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Drittes Blatt

gange«.

(Fortsetzung folgt).

Bäcker, um die es sich hier vornehmlich handelt, sind organisiert und können die Preise gemein­sam hochhalten. Die wenigen Landbäcker und Landfleischer spielen bei der Verproviantierung der Hauptzentren der Oktroibevölkerung, der großen Städte, keine entscheidende Rolle, selbst wenn ihre Zahl im Zusammenhang mit dem Oktroiwegfall sich vermehren sollte. Auch die Konsumvereine, an die man vielleicht noch den­ken möchte, haben noch nicht den Nachweis er­bracht, daß sie einen allgemeinen Preisrückgang zu erzwingen vermögen.

Zu allen diesen Widerständen, die den prak­tischen Nutzen der Oktroiaushebung in Frage stellen, kommt aber noch ein weiteres, sehr ge­wichtiges Moment. Das Oktroi auf Fleisch, Mehl und Brot, das im Mittelpunkte des reichs­gesetzlichen Oktroiverbotes steht, ist fast durch­weg so niedrig, daß es hinter den übrigen, den Preis bestimmenden Faktoren nahezu gänzlich verschwindet. Als es seinerzeit eingeführt wurde, mag es, wie erwähnt, momentan einen fühlbaren Preisaufschlag verursacht haben. In­zwischen aber, nachdem dieses Oktroi in vielen Gemeinden Jahrzehnte hindurch erhoben wor­den ist, ist es zu einem historischen Bestandteil der Preise geworden, der nicht nur schwer zu eli­minieren ist, sondern auch einen meßbaren Ein­fluß auf die jeweilige Höhe der Detailpreise eines Ortes nur noch in vereinzelten Fällen aus­übt. Die Beseitigung des Oktrois kann also Im günstigsten Fall nur momentan, nur vorüber­gehend eine Preisverbilligung herbeiführen, die erste namhaftere Aufwärtsbewegung der Eroß- preise annulliert diese Wirkung.

Daß es sich bei allen diesen Darlegungen nicht bloß um theoretische Möglichkeiten handelt, lehrt die Erfahrung, die nach unserem Dafür­halten in der ganzen Oktroifrage die beste Lehr­meisterin ist. An älteren Vorgängen sei hier folgendes mitgeteilt:

1) In Paris wurde im April des Jahres 1848 das Oktroi auf Fleisch aufgehoben. Die Verkaufspreise blieben aber völlig unverändert, sodaß schon am 3. A'-gnst 1848 die Wiederein­führung des Fleischoktroi erfolgte, nachdem die Stadtgemeinde inzwischen einen Ausfall von 5 Millionen erlitten batte. In gleicher Weise hatte die gesetzliche Verminderung der Eetränke- steuer in Frankreich im Jahr: 1831 nur den einen Erfolg, daß der Fiskus 30 Millionen Ein­nahmen einbiißte. Die Konsumenten hatten davon nicht den geringsten Vorteil.

2) Im Jahre 1860 wurden in Belgien alle kommunalen Oktrois abgeschafft. Ueber die Wirkung dieser Maßnahme äußerte sich der Bür­germeister von Brüssel folgendermaßen: Als­bald nach der Aufhebung des Oktroi bemächtigte sich der Bevölkerung, die einen Preisrückgang , um mindestens den Oktroibetrag erwartete, eine

Wird das Oktroiverbot des Zoll- Tarifgesetzes die Lebensmittel ver- billlgen?*)

