Zweites Blatt
82
lNachvru-r oerDotcn.i
latutpetiode, auf welche die bevorstehenden Neuwahlen ihre Schatten vorauswerfen, nicht besonders geeignet zur Lösung so schwieriger Aufgaben, wie der Neuordnung des Bejoldungs- wesens der Beamten, Geistlichen und Lehrer. Dazu kommt, datz auch die Deckungsfrage in Preußen sich sachgemäßer in BeMndung mit dem Abschluß der Reichsfinanzresorm wird erledigen lassen, als jetzt, wo bekanntlich die ganz überwiegende Mehrheit des Abgeordnetenhauses die Verhältnisse für eine dauernde Revision des Einkommensteuergesetzes als noch nicht geklärt genug erachtet. Was aber die Beamten, Geistlichen und Lehrer anlangt, jo wird es in deren Kreisen naturgemäß empfindlich berühren, wenn die erhoffte Aufbesserung der Gehälter stch bis zum Herbst verschiebt. Ein materieller Schaden wird den Beamten, Geistlichen und Lehrern aber nicht erwachsen, weil die durch die erwähnte Vorlage festzusetzenden Gehaltszulagen ihnen vom 1. April d. 3s. nachgezahlt werden sollen. Ueberdies liegt es in der Abstcht, den mittleren und unteren Beamten schon jetzt wiederum Teuerungszulagen zu gewähren, wie ste für das Jahr 1907 im Reiche gewährt wurden. Man wird schließlich auch erwarten dürfen, daß we- nigstens diejenigen Lehrer, für die eine beträchtliche Aufbesserung des Diensteinkommens als notwendig erachtet wird, in Bezug auf die Teuerungszulagen den mittleren Beamten gleichgestellt werden. Wird so verfahren, so werden auch diejenigen, denen die Besoldungsgesetze zu gute tonten sollen, sich materiell über deren Verschiebung bis zum Herbste nicht beklagen können. — Die nationalliberale Fraktion des Abgeordnetenhauses brachte dazu einen Antrag ein, falls die Beamtenvorlage nicht mehr kommt, den höhren Beamten eine einmalige Teuerungszu- läge von 10 Prozent, den mittleren von 12 Prozent und den Unterbeamten von 15 Prozent zu gewähren.
— Das Urteil des Ehrengerichtes gegen den Grafen Wilhelm v. Hohenau ist gefällt. Das
schrieben:
Bekanntlich bemühte man stch von Marburg aus, die geplante Wohratal bahn anstatt nach der nächstgelegenen und eigentlich selbstverständlichen Einmündestelle, der Kreisstadt Kirc^-
Marburg
Dienstag, 10. März 1908.
, Deutsches Reich.
— Zur Vertagung der Besoldungsvorlage schreiben die „B. P. 31“: Daß, abgesehen von den Rücksichten auf das Reich auch gewichtige sachliche Gründe für eine Verschiebung der Besoldungsvorlage bis zu einer Herbstsession des preußischen Landtages sprechen dürften, wird ernstlich kaum bestritten werden können. Erfahrungsgemäß ist die letzte Session einer Legis-
Zur Wohratalvayn.
Aus dem Kreise Kirchhain wird uns g-
Man abonniert auf die täglich erschemende „OberhessisLe «eituna* bei allen Postämtern und unfern ZeUnngsstellen in
>0 Sirchha"« und Wetter owie bet unserer Expedition - Marktlll.
Ob _Zer Bezugspreis 'beträgt durch di- Post 2,25 Mk. (ohne BesteUgeld), bei unfern ZeitungSstellen und der Expedition 2 Mk.
Aus de« Parlamenten.
Abgeordnetenhaus.
