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Erstes Blatt

Ausland.

sicher.

(Fortsetzung folgt.)

Uebex das Heilverfahren in der Invali­denversicherung machen die vom Reichsver­sicherungsamt herausgegebene»Monatsblätter für Arbeiterversicheruni,' interessante Ausfunr­ungen, denen wir folgendes entnehmen.

1000 Personen waren im Jahre 1906 in Kran­kenhäusern im Dienste der Arbeiterschaft tätig; über 12 Millionen Mark sind im Jahre 1906 (über 65% Millionen seit dem Bestehen der Invalidenversicherung) an Kostendes Heil­verfahrens im Be5tiche d.r Invalidenver­sicherung aufgewendet worden, ungerechnet die 23/4 Millionen Mark, die zu demselben Zweck weiter aufgewendet, aber von Krankenkassen den Versicherungsanstalten erstattet worden sind. Für die Behandlung werden mit Vorliebe solche Fälle gewählt, in denen die Fürsorge in der Wohnung des Kraken nicht genügt, also nur Anstaltsbehandlung, eine Badekur oder sonst eine kostspielige, die Mittel d-s Versicherten übersteigende Art des Verfahrens notig wird; vielfach wird sie, ebenso wie die Begutachtung

DeuischeS Ncich.

Das erste Petitionsverzeichnis des Abge­ordnetenhauses weist 391 Nummern auf. Ver­schiedene Eingaben befassen sich mit dem Wahl­recht, eine ganze Reihe von ihnen mit persön­lichen Angelegenheiten. Eine Petitionsreihe von 35 Nummern wünscht die Einführung der staatlichen Wertzuwachssteuer. Ferner wurden u. a. folgende Wünsche ausgesprochen: Erhöhung

Das Abonnement auf dieOberhesfische Zeitung", das zrötzte, meistgetefeuste «uo weit- verbreite tfte Blatt Marbnrgs und -er Umgegeus kostet vierteljährlich nur 3.25 Lik. Inserate haben besten Erfolg.

mit dem Krcisblatt für die Kreise Mardmg «»d Kirchham

;\ta gelingen:Literarischer Am-i-er«.««.dmirtschaftliche Keilage« -°dM-strirrtr, KEt-i-blE«.

Wenn Eie mich meinen, Miß," bemerkte sie, ,so sind Sie im Irrtum; von mir lernt Mitz Dora nichts Ungehöriges."

Mathilde versüßte Frieden zu stiften.

Ich glaube wirklich, daß Sie sich irren, warf sie ein.Es wird doch niemand einfallen, ein Kind zu lehren, unfreundlich zu sein."

Man nennt die Dinge nicht 'Miner beim rechten Namen," entgegnete Miß Fordes kühl: Unfreundlichkeit ist zuweilen Staatsllughett.

»Ich verstehe Sie nicht, was Sie meinen, erwiderte Mathilde.

Aber Ellen verstand um so bester, was lag Forbes andeuten wollte; sie war erzürnt und sehnte sich danach, für ihre Cousine emticrcn 3U Es^war kein Wunder, daß die unterdrückte Glut nicht endlich zu Heller Flamme aufloderte. Mist Forbes hatte gewünscht, mit eigenen äugen 34 sehen, welche Beziehungen zwischen Lord Ches- leigh und der Cousine seiner verstorbenen Fran bestanden und was sie sah, war weit entfern^ sie zu beruhigen. Er schien Mathilde sehr he» zu haben und suchte ihre Nahe stets auf. Lad? Forbes und ihre Tochter hatten beide ote Hebet« Beugung, daß er Monika heiraten würde, wenn Mathilde nicht im Wege stände. So war eine brennende Eifersucht in Monikas Herzen erwacht und sie war unvorsichtig genug, derseloen Aus- druck zu geben. ,,

