Kindischen Frauenverein sind auch im vergangenen Jahre eine große Anzahl außerordeut- Sicher Zuwendungen zuteil geworden. Die Höh« Derselben beläuft sich auf 1266716 Ml. Es ist dies zweiseklos ein erftenliches Zeichen seiner zunehmenden Volkstümlichkeit und ein« Anerkennung seiner verdienstvollen Tätigkeit.
— Ein klassische* Beitrag zur Reichsfinanz- «form. Der „2ägL Rundschau" schreibt man: Vielleicht scheint Ihnen der nachfolgeitte klassische Beitrag zur Frag« der Reichsfinanzreform der Mitteilung wert. Mich wenigstens hat es sehr erheitert, als ich soeben in Ciceros Briefen
)( Etrahendurchbruch. Die Stadtverordneten haben iekanntlich beschlossen, einige der Stadt gehörige alte Häuser in der Mainzergasse niederzulegen. Wie wir hören, hat jetzt auch der Plan des Durchbruches der Mainzergasse «ach dem Renthof zu greifbare Gestalt angenommen. Diesbezügliche Vorarbeiten find bereits angeordnet.
)( Wasserrohr beuche find jetzt an der Tagesordnung. Es kommt dies daher, daß die zuge- ftorenen Leitungen jetzt nacg und nach austauen und bei dieser Gelegenheit stellen sich die Defette heraus.
)( Befitzwechsel. Das Diehlsche Haus in der Bahnhofstraße ging in den Besitz des Kaufmanns Breitstadt über.
* Preußische Klassenlotterie. Die Erneuerung der Lose zur 3. Klasse der König!. Preutz. Lotterie mutz bis zum 3. März erfolgt sein.
)( vom Mochenmarkt. Der Butterverteuerer war heute nicht auf dem Wochenmartt zu sehen, soviel man auch nach ihm ausschaute.
Unpolitische Tagesnachrichten.
Esse«, 21. Febr. Infolge von Zwistigkeiten beim Kartenspiel kam es in einer Wirtschaft in der benachbarten Hemeinde Schennebeck zu einem blutigen Stteit, bei dem der Bergmann Ornowski durch mehrere Messerstiche in dik Lunge und durch eine» Revolverschutz in den Hals so schwer verletzt wurde, daß er bald darauf verstarb. Der Bergmann Janowski wurde durch einen Messerstich lebensgefährlich verletzt. Die Täter, fünf Burschen aus Schennebeck, wur« den verhaftet.
Ezenstocha«, 21. Febr. Als rin Polizei, beamtet zwei Verhaftete transportierte, zog einer derselben einen Revolver und schoß den Beamten nieder. Der andere Verhaftete entfloh, wurde aber von Soldaten niedergeschossen.
Fürstenwalde, 21. Febr. Heute vormittag wurde auf den 75jährigen Kassenboten v. Platz, der bei der Firma Julius Pintsch in Stellung ist, ein Raubanfall verübt. Der Former Franz Schulz überftel den Kassenboten, verletzt« ihn mit einem Schlachtmesser an der Hand und ent- ritz ihm einen Geldsack mit etwa 1000 Mark Inhalt. Der Täter ist entkommen.
Lampertheim, 21. Febr. Anter dem Verdacht des Meineides wurde heute der hiesig« Gemeinderechner Georg Adam Baer auf Grund eines Haftbefehles de» Landgerichtes Darmstadt verhaftet. Baer ist beschuldigt, im vorigen Sommer vor dem Schöffengerichte hier in zwei Fällen — es handelt fich dabei um eine Beleidig, ungsangelegenheit des Bürgermeisters Bex- heimer — seine Eidespflicht wissentlich verletzt zu haben.
Brünn, 21. Fedr. Heute morgen um 3 Uhr brach in der Spinnerei Himmelreich u. Zwicker ein großer Brand aus, durch welchen ein Teil der Fabrik gänzlich Mstött wurde. Ein zweites Feuer entstand eine Stunde später in der Spin, nerei bei Gebrüder Ewebeda. Hier wurde die ganze Fabrik tota. eingeäschett. In beiden Betrieben find über 400 Arbeiter brotlos. Die Ar- fache der Brände ist unbekannt.
Rew-Castl«, 21. Febr. Im Washington Glebe Kohlenbergwerk ereignete fich gestern abend eine Explosion, bei der 14 Menschen getötet wurden. Fünf Leichen find geborgen.
Hochichulnachrichten.
