Zweites Blatt
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»» Englischer Besuch hi Dänemark. Kopenhagen, 27. Jan. Wie Ritzaus Bureau erfährt, werden der König und die Königin von England in der nächsten Zeit dem hiesigen Hof« einen offiziellen Besuch abstatten.
Paris, 27. Jan. (Kammer.) Die Kammer setzte die Beratung über die Interpellation we- gen Marokko fort. Raiberti (Republ. Radrk.) erhebt gegen die Regierung den Vorwurf, daß sie di« durch die Algecirasakte bestimmten Re-
der Algecirasakte beruhenden Politik zu ver- bleiben, aber die Methode zu ändern und den anfänglichen Irrtum zu berichtigen. (Beifall.)
die Einkommensverhältnisse aus dem platten Lande im Verhältnis zu dem der Städter noch immer nicht besonders günstig ist.
aus über die Annäherung zwischen England und Rußland. Er befürwortet eine neutrale Haltung gegenüber den inneren Kämpfen in Marokko. Frankreich sei ein Mandatar Europa» und müsse für die Sicherheit in Algier und für die rigene Würde Gewähr leisten. (Beifall.) Dubief emvfahl eine Politik der nationalen
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, Den Anpog ». | baiini cnbers jU denken als Delcasss. Redner forderte eine Aufklärung über die Kämpfe in der Umgebung von Casablanca und sodann er ne Darlegung des Verhältnisse» zu Abdul Ast» *nb Mulay Hafid. Falls Frankreich Abdul Asis nach Fes führen würde, würde das eine Torheit fein. Jaurtzs stimmte Dubief zu. Frankreich solle sich auf die Ausübung der Polizei in den Häsen beschränken. De la Fesse sprach seine Billigung t» dem anfänglichen Vorgehen Frankreichs in Casablanca aus, tadelte aber die folgende Untätig- triebsstcheryeu uno zur ---------------- leit. Redner bekämpfte den von Jaur^s geg^^
Standvuntte der öftentliLen Ordnnna inrbe- \ bene» Kot KL rurückruLiebe». hierauf betrnt
Nit dem Kreisblatt St die Kreise Marburg und Kirchham
»«d de» K-Uage-: ^Mer-rischer K^eigrr", »z-udmtetschastlich- K-il-g»" m» „MnstrierK. K«mt»«-dUE.
Einkommensteuer - Ergebnisse > 1906 und 1907.
Dem preußischen Abgeordnetenhaus« ist die I vergleichende Uebersicht der Ergebnisse der Ver- I «nlagung zur Einkommensteuer für 1906 und I 1907 zugegangen. Danach sind in Preußen für I das Steuerjahr 1907 bei etwas über 5% Mill. I Steuerpflichtigen 249,96 Mill. =44 Einkommen- I steuer veranlagt worden, sodaß sich gegen das I Vorjahr ein Mehr an Steuerpflichtigen von I 716 324 und an Steuern von 33,17 Mill. =44 in I runder Summe ergibt. Zu diesem Mehr tragen I die physischen Personen über 24*4 Mill. <4., die I juristischen Personen 8,9 Mill. =44 bei. Die ver- I anlagte Bevölkerung, d. h. die Zahl der Steuer- I pflichtigen mit Einschluß ihrer Angehörigen I (auf einen Steuerpflichtigen kommen in den I Städten 2,78, auf dem Lande 3,67 Köpfe) um- I faßt zur Zeit mehr als 7. der Eesamtbevölke- I ,ung des Staates» und zwar in den Städten fast I •/, und aus dem Lande mehr als Vi« der dor- I tigen Bevölkerung überhaupt, diejenigen mit I mehr als 3000 =44 Einkommen 4,85 % gegen