Das Abgeordnetenhaus führte am Sonnabend bei der Fortsetzung der Einzelberatung des Eisenbahnrtats zunächst die Besprechung des Antrages v. Korn-Rudelsdorf (kons.) zu Ende. De. Antrag, der Maßnahmen gegenüber den herrschenden Mißständen auf dem Kohlenmarkte verlangt, stieß auf den schroffen Widerstand des Abg. Dr. Boltz (nl.), der die Angriffe des Abg. v. Korn auf das Kohlensyndikat und die oberschlesische Kohlenkonvention als ungerechtfertigt bezeichnete und meinte, beide Vereinigungen haben die Kohlenpreise auf maßvoller Höhe gehalten. Abg. Eygling (frs. Vp.) beantragte Verweisung des Antrages an die Budgetkommission. Gegen den Abg. Dr. Doltz wandte sich Abg. Graf Kanitz (kons.) mit dem Hinweise, die hohen Kohlenpreise drohen die deutsche Exportfähigkeit zu schädigen. Nachdem Abg. Hirsch-Essen (nl.) seinem Parteifreund Dr. Voltz vom Standpunkte des Kohlensyndikats beigetreten war, wies Abg. Dr. Hegar (Ztr.) die Behauptung des Abg. Hirsch, der Antrag v. Korn diene einem agitatorischen Zwecke mit großer Schärfe zurück. Dem Vorschlag des Redners, den Kohlentransport nach dem Auslande zeitweilig zu sistieren, stellte Minister Breitenvach das internationale Transportreglement entgegen. Daraus wurde ein Schlußantrag angenommen und der Antrag v. Korn an die Budgetkommission überwiesen. Die weitere Einzelberatung brachte mannigfache Anregungen aus allen Gebieten der Eisenbahnverwaltung. Bei den außerordentlichen Ausgaben erwiderte auf eine Anfrage des Abg. Marco (nl.) Minister Breitenbach, das neue Eisen- vahnanleihegesetz werde so rechtzeitig an das Haus gelangen daß es auch, falls die Tagung vor Ostern geschloßen werden sollte, noch beraten werden könne. Am Schluß der Sitzung teilte Präsident v. Kröcher mit, die Beamtengehaltsinterpellationen sollen am Mittwoch beantwortet werden.
entfachen müssen? Wissen Sie denn nicht, daß ich Sie liebe mit jeder Faser meines Herzens ... datz ich mich selbst zum Opfer bringe, um Ihren Frieden nicht zu stören? Wißen Sie das alles nicht, oh, dann haben Sie niemals in meinen Augen gelesen!“
„Ich wußte es längst,“ entgegnete ste leise mit niedergeschlagenen Augen.
Ich ergriff ihre Hand und preßte sie an meine Lippen. Ich mutzte mich bezwingen, sie nicht in meine Arme zu schließen, aber kaum sünfundzwanzig Schritte von uns entfernt, hielt der Reitknecht mit den Pferden und blickte schon mit siecher Neugier herüber.
Zch besann mich auf mich selbst.
„Laßen Sie uns heimkehren, Amalgunde," sagte ich leise. „Ich danke Ihnen für diese Stunde, die Erinnerung daran wird mich stets begleiten."
Sie preßte mit innigem Druck meine Hand und schaute mir mit Zärtlichkeit in die Augen.
„Auch ich werde Sie nicht vergeßen, Eun- dokar,“ entgegnete sie. „Nie — niemals....“
Der Reitknecht kam näher. Wir mußten schweigen. Ich hob Amalgunde in den Sattel, sprang selbst auf mein Pferd, und schweigend ritten wir dem Schloße zu. Aber wenn die Lippen auch schwiegen, unsere Herzen und Augen hielten eine geheime Zwiesprache, die eben so beredt war, wie die Worte unserer Lippen.