Lady Forb.s beobachtete objektiver als ihre Tochter und manches frappierte auch sie was chr nicht gefiel. Eins mutzte sie aber zugeben, Ma- thilde kam Lord Chesleigh nie entgegen. . Sie blieb immer gleich in ihrem Wesen, sie suchte seine Gesellschaft ebensowenig auf, rote sie Dl# selbe vermied. Entweder, er war ihr gleich­gültig, oder sie fühlte sich seiner vollkommen

** Hebet das Fortschreiten der englischen Kriegsflotte im Jahre 1907 gibt das englische, in Marinesragen erfahrungsgemätz gut unter­richtete Fachblatt Engineering folgende Dar» stellung: Es sind neu hinzugekommen 29 Schiffe mit: insgesamt 132118 Tonnen Raumgehalt und 37 ä 800 indizietten Pferdestärken. Der Gesamt, wert dieser Fahrzeuge nach ihrer völligen Her. stellung und Ausrüstung betragt 13,5 Millionen Pfund Sterl. oder 270 Millionen Mark, sodah sich also der Durchsusnittswert des ein;einen Schiffes auf rund 10 Millionen Mark belauft. Dieser auffallend hohe Preis erklärt sich daraus, datz im Jahre 1907 mit größerer Energie bet Bau von Riesenschlachtschiffen nach dem Vorbild der Dreadnought-Panzer in Angriff genommen wurde bei denen sich die Kosten für das ein­zelne Schiff bekanntlich auf über 40 Millionen Mark belaufen. Der im letzten Jahre eingetr# tene Maierialzmoachs ist der grötzte feit dem Jahre 1903; er bleibt nur um ein geringes hin- ter diesem Rekordjahr zurück, in dem 35 Schifft mit 1487 000 Tonnen Raumgehalt zu Waget Fast I gebracht wurden. Im Jahre 1903 betrug b« ran- 1 Ausgabe für diese 35 neuen Fahrzeuge 12 Milli» onen Pfund; der Durchschnittspreis war dem» nach 7 Millionen Mark gegen jetzt 10 Millionen Mark für das einzelne Schiff! Nur einmal bis­her ist eine grötzere Jahreseinnahme zu verzeuh. nen: im Jahre 1901 wurden für neue Fahrzeuge 15,9 Millionen Pfund oder 318 Millionen Mart verausgabt. Das genannte englische Blatt fügt diesen Ausgaben hinzu:die Gesamtleistung bei Jahres 1907 stellt sich bar als ein befriedigender Fortschritt gegenüber den verhältnismäßig Nied, tigeren Ziffern der drei vorhergehenden Jahre; es ist erfreulich, datz das jetzige Matz der Ma. terialvermehrung in Zukunft beibehalten, h^st wahrscheinlich sogar noch weiter gesteigert werde« wird " Noch eindrucksvoller ist das Urteil, bai das erste militärische Fachorgan Englands,

»Nachdruck »erboten.jl,

Unter der Maske.

Roman von Lady Georgina Robertson, (gorlfefcung.)

Der ganze Schmerz ihres verwundeten §>et« wns lag im Tone ihrer Stimme. Sie konnte nichts anderes entgegnen, wie wäre es ihr mög­lich gewesen, Mathilde gegenüber die leiseste Unwahrheit zu sagen.

Und Ihr Kind?" fuhr Mitz Burton fort, ist es gestorben?"

Ich habe es auch verloren," wer die Ant­wort.

Sie haben schon viel durchgemacht. Es tut mir aufrichtig leid, und ich kann nun verstehen, wie lieb Sie die Kleine haben. Ich weiß es, was es heitzt, jemand zu verlieren, der einem nahe steht; ich leide noch unter dem Tode von Doras Mutter, ich hatte sie so lieb."

Meine Mutter ist im Himmel," bemerkte die § leine, und Ellen zuckte zusammen, als sie die körte hörte.

Sie müssen zuweilen nach der Kinderstube kommen und mit Miß Dora spielen," sagte Ma­thilde.Ich werde sie jetzt einen Augenblick bei Ihnen lasten und noch ein Muster holen, welches ich vergesten habe."

