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deutsches Reich.
Solche chauvinistischen Töne dringen wen ja von Zeit zu Zeit an unser Ohr. Wir brauchen sie an sich nicht sonderlich ernst zu nehmen, denn unser Nachbarn wisien andererseits ganz genau,
sie beißen bei uns auf Granit. Die Besonnenen unter ihnen wissen genau, daß unser Staat und
Die Ereignisse haben den Franzosen in Marokko einen bösen Streich gespielt. Nach den wohlfrisierten Havas-Meldungen war die Penetration pacifique schon auf dem besten Wege, als durch das Auftreten Muley Hafids und die Vorbereitungen zum „heiligen Krieg" seitens der von den Franzosen schwer gereizten Marokkaner diesen „korrekten" Verlauf höchst inkorrekt unterbrachen. Die Kammerdebatte am vorigen Freitag gab ein Bild davon, wie sehr man in Frankreich durch diese Ereignisse in Verlegenheit geraten ist und man darf gespannt sein, welchen Fortgang die Angelegenheit jetzt nimmt.
Auf die ganze Marokko-Angelegenheit einzugehen würde heute verfrüht sein. Dagegen verdient ein Ereignis aus dem Verlauf der Kammerdebatte die Betrachtung aller Deutschen. Wir meinen das Auftreten des früheren Ministers des Aeutzeren Delcasiä. Dieser Mann hatte geglaubt, daß die Franzosen in Marokko densel- ben Weg der Eroberung gehn könnten, wie in Algier und seine Rückendeckung an England gesucht. Daß er dabei vermeinte, Deutschland ignorieren zu können, bereitete seiner Ministerlaufbahn ein schnelles Ende. Die Franzosen führten zwar seine Politik mit Geschick und unserer Meinung nach ohne den rechten Widerstand von Seiten Deutschlands weiter, Delcassö selbst aber trat nicht mehr hervor, bis ihn am vorigen Freitag die Schwierigkeit der Entscheidung in den marokanischen Wirren wieder auf die Rednertribüne der Kammer rief. Vielleicht werden die Reden des auswärtigen Ministers Pichon und die Reden des Ministerpräsidenten El6- menceau heute darüber noch Aufklärung bringen, warum man gerade diesen Mann in diesem Augenblicke vorschickte. Als wahrscheinlich darf schon jetzt bezeichnet werden, daß man für eine große Aktion in Marokko Stimmung zu machen sucht. Was Herr Delcasss sprach, war eine Verherrlichung seiner Person und seines politischen Programms in Marokko und die deutliche Aufforderung, eine tatkräftige Politik in Marokko zu treiben, die Deutschen hätten auch früher nicht zum Schwerte gegriffen. Er meinte: „Wenn Frankreich sein Recht für sich hat, seine Allianz und seine mächtigen Freundschaften, kann es Vertrauen zu sich selbst haben. (Tosender Beifall links, im Zentrum und rechts.) Das Netz der Freundschaften Frankreichs und seiner Alliancen
Preußischer Landtag
Abgeordnetenhaus.
