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Preußens Kleinbahnen.
Seit dem Erlaß des Gesetzes vom 8. April 1895 sind aus den Fonds zur Förderung des Baues usw. von Kleinbahnen 92,8 Millionen 31 bewilligt worden. Tatsächlich ausgezahlt waren davon im Jahre 1907 nicht weniger als 72,8 Mill. 34. Die Rückeinnahmen auf die gezahlten Staatsbeihilfen haben bis zum Schluffe des
Reinau, der den jungen Mann schon geraume Zeit verstohlen beobachtet hatte, lächelte ein wenig malitiös:
„Leider nein, — Herr Stolze, meine Tochter ist zu ihrer Freundin nach Neunlinden gefahren, — und ich fürchte ste wird so bald nicht zurückkommen. Meine Kleine wünschte sich nämlich zu ihrem Geburtstag ein Ponnygespann mit dazu gehörigem Wagen. Nun, gestern erhielt ste dasselbe und heute mutzte es unter allen Umständen der geliebten Freundin vorgeführt werden. Ich habe allerdings auf Ihren angekündigten Besuch hingewiesen, — allein leider half das gar nichts!"
Der junge Herr fuhr mit allen Zeichen des Entsetzens empor.
„Und — Fräulein Maja kutschiert womöglich selbst?"
„Allerdings," lächelte Reinau belustigt.
„Sie hätten das unter keiner Bedingung zugeben dürfen!" rief der junge Mann ängstlich. „Bedenken Sie doch wenn etwas passierte, so junge Tiere sind oft unberechenbar, — das ist — das ist —“
Er schien nicht das rechte Wort zu finden.
„Leichtsinnig gehandelt, meinen Sie?" vollendete Reinau hellauflachend, „beruhigen Sie sich, ich setze meine Maja keiner Gefahr aus, sie hat 'ihren getreuen alten Fritz dabei — und die Tiere sind lammfromm, wie mir glaubwürdig versichert wurde."
„Du läßt, wie mir dünkt, Deiner Tochter zu viel Freiheit," mischte sich jetzt der ältere Stolze, der bisher geschwiegen hatte, in strengem Tone ein, „ich würde dergleichen nicht gestatten."
„Du kennst eben meine Maja nicht," entgegnete Reinau gleichmütig. „Die fragt nicht viel, ob man etwas gestattet. Sie lieh einfach anspannen, und hui, — war ste wie der Wind zum
‘8 ör, tut.
v Deutscher Reich.
— Ei« Beileidstelegramm des Kaisers. Anläßlich des Ablebens des Bürgermeisters Dr. Mönckeberg in Hamburg richtete der Kaiser an den Senat folgendes Beileidstelegramm: „Venedig. Schmerzlich bewegt durch die Nachricht von dem Heimgang des hochverdienten, von mir sehr geschätzten Bürgermeisters Mönckeberg bitt« ich Euere Magnifizenz, dem Seckat der Stadt Hamburg meine aufrichtige Teilnahme auszusprechen. Wilhelm. L B."
— Prinz und Prinzessin von Wales trafen gestern Nachmittag 5 Uhr 10 Minuten mittels Smrderzuges von Köln kommend zum Besuche des Erotzherzogspaares in Darmstadt ein. Zum Empfange auf dem Bahnhofe waren der Erotz- herzog und die Großherzogin erschienen, die nach herzlicher Begrüßung ihren Besuch nach dem Neuen Palais geleiteten, woselbst das Prinzenpaar von Wales bis zum 31. d. Mts. Wohnung nimmt. Der Prinz empfing um 6 Uhr den englischen Gesandten Mister Harford. Nach der Familientafel im Neuen Palais wohnten der Prinz und die Prinzessin von Wales mit dem Erotzherzoglichen Paare der Aufführung der Oper Mignon im Hoftheater bei.
— Bom Bundesrat. Berlin, 27. März. In der gestrigen Plenarsitzung des Bundesrates wurde dem Entwurf des Haushaltsetats für Elsaß-Lothringen für das Rechnungsjahr in der vom Landesausschuh beschloffenen Faffung zugestimmt. Der Entwurf eines Gesetzes betreffend die Feststellung des Nachtragsgesetzes zum Reichshaushaltsetat für 1906 (Gewährung autzer- ordentlicher einmaliger Beihilfen an Unterbeamte und mittlere Beamte) wurde angenommen.
