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Und doch bin ich Deine Mutter!"

Meine Mutter? Nun wußte ich, daß ich es

Aus den Kommissionen des Reichstage».

Die Budgetkommission beriet am Dienstag den Etat für das ostafrikanische Schutzgebiet. Es entspann sich eine lebhafte Eeneraldiskussion über das vom Staatssekretär Dernburg vorge­tragene Exposö über die Entwicklung und Zu­kunft der Kolonien. Auch die Differenz zwischen den Plantagenbefitzern und der Regierung wegen der Arbeiterfrage wurde erörtert. Die Abg. v. Liebert (Reichspartei) und Dr. Arning (natl.) sprechen sich gegen die Auffassung Dein- burgs im allgemeinen aus. Abg. Dr. Spahn (Ztt.) spricht sich für Erweiterung der Plan- tagenanlagen und Ausübung eines gewisse» Drucks auf die Eingeborenen aus. Abg. Frhr. von Richthofen (kons.) tritt für einen baldigen Ausbau der Bahnen bis zu den Seen ein. Die Eingeborenen müßten durch die Missionen zur Arbeit angeleitet und durch die Arbeit zum Chttstentum geführt werden. Ein gewisser Zwang zur Arbeit sei notwendig. Bei aller Für­sorge für die Schwarzen sei aber auch ein energi­scher Schutz der Weißen am Platze, vor allem auch die Unterstützung von Neuansiedlungen be­sonders in Uhehe. Die sich in Ostafrika breit machenden Inder seien zwar ein Uebel, könnten aber nicht beseitigt und müßten stark zu Steuer» herangezogen werden. Im Anträge von Liebert, der eine Erhöhung der Hüttensteuer vorschlage, stecke ein gesunder Kern. Staatssekretär Dern­burg geht näher auf die Jnderfrage ein und ver­teidigt seinen im Exposö gezeichneten Stand» puntt. Die Weiterderatung wird auf Mittwoch vertagt. In der Kommission zur Reform des Börsengesetzes wurde der Vorschlag der Regie»

Bestellungen für lee Monat März aus die

»Oberhessische Zri t u « g nebst ihren (Belauert werden von unserer Expeditton (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirch ßatn, Neustadt und Wetter, sowie von »llen Postanstalten und Lan^briesträgern ent- gegengenommen.

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Preußischer Landtag.

Abgeordnetenhaus.

Das Abgeordnetenhaus erledigte am Diens­tag das Kapitel höhere Lehranstalten und führte damit die zweite Lesung des Kultusetats zu Ende. Ein Antrag der Freisinnigen be­zweckte organische Verbindung der Lehrpläne der Volksschule und der höheren Lehranstalten, sowie allmähliche Aufhebung der noch bestehen­den staatlichen Vorschulen. Der Antrag wurde nach kurzer Erörterung abgelehnt. Dagegen ge­langte ein Antrag des Abg. Berndt snl.) zur Annahme, der die Regierungen um Erwägungen im Sinne des Antrages Ernst bittet. In der nun folgenden allgemeinen Besprechung des

bisheriger Ueberschuß macht 2,5 Mill. <M. aus. Auch der Lotteriestempel hat einen solchen von 1,5 Mill. M aufzuweisen, aber die Börsensteuer verzehrt mit ihrem Fehlbeträge von 12,3 Mill. Jk diese Ueberschüsse mehrfach. Und dazu kommt der ungünstige Ausfall der neuen Steuern, so­weit sie nicht schon aufgezählt find. Rur der Frachturkundenstempel bringt mehr ein, als von ihm erwartet wurde und zwar beziffert sich das Mehr für die ersten zehn Monate auf 1,2 Mill. «M. Dagegen hat die Personenfahrkartensteuer einen Fehlbetrag von 9,5, die Kraftfahrzeug­steuer von 1 Million, die Steuer auf Aufsichts- ratsvergütungen von 4 Millionen und die Erb­schaftssteuer von 8 Millionen Jk. aufzuweisen. Alles in allem hat man bisher bei allen diesen Steuern mit einem Weniger von rund 29 Mill. M zu rechnen.

