Erstes Blatt
i Nachdruck vecboten.)
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der Zahl der Erstangestellten wissenschaftlichen Lehrer zu derjenigen der etatsmäßigen wissenschaftlichen Hilfslehrerstellen auf 13:1 zu bringen. Im vorigen Etat wurde die Verwaltung von 40 solcher Stellen verlangt, um das Verhältnis 16:1 herzustellen. Ohne Begründung ist also eine Verschlechterung des Verhältnisses ein» getreten. Ohne Angabe über die Höhe der Zahlen von Oberlehrern und wißenschaftlichen Hilfslehrern ist die Angabe nicht nachzuprüfen. Ebensowenig, ob durch die Neugründungen und Verstaatlichungen die Zahl der festangestellten wissenschaftlichen Lehrer oder erst die der wissenschaftlichen Hilfslehrer vermehrt werden soll. Bei den Reisestipendien für Lehrer der neueren Sprachen, die in Titel 10 im Betrage von 28 800 -4t veraülagt werden, und bis zum Höchstbetrage von 1500 M für den einzelnen verliehen werden sollen, ist zu wünschen, daß endlich von einer Eehaltsverkürzung während des Aufenthaltes im Auslande abgesehen werden möge. Diese Wohltat wird zu ganz besonderer Plage, wenn sie einen verheirateten Lehrer der neueren Sprachen trifft. Auch sie sollen bisweilen der Auffrischung ihrer Sprach- käbigkeit bedürfen, b.
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
Bestellungen
Pir die Monate F«br ar und Mär, auf di« »Vberchrssisch« Zeitung- nebst ihren Bergen werden von unserer Expedition (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirch Hain, Neustadt und Wetter, sowie von allen Postanstalten und Landbriesträgern entgegengenommen.
Haltung schienen alte Erinne"'ngen wachzu- rufen.
„Haben Sie gehört, was die Kleine sagte, Mrs. Moore?" fragte er. „Sie mochte gern, datz Sie mit uns nach Italien reisten. Würden Sie einwilligen?"
Ellen wagte nicht zu sprechen, sie fürchtete, ih : Stimme könnte sie verraten und doch mutzt« sie antworten. „ ,
Ihm tat ihre Verlegenheit leid, er schob die- selbe darauf, datz er sie angeredet hatte, es war das erstemal, seit sie im Schloß war.
,Sie haben sich meiner Tochter freundlich angenommen," fuhr er fort, „und ich weiß, datz dieselbe viel von Ihnen hält. Wenn Sie sich entschließen, uns zu begleiten, würde ich ste Ihnen ganz anvertrauen."
„Und wie lange denken Sie fort zu blerben, Lord Chesleigh?"
Las weiß ich nicht, am liebsten für immer. Sie' können sich die Sache überlegen. Wenn Sie mit uns gehen, werde ich für ihr ferneres Leben sorgen, wenn nicht, so vergeße ich Ihnen doch nie, daß Sie mein Kind lieb gehabt haben."
„Ich will es mir überlegen, wenn Sie mir etwas Zeit laßen wollen," entgegnete Ellen.
Sie wußte genau, datz sie nicht mitgehen konnte. Hier, wo ste Artur selten sah, würde sie ihr Inkognito wahren können, aber zu einem täglichen Verkehr mit ihm reichte ihre Kraft nicht aus. Sein Entschluß, nach Italien zu reisen, bedeutete für sie — Trennung von dem Kinde. ,
Lange und eingehend dachte sie darüber nach. Als sie von ihrem Spaziergange mit Dora zurück- kam saß er noch auf demselben Fleck, den Kopf in die Hände gestützt. Was würde sie darum ge« geben haben, wenn sie hätte zu ihm trete« un» ihn mit ihrer Liebe trösten dürfen. Ihr Herz sehnte sich danach, aber sie selbst hatte di« Scheidewand zwischen sich und ihm errichtet
^Fortsetzung folgt.!
Der Etat der höheren Lehranstalten.