ist seiner Freiheit zu nützlich, als daß darauf zu verzichten wäre. (Lang anhaltender Beifall.)" Das find Fanfaren, die in diesem Munde deutlich eine aggressive Politik Deutschland gegenüber fordern. Zwar werden die beiden Minister etwas diplomatisches Wasier in den Wein der Delcasssschen Begeisterung fließen lasten. Aber der frenetische Beifall, den seine Worte in der Versammlung fanden, gibt uns bei einem Volke zu denken, in dessen Geschichte oft genug der Appell an Gloire-Ideen Unheil angestiftet hat. Eine Wolffsche Meldung weiß zudem zu berichten: Die Deputierten besprachen in den Wandelgängen der Kammer die Rede Delcassss; einige hielten sie für den rechten Widerhall der Mehrheit der öffentlichen Meinung. Lucien Hubert anerkannte, daß Delcassä die französische Politik gut geschildert habe; aber er hätte vor drei Jahren dar Ministerium niederlegen muffen, weil er die Grenze überschreiten wollte. Dubief, ein alter Kollege DelcaffSs, gab ähnlich lautende Erklärungen ab. Klotz sagte, die Sprache Del- cassös war gestern möglich, weil Frankreich die Schwächen seiner Bewaffnung ausgemerzt hat. — Einige französische Preßstimmen seien gleichfalls hier angefügt: Das nationalistische „Echo de Paris" schreibt, Delcass^ habe als wahrer Staatsmann gesprochen. Für den Mann, der vor drei Jahren hinterhältigen und verächtlichen Machenschaften unterlegen sei und seither in würdigem Stillschweigen verharrt habe, sei die Stunde gerechter Genugtuung gekommen, zur großen Freude derjenigen, die an dem gesunden Sinne und der Vaterlandsliebe der Franzosen nicht gezweifelt haben. — Der radikale „Rappel" sagt: Der einzige Vorwurf, den man Delcassö machte, war, daß er mit Leidenschaft die Interessen Frankreichs verteidigt hat. — Demgegenüber sagt die sozialistisch-radikale „Action": Daß
I Delcasss vom Größenwahn geplagt wird, das geht nur den kleinen Mann an, daß aber Del-
I cassSs Wahnsinn zu viele Parlamentarier plagt, I das geht die republikanische Presse an. Wenn I man sich daran erinnert, daß dieser vom Größenwahn befallene Zwerg Frankreich vor drei Jah-
I ren in den verbrecherischen Zusammenstoß mit I Deutschland hineindrängen wollte, kann man I nicht ohne Beschämung die Vergeßlichkeit ge- I wister Radikaler und Sozialistisch-Radikaler mit I ansehen, welche gestern eifrig dem übertriebenen I Chauvinismus jenes kleinen Herrn Beifall klatschten.
I In England begrüßt man, z. B. der „Stan- ! dard", das Auftreten Delcaffss und hofft, daß er wieder zur aktiven Politik zurückkehrt. Elerch-
I zeitig verspricht man die Unterstützung der Polr- I tik Frankreichs in Marokko.
Von Deutschland aus wird zu Delcassös Auf- | treten in einem offiziösen Telegramme der „Kölnischen Zeitung" in ruhiger Sachlich- I leit ein kalter Wasserstrahl nach Parrs geschickt. Es heißt dort: „Wir unsererseits
I würden es für besser gehalten haben, die alten I Gegensätze nicht wieder aufzurühren, zumal bte I Marokkofrage heute noch nicht mit dem kühlen I Blick des Historikers betrachtet werden kann, son- I dem noch durchaus im Mittelpunkt des lebhaf- I testen Interesses steht. Sie kann noch zu man- I chen Aussprachen zwischen Frankreich und
mit dem Kreisblatt für »ie Kreise Marburg m>b Kirchhain
Anlage-- .Literarischer K-l-igrr«, .La-bmirtschastlich- Keilag.« -«» Illustrierte. K«mtag.bl«tt.
keine für sie empfunden hatte und bedauerte, ste nicht besser gekannt und gewürdigt zu haben.
Eines Morgens hatte er wieder Befehl zum Anlvannen gegeben. Ellen stand im Kinder- Mmer am Fernster und sah voller Angst, wie die Pferde aus dem Stalle gezogen wurden.
Plötzlich öffnete Lord Chesleigh bte Ture.
Ziehen Sie Dora an,"'rief er der Kinber- fraü' zu, „sie soll mit mir fahren."
Beibe Frauen stauben wie versteinert und wagten nicht zu antworten. Endlich fand Ellen durch die Liebe zu dem Kinde die Kraft, M fragen- .Merden Sie die neuen Pferde fahren, Lord Chesleigh?"
„Ja," erwiderte er.
O dann nehmen Sie das Kind nicht mit," bat "sie, „sie ist noch so klein, es könnte ihr ein
lag eine solche Todesangst in ihrer Stimme, daß es jeden rühren mutzte; bei Lord Chesleigh erweckte es nur Opposition.