Auch das Gesamtergebnis der Einnahmen der beiden großen Reichsbetriebsverwaltungen ist bisher nicht günstig. Zwar die Reichseisenbahn­verwaltung hat ein Mehr von 4,5 Mill. «M. er­geben, aber die Post- und Telegraphenverwal­tung ein Weniger von 8 Millionen. Also auch hier ein Fehlbettag von 3,5 Millionen <M in der Einnahme, wozu die außerordentlich beträcht­lichen Ueberschreitungen der Ausgaben über den Etat hinzukommen werden.

Für die Reichskasie steht die Sache also der­art, daß ihr von den Ueberschüsien der Zölle und Verbrauchsabgaben der größte Teil nicht zuflie- tzen wird, daß ihr dagegen die Fehlbeträge der anderen Einnahmegruppen und die Mehraus­gaben zur Last fallen werden. Günstig kann man die Sachlage, die der neue Reichsschatzsekretär auf diesem Gebiete vorfindet, nicht nennen.

mit einer Wahnsinnigen zu tun hatte.

Sie irren sich in mir," entgegnete ich fest, aber nicht unfreundlich.Ich kann Ihr Sohn nicht sein, ich weile erst seit einigen Wochen aus

Wesen anzugehören schienen.

Man kann ein Held im Kampf gewesen sein, man kann hundertmal in blutigen Gefahren dem Tod ins Auge gesehen haben, man erbebt doch vor einer Erscheinung, welche man sich nicht er­klären kann.

Keines Wortes mächtig, starrte ich die Er­scheinung an. Plötzlich stieß diese einen Schrei aus und stürzte mit ausgebreiteten Armen auf «ich zu.

Ich wich einige Schritte zurück und rief mit bebender Stimme:Wer bist Du? Was willst Du hier?"

Da sank da» gespenstische Weib auf den Boden

Die Reichseinnahmen.

Für die hauptsächlichsten Reichseinnahme- I zweige liegen jetzt nach denB. P. 31. die Aus- I weise auf die ersten zehn Monate des laufenden I Finanzjahres vor. Glücklicherweise entwickeln I sich danach die Zolleinnahmen weiterhin nicht I ungünstig. Sie haben das Etatssoll für zehn I .Monate um etwa 52 Mill. M überschritten. Die I Tabaksteuereinnahme hält sich auf der Etats- I ansatzhöhe, ebenso wie die Salzsteuer. Die Ziga- I rettensteuer hat bisher etwa ein Mehr von 1 I Mill. M erbracht. Dagegen hat die Zuckersteuer- I rinnahme immer noch nicht den Etatsansatz er- I reicht. Sie bleibt hinter ihm um 2 Mill. <M. zu- I rück. Ein ganz beträchtliches Weniger weist die I Maischbottichsteuer auf, an deren Reform die I Regierung wegen anderer Branntweinbesteue- I rungspläne kein Interesse mehr hat. Sie hat I zwar zu Ende des Januar überhaupt ein Plus I zu verzeichnen gehabt, jedoch beträgt bei ihr der I Fehlbetrag gegen den Etatsansatz nicht weniger I als 11,7 Mill. JL Dieser Fehlbetrag wird sich allerdings in den nächsten beiden Monaten ver- I

mindern, ganz verschwinden wird er jedoch sicher- | lich nicht. Erfreulich ist es dagegen, daß die I Branntweinverbrauchsabgabe einen reichlichen I Ueberschuß abwirft. Er machte Ende Januar 1 etwa 12,5 Mill. Jk aus. Bei der Schaumwein- I steuer betrug er 0,5 Millionen. Dagegen hatte I die Brausteuer nicht soviel eingebracht, als man I von ihr erwartet hatte. Der Fehlbetrag stellt I sich auf etwa 1 Mill. Jk. Wenn man bei den Zöllen und Verbrauchssteuern die Fehlbeträge in I Höhe von rund 15 Mill. «M. gegen die Ueber- I schlisse im Betrage von 66 Mill. <M. aufrechnet, so erhält man einen Reinüberschuß von 51 Mill. 'M. Dabei ist jedoch zu bedenken, daß der weit­aus größte Teil des Ueberschusies bei den Zöllen nicht der Reichskaffe, sondern dem Hinter­bliebenenversicherungsfonds zu Eute kommen wird.

