MchßH
Erttes Blatt
führungen den § 7 der Regierungsvorlage und bekämpfte auch die freisinnigen Abänderungs- antr ge die für die verbündeten Regierungen unannehmbar feien. Abg. Dietrich (konf.) schlicht sich diesen Ausführungen an. Die freisinnigen Anträge machten ein Heer von Polizeideamten nötig. Abg. Dr. Junck (nl.) erklärt namens seiner Partei, dah sie sich auf den Boden der Regierungsvorlage stelle. Nach weiterer Debatte, an der sich die Abgg. Müller-Meiningen, Graf Oppersdorfs (Ztr.) und Brejsky (Pole) beteiligten, erläuterte Abg. Kreth (kons.) noch einmal
Die heutige Nummer umfaßt 3 Blätter.
Ein neues Attentat.
Wie wir bereits gestern Abend durch Ggtio»; blatt mitteilten, haben die Verfassungswirren in Persien auch zu einem Attentat aus den Schah geführt. Es liegen darüber bis jetzt folgende Meldungen vor:
L o n d o n. 28. Febr. Das Reutersche Bureau meldet aus Teheran: Gegen den Schah von Per-' sien wurden zwei Bomben geschleudert. Drei Vorreiter wurden getötet, der Chauffeur beai Automobils und etwa 20 Personen wurden ver-s letzt. Der Schah selbst blieb unverletzt.
Teheran, 28. Febr. Um zwei Uhr nadj«: mittags wurden drei Bomben vom Dache in einer engen Straße gegen den Schah geworfen,^ welcher nach Doshantepah fuhr, wo er einiges Tage verbringen wollte. Eine Bombe explo- dierte in der Luft, eine andere schlug in bet' Nähe des Automobils des Schahs auf. Drei Vorreiter wurden getötet, der Chauffeur und etwa zwanzig andere Personen wurden oetöun«; bet. Der Schah befand sich nicht im Automobil," sondern sah in einem in einiger Entfernung fol-, genden Wagen. Er stieg aus und begab sich in. das nächstliegende Haus, von wo er unversehrt den Palast erreichte.
T e h e r a n, 28. Febr. In dem Hause, von dessen Dach die Bomben geschleudert wurden, wurde eine Haussuchung vorgenommen, ebenso, in den benachbarten Häusern. Bisher sind aber, alle Nachforschungen ergebnislos geblieben.
Teheran, 28. Febr. Das auf den Schah, verübte Bombenattentat hat bisher keine Un», ruhen hervorgerufen. Die Stadt ist ruhig. 2)etj Vertreter des deutschen Gesandten sprach dem Schah sofort seine Glückwünsche dazu aus, dah et unverletzt geblieben ist.
Marburg
Sonntag, 1. MiH 1908.
mit dem Krcisblatt für di- Kreise Marburg und Kirchhain
und den Keiiagen: ^ziter.rischrr A-r-is-r«. »zm.dn.irtsch.sttu,. K-U«-." NN»
Die unsicheren ersten Nachrichten lassen nicht erkennen, von wem oder welcher Partei der Am, schlag ausgeht, Obwohl der Schah schon drei.
Artillerie, beim Gardelorps mit Scharfschießen, statt. Dem 12. (königlich sächsischen) Armeekorps werden zur Abhaltung einer Angrisfsübung ein schweres Feldhanbitz-Bataillon vom Fußartille» rie-Regiment Rr. 5 und die erforderlichen Formationen der Verkehrstruppen zur Verfügung gestellt. An Uebungen technischer Truppen sind vorgesehen Pionierübungen unter Leitung bet Pioniet-Jnspektionen bei Thorn, Wesel und Mainz, je eine dreitägige Nachrichtenübung bei beiden Inspektionen der Telegraphentruppen. Zur Gestellung von Trainaufsichtspersonal und zur Bespannung militärischer Fahrzeuge können für die Kaisermanöver die Trainbataillone Nr. 7, 8,11,14 und 18 herangezogen werden. Beim Gardekorps, 4., 7., 9., 10., 15., 16., 17. und 18. Armeekorps finden Kavalleiie-Uebungsreisen statt. An dem diesjährigen Infor-ationskurjus für Generale bei der Feldariillerie-Echießschule vom 6. bis einschl. 19. Mai nehmen teil je ein aus der Infanterie hervorgegangener General des Eardekorps, 1. bis 10. und des 18. Armeekorps, ferner ein General der Fuhartillerie, zwei königl. bayerische Eenrale, ein königl. sächsischer' und ein königl. württembergischer General.
