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gewidmet:
Bahn frei!
Flammenschrift: „Bahn frei!"
Das
Das
QUAKEF
Verantwortlich für die Redaktion: Dr. phil. Carl Hitzeroth in Marburg.
ebenso Stadto. Prof. Weih. Dem Stadtverotd» neten Landgerichtsrat Gleim war es völlig neu, wie der Magistrat unweit der Bahnhofsbrücke
Wohlauf — Ihr habt getragen
Das feuerrote Band
llnb hattet dieses Sprüchlein So deutlich drauf gebrannt.
Briefkasten der Redaktion.
Herrn £>. Die Notiz muhte vorig« Woche lammen.
fen wir wohl die Bitte hinzufügen, unfern Ber» ein, fei es durch Erwerbung der Mitgliedschaft, sei es durch sonstige Zuwendungen, kräfttg zu unterstützen, damit wir auf dem eingeschlagenen Wege weiter und $8 Zielen kommen können, die vielen unserer Töchter durch Ausbildung für Beruf und Leben zum Heile gereichen. A. W.
schließlich beantragt, den Magistrat zu ersuchen, dem Bau eines Steges näher zu treten, sobald die Interessenten ein Drittel der Ko st en bezahlen. Rach der Befeittg- ung der Schrittsterne hatte man einmal den Plan, in der Lahn, an Stelle, wo früher die Schrittsteine lagen, Steinposten einzusetzen und auf diesen Bohlen zu befestigen,' denn etwa an, gebrachte Holzblöcke würden bei jedem Eisgang mitgenommen werden. Die Ausführung dieses Projektes würde ungefähr 2000 M kosten. Vielleicht gibt Herr Hoffmann als erster Interessent das fehlende Drittel, fänden sich dann noch andere Interessenten, würde der Steg ßcher go» baut werden. r.
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Der tägliche Gebrauch der nähr, haften Quaker Oats wird den Kindern gesunde Körper and ein blähendes Aussehen geben wie keine andere Speise. Quaker Oats ist ein wohlschmeckende»
Bollschulerinnen leiden.
Um auch den Schülerinnen, welch« Kenntnisse in Fremdsprachen mitbringen, Gelegenheit zur Fortbildung und Verwertung im kaufmännischen Berufe zu geben, können Eonderkurse im Englischen und Französischen eingerichtet werden. Das Schulgeld hierfür hängt von der Zahl der Schülerinnen ab.
Ausnahme finden Schülerinnen s«oohl der Bürgerschule, als der höheren Mädchenschule. Der Unterricht in den drei aufsteigenden Klassen erstreckt sich auf folgende Fächer:
Deutsch
Kaufmännisches Rechnen
Kaufmännischer Briefwechsel
Handelslehre
Einfache Buchführung
Doppelte Buchführung Wirtschaftsgeographie Stenographie Maschinenschreiben.
Das Schulgeld beträgt bei wöchentlich 6 Stunden 30 Mark, bei 12 Stunden das Doppelte und wird vierteljährlich im voraus entrichtet. Für Maschinenbenutzung werden im Jahr 3 Mk. berechnet.
Es liegt uns am Herzen, an dieser Stelle nochmals allen denen, die uns in unfern Bestrebungen, wenigstens einem Teil unserer weiblichen Jugend zu nützen, beigestanden haben, unfern warmen Dank auszusprechen. Zugleich dür-
einer Bretterbrücke nicht dulden. Es wurde
Kirchliche Nachrichten.
Mittwoch, den 19. Februar, abends 8 llhrr Btbelftuuve.
Kernerkapelle: Herr Superintendent Happ ich.
MicharilSkapell«: Herr Pfarrer Manger.
Donnerstag, den 20. Februar, abends 8 Uhr:
Ockers Haufen: Herr Pfarrer Koch.
Ihr tragt es auf dem Herzen,
Dem Herzen, mutig, treu. Drinnen steht geschrieben Mit ■ ' "
Rot bedeutet Liebe,
Rot bedeutet Blut, Doch vor dem Tod nicht zittre Der ju.ige frische Mut.
sich 3 aus Marburg befanden. Auf der Tagesordnung stand die Gründung eines Turnerbundes. Alterspräsident und Vorsitzender war der Turnvater Ludwig Jahn. Auf seinen Vorschlag wurde ein Statut mit 16 Paragraphen entworfen, ein Bundesgesetz erlasien und die Gründung einer Zeitung beschlossen. Hanau wurde Vorort und jedes Mitglied hatte 12 Kreuzer in die neu gegründete Vundeskasse zu be- ^hlen. Heber die Bewaffnung der Turner wurden neue Bestimmungen getroffen.
