mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
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Marburg
Freitag 10. Januar 1908.
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Deutscher Reichstag.
8 74. Sitzung vom 8. Januar, 2 Uhr.
Am Bundesratstifch: Kommissare. Das Haus Ist sehr schwach besetzt.
Präsident Graf Stolberg eröffnet die Sitzung Wit der Mitteilung, daß die Regierung sich bereit erklärt habe, die Interpellation Graf Kanitz über den hohen Bankdiskont am 14. Januar zu beantworten.
An erster Stelle steht auf der Tagesordnung die Festsetzung der Beratung des bereits in zwei Sitzungen besprochenen Antrages Graf v. Hompesch (Ztr.) betr. Erhaltung und Förderung des Handwerkerstandes und des kaufmännischen Mittelstandes.
Im Schlußwort begrüßte Irl (Ztr.) die Bereitwilligkeit des Hauses, dem Mittelstände zu helfen. Es sei ein gutes Zeichen, daß man diesmal drei Tage für eine Materie verwende, die sonst in wenigen Stunden abgetan wurde. Er gibt weiterhin seiner Entrüstung Ausdruck über die Agitation der Sozialdemokratie unter den Lehrlingen. Es sei geradezu erschütternd, wie sie sich bemühe, in die Herzen der Jugend Verwirrung zu tragen und aus ihnen Religion und ^Citte mit Gewalt herauszureißen.
Bei der Abstimmung wurde der Antrag Graf Hompesch in allen seinen Teilen mit großen Mehrheiten angenommen. Die Freisinnigen stimmten gegen die Anstellung von Handels- tnspetoren.
Es folgt dis Beratung des Antrages des Abg. Frhr. o. Richthofen (kons.), die verbündeten Regierungen zu ersuchen, die Vorarbeiten zu einem Gesetzentwurf, betr. die Penstons- und Hinter- bliebenenvcrsicherung der Privatbeamten, so zu fördern, daß derselbe bei Beginn der nächsten Reichstagssession zur Vorlage gelangen kann.
Abg. v. Richthofen begründet den Antrag und weist auf die Vorgeschichte der dem Hause schon von dem Vorgänger des jetzigen Staatssekretärs des Innern unterbreiteten Denkschrift hin und ferner auf die innerhalb der Beteiligten über die Lösung der Frage herrschenden Meinungsverschiedenheiten, so zwischen den Werkmeistern auf der einen, den Handlungsgehilfen auf der andern Seite. Erfreulicherweise habe
40 (Nachdruck verboten.),
Unter der Maske.
Roman von Lady Georgina Robertson.
(Fortsetzung.)
Langsam kehrte Ellen an ihre Arbeit zurück. Als Mrs. Bird nach einer Weile kam, war sie sehr entzückt über den Erfolg.
„Selbst Lady Forbes' scharfer Blick wird den Riß nicht herausfinden," sagte sie. „Ich bin Ihnen sehr dankbar, aber heute können Sie nicht weiter arbeiten. Die Herrschaften werden gleich von ihre: Fahrt zurückkommen und die Damen halten sich meistens hier im Salon euf.“
Belm Hinausgehon warf Ellen noch einen langen Blick auf ihr Bild. Mrs. Bird sah es und bemerkte:
„Dies ist Mylords junge Frau, die damals ertrank. Sie ist sehr schön gewesen, unser kleines Fräulein sieht ihr sehr ähnlich. Ich sage immer: Es ist unmöglich, daß Lord Chesleigh, nachdem er die geliebt hat, eine Neigung für Miß Forbes faßt. Wenn sie ihn bekommt, so erreicht sie es durch das Kind. Ich war gestern ganz ärgerlich, als Miß Monika mit Mylord ausfuhr und Dora auf dem 5choß hatte, gerade als ob sie schon die Mutter sei. Heute habe ich ihr aber den Spaß verdorben, denn ich kann sie ebensowenig leiden, wie ihre Mutter. Kommt sie da strahlend in die Kinderstube und ordnet an, daß die Kleine angezogen würde, sie sollte mit ausfahren und „Papa" wollte selbst kutschieren. Nein, denke ich, das passiert nicht wieder, und tat etwas, was recht häßlich war. Ich ging zu Mylord und Sagte ihm, daß ich fürchtete, die langen Aus- ahrten in der Hitze bekämen Miß Dora nicht. Er sah mich bestürzt an. „Aber Lady Forbes fneint, die Kleine könne gar nicht zu viel Luft genießen," sagte er. „Mylord," entgnete ich, »Ladq Korbes hat drei von ihren Kindern klein
der jetzige Staatssekretär des Innern der Angelegenheit dasselbe Jnteresie zugewendet, wie vor ihm Graf Posadowsky. Redner beleuchtet sodann die bekannten Beschlüsse des Privat- beamten-Kongresies in Frankfurt a. M., ist aber in seinen Einzelausführungen hierüber schwer zu verstehen. Ein Teil der Frankfurter „Leitsätze" sei zu billigen, ein weiterer Teil scheine jedoch zu weit zu gehen. Wenn die Voraussetzungen für Invalidität anders gestaltet werden sollten, als dies im allgemeinen Jnvalidsn- versicherungsgesetz geschehen sei, so würde jedenfalls aus diesem Grunde eine Angliederung an die allgemeine Invalidenversicherung unmöglich sein! Wenn er auch von einem ausdrücklichen Anträge zugunsten der Sonderkasse absehe, so hoffe er doch, daß die Mehrheit des Hauses in diesem Punkte seiner Meinung sein werde. Die Regierungen bitte er jedenfalls, seinem Anträge gemäß, zu ersuchen, daß sie dem Reichstage den Gesetzentwurf recht bald vorlegen.
