e
Markt 21.
Drittes Blatt
Deutscher Reichstag
mit dem Krcisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham
Klagen: „giterari^tr A-r-ig"". „««.d>»irtsch.stUch. K-it-g-" und „Illustrierte, Kmmtag-bl-E.
' Der Reichstag setzte am Freitag die Erledig- » g der drei Interpellationen über die reichsge- fetzliche Regelung des Knappschaftswesens fort. Nachdem noch Abg. Schiffer (Ztr.) und Abg. Huö (Soz.) die Interpellationen ihrer Parieren begründet hatten, erklärte der Staatssekretär des Innern v. Bethmann-Hollweg, dem Reichskanzler seien die Porgänge bekannt, die das Zustandekommen des Knappschaftsstatuts im Ober- bergai.itsbezirk Dortmund vereitelt haben; es lei zu hoffen, daß eine andere Lösung der Angelegenheit gefunden werde. Die Aergwerksgesetz- gebung unterliege der einzelstaatlichen Kompetenz, und von diesem Standpunkt werde der Bundesrat nicht abweichen. Eine reichsgesetzliche Regelung des Knappschaftswesens empfehle sich nicht, da diese Materie mit der Berggesetzgebung <ng Zusammenhänge. Man tonne den Einzelstaaten, insbesondere Preußen, Bayern und Sachsen, nicht abstreiten, daß sie in den letzten Jahren auf den in Betracht kommenden Eebre- fcn manche Besserung geschafft haben. In der
Ma« abonniert auf die täglich erscheinende „Oberhessisch __ Zeitung" bei allen Postämtern und unfern Zeitungsstellen b
16 Kirchhain und Wetter sowie bei unsererExpeditton - Markt21 ±v — Der Bezugspreis beträgt durch bie Post 2I5 All. (ohne Bestellgeld), bei unfern Zeitungsstellen und der Expedition 2 -Ott.
drückt.
Main,, 17. Jan. Die 75. Jahresfeier des 1. Nass. Feld-Artillerie-Regiments Nr. 27 findet am 14. März in Mainz und 15. März in Wiesbaden statt.
Anstoß b. Freudenberg, 17. Jan. Hebet die im ersten Blatt unserer Zeitung gemeldete folgenschwere Dampfkesselexplosion in der Mühle des Herrn R. Knie meldet die „Sieg. Ztg." noch folgende Einzelheiten: Kurz vor 12 Uhr ertönte ein dumpfer, weithin hörbarer Knall und gleich ordnung nicht nachgekommen sei, wonach jeder Landwirt die Pflicht habe jährlich 12 Sperlinge oder deren Köpfe als Aogabe an die Behörde abzuführen. Die rechtliche Grundlage dieser selt- famen Sperlingsteuer soll ein in Mylius, corpus institutionum marchicarum, Band V, Th. III, S. 378, abgedrucktes Edikt König Friedrich Wilhelms I. vom 8. Januar 1731 sein, das sowohl feines Inhalts als seiner schwülstigen Form wegen wert ist, hier im Auszuge wiedergegeben zu werden. Es heißt: „Demnach seine Königliche Majestät in Preußen, Unser allergnädigster Herr aus den zeithero eingelaufenen Zeitungsberichten wahrgenommen, welchergestalt von dem Landmann große Klage geführt wird daß die Sperlinge sich so sehr gemehrt und den Feld- sowohl als Eartenfrüchten großen Schaden thäten. So haben Höchstgedachte, Se. Königliche Majestät allergnädigst versolvieret und gut gefunden, das wegen Ausrottung und Vertilgung der Sperlinge unterm 11. Dezember 1721 emanierte Edikt zu renovieren und zu wiederholen. Se. Königl. Majestät wollen und verordnen andurch allergnädigst und zugleich ernstlich, daß in jedem der Untertan sowohl in den Städten als aus dem platten Lande sich die Ausrottung der Sperlinge mit allem Fleiß und sonst angelegen sein lasse und ein jeder Einwohner, so etn Gut oder Acker besitzet, in den Land-Städten zwey Köpfe, und jeder Hufener oder Bauer zwölf, ein Kossäte acht und ein anderer Einwohner auf dem Lande als Einlieger, Schäfer, Hrrte, Müller secks Sperlingsköpfe zwischen Johannis und Michaelis jeden Jahres an ihre Obrigkeit abzuliefern schuldig und gehalten seyn, oder anderen Statt für jeden fehlenden Sperlingskops einen Dreyer zur Armenkasse des Orts erlegen soll«- Es prixh sämtlich«, Landräten, Vvwj»
