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43. Jahrg.

«Naüivruck verholen.)

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«Fortlctzung. i

M

bie 7 amen

Unter der Maske.

M Roman von Lady Ceorgina Robertson,

Die Jnsertion-gebühr betrügt gt bie 7Asp°^ene ZMe oder beten Raum 16 Pfenmg, für Reklamen 30 Pfennig. Druck und Verlag: Iah. AumKoch. Un»«pt°tsbuchbrNck«^ Inhaber Dr. L. Hetzerath, Marburg, Markt 21. Telephon SS.

Glückes beraube, so müssen meine Gründe doch ^^Lor^Chesleigh wurde gerührt durch die

Mathie," sagte er plötzlich, ,^)u stehst fle* rade so vor mir, wie an jenem Abend als D» mit mitteiltest daß Ellen leben und genese» würd? Damals mutzte ich mein Schmal trä­nen heute befinde ich mich einem Rätsel gegen* über. Ah habe ja Unbegrenztes Vertrauen z» Dir aber ich kann mich doch eigentümlicher Ve« mut'ungen nicht erwehren Hast Du .je- «ne an* bete Liebe im Herzen getragen, Mathilde?

Mathilde wurde durch diese Frage überrascht^ dieselbe zeigte ihr, wie sie dem Zwange, die Wahrheit zu gestehen, für jetzt aus dem Wege^ geben konnte. Mochte er glauben, was er wollt» sie gewann dadurch Zeit, und wer kannte sagc.l. was die nächsten Tage bringen WUt3tb!fann Dir darauf nichts erwidern," sagte sie "auf solche Frage gibt es keine Antwort.

' Hätte ich Dich nicht schon so lange gekannt, fuhr er fort, »so würde ich denken. Du firest schon einmal verheiratet gewesen und De« Mann wäre wieder ausgetaucht.

Sie erschrak. Wie nahe war er der Wahrheit, ^Du^kannst denken, was Du willst," ent- oeanetc sie. Ich habe Dir gesagt, was me« Gewissen und meine Ehre verlangen, mehr taux.

Set Zorn übermannte ihn wieder.

Du hast mich noch nie wirklich geliebt! rief

Sie sah ihn tref betrübt an.

,Es wird Dir einst leid tun, datz Du so «#, mir" gesprochen hast," sagte sie. . '

(Fortsetzung folgtj

^Verkehrsminister Breitenbach erklärt sich P sofortiger Beantwortung bereit.

Zur Begründung der Anfrage bemerkt Aba. Graf v. Carmer (kons.): Uns liegt nichts f» fern, wie unserer hochentwiaelten Automobil- Industrie Schwierigkeiten zu bereiten, ^n b Ato* naten des Vorjahres ^nd ?urch Automobil» 2920 Unglücksfalle herbergefuhrt und Perso­nen getötet worden. (Hort! Hort!) Dabei sind die Unglücksfälle fast durchweg von Fahrzeuge» veranlaßt, die dem Vergnügen und dem Spo^ dienen Die Automobilisten die oft mit »«* spielloser Roheit (lebhafte Zustimmung) dahin, fahren, schätzen den Wert ihrer Zeit offentunbtg zu hoch ein. (Sehr gut!) Durch die sinnlos» Nasers der Autler auf den Landstraßen hat sich auch der ländlichen Bevölkerung tiefe Erbit. terung bemächtigt, zumal da sich Automobilisten nach Unglücksfällen vielfach dtrVerantwortun, entziehen. (Sehr wahr!) Leider ist der Mi­nister des Innern nicht anwesend' gerade t» seinem Ressort wären scharfe Verfügungen a« mlnUe (Sebr richtig!) Die Autler müssen sich einer Prüfung unter staatlicher Aufsicht unter« Len und die Strafen müssen verschärft wew den. Die Automobilrennen °»f öffentliche, Landstratzen sind sehr wenig am Platze, (Lebh. Zustimmung.) Der Verkehr mu^vor^den^Au^

nicht mehr teilnahm, datz dennoch Keim gewählt und dieser anzunehmen bereit sei, wurde tn offi­zieller Mitteilung der Rücktritt des Prinzen in bestimmter Form wiederholt."