Die Gründung des Turnerbundes und die näheren Bestimmungen, die in Hanau beschlossen wurden, machte der Marburger Turnverein in tinem Flugblatt in Ermangelung einer Zeitung bekannt:
An die kurhesfische JugendI
Von dem Vorort des Turnerbunde» Hanau ist ein Rundschreiben an uns erlassen worden mtt dem Ersuchen der Veröffentlichung. —
Wir wurden aufgefordert, uns dem Turnerbunde anzuschließen und für Gründung von Turnvereinen zrr sorgen — wir erfüllen unsere Pflicht. — Brüder, es kommt in jetziger Zeit darauf an, sich geistig zu bilden und stark zu machen, um die Frage zu entscheiden, wag wir Dollen; es kommt darauf an, diese unsere leibliche «nd geistige Krnft ganz der Einheit, der Größe Deutschlands ga weihe«, stch deshalb ,
nach der Weihe wurde mit einem Balle, der im
Europäischen Hofe stattfand, beschloffen. —
Folgendes Gedicht bei dem Fahnenweihfest, das am 28. April stattfand, wurde dem Verein
Die Verbindung der Biegenstraße mit dem Krummbogen ist ein lange gehegter Wunsch. Am 2. August 1906 wurde die Angelegenheit von den Stadtverordnete« behandelt. Der Magistrat hatte beschlossen, von der Herstellung eines hölzernen Fußgängersteges vom Biegenweg nach dem Krummbogen vorläufig abzusehen, weil sich späterhin doch einmal an dieser Stelle di« Erbauung einer festen Brücke als nötig erweise. Es waren im Etat vorbehaltlich einer Epezialvorlage 10000 J( eingestellt, von dem Bauamt waren die Kosten für einen Fußgänger- steg mit 5700 <M veranschlagt. Stadtv. Stroinsky erklärte sich mit einem Steg einverstanden,
Und daß nicht falsche Deutung An jenem Sprüchlein sei,— Einst wird das Schwert sie schreiben Die Fenerschrist: „Bahn frei!"
Die hohen Potentaten,
Sie haben arg gesät. Daß überhoch da» Unkraut Aus ihren Aeckern steht. Wir wetzen Schwert und Senf« Und gießen Fensterblei,
Das soll einst deutlich sprechen Das Losungswort: „Bahn frei!“
Dann wirds ein Ringen geben,
Wie's nie zuvor probiert.
Dann wirds ein Springen geben, Mancher den Kopf verliert.
Das ist die ächte Praxis
Der deutschen Turnerei —
Lus Eurer Brust das Sprüchlein:
„Es lebe hoch: Bahn frei!"
In Eaffel trat unter der Leitung des Obergerichtsrat Henkel, Buchhändler Luckhard, Gymnasiallehrer Schwab der Lehrer Rose und Kap- ner, sowie der Fabrikanten Schoppach und Rauh eia Turnverein ins Geben, dessen Versammlungslokal der Heinesche Felsenkeller war. Ci« Turnplatz wurde vermittelst Aktienzeichnung bw schafft. Der Betrag einer Attie betrug 3 Taler, Am 4. Mai wählte man einen provisorischen' Vorstand mit der Bestimmung daß die bis gunt 8. Mai Beigetretenen Mitglieder sein sollten«
Im folgenden Jahre, im April 1849 feierten die Casseler Turner das Fest ihrer Fahnenweihe, Die Fahne wurde von den Jungfrauen gestiftet. Gleich der Bürgergarde trugen die Turner olg Erkennungszeichen bei dem Beziehen der Wach« um den lütten Arm eine weiße Lind«, y tSortsetzung folgt.)
an eine massive Brücke denke. Der Oberbürgermeister wies darauf hin, daß die Baukomnnffion die Anlage eines Steges nicht befürwortet habe, und fragte, wo man das Geld hernehmen solle? — Uebrigens werde die Wasserbaubehörde, die eine Sicherheitskommission fei, die Herstellung
körperlich auszubilden und unsere Jugend für Kämpfe und Anstrengung zu üben! — Der Turnerbund hat sich dieses Ziel gesetzt. Er ist geschloffen, „um für die Einheit Deutschlands tätig zu sein, den Brudersinn, die leibliche und geistige Kraft des Volkes zu heben". Brüder von Kur- heffen! Bleibt daher nicht zurück hinter anderen Deutschen, überseht nicht, daß die Turnvereine uns die wichtigsten Hebel einer guten Volksbildung find, bildet solche, wo sie aber bestehen, schließt Euch dem Turnerbunde an. Ihr aber, Brüder in Oberheffen, tut Euch nach dem Paragraph 4 der Statuten des Turnerbundes zu einem Bezirksverein zusammen und sendet uns bald Nachricht von Eurem Anschluß, und lasset uns dann zur Wahl eines Bezirksoorortes schreiten.
