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Zweites Blatt
«Nachdruck DciDotcn •
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' Zur Eröffnung der Versammlung erinnert ter Vorsitzende Dr. Roesicke (M. d. R.) daran, daß im verflossenen Jahr viele Mitglieder des Bundes verschieden sind. Die Versammlung ehrt thr Andenken durch Erheben von den Sitzen. Der Redner beschäftigt sich dann mit der inneren Politik. Er erklärt: Die Blockpolitik des Fürsten Bülow haben wir nicht abgelehnt. Auf wirtschaftlichem Gebiete lassen wir uns aber von Unserem Wege nicht abdrängen. Wir hoffen, Fürst Bülow wird sich von einer nationalen Wirtschaftspolitik nicht abdrängen lasten. Wir schenken ihm Vertrauen. (ßebl). Beifall.) So lange dieses Vertrauen bestcht, unterstützen wir seine Politik. Der Geist der Unsittlichkeit geht durch unser Volk. Wir bedürfen der Fürsorge für die jugendlichen Pörsonen, damit sie nicht zu früh in das Fabrikleben hineinkommen. Der Landflucht ist Einhalt zu tun, die innere Kolonisation ist kräftiger fortzuführen. Schwer leiden wir am Arbeitermangel. Arbeitgeber und Ar- Heitnehmer dürfen einander nicht entfremdet werden. Da werden zweckentsprechende Einrichtungen zu Gunsten der Arbeitnehmer nötig werden und schließlich mutz winken bi*. eigene Scholle. Vom Aufschwünge der Landwirtschaft haben alle Berufsstände Vorteil. Die deutsche Landwirtschaft ist, wie Staatssekretär v. Bethmann-Holl- weg am 12. Februar betonte, in der Lage, für die Ernährung des gesamten Volkes zu sorgen. Wir hoffen auf ruhige Arbeit, schon weil ein kluger und weiser Monarch Deutschlands Geschicke leitet. Wir können unsere Verhandlungen Nicht beginnen ohne den Ruf: Se. Majestät Wtt- helm II. und die deutschen Fürsten — hoch! ^Stürmischer Beifall.)
Bundesvorsitzender Frhr. v. Wangenheim- Kl.-Spiegel (mit stürmischem Beifall begrüßt) betont, viel Neues habe das Vorjahr nicht gebracht. Die jüngste Ernte wurde in ihrem Umfang erheblich überschätzt. Klagt man über hohe Getreidepreise, so antworten wir: Antrag Kanrtz. Verteuert der Zwischenhandel weiter das Fleisch, so werden wir ihm entgegentreten müsten. Zwischen uns und dem ehrlichen Liberalismus muß es zu einer Verständigung kommen. Wir wollen an der Reichsfinanzreform Mitarbeiten, lehnen aber Flickarbeit ab. Bier und ausländischer Tabak werden bei einer organischen Finanzreform nicht zu umgehen sein. Unsere wichtigsten Arbeiten sind Entschuldung und die Lösung der Arbeiterfrage. Die freisinnige Preste, voran das
Die weiße Frau von Oldensloe.
Original-Roman von O. E l st e r.
»Fortsetzung.»
Der Krieg war zu Ende, die siegreichen Truppen waren in die heimatlichen Garnisonen wieder eingerückt, empfangen von dem Jubel des Volkes, den Ehrenpforten und den offiziellen Dankreden.
Auch mein Regiment war in Berlin wieder eingezogen und mit Ehren förmlich überschüttet worden. Einige Tage der Aufregung, der rauschenden Festlichkeiten folgten, dann trat Stille ein die Wirklichkeit, die Arbeit des Tages forderte wieder ihr Recht, das Regiment wurde wieder auf Friedensfuß gesetzt, die Reservisten wurden entlasten und auch ich zog wieder den unscheinbaren Rock des Zivilisten an, den ich aber stolz mit der Kriegsdenkmünze und dem eisernen Kreuz zweiter Klaste schmücken konnte.