Als wir in das Schloß zurückgekehrt waren, fand ich einen Brief auf meinem Zimmer, welcher mir von Berlin nachgeschickt war. Er kam von meinem Onkel Karl, der nicht wußte, daß ich auf Schloß Olden-loe weilte. Mein Onkel ersuchte mich, ihn in einer wichtigen Erbschaft meines verstorbenen Vaters betreffenden Ange- legenheit zu besuchen. Die Angelegenheit sei so wichtig daß sie eine mündliche Unterredung nötig mache. Schriftlich laße ste stch nicht aus- einandersetzen. . , v
„Ich weiß,“ so endete der Brief, „datz Du mir nicht sehr zugetan warft. Wenn ich aber Dir jetzt diese Angelegenheit entdecke, die mich
Ehrengericht hat den Grafen Hohenau zur Entfernung aus dem Offizierstande verurteilt und ihm auch die Orden und Ehrenzeichen abgesprochen. Dieses Urteil des Ehrengerichtes ist vom Kaiser bestätigt worden. Die gesetzliche Pension bezieht der Verurteilte weiter, da ihm diese I Heu und Stroh «» Deutschland tu durch ein Ehrengericht nicht abgesprochen werden | britannien vom 9. Marz ab verboten I nommen von i
— Eine Frau im Schulvorstand. Als erste
jahrelange Mühe und Arbeit gekostet hat, - so »So^e^ ich ^e heute Abend A ihrfüh' wirft Du »inkeben dal: Deine Antipathie mir I ren. Erne merkwürdige Aenoerung yar stcy oei aeaenüber unaerechtiertiat war denn durch I der Armen vollzogen, eine gänzliche Abspann» meinArbeit kann? Du zu einem großen Ve? »ng, sie ttegt^heuteg.benwwn
Rügen gelangen. Ich Wfe, ta» Du mit Kran Uanmninlugen P-^chlumme, . . Doch Sie Serechiigleii I-ften wiest.' wie toUTn^m??, W Sie noch
Der Brief machte auf Mich einen unange-- I einmar meine Rechte mit beiden Händen und nehmen Eindruck. Ich vermutete, nach dem, I f . hütend in die Augen.
was ich von der Gräfin über das Verhalten mei- Nichtwahr" sprach sie mit bebender nes Onkels gehört hatte eine neue Schurkerei. I stimme, „Sie denken nicht allzu schlecht von Indessen gab nut der Brief doch die erwünschte I
Gelegenheit, meine schleunige Abreise zu be- I ^eb? und verehre Sie, Frau Gräfin, gründen. I unterbrach ist ste. Welche Frau, welche Mutter
Die Eltern Lothars sahen auch er«, datz ich I &äUe a^e„ ünd — edler gegen jene Unglück- reisen mußte, sie nahmen mir nur das «erspre- I W handeln können?“
chen ab, wiederzukommen, um Lothar aus seiner I ich danke Ihnen! Aber mein Gatte —
Reise nach dem Süden zu begleiten. der Graf — Ihr Großvater .. .?“
Lothar war sehr ärgerlich, mußte stch aber I Ich blickte düster zur Erde. Ein Gefühl des schließlich der Notwendigkeit fügen. Amalgunde I zornigen Unmuts wollte in mit emporquellen, reichte mit schweigend die Hand, in ihten Augen I „Et ist vielleicht weniger schuldig als es ; zitterte eine Träne, sie allein wußte den wahren I scheint,“ fuhr ste mit leiser, sanfter Stimme fort. Grund meiner plötzlichen Abreise. I „Als leidenschaftlicher Jüngling verliebte er
Auch die Gräfin-Witwe sagte nichts, ließ I sich in ein einfaches Landmädchen. Damals — mich aber später durch einen Diener zu stch I als er als gefangener Offizier in England bitten. I weilte — dünkte ihn eine Verbindung mit dem,
Sie reichte mir die Hand, als ich bei ihr I einfachen Mädchen nicht so unmöglich als spater., eintrat. Er besaß ja nichts als seine Oftiziersgage, dieses :
„Ich danke Ihnen, lieber Gundokar,“ sagte I Schloß, diese Herrschaft war überschuldet^ es war sie, meine Hand mit warmem Druck umschlie- I die Frage, ob er je wieder in ihren Besitz gebend, „für Ihren Entschluß, abzureisen. Es ist I fangen würde .... und dann kam er in dis fiir uns alle das Beste, wenn eine Zeit der Ruhe I Heimat, in die alten Verhältnisse Zurück! Er sah und Selbstschau uns trennt. Wir werden dann I die Schwierigkeiten, welche aus seiner Verbrnd- schon die rechten Wege finden und stark in un- I ung mit dem einfachen Mädchen entstehen muß- seren Entschlüßen werden. Aber Sie müßen I fen wollte die eingegangene Verbindung mit versprechen, ost an mich zu schreiben, auch I rechtskräftig lösen — da kam die Krankheit ich werde Ihnen öfter Nachricht über das Be- I Ediths — er schämte sich, seine übereilte Handfinden Ihrer Großmutter geben." 1 lung einzugestehen — es kamen die bösen Ein»
danke 'Urnen Frau Gräfin' Ich wollte slüsterungen Martins und anderer Leute —
e.-®»ftKit.3' W »£,«*' '"M
„Es ist keine Gefälligkeit, sondern meine genommen — uiw dann geschah das was wie
Pflicht. Sie wollen morgen reisen, vielleicht wißen — und was ihn bis “nJe^ Sie ibnL
möchten Sie Ihre arme Erotzmutter noch ein« gequält und gefoltert hat. Vergeben Sie ihm,
mal vorher sehen?" , wie ich ihm vergeben habe!>
M$as ist allerdings mein Wunsch.- I (Fortsetzung folgt.)