darauf stürzten drei Personen taumelnd au, dem Kesselhause mit rauchgeschwärzten Cesich- t.rn und am ganzen Körper mit Brandwunde« bedeckt. Auch wiesen alle drei noch sonstige Der. letzungen aus. Jedenfalls erscheint es wie ein Wunder, daß sie noch lebend das Kesselhaus eet* lassen konnten, denn meh-ere Türen waren durch die Gewalt der Explosion verbogen und zum Teil herausgefchleudert worden. — In der Mühle wird meistens mit Wasserkraft gearbei- tet, gestern sollte wegen Wassermangels Dampf« betrieb eingerichtet werden. Zu diesem Zweck« war der Kessel seit einer Stunde geheizt. Ueber die Ursache des Unfalls ist noch nichts bekannt geworden. Alle drei Verletzten, unter denen sich auch der 17jährige Sohn Walter desMuhlen- besitzers befindet, wurden auf Veranlassung des Arztes in das Krankenhaus Bethesda in Freudenberg übergeführt. - Zwei der Verletzten,, der Fuhrmann Friedrich Achenbach und der Muller August Jrle find noch nachmittags gestorben. Beide hinterlassen eine Frau und mehrere klein« Kinder. Einige Stunden später verschied auck der junge Knie. So hat die Explosion drei blühende Menschenleben vernichtet.
HMÄulnachrickten.
rx Der Sondershiiuser Verband Deutscher Studenten-Eesangvereine hat für die in Stuttgart stattsindende Konkurrenz zur Hebung deut- scher Studentenkunst als e r st e r unter den stu- dentischen Verbänden einen Preis von 1000 gestiftet. Außerdem wird der Verband, dessen Ziel Pflege jeder Art von Kunst ist, sich mit einer größeren Ausstellung an der Konkurrenz beteiligen.
X H a l l e a. S. Mit Abhaltung der Vor- lesungen an Stelle des verstorbenen Direktor, der medizinischen Klinik, Geh. Med.-Rats Prof. Dr. von Mering ist der Direktor der medizinischen Poliklinik, o. Professor Dr. Adolf Schmidt betraut worden.
x Auszeichnung. Dem Architekten Professor Max Littmann in München ist das Ritterkreuz erster Klasse des Herzoglich Braunschweigischen Ordens Heinrichs des Löwen verliehen worden.
x Internationaler medizinischer Kongreß.
Am 5. d. M. hat sich, der „Münch. Med. Wochenschrift" zufolge, das deutsche Reichskomitee für den 16. Internationalen medizinischen Kongreß, der Ende August 1909 in Budapest stattfinden wird, konstituiert. Zum Vorsitzenden wurde Waldeyer, zu stellvertretenden Vorsitzenden Kraus und B. Fränkel-Berlin, Curschmann-- Leipzig, Gruber-München und v. Rembold- Stuttgart gewählt. Zum Schriftführer wurde Poserer, zu seinem Stellvertreter Hamann-Ber. lin ernannt. Der Arbeitsausschuß setzt sich au, den Herren Kern, Kirchner, Senator, v. Renvers, I. Schwalbe und Sonnenburg-Berlin zusammen. Schatzmeister ist E. Stangen, der Vorsteher des Reisebureaus der Hamburg-Amerika-Linre, der auch wie bei früheren Kongressen die ge*
missariis locorum, Magistraten, Beamten und Eerichtsobrigkeiten, auch insbesondere dem fisco hiermit aufgegeben, dahin zu sehen, daß dieser heilsamen Verordnung überall gehörig nachgele- bet und zum Effekt gebracht werden soll. Weshalb zu Ende jeden Jahres davon die Spezrfi. kation von jeder Obrigkeit vom Lande an die missarioa locorum gesandt werden sollen. El soll auch dieses Edikt in den Städten an btt Thore Rathhäuser und andere pußhque Oerter, in den Dörfern aber in den Krügen affigieret, auch über dem in jedem Dorfe einmahl des
I Tages gegen Johannis nach der Predigt vor der I Kirche durch den Küster in Gegenwart der gantzen Gemeinde öffentlich abgelesen werden. Urkundlich usw. Berlin, den 8. Januarius 1731.