Die Gegnerschaft gegen die städtischen Ver- irauchssteuern entspringt teils grundsätzlichen, teils praktischen Erwägungen. Die einen sind prinzipielle t^egner aller Verbrauchssteuern auf zum Leben notwendige Maßenkonsumartikel, weil sie als Kopfsteuern wirken und ihrer Mei­nung nach die minderbemittelten Volkskreise in unbilliger Weise belasten, und bekämpfen aus diesem Grunde auch das städtische Oktroi. Sie werden in der Beseitigung des Oktrois vor allem einen Erfolg in ihrem Kampfe gegen die in­direkten Steuern überhaupt sehen und deshalb vielleicht geneigt sein, die unmittelbaren Wir­kungen dieser Maßnahme für minder beachtlich zu erklären. Für andere dagegen ist die Oktroi- frage in der Hauptsache eine Zweckmäßigkeits- frage. Sie sind der Ansicht, daß der Wegfall des Oktrois die Lebensmittel verbilligen wird, und verlangen lediglich aus diesem Grunde seine Aufhebung. Die Vertreter dieses letzteren Standpunktes müßten die Frage nach dem prak­tischen Nutzen der Oktroibeseitigung eigentlich besonders genau prüfen, denn wenn das Experi­ment fehlschlägt, wenn die Lebensmittelpreise auch nach der Aufhebung des Oktrois die gleichen bleiben, oder nach vorübergehender Abwärts­bewegung wieder auf das alte Niveau ansteigen, dann ist der Mißerfolg ein absoluter und un­abänderlicher, dann verschwinden Millionen aus den städtischen Kaffen, die unter allen Umstän­den wieder eingebracht werden müffen und nach Lage der Verhältniffe zum größeren Teil nur durch Erhöhung der direkten Steuern wieder eingebracht werden können, ohne jedes Entgelt, und das Endergebnis ist dann schließlich, daß anstatt der erhofften Trtc-chterung eine empfind­liche Verschärfung des Steuerdruckes eintritt, oie sich allen Bevölkerungsklaffen fühlbar macht. Trotzdem hat es den Anschein, als ob man auch in diesen Kreisen sich die Antwort auf die Frage nach den Vorteilen eines Ottroiverbotes etwas allzu leicht mache.

Auch die Vetteidigung der indirekten Steu­ern und speziell des Oktrois stützt sich auf grund­sätzliche und auf praktische Erwägungen, nur überwiegen lier bemcrkenswertcrwetse die prak- ttschen Gesichtspunkte. Man beruft sich hier auf die Erfahrung, daß der Wegfall von Oktroi fast überall ohne nachhaltige Einwirkung auf die

*) Dieser Artikel wurde uns mit der Bitte nm Aufnahme zugestellt.

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg UNS Kirchhain

«» toi HeU«,e»:«tter-rischer Artiger«,z<mtoirtschaftliche S-U-ge« tut»Illustrierte. K-tmt-r-bUE.

Erbfeind des Messias erscheinen, und mit diesem Fürsten des Lichts in Konflikt geraten. Hatte man bereits alles Schlechte und Böse im Teufel verkörpert, so wurde jetzt der Teufel der Fürst der Welt und mit ihm die ganze Erde verteufelt. Satan ist der oberste der Teufel und heißt auch Beelzebub (Fliegengott), Beelzebul (Mistgott), Belt ar und Belial (der Nichtswürdige, Nichtsnutzige). Nach Luc. 10, 18 ist er wie ein Blitz aus dem Himmel hinaus­gestoßen worden und erscheint nun als bestän­diger Widersacher des Reiches Gottes auf Erden.

Wie diese Teufel eigentlich beschaffen waren, davon hatte man noch keine bestimmte Vor­stellung; man schrieb ihnen einen aus lustartigen Stoffen gebildeten Körper zu, nur dachte man sich ihn gröber als bei den Engeln, deren Leib aus Licht und Aether bestehen soll. Die Teufel sollen ja in der Hölle wohnen, aber sie füllen von nun an die Welt in Legionen und treiben aller­lei Unfug. Wenn man sich über den Aufenthalts­ort und die Macht des Satans auch nicht klar war (vergl. Ephes. 6, 12; 1. Petri 5, 8; Joh. 16,11; 2. Petri 2, 4; Offenb. 12, 9; Hebr. 2, 14; 1. Kor. 15, 24), so war doch der Glaube an den Teufel zur Zeit Christi allgemein verbreitet, nut die Sadduzäer lehnten den Spuk ab. Und das Treiben des Teufels wurde von nun an im­mer ärger. Alles Uebel in der Welt richtete er an: Mißwuchs, Teuerung, Hungersnot, Pest, Viehseuche, Ungewitter; er verleidete den Judas zum Verrat und die Juden zur Anklage und Hinrichtung des Messias; er brachte alle Ver- B Bungen über die Christen. Dabei vermehrten die Teufel von Tag zu Tag, indem die alten dnifchen Gespenster und Götter in ihrem wah­ren Wesen erkannt und der Schar der Teufel eingereiht wurden. Dem hl. Martinus erschien der Teufel ivirkUch ta Gestatt des Jupiter.