Selige Minuten folgten. Ellen drückte ihr vtinb immer wieder ans Herz und weinte vor Freuden. Wie gern hätte sie sich der Kleinen fo gezeigt, wie sie in Wirklichkeit aussah, aber das durfte jie nicht wagen. Als Mathilde zurück- kam, erhob sie sich schnell von den Knien, und Iuf ihrem Antlitz lag ein solcher Schein von ^lück und Liebe, daß diese ganz gerührt war.

Ich habe sie lieb," sagte Dora,sie kützt mich find weint ,'

Es war ihr offenbar eine reue Art Huldig­ung, daß jemand bei ihrem Anblicke weinte; sie Ivar sonst nur gewöhnt, Lächeln hervorzupnfen.

Türkisches.

! Da hinten in der Türkei ist wieder einmal Hwas los. Der Sultan wird in den Reforrnbe- strebungen der Großmächte gegenüber hart­näckig, ja sogar direkt widerspenstig. Er hat den Vertretern der Großmächte eine Note geschickt, ^eren wesentlicher Inhalt ist, er, der C-tltgn, werde die Mandate der Finanzkommission für Mazedonien nicht erneuern können, es sei denn, die europäischen Beamten dieser Kommission treten ausdrücklich in seine Dienste und würden so Beamte des Sultans und nicht nur der s em- den Mächte. Dieses Verlangen sei er seiner Sou- Heränität und der Rücksicht auf den .uhig i und zahlreichen muhammedanischen Volksteil Maze­doniens schuldig. Was der Sultan ve langt, scheint eine reine Formfrage, allerdings eine solche von prinzipieller Wichtigkeit zu sein. An und für sich ist das Verlangen des Sultans be­greiflich und nicht unbillig.

Der nahe Orient ist schon immer das kompli- zieiteste politische C'biet gewesen. Es gibt so viele und so unberechenbare Faktoren dort, 4e Jechs Großmächte, die auch nicht immer einig »nd, die vielen Nationalitäten, die beiden Reli­gionen, die sich in d'n Haaren liegen, die hohe Pforte und der Sultan, die auch nicht immer chanz das Gleiche wollen sollen. Im gegewär^ Ilgen Augenblicke (weint es sich um zwei Dinge zu hanteln, erstens um die Verlängerung und Erneuerung der Mandate der internationalen Finanzkommission, zweitens um die Einführung von Justizreforme \ Die Grundlage für alle diese Dinge bietet das sogenannte Mürzsteger Abkommen zwischen Oesterreich-Ungarn und Rußland. Die übagen Mächte sind dem Ab­kommen beigetreten und die Pforte hat zuge­stimmt. Damals wurde ein allgemeines Reform­programm entworfen, besten finanzieller Teil ausgeführt ist. Auch der Grundsatz einer Justiz­reform ist darin ausgesprochen und anerkannt. Im vorigen Sommer haben bekanntlich Ruß­land und Oesterreich-Ungarn ein Justizreform­projekt der Pforte unterbreitet. Die Lage hat sich gleichzeitig mit den Monarchen- und Mini- fterbegegnungen von Ischl, von Desio, vöm Sem­mering im vorigen Jahren gegen früher in so­weit verschoben, als die englische und die ita-

lienische Regierung sich dem Standpunkt der bei- j der Gehälter der mittleren Werksbeamten 1. Kl., ben Mürzsteger Mächte erheblich genähert l unkündbare Anstellung der Bergunterbeamten, haben. Früher neigte England mehr dahin, ' ---------" ' «--------1*

bas Heil für die sogenannte Pazisikation Maze­doniens bei den Nationalitäten zu suchen an seltsamer Glaube, der wohl nicht rein zivilisato- | rischen Motiven entsprang. Demgegenüber suchten die Ostmächte, und mit ihnen auu) Deutschland das sich aber in allen diesen Fragen in zweiter Linie hielt die Frage unter Ausnutzung des Stabilitätsfaktors, den die Türkei immerhin darstellt, einer Losung näher zu bringen. Außer der konservativeren Wendung der englischen Balkanpolitik hat sich aber noch etwas anderes geändert. Rußland ist inzwischen zwar erheblich geschwächt, hat aber doch fein Interesse nach bet Niederlage im fer­nen Osten wieder dem nahen Osten zugewandt.