Di- JusertionSgebühr beträgt für die laespaltene Zeile oder deren Raum 16 Pfennig, für Rellamea 80 Pfennig. — jq Druck und Verlag: Joh. Äug. Koch, Unw«Ptätsbuchdrncke«i Inhaber Dr. C. Hitzeroth, Marburg, Markt21. — Telephon56.
— Schließung von Schulklassen bei anstecken, bee Krankheiten. Der Minister des Innern und der Kultusminister haben stch damit einverstanden erklärt, daß die in der Anweisung zur Verhütung übertragbarer Krankheiten durch die Schüler vorgesehene Befugnis zur Schließung von Schulen oder einzelnen Schulklaßen von den Schulabtetlungen der Regierungen ein für alle- i hnfn ^'dem Dorfe 'Ernsthausen aus westwärts mal auf die Landrate, tn Stadtkreisen auf die I Schönstadt nach Cölbe und somit direkt Bürgermeister, übertragen werden darf. Falls I na$ Marburg zu lenken. An einer solchen dies geschieht, ist gleichfalls den Landräten I Linienführung würde — wie vorausgeschickt (Bürgermeistern) aufzugeben, von jeder Schul- I werden mag — der Kreis wenig Freude haben, bezw. Klaßenschlietzung der Schulabteilung bei I auch würde der Kreis sich wohl kaum dazu ent« der zuständigen Regierung unverzüglich Mel« I schließen, Mittel dafür auszubringen, wenn die duna mi erstatten. I Einmündung in Cölbe anstatt tu Kirchham er«
8 — a I folgen sollte. — Betrachtet man sich die Karte,
' - I das Gelände, die Verkehtsverhältnijse näher so
SfitÄTittth I wird man zu der lleberzeugung kommen mässen,
, I datz für die Wohrattatoahn nicht Cölbe, son- ?-»^.d«tuga^ Wohin bas Schwenken I unter allen Umständen Kirchhain die wtch-
unb Nachgeben bes Königs gegenüber ben Re- I uni) zweckentsprechendste Eimnündestelle publtkanern führt, zeigt folgende Meldung: Der I Hauptbahn ist. Aber auch die ^use^tia» 3)tJJÜ>eß*en®et Dh»r leit »um Kreist Kirchham, die Beziehungen zur
reits sich nicht entblodet hatte, der Königin zu I Kreisstadt bedingen, den Anschluß in Kirchham sagen, datz er tm Falle der Amnestiezustcherung I . ' Die tut eine weltliche Ablenkung und für die politischen Verbrochen die Gewahr dafür I ^-e Einmündung in Atarbutg geltend gemachten übernehmen wolle, daß ^^^.^brsuchegegen I (5tünt,e wie bte größere Anziehung Alarourg, die königliche Familie sich nicht wiederholen I ÄUniten ujm fini) nicht derart, daß sie etne sollen, erklärt, daß er nut unter zwei Beding« I ^p^nkung der Bahn von Kirchham, dem natur« uugen die Mona^ie nicht bekämpfen wü^e. I ^nschlußpuntte, rechtfertigen. Der Weg 1) bei einer durchgreifenden Reform bet Ver- I Marburg ist für die Wohratalvewohner faßung, 2) bei einer entsprechenden Herabsetzung «ach imstande jederzeit zu
der Zivilliste. Im Verhältnis zur Kopfzahl der I and in kürzerer Frist; umgekehrt aber
Bevölkerung sei das portugiesifche^Konigshau. ^«b^utw^m rur-e, das kostspieligste der Wett, und die bisherige, I Wohraratoewohnet äußerst umstand«
aus dem Jahre 1822 stammende Betfaßung hlttie I werden mit der Bahn nach ihrer Kreisstadt sich überlebt. Rur tm Falle bet Beseitigung I * oeinnnen in jedem solchen -ralle
dieser Mißstände könnte bte Monarchie beide« Ak^Nuckweg über Cot^ genom,
9aIt*e" Ätfleee« «MwüneiL -kobannes- I wen werben, was einen großen und zeitlauoen.