Hamm in derKöln. Ztg,":Auf der Kölner Tagung habe in einer nichtöffentlichen Sitzung des Eesamtvorstandes, was heut« wohl mitge- teilt werden dürfe, Keim selbst zugegeben, datz er zu weit gegangen sei. Als dann tn der Zett der persönlichen Differenz zwischen Salm und Spies Keims Wahl in Aussicht genommen wurde und Spies für diesen Fall den Rücktritt des Prinzen Ruprecht ankündigte, erklärte Kenn, das Amt abzulehnen. Als Spies spater wahr­nahm, nachdem er an den Vorstandssttzungen

! Wenn ich mein Kreuz getragen hätte," dachte sie,und versucht ,.bte $eb'l Gatten zu gewinnen, statt mich der Ver­zweiflung und Eifersucht hmzugeben, so wäre alles anders gewesen, Eott wolle mit meine Sünden vergeben." , . , ,

Sie fürchtete seine Rückkehr und konnte sich doch seine längere Abwesenheit nicht erklären. Wo war er? Hatte Mathilde Ellens Eeheim- I nis verraten? Oder sollte sie gar schwach I genug gewesen sein, Artur bei seinen Hoff­nungen zu belassen. Das erstere war wie sie hoffte, nicht der Fall gewesen; das zweite aber erschien ihr bei reichlichem Nachdenken I als eine Unmöglichkeit. Uitt> doch wenn Mathildens Antwort ein festes entschiedenes INein" gewesen war, warum kehrte Artur dann I nicht zurück? * w

I Die Unterredung zwischen den beiden, die I das Schicksal so schwer prüfte, war nur kurz I gewesen. Lord Chesleigh war bireft nach I Southwold gefahren und hatte sich bei Mathilde melden lassen. Sie trat ihm blatz, aber ge-

I faßt entgegen. , v .

I .Mathilde," sagte er, indem et ihre Hande I ergriff,ich brauche Dich nicht erst zu fragen, I wag Dein Brief bedeutet. Keine Macht der I Erde kann mich Dir entreitzen."

I Sie hob warnend den Finger.

IRein," entgegnete sie,das darfst Du nicht I sagen." , .

I Du hast mir doch versprochen, meine Frau I zu werden," rief er aus,und Du mutzt Dein Wort halten, ich gebe Dich nicht frei

Sie sah ihn traurig an. , _

Es darf nicht sein, Artur," erwidert« sie I traurig.

IDann gib mir einen Grund an."

Das kann ich nicht. Ich kann Dir nur 1 die Versicherung geben, datz ein unüberbruck-

Auf dem Wege zum Frieden im Flottenverein.

Die Casseler Tagung und die durch sie geschaf­fne Lage findet in der Presse naturgemätz eme i grundverschiedene Beurteilung, doch mutz hervor- I »ehoben werden, datz unbedingt auf Setten Ee- »eral Keims und der Casieler Majorität nur I dieDeutsche Zeitung", Tägliche Rundschau »nd dieRhein.-Westf. Zeitung" stehen. Von der stets kosmopolitischen freidemokratischen I ^Franks. Ztg." sehen wir ab, der solche nationale I Vereine im Grunde ein Greuel sind, und die I schreibt:Wir halten Vereine dieser Att für überflüssig. Es bedarf ihrer nicht zur Aufllar- I eng der Bevölkerung; denn die wird von der Regierung und den Parteien ausgiebig besorgt.' I

DieDeutsche Zeitung" verlangt unbedingt Wiederwahl des Präsidiums und sieht in dem I Casseler Beschluß den Sieg des freien Volksver­eins. Aehnlich die anderen keimfreundlichen I Blätter. Gegen Keim und das Präsidium neh- I jnen Blätter aller Parteien Stellung, von der I ^reuzzeitung" bis zumHannov. Courier". I

DieKöln. Zeitung" meint:Sache des Pra- I pdiums wäre es gewesen, zu verhindern, datz Personensragen die der Sache und dem Ganzen 1 gegenüber doch nur Kleinigkeiten darstellen, der- I artig in den Vordergrund getrieben und aufge- bauscht wurden, datz man den geradezu lächer­lichen Anschein erweckte, als ob Wohl und Wehe der deutschen Flotte, als ob die gesamte mari­time Entwicklung Deutschlands von einem ein­zigen Manne im Präsidium des Flottenvereins abhinge. Die Leitung ist dafür verantwortlich, Latz die Casseler Versammlung die Empfindung ] hinterläßt, datz die Bayern und unter ihnen Leute die sich durch ihr öffentliches Wirken die Hochschätzung ihrer Mitbürger im Norden erwor­ben haben, in einer Weise majorisiert worden find die vom nationalen Standpunkte aus höchst bedauerlich ist und die den patriotische« Zwecken des Flottenvereins Abbruch tut."