:>< München, 21. Febr. Die „Reuest. Rachr." veröffentlichen eine Zuschrift der Ortsgruppe München des Deutschen Hochschullehrertages, i« der festgestellt wird, datz die Blättermeldung, die Ortsgruppe München wolle einen Protest gegen die Existenz der katholisch-theologischen Fakultäten erlassen, unbegründet ist. In den Versammlungen bei Ortsgruppe sei nicht ei« Wort barüber gesprochen worden.
Berimjchks,
«om Kasernenhof. „..Daß Sie gar so et« Schafskopf find, Huber, will ich Ihnen noch ei«, mal verzeihe«. Aber dafür tun Eie mit be« einzigen Gefallen: Heiraten Ei« nie — sonst hab ich in zwanzig Jahren wieder so ein Kamel in der Kompagnie!" __
Ausland.
** Zum Kaiser-Franz-Josef-Jubiläum. Wien, TL Febr. Es verlautet, alle Jubiläumsfestlichkeiten seien mit Rücksicht auf die Schonungs- dedürstigkeit des Kaisers abgesagt. Auch Kaiser Wilhelm, der tatsächlich beabfichttgte, an der Spitze aller deutschen Bundesfürsten nach Wien zu kommen, habe hiervon auf Bitten Kaiser Franz Josefs Abstand genommen.
** Deutschland und Oesterreich. Wien, 21. Febr. Die „R. Fr. Pr." meldet aus Berlin: Heute ist eine Mitteilung der deutschen Reichsregierung nach Wien abgegangen, woraus deutlich die Bundestreue Deutschlands im Verhältnis zu Oesterreich-Ungarn hervorgeht.
** Koloniale Kämpfe der Holländer. Haag, 21. Febr. Nach amtlicher Meldung aus Indien wurden bei der Einnahme des Dorfes Rgali auf der Insel Eoembava auf Seiten der Niederländer 1 Offizier, 1 europäischer Soldat und 4 «ingeboren« Soldaten getötet unb 3 eingeborene Soldaten verwundet. Der Feind hatte 65 Tote, darunter mehrere Führer bei Aufständischen.
** Zaurtz» interpelliert weiter. Paris, 21. gebt. In den Wandelgängen der Kammer wurde heute verfichert, daß die Interpellation Jaur^s über die Lage in Marotto am Montag in bet Kammer zur Besprechung komme.
** Aus Portugal. Lissabon, 21. Febr. Dre im Umlauf befindlichen Gerüchts von Unruhen find falsch. Ganz Portugal ist vollkommen ruhig. Es wird versichert, der Adjutant des Königs, Graf de Amaroso, habe um seinen Abschied als Oberst des Geniekorps gebeten und werde den Dienst im töniglichen Schlosse aufgeben. Die nationalistischen Blätter und die Organe Francos erkläre,», daß sie mit be« geplante» Kundgebungen gegen die Liberalen und Republikaner nichts zu tun hätte».
*- Eft, Komplott für Franco? Lissabon, 21. gebt. Einige Blätter fahren fort, zu behaupten, daß die rückschrittlichen Elemente gegen die Liberalen konstnrieren »«d daß die Regierung Vorsichtsmaßregeln getroffen habe. Das Blatt Rotte de Porto" erklärt bestimmt, die Regie- iu«g habe in dem Königlichen Palast ei» zu Gunsten Francos «gezetteltes Komplott entdeckt: sie «erde in Mrfstei Weise gegen den Grafen Amaroso, »en Grafe» Taronsa und den Major Lob« Vorgehen, welche die Führer der Verschwörer seien. Lobe hab« Franco zugesicheit, datz er, »en« i» Lissabon «ine Verschwörung «vsbreche« sollte, dorthin eil«» würde und datz drei Geschütze genüge« würde», um jede Erheb-
Letzte Nachrichten.
Mülheim a. Rh., 21 Febr Der StArat wählte eine Kommission, die fich mit der Stadt Köln in Verbindung setze« fett zwecks der «vem
der bei dem hygienischen Antersuchungsarnt bet Landesuniversität vorgenommenen Untersuchung ein negatives gewesen ist, und datz in der Lern» balflüssigkeit weder die Erreger bet Genickstarre «och der Influenza oder der Tuberkulose gefunden worden find.
Koblenz, 21. Febr. Bei« Revidieren bei Fahrkarten wurde gestern Mische« dem Haupt- bahnhof und Lützel dem S<haffner Kolb von einem Fahrgast statt der verlangten Fahrkarte ein mit fünf Patronen geladener Revolver entgegengehalten. Gin zufällig im Nebenabteil mitfahrender Schutzmann nahm den unheimlichen Passagier fest.
worden.