Abg. Stresemann (nat.-lib.) vertritt ebenfalls den Standpunkt der Mehrheit der Privat- beamten-Verbände, d. h. der Sonderkasse. Mit vollem Recht habe schon der Vorredner betont, daß allein schon die Forderung der Hinterblie- benen-Versicherung zur Sonderkasse führen müsse, und ebenso und erst recht die von den Privatbeamten verlangt« „Berufs-Invalidität" und die Herabsetzung der Altersgrenze! Niemals dagegen sei es den Mitgliedern der für eine Sonderkasse eintretenden Mehrheit eingefallen, sich etwa bloß aus einem gewissen Berufsdünkel gegen die Zugehörigkeit zu der allgemeinen Arbeiter-Versicherung zu verwahren. Wie hoch die Gehaltsgrenze zu ziehen sei, nach deren Erreichung der Versicherungszwang aufhören oder die überschießenden Beträge nicht angerech- net werden sollen, ob bei 4000 oder 5000 Mk., das sei ziemlich gleichgültig. Jedenfalls habe der Vorredner darin Recht, daß, wer etwa diese Grenze überschritten habe, nicht so angesehen werden dürfe, als sei es nun ein für allemal aus. Denn auch Privatbeamte mit so hohen Gehältern seien keineswegs nun für immer gegen Wechselfälle gesichert! (Rufe: Sehr richtig!) Es handle sich hier um einen Fortschritt der Sozialpolitik, zu dem sich, wie er wünsche und hoffe, dieses hohe Haus mit voller Einmütigkeit bekennen möge!
Abg. Linz (Reichsp.) wünscht ebenfalls, daß diese wichtige Angelegenheit keinesfalls vertagt, sondern möglichst beschleunigt werde.
Abg. Sittart (Ztr.) bestreitet, daß den Privatbeamten irgend ein Standesdünkel eigen sei. Die in Aussicht genommene Kombination von allgemeiner Versicherung und Sonderkasse begrüße ich mit großer Freude. Möge das erste Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts die Lösung
verloren, während die meinigen alle groß und kräftig geworden sind."
„Da hätten Sie sein Gesicht sehen sollen!" fuhr Mrs. Bird fort. „Er schickte gleich hin und ließ sagen, daß Dora im Garten spielen sollte; er ist dann mit beiden Damen ausgcfahren, aber ich glaube nicht, daß sie viel Vergnügen von der Tour haben werden. Mir ist es gleich, sie sollen einsehen, daß das Kind unserem Herrn doch noch mehr ist als sie."
Ellen dachte lange über diese Rede nach, als sie wieder in ihrem einsamen Zimmer saß und die Arbeit ging ihr nicht so schnell von der Hand. Bis jetzt hatte sie ihr Kind noch nicht gesehen, aber eines Tages würde ihr auch dieses Glück geschenkt werden. Ihre Geduld und ihre Liebe mußten ihr doch belohnt werden.
Am nächsten Tage konnte sie ihr Werk unten im Salon beenden. Mechanisch flog die Nadel auf und nieder, ihre Gedanken waren nicht bei der Sache. Sie weilten weit ab in vergangener Zeit, als sie noch der vorerwähnte Liebling ihrer Eltern war. Wie mochte es ihnen gehen? Ob sie sie jemals Wiedersehen würde? Welches Herzeleid sie ihnen angetan hatte, das empfand sie jetzt, wo sie st ) so unsagbar nach ihrem Kinde sehnte. Aber es war nutzlos, noch darüber nachzudenken, sie hatte nun einmal jenes Band zwischen sich und ihrem früheren Leben zerschnitten.
Plötzlich wurde sie aus ihrem Sinnen Lurch eine Kinderstimme aufgeschrcckt. Sie hörte kleine Schritte sich nahen, die Tür öffnete sich und ein lachendes, rosiges, kleines Mädchen trat ei«. Offenbar war sie der Kinderfrau entschlüpft und freute sich ihrer Freiheit.
Ellens Herz stand still. Es war ihr Kind und sie dachte daran, wie sie es zuletzt in Neapel auf dem Arme der Amme gesehen hatte. Damals hatte sie sich nicht losreißen können; war es eine Ahnung, wie sie es wiedersehen könnte?
