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Briefkasten der Redaktion.

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:?: Tappel. 28. Jan. Ein Schaf eines hiesi­gen Landwirts brachte heute 4 Lämmer zur Welt. Das ist gewiß eine Seltenheit.

* Wolferode. 28. Jan. Der hiesige Krieger- vnd Landwehr-Verein beging gestern im Rau- mannfchen Saale den Geburtstag unseres Kai­sers durch eine festliche Veranstaltung. Der Vor­sitzende hielt eine Ansprache und hieran schlossen sich Lichtbilder. Kriegsszenen aus 1870/71 dar­stellend. Den Schluß bildete ein Tanzkränzchen.

-±- Rauschenberg, 28. Jan. Heute wurde hie, die seither älteste Frau, die Wittwe Wittekindt, beerdigt. Dieselbe hätte an ihrem Begräbnistag den 91. Geburtstag erlebt. Der hiesige Krie­ger- und Landwehr-Verein feierte Kaisers Ge­burtstag dadurch, daß am Nachmittag ein Kon­zert im Seibertschen Saale stattfand und abends sich ein Ball anschloß.

Reustadt, 28. Jan. Die Feier des Ge­burtstages des Kaisers wurde hier in echt pa­triotischer Weise begangen. Von den Turn-Ver­einen wurden Kommerse und von dem Krieger­verein Theater mit Ball veranstaltet, wobei der 1. Vorsitzende, Beigeordneter Schmittdiel, den Kaiser-Toast ausbrachte. Die kirchliche Feier fand um 9 Uhr morgens statt und endete mit einem Tedeom, während Böllerschüsse weithin die Feier verkündeten. Im Gasthaus« zum deut» scheu Kaiser haten sich auf Einladung des Ka­sinos 25 Herren zu einem Festesten eingefunden, bei welchem Stadtpfarrer Ebel das Hoch auf den Kaiser ausbrachte. Bei dem Gesänge von patrio- ttschen Liedern verlief der Abend in recht ge­mütlicher Stimmung.

asseler Hafer-Kakao inder-Frühstllck

Verantwortlich für die Redaktion: &. xhU. Earl Hitze,eth ta Mar-NG.

tausendfach Xrztlich empfohlen. Not echt in bluten Kartons ä 1 Mk., niemals lose.

Hesi'es-Nasi'au Md Nachhargebiete.

89 Gaffel, 28. Jan. Der hiesige FremdenAer- kehrsverein beschloß, nach dem Vorbiloe der Stadt Mainz an einigen Sonntagen im Jahre besondere Berlehrstage einzurichten. Zunächst wurde heute Abend beschlössen, den 3. Mai und den 4. Oktober da­für ins Auge zu fassen. Es sollen an diesen Lagen nicht nur di« Sehenswürdigkeiten Cassels, als Bilder- Halerie, Museen, Sammlungen usw. unentgeltlich be­sichtigt werden können, es sollen auch Paradekonzerte And Vorstellungen im Königlichen Theater nach­mittags zu ermäßigten Preisen veranstaltet wer­ben; daneben sollen von vormittags 11 llhr bis abends t Uhr die Ladengeschäfte offen gehalten werden, da­mit das aus den benachbarten Städten Marburg, »wlba, Hersfeld, Eschwege, Göttingen, Karlshafen, Warburg, Bad Bildungen und innerhalb dieser Grenze belegenen Ortschaften kommende Publikum in Gaffel kaufen kann, was es bedarf. (Six möchten

Vergnügrmgs-ArrMger

Aevertotr»Entwurf der ftr antf utiet Stadttheater.

Frankfurter Schauspielhaus.

Donnerstag, 30. Jan., %8 llhr:Ein Fallisse-

Freitag,'31. Jan., 7 Uhr:Emilia Galotti".

Samstag, 1. Febr., 7 Uhr: »Maria Magdalene-.

Sonntag, 2. Febr., Sy2 Uhr:D Erbschaft ,Der rote Schornsteinfeger ,Derspekuliett ; 7 Uhr. Uriel Acosta". v

SRontag, 3. Febr., 7 Uhr:Der Andere"

Dienstag, 4. Febr., 7 Uhr:Bei uns da drüben .

«WWftflWii Mtz-ss heE wäyri-std auch bei uns ein heftiger Tauwind weht, von fcss Nordsee- und Mittelmeerküsten sowie aus Oesterreich vor. In Oesterreich hat der Sturm an Wäldern, Kulturen und an Gebäuden großen Schaden ungerichtet. Mehrere Personen wurden verletzt. Aus den österr. Alpen wird Wetter­sturz mit Regen und Hagel gemeldet.