* Amerikanisch« Studentenfeier. Man teilt uns mit: Der 22. Februar ist Georg Washing- tous Geburtstag und wird in ganz Amerika als ei« nationaler Feiertag gefeiert. Die in Marburg studierenden Amerikaner, etwa zwanzig an d« Zahl, feierten denselben am Vorabend Tages im Hause von Professor Rauschenbusch. Amerikanisch« Fahne« waren als Dekoration herbeigeholt. Patriottsche Lieder wechselten mit heimwehschweren Regeimelodien und lustigen amerikanischen Etudentenliedern.
* Blindenkonzert. Gestern Abend fand im großen Ctadtsaale ein Konzett des erblindeten Pianisten Max Becker statt, das über Erwarten stark besucht war. Die Vortragenden, der Pianist, Konzertsängettn Fräulein Ziesen aus Freiburg und ein Herr cand. theol. Franke aus Marburg, der die Begleitung der Lieder übernommen hatte, gaben ihr Bestes und ernteten Beifall.
Mitteilungen aus dem Leserkreise.
Mr di« «Her er Rubrik Artikel über
nimmt Me Redaktion nur bk preßgesetzliche Verantwortung, nicht aber Me bem PnbNknm gegenüber.
Die im Eingesandt im gestrigen zweite« Blatt dieser Zeitung zum Ausdruck gebrachte Klage über den Schmutz auf den Promenade« und den zum Walde führenden Wegen «nebet» holt sich jedes Jahr um dies« Zett, unb ist dre. fette in vielen Fälle« berechtigt. Es «mb jedoch hierbei übersehe«, datz nach strenger Kalte der Untergrund »och längere Zeit gefroren unb undurchlässig ist, während die Oberfläche auftaut and dann die durch Regen und Schneefalle »er, mehrte Feuchtigkett, welche nicht in den Boden dringen kann, die obere Schicht sonst gut gehaltener Wege versumpft. Es ist dieses ein Rebel- stand, bet nicht nur hier, sonder« allerwärts um diese Zett vorkommt, und bem man burch Beschränkung feiner Spaziergänge Rechnung tragen muß. Doch ließe sich such noch manches zur Besserung durch rechtzeitige Auflage einer Schlacken- oder Bafattgriesschichl auf die nächsten Wege seitens bet Stadt tun. Vom Letscho ner- ungsverein ist dieses wie sch»« früher, so auch jetzt nach Kräften geschehen. So ist btetet Tage bei Weg vom Südbahnhof entlang bem Hohlwege nad) bet Bismarckpromenade unb bitte in ihrem Umfange selbst, wie auch bet von bet Fiankfurtetstraße nach dem Dammweg führende Pfad dutch Schlackenauflage ttocken gelegt wot- den, das gleiche wild mit bem vom Eichenhain nach Marbach führenden Wege geschehen. Alkes kann jedoch vom Vereine nicht geleistet werden, und mutz auch die Stadt helfend eintreten.
Hrffeu-NasiM mu Nschöargebiete.
Wrexen, 21. Febr. Schornsteinfegermeister Hoffmann aus Peckelsheim wurde bei Willebadessen, als die Strecke entlang ging, vom Easseler Schnellzuge erfaßt und zur Seite geschleudert. Die Verletzungen waren so schwere, daß alsbald sein Tod einttat. H. war erst 30 Iahte alt.
Lasset, 21. Febr. Der Studiendirektor T>. Klingender vom Predigerseminar in Hofgeismar ist zum Superintendenten bet Diözese Cassel-Stadt und zum Metropolitan der tefoi- «rterten Klasse Cassel-Stadt ernannt warben.
Hanau, 20. Febr. In bet heutigen Stadtverordnet enfitzung wurde bet mit ben hessischen Gemeinden Groß- und Klein-Steinheim hinsichtlich der Wetterführung bet elektrischen Straßenbahn von Hanau dorthin abzuschließenbe Vertrag genehmigt. Die Kosten bet Weiterführung stellen sich auf 300 000 JL. — Ferner mutten die Verträge zwischen der Stadt und bet Heeresverwaltung über bie Erbauung einer Kaserne für das 3. Eisenbahnregiment, eines Lazaretts und Errichtung eines Exerzierplatzes endgiltig genehmigt und unterschrieben.
