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Erstes Blatt
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klären, daß der ausschlaggebende Bestandteil der Wähler eben die breite Schicht des Mittelstandes ist, die nicht durch eine verhetzende Agitation, sondern durch klare politische Anschauungen, für die die Masse weniger empfänglich ist, bestimmt wird. Der Wahlagitaion sind damit Zügel angelegt und Agitationsreden zum Fenster des Sitzungssaales hinaus, wie sitz, im Reichstage gang und gäbe sind, unnötig zum Vorteil der Verhandlungen.
Die Sozialdemokratie treibt die Agitation fort. Ihr Ziel ist offenbar, da sie sich füglich nicht einreden kann, einen Erfolg in dieser Frage zu haben, den Freisinn vom Block abzutrennen, das zeigen Worte wie „bet Freisinn zögert noch immer, das Tischtuch zwischen sich und der Junkerregierung zu zerschneiden". Man darf daher gespannt sein, wie die Haltung der Freisinnsgruppe ausfällt. Daß Herr v. Eerlach und seine Freunde auf der Seite der Blockgegner stehen, haben wir schon neulich gezeigt und ersieht pran jetzt wieder aus seinen Aeuße- rungen, die wir unten wiedergeben. Daß aber der gesamte Freisinn wegen der sozialdemokratischen Kastanien sich die Finger verbrennt und durch sein Ausscheiden aus dem Block sich wieder zur Bedeutungslosigkeit einer Nur- Oppositionspartei macht, darf wichl bezweifelt werden. Eine Berliner Resolution der 3 Gruppen spricht zwar von weiterer Agitation, erwähnt aber das Verhältnis zum Block garnicht. Im übrigen wird man gut tun, der lärmenden Agitation eine weitere -politische Bedeutung nicht beizumessen.
Lage sein, auch öffentlich für seine politische Ileberzeugung einzutreten, das Ammenmärchen von dem Zusammenbruch der konservativen Parteien im Landtag, der dadurch erfolgen soll, dürste doch das Resultat der letzten Reichstagswahl der Provinz Preußen genügen!) beleuchten. Und wenn sich auch nicht verschweigen läßt, daß die öffentliche Wahl zu politischer Beeinflussung nach jeder Richtung hin mehr Handhabe bietet, so sollten doch gerade die, die immer von der Erziehung zu männlicher Freiheit reden nicht die geheime Wahl als das einzig Richtige hinstellen.
Die ganze Frage nach der Einführung des Reichstagswahlrechts in Preußen gewinnt aber noch ein anderes Gesicht, wenn man sie nicht als akademische Erörterung, sondern als praktische politische Frage betrachtet, wie sie ja auch betrachtet sein will. Wie liegen die Verhältnisse in Preußen? Wer würde einen Vorteil von der Einführung haben? Ganz gewiß nicht der Freisinn, der jetzt sich so radikal gebärdet, das zeigt das Ergebnis der letzten Reichstagswahl, bei der trotz des geheimen allgemeinen gleichen Wahlrechtes die konservativ gerichteten Parteien in Preußen die stärksten sind, sondern einzig und allein die Sozialdemokraten. Wenn daher freisinnige Organe und Politiker, sei es aus stiller Neigung zur Sozialdemokratie und ihren Ideen oder aus Furcht vor der sozialdemokratischen Agitation, sich zum Sturmblock für deren Forderungen benutzen lassen, so ist es ihre Sache. Nachdrücklich aber muß gegen die Auf- faffung Stellung genommen werden, die der Abg. Fischbeck vertrat, daß die Blockpolitik im Reichstage, die sich doch gerade gegen die Sozialdemokratie und ihr Auswachsen richtet, es fordere, das Landtagswahlrecht im Sinne des Reichstagswahlrechts zu ändern. Wenn der Freisinn nicht in den Block eingetreten ist, weil er es für richtig hielt, gemeinsam nationale Ziele zu fördern, so war seine Haltung unverständlich. Nationale Forderungen und Ziele sollten aber nicht als Objekte für politischen „Kuhhandel" ausgegeben werden. Einer solchen Auffassung werden konservative und nationalliberale Politiker widersprechen müssen. Stellt man die Frage nach der praktischen Wirkung der Einführung des Reichstogswahlrechtes — und jeder dem es ernst ist mit einer gesunden stetigen Entwickelung muß sie so stellen — dann ergibt sich die Ablehnung von selbst; denn niemand wird die Hand dazu bieten wollen, der Sozialdemokratie auch in Preußen Macht einzuräumen, wie sie diese im Reiche zum Schaden der Entschließungen des Parlamentes ausübt. Daß die Verhandlungen unseres jetzigen Abgeordnetenhauses auf einem politisch wesentlich höheren Niveau sich bewegen, als die des Reichstages, kann nicht bestritten werden, läßt sich aber um so leichter aus dem Umstande er-
mit dem K tarburg und Kirchhain <
Klagen- K-r-'i«"", „Km»irtschMrch. «*> '
Die Wahlrechtsfrage.