Das war aber auch die einzige Errungenschaft die ich aus dem großen Kriege heim- brachte, wenn man von den Unteroffizierstres,«l absehen will, die mir noch während des Fe^ zuges verliehen worden waren. Doch nein, ich will nicht ungerecht sein! Ich brachte aus dem Kriege eines zurück; das mir niemals entrißen
werden kann. Die große erhabene Erinnerung an eine Zeit der Begeisterung, der Pflichterfüllung, der Opferwilligkeit, wie sie seitdem das deutsche Volk nicht wieder erlebt hat. Die Erinnerung an den Tag, da sich der greise König Wilhelm in Versailles die deutsche Kaiserkrone auf das Haupt setzte, und der Jahrhunderte alte Traum der Edelsten der deutschen Nation in Erfüllung ging, die Erinnerung an den Tag, da das deutsche Reich auf den Gräbern seiner gefallenen Söhne neu erstand.
Diese Erinnerung war es schon wert, daß ich jetzt einsamer, verlassener, denn je auf dem Pflaster der Hauptstadt des neuen Deutschen Reiches stand. Dennoch vermißte ich jetzt schmerzlich eines in dem großen Deutschen Reich: eine kleine Stelle, wo ich ausruhen konnte von den Mühen der letzten Jahre, wo ich Atem schöpfen und neue Stuft sammeln konnte für den neuen Kampf, der mir bevorstatld, nicht mit den Feinden des Vaterlandes, sondern mit dem Leben selbst^ das mir drohend genug entgegenblickte. Das Vaterland vermißte ich, die Heimat!
bedeckt.
Und reiterlose Pferde kamen auf das ihnen bekannte Signal und wieherten einander zu, und sanken verblutend in die Kniee, sterbend den Kopf noch einmal erhebend, als suchten sie ihre Herren, die draußen auf blutgedrängtem Blach- feld den ewigen Schlaf schlummerten.
Der alte Oberst reckt sich im Sattel empor, er hebt den blutigen Säbel:
„Gardedragoner," ruft er mit hallender Stimme, ich danke Euch, Ihr habt Eure Pflicht getan — stimmt mit mir ein: „Es lebe der König!"
Der Ruf verhallt, dann sinkt der Brave aus dem Sattel — sein letzter Gruß galt seinem König. .
Das Regiment hatte seine Pflicht erfüllt — 16 Offiziere, 122 Mann hatte es verloren — aber das Blut war nicht vergebens geflosten — der Feind gab seine Verfolgung der Brigade Wedell auf, die so vor gänzlicher Vernichtung gerettet wurde — unsere Attake harte den Vormarsch von zwei intakten feindlichen Infanterie-Regimentern in der Stärke von 5000 Mann endgültig aufgehalten.
Marburg L W(.
M 43 — *Dir°BezugSpr"iS beträgt durch bte$PSoft £"25 Mk/lohn« Donnerstag 20. Februar 1908. J^habcr°Dr. «rÄh
Bestellgeld), bei unfern ZettungSstellen und der Expedition 2 Mk. ■
Es grenzte an ein Wunder, daß ich, von erm- gen kleinen Risten abgesehen, keine Verwundung davongetragen hatte. Dagegen stellte sich dre Verwundung des armen Lothars als ziemlich schwer heraus, ein Bajonettstich hatte dre Lunge durchbohrt, und als wir wieder ber dem Regr- Mit meiner Unterstützung gelang es ihm. I mente aniangten, sank er bewußtlos in meine
Au-rswald die Trümmer des Regiments sam- z-nwar,^ich'Le r?°ch
Die Trompete blies zum Sammeln - und der Schlacht ihmfragt^war erberertsmtt
von allen Seiten kamen sie, die braven Reiter einem Perwundetenttan.port nach PoM aM st
auf ermüdeten, totmatten, blutenden Pferden, son geschafft, ich sah rhn wahrend des rrrreges
selbst totmatt, selbst blutend und mit Wunden I nicht wieder. * w