— Zum Wechsel aus der amerikanischen Botschaft in Berlin dementiert sich jetzt auch das „Berl. Tageblatt", von dem die beunruhigende Notiz ausgegangen war, selbst. Ein formeller Rücktritt des Botschafters Tower ist überhaupt noch nicht erfolgt. Auf Anfrage des Staats- fekretärs bestätigt Tower, daß er sich mit der Absicht trage, zurückzutreten. Daraufhin einigten sich Roosevelt und Root über die Persönlichkeit Hills als des geeignetsten Nachfolgers und rtdj. teten telegraphisch eine Anfrage nach Berlin, wie man über diese Nachfolgerschaft denke. Cie erhielten damals die Versicherung, datz die Er- nennng mit Befriedigung ausgenommen werde.
— Die Teuerungszulagen. Der dem Abgeordnetenhause zugegangene Nachtragsetat wegen der Teuerungszulagen für Beamten bestimmt, datz vor Festsetzung der Gehaltsreformvorlage
Marburg
Sonntag. 29. März 1908.
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Bestellungen ffit das zweite Quartal 1998 auf die »Oberhessische Zeitung" nebst ihren Beilagen werden von unserer Expedition (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirchhain, Neustadt und Wetter, sowie von allen Postanstarten und Landbriesträgern entgegengenommen.
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Tore hinaus, daß alles nur so flog. Der alte närrische Fritz unterstützt ste dabei nach Kräften. So war es schon immer."
„Du fa: lieft aber doch ganz genau den Grund unseres Kommens," sagte Herr Stolze mit etwas gekränkter Miene. „Es ist Dir nicht unbekannt, daß mein Albert leidenschaftlich in Deine Tochter verliebt ist, — ich habe Dir das deutlich genug zu verstehen gegeben. Leider ist mein Sohn zu schüchtern, um seine Sache allein zu führen, so mutzte ich mich um ihn annehmen. Ich sagte Dir auch schon, daß es mein höchster Wunsch wäre, wenn Deine Maja sich entschlichen würde, Alberts Frau zu werden. Sein Lebens- glück hängt davon ab; es liegt mir sehr am Herzen. Der atme Junge ist ganz unglücklich, daß er Fräulein Maja nicht sprechen kann. Nicht wahr, Albert?"
Der Gefragte nickte melancholisch mit dem blonden Kopf und seufzte: „Ach ja, Papa, — sehr — unglücklich."
„Na, tröste Dich, Junge, wir kommen wieder; hoffentlich paßt es dann bester und das gnädige Fräulein bequemt sich bann vielleicht, zu Haufe zu bleiben.,,
Es klang eine unverkennbare Gereiztheit aus den Worten des älteren Herrn, aber Reinau schien durchaus nicht gewillt, dieselbe ruhig hinzunehmen.
„Es besteht wenig Aussicht, daß Maja Deinen Sohn je lieben wird," begann er in ruhigem Ton.
„Weshalb?" fuhr Stolze wütend auf, während der junge Mann wie in heftigem Schrecken die Hand auf die Brust legte und ganz entsetzt und ratlos seinen Vater anstarrte.
„Du hättest Deiner Tochter klar machen sollen;" fuhr Stolze fort, „daß mein Albert der beste Mensch von der Welt ist, daß ste weit und
.H <Nachdruck »erboten.)
Die Freundinnen.
Originalroman von Irene v. Hellmuth.
(Fortsetzung.)
Gedankenvoll ging Herr Ferdinand Reinau an dem Tage, als seine Tochter die Ausfahrt mit ihrem Ponnygespann machte, in seinem Zimmer auf und ab, als ein bescheidenes Klopsen an der Tür vernehmbar wurde. Geräuschlos trat ein Diener über die Schwelle und überbrachte seinem Herrn auf silberner Schale zwei Visitenkarten. Kaum hatte Reinau einen Blick daraus geworfen als er auch schon lebhaft rief: '"„Herzlich willkommen, mein alter Freund!"
Zwei Herren, offenbar Vater und Sohn, waren dem Diener auf dem Fuße gefolgt und schüttelten nun dem ihnen entgegeneilenden Hausherrn krästig die Hand.