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Preise geblieben ist, und wehrt sich deshalb ge­gen seine Aufhebung. Mer recht behalten wird, kann natürlich mit unbedingter Sicherheit nicht vorausgesagt werden, die Zukunft muß das ent­scheiden. Aber das Oktroiverbot des Zolltarif­gesetzes, das vorn 1. April 1910 ab den Gemein­den nahezu alle einträglichen Verbrauchssteuern entzieht (weg fällt das Ottroi auf Getreide, Hülsenfrüchte, Mehl, andere Mühlenfabrikate, Backwaren, Vieh, Fleisch, Fleischwaren und Fett), ist von so einschneidender Wirkung auf die Finanzverhältnisse zahlreicher großer und noch viel zahlreicherer kleiner Gemeinden, daß es sich schon verlohnt, in der Oeffentlichkeit die Ge­sichtspunkte nochmals anzuführen, an denen sich mindestens derjenige orientieren kann, der praktischen Erwägungen zugänglich ist.

Daß das Oktroi bei seiner Einführung die Preise seinerzeit gesteigert hat und daß jede Neueinführung oder Erhöhung von Oktroi preis­steigernd wirkt, ist im allgemeinen zuzugeben. Es erklärt sich das auch ganz einfach. Durch die Einführung von Ottroi erhöhen sich die Ge­schäftsunkosten des Zahlungspflichtigen. Der Zahlungspflichtige aber erhöht seine Verkaufs­preise, denn er will sich durch die Kostenvermeh­rung seinen Gewinn nicht schmälern laßen. Bei der Neueinführung von Oktroi steige, also die Preise im allgemeinen um den Oktroibetrag oder um mehr oder um weniger. Und das gleiche tritt ein, wenn Oktroisätze erhöht werden.

Wie gestaltet sich nun aber die Sachlage bei der Aufhebung von Oktroi? Welche Momente beeinflußen dann die Preisfestsetzung? Offen­bar liegt auch jetzt wieder die Entscheidung in erster Linie bei dem bisher oktroipflichtigen Verkäufer. Dem Verkäufer bringt die Aufhebung des Otrois eine Kostenersparnis, die, wenn er das Geld für sich behält, für ihn einen Geschäfts­gewinn bedeutet. Ist er bereit, diesen Gewinn seinen Kunden zugute kommen zu laßen, so kön­nen die Preise sinken, überwiegt dagegen auch jetzt das Erwerbsiilteresse, so bleibt das ersparte Ottroi in der Tasche der Verkäufer und niemand kann sie zwingen, es herauszugeben, weder der öffentliche Unwille darüber, noch behördliche Maßnahmen. Alle diese Vorgänge entziehen sich im einzelnen so sehr der öffentlichen Kontrolle und Beeinfluffung, daß die Entscheidung dar­über, ob der Wegfall von Oktroi die Waren­preise verbilligt, in der Tat nahezu ausschließlich von dem Ermessen der Verkäufer abhängt

Einen Zwang könnte an sich allerdings die Konkurrenz ausüben. Sie ist im vorliegenden Falle, wo es sich in der Hauptsache um unent­behrliche Lebensrnittel handelt, nach denen Nach­frage immer vorhanden ist, der wichtigste lokale Preisregulator. Indes, es ist in hohem Grade unwahrscheinlich, daß die erforderliche starke Konkurrenz sich einstellen wird, denn woher sollte sie kommen? Die städtischen Fleischer und schaffen aber durch Neid und Ueberhebung von Gott abgefallen, ja er habe mit seinen Scharen vor den Menschen die Erde bewohnt und dadurch sei das Chaos entstanden, das Cott unmöglich als solches könne geschaffen haben. Auch die Eottersöhne, welche nach 1. Mose 6, 4 sich mit den Töchtern der Menschen vermischten und Riesen erzeugten, sollen nach der Ansicht von A. Dißelhoff Teufel gewesen sein. Um die Un­möglichkeit der Erlösung der armen Teufel zu begründen, macht er sie geschlechtslos, während doch die Teufel mit den Menschenkin­dern Riesen erzeugten.