Verl. Tagebl." leistet an Beschimpfungen viel- I niederschlagen. Daher rufen wir: Das deutsche fach noch mehr als sozialdemokratische Blätter. | Vaterland hoch! (Stürmischer langanhaltender In Sachen des preußischen Wahlrechts machen I Beifall.) wir keine Konzession. Wir vertreten mittleren I Ueber Blockpolitik spricht
. und kleinere» Besitz. Wir stehen hier auf histo- Abg. Chefredakteur Schremps-Stuttgart: Wir YV /Rt»n-falnprsammluna des Bundes I rischem Boden und blicken auf zu einem Herr- I haben die Blockpolitik im Reich nntgemacht, weil AV.(scnerulueiiumuliung.OlUlUC» I ..^6aus um un9 Welt beneidet. Wir I in ihrer Eeburtsstadt über eine nationale Frage der Landwirte. arbeiten' weiter, loyal und treu. Aber unser entschieden wurde. Auf der Rechten sehen wtt
Schwert bleibt scharf. (Stürmischer Beifall.) stolze Ruhe; so mag es bleiben. Auf der Linken
Nachdem der Kastenlettung des Bundes auf I sehen wir die polnische Kinderstube. (Große Hei- Antraa der Kasten-Revisionskommission Entlast- terkeit.) Wer gibt dem Freisinn das Recht, für una erteilt worden ist, erhält das Wort zur Er- seine Zugehörigkeit zum Block besondere Forde- stattung des Geschäftsberichts, gleichfalls mit I rungen aufzustellen? Es ist ohne rhn gegangen stürmischem Beifall begrüßt, und wird wieder ohne sie gehen. (Lebh. Zusttm-
Reichs- und Landtagsabgeordn. Direktor Dr. |
Dietrich Hahn: Bei den Reichstagswahlen ist der weitaus größte Teil der von uns unterstützten | Kandidaten gewählt worden. Auch für die Provinziallandtage, für die Landwittschaftskam- mern und für die Kreisvertretungen muß der Bund maßgebend werden. 85 Prozent der Mitglieder find kleine Erundbesttzer, 14 Prozent sind mittlere und nur y2 Prozent sind Großgrundbesitzer (Hört! hört!) Freilich, meine Herren, wir sind seit einem Jahre populär geworden. (Heiterkeit.) Es ist heute kein Risiko mehr, dem Bunde anzugehören. Der Freisinn verdantt die. Mehrzahl seiner Mandate schon jetzt den rechtsstehenden Parteien. % der nationalliberalen Wahlkreise enthalten plattes Land und kleine Städte. Auch diese Partei ist auf unsere Freundschaft angewiesen. Wir haben im Bund der Landwirte eine große nationale Aufgabe erfüllt, indem wir Evangelische und Katholiken erinnerten, daß sie beide Christen ,inb. (Lebh. Beifall.) Wir halten an der schlichten Einfachheit der Väter fest trotz des zunehmenden Luxus in den Städten. Wir stehen am Ende eines großen industriellen Aufschwungs und nichts scheint die Industrie gelernt zu haben. Hunderte von Millionen sind ins Ausland gegangen; wir sind knapp an Geld und Arbeitskräften. Da gilt es auch auf die Börse zu achten. (Sehr richtig!) Wir gönnen der Industrie reiche Blüte, aber wir fügen hinzu: Nicht auf unsere Kosten! Die Block- 'politik stellt uns vor neue Aufgaben. Die neuen Steuern dürfen nicht einseitig Landwirtschaft und städtischem Mittelstand auferlegt werden. Das Großkapital muß hinreichend herangezogen | werden durch die Dividendensteuer. Bedenklich finb die freisinnigen Versuche, unsere Einrichtungen zu demokratisieren. (Sehr wahr!) Wir im Bund wollen die Eigenart der einzelnen Stämme erhalten. Die Welgestalttgkeit der deutschen Stämme soll erhalten bleiben. (Verfall.) Bei uns im Norden hat auch Großgrundbesitz und Adel ihre Berechttgung. (Lebh. Beifall.) Nur ein organisch gegliedertes Volk wird durch die Jahrhunderte bestehen. Die Bataillone des Umsturzes mögen kommen; wir werden sie
Kraft.