Schon seit einiger Zeit hat die Sozialdemokratie eine lärmende Agitation zur Erlangung de» Reichstagswahlrechts für Preußen entfaltet, die an dem Tage der Verhandlung über die freisinnige Wahlrechtsinterpellation im Abgeordnetenhause sich zu wüsten Radauszenen steigerte. Es ist schwer zu glauben, daß die Treiber in dieser Frage wie die Getriebenen die Einbringer der Interpellation sich einen wirklichen Erfolg versprochen hatten. Mit aller wünschenswerten Deutlichkeit hat denn auch Fürst Bülow erklärt, daß die Regierung sich durch keine Demonstration auch nur um Haaresbreite von dem Wege, den ihr das Staatsinteresse vorschreibt, abbringen laste. Für jeden besonnenen Politiker ist es auch klar, daß sich so schwere und schwerwiegende Fragen, wie es dis nach dem Wahlrecht ist, nicht durch Schlagworte und Phrasen durch billige, nichts bedeutende Resolutionen, noch durch Straßenumzüge entscheiden lasten. Von dem Geiste der Besonnenheit waren denn auch zum großen Teil die Erörterungen, mit Ausnahme derjenigen der Freisinnsredner erfüllt, die in der letzten Sitzung des Landtages gepflogen wurden. Fürst Bülow gab zu, daß das jetzige Landtagswahlrecht mit seinem einseitig plutokratischen Charakter nicht der Inbegriff aller Wahlsysteme ist. Es ist auch nicht schwer das zu erkennen. Viel schwieriger gestaltet sich die Frage, welches Wahlrecht denn überhaupt die Mannigfaltigkeit des Vslkskörpers in seiner Vertretung am besten hervortreten laste. Darüber kann man wohl nicht im Zweifel sein, daß Wie überall so auch im politischen Leben gleiche Rechte nur gleichen Pflichten entsprechen, daß also erst eine Differenzierung des Gewichtes der Stimmen eine wirkliche Vertretung des Volkes schaffen würde. Und auch dem mutz man zustimmen, daß Fürst Bülow den Einfluß des breiten Mittelstandes in seinen Verzweigungen auf die Geschicke des Vaterlandes erhalten und stärken will. Dem wird eine Aenderung in dem Sinne, daß neben Steuerleistung auch Besitz, Bildung und Alter für das Gewicht der Stimmen ausschlaggebend sein sollen, wohl Rechnung tragen können. Die Frage nach dem Wie" ist, wie auch die hier nur andeutenden Ausführungen Bülows dartaten, die fast unlösliche Schwierigkeit, die eben im Grunde darin liegt, daß es kein Wahlrecht gibt, das ganz genau die verschiedene Abstufung des Volksganzen hervortreten lietze. Mit gleicher Deutlichkeit hat sich Fürst Bülow gegen die Einführung des Reichstagswahlrechts wie besonders die der geheimen Wahl erklärt. Mit Recht; denn das deutsche Volk mutz in der
(3?aä)Dtud tierboten.).
Unter der Maske.
Roman von Lady Georgina Robertson.
(ForNetzung.)
Niemand konnte höflicher und zuvorkommen-
Ellen stand auf, um das Zimmer zu ver- lasten. Sie ertrug manches, aber anzusehen zu müssen, wie Miß Forbes sich um ihren Mann bemühte, das ging über ihre Kräfte.
