Drittes Blatt
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Freilich würde man Schütz unrecht tun, wenn man ihn mit Vach vergliche. Wahrend Bach von dem alten Gregorianischen Gesänge völlig abgesehen hat, hat Schütz sich noch an ihn gehalten. Während jener das gesamte Jnstrumentalwesen herangezogen hat, liegt die Stärke der Passionen Schützens in der Ausbildung des reinen Gesang- stiles. Ueberdies hat Schütz seine Passionen auf das knappste zusammengedrängt, und es können weder dem äußeren noch dem inneren Umfange oder Reichtum« nach seine Passionen den Vergleich mit denen des großen Meisters aushalten.
Doch es ist Zeit, schließlich noch einige Worte über den Vollender der Gattung zu sagen. In Leipzig, wo ja Bach bekanntlich Kantor war, hatte sich unter anderen altertümlichen Kultusgebräuchen auch noch die Absingung der Passionsgeschichte in der Karwoche nach Mathäus und Johannes erhalten. Erst 1721 wurde dort eine Passion in reicherer, kunstmäßigerer Form aufgeführt, und 1724 und 1729 folgte dann Bach mit der Johannes- und der Mathäuspassion. Sie sind also unmittelbar aus der gottesdienstlichen Praxis heraus entstanden. Ueberblicken wir die Entwickelung der Passionsmusik, wie sie im vorigen kurz skizziert worden ist, so dürfen wir wohl dem Forscher zustimmen, der sich dahin ausspricht, daß Bach ein Thaos, einen Haufen disparater unorganischer Elemente vorgefunden habe, eine in Trümmer gegangene altehrwürdige Kunstform. So ist Bachs Leistung keine geringere als die, etwas völlig Neues geschaffen zu haben. Und dabei ging er einfach von dem aus, was ihm zunächst lag: von der Orgel. War er doch der größte Orgelmeister, den Deutschland je besesien hat; und indem er die Orgel zum Ausgangspunkte und Zentrum der ganzen Passionsmufik machte, gab er dieser allerdings insofern von vornherein einen echt protestantischen Charakter, als sich in der Orgel so recht das Wesen und die Erundstinnnung der protestantischen Kirche ausdrückt. In seinen Passionen — und gleicherweise auch in der H moll-Messe — hat er die Orgel gleichsam über sich selbst hinausgesteigert, indem er ihr Menschenstimmen, Violinen und andere Instrumente als neue Register hinzufügte. Die zweite große Neuerung Bachs, die gleichfalls einen «rprotestantifchen Charakter trägt, ist die daß er als mächtigen Pfeiler in die Mitte des ganzen Kunstwerkes das evangelische Volkslied, den Choral fetzt; die Verarbeitung des Chorals aber geschieht wieder durchaus im Charakter der Orgelmufik. An die Stelle der altkirchlichen Rezitation tritt bei Bach das moderne Rezitativ, in dem er entschlossen ein neues Element einführte. Schließlich aber vereinigen sich alle neuen Momente, durch die Bach die Passtonsmustk bereichert hat, in der großartigen Einheitlichkeit und Tiefe seines Stils. Er hat es verstanden, sich von der strengen Gebundenheit des alten liturgischen Stils ebenso wie von einseitiger Dramatik fernzuhalten. Soviel dramatische Gewalt die Passionen auch im einzelnen besitzen, so bleibt ihr Eesamtcharakter doch der einer erhabenen Epik. Die Kunst tritt ganz und gar in den Dienst des Göttlichen, sie ist und bleibt gottesdienstliche Funktion: das ist der sichere Kompaß, der den Stil Bachs in diesen Schöpfungen bestimmte. Nie wird seine Musik Spiel oder Schauspiel — immer ist sie innigste Versenkung in den christlich-göttlichen Vorgang. Dadurch erhalten die Werke durchweg eine Lauterkeit und Größe des Stils, eine Vereinigung innerster Strenge und Freiheit, kurz, eine so ungeheure künstlerische Ueberzeugungskraft, wie sie vielleicht in der ganzen Geschichte der Tonkunst nicht zum zweitenmal erreicht worden ist.
Eine Studie zur Osterzeit.
Von Cyriak Fischer.