I Fr. Wilhelm."
I Auch sonst knüpfen sich manche ergötzlich« I Steuerreminiszenzen an jene Zeit, da der Pu- I derzopf und Korporalstock hier und anderswo I regierte. Wer goldene und silberne Stickereien auf seinen Kleidern trug, mußte dafür einen
I Taler jährlich dem Staate entrichten. Das Trs- I qen einer Perücke war mit Vs ^is 3 Taler jährlich belastet, jenachdem die Allonge größer oder kleiner war. Der Luxus, sich in einer Sanfte tragen zu lassen, wurde mit einem Taler be-
I steuert, während auf dem Halten eines Spazier« I wagens 3 Taler Steuer lagen. Das Leckermaul, das sich an Kaffee, Tee und Schokolade dclek-
I treten wollte, die damals noch als Luxusgellanke betrachtet wurden, mußte dem Steuerfisku? jährlich einen Taler büßen. Daneben bestände« hohe Kopfsteuern, von Denen auch der Hof nicht
I frei war. Der erste Steuerträger war der König, der für feinen Kopf 4000 Taler Steuern zahlte. Die Königin hatte 2000 Taler zu ent* | richten, Lon jeder zur Armee gehörigen Person^
Marburg ®ber 'beten* Raum *16 P^ennig^ur Stefane« Pfennig —
Sonntag. 19. Januar 1908. Jchaber Dr. rt'h.Äarb^E'LfattÄ - Tekphon 55.
bium getreten, nachbem bet Minister bes In- i Erbfchaftsangelegenherten in Zwistigkeiten leb- 1 nein bie Reorganisation bet allgemeinen Vet- I ten, an seiner Bettstelle hing. Knaufs hatte I wattung in Aussicht gestellt. Für bie Zeit bis I während der Nacht feinem Leben ein Ende ge-
L RtdtiTnÄ ”“«W 17- 3« d? ’M*
| Mission aufgehoben und ihre Geschäfte einer An- verletzte der Jagdpachter Ratz feinen Freund I deren überwiesen werden sollen und könnten. I Schaub, mit dem er zusammen auf den Anstand I I Auf eine Anfrage antwortete der Landwirt- I gegangen war und den "in der Dunkelheit für
I trftftftctnintfter dast die Angliederung der tier- I Wild hielt, durch einen Schuß tödlich. I
ÄtÄ Ä landwirtfchaft- Lang-Göns, 17. Jan Gestern Nachmittag
I licken Lehranstalten nicht beabsichtigt sei. Die I ereignete sich in der hiesigen Bahnhofstraße ein I I Versuche zur Bekämpfung der Maul- und schweres Unglück. Der ledige Fuhrmann Mar- I Klauenseuche find nach? einer Auskunft des Mi- I stellet aus Erüningen hatte einen Frankfurter Nisters zur Zeit aufgegeben. Weinreisenden an die Bahn gefahren Am
I Die Budgetkommission des Reichstages setzte I Bahnhof scheuten die jungen Pferde und das I die Beratung des Militäretats fort. Bei dem I eine stürzte auf den Fuhrmann. Dieser blieb b^ I Titel „Manöverkosten" führte derKriegsminister I wußtlos liegen, das Blut quoll ihm aus Mund I aus die Anstrengungen bei dem Kaifermanöver I und Nase. Man trug ihn in die neche Wirtschaft ftien nicht Übermäßig gewesen. Die Manöver Wallenfels; er hat anscheinend schwere innere
I verlangten Anstrengungen und das sei natürlich, I Verletzungen erlitten. .
I denn bei einem Feldzuge brächten die ersten I Frankfurt a. M., 17. Jan. Tue Landwirte
I Tnno firfirrfirfi lehr arvste Anstrengungen. Es I Philipp Moxter und Georg Geibel in Pendel bei
an Vilbel lebten seit längerer Zeit in Un neben.
sei Pslrcht der Militarverwairung, oie «uw an $ sollten sie wieder einen Termin vor Strapazen zu gewöhnen, ^edes deufiche Jnfan- west ^^gericht in Vilbel haben. Als Moxter
I terie-Regiment überwinde mit Leichtigkeit eine nun an Hause des Geibel vorbeiging, er-
I Marschleistung von 50 Kilometern. Bei dem I dieser eine Jagdflinte und schoß den Moxter len muuu« , -- I letzten Kaisermanöver waren 55 837 Fußtruppen I tot Hierauf tötete et sich selbst durch einen
Besprechung der Interpellationen erklärte sich I beteiligt. Am 11. September waren davon I Schuß in den Kopf.