Lord Chesleigh sah ihre Absicht und sagte freundlich: „Bitte, lasten Sie sich nicht durch mich stören, Mrs. Moore.
Ellen verbeugte sich und nahm ihren Platz wieder ein.
„Dora hielt heute wirklich eine Art Empsang ab," bemerkte Mathilde. „Ein Regentag muh besonderen Reiz für sie haben."
„Sie ist ein liebes, kleines Geschöpf," rref Monika aus. „Und ich finde, daß sie Ihnen so ähnlich sieht, Lord Chesleigh!"
„Dann hoffe ich nur, daß diese Aehnlichkeit ihr bei Ihnen keinen Abbruch tut, Miß Forbes," entgegnete er höflich.
Monika versuchte verlegen auszusehen, aber es gelang ihr nicht recht. Sie zog Lord Chesleigh durch eine Bemerkung über das Wetter ans Fenster und hielt ihn dort in lebhafter Unterhaltung wohl eine halbe Stunde fest.
Ellen sagte kein Wort, aber innerlich zitterte sie vor Zorn. Mathilde nahm Dora auf den Schoß und erzählte ihre lustigen Geschichten, die der Kleinen sehr gefielen.
Ihr lautes Lachen und Jauchzen zog des Vaters Aufmerksamkeit auf sie.
„Dora wird eifersüchtig fein,“ sagte er zu Miß Forbes. „Sie kamen ber, um das Kind zu unterhalten und nun unterhalten Sie mich statt besten."
Er ging zu seiner kleinen Tochter und Monikas fernere Bemühungen um ihn waren vergeblich. * *
Eines Morgens wurde Ellen in die Bibliothek gerufen. Es war ein großes Zimmer^ an
Deutsche- Reich.
— Der Kaiser in Weimar. Weimar, 11. Jan. Die Stadt hat aus Anlaß der Ankunft des Kai- fers und der Eröffnung des neuen Hoftheaters Flaggenschmuck angelegt. Um 6 Uhr traf der Kaiser mit den Herren des Gefolges im Sonder, zug ein. Der Eroßherzog erwartete den Kaiser aus dem Bahnsteig und begab sich mit ihm nach herzlicher Begrüßung zu Wagen nach dem Re", denzschlotz. Das Wetter ist kalt, aber schön. Da, Publikum bereitete dem Kaiser und dem Groß. Herzog auf dem Weg zum Schloß lebhafte Ovationen. Von Fürstlichkeiten sind hier einge. troffen: Der Regent von Braunschweig, Herzog Johann Albrecht und Gemahlin, Prinz Hein, rich XXXV. von Reuß jüngere Linie und Prinzessin Heinrich VII. von Reutz jüngere Lerne. Im Refidenzschloß fand um 6 Uhr 15 Minuten Familientafel statt. Der Kaiser verlieh dem Generalintendanten des Erotzherzoglichen Hof- theaters von Vignau, den Kronenorden 1. Kl. Um ?y2. Uhr begann die Eröffnungsvorstellung im neuen Hoftheater, das von Prof, fiittmann erbaut ist, im Aeußeren anlehnend an das alle Theater, im Inneren geräumig, einfach und r* ’.tbig im Stil antikisch in Weiß und Gold auf blattgrünem Grund gehalten. Unter Fanfaren« klängen betrat der Hof das Theater, worauf das zur Einweihung des neuen Hauses von Richard Voß gedichteteFestspiel „Das Friihlingsmarchen* spiel" begann. Die zugchörige Musik ist mit Be- Nutzung Lisztscher Motive von Felix Weingartner Es folgte ein Vorspiel auf dem Theater zu Goethes „Faust", hierauf Schillers .Wallen, steins Lager". In der nunmehr eintietenbeu halbstündigen Pause hielten der Kaiser und der Eroßherzog Cercle im Foyer ab, zu dem etw» 300 Personen befohlen waren. Nach der Pause
Das junge Mädchen errötete. Sie sah nüyt auf, sondern beugte sich noch tiefer über ihre Zeichnung. ,
„Ich wußte nicht, daß Du mrch sprechen wolltest,“ entgegnete sie. Ich bin seit einige! Ze^Ach was, Mathilde, Du weißt, daß ich ge:K mit Dir spreche."