Der diesjährige Etat der höheren^Lehranstalten öezw. des Ministeriums vit geistlichen «nd Unterrichtsangelegenheiton zeigt, daß der Mangel an Nachwuchs für den höheren Lehrerstand mehr und mehr im Schwinden ist. Es darf erwartet werden, datz der noch immer nicht ganz überwundene Notstand völlig verschwindet, wenn die zu erwartende Vorlage über die Erhöhung der Beamtengehälter den Lehrern an höheren Lehranstalten die pekuniäre Gleichstellung mit den Richtern und Verwaltungsbeamten bringt, wie ste das Abgeordnetenhaus durch die einstimmig gefaßte Resolution am 13. April v. I. befürwortet hat. Bei gleichmäßiger Verteilung von Licht und Schatten in den Berufen mit akademischer Vorbildung wird auch der übermäßige Andrang zu dem juristischen Studium nachlassen und eine erwünschte Abwanderung u. a. auch in den Oberlehrerberuf erfolgen.
Der Hauptunterschied des Etats der höheren Lehranstalten von den übrigen liegt in dem Mangel an Nachweisen des für den geordneten Unterrichtsbetrieb nötigen Personals. Ob zum Beispiel für Zeichenlehrer und Lehrer an höheren Lehranstalten neue Stellen gegründet und alte eingezogen werden, ist sicher eine Frage, über die der Etat in irgend einer Form Aufschluß geben müßte.
Kap. 31, Titel 1 der Einnahmen des Kultusministeriums nimmt eine Steigerung der Prüfungsgebühren der Wißenschaftlichen Prüfungskommissionen um 6390 cU an (int vorigen Jahre betrug das Mehr gegen das Vorjahr schon 7090 !J(). Dem entsprechend wird in Kap. 120, 11, der dauernden Ausgaben ein Mehr von 23400Ö «M. verlangt für 18 neue Seminareinrichtungen, da trotz der im Vorjahre bewilligten Verstärkung der Seminare um 30 ihre Zahl nicht mehr ausreicht für die erste Unterweisung der Anwärter des höheren Lehrberufs. Zum ersten Male wird die Zahl 100 um 12 überschritten werden.
Unter der Maske.
Roman von Lady Georgina Robertson.
(KvrNetzung.)
„Ich bereue es jetzt schon," erwiderte Lord Chesleigh. „Ich bin außer mir vor Schmerz und Enttäuschung. Ist es Dein letztes Wort, Mathilde? Können keine Bitten, keine Tränen Dich rühren?" .
„Nein, Artur, wir müßen Abschied nehmen."
„Ist es wirklich Dein Ernst?"
„Mein vollkommener Ernst," entgegnete Mathilde.
„Dann habe ich jedes Vertrauen zu Deinem Geschlecht verloren," rief er aus, verbeugte sich und verließ das Zimmer.
Mathilde blieb einige Minuten auf demselben Flecke stehen und blickte starr vor sich nieder.
„Es mußte so sein, mein Geliebter," sagte sie leise. „Du bist im Zorn geschieden, es gab keine andere Möglichkeit für mich, als Freunde konnten wir uns nicht trennen. Leb' wohl, leb' wohl für immer!"
Lord Chesleigh stürmte hinaus. Seine Enttäuschung war zu groß. Er kon le sie nicht ertragen, da er keine Gründe kannte. Er mußte Mathildens Handlungsweise für Laune halten und der Gedanke, sie höher gestellt zu haben, als ste verdiente, war ihm unerträglich.
Nach Ashbrooke konnte er in dieser Ver- faßung nicht zurückkehren, es schien ihm unmöglich, sein Leben dort wieder zu beginnen.
So fuhr Artur nach London, blieb dort ein paar Tage im Hotel und erst nachdem der erste Schmerz sein Recht gehabt hatte, traf er wieder zu Hause ein.
Ellen sah ihn ankommen und ein Blick in fein verstörtes Gesicht sagte ihr alles.
Dann erschien er mehrere Tage gar nicht und
ist nicht von Deutschland ausgegangen. Wir find aber der Einladung zu einem Gedankenaustausch zwischen den Uferstaaten bereitwillig gr» folgt. Es ja schon öffentlich bekannt geworden, daß bleie Besprechungen eine Erklärung über den atatus quo zum Ziel nehmen. Der Begriff Status quo bezieht sich aber, wie gegenüber den irrtümlichen Angaben ausländischer Blätter festgestellt sein mag, nicht auf Ostseebecken als Meer und auf seine Ein- und Ausgänge, sondern auf den Terriorialbesitz der Uferstaaten an den Rändern dieses Beckens. Die für das baltische Meer in Betracht kommen, den maritimen Bedingungen und Verhältnisse würden also unverändert bleiben. Damit entfällt eine ganze Reihe von Betrachtungen, die man an die Nachricht von diplomatischen Pourparlers in der sogenannten Ostseefrage geknüpft hat."