Der Jüngere der Eingetretenen ließ seine Augen in ziemlich neugieriger Weise in dem vornehm eingerichteten Raum umherschweifen, als suche er irgend etwas. Er trug einen tadellosen Eesellschastsanzug, war überhaupt sehr elegant, beinahe stutzerhaft gekleidet, und denn- noch machte er auf den ersten Blick keinen günstigen Eindruck. Die von hellen Wimpern beschatteten Augen schauten so nichtssagend und ausdruckslos darein, daß man sofort die Ueber- feugung gewann, vieles Wiffen war gewiß nicht eine Sache. Er drehte auch jetzt mit linkischen, halb verlegenen Bewegungen den Hut zwischen den Fingern. Während die beiden älteren Herren sich lebhaft unterhielten, starrte er nur immer auf die Türe, als erwarte er jeden Augenblick dort jemand eintreten zu sehen. Endlich platzte er ganz unvermittelt mit der Frage heraus: „Fräulein Maja ist wohl nicht zu Hause?"
Die Entwickelung der Einkommens- Verhältnisse in Preußen.
Die „Statistische Korrespondenz" veröffentlicht die Hauptziffern der preußischen Einkommenstatistik für das Steuerjahr 1907 unter Gegenüberstellung der entsprechenden Ergebnisse eitriger Vorjahre. Daraus ergibt sich, daß die Gesamtzahl der zur Einkommensteuer herangezogenen (physischen und nichtphysischen) Personen im Jahre 1892 2,44 Millionen betrug, im Jahre 1902 auf 3,76 Millionen gestiegen war und sich im Jahre 1907 aus 5,39 Millionen erhöht hat. Das Einkommen dieser Zensiten betrug 1892: 5961,40 Millionen, 1902 : 9036,01 Millionen und 1907: 12 351,93 Millionen Mark. Die Gesamtzahl der physischen Steuerzahler betrug in den Städten 1892: 1,4 Millionen mit einem gesamten Einkommen von 3852,60 Mill. Mark, 1902: 2,33 Millionen mit einem Einkommen von 6002,00 Millionen und 1907 : 3,47 Millionen mit einem Einkommen von zusammen 8358,06 Millionen, auf dem Lande betrug die Gesamtzahl der physischen Zensiten 1892: 1,03 Millionen mit einem Gesamteinkommen von 1851,73 Millionen, 1902: 1,43 Millionen mit einem Einkommen von 2557,88 Millionen und 1907: 1,91 Millionen mit einem Einkommen von 8389 Millionen Mark.
Die Zusammenstellung gibt ein anschauliches Bild von der glänzenden Entwicklung der preußischen Einkommensteuer. Von besonderem Jn- tereffe sind die Ergebnisse des Berichtsjahres auch deshalb, weil in diesem bekanntlich infolge des Gesetzes vom 19. Juni 1906, betreffend die Abänderung des Einkommensteuer-Gesetzes, die Einkommensteuer-Veranlagung zum ersten Male nach ziemlich wesentlich veränderten Grundsätzen erfolgt ist.
Seit der erstmaligen Veranlagung im Jahre 1892 ist die Gesamtzahl der (physischen und nichtphysischen Zensiten schon um das Einein- fünftelfache gestiegen. Ferner haben sich auch das steuerpflichtige Einkommen, sowie die veranlagte Einkommensteuer (Veranlagungssoll) insgesamt bereits verdoppelt; nicht viel geringer war die Zunahme der veranlagten Steuer ab
züglich desjenigen Teiles, welcher auf Gewinnanteile von Gesellschaften mit beschränkter Haftung entfällt. Namentlich bedeutend war auch die Steigerung von 1906 auf 1907, und zwar mit 716 324 Zensiten, d. i. um 15,32 v. H., mit 33 169 328 Mark, d. i. um 15,30 v. H, veranlagter und mit 30 307 453 Mark, d. i. um 13,98 v. H., zu erhebender Steuer.