1 Mtrsihail, 28. Jan. Der Gutsbesitzer Henryk Werner routbe auf seinem Gute Dielin» bei Tomastow von einer Banditenbande mitsamt seiner Frau und seinem sechsjährigen Söhnchen getötet. Die Banditen verwundeten die Diener­schaft, beraubten das Wohnhaus und entkamen.

London, 28. Jan. Der Geschäftsreisende Peter Kronen wurde heute dem Polizeigerichte vorge- führt, um an Deutschland ausgeliefert zu wer­den. Der Gefangene wird beschuldigt, Droh­briefe nach Deutschland gesandt zu haben, um Geld von dortigen Persönlichkeiten zu erpressen. In den Briefen wurde behauptet, daß sie von einem internationalen Anarchistenbund abge­sandt worden wären. Die Wohnung Krönens wurde durchsucht und ein Brief aufgefunden, der an Herrn Bastermann-Essen adressiert war und diesem mittettt, daß er sich vor Bomben in Acht nehmen solle, wenn er nidjt 3000 Mark sende. Ein ähnliches Schreiben war an Herrn Thyssen ie Mülheim a. Rh. gerichtet.

Eigne Drahtmeldungen der Oberhest. Zeitung Mittags 1 Ahr.

IV. Mannheim. 29. Jan. (Prio^Telcgr.) Rhein «nd Neckar find feit gestern im Steigen. In der vergangenen Rächt ist der Rhein von 1.78 auf 2,73, der Neckar von 2,10 auf 3,42 Mtr. gestiegen. Auch eem Oberrhein kommen Mel­dungen Über fortwährende» Steigen des Wassers.

^V. Pari». 29. Jan. DerPetit Parisien" erklärt, die gestern in der Kammer angenommene Tagesordnung bedeute, daß Frankreich in Ma­rokko eine friedliche Politik verfolge, die jedes Abenteuer ansschließe. Frankreich halte sich von jeder Absicht einer Expedition systematisch sern. Die Tagesordnung entspricht den Gefühlen de« französischen Solle» und bekräftigt die von der, Regierung abgegebene Erklärung.

Hochsämlnachrtchten.

X Freiburg i. Br.. 28. Jan. Zum Prorektor der Universität Freiburg i. Br. fit das Studien­jahr Ostern 1908/09 wurde der Professor der Volkswtttschastslehre, Dr. Gerhati» von Schulze- Eaevernitz gewählt.

) ( Strafkammer. Weiter beschäftigte sich da» Gericht mit einer Anklage wegen Beleidigung gegen den im Arbeitshause hier wohnhaften 64 Jahre alten Arbeiter Paulus Koch, der sich der Beleidigung und Bedrohung des Aufsehers der Anstalt schuldig gemacht haben soll. Koch gab an der Aufseher könne ihn nicht gut leiden, und so habe dieser am 30. September ohne jede Veranlassung mit ihm Streit begonnen und ihm auch Mißhandlungen zugefügt. Zu allem Ueberflusse sei der Aufseher auch noch mit einem Polizeibeamten in seine Wohnung gedrungen; sie hätten ihn gepackt und ins Arbeitshausge­fängnis geworfen. Weshalb er diese Behand­lung erdulden müsse, sei ihm unbekannt. Aus der Verlesung des Protokolls ging hervor, daß Koch an dem Tage wieder gehörigen Spektakel gemacht hatte und nicht anders zur Ruhe ge­bracht werden konnte. Es blieb gestern bei dem erstinstanzlichen Erkenntnis, welches auf 2 Mon. Gefängnis gelautet hatte. Der letzte Fall war besonders interessanter Natur. Unter der An­klage, ohne polizeiliche Erlaubnis durch Auf­stellung von sog. Sckneß- und Etagenautomaten öffentliche Ausspielungen veranstal­tet zu haben, standen zwei Wirte namens Göbel und Brühl aus Biedenkopf. Als Beweismaterial hatten die Angeklagten ihre Automaten mitge- ,bracht. Es handelte sich um die bekannten Spielautomaten, bei denen man durch Einwurf eines 5 Pfennigstückes Vier oder Zigarren ge­winnen kann. Vom Schöffengericht in Sieben« koof waren die zwei Wirte de» unerlaubten Glücksspiels für schuldig erachtet und zu je 3 M Geldstrafe verurteilt worden. Die Wirte hatten natürlich Berufung hiergegen eingelegt, indem sie behaupteten, daß es sich hier nicht um ein Glücksspiel, sondern gewissermaßen um die Ge­schicklichkeit des Spielers handle. Zum Beweise hierfür hatten sie einige gewichtige Stamm­gäste als Z-ugen mitgebracht, die dann auch bereit waren, vor dem Richtertisch ihre Kunst­fertigkeit dadurch zu zeigen, daß sie unfehlbar bei jedem Einwurf ein Glas Bier zu gewinnen fm Stande seien. Der weitere Gang der Ver- Handlung machte auf das Publikum im Zu» schauerraum einen eigenartigen Eindruck, denn fb eifrig wie hier wurden die Automaten lange nicht in Bewegung gesetzt. Die Stammgäste waren gestern zwar etwasnervös", denn sie schossen meist daneben. Das tat aber nichts zur Sache, es gab ja doch kein Bier: auch einige br~ Herren vom Richtertisch versuchten ihr Glück. Nachdem der Staatsanwalt Verwerfung der Be­rufung beantragt hatte, plädierte der Vertei­diger für Freisprechung. Die ganze Anzeigerei der Wirte rühre vom Oberpräfidenten von West­falen her. Es seien überall freisprechende Ar­teile ergangen, weil es sich hier niemals um ein Glücksspiel, sondern stets nur um die Ee- fchickl-ichkeit handele. Das Gericht schloß sich die­ser Ansicht an und erkannte auf Freisprechung, worauf die Wirte ihre Automaten vergnügt wieder einpackten und mit ihren Stammgästen von dannen zogen. In unserem Bericht über die Freitagssitzung der Strafkammer hat sich ein Irrtum eingeschlichen. Die wegen Körperver­letzung bestrafte Frau aus Schönbach heißt nicht Bender, sondern Reuter.