Im Buch der Weisheit tritt der Teufel zuerst als Verleumder auf, und der Tod ist durch den Neid des Teufels in die Welt gekommen. (Kap. 2 24) Wir sehen also, wie sich die Vorstellung unter dem Einfluß des Parsismus vollständig umgestaltet hat, denn nach der Genesis ist der Mensch st e r b l i ch geschaffen und sollte zu der Erde, von der er genommen, wieder zurückkehren. Nachdem er aber durch den Genuß vom Baume der Erkenntnis geworden war wie Gott, er­kennend das Gute und Böse, wurde er aus dem Paradiese vertrieben, damit er nicht eße vom Baume des Lebens und lebe ewiglich und nicht auch in dieser Beziehung Gott gleich werde.

Je älter das Kind wird, desto mehr ent­wickeln sich die schlimmen Eigenschaften des Mißratenen. Es hat dem Vaterhause den Rücken gekehrt und erscheint nicht mehr unter den Eöttersöhnen im Himmel. Der Teufel handelt durchaus selbständig und im Widerspruch gegen Jehovah, deßen Aufträge et nicht mehr ausführt und deßen Bewilligung et nicht mehr nachsucht Da et nun alles Schlechte und Böse in feinet Peison vereinigt, ist et den Juden zu einem düsteten Gegenbilde Jehovahs gewotden. Et ist det Hertschet im Reiche bet Finsternis und mußte al» solcher besonder» deu Christen al»

Einiges ans der Entwickelungs- geWchte des Teufels.

;* (Fortsetzung.)

Bei Hiob tritt der Teufel in ganz bestimmter Gestalt als Satan auf, aber noch sehr harmlos tm Vergleich zu seinen fpäteten Taten. Dem Hiob legt er unlautere Motive unter.Und Satan war wider Israel und gab David ein, daß er Israel zählete." L Chron. 22. 1. Für diese Tat Davids wurde Israel mit der Pest bestraft, die 50 000 Menschen hinwegraffte. (2. Sam. 24. L tuts Jehovah!) Der Teufel er­scheint hier also schon als selbständige Persönlich­keit mit einer bestimmten Tätigkeit, die ehedem Jehovah selbst ausübte. Als nach dem babylo­nischen Exil der jüdische Staat sich neu aufbaut, erscheint der Teufel noch als Engel Jehovahs im Himmel und zwar als Widersacher des jüdi­schen Volkes, dem Jehovah seine Huld wieder zugewandt hatte, die es aber nach Satans un­maßgeblicher Meinung nicht verdiente. Als echter Teufel, d. h. als Inbegriff alles Schlech­ten, sehen wir ihn erst später. Er ist dasAbbild des parsischen Ahriman. Wie diesei b»e Stammeltern der Menschen zum Abfall von Ormuzd, so ver­leitete sie unser Teufel zum Abfall von Gott. Ahriman erzeugte allerlei Böses und in die Menschen hineinfahrend Krankheiten. Ganz wie bei uns und der Einfluß jener abergläubischen Vorstellungen auf die weitere Entwicklung des Teufels ist unverkennbar für jeden, der sehen will. Da es zu komisch war, daß eine Schlange sprechen konnte, erklärte man sie für den Teufel; ba aber von diesem früher nie die Rede war, und er nun mit einem Male im Paradiese er­scheint, mußte anderweitig Rat geschafft werden und die Theologen fanden ihn bald, indem sie «klärte». In Teufel fei schon vor der Welt ge»

lebhafte Enttäuschung, weil diese Preismin­derung ausblieb.

3) Auch die Untersuchungen von Professor Laspeyres über die Einwirkung der Aufhebung der Mahl- und Schlachtsteuer in Preußen auf 1. Januar 1875 auf die Preise beweisen nicht das, was die Gegner des Oktroi häufig au» ihnen herauslesen.

4) In Mannheim wurde avs L Januar 1898 das Mehl- und Brotottroi aufgehoben. Der Erfolg davon war, wie eine interessante Unter» suchung des Mannheimer Statistischen Amtes in» einzelnen nachweist, daß die Aushebung einen nachhaltigen Einfluß im Sinne einer Verbilli­gung der Brotpreise nicht gehabt Hat, daß di« Wirkung der Okttoibeseitigung schon im letzte» Drittel des Jahres 1898 nicht mehr zu spüre» war, und dies trotzdem Mannheim ein Mühleii» zentrum von ganz hervorragender Art ist (mit einem Jahresverbrauch von 500 000 Tonnen Ge­treide) und trotzdem in Mannheim nach der Oktroibeseitigung sich ehr großkapitalistisch bs- triebene Brotfabrik auftat, die sich aber nicht zu halten vermochte. (Ein Beleg zu dem über das Risiko solcher Konkurrenzunternehmen oben aus- geführten.) Der Mißerfolg der Ottroiaufhebung war in Mannheim so in die Augen springens, daß selbst die sozialdemokratische Mannheimer Volksstimme zugestehen mußte: Das Oktroi sei in die Taschen der Bäcker gewandert!