Marburg, 13. Mai 1848.
Der Vorstand des Turnvereins zu Marburg.
Bischoffshaufen. Ullrich. Cnyrim.
Außer den Turnübungen hielt der Turnverein an jedem Montag seine Exerzierübungen ab und bezog gemeinschaftlich mit den Studenten und der Biirgergarde die Wache. Ihr Kommandeur war ein Herr von Bastineller, der hier Steuerkontrolleur war. —
Die Marburger Frauen und Jungftauen stifteten dem Turnverein eine neue Fahne, die in Renthofe überreicht wurde. Die Feierlichkit
Y und sparsames Nahrungsmittel für die ganze Familie. . 1
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Nur In Paletten erhältlich: niemals tose.
s behauptet werde so würden seine pofittschen I sich daher die kaufmännischen Berufsorgani-
Page erfolgen möchte. Tatsächlich konnto der I Freunde doch stets eine weitere Ausgestaltung I sationen weiblicher Angestellter an die Maai-
Empfangsapparat der Lorraine, die sich nach der Volksschulen das größte Interesse entgege^ strate mit ber«tteam SnfübrXÄ
Angabe des Herrn Lauzanne ungefähr 1500 bringen. Der Lehrstoff der Volksschul-n sei zu I um Einführung der Fort-
Kilometer aus hoher See befand, dem -wetten I vereinfachen eine Ueberfülluna der Klaffen zu I ö0.n Autoritäten auf
wn Mitternacht begonnenen Gespräch entneh- beseitigen. Bezüglich des Lehrplanes müsse mal I kaufmanrn^en Unterrichts-
men daß General d Amade dem Krregsminister an dem Grundsätze jesthalten nicht multa. aber I ?7rb daß der dreijährige Beiuch
meldete, ine Lage in Casablanca sei unver- multum! (Beifall.) In ähnlichem SinneSußer- I * „ iol^n Schule mtt 6 Stunden wöchentlich
, «ndert. In etnem zweiten gleichfalls von der I ten sich auch die Abgg. Kesternich (Zentr.) Rzes- I bessere Leistungen, als die Mehrzahl der Privat-
■£ra?nemsQU,'9ela^erIe? Funkentelegramm de- sitzet (freikonf.), Eickhoff (freis. Vp.), Ernst I «nstalten für ein hohes Honorar, erziele.
ÄÄÄÄÄ S WÄS t: SL MMMms-n MS hem fiefettreife.
«atlst |eöft mf --rh-ttmimW, Nmn-L-n,-mög>IchK, Ä> ufuSTSÄ’ ' * "" W"'"”
sehr . großer Entfernung von einer sicheren begrüßte Abg. Heckenroth (kons.) mit Freien ESm! hi, whSS^oitintoun^- Geheimhaltung funkentelegraphischer Meldun- und dankte dem Minister für dre wohlwollende I Mtoatam« n b®fonl,ei?