— Unsere Flotte. Die Aufklürungsschisfe bet Hochseeflotte sind gestern Nachmittag von ihrer Fahrt nach den spanischen Gewässern nach Kiel zurückgekehrt. Die Kreuzer „Hamburg" und „Danzig" mit dem Prinzen Adalbert an Bord sind dem Geschwader vorausgefahren und bereits ftüher in Kiel eingetroffen.
— Der Riesenkampf im deutschen Baugewerbe ist nach der „Tägl. Rdschau" nunmehr mit Ei- cherheit für den 1. April d. I. zu erwarten. Der ..Zentralverband der Maurer" macht seinen Mitgliedern jetzt Mitteilung von dem Beschluß des Arbeitgeberbundes, wonach Lei der Ablehnung des Arbeitgebertarifs die Eeneralaussperrung sämtlicher im Baugewerbe beschäftigten Sttbei». ter erfolgen soll, und knüpft daran die Bemerkung: „Das ist die Kriegserklärung". Die Ta- rifverhandlungen im rheinisch-westfälischen Industriegebiet sind gescheitert, ebenso wie in allen andern Bezirken. Das Kampfgebiet hat sich in- zwischen so vergrößert, daß die Aussperrung am 1. April sich über das ganze Reich westlich der Oder erstrecken wird. Auch Berlin wird bekannt« lich davon betroffen. In den Landestrilen oft» lich der Oder bestehen noch Tarifverträge. Durch- den Kampf werden mindestens 300 000 Arbeiter des Baugewerbes brotlos, aber auch die Dach< decker, Stuckateure, Steinhauer, Steinsetzer,' Asvhalteure, Tischler, Klempner und andere Bauhandwerker werden in den Kampf hineingezogen. !
Die Enteignuugsvorlage im Herrenhaus.
Als das Abgeordnetenhaus vor einigen Wochen die Enteignungsvorlage der Regierung zwar verändert aber doch in einer Form an- Nahm, mit der sich die Regierung einverstanden erklärte, erhoben sich sofort Bedenken, ob das Herrenhaus sich diesen Beschlüssen anschließen werde. Immer vernehmlicher drang das „Nein" hervor, und gar die Kommission des Hauses zeigte eine Zusammensetzung, die bett Beschlüssen des Abgeordnetenhauses feindlich gegenüber- ftand und dem § 13 der Vorlage, der die Enteignung ausspricht, so sehr jede Schwungkraft nahm, daß die Regierung diese Form als unannehmbar zurückwies. Die eigenartige Zusammensetzung des Herrenhauses allein ließ noch die Hoffnung, daß das Plenum sich durch die Kommission nicht gebunden fühlte. Zwei Tage hat man dann verhandelt und auch nach dem ersten Tage konnte man kaum erkennen, welches das Schicksal der Vorlage sein werde. Männer von bedeutendem persönlichem Ansehen und hoher Stellung bekannten sich in der namentlichen Abstimmung als Gegner der Vorlage, so der bekannte Eeneralfeldmarschall Graf Haeseler, Kardinal Kopp, Staatssekretär a. D. von Hollmann, ein Freund des Kaisers, der Bruder der Kaiserin Herzog Ernst Günther von Schleswig-Holstein, die Fürsten Hatzfeldt, Fürstenberg, Stoll- berg u. a. m. Was von den Rednern gegen die Vorlage vorgebracht wurde, bewegte sich in dem Rahmen der beiden Punkte, daß ein Eingriff in das Eigentumsrecht auch aus diesen Gründen nicht möglich sei und daß die Gleichheit aller vor dem Gesetz nicht zu verletzen sei. Vermisien mußte man die Erkenntnis von der Gefährdung des gesamten Deutschtums durch das polnische Vordringen und greikbare Vorschläge, deren Durchführung den Schutz des Deutschtums gewährleistete. Die Polen stellen sich doch von selbst außerhalb des Verbandes der Preußen indem sie ihre letzten Ziele darin suchen, die preußische Macht zu untergraben und einst wieder ein polnisches