I 4,64% im Vorjahre, nd zwar in den Städten 7,81 % (7,53 im Vorjahr) und auf dem Lande 2,33 % (2,22 im Vorjahr). Die einkommensteuerpflichtige Schicht hat sich in Preußen in den Jahren 1906 und 1907 im Verhältnis von 3965 zu 4445, in den Städten von 5049 zu 5593 und auf dem Lande von 3062 zu 3467 ausgedehnt. Die «inkommensteuerfreie Schicht ist in den Städten 1 von 49,51 zu 44,06 und auf dem Lande von 69,38 zu 65,33 zurückgegangen. Die günstige Entwickelung, welche in diesen Ziffern hervortritt, prägt sich noch schärfer aus, wenn derjenige Teil der Bevölkerung, welcher zwar ein Einkommen von mehr als 900 =44. bezieht, aus Gründen der §§ 19 und 20 des Einkommensteuergesetzes aber freigestellt ist, mit berücksichtigt wird. Die Schicht, welche dieser Wohltat teilhaftig geworden ist, fiel in diesem Jahre nur in den Städten von 4,84 auf 4,78 vom Hundert der Bevölkerung, während sie aus dem Lande von 5,57 auf 5,66 gestiegen ist. Rechnet man diese Ziffern zu denjenigen der einkommensteuerpflichtigen Bevölkerung hinzu, so vergrößert sich der Bruchteil der mit mehr als 900 =44. Einkommen Veranlagten in den Städten von 55,32 auf 60,72 vom Hundert, auf dem Lande von 36,18 auf 40,33 %, d. h. im Durchschnitt Preußens von 44,89 auf 49,70 % der Bevölkerung.
Gegenwärtig hat also fast die Hälfte der Bevölkerung ein Einkommen von über 900 =44.. Dabei ist zu berücksichtigen, daß zu dem Rest von 50,30%, dessen Einkommen über 900 =44 nicht hinausgeht, ohne Zweifel noch eine große Zahl von Personen gehört, die durchaus nicht den unbemittelten Schichten zuzurechnen sind, so z. B. Söhne und Töchter wohlhabender Bauern, die in fremder Haus- oder Landwirtschaft ein eigenes, aber 900 =44 nicht überschreitendes Einkommen erwerben, oder kinderreiche Leute, welche ein eigenes, der Verfügung des Familienhauptes nicht unterliegendes Zinseinkommen von nicht mehr als 900 =44 besitzen.
Das Durchschnittseinkommen stellt sich für beiy^opf der Steuerpflichtigen in den Städten aus 2 407,45 =44, auf dem Lande auf 1,772,12 =44, also überhaupt auf 2181,76 =44. Das höchste Durchschnittseinkommen weist wie in den Vorjahren von den Regierungsbezirken Wiesbaden mit 2 910,37 (3 083,78 im Vorjahr) =44 auf; die niedrigsten Beträge haben wiederum Arnsberg mit 1,708,17, Trier mit 1733,95 und Stade mit 1750,44 =44. Das Durchschnittseinkommen für Berlin beträgt 2 371,54 <44, Berlin steht also unter dem Durchschnitt des Staates. Scheidet man die Steuerpflichtigen nach Stadt und Land, so finden sich die höchsten Einkommen in den Städten der Regierungsbezirke Wiesbaden mit 3 385,58, Aachen mit 2 993,66 und Potsdam mit 2 818,69 c44 auf dem Lande, dagegen in den Regierungsbezirken Stralsund mit 2 475,93, Breslau mit 2 294,20 und Potsdam mit 2149,48 =44, die niedrigsten Ziffern in den Städten der st? Gierungsbezirke Stade, Arnsberg und Lüneb »uf dem Lande in den Regierungsbezi- Trier, Aachen uuö Arnsberg. Aber auch in diesen hat sich gegen das Vorjahr eine Steigerung bemerkbar gemacht.