DieDeutsche Tageszeitung" wirft der Keim- GruppeMangel an taktischem Augenmaß, Takt und Psychologie" vor.Der Deutfche Flotten­verein darf nicht in der Weise, wie General Keim es getan hat, in die Parteipolttlk eingrei- fen. ßeüetreterei verlangt kein Verständiger von ihm, wir wenigstens sind absolut kerne Freunde davon. Aber politischen Takt mutz man pon einem Verein erwarten, der ein nationales Ziel verfolgt, welches in hervorragender Werfe Linraend auf Mitglieder aller bürgerlichen Par­teien wirken kann und soll. In seinem Namen xmb von Männern, die in ihm eme führend« Stellung haben, darf der politische Kampf, so­weit sie sich überhaupt an ihm beteiligen, nie dn einer Weise geführt werden, die die Eegen- !fätze zwischen diesen Parteien zu verschärfen ge- :eignet ist."

Ebenso urteilt derHannoversche Courier. DiePost" erwartet:Das Ergebnis der Casse­ler Versammlung dürfte direkt kerne Beran- Fassung für den Austritt irgend eines Protektors

*11 s,,m Ereisblatt für die Kreise Marburg uud Kirchham

Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben «- widette, eine Ermäßigung des Bankdiskont, werde durch Erweiterung des Scheckverkehrs j» erreichen fein. Die Preutzenkafs« hab« durch­schnittlich zu 5,55 Prozent verliehen und werd» ihr Kapital erhöhen, um den wachsenden An. sprächen der Genossenschaften entsprechen z» Ö.».ien. Auf Antrag des Abg. Dr. v. S-yd«» b.«ad (kons.) beschloß das Haus die Besprechung der Interpellation. Abg. Fatzbendet (Zentr.) führte die Eeldteuerung auf die Konzentration in der Industrie und unter den Banken zurück. Abg. Dr. Rewoldt (fkons.) war mit den Absich- ten des Ministers einverstanden. Abg. Dr. Friedberg (natl.) forderte daneben noch de» Postscheckverkehr und di« Börsengesetzreform. I Geaenüber dem Abg. Dr. Krüger-Hagen (srf. Zentrumsantrag, bem Seiii.

.Bet der Beauf- | gepn|tnbt cinc besondere Diskontpolitik für de« Mitelstand als sehr wohl möglich. Rach unet- heüftchen Auslastungen des Abg. Münsterberg (ft,V^.) wurde ein Schlutzantrag angenom. mc t Es folgte die Interpellation der Konser- varrve.i die Auswüchse des Automobtlver»

bieten. Wir hoffen, datz die Gegensätze sich nun I endlich mildern werden. Der bayerische Landes­verband wird hoffentlich in seiner Heimat Wei­terarbeiten für den Gedanken einer starken I Reichsmarine. Vielleicht gelingt es dem neuen I Präsidium, später eine neue Brücke nach Bayern I hinüberzuschlagen. Diese Hoffnungen und das feste Vertrauen auf die ausgletchenden Wirk- I ungen, welche die Zeit mit sich bringen mutz, I sind allerdings die einzigen Lichtpunkte in dem I trostlosen Durcheinander, in welches der Flotten- I verein durch diese Krise gebracht worden ist.

Diesen Hoffnungen darf man nur zustimmen. I Nur von wenigen Blättern wird hervorgehoben, datz die so überaus ungeschickte und verletzende I Art der Bayern wesentlich dazu beitrug, datz das I Resultat so unversöhnlich ausfallen mutz« Es l ist leicht zu glauben, datz die Bayern sich besten bei I ruhiger Ueberlegung bewußt wurden und des­halb zu dem erfreulichen Entschluß kamen, den wir bereits mitteilten, vorläufig im Vereine zu bleiben, was man nach ihren Worten