Unsere Feste verlieren nicht und mehr an Charakter — das ist eine oft wiederholte Klage. Und leider ist viel Wahres daran: ehrwürdige Bräuche welken und schwinden, alles ähnlicht sich einander an, alles gleicht sich aus. Hiervon macht die Osterzeit insofern eine erfreuliche Aus- nähme, als sie durch die Aufführung der Pas- sionsmusiken einen eigentümlichen und bedeutenden Zug erhält. Groß ist die Zahl der deutschen Städte, wo es zur Gewohnheit geworden ist, jedes Jahr um die Osterzeit eine der beiden großen Passionen Meister Bachs, in erster Linie die Mathäuspassion, aufzusühren; und nach Tausenden zählen die Deutschen, die es nicht mehr entbehren möchten, sich regelmäßig durch die Empfängnis dieser Werke zu erbauen und für das Fest zu heiligen. Denn eine Heiligung für- wahr kann man die Wirkung nennen, die von Bachs ungeheuren Schöpfungen ausgeht. Nirgends ist die erhabenste sittlich-religiöse Begebenheit, die die Weltgeschichte kennt, in ihrer ganzen Schlichtheit und Tiefe mit solcher Macht veran- schaulicht worden, wie in diesen Tonwerken; nirgends ist ihr ganzer Gehalt, von den zartesten Tönen der Liebe und des Erbarmens bis zu den dämonischen Regungen des Menschenherzens unb den Geheimnissen des Uebersinnlichen, so voll ausgeschöpft worden, wie hier, und nirgends ist |um zweiten Male mit dieser Sicherheit ein Stil getroffen worden, der so zu den höchsten Dingen paßt, ja so ganz mit ihnen selbst ein» zu sein scheint, wie der der Bachschen Pasiionen. Einem Deutschen will es bedünken, als ob ein Musikleben, das dieser Werke entbehre, wie z. B. das von Paris, gar kein rechtes Musikleben sei; und mehr als einer neigt dazu, in diesen Schöpfungen Bachs überhaupt den Höhepunkt tritt musikalischen Schaffens zu erblicken.
Kade, dem für die Aufhellung der Entwicklung der Passionsmusik viel verdankt wird, hat darauf hingewiesen, daß schon im 4. Jahrhundert Hüt den Palmsonntag die Vorlesung des Ma- thäusevangeliums vorgeschrieben war, und hierzu trat im 8. und 9. Jahrhundert noch für den Dienstag der stillen Woche das Evangelium Marci und endlich für den Karfreitag das Jo- hannesevangelium. Diese Rezitation hielt sich in einer bestimmten Tonhöhe und in den Grenzen spärlicher Modulationen. Wenn nun ursprünglich der Diakon diese Rezitation vornahm, so erfolgte schon im 12. Jahrhundert eine Zerlegung in der Weise, daß drei verschiedene Personen sich in die Erzählung, in die Worte Christi und in die der in die Handlung eingreifenden Persönlichkeiten teilten. In diesem Vorgänge, der durch einfache praktische Rücksichten mitbestimmt worden sein mag — z. B. durch den Umstand, daß die ganze Rezitation einer Singstimme leicht zu viel wurde —, ist der Keim für die ganze großartige spätere Entwickelung der Gattung zu suchen. Denn zwei Grundformen erscheinen nun hier vorgebildet: eine erzählende Form, die die Paffionsgeschichte in mehrstimmige, motetteartigem Vortrage zu Gehör bringt, sodann aber eine dramatische Form, bei der die Rollen an verschiedene Personen verteilt sind. Die Geschichte der Paffionsmustk hat sich so entwickelt, daß die mächtigere dramatische Form schließlich den Sieg davongetragen und die bescheidenere alte Form in sich ausgenommen hat.
In beiden Gattungen haben wir Pasiionen mit deutschem und mit lateinischem Texte zu unterscheiden. Die älteste Passion der erzählenden Form, die uns bekannt ist, ist die mit lateinischem Texte von Jacobus Obrecht, die vor 1505 anzusehen ist. Diese Passion hat sowohl textlich wie musikalisch grundlegend gewirkt. Der Text hält sich nicht, wie die Bezeichnung als Mathäuspassion sollte vermuten lasien, an den genannten Evangelisten, sondern bildet ein mosaikartig zusammengesetztes Ganze. Musikalisch hat Obrecht zwar an dem altkirchlichen Pasfionstone festgehalten, aber durch die außerordentliche Mannigfaltigkeit der rhythmikschen Formulierung jeder einzelnen Formel reichen Wechsel und inneres Leben zu erzielen vermocht. Kenner, wie Kade, bezeichnen Obrechts Werk als ein Tongebäude von wunderbarer Klarheit und festgefügter Architektonik, getragen von den edelsten Mitteln wahrhafter Kunst, ohne jeden willkürlichen
fizit. Aber schon arbeiten dort annähernd 400 Millionen J*. deutscher Kapitalien mit steigendem Gewinn, im Vertrauen auf die Zukunft der Kolonien und auf den Schutz des Reiches."