Wenn Gefahr vorläge, würde ich sie nicht mitnehmen," sagte er kurz. „Niemand braucht mich meine Pflicht gegen mein eigenes Kind zu ^„eie verstehen mich nicht, Sie sehen die Gefahr nicht, Lord Chesleigh, Sie dürfen Dora nicht mitnehmen."
Er lachte über ihre Worte.
,Sie sind sehr gütig in Ihrer Sorge, aber I ich verbitte mir jede Einmischung."
Das Herz der Mutter lehnt sich auf. Zhr I Kind sollte nicht mutwillig gefährdet werden. Sie nahm es auf den Arm und druckte es an sich.
Das Kind hat keine Mutter, die über das- I selbe wachen könnte," sagte Ellen. „Lord Ches- I leigh, ich lasse es nicht fort."
I Er nahm es ihr schweigend aus dem Arm und wandte sich zur Türe. Sie wurde toten- bleich und zitterte heftig.
I Mrs. Moore," sagte er, „Sie find zu wett I gegangen und ich glaube nicht, daß Eh Ihr Be- I tragen verzeihen kann. Es ist eme Beleidigung I für mich, wenn Sie denken, daß ich mein Kind I mutwillig in Gefahr bringe. — Folgen Sie mit I Doras Sachen," wandte er sich an die Kinder» I frau und verließ das Zimmer.
I Diese trat an Ellen heran. _
I Beruhigen Sie ft4, ~~ ö” evdl‘rSt I Die' Kleine ist seine ganze Wonne und feilt I Stolz er wird ste nicht einer Gefahr aussetzen, ® Das liebe, liebe Kind!" rief Ellen und streckte die Arme sehnsüchtig aus. Emen Augenblick schwankte sie. ob sie hinunterlaufenfoOtt
I und noch einmal bitten, aber es war zu spat, M Wagen rollte eben fort.
, „ . (Fortsetzung
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18. Sitzung vom 25. Januar, 11 Uhr.
Am Ministertisch: v. Arnim
Das Andenken des Abg. Barthold (freikons.) ehrt das Haus in der üblichen Art.
Die zweite Lesung des Etats wird fortgesetzt. Die Etats der Lotterieverwaltung, der Staats^ archive, der Oberrechnungskammer, des Mm« steriums der auswärtigen Angelegenheiten und des Kriegsministeriums (Zeughaus) werden ohne Erörterung bewilligt. Beim Etat der Do« münenverwaltung befürwortet Abg. Gaigalal (kons.) eine Petition der Fischer am Kurrschen Haff um Zulassung zur fiskalischenPachtfischerei, Ministerialdirektor Thiel versprach sie zu berücksichtigen. Abg. Schulze-Pelkum (kons.) fordert« bester- Badeeinrichtungen auf Norderney. Abg Dr Jderhosf (freikons.) bat, den Moorkultur- aesellschaften auch weiter volle Freiheit zn sichern. Minister v. Arnim sagte weitere For« derung der Moorkultur zu. Beim Etat be( Forstverwaltung bat Abg. Spielgies (kons.), del Bevölkerung in Ostpreußen mehr Holz zur Verfügung zu stellen. Aus Anregung des Abg Fischbeck (srs. Vp.) versicherte Oberlandesforst« mentor Meienet. in bet Verfolgung bes Raub,
gebr ot und März aus die
Zei tung" nebst ihren von unserer Expedition
— Som Kaisethofe. Der Kaiser, die Kaiserin und Prinz Heinrich und Gefolge erschienen am Samstag als am fünfzigsten Jahrestage der Vermählung weiland des Kaisers und der Kar- serin Friedrich um 10y2 Uhr mittelst Automobil am Mausoleum zu Potsdam. Die Majestäten legten einen großen Lorbeerkranz mit vergoldeten Myrten und Veilchen, an we.chem sich ein« weiße Schleife mit den Kaiserlichen Insignien befand, nieder. Prinz Heinrich legte ein Bouquet von Marechalnrelrosen nieder. Nachdem die höchsten Herrschaften kurze Zeit m Andacht in dem Mausoleum verweilt hatten, betrat das Gefolge dasselbe. Der Kaiser und die Kaiserin.