Er Haie Ellen nicht gesehen, und Mathilde hatte ihre Anwesenheit ganz vergeßen.
Diese sah jetzt lächelnd zu ihm auf.
„Wo ist Lady Forbes?" fragte sie.
„Sie macht einen Besuch in der Nachbarschaft mit der schönen Monika," erwiderte er spöttisch. , Sie hielt es für unerläßlich, daß ich sie begleite, aber ich hatte Besseres zu tun. Ich sehnte mich danach, ein halbes Stündchen ungestört mit Dir plaudern zu können.“
„Artur," sagte Mathilde leise, „ich habe schon mehrfach gebeten, nicht so mit mir zu sprechen. Unsere Liebe muß ganz aus dem Spiel bleiben, so lange ich East Deines Hauses bin.
„Dann mußt Du mein Haus so bald rote möglich verlassen, damit ich Dir folgen kann und um Dich werben.“
Er nahm ihre Hände in die seinen. „Wie grausam hat das Schicksal uns boch geführtl Ob wohl je zwei Liebende auf solche Weise 6* trennt worden sind wie wir?“
„Sprich nicht davon, Artur! Ich
könnte alles vergessen, was hinter Ans Ikgt
Sie schwiegen einige Minuten und Eli« sob, wie er Mathildens Hand an die Lippen zrg und küßte.
Die Aermste! Ihre Arbeit war ihren Ha^ den entsunken. Sie stand wie angewurzelt «» hatte doch am liebsten das Zimmer verlasse». Wenn sie nur die Kraft dazu gehabt hattet
^Fortsetzung folgt.)
Deutscher Reichstag.
77. Sitzung vom 11. Januar, 11 Uhr.
Am Vundesratstisch: Dr. Nieberding.
Auf der Tagesordnung steht zunächst die Novelle zum B.E.B. (Haftung des Tierhalters).
Staatssekretär Dr. Nieberding begründet den Entwurf, der den § 833 des B.E.B. dahin ändert, daß die Ersatzpflicht nicht eintritt, wenn der Schaden durch ein Haustier verursacht wird, das dem Berufe, der Erwerbstätigkeit oder dem Unterhalte des Tierhalters zu dienen bestimmt ist, und entweder der Tierhalter bei der Beaufsichtigung des Tieres die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet ober ber Schaben auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden fein würde. Der Reichstag hat die Vorlage zweimal durch eine Resulution gefordert. Der Deutsche Juristentag hat allerdings gegen die Vorlage Einspruch erhoben, weil es nicht ratsam sei, schon jetzt am B.G.B. zu rütteln. Aber es sind auch Aenderungen am Vereinsgesetz geplant, und niemand hat sich unter dem gleichen Vorwande gegen diese Absicht gewendet. (Beifall rechts.)
Die Abgg. Hagemann (natl.), Wagner (kon.), Varenhorst (Rp.), Schmidt-Warburg (Ztr.) und Roth (wirtsch. Vgg.) erklären sicy mit bet Vörden Wänden stunden Schränke und Regale mit kostbaren Werken und in der Mitte kleinere und größere Tische mit bequemen Sesseln. Die Decke wurde von Säulen getragen und es war fast unmöglich, an einem Ende des Raumes zu sehen, was an dem anderen vorging.
Dora hatte hier am Tage vorher mit Miß Forbes herumgetollt und dabei von den schweren Vorhängen ein Stück Franse abgerisien. Ellens geschickte Hand sollte den Schaden ausbessern. Es war nicht so leicht, wie sie erst dachte, sie mutzte in die tiefe Fensternische treten, um die beschädigte Stelle zu erreichen.
Während sie ihre Näharbeit zurechtlegte, trat Mathilde ein. Sie nickte ihr im Vorbeigehen freundlich zu und setzte sich bann an einen der kleinen Tische, wo sie anfing, einige Blumen zu zeichnen.