In den Stadtkreisen fiel» sich das Durchschnittseinkommen eines Zensiten auf 2 505,95 Jt A« «iedrioüen lieben bierbei Köniasbütt«
einers^ts^ie^^uergef^rlichkeit der kinemato- aravbischen Vorführungen und andererseits die viellach höchst bedenklich« ethische Wirkung dieser Darstellungen, insbesondere aus jugendliche Zu- Muer. Bei der Verschiedenhett der Lrtlrchen Verhältnisse erscheint jedoch die Aufstellung all- gemein gültiger Vorschriften für die polizeiliche Beaufsichtigung der Kinematographen nicht zweckmäßig. Es wird vielmehr den PrmniMal« ^ehöüren und eventuell den örtlichen Polizeiver- waltungen überlassen bleiben müssen, die erforderlichen Maßnahmen zur Wahrung der Be^ triebssicherheit und zur Verhinderung aller voms
— Di, Geburtstagsfeier des Kaiser» nahm am Kaiserhofe folgenden Verlauf: Um 9 Uhr nahm der Kaiser im Schloß die Glückwünsche der kaiserlichen Familie, der Damen und Herren des engeren Hofe» und der Prinzen und PriiHessin- nen de» königlichen Hauses, sowie der höchsten Gäste entgegen. Hierauf begab man sich nach der Schloßkapelle zum Festgottesdienst. Um 10% Uhr erschien das Spalier der Vagen vor dem Kapellencingang, die drei Marschälle und die Herren des großen Vortritts zogen ein, ihnen folgten die Majestäten und die Fürltlichkeiten. Der Kaiser trug große Generalsuniform, die Kette des Schwarzen Adlerordens und das gelbe Band des badischen Ordens der Treue, die Kaiserin trug eine graue Robe und weißen Hut mit hellblauer Feder. Rach der Liturgie predigte Oberhofprediger D. Dryander. Den Gottesdienst schloß der Gesang des Domchors mit Posaunenbegleitung „Gott ist gewaltig, vielgestaltig" und nach Gebet und Segen das niederländische Dank- gebet. Nach dem Gottesdienst fand Gratulationscour im Weißen Saale statt. Dem defilierenden Reichskanzler reichten der Kaiser und die Kaiserin die Hand. Der Kaiser begrüßte durch Handschlag auch die Botschafter Oesterreich- Ungarns, Englands, der Türkei, Amerikas, Spaniens, Italiens, ferner die Reichstags- und Landtagspräfldien. Währenddesien wurde im Lustgarten der Königssalut abgegeben. Rach der Cour nahm der Kaiser die Glückwünsche des Staatsministeriums entgegen. Sodann begab sich der Kaiser zu Fuß nach dem Zeughaus, begleitet von dem Eroßherzog von Baden, den Prinzen, söhnen, dem Prinzen Heinrich von Preußen fD dem Fürsten von Fürstenberg. Es fand die .gelung und Weihe dreier neuer Fahnen statt, ach der Paroleausgabe wurden die Ernennungen und Beförderungen bekannt gegeben; unter anderen wurde der Flübeladjutant, Oberst Lauenstein, geadelt und erhielt den Rang eines Brigadekommandeur. Flügeladjutant Kapitän zur See Hintze, Attache in St.Petersburg, wurde ebenfalls geadelt. Um 1% Uhr kehrt« der Kaiser noA dem Sck> lalle zurück
Z allen^Postmritern^ttnb^unfetn Zeitungsstellen in Marburg ^eren1 Saum 915bPfennig,Stettamen ^Pfennig. — Jllhktz.
M 24 i-r®et“ffie“ugäptei3 beträgt durch die^Post 2,25 Mk. (ohne 29. 1908. Inhaber Dr. L.Hltzerot'h, Marburg, Markt21. — Telephon55.
Bestellgeld), bei unfern Zeitungsstellen und der Expedition 2 Mk. —
tag wird gemeldet:
Berlin, 27. Jan. Die Mitglieder des Abgeordnetenhauses und die des Reichstages hielten getrennte Feiern zu Ehren des Geburtstages des Kaisers ab. In der Feier der Landtagsabgeordneten brachte der Präsident des Abgeordnetenhauses, v. Kröcher, in der der Reichs- tagsabgeordneten der Präsident Graf zu Stolberg das Kaiserhoch aus.