bi« täglich erscheinend« „Oberhrssisch« ostämtern und unfern Zeitungsstellen in «... —- sowie bei unserer Expedition— Markt 21. — Der Bezugspreis beträgt durch die Post 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), bet unfern Zeitungsstellen und der Spedition 2 Mk.
zeuges geschehe in den fiskalischen Wäldern alles nur mögliche. Abg. Heckenroth (kons.). fu^xtC Beschwerde über Eingriffe des Staats in M Tätigkeit der Waldgenossenschaften. Am Schlug betonte nach kurzen Bemerkungen der Abgg. Fischbeck (frs Vp.), Hammer und v. Branden, stein (kons.) Minister v. Arnim, der Hauptteik des Erunewaldes solle nicht veräußert werden.
Dienstag: Justizetat.
Seine Stimmung wurde wechselnd. Er konnte keinen Widerspruch vertragen, gab Befehle, die nicht ausgeführt weroen konnten, entließ Dienstboten und wunderte sich nachher, daß sie abgegangen waren. Keiner erkannte den sonst so gütigen Herrn in ihm wieder.
Zuweilen war er stundenlang bei Dora, nahm st« zu sich und schien sich gar nicht von ihr trennen zu können. Dann wieder vergingen Tage, an denen er sie gar nicht sah. —.
Was Ellen am meisten beunruhigte und ängstigte waren seine unbesonnenen Ritte. Das Pferd war mit Schaum bedeckt, wenn es zurück- kam und die Reitknechte begleiteten ihn ungern, da sie jedesmal ihr Leben riskierten. Dasselbe war wenn er ausfuhr, und jeden Tag fürchteten alle die ihn mit den jungen wilden Pferden forftahren sahen, daß er nicht lebend wiederkommen würde. Er hatte die Tiere erst kürzlich gekauft und fuhr sie, trotz der Warnungen seiner Freunde, selbst ein.
Mehr als einmal ging Ellen mit sich zu Rate, ob sto Mathilde benachrichtigen sollte. Das fvtnftc Hausversonal war in Aufregung und M«. Bird klagte und weinte die ganzen Tage.
Kord Chesleigh wollte seine Enttäuschung, fc-tne Verzweiflung austoben. Es war ihm sehr wunderbar, wie jetzt das Bild seiner Frau m ihm lebendig wurde. Er klammerte sich an den Gedanken ihrer Liebe, obgleich er selbst früher
Unter der Maske.
Roman von Lady Georgina Robertson.
lFoNIctzung.)
Lord Chesleigh hatte den Entschluß gefaßt, die nächsten Jahre im Auslands zu leben. Die Heimat war ihm verhaßt, er hatte nur noch davon geträumt, Mathilde als Herrin in sein Haus einzuführen, der Traum war verflogen und er konnte sich ein Leben ohne sie nicht mehr denken.
Er versuchte,, sich einzureden, daß sie ihn nie geliebt hätte, und wenn er auf dem Punkt war, es zu glauben, dann fiel ihm ihr fester, aufrichtiger Charakter ein und er machte sich bittere Vorwürfe. Er fing an, sie und Ellen zu vergleichen; die eine hatte ihn mit heißer Liebe umfaßt, die andere hatte ihm ihr ganzes Herz geschenkt. Ellen hatte selbst im Sterben nur an Ujn gedacht, ihm ganz angehören wollen, Mathilde wies ihn zurück — ohne Grund.
Es kam gleich einer Offenbarung über ihn, pie sehr sein junges Weib ihn geliebt hattc, toie treu, wie hingebend sie gewesen war. Er »erbrachte mehr Zeit wie sonst vor ihrem Bilde, fas holde Antlitz lächelte ihm immer entgegen. < „Sie hat mich doch am meisten geliebt," fugte er sich wieder und wieder.
ob« ^etJmen &%fennig^—
Dienstag. 28. Smtuar 1908. ‘
Deutschland führen, die nicht erleichtert werden dürsten, wenn auf ftanzöfischer Seite ein so hervorragender Politiker wie Delcasts unter dem Beifall der Kammer Saiten anschlägt, die doch deutlich chauvinistisch anklingen. Daß solche Aeußerungen den Beifall wenigstens eines gro- . _ ..... .