Die Erregung, in der ich die letzten Wei Jahre gelebt, die Sttapazen des Feldzuges, das unregelmäßige Leben — das alles hatte mein Nervensystem angegriffen. Jetzt, wo die äußere Ruhe Ein Heimatloser stand ich, in dem weiten I wieder eingetreten war, fand ich die innere»Ruh« deutschen Vaterland. Mir schüttelte nicht der I nicht; die Sammlung fehlte mrr, ich «nn« Vater die Hand zum Willkomm, mich umarmte I meine Geisteskräfte nicht längere Zett auf etnt nicht die Mutter, dankbare Freudentränen in I Arbeit konzentrieren.
dem treuen Auge, mich begrüßte nicht der Jubel I Ach nn? vermißte ich jetzt das Elternhaus, der Geschwister und der Freunde — heimatlos in kessem stillen Schoß meine fieberhaft erregte»
fteudlos stand ich da, eine unendliche Oede Nerven die Ruhe zur anhaltenden Arbeit wieder
gähnte mir entgegen. finden konnten. Ich irrte ruhelos planlos.
Was nun? — Das war die Frage, welche mich kraftlos, in der menschenvollen Hauptstadt umeinige Tage hindurch beschäftigte. I $er> verwirrt von den glänzenden Bildern, di«
Meine Vorgesetzten hatten mir vorgeschlagen, um'mich her auftauchten, in Gefahr, in de»
ich solle beim Militär bleiben, meine Beförder- I Strudel der aufblühenden Wettstadt i» W* ung zum Offizier würde in kürzester Frist er- I finken. .. .. . fnt A
folgen. Ich sagte mir jedoch, daß das Leben I (Fortsetzung folgt.)
eines Kavallerieoffiziers — wenn ich mich auch I _______
zu einem weniger teuren Regiment als die I 1IJI" ™
Eardedragoner versetzen ließ — an bas Ver- I
heute Hosiannah schreit und uns morgen mit Dreck beschmeißt. (Stürmischer Beifall.) An Landwirtschaft und Mittelstand richte ich bi« Mahnung: Schart euch zusammen, unb die Zukunft ist unser. Lehren Sie Ihre Kinder di« Hände erheben im Gebet zu Gott. Lehren Sie Königstteue und Vaterlandsliebe. Lehren Sie auch, daß nur Fleiß die Grundlage von Wohlergehen ist. Dann wird ein Geschlecht erstehen, das freudig seinem Kaiser dient. Dann wird ein Deutschland erstehen, dem die Zukunft gehört. Das ist wenigstens der Wunsch eines alten Mannes. (Stürmischer, endloser Beifall. Staatsminister v. Podbielski wird vom Bundesvor- mung.) Der Block'soll nationale Ziele im Auge I stand beglückwünscht. In allen Teilen des Zirkus behalten. Die Volksvertretung muß nach ihrer I aber schwingen die Bundesmitglieder stehend die Mehrheit dem Ausland imponieren (Beifall.) Hüte, und brausende Hochrufe ^Elingen. Der Hält da der Freisinn Stich, so können wir der I Begeisterungssturm aber erneuert fi$, nttdjbem Zukunft ruhig entgegensehen. Bismarck hat in I Bundesvorsitzender T)t. Rosicke Dank dafür aus- den Bebürfnifien von Reich unb Einzelstaaten gesprochen haj, daß Se. I^llenz a^ schlüht« stets bie richtige Mitte gefunden. Lernen wir I Landwut unebet in bet Mitte bes Bundes et- aus bet Geschichte unb hüten wir uns vor bem schienen ist.) -
Erbfeinb, ber Zwietracht. Bleibt bas Reich Ueber bie Reichssteuervorlage spricht hi rauf einig, so wird unsere Stellung ungeschwächt blei- Rittergutsbesitzer Bock-Eroß-Brütz. Redner ben. Der Bund der Landwirte wird den Fürsten I betont dre Nottoendigkeit starker Rüstungen za Bülow ehrlich unterstützen. Geht der Block in Land und Wasser unb bie 3ro^ma|igteitbet Stücke, so hat ihn bet Unverstand der Linkser Kolonial- unb Sozialpolitik. Wrr Landwirte ruiniert haben zur Lösung der Reichsftnanzreforrn de-