M ü n ch e n, 27. Jan. Aus Anlaß des Geburtstages des Kaisers Wilhelm gab der Prinzregent am Nachmittage in der Residenz eine Ealatafel zu 41 Gedecken, an welcher außer dem Regenten und seiner Schwester die übrigen hier weilenden Prinzen und Prinzessinen, der preußische Gesandte von Schlözer mit Gemahlin, die Herren und Damen der preußischen ®efanbt= Äti^sSteTsäT v^Ho?n?Obeffthofrntist5 I mahnte alle Anwesenden'zui Mäßigung - «M» Era? zu Castell-Castell usw. teilnahmen. Im • ^-«ttcken und zur Verhütung von
Verlaufe der Tafel brachte der Regent einen Trinkspruch auf seinen treuen Freund und hohen Verbündeten Kaiser Wilhelm aus
Braunschweig, 27. Jan. Staatsministn Dr v Otto gab am Nachmittage gelegentlich des Kaisergeburtstags-Essens bekannt, daß vom Herzogregenten aus Berlin telegraphisch die Naiyricht eintraf, daß der Kaiser dem braunschweigischen Husarenregiment Nr. 17 die blau- im M-,i auf I g"3Wta" ctma vierzehn Tage Aufenthalt in Homburg v. gutheißen wurde. Es sei ine feste Absicht Zta-
d H zu nehmen liens, den Frieden nicht zu stören und von anbe-
— Das deutsche Museum ht München. Der ten nicht stören zu lassen. Deshalb hielten ine
Neubau für das deutsche Museum in München, I Italiener eine Rückkehr Delcassös auf da»
zu dem bekanntlich der Grundstein vom deutschen I Aktionsfeld der internationalen Politik für ge» Kaiser und vom Prinzregenten von Bayern am fäbtli(b unb provokatorisch. Die „Perseveranza
--- -------------- . . r ,12. November 1906 gelegt wurde, wird rm !^ibt: Delcassö habe wohl mit seiner Rede daß es auch bei ihnen endlich tagt Mit großer Frühjahr des laufenden Jahres begonnen wev- 1 Ranbü>atut auf «ine zweite Amtsperiode Deutlichkeit stellt sich ferner wieder heraus daß den können Bis Ende 1907 waren v,8 »uu. 1 Ministerium des Auswärtigen oder für den
......- ' ---------- * * b« Ät Petersburger Botschaftsposten aufstellen wollen. München ^der^Reft^von^LbO Stiftern hergegeben Las Blatt hofft aber, baß Delcaffä weder ba» waren Die Kosten bes Neubaues sind mtt | eine noch bas anbete erreichen werde, wenn, 7 Millionen veranschlagt. Die Aufbringung des glaubt, in Frankreich der gesunde Mensche». banoA testierenden Betrages steht für die^ nächste I verstand noch herrscht.
qeb bevor. Abgesehen von den Eeldstiftungen । — - *'*---"**
find für den Neubau auch außerordentlich wertvolle'Stiftungen an Baumaterialien und Ern.
Härtungen zugesagt. Diese Stiftungen werden es ermöglichen, daß bet Museumsneubau wesent- lichgrößerund schönet hergestellt werden kann, als es die vorgesehene Bausumme allein gestat- ------
Sie marok!ani,chen Wirren vor der SÄ Sf S tSMFSSLSt I ftmMIchen Kammer.
Arbeit zu unterstützen und zu fördern.