«en, soweit sie nutzt tn verabredeten Zeichen ge- I Stellung, welche er der ganzen auioerollten I 5r ,9,r“mm ausgenommen und sie erwirkte, >.n geben werden, auch heute noch nicht die Rede sein I Frage gegenüber einnehme Sie heutigen sta- I ^rbtndung Mit einem einsichtigen Magistrate, kann. Infolge dieses Umstandes haben die milienverhältnisse wären vielfach wenia aeäa- I unter Verrat und Mithülfe der städtischen Schul- Kabelgesellschaften von dem Wettbewerb der net, den Lehrer in der Kindererziebuna ru I infpettion und verschiedener Prinzipale die Er- Kunkentelegraphre trotz ihrer eritaunltchen Leist- I unterstützen. Deshalb möge die Regierung die I Dichtung eines Ortsstatutes, wonach die Schule »ns-- und Entwicklungsfähigkeit vor der Hand I Kindergärten fördern und unterstützen. Die I am 1. Oktober 1906 ins Leben treten konnte. Zu eSSBSBSK :.s s»
schnellen und zunehmenden Entwertung der in sonders befähigter Volksschüler bettefffenb9 be- I Ergänzung zur prattischen Lehre zu
solchen Unternehmungen angelegten Kapitalien I tonte der Aba Sckiii-r lnatl 1 daki lolcken ’prfiii I ^öen, durchaus erfüllen. Sie hat aber noch den
sehr zur Beruhigung beigttragen hat. Rach wie lern ein Rechten pruch auf staatliche^VeMfe fiteren Zweck, eine Dorbereitungsschule zu sein
vor werden überseeische Meldungen auf deren zur Erlangung höherer Bildung zu gewähren Mentgen jungen Mädchen, die sich dem
N/ Verorderung, und zuverlässige Geheim- sei. Abg. Henning (kons.) fand den Grund kaufmännischen Berufe widmen wollen. Wäh-
"^^^en muß, dem Kabel I gebauten des Antrages sympathisch, befürchtete I ren° für die ersteren, der kaufmännischen Lehre uveigeoen werden. I aber durch seine Ausführung eine Zunahme des I entsprechend, ein dreijähriger Schulbesuch mit 6
— Wozu der Lärm? Die „Kons. Korr. schreibt I akademischen Proletariats und einen Lbermäßi- I Wochenstunden erforderlich ist, können die letz- fehr richtig: In einem großen Teile der links- I gen Andrang zu den akademischen Berufen. Ein I teren vermittelst einer zweckmäßigen Verteiluna
liberalen Presse^ namentlich in dem führenden I Erfolg der Unterstützungen sei aber nicht ge- I der Fächer, den Kursus in 1V9—2 'tobten aMoI-
Organ der freisinnigen Volkspartei, der „Frei- währleistet, da ost die befähigsten Schüler im vieren Wir möchten himufüaen dast llck
sinnigen Zeitungwrrd mtt unverminderter praktischen Leben versagten. Der Minister wies der einiähriae der
Entrüstung jede hetzerische Kundgebung gegen nach, daß der Regierung zu gedachten Zwecken bereitendes Kl-lie
den Block-Liberalismus registriert, die von dem I reiche Mittel zur Verfügung ständen. Im Kul- I ’ 1?, 9 ’r vorzüglich für
lieblichen Dreigestirn Barth-Breitscheid-v. Ger- tusetat z. B. seien für Weiterbildung von Se- I Mädchen empfehlen würde, die nach lach ausgeht. Das kann aber unseres Erachtens I miuaristen 3 Millionen Mark bereit gestellt. I ?et Konfirmation ihre Elementarkenntnisse noch
den von Tatendrang beseelten Politikern ohne I Auch dieser Antrag ging an die Unterrichtskom- I befestigen und erweitern möchten, um so mehr,
Anhang nur erwünscht fein. Je mehr man in | Mission. Es folgte eine kurze, zusammenfaffende I eIs stch dies recht gut mit andern Ausbildungs-
der liberalen Presse auf die sonst doch ziemlich I Besprechung der Anträge Lusensky (natl.) Ernst I Möglichkeiten, z. B. dem Besuche der Fachschule
unbeachteten Handlanger der Sozialdemokratie (freis. Vgg.) und Oldenburg (kons.), welche alle für weibliche Handarbeiten, vereinigen läßt
aufmerksam macht desto öfter haben diese Anlaß lediglich mit geringen textlichen Aenderungen Schließt sich auch der Unterricht im Deutschen'
-u neuem Auftreten Würde man die Braven eine persönliche Zulage für die Volksschullehrer Rechnen, Rechtschreiben, Geographie mehr den
ignorieren und es der Sozialdemokratie über- I in den Provinzen Posen und Westvreußen kor- I y .
