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rmd de« KeUage«: ^Literarischer A«;eiger"rZan-Wirtschastliche Krila-e« undMstrrerLes Komrlag-Llatt«

Drittes Blatt

woreden:

Dann under allem Seitenspiel Ist miltigkeyt ihr zweck und ziel, Geht sittig und in aller still, Tracht nicht, wie ste die ohren füll Und leut erdäub, wie manchs gesang. Wie Zinken und PosaunenNang.

* * * * .

Derhalben meinen ihren viel, Der gmeinlich alle Seitenspiel Drumb wie ein Hertz formieret seyen, Weil sie das Hertz am meisten frewen'

sen ist, und diese äußerliche, ungesunde Ent:'ick. lung führte notwendig zu einem inneren Ver­fall, aus dem sts sich erst in unseren Tagen wie« der zu erheben beginnt.

Laute und Volkslied gehören zusammen, beide aber eigentlich nicht in den Konzertjaal; wenn ste dahin gehen, so tun sie es nur, um sich weiteren Kreisen wieder in Erinnerung zu drin, gen. Wir haben verlernt, traute häusliche Fest« wirklich zu feiern. Was ist aus unserer Haus­musik geworden? Einen der köstlichsten Schätze,

Kommt ohne Instrument« nit. Bringt Lauten, Harfen, Geigen mit. Das Lautenspiel mutz lauten süß, Davon das Kindlein schlafen muß"

Weihestunden des Abends, im Dunkel verschütte, gener Wälder, auf lachenden Fluren, haben wir in Winkeln verstauben lasten. Und doch i är« gerade die ursprüngliche Kraft, die diese Dicht­ungen aus warmem Volksherzen aufsprießen ließ, berufen, auf den überreizten Menschen un­serer Tage verjüngend und stählend einzuwirken.

Gelänge es dem S nger die Liebe zum Sater­lands neu zu beleben, so wäre dies sein schönste,

SJiaiünrt; und Umgegend. INachdruck aller O'tginalQttttrt Ist gemäß § 18 btl I Urheberrecht» nur mit der deutlichen Quellenangabe I .Ob-rhesi. Zig.' gestaltet»

Muvkmrg, 11. Januar. |

* Volkslied und Laute. Im Garten unserer I Kunst sprudelt ein Jungbrunnen, aus besten I klarem Born sich unzählige Geschlechter Jugend, Glück und Erlösung vom Drucke des grauen All- I tags getrunken haben. Die Wege freilich, die I zu ihm führen, sind zugewachsen und von frem- I dem Laubwerk überwuchert' worden; doch immer I wieder dringen Wanderer durch das Dickicht zu I dem verschwiegenen Quell, der aus tiefstem Erd- I reich dem Herzen unseres Volkes geheim- I nisvoll entspringt. Wird er auch heute seine alte Kraft bewähren? Wird er auch heute im Zeit­alter der Maschinen, des rastlos umgewälzten I Weltlebens wieder eine stille Gemeinde von I empfänglichen Gemütern um sich versammeln I können, um sie in den einfachen Rykhmen des I Frohsinns, der Freude am Leben, der Trauer I des Liebenden, der Süßigkeit der Gottes- und I Frauenminne erbeben zu machen? Die Hin- I Neigung zum Volkstümlichen, die sich nach dem I Verfluten von starken artistischen Strömungen I auf allen Gebieten bemerkbar macht, läßt es er- I

man ihnen lederns Säckchen mit Eispillen unter die Achselhöhlen schob. Das Geheimnis der Kältemischungen kannten die Griechen ja schon seit alten Zeiten her. Bereits zur Zeit de, Drako, also ungefähr im fünften Jahrhundert vor Christi Geburt, fertigte man Eispillen, die bei der Erziehung der männlichen Jugend ir­gend eine Rolle spielten.

singt das reizvolle geistliche Wiegenlied aus dem seraphischen Lustgart vom Jahre 1635 und selbst der derbe Johann Fischart ist von der Lieblich­keit der Laute zu einemartlichen Lob der Lau­ten" von nicht weniger als 758 Versen begeistert

worden:

Zugleich mit dem Volksliede taucht jenes alte, verschollene Instrument wieder auf, dir Laute, deren Ansehen zu denselben Zeiten in höchster Blüte stand, in denen viele der schönsten unter den alten Volksgesängen entstanden find.