Aus dem Vogelsberg, 21. Febr. Die Preise für die fetten Schweine stehen eben auf einer so niedrigen Stufe, wie lange nicht; wetten doch für bas Pfund Lebendgewicht fetter Schweine j nut 38 Pfg. bezahlt. Die Metzger find nun end- ■ lich auch mit den Fleischpreisen abgeschlagen, bas i Pfund Fleisch kostet nun mittet 65 Mg. Da bas Getreide fortmährend beim Großhandel im Preise finkt, so darf man wohl auch auf eine Verbilligerung der Brotpreise hoffen, deren Höhe roeit drückender empfunden wird, als diejenige der Fleischpreise. (Gieß. Anz.)
Weilburg, 21. Febr. Der Ausschuß für die am 28. Juni b. I. zu erüffnenbe Eewerbeaus- stellung hat den Schlußtermin für Anmelbungen auf ben 1. April festgesetzt.
Herchenhai«, 21. Febr. Pfarrer Wolf, bet vier Jahre hier roirfte, mutte nach Jugenheim in Rheinhessen versetzt.
Steinbach, 20. Febr. Gestern feierte laut „Fuld. Ztg." bet hiesige Raiffeisensche Darlehns- kassen-Berein bas Fest seines 25jährigen Bestehens. Als Ehrengäste rnaren zugegen: Herr Landrat v. Trotha aus Hünfeld, der frühere llnterverbands-Direttor des Kreises, Herr Ee- richtssekretär Pfleging aus Fritzlar, zugleich als Vertreter des leider am Erscheinen verhinderten Herrn Oekonomierats Rexerodt, ferner bet frühere langjährige Vereinsrechner Herr Lehrer ! Zehn aus Großenbach, Herr Kuratus Dehler aus Marborn, Herr Schlabach aus Cassel als Vertreter bet Filiale unb Herr Bachmann vom Kornhaus in Fulda. Nach herzlichen Ansprachen der genannten Herren entwarf Herr Lehrer Schramm von hier ein kurzes Bild bei Entwicklung bes Vereins. Die Feier selbst nahm einen sehr schönen Verlauf bei froher Festesstimmung.
Plettenberg, 20. Febr. Am Dienstag abend gegen 7 Uhr wurde der 64jährige Tagelöhner S. von hier in betrunkenem Zustande in feine Wohnung an der Bahnhofstraße gebracht unb ist I gestern gestorben. Verschiedene Nachbarn hatten I NUN ben alten S. noch gegen 2 Uhr nachts an bet Türe seiner Wohnung Hilfe rufen gehört. Di« Polizei stellte weitere Ermittelungen an und verhaftete gestern abend die beiden Söhne bes Toten. Durch die Untersuchung hat sich laut „Rhein.-Westf. Ztg." herausgestellt, daß der alte Mann von feinen Angehörigen ausgesperrt und morgens gegen 6#> Uhr tot in feine Wohnung geschafft worden ist. Die Leiche wurde i« bas Leichenhaus gebracht. Die Gebrüder S. find be» Untersuchungsrichter vorgeführt worden.
Sie«««, 21. Febr. Die Aktiengesellschaft Charlottenhütte ft, Niederschelden teilt mit, daß st« für die Veruntreuungen ihters Kassierers Dro^M, der, rote berichtet, seit einigen Tagen flüchtig ist, Deckung in der Höhe von 10000 JA. habe und datz »ach bei inzwischen abgeschlossenen Untersuchung bet Betrag, um ben Drohrn st« geschädigt, bie Höhe bet Deckung nicht übet- steige.
Sagt«, 21. Febr. Die Stabt will jetzt bie Verabfolgung von Milch an Kinder bet Volksschule zu einer ständigen Einrichtung machen. Im Etat find für diesen Zweck 6000 JA eingesetzt, womit 50 Proz. bei Kosten gedeckt wetten sollen, be» Rest bringen bie von ben Kindern zu zahlen- be« Beträge. Die Milch wird also zur Halste des sonst üblichen Preises an bie Kinder an bedürftige umsonst abgegeben. Dte Verwaltung schreibt soeben die Lieferung von 60 000 Lttet Milch aus, die in Einfünstel-Lttet-Elaiern verschlossen geliefett werden muß. ,
Darmstadt, 21. Febr. Bezüglich bes in Offenbach a. M. verstorbenen Oberreaffchülets, bei welchem »ach ben klinischen Symptomen die Diagnose Senichtarie gestellt werden mußte, teilt bk „Darmft. Ztg " Btt, daß das Ergebnis
mtg niederzuwerfen.