Beide waren eifrig bei der Arbeit. Ab und zu warf Ellen einen Blick auf ihre Cousine. „Wenn sie ahnte, wer ich bin!“ dachte sie, aber Mathildens Gedanken waren weit entfernt davon, sich mit ihr zu beschäftigen, sie war in ihre Arbeit vertieft. Es war ein herrlicher Sommermorgen, die Vögel fangen, die Blumen dufteten und die ganze Natu: atmete Ruhe und Frieden.
Plötzlich sah Ellen Lord Chesleigh durch den Garten kommen. Er schaute um sich, als ob er jemand suchte und trat dann mit raschen Schritten auf das Haus zu. Ihr ganzes Herz schlug ihm entgegen. Wie gern wäre sie auf ihn zugeeilt und hätte gerufen: „Ich bin nicht gestorben, ich lebe. Habe mich nur em bißchen lieb.,, „
Aber et achtete nicht auf sie. Er mutzte Mathilde durch das Fenster gesehen haben, denn wenige Minuten später stand er hn Zimmer.
„Mathilde!" rief er aus »also hier bist Dut Ich habe Dich überall gesucht,"
läge einverstanden, deren Zweck, eine Härte aus dem Gesetze zu beseitigen, anerkannt werde» müsse. Grundsätzlich gegen den Entwurf trat nur Abg. Molkenbuhr (Soz.) auf, der in der Vorlage ein neues Entgegenkommen gegenüber den Agrariern erblicken wollte. Hingegen betonten die Abgg. Eußling (fteif. Vp.) und Dove (fieif. Vgg.), das Wort „agrarisch" fei hier aus« zuschalten, immer empfehle sich Kommissionsberatung. Der Antrag auf Kommissionsbe- rt- ung wurde gegen die Stimmen der Freisinnigen und der Sozialdemokraten abgelehnt; die zweite Lesung findet also im Plenum statt. Es folgte die tifte Beratung des Entwurfs auf Abänder- ung des § 63 des Handelsgesetzbuches. Staatssekretär Dr. Nieberding bezeichnete als Haupt- wert der Vorlage die Bestimmung, daß den Handlungsgehilfen in Krankheitsfällen bi» Weiterzahlung ihrer Bezüge für die Dauer von 6 Wochen durch keine vertraglichen Bestimmungen eingeschränkt werden dürfe; jedoch solle« die Krankengelder in Abzug gebracht werden, Gegen letztere Bestimmung richteten sich die Scheuten der Abg.. Nacken (Ztr.), Dr. Webel (natl.) und Eans Edler zu Putlitz (kons.) Darauf trat Vertagung auf Montag ein.
der gegen Mathilde Burton fein, als Lady Forbes es war. Dagegen hatte Monika angefangen, unfreundlich zu fein und jede Gelegenheit wahrzunehmen, um spitze Reden anzubringen. Mathilde ignorierte dies völlig. Sie durchschaute die Absichten von Mutter und Tochter, aber sie nahm nicht die geringste Notiz davon.
Ein Lächeln umspielte ihre Lippen, als nach einer Weile auch Lord Chesleigh das Kinderzimmer betrat.
Die Situation war eigen für ihn, wenn er sie nur erkannt hätte. Von den drei anwesenden Damen war die eine, seine Frau, tot für ihn und das Leben, aber trotzdem voller Liebs zu ibm. Die zweite war die, der ursprünglich fein Herz gehörte und die dritte war entschlossen, ihn zu heirate...
Die Art, in der sie seinen Eintritt begrüßten, war charakteristisch. Ellen wandte sich ab, wie sie es immer zu tun pflegte, wenn sie ihn traf. Mathilde sah lächelnd zu ihm auf, sie hatte sich 'so jn der Gewalt, daß keine Minute ihre Gefühle verriet» während Monika in dem Wunsche, ihm ,iu gefallen, anfing, sich mit der Kleinen zu be» schuftigen.
„Wir scheinen alle dieselbe mitleidige Anwandlung gehabt zu haben," sagte sie lachend. ^Det Tag ist so trübe, daß ich mir etwas Sonnenschein holen wollte. Bei einem Kinde findet plan ihn immer.“
; .Sie sind sehr freundlich,“ erwiderte er.
Ma« abonniert auf die täglich erscheinende „Oberhessische ®ie 3nf«*10"29*6Ur betrögt füt bi« 7^tene Seilt
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