Abg Osann (nl.) für die reichsgesetzliche Re- I frank 303, darunter 153 Fußkranke. Die Marsch- Unterschmitten, 16. Jan. Ern schweres Un- gelung des Bergrechts und Knappschaftswesens, leistungen bewegten sich zwischen 30 und 40 glück trug sich laut „Han. Anz." auf der Bahn-
Hingegen war Abg. v. Brockhausen (kons.) mit I Kilometern. An einem einzigen Tage kamen strecke Schotten bei unserem Dorfe zu. Als b«t
bet Antwott des Staatssekretärs einverstanden I -üt eintge roenige Truppenteile Marfchleistun- I Zug einfuhr, glitt der Bahnarbeiter Berk aus
enb er betonte insbesondere daß im preußischen 6is 60 Kilometer vor. — Nachdem die Nidda aus, stürzte auf den Bahnkörper und
Abgeordnetenhailfe auch "ationallibetale Abge- ^Emission mehrere Artikel des Militäretats wurde vom Zuge erfaßt, der ihm einen Fuß ab-
Zrdnete vor der«Einführung der off^tli^en Ab. " hatte, wurde die Weiterberatunz quetschte. Der verheiratete Mann wurde in die
BÄ «d m tiÄ 6 °u! Di-n-I-g iertagt. Klmil n-ch -e-bmchi w-!-W --
^ Sonnabend Fortfttzunq I Bei der Kommisstonsberatung des «bgeord- I her inneren Verletzungen verstarb.
Sonnaveno 6 i B a- ---------------- netenhauses betreffend das Quellenfchutzgesetz er- Reu-Isenburg, 17. Jan. Auf der Frankfur-
L I karte der Minister, daß nur solche Quellen in I terftra^e überfuhr gestern das Automobil des
Aus den Parlamenten. Frage kommen, deren Erhaltung in gemein- Eroßherzogs von Hessen das zehnjährige Söhn-
Jn der Budqetkommiffion bes Abgeordneten- nützigem Interesse liege. Die Anregungen zu des Kaufmanns A^ Passet. Der Eroßherzog
-„J" ;ifr5te bei bei Beratung bes Landwirt- der Vorlage, die vom Abgeordnetenhause ausge- nahm sich sofort des Kindes an und begab sich
M ni ter aÜf eine infrage bett. gangen sind, hätten sich lediglich auf Thermal- mit seinem Adjutanten in die Wohnung des
K^mnntoein und Zuckersteuer er sei nicht und Heilquellen beschränkt. Es entwickelt sich Knaben und entfernte sich erst, als der Arzt die
Mua? übetTitie schwebende Angelegenheit zur eine längere Debatte Über den Begriff der „Ge- Verletzung des Kindes festgestellt und ihm die
veit^Äuskunft zu geben Bei der Erörterung meinnützigkeit", der wie der Minister ausfuhrt, nötige Hilfe hatte angedeihen lassen. Den Lenker
£ kne bel Kontiaktbruchs der ländlichen Ar- schwierig zu päzisieren und zu umgrenzen sei. des Automobils soll keine Schuld treffen, der
Litpl betonte der Minister daß nach seiner I Die Staatsregierung werde sich in dieser Frage I Knabe war beim Ballspiel in das Automobil
Snon^eg kaum im Interesse der Landwirt- der Mehrheit der Kommission und des Abgeord- hineingelaufen. Das Kind ist glücklicherweise
idjaft Ite8ge die landwirtschaftlichen Arbeiter zu I netenhauses anschließen. Sodann wird § 1 mit nicht lebensgefährlich verletzt es erlitt schwere
disaualifizieren da eine Ausdehnung der I einem freisinnigen unb § 3 mit einem national- Hautabschürfungen im Gesicht, der linke Arm
Strafe des Kontraktbruchs auf die Industrie- liberalen Zusatzantrage angenommen; die ubri- wurde gestaucht und das linke Schienbein ge-
arb^tter nicht möglich sei. Im übrigen sei er zu gen Paragraphen bis einschließlich 11 werden in
nochmaliger Erwägung bereit, wenn er auch I der Fassung der Vorlage angenommen.