Diese Auslastung richtet vor allem gegen England, wo man sich Über die Möglichkeit einer Abschließung der Ostsee, die Deutschland wesent- liche strategische Vorteile bringen würde, sehr aufregt. Im Falle eines Krieges wird Deuisa). land aber sich gezwungen sehen, »b mit, ob ohne Verträge, die Ostsee einfach zu sperren. Ern Nertraa oder eine Verpflichtung rst dazu nicht
_ Unterstützung wissenschaftlicher unv lerischerUnternehmungen durch das Reich. Einer Denkschrift über die wißenschaftlichen und künst- lerischen Unternehmungen, die aus Titeln des Etats für das Reichsamt des Innern gefordert werden, fiic den Zeitraum vom 1. October 1909 bis dahin 1907 ist dem Reichstage zugegangen. Berücksichtigt sind das Germanische Museum in Nürnberg, die Herausgabe der „monumenta Germaniae historica, das Römisch-Germanische Museum in Mainz, die Organisation für Luftschiffahrt, die Zentralstation für Erdbebenforschung in Straßburg i. Els., Aufdeckung der römischen Erenzwalles (Limes), Ergebniste bei Tiefsee - Expedition, Wiederherstellung bei Mainzer Schloßes, Südpolarexpedition, Deutsche Museum in München u. a. Hieraus ist zu ersehen, baß auch bas Reich zur Förberung allge- meiner Kulturaufgaben eine offene Hanb hat.
— Ergebniste bet preußisch-hessisch:« Eisen- bahnbetriebsgemeinschaft. Dem Abgeordneten» Hause ist die Uebersicht über die Ergebniste des Betriebes der vereinigten preußischen und hessischen Staatseisenbahnen im Rechnungsjahre 1906 zugegangen. Danach belief sich im Berichts- fahre die Gesamtlänge der in der Betriebsge- meinschaft vereinigten Bahnen auf 35 558 Km, also gegen das Vorjahr mehr: 630 Km. Preußisches Eigentum sind 34 271 Km, hessisches 1247 Km. und badisches 382/3 Km. Betriebsstor- ungen kamen vor: durch Schneeverwehungen in 46 Fällen, durch Dammrutschungen und sonstige, durch Naturereigniße hervorgerufene Beschädigungen des Bahnkörpers in 15 Fällen. Von beiden Arten zusammengenommen betrug die Stör- ungsdauer nur in 7 Fällen mehr als zwei Tage.
Deutsches Reich.
— Die sogenannte Ostseefrage. Unter dieser Ueberschrift verbreitet die bülowoffiziöse „Südd. Reichs-Korr." nachstehendes Telegramm aus Berlin, 21. Januar:
Die Mitteilungen der ausländischen Preste zur sogenannten Ostseefrage geben fast durchweg von der Annahme aus, der diplomatische Meinungsaustausch Über die Möglichkeit einer Entente der vier Uferstaaten sei einem Sonder- bedürfnis der deutschenPolitik entsprungen. Von dieser falschen Voraussetzung kommt man dann zu falschen Schlüßen. Nun ist aber, solange überhaupt in der Preße die Ostscefrage spielt — und sie spielt in der Preße bekanntlich seit mehreren Jahren — gerade Deutschland in diesen Dingen nie und nirgends mit einer Anregung heroorgeireten. Der uns so vielfach unterstellte Gedanke, das Ostseebecken den Anliegerstaaten vorzubehalten und gegen andere Mächte abzuschließen, hat an keiner amtlichen deutschen Stelle bestanden und ist niemals von berufener Seite geäußert worden. • Alles, was man über deutsche Sondierungen bei Rußland oder an anderen Stellen, im Sinne des rnare clausum erzählt hat, ist auf Irreführung der öffentlichen Meinung berechnet. Unsere Diplomatie hat sich in der lediglich die Zeitunggspolitik beschäftigenden Schließungsfrage keinen Korb geholt, weil sie gar keinen dahin gehenden Antrag gemacht hat. Dasselbe gilt von der in englischen Blättern schon behandelten Nordseefrage.
