einmal größere Opfer zu bringen, wenn es den Konservativen ihre Grundsätze nicht gestatten, die am meisten Gebenden zu sein. Eine nicht weniger schwierige Blockprobe, die leider in dieser Seffion nicht zum Austrag gebracht worden ist, steht im Herbst bevor: das Zustandebringen der Reichsfinanzreform, die unter allen Umständen eine gründliche sein muß. Hier wird der Linken Gelegenheit gegeben fein, zu zeigen, daß auch sie, und zwar in ausgesprochen nationalem Interesse, zu wirklichen und wesentlichen Opfern bereit find.
Neben dieser Aufgabe und im Zusammenhänge mit ihr steht dem Reichstage im Herbst noch die unbedingt notwendige Regelung der Beamtengehälter bevor, die parlamentarische Schwierigkeiten allerdings kaum machen dürfte, da hierin die Parteien einig sind. Wenn der Reichstag aber jetzt Ende April noch einmal zu einer kurzen Sitzung zusammentritt, so wird er die erste Pflicht haben, durch Teuerungszulagen für die Reichsbeamten zu sorgen, wie es der Landtag für Preußen bereits getan hat. Die Haftung des Tierhalters, der kleine Befähigungsnachweis, die Sicherung der Bauforderungen, die Novelle zum Unterstützungswohnsitz werden auch noch erledigt sein wollen, ehe der Reichstag bis zum Herbst aussetzt, lauter Gesetze, die zwar weniger in die hohe Politik schlagen, aber von dem allergrößten Jntereffe für den Mittelstand in Stadt und Land sind. Hoffen wir, daß sie zu seinem Besten ausfallen.
Das Herrenhaus war in dieser Seffion in einer eigentümlichen Lage. Seit Jahren als Hort der -ff"f-„Reaktion" von der demokratischen Preffe verschrieen und wegen seiner angeblichen Bedeutungslosigkeit von ihr verlacht, erweckte der Widerstand eines Teiles seiner Mitglieder Fegen das Enteignungsgesetz in diesen Kreisen den Sinn für die Bedeutung der ersten Kammer, der aber, wie wir befürchten, nicht lange anhalten wird, da die endgiltige Entscheidung der -^errenhäusler" eben nicht in ihrem Sinne ausfiel.
Das Abgeordnetenhaus steht vor seiner Neuwahl. Aus den wichtigsten Erfolgen des »er« gangenen Hauses möchts» wir ans der Seffion
1904/05 die Verständigung übet die große Kanalvorlage, aus 1905/06 das Volksschulunter- haltungsgeseh hervorheben. Beides führte zu schweren Kämpfen wie auch das Hauptgesetz der eben beendigten Seffion, das Echutzgesetz gegen die Polen für die Erhaltung des Deutschtums in den Ostmarken. Indem es, wenn auch mit gewissen Beschränkungen, der Staatsregierung das Recht der Enteignung zum Zwecke der Fortführung der Anstedlungspolttik in den Ostmarken gewährt, schafft es die Möglichkeit, die Land- polittk in kräftiger Weise fortzuführen und so dem Bestreben der Polen, die Deutschen aus dem Grundbesitz und demzufolge aus dem Lande zu verdrängen, einen wirksamen Schutzdamm ent« gegen zu setzen.
Auch mit der Arbeit des Landtages darf der, welcher in einer gefunden Weiterentwicklung unserer staatlichen Verhältntffe das Heil des Vaterlandes erblickt, zufrieden sein.
Fürst Bülow, der „glückhafte" Kanzler und Optimist, hat trotz aller Unwetterprophezeiungen Recht gehabt und darf sich des Sieges feiner Politik wohl erfreuen.
Umschau im Auslande.