Wenn man aber auch alles das in Betracht zieht, so ist man doch noch nicht imstande, heraus- zufinden, wie die Mächte den Widerstand der Türkei aufnehmen werden. Die Türkei hat schon seht ost trotz des anfänglich heftigsten Wider­standes wieder plötzlich nachgegeben vielleicht tut sie es auch diesmal. Wenn sie es aber nicht tut, so w.rd man doch eher wahrscheinlich einen Mittelweg suchen, als etwa u-.bet durch Zwangsmaßregeln, etwa eine Beschießung eini­ger Inseln, der gesamten Welt ein heiteres Schauspiel zu bieten. u

Zu einer pessimistischen Austastung der Lage ist indes kein Grund. Solange in Europa keine gefährlichen Komplikationen und zu solchen ist gegenwärtig kein Ansatz vorhanden ein- treten, ist die Frage des nahen Orients zwar verwickelt aber nicht gefährlich. L e pflegt da­gegen seit alten Zeiten immer dann drohend ihr Haupt zu erheben, wenn es in Eurova kracht. Die Türkei ist da so eine Art Resonanzboden.

Pitt hat einmal gesagt, mit e^em Men­schen, der die Existenz der Türkei nicht für nötig hält, spreche er überhaupt nicht über Po­litik. Es ist schon sehr lange her, feit der große britische Staatsmann dieses Wort gesprochen hat aber es ist noch immer wahr u>id es sieht beinahe so aus, als habe man sich in neuerer Zeit auch bei Pitts Landsleuten von dieser Wahrheit überzeugt.

In der Türkei pflegen sich die Dinge langsam und tropfenweise zu entwickeln. Deshalb wird wohl geraume Zeit vergehen, bis man von ir­gend welchen definitiven Entscheidungen hört.

Mathilde betrachteie Ellen aufmerksam.

Sie erinnern mich an jemand," sagte sie, ich kann mich nut nicht besinnen, an wen. Ihre Stimme und Ihre Bewegungen kommen mir so bekannt vor, aber ich weiß nicht, wo ich Sie hin- bringen soll."

Ellen erschrak, und doch sagte sie sich, daß sie nichts zu fürchten hätte. Hatte Mathilde sie nicht sofort erkannt, so würde sie es jetzt nicht mehr tun. Trotzdem beschloß sie, so viel wie möglich ein Zusammentreffen mit ihr zu vermeiden.

Es war ein trüber Tag, der Regen fiel vom frühen Morgen an. Alles sah grau und öde aus, und die Bewohner von Schloß Ashbrooke waren an ihr Zimmer gefestelt.

Ellen hatte kaum Licht genug zu ihrer Ar­beit; Mrs. Bild schlug ihr daher vor, sich in die Kinderstube zu setzen, dort wäre es Heller. Nur zu gern folgte sie der Aufforderung und war glücklich in der Aussicht, einige Stunden bei ihrem Kinde zuzubringen. ,

Auch hier sah es düster und melancholisch aus Die Kinderfrau war verdrießlich, weil sie nichts mit der Kleinen anzufangen wußte, und diese weinte, da sie nicht, wie gewöhnlich, im Garten spielen konnte.

Wollen Sie sich mit Ihrer Arbeit zu uns setzen, Mrs. Moore?" fragte die Kinderfram Mitz Dora ist so schlechter Laune und lätzt sich gar nicht in Ordnung halten."

Darf ich mal versuchen, sie zu unterhalten?" erwiderte Ellen.Ich verstehe es ganz gut, mi Kindern umzugehen."

Eie nahm die Kleine auf den Schoß, trocknete ihre Tränen und fing an, ihr allerhand Figuren aus Papier auszuschneiden.

Sie können mehr als ich," versetzte die Kinderfrau;alle meine Versuche, sie zu unter­halten, mitzlangen."