— Deutschland und die Reformen in Mazedonien. Die „Köln. Ztg.“ meldet aus Berlin: Die deutsche Regierung teilte der russischen Regierung mit, daß sie im Grundsätze mit den russischen Vorschlägen zur Reform der Verwaltung ie Mazedonien einverstanden ist.
— Die „Genossen" de» „Mannergesangvereins" in Dieburg. Vor der Revisionsinstanz in Dieburg wurde ein etwas merkwürdiger Prozeß verhandelt. Der Redakteur eines Zentrums« blattes in Dieburg war wegen Beleidigung de» soziawemokratischen „Männergesangvereins II“ in Münster zu 20 M Geldstrafe verurteilt worden weil et die schreckliche Behauptung aufgestellt hatte, der Verein habe den Geburtstag des Eroßherzogs von Hessen festlich begangen. Das Gericht hatte in dieser Behauptung eine Beleidigung eines sozialdemokratischen Vereins gesehen. — Die neue Verhandlung gestaltete sich nach Blättermeldungen insofern sehr belustigend und interessant, als von den acht als Zeugen vernommenen Vorstandsmitgliedern dieses sozialdemokratischen Vereins fünf, darunter der Vorsitzende selbst, erklärten, daß sie „nicht gegen das monarchische System" seien. Weitere Heiterkeit erregte es, als bet erste Paragraph der Statuten des „beleidigten" Vereins verlesen wurde, in dem es heißt: Der Zweck des Vereins ist „bie Pflege des Patriotismus durch Gesänge usw.", während in Artikel 17 alle politischen Gespräche usw. während der Gesangsstunden bei Strafe verboten sind. Der Vorsitzende Huther erklärte weiter, daß nicht alle Vereinsmitglieder Patrioten seien, daß bei der Aufnahme in erster Linie Bedingung sei, daß der Aufzunehmende eine Stimme habe. Der Verteidiger Dr. Fulda mußte danach zugeben, daß er eigentlich nach diesen Aussagen nicht klar darüber sei, warum man ihn mit der Klage beauftragt habe. — Merkwürdig, höchst merkwürdig in vielen Beziehungen.
äußeren Prunk, als ein Meisterstück älterer Formbildung. Dafür spricht auch der Einfluß, den das Werk auf die ganze Kunstwelt ausübte und der geradezu unwiderstehlich war. Die erste deutsche Passion erzählenden Charakter» ist uns erst etwa 60 Jahre später bekannt. Es ist eine Johannespassion von Joachim von Burck, dessen Familienname eigentlich Möller war, und die frühestens im Jahre 1568 entstanden sein muß. Burck hält sich in seiner Passion nicht an Obrecht, sondern schließt sich an den Stil des Dtlanbu» Lassus an und legt ein Hauptgewicht auf die Klarheit des Wortakzentes. Gewisse Nachteile, die dabei unvermeidlich waren, sucht et durch die Einführung der Tonmalerei auszugleichen. Im ganzen wird dem Werke eine gewisse Schwere, etwa» hausbacken Nüchternes nachgesagt; für uns aber bleibt es interessant durch seinen deutschen Charatter, und es hat etwas Bewegendes, wenn der wackere Joachim Möller in der Vorrede seine Kunst also rühmt: „Die Mufika ist von Gott dazu geschaffen, daß sie den Worten, so gesungen werden, ihre Art geben, bas menschliche Herze also bewegen unb erwecken soll, wie ein verstänbiger Mensch in ihm selbst befindet, was es für eine lebende Kraft hat, wenn bie Melodei die Worts dem Herzen lieblich einbildet."