Rach W. Für interessante Mitteilungen terlichem Krache zusammenstürzte und auch die I NA^dte^dem' heutig Mr^ btiliegenden in M, jug.lt Ich. «-ch-ch-ud- WI- fc, Mti?« *

Twr OnfnmnfinfflfiTeT Scknnaus erlitt einen I Marren zurua. ____________u__

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fen kann, wie in Marburg, die Labenmieten find dort I < ertranken Äenfall». Die Leichen sind geborgen, auch bedeutend höher wie hier.) I \ Gotha, 28. Jan. Da» vierjährige Söhnchen

Eschwege, 27. Jan. Einem hiesigen Mühlen- 1 bet {n Gayerstraße wohnenden Familie Lefitzer wurden durch die Post 40 übersandt. 1 stot$ tn einem unbewachten Augenül'ck In einem Begleitbriefe tettte der ungenannte aug bem Fester des vierten Stockes auf die Absender mit, daß sein Gewissen ihn dazu I 5^1^ blieb mit zerschmetterten Gliedern dränge, einen Schaden zu ersetzen, den er dem I {tegen

Empfänger vor 10 Jahren zugefügt. Letzt«er I Deiningen, 27. Jan. Zwischen Haselbach und habe damals bei einer Sendung Mehl zwei Sack I Sülzfeld wurde der Kaufmann Levi Goldschmidt nicht berechnet. u I aus Willmars erfroren aufgefunden.

Driedorf, 28. Jan. Gestern Nachmittag ar- 1 trank hier die Tochter des Müller» R., diese, mit WSschespülen beschäftigt, glitt wahrscheinlich in­folge der Glätte aus und fand in dem reißenden Rehbach ihren Tod.

Rabenscheid, 28. Jan. Als gestern morgen der Bürgermeister Zöllner nach seinem Vieh sehen wollte, bekam er einen nicht geringen Schrecken. Non 3 Ochsen, welche sonst ftieblich . .., , ,

im Stalle nebeneinander standen, hatten sich I ., X

zwei gegenseitig in der Nacht umgebracht; in die I 'Ä' V Ä eJnW0t«nh

Ketten verschlungen lagen sie tot am B^en. Der I Ictf)niri gm letzten Sommer haben von Schaden wird auf ungefähr 1200 M geschätzt, die I 33 780 norddeutschen Studenten (einschließlich Tiere waren nicht versichert. I her Hessen) 26 933 oder 79,8 Proz. norddeutsche