Der Empfang des deutschen Kaiserpaares durch Gie griechische Königsfamilie auf Korfu scheint, gleich der Begegnung in Venedig, der politischen Bedeutung nicht zu entbehren. Nicht bloß Graf zu Arco-Valley, unser Gesandter in Athen, ist zur Begrüßung des Monarchen aus der Insel des Alkinoos und der Naustkaa eingettof- fen, sondern der griechische Ministerpräsident Theotokis wird am Sonntag dort gleichfalls erwartet. Besondere Aufmerksamkeit verdienen auch die großen Vorbereitungen, mit denen die Ottomanische Regierung sich zur Ehrung unseres Herrschers bei dessen angekündigtem Ausflug auf da» albanische Festland rüstet. Sie find der Ausdruck der herzlichen Beziehungen, die uns mit der fett Jahrzehnten eng befreundeten Türkei verbinden, zugleich aber auch der des Dankes für die feste und entfchiÄene Haltung des Deutschen Reiches in der Frage der mazedonischen Reformen. Der unumwundene Korb, den Fürst Bülow in der großen Reichstagsrede nach dem Journalistenstreik der auf Einsetzung eines mazedonischen Eeneralgouverneurs lautenden brttischen Forderung erteilte, hat England von diesem Plan Abstand nehmen lassen. In seiner Antwortnote auf einen Gegenvorschlag der russischen Regierung fordert Sir Eduard Erey zunächst die genaue Abgrenzung des mazedonischen Budgets gegen das gesamttürftsche, die Beseittgung des Defizits in Mazedonien, die Zurückhaltung aller für die Zivilverwaltung der Provinz erforderlichen Ausgaben durch die internationale Fi- nanzkommission und den Ehef der türkischen Verwaltung, der den Titel eines Eeneralinfpektors, den Rang eines Wesirs erhalten und nur mit Zustimmung der Mächte abgefetzt werden soll. Hebet die verschiedenen Neformvorschläge findet ein angelegentlicher Meinungsaustausch unter den Mächten statt, der den Fürsten Bülow be- retts nach Wien geführt hat und ihn nunmehr nach Rom führen wird, wo selbstverständlich auch dem Vatikan die Aufmerksamkeit eines Besuches erwiesen werden soll. Daß der Reichskanzler auch nach Korfu hinüberfahren wird, ist wohl anzunehmen, aber noch nicht bestimmt.
Ungeachtet der besonders von deutscher Seite ausgehenden Bemühungen, die Mächte des Dreibundes zu einer gemeinsamen Orientpolitik zu vereinen, haben sich die zwischen Oesterreich- Ungarn und Italien bestehenden Gegensätze doch so verschärft, daß der italienische Ausschuß für Heeresenquete die Errichtung von Sperrforts an der österreichischen Grenze und die Befestigung Venedigs auf der Landfeite beantragen will. Das große, vorwiegend durch deutsches Kapital fundierte Unternehmen der Bagdadbahn nimmt mittlerweile, unmittelbar nachdem ein Personenwechsel im Direktorium stattgefunden hat, seinen ruhigen Fortgang. Von Eregli aus sollen jetzt weitere 600 Kilometer in der Richtung über Aleppo in Angriff genommen werden, und die einzige Schwierigkeit liegt nur in der Erlangung der erforderlichen Garantiesumme für eine so bedeutende Strecke.
Die österreichisch-ungarische Regierung, die jetzt durch Vornahme der Trassierung für die Bahnlinie Serajewo-Mitrowitza ebenfalls mit guten Aussichten in den wirtschaftlichen Wettbewerb im türkischen Orient eintritt, sieht sich in Bosnien ganz unerwarteter Weise vor eine groß
serbische Bewegung gestellt. In Banjakula wurden acht Männer serbischer Zunge, in Serajewo ein paar serbische Redakteure unter der Anklage des Hochverrats verhaftet. Im milttärischen Kommando des Okkupationsgebiet» soll demnächst ein Wechsel erfolgen.
Die Operationen der französischen Truppen in Marokko scheinen sich in beständig wieder kehrenden Pendelschwingungen zu bewegen. Jetzt haben die Franzosen Settar wieder besetzt. Zu welchem Zweck ist schwer zu ergründen, da die Algeciras-Akte bloß ihnen gemeinsam mit den Spaniern die Vollmacht zur Errichtung der Hafenpolizei in den Küstenstädten und da» Äon« jert der Mächte später einem französischen Lan- dungskorp» freie £>anb zur Bestrafung der Bluttaten in Easablanca gegeben hat. Der durch da» Eingreifen der Franzosen anscheinend zu einer dauernden Erscheinung gemachte Brillierkrieg der Marokkaner hat Handel und Gewerbe in so hohem Grade geschädigt, daß jetzt sogar die an den Küstenplätzen de» Schertfenretche» ansässigen englischen Kaufleute Front gegen die Polittk ihrer Regierung zu machen beginnen, durch di« Frankreich zu seinem Vorgehen ermutigt, ja geradezu aufgestachelt worden ist. In Frankreich selbst entdecken außer dem Sozialistenführer Jaurd» auch andere Parlamentarier an dem niaroftanischen Abenteuer allerhand gefährliche, besorgniserregende Momente. So wie» Trouyn, der Deputierte für Oran, darauf hin, daß dem Mahalla des Sultans Abdul Ast» unausgesetzt französisches Ärtecsnetiszicl geliefert wird, und daß zwei ftanzöfHche Offiziere an ihrer Spitze stehen.