** England wnb He französischen Operationen im Marotto. London, 21. Febr. In einem be- merkenswertenLeitartikel äußer» sich die„Daily Neros" gegen die französische MarokkopolMk in- bem sie schreiben: ,/Dte Nachrichten übet die letzten Gefechte beweise«, baß General b’Smabe feine Operationen nicht einzuschränken bead- fichtigt. Die Franzose« entsandten seinerzeit eine Expedition nach Casablanca, um die Ermordung von a ht franzöflschen Arbeitern zu rächen; aber «an Casablanca aus haben bie französischen Ko- ßonnen auf ihren Zügen und Märschen dar Land nach allen Richtungen hin durchstreift Da,
schlimmste aber ist, datz Frankreich die Tatsache I kaum noch verschleiert, daß es in bem Kampfe I bet marokkanischen Sultane um den Thron I Partei genommen hat." Das Blatt bettagt es I zum Schlüsse, daß sich Frankreich in be» marok- I konische Abenteuer eingelassen habe. I
♦» Schreibe» Muley Hasids. Sie „Köln. Ztg." veröffentlicht zwei Schreiben des Gege«- sultans Muley Hafid. Das eine ist an de« deut- j scheu Gesandten in Tanger und in demseiE I Wortlaut an die Vertreter der übrigen Machte I gerichtet; Muley Hafid erhebt bann die Klage bes marokkanischen Volkes gegen die Heimsuchung bie es gegenwärtig erbulben mutz, unb ruft I
Y . bie 'Hilfe der Regierungen an, um diese Herrn- I
(ad Bnitum T, 18) las: I w heben. Das zweite Echteiben ist an I
,, Maximus . . . . i» ie pnbhca nodua est Aschen Konsul in Saffi gerichtet; es gibt I inopia rei pecuniariae; obdirescBBt emm I ^nd daß Muley Hafid in fteundschastlichen Be- I mag s quotidie boni viri ad vocem tributi, I ziehimgen zu den Deutschen lebe» will und er« I quod ex ceniesima coilatn» Hnpedeat» censa I HM Klage gegen bie Franzosen unb,bittet, in I loeupleMnm . . . consumitur! I dem Sinne auf bie Franzosen zu wirken, batz fie I
Das heißt, ziemlich wörtlich ins mtterne I ihre Truppen aus bem Lande ziehen. I
Deutsch übertragen: „Der schlimmste Knote« in I ** Aus Marotto. Paris, 21. Febr. Die von I her Reichspslttik ist bie Finanznot. Gerade bi« I einem Berliner Blatte veröffentlichte tttegtt- I ÜSbohi viri = optimate») wer« E- M^mng, ManneoM
hen von Tag zu Tag hartleibiger gegenüber bem I 2j?ttwn«flMdeu uiü> bte Seamten mißhan- lSedanken der direkten Reichssteuern, bi« von X Ä tementiert
ben wohlhabenden Klassen nach Prozenten ihres I delten, wird a ch _____, I
Vermögens unter schamlos hoher Einschätzung I jj, I
aufgebracht werden ... 'ollen." — Ma» ersieht I MakbMf, Mld UmgegkNd.