Das Wort erhält, mit dröhnendem Beifall I sondere Verpflichtungen. Die dir^ten Steuer» unb Hochrufen begrüßt, Staatsminister a. D. muffen ben Einzelstaaten verbleiben Leibet non Podbielski. Vom Pflug bin ich in bie Re- I wirb bet Zolltarif nicht korrekt durchgeführt, giening berufen worden. Zum Pflug heimge- sonst hätten wir 30 Millionen Mehr-mnahmem kebrt will ich nichts sein als ein Förderer der 1 Bier und Tabak sind durchaus geeignete Steuer- Landwtttschaft Dankbar habe ich im Amte objette, weil hier die Allgemeinheit getroffen empfunden? welche Zeichen des Vertrauens mit wirb. Bei bet Lage unseres Weinbaues wäre gewidmet worden ind. Aus eigener Kraft hat eine allgemeine Weinsteuer vom Uebeü Sett- sich Preußen und Deutschland entwickelt. Aus steuer und Steuer auf Emission ausländischer eigener Kraft auch ber «unb ber Landwirte. Der Papiere muffen folgen. Segen die Ausdehnung große Wurf ist gelungen, die großen und kleinen I ber Erbschaftssteuer kann nicht scharf genug Landwirte zusammenzuschlietzen. Manches ist FrontgemachtwerdenV^ bereits erreicht gegenüber einer Entwickelung, Relchsfinanzreform sollten Borsengesetz und Vec- bie nur Handel und Industrie berücksichttgen emsgesetznovelle nicht bewilligt werde» Auch wollte. Wir wollen nicht vergeffen, daß, wenn im Kampfe um die finanzielle Sribstandigkett die anderen Erwerbsstände blühen, unsere Ab- tragen wir das Banner voran. (Lebh. Beifall.) satzmöglichkeit zunimmt. Aber andere Erwerbs- I Abg. v. Bieberstein-Bosemb seiest die Einig stände sollen nicht vergessen, daß die Landwirt- I kett zwischen Junker, Bauer und Burger. (Lebh. schäft war, ist und bleiben wirb. Wie viel stärker I Beifall.) .
wäre jetzt bie Krisis, wenn nicht ba wäre eine I Abg. v. Oldenburg-Januschau (wit stürmi gefunbe Landwirtschaft. Wir wollen, daß Han- I schein Beifall begrüßt): Die Junker sind auch del und Wandel blühen neben bet gesunden I verschieden. (Heiterkeit) Herr v. Eerlach, der Landwirtschaft. Nur ehrliche Arbeit - das wol- uns in der „Welt Montag begrutzt ist auch len wir Landwirte — zeitigt dauernden Erfolg. I em Junker. (Große Heiterkeit.) In der fr (Stürmischer Beifall.) Hörigkeit bestcht nicht ^igen Versammlung lm Zirkus Busch hieß auf dem Lande, sondern in der Stadt, wo weite bei den letzten Wahlen habe nicht der Bund, son Kreise abhängig sind vom Kapital. Halten wir I detn das liberale Bürgertum gesiegt. Hat man fest: Der Deutsche versteht nur den Mann ber I die Ereignisse in Berlin vergeffen? Man sagte Tat! An einer gesunden Landwirtschaft und I auch, wir Haffen den Grafen Caprivi »och über einem kräftigen Mittelstand werden alle An- I das Grab hinaus. Wir haben nur die Wirtt griffe zerschellen. Als deutsche Landwirtschaft schastspolttik Caprivis belangst. So lange das
I buhlen wir nicht um die Gunst einer Masse, die Vaterland steht, werden die Gedanken desBun- mögen des Betreffenden Anforderungen stellte, die ich nicht erfüllen konnte, war doch mein kleines Kapital in den letzten zwei Jahren schon bedenklich zusammengeschmolzen unb es blieb mit kaum so viel übrig, baß ich meine Studien
I vollenden konnte. Auch erwachte die alte Liebe zur Kunst unb Wissenschaft in Mir wieder als bet Lärm bet Waffen verhallt, als die krie- I gerifche Begeisterung erloschen war. Ich fühlte I daß ich nicht zum Offizier paßte, mich zog es mit I unwiderstehlicher Kraft zu dem stillrauschenden I Born ber Wissenschaft.
I Ich sagte mit ober auch, baß es jetzt vor I allem barauf ankomme, meine Stubien so bald wie möglich zu vollenden, damit ich zu einet festen Stellung gelangte, die mein Leben sicherte.
I Mit regem Eifer wollte ich mich daher auf das I Studium werfen, doch da — versagte mit die