Reich zu gründen. Es sind nicht loyale Untertanen, wie die Balten in Rußland, die von einem Redner herangezogen wurden. Herr von Rheinbaben wies darauf hin, daß die Polen in der Erkenntnis, daß wer den Boden hat, auch die Herrschaft hat, systematisch darauf ausgehen, den deutschen Besitz in die polnische Hand zu bringen. Dagegen muß die Regierung ein Mittel in der Hand haben, das schon auch ohne daß es oft angewandt wird, durch sein bloßes Vorhandensein dem Vordringen der Polen ein Halt zurufen wird. Wer wird als Pole kaufen wollen, wenn er weiß, daß er morgen enteignet werden kann. Fürst Bülow aber hat darauf hingewiesen, daß die Regierung nicht daran dentt, die Polen zu vertreiben oder zu verdrängen, sondern nur verhindern will, daß die Deutschen von den Polen aufgesogen And verdrängt werden. Die feste und doch maß- £ple Form, in der Fürst Bülow namentlich zum Malusse noch einmal die Ansicht der Regierung gern Ausdruck brachte, berührt äußerst ange- jW.-m. Vor allem die Erklärung: Das Einzige T daß wir in unserer Ostmarkenpolitik Stetigkeit zeigen. Nur Stetigkeit, nur nicht hin und her schwanken, nur kein Zickzackkurs. Ein Zweck dieser Vorlage — auch darin stimme ich mit dem Grafen Botho zu Eulenburg überein — ist, jeden Zweifel zu zerstreuen an der Sicherheit, an der Stetigkeit, an dem vouen Ernst unserer Ostmarkenpolitik. Uebrigens glaube ich, daß im letzten Ende eine sichere, feste, stetige Ostmarkenpolitik auch weniger grausam ist. Halbe und schwächliche Maßnahmen sind noch immer mißglückt, und sie mußten mißglücken, denn, meine Herren, unsere Ostmarkenfrage läßt sich nicht durch halbe Maßregeln, läßt sich nicht lösen dadurch, daß wir uns Illusionen über die Sachlage machen, nicht lösen dadurch, daß wir Phantasiegebilden nachhängen; sie läßt sich nur lösen durch Stetigkeit. (Beifall.)
Mit Geschick berief er sich auch auf den Fürsten Bismarck, indem er ausführte: Zur Bekräf- ttgung meines Standpunktes möchte ich noch einige wenige Sätze verlesen aus einet Rede, die in der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 29.
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©erntet (nl.) und Dr. Arning (nl.) begründet. Staatssekretär Dernburg erklärt, daß die Fortsetzung der Schule beabsichtigt sei. Dr. Arendt ersucht ferner um entsprechende Regelung der Pension der Lehrer in den Kolonien. Gouverneur von Rechenberg gibt Aufschluß über die Kosten der Schule und verteidigt seinen Standpunkt in der Schuffrage. Die Resolution wird gegen die Stimmen des Zentrums angenommen. . .
Bei Tit. 9 Pos. 1 Münzwesen beantragt Abg. Dr. I nttinben. München, 28. Febr. Die bayerische Arendt (Reichsp.), die Goldreserve für Ostafrika Abgeordnetenkammer hat beschlossen, die Regie- aufzuheben. Staatssekretär Dernburg macht An- tung um ^te Einbringung eines Gesetzentwurfs gaben über das Bankwesen in Ostafrika. Die I gU er|u^en durch den für alle Gemeinden mit über 4000 Einwohner die Verhältniswahl vor« bk bis ae- geschrieben wird. Kleinen Gemeinden soll rie stellten Abänderungsanträge, ohne zu einem Be- 9tntr“^ ,bes 2
chlun zu kommen. Staatssekretär Dr. v. Beth- der Wahlberechtrgten gewahrt werden. De: Mi- mann-Hollweg verteidigte in längeren Aus- nister hat die Einbringung eines derarttgen Gs- ~ " setzentwurfes noch vor den nächste:: Gemeinde
wahlen zugesagt.