In Lissabon haben die Eorteswahlen zu Mutigen Zusammenstößen geführt, doch haben die Parteien der monarchischen Konzenttation sich ttotz der heftigen Gärung im Volke durchzusetzen gewußt und die Republikaner tn die Minderheit verwiesen.
Der russische Ministerpräfident Stolypin hat den von Demokraten und Sozialdemokraten beherrschten finländischen Landtag aufgelöst und sucht nun in der Duma eine Mehrheit für den großen Plan einet Amur-Bahn zustande zu bringen, womit er anscheinend auch Erfolge haben dürfte.
Die Vereinigten Staaten von Amerika stehen hn Zeichen der Vorbereitungen für die Präsidentenwahl. Hm den Anschluß der Eroßkapitalisten an die demoftatische Partei zu verhindern, hat Roosevelt die Bekämpfung der Trusts durch republikanische „Plattformen" eingestellt. Der Finanzkrach der vielfach zum Teil auf die Politik Roosevelt zurückgesührt wurde, lastet noch immer schwer auf dem weiten Unionsgebiet. Fünf Millionen Arbeiter find beschäftigungslos?
Der Kaiser auf Korfu.
Korfu, 10. April. Die „Hohenzollem" mit dem deutschen Kaiserpaar an Bord, lief heute Morgen 11 Uhr unter dem Salut der Festung und der britischen Kriegsschiffe in den Hasen ein. Die griechische Königsfamilie begab fich sofort nach der Ankunft an Bord. — Die gestrige Fahrt der „Hohenzollern" von Palermo an bet südlichen Küste entlang gestaltete fich bei schönem Wetter sehr angenehm. Um drei Uhr nachmittags verabschiedete sich der „Feruccio" bei Reggio mit einem Salut und Hurra und dampfte nordwärts. „Sleipner" nahm in Reggio den Kurier an Bord. In der Meerenge von Messina gab es ein Gewitter. Heute ist das Meter kühl und regnerisch Um 10 Uhr morgens kam das Achelleion in Sicht. Um 11 Uhr liefen die deutschen Schiffe, welche die griechische Flagge gehißt hatten, unter Salut in den Hafen von Korfu ein und gingen vor Anker. Außer dem Fort und den anwesenden griechischen Kriegsschiffen salutierten "uch beide hier liegenden englischen Kriegsschiffe. Der Kaiser nahm an Bord die Meldungen der Spitzen der Behörden, ferner des Oberhofmarschalls Grafen Eulenburg, des Gesandten Grafen Arco, des deutschen Konsuls und der fremden Marineoffiziere entgegen. Um 12 Uhr kam der König von Griechenland nebst Familie an Bord. An Bord fand darauf ein Frühstück statt, woran auch der deutsche Gesandte in Athen, der deutsche Konsul in Korfu, sowie der deutsche Vizekonsul teilnahmen. — Mit dem König von Griechenland kamen an Bord der „Hohenzollern" der Kronprinz, die Kronprinzessin, Prinz Eeorg, Prinzessin Helene und die übrigen Mitglieder des königlichen Hauses, so weit sie hier anwesend find. Der Kaiser, der griechische Marine- Uniform trug, empfing die griechischen Herrschaften am Fallreep und begrüßte fie aufs herzlichste. Dte Kaiserin, sowie Prinz August Wil
helm und Prin,,-„tN Viktoria Luise begrüßten die griechischen Safte ebenfalls am Deck, während die Kapelle der „Hohenzollern" die grie» chische Nationalhymne spielte. Dann schritten der Kaiser und König Eeorg die Ehrenwache an Deck ab. Bei dem darauf folgenden Frühstück saß der Kaiser zwischen der Kronprinzesfin von Griechenland und Prinzessin Helene; dem Kaiser gegenüber saß die Kaiserin zwischen König Georg und dem Kronprinzen. — Die höchsten Herrschaften begaben sich um Uhr au Land. Die Stadt Äorfu ist reich beflaggt. Die Promenade Spianata ist mit Blnmenguirlanden überspannt. Der Weg, den die Majestäten durch die Stadt nehmen mußten war mit einem Spa« Iler von Vereinen und Schulen mit Fahnen und' Musikkapellen umfäumt. Die Bevölkerung, darunter viele in Nationaltracht