Frankfurt, 28. Jan. Oberbürgermeister I und 18,8 Proz. süddeutsche Universitäten be- Adickes ist zurzeit mit weitreichenden Ginge- I sucht; dazu kommen 472 oder 1,4 Proz. in Strafe meindungsplänen beschäftigt, daher ist ein Fort- I bürg. Umgekehtt haben von den 8021 süddeur- bestehen seiner Ministerkandidatur nicht wahr- I scheu Studenten 7036 oder 87,7 Proz. süddeutsche, scheinlich. - Gestern Nachmittag ereignete sich 810 oder 10,1 norddeutsche Universitäten und auf der Offenbacher Landstraße ein schwerer I »cher 2,2 Proz. Straßburg besucht. Unter aut»mot»u*n. Tn I-ch-iSH-Ig- Sohu »« <»7*-^*

atrndtas I-t-u- «uu bem tut. üü^trUZlni;

bogen ««es Hauses direkt in eine in voller tn Waldeck waren es 13,3, in Oldenburg 17,1

Fahrt befindliche AutomobiÜ>roschke Hinern. Der I Pz Preußen steht ungefähr auf dem allge-

Junge kam zu Fall, wurde überfahren und I meinen Durchschnitt: 18,6 Proz., die anderen

schwer verletzt. Es ist zweifelhaft, ob er mit dem I norddeutschen Staaten darüber: Lübeck mit 20,

Leben davonkommt. I Lippe und Anhalt mit 20,2, Braunschweig und

Wiesbaden, 28. Jan. Ein gemeiner Racheakt bis sächsischen Herzogtümer mit 22, die beiden ist bei einem hiesigen Oekonomen verübt worden. I mtt 22^ die bert^n Mecklenburg

Ihm wurden dieser Tage nicht weniger als I Sro?

S<hwE' wohlgemästete Tiere, vergiftet, ^d ^^^Mn^waren umgekehrt in Der Schaden ist etn bedeutender und um so be- I Rarddeutschland: 13,8 Proz. von den Württem- dauerlicher, als er nicht durch Versicherung ge- 1 -ergern, 11,3 von den Badenern und nur 8Z deckt wird. I Prozent von den Bayern. Bon den 1131 Elsaß-

Siegen, 28. Jan. In der vergangenen Rächt I Lothringern waren 883 oder 78 Pro,, tn Strafe gegen i/22 Uhr brach in der Oberstraße Feuer I bürg selbst immatrikuliert, 12,6 Proz. an den aus. Es brannten die beiden dem Herrn Schnei« I süddeutschen und 9,4 Proz. an den norddeutschen dermeister Beitzel gehörigen Häuser. Die Häuser | Universitäten.

sind so weit niedergebrannt, daß sie gänzlich ab­gerissen werden müssen. Von dem Brande find vier Familien betroffen worden, denen der Hausrat zum Teil verbrannt ist, doch soll er ver­sichert gewesen sein.

Essen (Ruhr), 28. Jan. Arge Ausschreitun­gen ließen sich derRhein.-Westf. Ztg." zufolge vier Bergelute in Kray dadurch zu Schulden kommen, daß sie einen Gendarmeriewachtmeister, der sie zur Ruhe verwies, tätlich angriffen und ihm das Seitengewehr entrissen. Der Beamte machte von seinem Revolver Gebrauch und durch­schoß einem Angreifer beide Beine. Die An­greifer wurden nachts verhaftet.

* Die f reisinnig-liberaleu Volksfeinde. Eine Antwort auf die von dem Wahlverein der Liberalen herausgegebene; Broschüre: Falsche Mittelstandsfreunde. Unter; diesem Titel erschien soeben im Verlage der Deutschnationalen Buchhandlung und Verlags- ! anstatt, Hamburg, Holstenwall 3, eine treffliche. Kampfschrift, die zweifellos weite Verbrettung finden und von allen Freunden derWirtschaft­lichen Vereinigung" gern gekauft werden durste. Das Büchlein, bearbeitet im Reichsverband der deutschsozialen Partei in Hamburg, wendet sich gegen den gesamten Freisinn. Die haltlosen und böswilligen Anklagen in der liberalen Bro­schüre gegen die Wirtschaftliche Vereinigung finden in der neuen, 32 Seiten umfassenden Schrift getreu nach dem Wort, daß der Hieb die beste Parade ist, eine Antwort, die durch da» Anfügen von cinwandfreiem Material geradezu vernichtend wirkt. Wer darin eine Schädigung bes Vlockgedankens" erblicken möchte, der möge dem die Schuld beimessen, der den Streit an» fing, nicht dem, der sich wehrte. Wir empfehlen unseren Freunden die Beschaffung der Schrift (Preis 30 Pfg.) dringend, sie eignet sich für die Agitation vortrefflich. Sei größerer Abnahme gewährt der Verlag Vorzugspreise. Bestellungen erledigt sofort der Reichsverband der drisch- sozialen Partei, Hamburg 36, Holstenwall No. 3.