Zu diesem überaus günstigen Veranlagungs- ergebniffe des Berichtsjahres, das umso bemerkenswerter ist, als die vorjährige Novelle zum Einkommensteuer-Gesetze mehrfache die Steuerhöhe wesentlich beeinfluffende Erleichterungen (so Abzugsfähigkeit der Beiträge zur allmäh- lichen Tilgung auf Grundbesitz hastender Schulden Steuerermäßigung der Einkommen von über 3000 bis 6500 Mark bei Vorhandensein von mindestens 3 vom Steuerpflichtigen zu unterhaltenden Familienangehörigen) neu ein- geführt hat, hat außer der allgemeinen Wirtschaftslage insbesondere beigetragen die durch das neue Gesetz den Arbeitgebern auferlegte Verpflichtung, auf Verlangen der Gemeindebehörden über die Lohn- oder Gehaltsbezüge der in ihrer Haushaltung, ihrem Berufe oder Gewerbe beschäftigten Personen Auskunft zu erter- len, und sodann die Ausdehnung der Einkommenbesteuerung auf die Gesellschaften m. b. H. sowie auf die Vereine xum gemeinsamen Einkäufe von Lebens- und hauswirtschaftlichen Ve- dürfniffen im großen und Ablaß im kleinen, also auch auf die Konsumvereine ohne Rücksicht darauf, ob sie einen offenen Laden haben und mit Korporationsrechten ausgestattet sind.
Was die Gesamtzahl der physischen Einkom- mensteuerzensiten betrifft, so hat sie sich seit 1892 auf etwas mehr als ein Siebentel im Jahre 1907 vermehrt. Die „veranlagte" Bevölkerung bezifferte sich im Berichtsjahre bereits auf 44,5 v. H. der Eesamtdevölkerung gegen 39,7 im Vorjahre und 29,3 v. H. im Jahre 1896. Berücksichtigt man auch die nach den Paragraphen 19 und 20 des Einkommensteuergesetzes an sich ein Einkommen von steuerpflichtiger Höhe beziehenden. jedoch wegen gesetzlicher Unterhaltungspflicht (Paragraphen 1601—1615 B.E.B., früher wegen Kinderzahl) oder sonstiger außergewöhnlicher Belastung Freigestellten nebst deren Angehörigen, so machte die Schicht der an einem Einkommen von mehr als 900 3t beteiligten Personen im Berichtsjahre bereits 49,7 v. H. — also rund die Hälste — der Gesamtbevölkerung gegen 44,9 v. H. im Jahre 1906 und 32.8 v. H. im Jahre 1896 aus. Das ist jedenfalls ein Ergebnis, das mit hoher Befriedigung betrachtet werden darf.
breit keinen sanfteren, nachgiebigeren Mann finden wird!" . , ,
„Hab ich ja getan," nickte Rernau seelenruhig; doch unterdrückte er nur mit Mühe ein spöttisches Lachen, — „alles ist umsonst! Da« eigensinnige Mädel" — hier seufzte der Fabri- kant recht tief und fuhr sich in komischer Der. zweiflung durch sein dichtes Haar, — „es stößt das Glück von sich, ich weiß es wohl, — aber was will ich machen? Als ich ihr erklärte, daß sie heute unbedingt zu Hause bleiben müffe, weil — nun, weil ein Freiersmann sich gemeldet habe, da lachte sie so übermütig, so recht luftig und rief mir zu: „Bitte grüße mir meinen Freiersmann bestens und sage ihm, er möge sich das Warten nicht verdrießen laffen! Ich heirate noch nicht! Und Herrn Stolze schon gar nicht! Ich will bei meinem Vater bleiben!" Damit flog sie zum Tore hinaus und ließ mich stehen. Also es ist, wie Du selbst einsehen wirst, wenig Aussicht vorhanden, daß Maja Deinen Sohn erhören wird."
Reinau sagte das alles mit einet halb spöt- tischen, halb überlegenen Miene; augenscheinlich belustigte ihn die Sache.
Stolze _ Pater und Sohn — waren gleichzeitig von ihren Sitzen in die Höhe geschnellt.
„Also so steht die Sache!" lief der altere der beiden, der kaum imstande war, seinen Grim« länger zu bemeistern. „Na, — da können wir also wieder gehen — aber, das söge ich Dir, Dein Fräulein Tochter wird Dir noch genug z« schassen machen! Sie könnte vielleicht noch einmal froh fein, einen Mann wie meinen Albert zu bekommen, — aber bann wirb e t nicht mehr wollen! Denn bet Ruf seiner künftigen Fra« muß tadellos sein, — und man zischelt schon jetzt so allerlei über Fräulein Maja--“
(gort|eyuiiö folgt.) .
oder deren Staum 16 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. — iq
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nim 0,04 Proz. 19 Kreise haben Zuschüsse, in gleicher Weise ausgedrückt, von 15,04 Proz. bi» 51,83 Proz. (Wirsitz) leisten müffen, darunter Hadersleben 25,01 Proz.