Als Joachim von Burck dies Werk veröffentlichte, war auch die dramattsche Form der Passion schon in» Leben getreten, unb zwar ist es ein Franzose, Claudia be Sermish, dessen Mathäuspassion aus dem Jahre 1534 als eines der ersten Beispiele dieser Art anzusehen ist. Unter seinen Nachfolgern, die die Gattung fortgesetzt haben, ist dann vor allem der bereits erwähnte große Orlandus Lassus zu nennen, der Passionsmusiken nach allen vier Evangelisten komponiert hat. Doch liegt Lassus' Bedeutung nicht auf dieser Seite, und seine Passionsmusiken schließen sich der Ueberlieferung ohne hervorstechende Originalität getreulich an. Der Erste, der seine Passionsmusik in dramatischer Form auf deutschen Text gesetzt hat, ist Johann Walther, dessen Mathäuspassion 1530 vollendet wurde. Die Bedeutung dieser Passion liegt darin, daß hier zum ersten Male der Versuch gemacht worden ist, die katholisch-liturgische Ueberlieferung mit der Bibelübersetzung Martin Luthers zu vereinigen. Künstlerisch ist Walther» Passion ein einfaches und anspruchsloses Werk, in dem sich aber ein tiefer religiöser und ethischer Gehalt birgt; und es mag gerade die Vereinigung dieser Eigenschaften gewesen sein, bie dem schlichten Werke eine so außerordentliche Verbreitung verschafft hat. Walthers Passion hat sich in der Tat einer so langen Erhaltung zu erfreuen, wie kaum ein zweites Kunsterzeugnis der Art. Hebei Walther hinaus ist dann Antonius Scandellus in seiner Johanttespasston (vor 1561) dadurch gegangen, daß er den Passionston grundsätzlich ausgeschlossen und, die Person des Evangelisten ausgenommen, dafür die freie Erfindung gesetzt hat. Damit ist die Passtonsmusik losgelöst von dem teilt liturgischen Charakter der Ueberlieferung und auf ein neues, fruchtbares Gebiet überpflanzt, auf dem es schließlich eben durch Bach seine Erfindung finden sollte. Schritt für Schritt sehen wir nun die Elemente sich entwickeln, die bann Bach vorgefunden und freilich auch völlig erneuert hat. So hat Bartholomäus Gese in seinem Johannesevangelium von 1588 das Element der christlich erbaulichen Betrachtung in die Passion eingefühtt; und eine entscheidende Neuerung hat bann Heinrich Schütz 1623 gewagt, indem er ein neues Kunstmittel in die Passions- ntufik hineintrug: den instrumentalen Unterbau für bas ganze Tongebilde. „Der Sologesang auf instrumentaler Grundlage unb bet Chorgesang mit Instrumentalbegleitung treten hier zum ersten Male bei dieser Kunstgattung zur Erscheinung. Damit ist der moderne Tonsatz mit seiner instrumentalen Satzmelodie und Motiv- bilbung ins Leben getreten. Was die Komposition an innerem melodischem Werte verlor, gewann sie an äußerem Farbenglanze und harmonischer Klangfülle". Zur Würdigung von Schütz als des Schöpfers von Passionsmusiken hat Cpitta wichtige Beiträge gegeben. Er hat darauf hingewiesen, wie sich damals dem mehrstimmigen unbegleiteten Gesänge der dramatische Sologesang, was man damals „geistliches Konzert“ zu nennen pflegte, entgegensetzte. In diesen Kampf ist auch Schütz eingetreten, und e» ist der Gegensatz in seinen Passionen nicht völlig ausgeglichen; allein er hat doch vermocht, einen durchaus originellen Ideengehalt in passenden Formen auszudrücken — und hierin sieht Spitta mit N.cht ein Zeugnis der echten Genialität Schützens.
Deutsches Reich.
— Fürst Bismarck unb bie Kolonialpolttik. In der konstituierenden Sitzung bei Abteilung „Westliche Vororte Berlins" bet Deutschen Kolonialgesellschaft führte Paul Dehn zu diesem zeitgemäßen Thema bas Folgende aus: „Als Bismarck in den achtziger Jahren vor die koloniale Frage gestellt wurde, ging er darauf ein, obwohl er viele Schwierigkeiten voraussah. Er rechnete mit der Möglichkeit von Enttäuschungen, aber er sagte: Ohne ein gewisses Wagnis würden überhaupt nie Kolonien entstanden sein. Man könnte später einmal bereuen, die gebotenen Besitzmittel verschmäht zu haben. Er verglich Kolonien mtt landwirtschaftlichen Unternehmungen. Manche Sprößlinge gehen zugrunde, andere entwickeln sich kräftig. In jedes Unternehmen muß Kapital gesteckt werden, bevor er gedeihen kann. Noch zeigen die deutschen Kolonien ein erhebliches De
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Marburg
Sonntag, 12. April 1908.