Auch der Anstoß zu dem, was in Sachen Ostsee eine gewiße, wenn auch sehr bescheidene und nur vorläufige diplomatische Wirksamkeit hat, Frau, der Kummer um sie schien ihn weniger mitgenommen zu haben. Warum gehörte jener seine ganze Liebe und ihr nichts? Ein kleiner Trost war ihr, zu sehen, wie er das Kind herzte und küßte: er konnte die Muter doch nicht so sehr hassen, wenn das Kind sein ganzes Glück ausmachte.
Er setzte Dora auf seinen Schoß und sah sich dann nach ihrer Begleitung um. Als er Mrs. Moore bemerkte, winkte er ihr freundlich zu, es schien ihm lieb zu sein, Dora in ihrer Obhut zu wißen.
Dann hörte sie ihn sagen: „Möchte meine Puppe eine weite Reise mit mir machen, in ein schönes Land, wo die Sonne immer scheint?"
„Ja, Papa," entgegnete die Kleine und schlang ihre Aerrnchen um seinen Hals.
„Dort sollst Du die blaue See sehen, in der Deine liebe Mutter begraben liegt, kleine Dora, und wir wollen dort immer zusammen sein."
„Er will nach Italien gehen," dachte Ellen.
Lord Chesleigh sprach noch länger mit dem Kinde und erzählte ihm von all' dem Schönen, w„5 es dort sehen würde. Plötzlich sagte er: „Wen möchtest Du denn gerne mitnehmen?"
Sie wies auf Ellen.
„Mrs. Moore," entgegnete sie schnell.
„Hast Du sie so lieb?«
„Ja, sehr lieb," sagte die Kleine ernsthaft.
Der Ausdruck ihres Gesichtes erinnerte ihn an Ellen.
„Wie ähnlich Du Deiner Mutter bist, mein süßes Kind," sagte er und die Worte erfüllten d> 5 Herz der einsamen Frau mit unsagbarer Wonne.
Dann redete Lord Chesleigh sie an.
Er hatte ihr früher wenig Beachtung ge- schenkt. Jetzt war sein Jntereße erwacht, denn sie hatte die Liebe seines Kindes gewonnen. Er sah st« prüfend an und ihr Ausdruck, ihr«
Kap. 109 forderte eine neue Dirigentenstelle für die 1. Abteilung, da ein einziger Dirigent die Arbeit nicht mehr bewältigen kann. Nicht vorbeigehen kann die Tagespreße an den Titeln 4 6, und 11, weil sie ein Jntereße daran hat, daß das Zentralblatt für das gesamte Unterrichtswesen eine Aenderung erfährt. Durch das monatliche Erscheinen ist die amtliche Berichterstattung in vielen Fällen ein langes Nach- hinken hinter den Tatsachen. Bei wöchentlichem Erscheinen würde auch die Regelmäßigkeit des Erscheinens gewinnen. Jetzt findet durch das Zentralblatt nur eine Kodifizierung der Mimste- rialverfügungen aber keine Verringerung derselben in den Journalmappen bei Behörden statt. Es dürfte sich empfehlen, zu einer hauptamtlichen Herausgabe durch einen ev. noch anderweitig zu verwendenden Journalisten überzugehen. Wenn in einem amtlichen Blatt unter den Personalnachrichten Notizen wie: zu Oberlehrern befördert wurden Hilfslehrer N. N. und Schulamtskandidat N. N. erscheinen, so kann dies nur durch eine wenig sorgfältige Redaktionstätigkeit der 2 Räte und 3 Bureaubeamten in das Zen- tralölLtt
Hebet bie Provinzialschulkollegien, Dii t1™ ben Berichten der letzten Preußischen Dienst- alterslifte der Oberlehrer arg belastet sind, gibt Kap. 117, 1, Aufschluß. Es wird die Vermehrung des Personals des Provinzialschulkollegiums in Koblenz durch Gründung einer neuen Rats- stelle durch Umwandlung einer Justiziarstelle in eine hauptamtliche und Schaffung einer neuen Sekretärstelle vorgeschlagen. Außerdem soll in Berlin ein neuer schultechnischer Mitarbeiter und in Breslau ein neuer Sekretär angestellt werden. .. ,