Viel ungünstiger ist die Situation bei den anderen Reichseinnahmezweigen. Zwar die Wechselstempelsteuer hat bereits in den ersten zehn Monaten mehr eingebracht als im Etat für da? ganze Jahr von ihr erwartet wurde. Ihr

Aus den Parlamenten.

Deutscher Reichstag.

Der Reichstag nahm am Dienstag das Tele­funkengesetz ohne Debatte in dritter Lesung, so­wie in gleichfalls dritter Lesung, nach unwesent­lichen Bemerkungen der Abgg. Marcour (Ztr.) und Dr. Arendt (Rp.) das Scheckgesetz an, und setzte dann die Beratung des Etats des Reichs- justizantts fort. Schatzsekretär des Reichsamts Dr. Sydow gab zu Anfang der Debatte eine persönliche Erklärung ab, in der er mitteilte, er werde infolge wichtiger Arbeiten in nächster Zeit nicht so regelmäßig den Sitzungen beiwoh­nen können und bat, dies nicht als einen Man­gel an Rücksicht auf den Reichstag auszulegen. Auf eine Anfrage des Abg. Schack (w. Vgg.) er­widerte Staatssekretär Dr. Nieberdrng, über die Frage der Konkurrenzklausel schwebten noch die Erhebungen. Auf die Ausführungen des Abg. v. Liebert (Rp.), der seinen Vorschlag auf De­portation lebhaft befürwortete, erklärte der Staatssekretär, diese Frage habe eine inter­nationale, koloniale und finanzielle Bedeutung.

Die nach diesen Richtungen hin vorliegenden Bedenken seien jedoch vom Vorredner nicht aus­reichend beseitigt worden. Abg. v. Chrzanowskt (Pole) trug Beschwerden vor über Urteile, in denen Werke von anerkannt polnischen Klassi­kern jetzt als aufreizend angesehen würden. Abg. Roeren (Ztr.) wandte sich scharf gegen den Schmutz in Kunst und Literatur und verwahrte fich gegen den Vorwurf einer neuen lex Heinze. Die Kunst soll nicht geknebelt, sondern von den schlimmen Auswüchsen befreit werden, die unter dem Deckmantel der Kunst spekulativen Zwecken dienen. Abg. Junck (natl.) verbreitete sich ein­gehend über gesetzliche Regelung der Arbeits­tarifverträge und befürwottete seine dahin- 1 gehende Resulution. Staatssekretär Dr. Rieber­ding erkannte die große Bedeutung der Tarif­verträge an und versprach der Sache seine wohl­wollende Aufmerksamkeit fortgesetzt zuzuwenden. Die Regierung sei darüber einig, daß es bald zu einer reichsgesetzlichen Regelung kommen möge. Abg. Heine (Soz.) berührte noch einmal den Fall Stadthagen und nannte das gegen den­selben seinerzeit gefällte Urteil ungerecht. Red­ner wandte sich weiter gegen den Vorschlag, in Beleidigungsprozeffen mehr als bisher den Wahrheitsbeweis zu beschneiden. Staatssekre­tär Dr. Nieberding erwidette, einzelne Fälle geben dem Redner noch kein Recht, Vorwürfe gegen unsere gesamte Rechtspflege zu erheben. Wenn Abg. Heine durchblicken laffe, der Staats­anwaltschaft fehle es oft an dem guten Willen zum Eingreifen, so sei das eine ungerechtfertigte Verleumdung. Abg. Krcth (kons.) betonte, das Attest, das Abg. Heine Herrn Stadthagen ausge­stellt habe, helfe über das Erkenntnis des Ehren­gerichts nicht hinweg. Redner führte zahlreiche Preßäußerungen an, um zu zeigen, wie wenig sich Sozialdemokraten zu Richtern eignen und um zu fordern, daß die Staatsanwaltschaft der sozialdemokratischen Preffe mehr auf die Finger sehe. Abg. Heckscher (freis. Vgg.) stellte fest, daß Stadthagens Kritik an dem Urteile gegen die HamburgerSchauerleute die kraffeste Klassen­justiz gewesen sei. Darauf wurde mit den Stimmen des Blocks ein Schlußantrag ange­nommen. Das Gehalt des Staatssekretärs wurde bewilligt.

dem Schloß."