Ellen war unendlich glücklich. Sie vergaß ganz, in welcher Stellung sie sich befand, sitz g»

noß nur das Bewußtsein, daß es ihr gelungen war, ein Lächeln auf -^res -Undes Lippen zu zaubern.

Während sie noch mit der Kleinen beschäftigt war, öffnete sich die Tür, und Mathilde trat ein Sie freute sich, die kleine Waise so ver­gnügt zu sehen, sprach ein paar freundliche Worte mit Ellen und sah die einzelnen Figuren, die Dora so entzückten, an.

Ellen trat ans Fenster, als ob sie Licht zu ihrer Arbeit suchte, und fing wieder an, zu nähen. Kaum hatte sie einige Stiche gemacht, als die Tür sich zum zweiten Male öffnete. Diesmal trat Mitz Forbes ein. Sie hatte ge­bärt, datz Lord Chesleigh äußerte, er wollte sehen, wie Dora sich an diesen, regnerischen Tage amüsierte, und sie beschoß, ihm zuoorzuko imen. Es lag zu sehr in ihrem Interests, die Liebe des Kindes zu gewinnen. Ihre Mutter hatte recht, der Weg zu Lord Chesleighs Herzen ging einzig durch die Kleine. Es mutzte ihn doch freuen, wenn er sie heute damit beschäftigt fand, Dora zu unterhalten.

Eie ging mit freunvlidjem Lächeln auf das Kind zu, aber dieses wandte sich von ihr ab. Sie mochte Mitz Forbes nun einmal nicht leiden. Kinder haben einen feinen Instinkt dafür, wer ihnen wirkliche herzliche Liebe entgegenbringt.

Willst Du nicht zu mir kommen?" fragte Monika.

Nein," entgegnet» 'die Kleine kurz,ich mag nicht." Dann wandte sie sich zu Mathilde und fügte herzlich hinzu:Dich habe ich lieb."

Diese nahm Dora in die Arme und kützte sie.

Miß Forbes war fo unklug, ihren Aerger laut werden zu lasten.

Jemand mtm Kindc solche Dinge bei- bringen, sagte sie.-von selbst weitz « in sei­nem Alter nichts davon."

Die Kinderfrau fühlte sich in ihrer ge­kränkt.

oder deren Raum IS Pfennig, für Reklamen 80 Pfemng. JQ Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Unwersttätsbuchdruckertt' Inhaber Dr. C. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

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Wünsche hinsichtlich neuer Eisenbahnbauten vor, ^eienigen 9^ ^Men hat, mit der andere betreffen Pensionserhöbungen. I be9 Krankengeldes zu unterstützen, und

Der neue preußische Wasterrechtseniwurf | die allermeisten gehen in der Sü/jorge fur bte enthält dem Vernehmen nach auch insofern eine I Angehörigen weit über die gesetzlicke Verpflicht- Aenderung gegenüber dem in der Mitte der s ung hinaus. ________________.

neunziger Jahre der öffentlichen Kritik unter­worfen gewesenen Entwurf», als die im letzteren vorgesehene Organisation der Wasterbehörden beseitigt ist. Bekanntli^ sollte nach dem alten Entwürfe an die Spitze der Wasterbehörden- organisation für ein ganzes Stromgebiet eine Instanz treten. Es wäre damit eine Zentrali­sation geschaffen worden, wie sie bisher in Preu­ßen auf keinem Verwaltungsgebiet gekannt ist. Der neue Entwurf hat diesen Gedanken fallen lasten. Die Wasterbehordenorganisation, wie sie in ihm in Aussicht genommen wird, gliedert sich in den bisherigen Apparat vollständig ein und enthält doch verschiedene Vorzüge, die mit einer straffen Zentralisation verbunden sind. Also auch in dieser Beziehung ist den Wünschen, die in den neunziger Jahren aus den Kreisen der Jnterestenten laut wurden, Rechnung getragen, ebenso wie die Einführung der Wasterbücher auf diese Kritik zurückzuführen ist.

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