ften Teiles der französischen Kammer fanden, be- I unser Heer noch festgefugt ist, fester als ihr eige- tätigt die Ansicht derer, die immer gemeint ha- I nes. Andererseits dürfen wir auch nicht ver- ben daß man mit geschickt vorgetragenem Chan- kennen, daß bet Jubel, ben die Kammer DelcassS vinismus jederzeit auf französische Hörer Wir- entgegenbrachte und der weiten Widerhall xm tunq ausüben werbe. Das scheint auch jetzt ein- Lanbe fanb, bem Haß gegen ben Feind von 187» getroffen zu sein, und damit werden wir uns | entsprang. Und es ist immer gut, seine Nach« ebenso ruhig abzufinden haben, wie mit manchen barn genau zu kennen. Daß angesichts solcher Unfreundlichkeiten, die in früheren Zeiten hef- I Vorgänge aber Abrüstungsvorschläge oder lok- tiger al» jetzt zu uns herüber schallten." I kende Friedensschalmeien zeitgemäß waren, laßt
Das Auftreten Delcassös hat ja für uns sich nH^ behaupten! . .
zur Zeit weniger Interesse für die Frage der .___
französischen Politik in Man kko — denn noch I ------ gehört er nicht zu den verantwortlichen Män- I nern, wenn man ihm auch wohl über kurz oder I lang eine Stätte bereiten wirb, man sprach schon I von dem Botschafterposten in Petersburg! Uns I interessiert es vor ".Hem deshalb, weil es mit seinem Widerhall im Volke ein Zeichen dafür ist, daß die Wogen der Revanchegedanken gerade jetzt wieder eine bedenkliche Höhe erreicht haben-. Daß dieser Zustand mit der Ueberschätzung der mancherlei Vorkommnisse in Deutschland zusammenhängen, steht wohl außer Zweifel. Unsre Nachbarn haben nicht wenig Freude empfunden über die angebliche Feststellung des Hardenprozesses, daß bei uns das Militär in seinen höheren Chargen verseucht sei, die d'ort willig Glauben fand. Sieht doch andererseits Paul D6rou- löbe, ber Präsident bet Patriotenliga, ber im <^ahr 1870 unter Bruch bes Ehrenwortes aus ber Gefangenschaft in Breslau entfloh, in den Berliner Straßendemonstrationen eine Art Juli- revolution, die ihm den Zeitpunkt der Rache für willkommen erachten läßt. Er schreibt. „Hofft ihr Polen in Posen! Hofft ihr Dänen in Schleswig' Hofft ihr Protestler im Elsaß und in Lothringen! Hofft, laßt uns die hoffen. Besiegte von Sadowa und von Sedan! Die Regierung ber Gewalt neigt ihrem Enbe zu. Eine neue Morgenröte (?) läßt ben Horizont erglänzen. Ein Strahl dieser Morgenröte schimmert in bet Ferne Es scheint, batz die immanente Gerechtigkeit im Begriffe steht, zur Erbe herabzusteigen. Den preußischen Trompeten von 1870, durch bte unsere Gefangenen mit den ironischen Klängen der Marseillaise insultiert wurden, antwortet nun bas rächenbe Geschrei ber Volksstimme, indem biete unsere Befreiungshymne vernehmen läßt." Unb Graf b'Haussonville apostrophiert in einem Artikel bes „Figaro": A Laila Manila den General Lyautey in Eebanken folgender- maßen: „Herr General, gestatten Sie einem ehemaligen Offizier ber Mobilgarben, der zum Unglück für ihn selbst in seinem Leben nur etnen einzigen Krieg gesehn hat, den von 1870, sein Glas auf die neue französische Armee zu leeren und für sie einen zweifachen Wunsch auszusprechen. Der erste Wunsch lautet dahin, daß die neue Armee glücklicher sei, als die Armee, bet anzugehören er während einiger Monate die Ehre hatte. Der zweite Wunsch ist, daß diese Armee oftmals Gelegenheit habe, unter solchen Anführern wie Sie zu marschieren."