Ja, ich weiß, man hat Dich mir gestohlen und dann gesagt, Du seiest tot. Aber ich habe nie daran geglaubt und als ich das Licht in diesem Gewölbe schimmern sah, wo ich Dich ge­boren, da wußte ich, daß Du zurückgekehrt seiest.

Und wie sind Sie in dieses Zimmer gekom­men. alle Türen waren doch verschloffen."

Das schlaue Lächeln des Wahnsinns glitt über ihre welken, eingefallenen Züge. Das Tuch war ihr von dem Haupte gesunken, schneeweißes, spärliches Haar umflatterte ihren Kopf; ich sah, daß sie eine Greisin von achtzig Jahren fein mußte. Ihr Körper war schrecklich mager, ihre Arme spindeldürr, ihre pergamentenen Wangen tief eingefallen; ihr Mund vollständig zahnlos. Rur ihre dunklen Augen schienen noch zu leben.

Kapitels lentte Abg. v. Reumann-Eroßenborau (kons.) in längerer Rede die Erörterung auf di» UeberbLrdung der Schüler und forderte Fort­bildungskurse für Oberlehrer. Ein Regierung»» kommifiar erwiderte, auf beide Puntte habe die Regierung ihr Augenmerk bereits gelentt. Der Abg. Fritsch (nl.) fordette Unterstützung der Bestrebungen auf Vereinheitlich»«^ g der deut­schen Kurzschriftsysteme, wobei er eine Umgrenz» ung der Rechte der aus Regierungsvertretern be­stehenden Stenographiekonferenz empfahl. Ee» Heimrat Matthias versicherte, die Regierung fördere das Zustandekommen des Einheits­systems. Abg. Eickhoff (frs. Vp.) verbreitete fich über die Mädchenschulreform. Auf seine An­frage erklätte ein Kommifiar, den Hilfslehrern werde künftig die Zett, in der sie wöchentlich mindestens 12 Stunden unterrichtet haben, bei der Pensionsberechnung angerechnet. Abg. Dr. Krüger-Mattenburg (kons.) warnte für seine Person vor einer Ueberschätzung des lateinischen Unterrichts. Nach weiteren Reden der Abg. Viereck (freikons.) und Retger (nl.) wurde dn Schlußantrag angenommen und das Kapitel be­willigt. Donnerstag Etat des Innern.

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Bestellgelds be? unser» Zeitungsstellen und der Expedition 2 Mk.__ °

ft nmm irfi »eiae es Dir flüsterte sie mit I Hier verbirgt die böse Frau ihre Schätze und hier einem verschmitzten Lächeln. 'Dann kannst Du I ^ie in denen mich^der

stets zu Deiner Mutter kommen, ohne daß es die I ^cn- aus« , $ b-c

böse Frau erfährt. Ach, sie glaubt, ich kannte die alte Mann nur her^stteße dann f geheime Tür nicht durch die sie sonst wohl zu I böse Frau auch an den Galgen I .. .. mir kam! Aber ich bin ihr heimlich nachge- I Galgen sollte sie, wett sie D ch g s h schlichen und habe mir die Stelle gemertt. Nur | hat. Siehst Du, da find ihre Zau sp ch . mußte ich lange suchen, ehe ich die Feder fand, I Mit diesen Worten öffnete sie den alten welche die Tür öffnet. Seit Du hier bist, habe I Schreibtisch und zog ein Bündel Papiere ich jede Nacht gesucht, heute habe ich die Feder I heraus.

gefunden.Zn diesen Schriften hat die böse Frau oft

Jetzt konnte ich mir das Rascheln und I gelesen," fuhr sie geheimnisvoll flüsternd fort. Kratzen erklären, welches ich so oft in den letzten I neulich noch, ehe Du in den Turm kamst. Nächten gehört hatte. I Nimm die Papiere, dann ist sie machtlos und

Komm," kicherte sie wieder,die böse Frau I fann nicht mehr zaubern . . ."

w. wa?en mehrere Pakete. Auf dem. einen stand: nichts bosesdabei und n^m_ nur. noi, am fol»«Briefe meines Mannes an Edith. Rach genden Tage mit dem Grafen im Vertrauen I tinneteien tu verbrennen Amal-