— Die größeren Truppenübungen dieses Jahres veröffentlicht das Armee-Verordnungsblatt. Beim 15. und 16. Armeekorps finden Kaisermanöver statt. Beim 5., 7., 8. und 16. Armeekorps werden Kavalleriedivisionen aufgestellt, die beim 8. Armeekorps aus der 14., 15. und 21. Kavalleriebrigade besteht. Beim Gardekorps und beim 9. Armeekorps finden Angriffsübungen unter Beteiligung von schwerer
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Januar 1886 Fürst Bismarck gehalten hat. Fürst I ausführlich den koiffervativen Staichpuntt zu Bismarck sagte damals: „Dann sagte der Abge- I § 7. Die Polen hatten vollauf Gelegenheit, o,dn-i- i» b-,»» -uj dl- Wch
prratton des gesamten polms^n Adels Wo I 9ßenn pe sp^er vor Gericht usw. Deutsch bleibt denn da bie Rechtssicherheit in Deutsch- I .^chen sollen, verstellen sie sich. Man könne land und in Preußen? Die ist ja noch in keiner ben Beamten in Rheinland, West-
Weise beeinträchtigt. Wenn man einfach kon- I -g^n, Berlin und den Vororten und sonstigen fiszieren wollte, wie es in anderen Ländern ge- I Barken nicht zumuten, Polnisch zu erlernen, schieht, wenn man die Güter unentgeltlich ein- I damit sie einmal eine Versammlung überwachen zöge! Das ist viel wohlfeiler. Ich sehe nicht ein, I könnten. Die internationale Stellung Deutsch- wie der Vorredner darauf kommt. Es ist brr I lands werde durch ben § 7 nicht.erschwert oder Zwang der Notwendigkeit, in dem sich der Staat I gefährdet. Ueberhaupt gebe man in Deutschland
SÄ NNch'r-Ä Ä Ä*» Lage, sich in den gewohnten Gleisen zu halt-n. I . - n Ngktt.-ion ablehnend verhalten und seien Auch auf den Fürsten Bismarck kann man sich I eine lol)aIe Bevölkerung. Gerade die Bewohner als Gegner der Vorlage nicht berufen. Endlich I bei Ostmarken forderten den deutschen Stammes- wurde ein Schlußantrag mit großer Mehrheit I ßenofjen Schutz und Unterstützung in dem ihnen angenommen. Die Abstimmung, über deren Er- I aufgedrungenen Kampf für das Deutschtum. Wir gebnis man beim Beginn noch durchaus im Un- I führen die Sache des Reichs, wenn wir den klaren war, ergab, daß das Herrenhaus sich nicht I Grenzwall gegen das Slawentum befestigen, im Widerspruch setzen wollte zum Abgeordneten- I Auch Süddeutschland könne einmal an den Wun-
zahlreichen Mitgliedern des Hauses lebhaft be- W* v ? bIei’6t 1 Nach weiterer un-
glückwünscht. I wesentlicher Debatte wird die Weiterberatung
Durch die Zustimmung zum Anträge Adickes I auf Sonnabend, den 29. Februar, vertagt.
ist die vorherige Abstimmung über den Antrag I _________
v. Wedel-Piesdorf hinfällig, und der § 13 in der I —
Fassung des Abgeordnetenhauses im wesent- dillch.