** Faschingsfreude und Faschingsubermut. Ein lachendes Figürchen in einem entzückend

WiffenMft, Kunst und Leben. I E dem TiÄbild'des^be/erschienenen Heftes -* -»***** *-.*?*-« - «* I L"mLiVb-K-s "b--

Blattes kennen zu lernen. Es lohnt sich die Mühe denn die darin abgebildeten Vatttottetten und aparten Kostüme bieten so viel Anregung und erleichtern so sehr die Anschaffung, daß lebe ; praktisch veranlagte Dame sich dieses Hrlssmit» . tels gern bedienen wird, um sich oder das Toch» - terchen fein auszustatten. Doch auch für die nicht tanzlustige Welt ist gesorgt durch einfache Sttaßentoiletten, eine große Auswahl schöner qüViltüM- I Handarbettsvorlagen und eine wie immer reich en Mu 4 beschickte Unterhaltungsbeilage.

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X Ei« neues Berfahren elektrischer Fern- photographie hat Eduard Belin erfunden. Als seine Vorzüge gegenüber demjenigen Prof. Korns werden hervorgeboben, daß das am Em­pfangsorte dargestellte Bild die gleichen Ab­messungen hat wie das am Abgangsorte. Die Aufnahme soll auch in verkleinerter resp. ver­größerter Form erfolgen können, ohne daß die Schärfe der Aufnahmen leidet, und unabhängig vom Original sollen am Emvfangsorte Pofitiv- oder Negativaufnahmen gemacht werden können. Nach derUmschau" sollen auch dem empfangen­den Bild «ährend der Uebettragung Intensitä­ten gegeben werden können, die von denjenigen des Originals abweichen. Belin benutzt zum Senden ein aus Kohle hergestelltes Reliefbild,

Unpolitische Tagesnachrichten. I dessen Erhöhungen und Vertiefungen Licht und

Berlin, 27. Jan. Die Kriminalpolizei be- Schatten darstellen. Ein Stift schleift alÄ>ann schlagnahmte die Geschäftsbücher derUnion"- Uber die Verschiedenheit^ be» Reliefs dahin Nahrungsmittelgesellfchast tn. b. H., die vom | und gibt so das Bild wieder. Elisabeth-Ufer 53 aus durch Reisende über ganz Deutschlchand auch einen umfangreichen Handel mit Wurst betrieb. Derartige Wurst ist, wie dieAllg. Fleischer-Zeitung" meldet, behördlich al» Pserdewurst festgestellt worden und Zweck . - - - . - - -

bet Beschlagnahme ist es, ble Lieferanten unb I

Abnehmer der unter falscher Flagge vertriebe- I Juli 1909 gefeiert werben. 3n ffienf, ber Stadt nen Pferdewurst kennen zu lernen. I Calvin», hat man beschlossen, ein großes Denk-

Berlin, 29. Jan. Die Feuerwehr in Berlin mal bet Reformation zu errichten, durch das der ist schon lange das Mädchen für alles. Bald Geist der gesamten Reformation in dieser Grenz- müssen von ihr Bienen, bald Papageien einge- I stadt an bet Pforte bet romanisch-katholischen fangen werben. Ost find von ihr Schwalben, Völker tn Erz und Stein reden soll. Zur Aus- Tauben und Katzen aus gefährlicher Lage be- fUhrung dieses Planes bittet das Genfer Komitee freit worden, Verbrechern von Dächern herunter- I die Protestanten aller Lander um Unterstützung, geholt und Pferde aus dem Wasser gezogen. Ein I Beiträge zu diesem Zweck nimmt entgegen Earl trotzdem noch nicht dagewesener Fall ereignete I be Neufville in Franffurt a. M. .. sich aber nach berTägl. Rundschau» gestern stutzung dieses Unternehmens erklatten fich u. a. abend. An bet Ecke bet Danziger- unb Wins- | bereit: D. E. Chr. Achelts, Professor unb Kons.- Straße, wo jetzt eine neue Straße angelegt wird, I Rat, unb U K. S u b b e Professor in M a t - wat ein Mann in Morast geraten. Alle Bemüh- I bürg; D. F Kattenbusch Professor unb Geh. ungen, ihn herauszuholen, waren vergeblich, I Kirchenrat in Halle a. Stt v. Dr. Kölner, Pro- unb der Mann versank allmählich bis an bie fessor ber Theologie in Gießen; D. Mirbt, Ellbogen. Run alarmierte man bie Wehr. Diese I Professor in Marburg, sowie Dr. F. Rach­holte ben armen Teufel heraus unb brachte ihn I fahl, Professor bet Geschichte in Gießen, nach dem nächsten Polizeibureau. I.....- ; j