gewiß nicht annehmen konnte. siach-

dem durch die unglaubliche Erregung der per­sönlichen Leidenschaft eine wirkliche Klärung der Lage durch die Aussprache in Cassel unrnog- | lich wurde, kann man jetzt wenigstens auf die 3eit und die Neuwahl des Präsidiums in Danzig leine Hoffnung setzen. Der wirkliche Fr«rnd des Flottenvereins wird die Bayern dem Ver­eine erhalten wisten wollen, nicht wegen der Zahl, sondern wegen des idealen Gehaltes^ der in dem Gedanken liegt: Das ganze Deutschland tritt einig für den Ausbau der Flotte ein. Datz die Briefe des General Keim, die sich Segen eme bestimmte Partei richten, ein schwerer Attischer I ^.ehlet waren, wird von den meisten Blattern I zugegeben, und das ist zweifellos richtig, datz I eine so prägnante Persönlichkeit wie Keim nicht mehr an der Spitze einer Korporcttion stehen kann, sobald sich ernste Konflikte infolge seiner I scharfen Stellungnahme ergeben. Der Präsident darf nicht in Widerspruch zu einer zahlreichen I Minderheit des Vereins stehen. Sicher ist aber, I datz das Präsidium eine Wiederwahl I nicht annehmen wird. Tritt aber Keim I zurück und eine matzvolle Persönlichkeit an die I Spitze, so darf man hoffen datz die Einheit tm I Flottenverein erhalten bleibt. Gern werden die I meisten Keim nicht scheiden sehen, denn ihm ver- d!inkt der Verein vieles, vielleicht dem einen zu viel aber die Person mutz jetzt der Sache nach- I gestellt werden. Darum keine Wiederwahl I Keims! .. , , _,__< ~

Uhr ein.

Preußischer Landtag.

Abgeordnetenhaus.

16. Sitzung vom 23. Januar 11 Uhr.

Am Ministertisch: Frhr. v. Rheinbaben.

Auf der Tagesordnung steht zunächst di« In­terpellation bet Abgg. Kreth (kons.)und Ge­nosten über die Schädigung des Mtttelstandes durch den hohen Bankdiskont.

Finanzminister Frhr. v. Rhembabe« erklärt sich zu sofortiger Beantwortung der Interpella­tion bereit. ______________________

bares Hindernis zwischen uns steht, aber ich kann es Dir jetzt noch nicht sagen; die Zett wird kommen, wo Du alles erfahren wirst und Du wirst dann sagen, datz ich recht gehandelt habe."

Du traust mit etwas viel Geduld zu. Erst verlobst Du Dich mit mit und bann soll irgenb ein geheimnisvoller Erunb Dich Hin­bern, Dein Wort zu halten. Haben Lorb und Lady Marstone etwas gegen die Heirat einzu- wenden?" .

Nein, sie sind sehr einverstanden

Ich mag cs kaum aussprechen, so unsinnig kommt es mir vor: Hast Du etwas Sch.echtes von mir gehört, eineBerleumdung, bi« ich imber- legen könnte?" m ...

Rein, niemals," versetzte Mathilde eifrig, ich würde auch nie darauf hören ober daran glauben."

Was liegt also daran vor? Geliebte, Du bist" so offen, so wahr. Du hast nie Geheim­nisse vor mit gehabt. Vertraue mit und meinet Liebe, Iah nichts zwischen uns treten."

Nie vergaß Artur den Ausdruck von Schmerz, der sich in Mathildens Zügen ausprägte.

Artur," sagte sie,ich wiederhole nur: Es ist etwas zwischen uns getreten, was uns für immer trennt. Du wirst später noch einmal einsehen, datz ich nicht anders handeln konnte.

Nein, ich will nichts einsehen," mt et hef­tigich verlange, datz Du Dein mit fegebenes Wort einlösest und meine Frau wirst."

Ich kann darauf nut erwidern, datz Du mich in dem Falle zwingst, England zu verlassen und mich an einem Otte zu verbergen, wo Du mich nicht findest. Du siehst daraus, rote zwin­gend meine Gründe sein müssen. Set nicht grau­sam Artur, nimm mit nicht meine Heimat die einzigen Angehörigen, die idj,W. 3<j) hebe Dich so innig, datz es mein größtes Gluck roar^ Dix anzugehören. Wenn ich mich selbst dieses

! Ellen vergatz den Tag nicht, an dem das Schreiben in Ashbtooke eintraf. Sie wat im Kinderzimmer und spielte mit Dora, als Lord Chesleigh eintrat. Er sah sehr erregt und blatz aus, schien Mrs. Moore gar nicht zu bemerken und beschäftigte sich nur mit bet Kleinen, bet er erzählte, daß er auf zwei Tage verreisen Müßte.

Es rührte Ellen, wie er das Kind in die Arme schloß und zärtlich küßte. Als die Wär­terin ihn etwas fragte, sah et sie zerstreut an und sagte:Wir wollen bas besprechen, wenn ich zurückkomme, ich habe schlechte Nachrichten erhalten und kann mich vor meiner Abreise mit Vichts mehr befassen."