Endlich sei noch auf einen bemerkenswerten Vorgang hingewiesen, der sich jüngst (im De­zember 1907) im badischen Landtag abgespielt hat. Der badische Finanzminister stellte de» Kammern ein Gesetz in Aussicht, das den staat­lichen Fleischakzis, der jährlich ungefähr eine Million abwirst, aufheben sollte, und »erlangte dafür die Hinaufsetzung des Vermögenssteuer­satzes von 11 Pfg. aus 12 Pfg. pro 100 Mark Steueranschlag. Aber beide Kammern haben einstimmig diesen Antrag abgelehnt, auch die Zweite Kammer, der eine größere Anzahl sozial­demokratischer Abgeordneter angehört. Und auch über die Motive ihrer ablehnenden Haltung lie­ßen die Parteien nicht im unklaren.

Ueberblickt man alle die hier dargelegten Ge­sichtspunkte nochmals prüfend, so ist es gewiß keine Einseitigkeit oder Uebertreibung, wen» wir unser Urteil über die voraussichtlichen Wir- kungen des reichsgesetzlichen Abgabeverbote» schließlich in folgenden Sätzen zusammenfaßen:

1) Aus eine Verbilligung der Lebensmittel kann mit Sicherheit überhaupt nicht gerechnet werden. Einer solchen Verbilligung steht bas Erwerbsinteresse der Verkäufer entgegen, das sich in dieser Beziehung von jeher stärker erwie­sen hat, als der Wille der Gesetzgeber.

2) Trotzdem ist es möglich, daß die Preise unmittelbar nach der Aufhebung des Oktroi herabgesetzt werden. Eine nachhaltige Preis- Merkur. der Venus und Minerva. Ja es war drauf und dran, daß man selbst Jehovah verteu­felt hätte. Die Christen spalteten sich tn viele Sekten, die einander vom Teufel verblendet hielten. Eine derselben, die Gnostiker, waren nun zu der Ueberzeugung gecommen, ^ebovah b;t die Welt so unvollkommen geschaf» ftn habe', könne unmöglich der oberste Gott sein; er sei vielmehr als Weltschöpfer «ur etn unter» geordneter Engel, habe sich durch bie Welffchops. ung mit der Materie befleckt, sei daher unvoll- kommen und mit menschlichen Schwachen A Ä 2W4 S ExääWS eingetretenen Gottesreich sei seine Herrjchast am Ende. Wie gut war es, daß die Gnostiker t» der Minderheit blieben.

Je mehr sich nun der Teufel weiter entwickel, je mehr er sich den Flegelfahren nahert desw schlimmer wird sein Betragen. ^ein Mensch h^ mehr vor ihm Ruhe. Infolge feiner lustige» Beschaffenheit ist cs ihm sogar möglich, tn bei Körper der Menschenhineinzusch<upfenunddiese zu martern, daß sie sich auf dem«Bodenwalze» unb krümmen unb den ärgsten Blobsinn reben. Daher die vielen Teufelsaustreibungen unb bas Rumoren bet Ausgetriebenen, wie es Luc. 11, 94 26 ocidiitbett wird. Ja einmal sehenwn -u- -'NE M-".

schen ausfahren unb sich in eine Herde Sau« stürzen die sich bann aus Verzweiflung im Set ertranit. (Matth. 8, 28 u. f., Marc. 5 2 u. f, Luc 8 27 u. f.). So war bet heidnische Teufels- spuk vollständig in das Christentum «berge»

Die Jnsertionsgebühe beträgt für bie 7gespaltene Zeile yWd» WVy oder deren kaum 15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. in CYflhrft

. w~ l Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Unwersttätsbuchdruckerri

Sonntag, 16. Februar 1908. Inhaber Dr. C.Hitzeroth, Marburg, Markt21. Telephon55.