Berlin, 28. Jan. Bon den beiden auf der I neuen Charlottenburger Brücke über dem Land- I NaÄNlÜteN.

wehrkanal stehenden 20 Meter hohen Gerüsten, I

die zur Errichtung mächtiger Monumental- I Heidelberg, 28. Jan. Heute Mittag um 12^4 figuren zum Schmucke der Brücke dienen, ist Uhr ist Prinz Leopold zur Lippe, der Coufin bes

heute bas eine eingestützt, wobei ein Arbeitet regierenden Fürsten von Lippe-Detmold, im

verletzt wurde. Auch das zweite droht einzu- Samariterhause, wohm et sich -ur Vornahme

stürzen. Der Verkehr über bie Brücke ist einst- I einer Operation begeben hatte, im 62. fiebene»

weilen gesperrt. Die Ursache bes Einsturzes ist noch nicht ermittelt, steht aber vermutlich mit | i,eLJ?ä^e

bem heute herrschenden starken Winde in Zu- tion Vilshofen stürzte gestern f^ gegm 7 Uhr sammenhang 1 die über bie Sils führende Eisenbahnbrücke tn

Heidelberg, 28. Jan. Der Geh. Rat Prof. I dem Augenblicke ein als ein aus sechs vollbe- Dr. Wilhelm Erb, $at der hiesigen Universität, I labenen Wagen bestehender Guterzug diese paf- wie dasHeidelberger Tageblatt** meldet, ein I fierte. Der ganje Zug fiel ins Wasser. Der Legat von 100 000 J*. vermacht, dessen Zinsen zur I Unfall ereignete sich bei dem Eranitsteinbruche einen Hälfte zur Unterstützung von Studieren- I im sog. Taferl. Die 90 Zentner schwere Loko- ben unb Assistenten unb beten Verpflegung im I Motive hatte bereits bie Brücke passiert, als diese Ktankenhause unb zur anderen Hälfte zu wissen- I unter bet Last bet belabenen Wagen mtt fütch- schastlichen Arbeiten unb Studienreisen ver- I terlichem Krache zusammenstürzte und auch^die wendet werden sollen. I

Ludwigshafen, 27. Jan. Ein achtjähriger I riß. Der Lokomotivführer Schmaus erlitt einen Knabe, der zu einem kleinen Einkauf mit 10 | Rippenbruch. Der Bremser Geyer wurde von Pfennig fottgeschickt worden war, vernaschte die- I den Fluten und Eisschollen fottgerissen und ist fes Geld und traute fich dann nicht mehr nach I spurlos verschwunden. Seine Leiche ist noch nicht Hause. Drei Nächte kampierte et im Freien, I gefunden. Die Ursache ist darin zu suchen bafc bis man ihn mit erfrorenen Gliedern auffand. I bie Pfeiler bet Brücke durch bas Hochwasser be» Im Krankenhaus wurden ihm beide Beine am- I schädigt waren.

Datiert. I Pari», 28. Jan. Der ftanzostsche Geschasts-

Ekbäch i. Rhg., 27. Jan. Aus bet Irren- I träger in Tanger telegraphiert, daß trotz der zur anstatt Eichberg find am Dienstag abend zwei I Erregung des Fanatismus verbreiteten falschen Insassen ausgebrochen. Einer derselben ein Si» I Gerüchte von einer Flucht der Franzosen aus mulant ist etn schon mehrfach vorbestrafter I Marakesch die Stämme fich nur wenig beeilen, Gauner. I dem Rufe Mulen Hafids zu folgen. Das Zu-

«ltenessen, 28. Jan. Heute Nachmittag fiel I sarnmenbringen kriegstüchtiger Leute gestaltet ein Schulknabe in die mit Wasser gefüllte Lehm- I sich schwierig. Die Preise jüt Waffen sind W» grübe einer Ziegelei und ertranf. Zwei 14- I erschwinglich hoch«