nie aus künstlichem Wege Eis bekommen. Kennt man dagegen die Zusammenlegung, so gibt es nichts Einfacheres, als die Eisbereitung. Schnee herzustellen, ist unaleich schwerer, auch hat der künstlich fabrizierte eine beträchtlich andere Be­schaffenheit, als der natürliche. Wenn man z. B. die Eispatronen, die namentlich im hohen Norden sehr beliebt sind, um Selterwaster her­zustellen man bekommt ste dort fast in ollen Reiseburaus für weniges Geld zu kaufen in ein Glas mit Master wirft und vasselbe nicht sofort fest verschließt, so springt die Patrone auf und verpufft in der Luft, das Master bleibt Master, aber am Rande des Glases hängt eine schneeartige Maste, die indessen bst näherer Untersuchung aus winzigen Eisspänen besteht. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der Schnee der Alten auch nicht anders gewesen sein.

mal. Nur machte man im Gegensatz zu uns eine lange und komplizierte Kur daraus. Diese t tu» eite oft wochenlang, indem dem Einnehmen der Pillen diätetische Maßregeln und mystische reli­giöse Gebräuche folgten. Die Diät mag ja wohl oft das einzig Wirksame bei der Sache gewesen sein. Immerhin hatte die Sach.' einen gesunden reellen Kern, insofern, al, mau wußte, daß die Blutung durch Eis unter Umständen gestillt wird. In das Gebiet des Charlatanismus fallen dagegen die Bäder mit Eispillen, welche der Leibarzt eines ägyptischen Herrschers dellen Mutter zur Wiedererlangung ihrerJugend und Schönheit verordnete. In ein Jad, das mit Wohlgerüchen und Wein ausgestattet war, tut man am erfteit Tage eine Eispille, am zwei­ten Tage zwei usw. Es geht daraus hervor, daß man dem Eis ganz spezifische Wirkungen bei« maß Die Kunst der künstlichen Eisbereitung ging im Wandel der Jahrhunderte aber wieder verloren und kam dann erst für kurze Zeit auf dem Wege über V.o südgriechischen Inseln lange nach Christi Geburt von neuem nach dem Lande der Py.amiden. Seefahrende KauUeute sollen sie mitgebracht haben. Indessen fand die Sache keinen Anklang mehr, vermutlich, weil die be­zügliche Fertigkeit nicht ein E^eimnis der Priesterkaste war.

Auch im alten Rom hielt man viel von Eis- kuren. Sie bienten aber fast ausschließlich der Erhaltung von Jugend und Schönheit. Vor­nehme Frauen kühlten ihre Toilettenwaster mit Eis, um ihre Haut frisch zu erhalten und auf den ländlichen Villen einiger Großen wurde seine Herstellung geradetu fabrikmäßig betrie­ben. Wer auch cort machte man ein Geheimnis daraus, besten Enthüllung streng bestraft wurde. Trotz der außerordentlich milden Herrschaft, welche man über die ländlichen Leibeigenen aus- übte sie waren ja im Grunde nur insofern unfrei, als sie nicht in eines anderen Dienst treten durften verurteilte ein gewisser Trigi- menius, ein Zeitgenosse des Julius Cäsar, einen Leibeigenen, welcher bas Rezept zu ber Kälte­mischung irgend jemand verriet, zu lebensläng­lichem Kerker. Poppäa Sabina, des Nero Ge­mahlin, gebrauchte mit Vorliebe eisgekühltes kosmetisches Waschwaster. Frauen geringerer Abkunft begnügten sich damit, bei Mondesan­fang ihrem Toilettenwaster kleine Eismengen beizufügen, die sie aber in regelmäßigen Zwi­schenräumen vergrößerten. Zu Anfang der Sol­datenherrschaft in Rom verloren die Leute das Zutrauen zu den Etskuren, es war damals die Zeit des großen Döbacle, in der man alles ver­warf was gewesen war oder es, sofern man es beizuhalten wünschte, in ein neues, möglichst paradoxes Gewand kleidete. So verfiel man denn auf die Idee, statt Eis Schnee zu benutzen. Aber woher Schnee nehmen? Wenn es galt, die Laune eines Mächtigen zu erfüllen, fand sich immer Rat. Man schickte Karawanen von Sklaven nach den Alpen herauf und ließ Schnee in eisernen Kästen herunterholen, aber siehe da, bis er in Rom anUngte, war er zersch .olzen. Nun wurde die Kunst von Gelehrten und Ärzten in Anspruch genommen, um das Alpenwaster wieder in Schnee zu verwandeln und wirklich so sagt man gelang es dem Leibarzt und Günstling des ehemaligen Sonnenpriesters und nachmaligen Kaisers Heliogaballus, das Wun­der. Fortan badete dieser verruchte, trotz seiner großen Jugend total verdorbene Mensch täglich im Schnee, der in eine goldene Wanne getan wurde. Aber bald wurde der kaiserliche Knabe dieser Bäder überdrüssig, er wollte roten Schnee haben Schnee, der mit dem Blute seiner Sklaven gefärbt war. Sein Leibarzt verschaffte ihm auch diesen und Heliogaballus tauchte all­morgendlich seine Glieder darin, um sich start und unüberwinolich gegen mörderische Anschläge zu machen. Wie lange sein Geschmack daran vorhielt, meldet uns keine Chronik, wir wissen nur, daß fein Leibarzt ganz unvermutet eines Tages seiner Cäsarenlaune zum Opfer fiel. Er erstach ihn in einem Anfalle von Wahnsinn mit eigener Hand. Vielleicht wollte er mit seinem Blute das Schneebad rot färben, vielleicht hatte er auch herausgefunden, daß es ihn nicht stark und unverwundbar machte oder daß der Günst­ling ihn bezüglich feiner Zusammensetzung durch ein Taschenspielerstücklein getäuscht hatte. Denn daß es sich um ein solches handelte, steht wohl fest. Nimmermehr hat man im alten Rom die Kunst verstanden, Wasser In Schnee zu verwan­deln oder diesen mit Hilfe von Kältemaschinen zu erzeugen. Wer kann wissen, was jener Arzt dem halbwahnsinnigen Kiserknaben als Schnee vorgezeigt hat!