Was mag er nur haben!" sagte die Kin­derfrau, als er bas Zimmer verlassen.Der Diener erzählte mir vorhin, baß Mylorb heute einen Brief erhalten habe, der ihn sehr erschreckt haben müßte; er hätte nachher lange auf dem­selben Platz gesessen und vor sich hingeftarrt. Hoffentlich betrifft es nicht Miß Burton; My­lord ist ein so guter Herr, ich wünsche ihm so sehr, daß er glücklich wird."

Ellen schwieg. Sie wußte nut zu gut, was in dem Briefe stand. Ihre Gedanken begleiteten ihn auf feinet Reise und sie durchlebte innerlich leine Unterredung mit Mathilde, als sei sie dabei gewesen. Er würde seine ganze Ueber- rebung aufbieten, ihr voll Wärme, voll Liebe entgegentreten, und sie würde ruhig und uner­bittlich bleiben. Ellen litt fast mehr als die beiden Beteiligten, sie machte sich die btttersten Aorwürf« übet ihr Verhalten,

Marburg

Jti 21 Sonnabend 25. Januar 1908.

Bestellgelds/ bet unfern Zeitungsstellen und der Expedition^Mk.

Zur Begründung der Interpellation bemerkt offi- Abg. Kreth (kons.): Der Bauernstand leidet a» i der Geldknappheit am meisten. Di« Sparkasse» ziehen das Bargeld vom flachen Lande weg. D» bei macht man bet Landwirtschaft auch noch d« ----- Vorwurf, sie sei bas Karnickel wegen ihrer Zoll« ---- I tarispolitik. Dabei wird heute weniger alt I früher in NaElien bezahlt. Der CewbÄars VkUlfUskt UlvlUjvlHg. I also gröber unb er ist durch die AnschaffunU

Der Reichstag setzte am Donnerstag die I vrn Majchinvn noch weiter gesteigert worden, erste Beratung des Scheckgesetzentwurfs fort. In I $$ die Regierung, diese Dinge erst zu «* der kurzen Erörterung, die sich hierüber noch ent- I a>ä n.. (Beifall.) spann, ertlärte Abg. Dr. Arendt (Rp.) die Zu­stimmung seiner Partei zum Entwurf wahrend Abg. Kaempf (frf. Vp.) sich gegen den Abg. Arendt wandte und Bedenken erhob gegen eine I zu große Erhöhung der Zahlkraft bcs Sroers. I Abg Hormann (frf. Vp.) erhoffte eine Verbesser­ung des Entwurfs in der Kommission. Darauf ging die Vorlage an eine Kommission von 14 Mitgliedern. Es folgte die dritte Beratung des Majestätsbeleidigungsgesetzes. Auch hier entspann sich nur noch eine kurze unwesentliche Debatte an der sich nur die Abg. Eietzling (frs. Vp) und Franck (Soz.) beteiligten, worauf der Entwurf zur Annahme gelangte. Das Haus ging über zur zweiten Beratung des Entiourfs I betr. Aenderung des Paragraphen 833 B.G.V. (Tierhalterhaftpflicht). Abg. Schmidt-Warburg (Zentr.) befürwortet einen der die Worte streichen wollte: .

sichtigung des Tieres", um einer Unsicherheit in der Rechtsprechung vorzubeugen. Abg. Var«n- horst (Rp.) stand der Vorlage freundlich gegen­über unb roanbte sich gegen ben sozialdemokrati­schen Antrag, in ben Entwurf auch die Haftung des Hasenschadens aufzunehmen. Staatssekretär

I Dr Rieberding bat um Ablehnung ber Anträge und um Beibehaltung der vorgeschlagenen Fassung. Gegenüber ben Bemerkungen bes Abg. Stadthagen (Soz.) erklärte Abg. v. Treuenfels (kons.), die neuliche Behauptung des sozialbemo- kratischen Abg. Molkenbuhr, mit diesem Gesetz nähmen die Agrarier armen Witwen und Moo­sen das Brot ab, sei eine ganz gewisienlose Ver­leumdung. Erster Vizepräsident «aem<H rief ben Redner wegen dieser Bemerkung jur Oro- I nung Di« Sozialdemokratie beantragte, bu Vorlage mitsamt ben Abänderungsantragen an eine Kommission zu verweisen. Nach kurzer Debatte entschied das Haus im Sinne dieses An­trages. Darauf trat Vertagung auf Freitag 11