Ltotze Hoffnung auf das Zustandekommen eines — solchen Gesetzes nicht habe. Auf eine weitere I Kejjen-Äajjail UNd Nachbargebiete.
Anfrage erklärte der Minister, daß über das I 'trifalarl 17 Ran In nicht ge-
sWZWM -ZMMW
I zurückzugehen, um auf allerhand Drolliges zu (SeltjttniC Steuern. I setzen, das wett ist, der Vergessenheit entrißen
Eine aktuelle Betrachtung von Dr. Rud. Curtius. und der Gegenwart zum Nutzen als warnendes
von Loaau der berühmte I Beispiel vorgehalten zu werden. Als bie Steuer-
irM^rhp Gviakammatiker dessen 300 Eeburts- I kommission des deutschen Reichstages vor 2 ^ah-
Än W» M-rtwu.d-.uoch ten mit ihren Pl-n-n het-n-rückt- iellie -m
«■ Yofitp könnte er mit Hochgefühl darauf I Gemeinderatsmitglied einer süddeutschen Uui- binro eiten daß die Welt heute nicht anders ist, I versitätsstadt, das mit diesen Vorschlägen höchst als in jenen Tagen da er in seinen Sinngedich- I unzufrieden war etn Eegenprogramm auf i mlrcTpin Dom Steuerkalendei nieder- I dem er die Erhebung einer Junggesellen- und ten bas Verslern vom iteuerraienoei Junggesellinnensteuer unb einer Steuer für kin-
IN fpittp rote Schlitt' I derlose Familien empfahl, bie er eine „Familien- ^ie feiert seit die Welt steht, keine Stunde nicht. I steuer a. D." nannte und unterschiedslos allen Ser schlechte Reim macht dem Verfasser I auferlegt wissen wollte, bie bet Storch nicht mit
wenig Ehre aber bet Inhalt ist grausam wahr; I seinem Besuche beehrte. Der
kläglichen Ergebnis bet letzten I Politiker regte an, hochherzige Erblasser für
Reichsfinanzreform8 tritt an 8bie Nation schon Stäbte dadurch anzuködern, daß man zur Ehr-
wieder die Aufgabe heran, neue Steuerquellen ung ihres Angedenkens ihre Namen auf grani- ^r das Reich 8 zu erschließen. Der samose tenen Tafeln in den Rathausgangen zu ver- vreußischs Minister Graf von bet Schulenburg- I ewigen verspreche. Er wollte ferner zum An- Kebnert der am Montag nach bet Schlacht bei denken an bie eblen Spender jährlich wieder- Rena auf dem errötenben Papiere amtlicher kehrenbe Festgottesbienste in ben Kirchen einge- Anüblaaiettel ben Berlinern^ einschärfte, daß führt wissen, an benen sämtliche Mitglieder des SSeWSe «ItemlSSilSt Wiat in Magistrats unb bet. Stadtverorbnetenvetsamm- ben seitdem verflossenen 101 Iahten sein Repet- I lung korporativ bei Vermeidung von 50 M totte beteuert und ruft aus dem Grabe: ,Ieue Strafe.teilzunehmen hatten fand aber wenig Steuern bewilligen, ist die erste Bürgerpflicht." I Gegenliebe Et diesen Vorschlägen, aus denen Während man sich allenthalben nach neuen I das Krahwinkeltum einer langst vergangenen
Eteuerobjekten umsieht, die natürlich bei den I Zeit spricht. - .. .
,^avon Betroffenen lautes Wehgeschrei hervor- I Allzuweit braucht man allerdings in bet tufen während man sich anschickt, einen volks» I Geschichte unserer großen Kleinkinbetstube, ge» wirtschaftlichen Brei zusammenzurühren, von I nannt Deutschland, nicht zuruckzugehen, ^von dem man im voraus wegen der vielen daran be» I deren Sonderbarkeiten sich manches als Gesetz teUig™ »"Äaupt™ tann, d°tz »erb»,, unb Se« mie eine ten schmecken wird, schweift die Erinnerung zu zur Gegenwart fortgeerbt hat. ..^ub Dstfriesland fenen Kuriositäten zurück, von denen uns die I wurde im Jahre 1905 die ergötzliche ^rurteil» Steuerzettel aller Länder und aller Zeiten be- I ung eines Landwirts zu 6 Jt Strafe gemetoet, tickten können. Man braucht da nicht eben weit 1 die er sich zugezogen hatte, weil «I einer Per-