Wir hören dann nichts mehr von Ers- und Schneekuren im alten Rom, dagegen lebten die­selben in Hellas von Geschlecht zu Geschlecht fort. Uebermäßig belebt sind sie dort freilich niemals gewesen, aber immerhin wandten die Aerzte sie bei hitzigen Kranroelten zuweilen an, um das Fieber herabzusetzen. In der Regel-ließ man die Patienten Pillen aus Eis schlucken, doch kühlte man" ihnen den Körper auch damit, indem

Man abonniert auf die täglich «scheinendeOberhessische . A Zeitung" bei allen Postämtern und unfern Zeitungsstellen in

-Iwo 1il Kirchhain und Wetter sowie bei unserer Expedition Markt 21.

Der Bezugspreis beträgt durch die Post 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), bei unfern Zeitungsstellen und der Expedition 2 Mk.

Eis- und Schneekuren im Altertum.

> Von M. Kossak.

! Es mutet uns ganz wunderlich an, wenn wir »on Eis- und Schneekuren im Altertum hören, denn bei der Ewähnung der letzteren denken wir doch immer nur an Griechenland, Rom und Aegypten, wo der Winter viel zu mild ist, um «ns Schnee und Eis in erheblicheren Mengen und überhaupt anders, als gänzlich ausnal,ms- weife darzubieten. Fallen im europäischen Süden und gar noch unter der heißen Sonne des Pharaonenlandes je einmal ein paar weiße Flocken, so erzählen alle Zeitungen von dem Wunder und in allerkürzester Frist sind sie hin­weggeschmolzen. Auf ihr Vorhandensein eine Kur zu basieren, wäre jedenfalls eine lächerliche Torheit. Dessen ungeachtet sind in ntiker Zeit Eis- und Schneekuren üblich gewesen und haben In hohem Ansehen gestanden, aber freilich waren sie nur etwas, das sich sehr reiche und vornehme Leute gestatten dursten. In Persien, wo man sie ebenfalls kannte, wurde sogar zu Zeiten Alexanders des Großen eine königliche Verfüg­ung erlassen, derzufolge sie nur die Angehörigen der beiden obersten Adelskasten anwenden durs­ten. Man ging damit um, diese Verfügung zum Gesetz zu erheben, als dann aber ein sehr reicher Mann, der Darius wiederholt seine Kasse zur Verfügung gestellt und nach der Schlacht bei Arbela einen Teil der Kriegslasten getragen hatte, an einem schweren inneren Leiden er­krankte, welches die Aerzte meinten, nur durch Gebrauch von Eisptllen heilen zu können, nahm «ran hiervon Abstand. Da der betreffende Kranke aber kein Adliger war, so erregte es unter dem Volke, zumal unter den Geschäfts- treibenden, großes Aergernis, daß man um sei­netwillen eine Ausnahme bezüglich jener Be­stimmung machte, und um den allgemeinen Un­willen zu beswwichligen, hob der König seine Verfügung aust Hinfort durfte jeder, der es be­zahlen konnte, Eis anwenden, so viel er wollte. Es scheint, daß das Eis bald darauf tm Preise gesunken ist, denn die Erwähnung der Eispillen wird in den schriftlichen Dokumenten aus jener Zeit immer häufiger. Es ist nicht ganz ersicht­lich, ob man diese Pillen nicht auch zur Bereit­ung gewisier kühlender Getränke benutzte, die man bei der Tafel reichte. So liebten die Per­ser z. B. ausnehmend den Rhabarber, aus besten Stengeln sie ebenso, wie das bei uns geschieht, Marmeladen kochten, die zur Fällung von Kuchen und zur Herstellung von Limonaden und schäumenden weinartigen Getränken dienten. .In Verbindunh mit den letzteren ist aber ir- gendwo das Eis genannt, und weiß man, wie schon gesagt, nicht recht, ob dieselben nicht auch für Heilzwecke bestimmt waren. Von der An­wendung von Schnee ist jedoch in den Schriften aus altpersischer Zeit nirgends die Rede. Das erklärt sich sehr einfach daraus, daß das Eis ja doch auch kein Natureis, sondern eins mit Hilfe von Kältemifchnngen hergestelltes war; die Kunst, mit diesen Schnee zu erzeugen, aber kannte man nicht.