daraus nicht recht, ob Cicero ftttststr dirett« Qllgt onainalattitel ist gemäß 8 18 btt
oder tnbtiette Steuern war. Jedenfalls wurde I nur mit der deutlichen Quellenangabe I
«ch er heute direkte Reichssteuern ablchnen, I „Oberhefl. Ztg.' gestattet.) I
wenn er sehe« würde, wie die englische und fran- I Mardnrq 22. Februar. |
zöfische Arbeiterschaft bas Drei- bis Vierfache I * Deutsche Kolonialgesellschaft. In bet Deut- I rn Berorauchsabgabe» aufbringt, ohne darunter I Kolonialgesellschaft sprach gestern Abend I
zu leiden. _ . | Geheimrat Prof. Dr. Fischer über Marotto. Rach I
— Die Geschichte Polens als Lehrgegenstan». I beifällig aufgenommenen Ausführungen I
Ein bemerkenswerter Vorschlag wurde jüngst I gh^eichte General von Pentz Henn Geheimrat I nach der „Rh.-Westf. Ztg." von der Ortsgruppe I Diplom des Ehrenmitgliedes, indem
Myslowitz des Deutschen Oftmarkenvereins ge- I <T j^i ausfühtte: Die Kolonial-Abteilung I macht und von sämtlichen Ortsgruppen Ober- I hafte sich im Dezember v. I. erlaubt, I
schlefiens auf genommen. Man will bei der Re- I 6U hochverehrter Herr Geheimrat, zu ihrem ein- I gietung anregen, datz in ben höheren Lehr- I . Ehren-Mitglitt zu ernennen. Seit einer I anftalten und in den Volksschulen der Oftmar- I |angen Reihe von Iahten haben Sie fich wesent- I len, die eine hohe Zahl polnischer Schüler auf- I , $erl)ten|te um die Entwickelung der deut- I weifen, am Anschluß an den Unterricht in der I Kolonien erworben. Mit außerordentlichem I Vaterländischen Geschichte in Zukunft auch die j m weite Reisen, durch Einsetzen Ihrer I Geschichte Polens in den Lehrplan aufgenommen » n" «etjon ohne die mindeste Rückficht auf werde, namentlich sowett sie mit der Heimat- I ß Gesundheit, suchten Sie die kolonialen An- I geschichte in Verbindung steht. Damit will man I geleqenheiten zu fördern. Ein berufener Histo- I den unheilvollen Bestrebungen von nattonaft>ol- bet deutschen Kolonialgeschichte wird einst I nischer Seite entgegentteten, bie auf jebe Weise I «<icn tarnen unter ben Ersten zu nennen haben. I die polnische Jugend mit allen Mitteln der Ver- I UnJ) mir inzwischen mit unfern Kolonien drehung und Entstellung mit einem faffchen ootwätts kommen, daß fie sich in einer gerade Jdealbilde von einstiger polnischer Größe, Macht I erfreulichen Entwicklung befinden und durchaus und Herrlichkett zu erfüllen suchen. I Befriedigendes für die Zukunft versprechen, et=
1 weisen gerade jetzt die Verhandlungen, die im Reichstage Über unsere Kolonien geführt werden. Mancher grimme Gegner hat sich doch von der Notwendigkeit bet Kolonien Überzeugen lassen. Gewiß haben bte Kolonien uns schwere briidenbe Sorgen bereitet. Aber wo ist das anders gewesen? Wurde nicht auch das Deutsche Reich erst »ach erschütternden Wehen, nach blutigen Kämpfen geboren? Mele Millionen Geldes hat bte Niederwerfung des Aufstandes gekostet. Kostbares deutsches Blut ist reichlich geflossen. Beides nicht vergebens. Von neuem habe« unsere I braven Soldaten gezeigt, daß bie alte deutsche Kriegstüchtigkeit bei uns noch in vollster Starte besteht; selbst die Neider und Gegner im Auslande haben das zugegeben und daraus unoer« kennbar eine heilsame Lehre gezogen. Diefür Kaiser und Reich Gefallenen sollen von uns sicher aber als Helden geehrt werden. Fleiß, Beharrlichkeit und Rechtschaffenheit werden aber auch die eingesetzten Millionen wieder gewinnen. Indem ich die zuversichtliche Hoffnung ausspreche, daß Sie, hochverehtter Herr Geheimrat, sich den kolonialen Angelegenheiten noch recht lange mit der uns bekannten Frische widmen wetten, überreiche ich Ihnen hiermit das Diplom als Ehren-Mitglied der Kolonial-Abteilung Marburg. — Herr Prof. Fischer bantte mit kurzen Worten für diese Ehrung.
)( Ein Regierungsvertreter aus Cassel weilte gestern in unserer Stabt. Seine Anwesenheit fall mit bet eventuellen Verlegung der landwirt- fchaftlichen Versuchsstation zusammenhängen. In letzter Zett fanden übrigens, wie uns von Anliegern mitgeteilt wirb, in bei X<tte bet 83er» fuchsstation Untersuchungen über die Gute eer dortigen Erdkrume statt.
)( Städtisches. Am nächsten Montag, nachmittags 5 Uhr, findet im Rathaus eine Sitzung bet Stadtverordneten statt.
* Militärische Nachrichten. Befördert find au Leutnants bei Reserve bte Vtzeseldwebel. Achter (Marburg) bes
Nr. 81, Mal (Marburg) des 2. Nassauischen Jnf.-Regiments Rr. 88. .
* Juristisches. Herr Landrichter Di. Reff in Wiesbaden ist auf {einen Wunsch ak Amtsr^ ter an das Amtsgericht zu Witzenhausen versetzt