_ Die deutschen landwirtschaftlichen Sachverständigen im Auslande. Berlin, 27. Jan. Die Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Di« den Kon- Maten Brüssel, Kopenhagen, London und Parfti zugeteilten landwirtschastlichen, formen den Verhältnisien in Marokko nicht an»
ff'ÄÄ ÄÄ" g-p-P h-b-. --lucht di- b-i d-, auf KSÄÄffi -ach B-'-m I - "---„-a-a». .
berufen worden, um ihre Erfahrungen und Se» q3ne?enTaßsbÄ^SSäg^rurÄSts der I Deschäne'l''(R^ubl.) spricht seine Befriedigung Interessenten ZU bringen und Wünsche wegen I .... mnnXN-ei.nn «oücken Enaland und
der Beschaffung von Nachrichten und Auskunft entaeaenzunehmen. Die Interessenten, die sich mit diesen Sachverständigen in Verbindung Lu L-N <-u«n sich sch-u W «« da- ««*■
" ^»i-Uich- d-n-Iftchti»»n«
bet Kinematographe» erwägt man im SKtnt«
mit 1549 =44 dann folgen Rixdorf, Linden, 1 Am Nachmittag machten beide Majestäten | sondere der öffentlichen Sittlichkeit anstößige» er 1 u bülbsten I eine aemeinsame Ausfahrt Um 6 Uhr 15 Min. I und ungeeigneten Darbietungen den besondere»
Oberhausen und Gelsenkirchen Die höchsten gnneiniaE AussOHrr. Etlichen Verhältnissen und Bedürfnissen ent.
Stellen nchrnen Deutsch-Wilmersdorf I Schlosses Familientafel mit den anwesenden I sprechend selbständig zu treffen. In diese» 4 273,74 =44, Lharlottenburg mit WU Fürstlichkeiten. Die Kaiserin saß zwischni den Sinne ist ein Rundschreiben des Minister» Dee
Frankfurt a. Marn mit 3684,18 =44, Wiesvaoen | 56I0ctficIxäaen DOn »oben und Hessen. Gegen- I Innern ergangen.
mit 3 639,97 =44 und Bonn mit 3 606,28 =44 ein. | gher de^Kaiser zwischen den Großherzoginnen — Infolge Rauhftoste» zerrissen die Draht« Die Ziffern werden natürlich am höchsten in I ÜOn unb Mecklenburg-Schwerin. — Die I der Funkenstation Norddeich und zahlreiche Tel«, denjenigen Gemeinden stehen, die viele reiche I «eiet bes Kaisergeburtstages fand ihren AL- I phondrähte in Stabt unb Land.
Einwohner haben. Von dem Wohlhabendheits- I fchluß mit einer Ealaoper im Opernbause. Das I grade der gesamten Bevölkerung geben sie aber I Haus war festlich geschmückt. Anwesend waren I fein Bild. I der Kaiser, die Kaiserin unb zahlreiche Fürstlich- I Allöland.
Von bem Gesamtsoll an Steuern bringen die I ketten. Zur Aufführung gelangte die neuern- 1 .. $je ^eberfälle auf deutsche Turner hl
Steuerpflichtigen mit einem Einkommen von I studiette Oper Boreldieus „Johann von Paris . I 00t Gericht. Rovereto, 27. Ja».
900 bis 3000 =44 32,59 %, von 3000 bis 6500 =44 I Ueber weitere Feiern von Kaisers Eeburts- I $0I bem hiesigen Kriegsgericht begann heute di«
15,72 %, von 65(X) bis 9500 =44 6,88 % auf; diese I tag wird gemeldet: I Verhandlung über die bekannten Vorfälle in
btei Einkommensklaffen also erheblich über die I Berlin, 27. Jan. Die Mitglieder des Ab- I «etfen, Calliano und Trient. Unter den 42 An- Hälfte. Die Einkommensklaffen 9500 bis 30 500 I geordnetenhaufes unb bie des Reichstages hret- I fietIaßten stnd sechs Stubenten, zwei Journa-
=44 Steuern liefern 16,42%, bie Klaffen 30 500 I ten getrennte Feiern ;|U Ghren bes Eeburts- I 1{,ten unb cine große Anzahl von Hanbelsange.