über mein Erlebnis mit der Wahnsinnigen zu I ßunbe 6rä^n Oldensloe." Auf dem zweiten fPI3n^er Wand hinter dem Schrank öffnete sich ^it '

eine kleine, schmale Tür, die sich, wie ich be-

merkte, in die starke Mauer hineinschob. Jen- * kandickrift geschrieben-

seits der Türe schimmerte Licht; es rührte von I Gräfin dein? Xobe des

altertümlichen Schreibti ch stand. , I A",, ilb-raeben Bickert Ober-

Sonst enthielt das gewölbarttge Gemach nur der Frau Eraftn übergeven. «men, ^ver­einige halbverfallene Lehnstühle und ein Repofi- I lorltei1 ,,, .

torium, auf denen alte, verstaubte und vergilbte I Ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen. Attenbündel lagen. Es war augenscheinlich, daß I Ich erkannte die Handschrift meines Vaters ich dieser Raum das eigentliche Schloßarchiv dar- I wußte, daß meine Mutter sich stets gewundert stellte, von dem mir Lothar gesprochen hatte. I hatte, daß mein Vater kein Testament, keines Der geheimen Tür gegenüber öffnete sich ein I lei Aufzeichnungen hinterlassen habe, da er doch breiter Gang, der auf einen düsteren Korridor I oft davon gesprochen und hier h"r Yierr mündete. Neugierig und erstaunt sah ich mich I ich die Aufzeichnungen vielleicht fein Xe|ta» in dem eigenartigen Raum um. I ment in der Hand, die mir, seinem Sohne.

i Die Alte kicherte und lachte. | nach seiner eigenen Bestimmung überliefert

Ja, die böse Frau glaubt, ich kenne ihr Ee- I werden sollten! . , ,.

I heimnis nicht. Aber ich habe alle» ausgespäht. | (Fortsetzung folgt..

Die JnsertionSgebühr beträgt fite b'e Igespdtcne Zeile oder deren Staunt 15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Universitätsbuchdruckerei Inhaber Dr. 6.Hitzeroth, Marburg, Markt21. Telephon66.

(DtaAbrnd verhören , I zusammen, schlug die Hände vor das Gesicht und

22 (3iad)bnu! verhören.) wimmerte leise:Er kennt mich nicht, er kennt

Die weiße Frau von Oldensloe. mich i/cht mehr . . .

- «(B., Als ich den Ton einer menschlichen Stimme

Original-Roman von O. Elster. I hörte, die allerdings fremdartig genug klang,

(Fortsetzung.) I kam mir die Besinnung wieder. Ein Geist konnte

Ich gewöhnte mich an die Töne und achtete so nicht sprechen. Ich dachte daran was mir

nickt mebr darauf. So saß ich auch eines Abends Amalgunde von dem alten Parkwächter und

spät in der Nacht noch in dem einsamen Raum, I seiner alten Frau erzählt hatte, und glaubte

als sich die Töne stärker denn je hören ließen. diese rn dem vor mrr knreenden Weibe zu sehen

Vlöülick aab es einen Krach als wenn eine Türe I »Stehen Sie auf, sagte ich mit fester mit Gewalt aufgestoßen und gegen die Wand ge- Sttmme mtt» sagen Sie mir, wie Sie hierher ß'ÄÄ* 9 mit »enoitrt.«

N'-«?^?ch9Lk-""m-'i--n -«--« tarn »W m.6= »«

hinter einem großen Schrank, der eine Ecke I »Wie sollt eich Sie kennen, ich sehe Sie ja nicht ganz ausfüllte, so daß zwischen ihm und zum ersten Mal! _

der Mauer ein hohler Raum entstanden war, ' 1TnS W,,H0T

eine hohe hagere Frauengestalt in schleppendem grauem Gewände hervor, das Haupt fast ganz von einem weißen Tuche umhüllt.

Ich fühlte mein Blut in den Adern erstarren. Ich glaubte zuerst eine Erscheinung aus bet Eeisterwelt vor mir zu sehen; denn aus geister­bleichem Gesicht stierten mich zwei große, dunkle, tiefliegende Augen an, die keinem lebenden