Im alten Aegypten waren die Eiskuren soweit wir dies beurteilen können schon wäh­rend der fiinfunddreißigsten Dynastie im Ge­brauch. Die Bereitung der Eispillen, um die es sich damals eigentlich handelte, ca die Kälte­mischungen zu kostbar waren, um sie zur Er­zeugung größerer Eisstücke zu benutzen, gehörte zu den Fertigkeiten, die in den Händen der Priester lagen, die |ie aber erst bedeutend spater den weltlichen Aerzten übermittelten. Die Priester umgaben sie mit einem Hokuspokus von Geheimnissen und behaupteten, die Einwirkung übernatürlicher Mächte dazu zu bedürfen. So wurden die Tage, an denen die Feste zu Ehren des Gottes Phta stattfanden, hauptsächlich für den Zweck benutzt. Als römische Kultur im Pharaonenlande eingezogen wat, hielt man wiederum die Feste in den Tempeln der Venus Vulgivaga (Astarte) für besonders günstig hier­für. Die Priesterinnen dieser Göttin, die bei jenen Eelelegenheiten in roten Schleiern tanz­ten, legten die letzteren zu Ende der Nacht auf die Tempelstufen und am anderen Morgen fand man auf ihnen Eispillen, deren Zahl vermittelst der Astrologie bestimmt wurde. Derjenige, wel­cher die Eiskur gebrauchen sollte, mußte dem sachverständigen Astrologen die Daten seiner und seiner Eltern Geburt, sowie noch viele andere Notizci geben, die auch für die Stellung eines Horoskops notwendig waren und aus diesen und der Konstellation der Gestirne berechnen, wie viele Eispillen die Kur erheischte und in wel­cher Reihenfol. > sie eingenommen, werden soll­ten. Bekanntlich mästen auch gegenwärtig Kranke zur Stillung von Lungen-7 Magen- usw. Blutungen kleine Eisstücke schlucken und aller Wahrscheinlichkeit nach geschah das auch dazu­

Was die Zusammensetzung der Kältemisch­ungen anbetrifft, so ist sie bei den Alten im wesentlichen dieselbe gewesen, wie bei uns. Aller-<.* m,;Thpn in

Hand Salze - Salpeter, Glaubersalz, Kochis | usw. sind die Hauptsache habet. Natürlich kommt es auf die richtige Auswahl und das Ver­hältnis derselben zueinander an, denn wenn man dies nicht in Betracht zieht, so kann man

Und wer kennt nicht den singenden Lauten- spieler des Franz Hals, der uns die Eigenart der Laute als ba* stilgemäße Begleitungs­instrument so köstlich illustriert? Besser aber noch als diese Zeugen in Wort und Bild sprechen die erhaltenen alten Lautenbücher von der ein­stigen hohen Entwicklung bet Lautenmustk. Sie enthalten viele feinsinnige Stücke, bie noch heute ihre frische Lebenskraft bewähren.

-**»!#»***».* * Die Jnsertionsgebühr betrögt tot die loefpaltene ßeiU

oder deren Raum 16 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig.. m

_ , . _ Druck und Verlag: Job. Aug. Koch, Universttätsbuchdruckerei

GsMtag, 12. Januar 1908. Inhaber Dr. C.Hitzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Lohn. ,, , ...

Wir haben nächsten Montag Gelegenheit, hier in Marburg den besten Sänger zur Laute, Herrn RobertKothezu hören. Möge dem überall gefeierten Sänger auch hier eine gute Aufnahme zuteil werden.