Etatsjahr« 1906 rund 3,7 Mill. <M betragen. Nach der dem Abgeordnetenhause jetzt vorliegenden Denkschrift über die nebenbahnähnlichen Kleinbahnen haben sich diese seit dem 1. Oktober 1892, wo bas Kleinbahngesetz in Kraft trat, von 11 auf 247 vermehrt bauen befinden sich 129 in den Provinzen östlich der Elbe (einschließlich der Provinz Sachsen) und 117 westlich. Die Streckenlänge der vorhandenen oder genehmigten nebenbahnähnlichen Kleinbahnen betrug am 81. März 1907 ; 8531,01 Klm. Aus je 10 060 Einwohner tarnen davon in Pommern 8,44 Klm. (6,64 Klm. mit Schmalspurweite), in den Ho- henzollernschen Landen 5,60 Klm. (nur Normalspur), in Schleswig-Holstein 5,21 Klm. (3,76 Klm. Schmalspur) und so abwärts bis herab auf je 1,13 Klm. in Westfalen und Schlesien. Auf je 10 000 Hektar entfielen 4,74 Klm. (3,73 Klm. Schmalspur) in Pommern, 4,16 Klm. (3 Klm. Schmalspur) in Schleswig-Holstein, 3,36 Klm. in den Hohenzollern-Landen bis herab auf 1,67 Klm. in Hannover und 1,39 Klm. in Schlesien. In den östlichen Provinzen kamen 2,56 Klm. auf 10 000 Einwohner und 2,37 Klm. auf 10 000 Hektar, in den westlichen 1,78 bezw. 2,44 Klm.
161 dieser Bahnen find Eesellschaftsunter- nehmen, bei 79 sind Kreise ober Gemeinben die Unternehmer; 7 gehören Privatpersonen.
Unter den Kommunalbahnen stehen zuerst die der Kreise Hadersleben mit 170,32 Klm., Wirsitz (140,38 Klm.), Jerichow I (102,38 Klm.) und Bromberg (100,46 Klm.), die außer der Wir- sitzer auch kommunal betrieben werden.
Der Betriebskoeffizient beträgt durchschnittlich 67,7 Proz. Von 216 dieser Bahnen haben 16 keinen Reingewinn gehabt, 36 bis 1 v. H., 36 2 Proz., 55 bis 3 Proz., 23 bis zu 4 Proz., 31 bis zu 5 Proz., 15 mehr als 5 bis 10 Proz. und 4 über 10 Proz. des Anlagekapitals Reingewinn; er verteilt sich ziemlich gleichmäßig auf Voll- und Normalspur, Osten und Westen. Ein höheres Bild ergibt die Statistik noch nicht, weil das Alter der Bahn nicht in Rücksicht gezogen ist. Die kilometrischen Gesamteinnahmen schwanken zwischen 90 935 31 (Schwebebahn Varmen- Elberfeld-Vohwinkel) und 811 3t (Memeler Kleinbahn). Der kilometrische Betriebsüberschuß belief sich durchschnittlich auf 2112,3 31 bei Vollspur, auf 1564,7 3t bei 1 Mtr.-Spur und 1299,5 bei anderer Spur.
Den größten Kapitalsbetrag an Provinzialbeihilfen haben mit 17,2 Millionen 31 Hannover, mit 10,3 Millionen 31 Pommern, sodann Brandenburg (5,8 Millionen 31), Schleswig- Holstein (5,6 Millionen), Sachsen (4,9 Millionen) und Ostpreußen (4,15 Millionen) geleistet, den höchsten Jahres-Zuschuß Pommern mit 317 040 31, es folgen Ostpreußen (195 966 34), Schleswig-Holstein (184 641 31), Brandenburg (168 199 31) und Westpreußen (118 488); die übrigen Zuschüsse bleiben unter 100 000 34.
Aus dem Bau und Betriebe solcher Bahnen haben Ueberschüffe, ausgedrückt in Prozenten des umlagefähigen Kreissteuersolls, erzielt die Kreise Euskirchen 2,53 Proz., Neuwied 1,54 Proz., Wreschen 1,34 Proz., Rendsburg 1,19 Proz., Ruppin 0,13, Halle (Stadtkreis) 0,05, Oberbar-