^Nun muß Me Vorlage an das Abgeordneten- 1 — Kaiser Wilhelm soll, wie aus Wien ge-
hans zurück, da der Beschluß des Hauses durch I meldet wird, auf der Rückkehr von Korfu auf ben Antrag Adickes, wenn auch nur unwesent- I offener See eine Zusammenkunft mit Kaiser lich geändert ist, es unterliegt aber keinem I Franz Joses haben. Bisher ist nur bekannt, daß Zweifel, daß das Haus sich damit einverstanden ein österreichisch-ungarisches Geschwader wah- erklären wird. Wie man hört, soll schon am I rend der Anwesenheit Kaiser Wilhelms Korfu nächsten Montage dort über die Vorlage end- anlaufen wird. Die Wahrscheinlichkeit für eine gültig beraten werden. - Zwei-Kaiser-Begegnung ist nicht be.onders groß.
Die Stimmen der Presse gehen natürgemäß - Trauung des Fürsten Ferdinand von Bul- weit auseinander. Für die „Tägl. Rdschau" ist garten in Koburg. In der katholischen Kirche der Tag ein Tag. der Freude, für die Gegner der St. Augustin tn Koburg fand gestern Vormittag Vorlage ein Tag der Trauer, und die demokra- I 9*4 Uhr die Trauung des Fürsten von Bul- tische Frankfurter Zeitung protestiert noch nach- garten mit der Prinzessin Eleonore von Renß- träglich lebhaft gegen das ganze Gesetz. Hebet Köstritz nach katholischem Ritus statt. Offizielle die Sache selbst ist genügend geschrieben und ge- Trauzeugen für den Fürsten waren Prinz Phi- sprochen worden. Niemand aber sollte verkennen, lipp von Sachsen-Koburg und Gotha und für die daß die ganze Frage eine praktisch-politische ist. I Prinzessin Fürst Heinrich XXIV. ^enß-Kostritz. Und wir wünschen, daß die Entscheidung des I Um 10 Uhr Vormittag erfolgte die Rückkehr der Landtages für das Deutschtum den prattischen I sHerrschaften nach Gera.
Nutzen trägt, den die Freunde der Vorlage von — Die Abstimmung über die Enteignung er- ihr erwarten; solange die Regierung den vom I führt insofern nachträglich eine Korrektur, als, Fürsten Bülow gezeichneten, festen Stetigkeit-- wie der Präsident mitteilte, Graf Westfalen kurs innehält, wird sie das gewiß. I versehentlich mit Ja gestimmt hat, wahrend er
* * I in Wirklichkeit ein Nein habe abgeben wölben.
. - I _ Reue Denkwürdigkeiten. Blättermel-
~ I düngen zufolge wird der literarische Nachlaß Aus den Kommlsilonen des Reichstags. I des Abgeordneten v. K a r d o r f f demnächst von ~ s ..___nx „„ I Herrn von Poschinger herausgegeben. Äai»
Frettag na^BwillEng^mehrLr TiM eine *>««»« jahrelang mit dem Fürsten Bismarck lebhafte Debatte über folgenden, von Mitglie- I und spater mit Herbett ?^marck befreundet dern verschiedener Parteien eingebrachten An- I — Die deutsch-französische Schlußkonferenz trag: „Der Reichstag wolle beschließen, den 1 zur Feststellung der Grenze von Kamerun und Reichskanzler zu ersuchen, dafür Sorge zu tra- I Französisch-Longo wird am nächsten Montag im gen, daß die Schule für Kinder von Europäern I Reichs-Kolonialamt ihre Sitzungen aufnehmen, in Daressalaam unverzüglich wieder eröffnet I Dtt französischen Delegierten, Mr. DuctLne, Abwerde." Der Antrag wird von den Abgg. Dr. | teilungs-Direktor im Kolonialministerium, Major Moll von der Kolonial-Jnfanterie und Mr. Hermite, Botschaftssetretär in Berlin, find gestern Nachmittag durch den französischen Botschafter im Reichs-Kolonialami dem Staatssekretär Dernburg und dem Unterstaatssekretar Dr. von Lindequist vorgestellt worden. Letzterer wird in den Verhaiüilungen den Vorsitz führen.
— Einführung der Verhältniswahl in Ge-