Rach Kap. 120, 2, sollen neu gegründet werden: eine Realschule in Pieschen und ein Pro- gymnasium in Rybnik, verstaatlicht: das Real- aymnasium in Glodap, welches in eine Vollanstalt ausgebaut wird, die Schillerschule (Realschule nebst Realprogymnasium) in Jüterbog, das Realgymnasium i. E. zu Pasewalk und das Gymnasium in Prüm. Unter demselben Titel werden die Verschiebungen von Oberlehrerstelleti an andere Anstalten nachgewiesen. Die Gewin- ner sind 12 Anstalten mit 15 Stellen, die Verlustträger 14 Anstalten mit ebenfalls 15 Stellen. Das Progymnasium in Linz muß seine erst im vorigen Jahre gewonnenen Stellen wieder hergeben. Mit dem gleichen Betrage (1380 steht das Gymnasium mit Realprogymnasium in Neuwied für einen Oberlehrer auf der Eewinnseite aber auch auf der Verlustseite.
Der Nachweis über die Einnahmen aus Nebenämtern ist in diesem Jahre weit übersichtlicher gruppiert und, wie es scheint, reichlicher ausgefallen. Auch jetzt noch sind die aufgezahlten Nebeneinnahmen verhältnismäßig geringfügig.
Eine Umwandlung von 20 etatsmäßigen wißenschaftlichen Hilfslehrerstellen in Oberleh- rerstellen verlangt Titel 5b, um das Verhältnis in ihrer Sorge fragte sie Mrs. Bird, ob er krank fei. . , ,,
„Ich spreche nicht gern über meinen Herrn, sagte diese, „aber es muß ihm etwas passiert sein. Ich weiß nur nicht was."
„Ist er krank?"
„Ja, es scheint so, doch, fürchte ich, lastet noch anderes auf ihm. Er hat die Handwerker fortgeschickt und alle Arbeiten abbrechen laßen. Wenn nur die Verlobung nicht zurückgegan- gen ist."
Ellen sehnte sich danach, ihn selbst zu sehen, sie versuchte, ihn bei Dora zu treffen oder ihm im Hause zu begegnen, aber es gelang ihr nicht. Endlich hörte sie, datz er erkrankt sei und nach dem Arzt geschickt habe.
Ellen glaubte, alle Liebe in ihrem Herzen sei gestorben und sie fühlte nichts mehr für ihren Gatten. Diese Tage, in denen sie um ihn bangte und sorgte, zeigten ihr, wie sie sich getäuscht hatte. Heihe Gebete sandte sie für fein Leben zum Himmel empor,
Lord Chesleigh erholte sich schnell. Nach zwei Wochen konnte er wieder in den Garten gehen und Ellen beschloß, ihn dort aufzusuchen und sich selbst von seinem Aussehen zu überzeugen. Sie wollte Dora mitnehmen; ohne das Kind traute ste sich nicht ihm entgegenzutreten. Dieses jauchzte laut auf in dem Gedanken, mit Mrs. Moore hinauszugehen und Blumen zu pflücken.
Mutter und Kind, äußerlich Fremde, gingen zusammen hinunter und schon nach wenigen Schritten sah Ellen ihren Gatten auf einer Bank unter dem großen Nußbaum sitzen. Sobald er Dora erblickte, rief er sie heran; die Kleine sprang auf ihn zu und Ellen folgte langsam.
Die wenigen Tage hatten ihn sehr verändert. Wie mußte er Mathilde geliebt haben, wenn ihr Verlust ihm so nahe ging! Ein bittere» Gefühl von Eifersucht tarn Über bi« junge
Ze*it uu^g""bei*allen^lostämten?unl^unsern Zeitungsstellen in Marburg ^"ren^RarM ^Psennig.^M Reklamen 30 ? Pfennigs —
22 Sonntag 26. Januar 1908. '
Bestellgeld), bei unfern Zeitungsstellen und der Expedition 2 Mk. _________________