1-1". XWrii ,u . kann d°,n. R^chd.m di- «ftm K!I,"»L JÄm « »X «ES" I
wurde dem liberalen Anhänge auf einfache I gezogen waren, wurde der letzte des Aba Ol- I 9 ” Wut ®inbhd in
Weise darüber die Augen geöffnet werden. Uns denburg (kons.) auf Vorschlag des Abg. Dr.^Frhr Äm ^"baltnisse und gibt Gewandtheit
will es scheinen, als werde den Barthschen Agi- v. Erffa (kons.) an die Kommission zur Berat- ^bfassen von Schriftstücken allgemein brauch- tationen erst eine gewisse Wichtigkeit beigelegt, ung der Beamtenbesoldungsvorlage überwiesen barer Natur. Es hegt uns daran, die Vorteile,
wenn man unaufhörlich darauf hinweist. Zieht Das Haus vertagte sich auf Dienstag vorm 11 I 016 die Schule bietet, möglichst vielen jungen
die linksliberale Frattionsgenoffenschaft zwi- I Uhr. Fortsetzung der zweiten Lesung des Kul- I Mädchen zu Gute kommen zu lassen, sowohl
scheu sich und den Barth-Leuten einen energischen tusetats. Schluß 4ya Ufr. denen, die schon im Berufe stehen, als solchen die
Strich, dann kann sie es wohl im übrigen darauf _____ ihn anstreben. Wir haben deshalb Maschinenankommen lassen. Dann wurde freilich auch ~ ■ schreiben und Stenographie, zwei für das Fort-
»» Fortdildungsschiüpfltchtfür Müdchm LuL SS”? Ant’
wfeÄS! iMiÄt«ÄÄnS Ullb Me HandelstortdUdungsichule. ausgenommen. Würden sie als wahlfreie Kurse
beLnstto"stch daZ^r e^kAen mKen^ !b Man schreibt uns: Bekanntlich ist dem behandelt, so läge die Gefahr nah«, daß sich eine rr Lrchtswärts oder linkswärts gehen will. | Reichstag in dieser Session eine Novelle zur Ee- I Menge Elemente hinzudrängten, die in möglichst
— Ein Demonstrant vor Gericht. Ehern- I «erbeordnung zugegangen, in der die Fortbil- I kurzer Zeit eine Fertigkeit erwerben möchten,
«itz, 15. gebt. Das Schöffengericht verurteilte I dun sschulpslicht für die weiblichen gewerblichen I bie fie aufweisen könnten. Darunter würden die
einen 20jährigenGenossen, der sich bei den Wahl- I Arbeiter ausgesprochen wird. Damit hat eine
rechtsdemonstrationen der Beamtenbeleidigung I längst von der Frauenbewegung erhobene For-
nnd Ruhestörung schuldig gemacht hatte, zu vier I betung Berücksichttgung gesunden, das Prinzip
Monaten Gefängnis. Der Verutteilte hatte die I nämlich, daß Staat und Kommune nicht die
«»lizei aufs gemeinste beschimpf.und fortgesetzt stetig wachsende Zahl der alljährlich in das Er-
öochruf- auf das Reichstagswahlrecht werbsleben einttetenden jungen Mädchen dem
«msgebracht.^^ Das ^ere bestritt der Ange- I figet[Q|jen berf, was ein ungewisser Zufall aus K »«.. ™ /-! . b!-b-" dl- »--'»Ich-
Handelt habe. " l soll nun für eine weitere große Klasse von Mad-
-- -- . ' - — - ■ - — I chen die systematische theoretische Unterweisung
, I treten, und durch eine Ergänzung und Wettet-
| führung der in de: Volksschule erworbenen «fi.e.thnfki.h.se I Kenntnisse dafür gesorgt werden, daß der Ar-
(u. a,, . t t t . I Leiterin die Fähigkeit zuteil werde, sich im Kon-
‘kmiuS
®»"V" äää dildung der Fortbildungsschület und Behebung I brückt werde.
der Mängel des Volksschulunterrichts zur Ver- I ®tnc geordnete Fortbildung für Mädchen Handlung. Der Abg. Schiffer (natl.) betonte in I war bis jetzt nur für die weiblichen Handels- feinet Begründung des Antrages noch besonders, I gehilfen'ünd Lehrlinge vorgesehen. Auf Grund daß der umfangreiche Lehrstoff der Volksschulen I der §§ 120, 142 und 150 der Reichsgewetbeotd- eingeschräntt und mehr Gewicht auf Vertiefung I nung können sie der Fortbildungsschulpflicht fre Wissens »nd Könnens gelegt werden müsse, unterworfen werden. Im Vergleich zu der gto- ^liusminister erklärte, daß das Bolksschul- I ^Crt Zahl der Pflichtfortbildungsschulen der
bieten würde. Die Vermehrung der Lehr-.rsemi- I ^?".^ber nory immer^ in höchst ungenügender nate werde in absehbarer Zeit dem Lehrer- I Entsprochen, «elbst in manchen Großmangel abhelfen. Abg. Dittfurth (kons.) meinte, P«bteit überlaßt man sie den Schnellpressen, die wenngleich ein so erheblicher Mangel der Orga- I höufig den bescheidensten Ansprüchen nicht ge- nisation der Volksschule nicht vorhanden sei, wie I niigen. In immer vermehrtem Maße wenden.