bis 100 000 M 13,12% und die über 100 000 =44 tages des ^^°b. Zn der Feier der La d- gellten, Beamte usw. Vorgeladen sind 34 Ze». 15,27% des Eesamtsolls. Falsche Anschauungen tagsabgeordne en brachte der gen. Die Anklage erstreckt sich bei fast allen Anherrschen in der Regel über das Aufkommen der °^netenhaus^, Giaf 3U Stol- geklagten auf Aufreizung zu verbotenen Hand-
nicht-physischen Personen. Im Jahre 1907 be- I 9 Kaiserhoch aus. I lungen; außerdem sind drei der öffentlichen Ge-
trug deren Gesamtzahl unter den Zensiten 6967 I München 27 Jan. Aus Anlaß des Ge- I walttätigkeit unter besonders gefährlichen Um«
und ihr Veranlagungssoll 24,31 Mill. =44, wah- I h^tstages des 'Kaisers Wilhelm gab der Prinz- I ständen, acht wegen leichter Körperverletzung,
rend die Gesamtzahl der physischen Personen I nt am Nachmittage in der Residenz eine I einet roeflen Verbrechens gegen die öffentliche
(ohne Angehörige) im gleichen Jahre 5,38 Mill. I Galatafel zu 41 Gedecken, an welcher außer dem I Sicherheit und 8 wegen boshafter Beschädigung
=41 unb ihr Veranlagungssoll 225,66 Mill. =44, I Regenten unb seiner Schwester die übrigen hier I treinl)en Eigentums angeklagt. Der Prozeß
also fast das zchnfache betrug. | weilenden Prinzen und Prinzessinen der preu- b„ bis zehn Tage dauern. Sämtliche
Auch diese Uebersicht beweist wiederum, daß I tzische Gesandte von Schlözer mit GemaMn die ynt find anwesend. Die Beteiligung
die Volkswirtschaft Preußens auf durchaus ge- Herren und Damen d« preußischen Eesandb- Der Präsident er»
I sunder Grundlage beruht daß das platte Lan^ W'm/nAer E Hotn^Öbersthofmeister mahnte alle Anwesenden zur Mäßigung -
der Landwitt wieder aufatmen und eines sich Castell-Castell usw. teilnahmen. Im Schutze der Deutschen und zur Verhütung vo»
erhöhenden Einkommen» erfreuen kann, daß I J 3 b Dafel brachte der Regent einen I Demonstrationen steht ein Aufgebot von 20 aber auch die breiten Schichten des gewerb- | „ . jeinen treuen Freund und hohen I Gendarmen vor dem Eerichtsgebäude. Wie ver»
lichen Volkes sich eines steigenden Einkommens Verbündeten Kaiser Wilhelm aus. lautet, sind in Rovereto alle Eendarmerreposte»
erfreuen. Diese Aufwärtsbewegung, trotz deren I Braunschweig, 27. Jan. StaatsrniNlst« Südtirols, etwa 100 Mann, konsigniert.
fcre auf den Marxismus blindlings eingefchwo- I 0 Otto gab am Nachmittage gelegentlich »* Italien und DelcaffL Rom, 27. Jan. Der reuen Eenoffen die Verelendungstheorie der I des Kaisergeburtstags-Effens bekannt, daß vom I Q;outliete della Sera" erklärt in einem inspie- Maffen immer noch aufrecht erhalten, ist eine Herzogregenten aus Berlin^^^raphisch de Artikel, daß Delcaffö sich unb fein«
Tatsache, an der schließlich die beschranktesten Nachricht eintraf, daß der Kaiser dem vraun Landsleute täusche, wenn er das Einvernehme» Köpfe nicht vorübergehen können. Mchrere so- fchweigischen Husarenregiment Nr. 17 die blau- v A^„ich- so interpretiere, al»
zialdemokratische Schriftsteller haben es denn ' ««"«nflaaae verlieh. | < ... .. . — -----------— "—
I auch zum großen Kummer des Vorwärts und I anderer unentwegten Marxisten gewagt, die I endliche Ausschaltung der überlebten Lehren von I Marx zu fordern, unb wie z. B. Calwer bas I Steigen bet Wohlhabenheit im letzten Jahre I statistisch nachgewiesen. Noch aber ist die große I Masse der Genossen unbelehrbar;^ hoffen wir,