ist in vielen Hunderten herbeigeströmt, sie schwenkte Fähnchen in deutschen und griechischen Farben. An der Landungsstelle hatte die Stadtvertretung und die Geistlichkeit Aufstellung genommen. Der Bürgermeister von Korfu begrüßte den Kaiser und die Kaiserin mit einer Ansprache, in welcher er sagte, die Majestäten erhöhten durch ihren Ruhm, ihre Macht, ihre Tugenden und ihre Anmut den Glanz und die Schönheit de» Lande». Das Volk sei dankbar und glücklich über die Wahl, durch welche d-r staiser, der Hüter de» Weltfriedens, das griechische Vater« land geehrt habe. Jetzt umwinde seins Majestät seine olympische Stirn mit dem Kranz der Silberblätter seiner Olivenhaine. Der Redner erinnerte an den Eroberer Trojas, der hier Gastfreundschaft genossen. Die zukünftige Geschichte werde den Namen Korfu mit jenem de« machtvollen Förderers dos Fortschritts verbinden. Der Aufenthalt möge dem Kaiser Ruhe und Erholung bringen. Der Redner endete mit einem Hoch auf den Kaiser und die kaiserliche Familie. Nach Verabschiedung von den griechi« schen Herrschaften btoa6en sich die deutschen Herrschaften in fünf Automobilen unter stürmischen Ovationen des Volkes zum Achitteicn.
Athen 10. April. Die hiesige Presse veröffentlicht sympathische Artikel über die Ankunft der kaiserlichen Familie in Korfu. Die „Sofia* rühmt in einem sensationellen Leitartikel die Größe de» Deutschen Reiche», deren vorzüglichste Verkörperung der deutsche Kaiser fei.
v Deutsches Reich.
— Abermaliger Besuch Kaiser Wilhelm» in London? Trotz verschiedener Dementis behauptet bet Berliner Korrespondent des „Stanbarh“, guten Grund zu der Annahme zu haben, drß Kaiser Wilhelm im Laufe dieses Sommers mch nach Cowes komme, und ebenso sei es sicher, daß er den olympischen Spielen in London beiwohnen werde. Der genannte Korrespondent fügt hinzu: Diese Reise müßte als ein Zeichen dafür aufgefaßt werden, daß der Kaiser ungeachtet der Treibereien englischer Blätter wegen seine» Briefes an Lord Tweedmouth, nach wie vor fortfährt, an der Besserung bet Beziehungen zwischen Deutschland und Großbritannien zu arbeiten.
— Fürst Bülow trat gestern Abend mit bei Fürstin v. Bülow die Reise nach Rom an. Der Reichskanzler wird begleitet von dem Gesandte« v. Flotow und zwei Bureaubeamten.
— Born Bundesrat. In der gestrigen Sitzung des Bundesrates fanden Annahme der Gesetzentwurf bett, die Stempelabgabe von Etlaub- niskarten für Kraftfahrzeuge ausländischer Besitzer, die Vorlage bett, die Aenderungen in der Schiffvermessungsordnung und die Vorschrift über die Vermessung der Schiffe für die Fahrt durch den Suezknal. — Zugestimmt wurde dem Entwürfe von Bestimmungen betr. die Einrichtung und den Betrieb von Anlagen zur Herstellung elektrischer Akkumulatoren aus Blei oder Bleiverbindungen, und der Vorlage bett, den Entwurf einer Bekanntmachung Über die Beschäftigung von Arbeiterinnen in Konserven« fabriken.
— Ordensverleihungen. Die „Rordd. Allg. Ztg." meldet: Der Kaiser verlieh dem Staats- fefretär des Reichsamtes des Innern v. Beth- mann-Hollweg das Eroßkreuz des Roten Adlerordens und dem Minister Dr. Delbrück die Brillanten zum Roten Adlerorden erster Klasse. — Der „Reichsanzeiger" meldet: Der Großherzogin von Baden ist der Luisenorden mit der Jahreszahl 1813/14 verliehen worden.
— Die Abstimmung Über das Vereinsgefetz und das Vörsengefetz. Aus der amtlichen List» der namentlichen Abstimmungen über das Per« einsgesetz und über das Vörsengefetz ergibt fich folgendes: Gegen da» Vereinsgefetz haben geschloffen gestimmt die EoziaLemoktattn, di» Ps»