Präsident Fügers vermögen. Johannes- > iimmea bedeutet. Hinsichtlich des Geländes burg- 6. Auf eine Frage^tUarte General bu Linienführung der Bahn durch da, Ä J äK E Md in I Wohrattal nach Kirchhain die natürlichste —
| MD &ÄÄ AÄTjoX nach Nieder-
Lh-Li?. Ärj.Ä'S ÄTiÄ
B. S4ÄÄ» Ich-N-d-- “Ä? S’X Ld.m h. P --und d-0 --um I SfÄÄÄ SSJFJn
meiningischen Volksschulgesetzes in ben Schul- Futter erlaubt wirb, und Heu oder Sttoh der I ug^sesick ^"»DenWeue si^noch immer Vorstand gewählt worden Frau Landgerichts- sttztbezeichneten Art daß vor dem 9. Marz an Umweg em D g ad^ A Lch Reiben. Wir direktor Bock in Meiningen. I Bord gebracht wurde. I v ' 1 ---,
Die weiße Frau von Oldensloe.
Wx Original-Roman von O. Elster.
K-, lgortfetzmig.)
„Ich danke Jhrern Vater für diese Worte. Aber der Grund meiner Bewegung liegt in einem anderen Gefühl, als in dem des Schmerzes um den frühen Tod meines Vaters. Ich roeiR, jetzt, daß ein großer Wunsch in seinem Herzen lebte, daß eine heiße Sehnsucht fein Leben ausfüllte, : nd daß er um dieses ungestillten Sehnens willen unglücklich wurde. Ich kann ihn jetzt verstehen, weil auch in meinem Herzen ein Wunsch, eine Sehnsucht lebt . . . ."
„Die Sie unglücklich macht?“ fragte sie wie erschreckt.
„Die mich unglücklich machen würde wie meinen Vater, wenn ich nicht die Kraft gefunden hätte zu verzichten, um ein Wesen, das ich liebe, glücklich zu sehen.“
„Sie sprechen in Rätseln heute/
„Sie werden mich einst verstehen lernen... wenn ich fern von Ihnen lebe..... wir haben
uns heute zum letzten Male gesehen, Kom- teße...."
„Wie? — Sie wollen fort? — Sie wollen Lothar nicht begleiten? —
„Ich kann nicht, ich darf nicht, Amalgunde «—um Ihretwillen und auch — um meinetwillen."
Eine jähe Glut umflammte ihre Wangen, sie wandten sich ab, wollte sprechen, vermochte es jedoch nicht und bedeckte die überquellenden Äugen mit der Hand.
„Ich mutz fort, Amalgunde," sprach ich leise weiter, „um Ihr Glück nicht zu stören, um nicht felbst unglücklich zu werden..."
„Und das nennen Sie mein Glück nicht stören wenn ie so plötzlich davon.gehen . . fragte Re indem sie ängstlich, mit schüchterner Zärtlichkeit zu mit aufblickte.
„Amalgunde — wißen Sie denn nicht, welche Klamme» diese ihrs Worte in meinem Herren