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchharn
m.d de- K-U-g-«- .M-r-risch« K-i-is-r", „r«dwietschastliche H-il-g." m» „AU-st-r-rte« K«mt-s-bl-tt".
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Die InsertionSgebüh-r beträgt für die 7gespalteue Zeil« oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 80 Pfennig. — in Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, UniversitätSbuchdruckerei Inhaber Dr. «.Hitzeroth, Marburg, Markt 21. — Telephon65.
Hejsrn-Naflaa und Nachvargebleke.
Eassel, 10. April. Eine Schreckensszene spielte sich vorgestern in einem Hause der Oberstadt ab, wo die Frau eine» Handwerkers plötzlich irrsinnig geworben war. Die Frau drang mtt einem Beile auf ihre Angehörigen ein unb konnte nur mit größter Mühe überwältigt wer« den. Sie wurde in die Landesheilanstalt nach Marburg gebracht.
Bacha, 10. April. Al» vorgestern Abeich gegen 10 Uhr bei Rangierer Johann Katz man* auf bem hiesigen Bahnhof Eilgüter auf bee Perron schaffen wollte, würbe et von einer ran» gtetenben Maschine erfaßt unb zirka 50 Mete» wett geschleift, woraus er bann zwischen beul
Marburg rmd Mögend.
(Nachdruck aller Originalartikel ist gemäß 8 18 M Urheberrechts nur mit der deutlichen Quellenangabe „Oberhest. 8tg.* gestattet.)
Marburg, 11. April.
* Ausbilduugskurse für Lehrer an Fortbildungsschulen. Auf Veranlassung des Ministers für Handel und Gewerbe werden im Etatsjahr 1908 in Berlin folgende Ausbildungskurse für Lehrer an Fortvildungsschulen in der üblichen Weise abgehalten werden: der 12. kaufmännische Unterkursus vom 7. Mai bis 3. Juni 1908, bei 2. geweibliche Oberkursus vom 15. Juni bis 11. Juli 1908, bet 8. kaufmännische Oberkursus vom 7. Oktober bis 4. November 1908. Der Zeitpunkt für ben im Winterhalbjahr 1908/09 geplanten 5. gewerblichen Unterkursus ist noch nicht festgesetzt worden. Gesuch« um Zulassung zu einem Unterkursus sind an ben für den Wohnort des Bewerbers zuständigen^ Regierungsprästdenten zu richten.
* Die nächste Besichtigungsreise hesfisch-nas. säuischer Landwirte nach bem Ansiedlungsgebiet in Posen wird Dienstag, den 12. Mai, von Cassel aus angetreten. Bekanntlich haben bie Reiseteilnehmer nur die Kosten der Eisenbahnfahrt zu tragen. Die Beherbergung unb Verpflegung im Ansiedlungsgebiet geschieht auf Kosten bet Königlichen Ansiedlungskommission. Landleute, welche sich an dieser Reise beteiligen wollen, müssen sich bis spätestens den 5. Mai bei bem Vertrauensmann bet Königlichen An- fiedlungskommission, Herrn W. Schaumburg, Cassel, Friedenftraße 11, melden.
* Zur Beachtung. Vom 10. April ab dürfen bie Wiesen nicht mehr betreten werden. Auch bie Spaziergänge an ben Flußufern sofern nicht ein öffentlicher Weg vorhanden ist, sind verboten. Von ben zustänbigen Forst- unb Feld« polizeibeamten wird streng aus Ordnung nach dieser Seite hin gesehen werden.
Man abonniert auf die täglich erscheinende „Oberhessische Zeitung" bei allen Postämtern und unfern Zeitungsstellen in M Kn Kirchhain und Wetter sowie bei unserer Expedition — Markt 21.
vl— ou _ Der Bezugspreis beträgt durch die Post 2,25 Mk. (ohne
Bestellgeld), bei unfern Zeitungsstellen und der Expedition 2 Mk.