» Der Verband der Berufsarbeiterinnen d Inneren Misston. Die Anregung zur Gtändu des Verbandes der Berufsarbeiterinnen der In­neren Mission wurde auf der Casseler Konftrenz der Vorstände der Ev. Frauen-Vereine tm Jahre 1902 gegeben. Nach einer darauffolgend-m Be­ratung in Berlin Über die Ausgaben und bte Gestaltung der neuen Vereinigung, fand unter Leitung von Herrn Pfarrer Burckhardt bte Beschlußfassung über bie Satzungen auf bet Jahres-Konferenz des Vorstände-Verbandes in Hagen 1903 statt. Ein Jahr später wurde der Verein in das Vereinsregister eingetragen Mit­glieder des Verbandes können sowohl f r ei* willige Kräfte als besoldete Berufs* arbeiterinnen der Inneren Miflon werden, d - keinem Mutterhause angehören. Klrinku lehrerinnen, Helferinnen und Leiterinnen v> Jungfrauen-Vereinen, Fabrikarbeiter innenhet» men, Fürsorgehäusern und Jdioienanstalten kommen vorzugsweise in Betracht. Der Verband will die Alleinstehenden vereinigen und durch den Zusammenschluß stärken. In unieter Zett, wo alle diejenigen, welche an gemeinsamer Ar- beit stehen, sich zu Verufsgenossenschaften ver­einigen, ist ein ähnlicher Zusammenschluß auch für die in der Inneren Mission tätigen weia. lichen Kräfte geboten. Denn die religiöse und sittliche Not in unserem Volke ist so groß, datz wir mit vereinter Kraft, planvoll und -reibe» wußt vorgehen mühen, um erfolgreich gegen bte zunehmende Verwahrlosung und Gottlosigkeit anzukämpfen. Andererseits muß aber auch denen, welche mit so viel Aufopferung und Hin- gäbe an diesem Werke arbeiten, die Sorge für die Tage der Krankheit und des Alters vom Herzen genommen werden. Tiefe Aufgaben, welche Fliedner in feiner Organisation des Mutterhauses verwirklicht hat, will der Ver* band den alleinstehenden Verufsarbei. terinnen gegenüber zu erfüllen suchen. Er wird um so eher dazu im Stande sein, je mehr gtow bensstarke, hingebende und tatkräftige Mit« glieder er'hat. Er will denselben keme neu« Arbeit zuweisen; er erwartet nur, daß jede Etm -eine in Treue ihrer bisherigen Arbeit wett« nachgeht. Aber wenn das Tagewerk erfolglos scheint und der Mut sinken soll, dann soll der Gedanke an die Vielen, welche in starkem Glau, ben mit uns an der Sache des Reiches Gottes arbeiten den zagenden Herzen fröhliche Zuver­sicht verleihen. Die Bitte um Auwahme in den Verband ist zu richten an den Vorstand Ber­lin t Tickstraße 17, oder für Kurhessen an FE P. Gruß, Wilhelmshöher Allee 139, Casiel. De« Aufnahmegesuch ist das Zengins eines Pfarrers oder Anstaltsvorstandes beizufügen. Der jähr­liche Mindestbeitrag ist 1 Mark.

- Wetterbericht und Schneesport im H«r- Der Harzer Verkehrs-Verband meldet durch fei« ?'uteau in Harzdrg, Papendergstraße 5. Es | herrscht zur Zeit starker Schneefallsbei geringer. Kälte, sodaß wenn sich der Schnee halt ante Bahn für Schlitten, wie Ski und ^ odeln »rmarten ist Dies ist dem Bureau drahtlich gemeldet von Schierke, Elend, Thals, Bennecksn* stein, St. Andreasberg.

* Die Baukosten des neuen hessischen Land«* Wlulenms in Casiel werden in der dem Bora«, schlag für 1908 beigegebenen Begründung now- läufig auf 800 000 Jt geschätzt. An der An­bringung dieser Kosten wird fmnh hes Rea -Bezirks Casiel mit 200 000 «* o« teiügen wogegen ihm das Gebäude des Museums ihre frische Lebenskraft bewähren. I Fridericianum für«bie

Die Laute und ihre heute meist gebräuchliche I thek ganz uberlasien werden soll. F .

Abart, die Guitarre, hat viele Schicksale gehabt. I die Stadt Easiel ein Kapital uon.

Von der Königin der Instrumente sank sie herab I Bau jut SJetf ^nng stellen. w nriu«t«C

zur Dienerin von virtuosen Künsteleien, denen weitere 200 000 <U durch Spenden von privat«

ihre klangschöne aber zarte Stimme nicht gewach- | Sette gedeckt werden.