Die Kleine kam langsam näher
dieser Frage bringen. Die obere Eehaltsgrenze darf schon mit Rücksicht auf den sinkenden Geldwert nicht zu niedrig gezogen werden. Die Wünsche der weiblichen Angestellten werden sorgfältig geprüft werden. Diese Damen haben also keinen Anlaß, in eine Protestbewegung gegen die ganze Angelegenheit einzutreten.
Abg. Dr. Mugdan (frs. Vp.) stimmt dem Antrag- Frhr. v. Richthofen zu und bedauert die Abwesenheit der Regierungsvertreter. Wollen die Frauen hier die gleichen Rechte haben wie die Männer, so müssen sie wohl auch die gleichen Pflichten übernehmen.
Abg. Schmidt-Berlin (Soz.) empfiehlt, bei der Vereinheitlichung der Arbeiterverficherungs- gesetze auch die Privatbeamtenversicherung einzuschalten.
Das Haus vertagt sich.
Donnerstag 1 Uhr: Novelle zum Unterstützungswohnsitzgesetz. Vogelschutz. Tierhalter.
Schluß 6 Uhr.
< Preußischer Landtag.
Abgeordnetenhaus.
Das Abgeordnetenhaus nahm am Mittwoch feine Arbeit nach der Weihnachtspause wieder auf. Die Sitzung begann mit der Einbringung des Etats. Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben teilte zunächst mit, daß das Etatsjahr 1906 mit einem Ueberschuß von 14,5 Millionen abschließe. Das Jahr 1907 mit seinem Rückschlag tm wirtschaftlichen Leben werde im Etat mit 45—55 Millionen Ueberschuß enden. Der wirtschaftliche Niedergang werde auch im Etatsjahr 1908 anhalten und zwinge ?. äußerster Sparsamkeit bei der Festsetzung des Etats. Gleichwohl solle zur Vermehrung des Wagenparks noch einmal der Anleiheweg beschritten werden. Darauf erledigte das Haus noch Initiativanträge: Die Beratung eines Antrages Vachmann (natl.), betr. die gesetzliche Regelung der Haftung des Staates für den von ihren Beamten verursachten Schaden verkürzte Minister Dr. Beseler durch Ankündigung einer Vorlage im Sinne des Antrags. Dem Anträge des Abg. Hammer (kons.) auf Abänderung der Bestimmungen über das Verding- ungswesen trat Minister Brcitenbach wohlwollend gegenüber. Auf seine Anregung beschloß das Haus Kommissionsberatung.
Freitag: Wahlrcchtsantrag.
LLUljcheS liieich.
— Der Kaiser traf anläßlich des Kuleurfestes der Garde-Jäger und der Leibgardehusaren im Automobil im Kasino der Eardejäger in Potsdam ein. Die Mannschaften des Bataillons bildeten beim Eintreffen des Kaisers mit Magnesiumfackeln Spalier. Die Kapelle blies auf Waldhörnern den Fürstenruf. Der Komman-
„Mein Liebling, mein süßes Kind!" rief Ellen aus und streckte ihr die Arme entgegen.
Das Kind schien sich nicht vor dem fremden Gesicht zu fürchten, es kam dicht heran und sah mit feinen blauen Augen zu der Näherin aus.
Diese kniete vor ihm nieder und schloß es in die Arme. „Mein Liebling!" rief sie von neuem und küßte die blonden Haare, den rosigen Mund und die kleinen Hände. Sie war ganz außer sich, die lange zurückgedrängte Liebe eines armen Mutterherzens kam jetzt zum Ausdruck.
„Sage einmal Mama, mein süßes Kind," bat sie und die Kleine wiederholte leise „Mama".
Von neuem zog Ellen das Kind an sich, bis sie merkte, daß sie sich nicht verraten dürfe. Dann betrachtete sie cs von weitem und gestand sich, daß die Menschen recht hätten; es mochte wohl kaum ein liebreizenderes, kleines Wesen geben.
,Meine Kleine," sagte sie dann, „wie heißt Du?" .
„Ich habe drei Namen," erwiderte diese.
- „Drei Namen und welche?"
„Ich heiße Dora, das ist mein richtiger Name, sagt Papa, aber er nennt mich auch kleine Maus und die Leute sagen zu mir Miß."
„Wie schön, drei Namen zu haben," entgegnete Ellen, für die das Geplauder ihres Kindes wie Musik klang.
„Ich habe aber keine Mama," fuhr die Kleine fort, „die ist im Himmel."
„5m Himmel?" wiederholte Ellen.
„Ja, das ist weit fort,“ sagte das Kino ganz ernsthaft und traurig.
„Willst Du zuweilen zu mir komuren und mit mir sprechen?" bat Ellen. „Ich habe gerade solch ein kleines Mädchen verloren, wie Du bist."
„Ist sie auch im Himmel?" fragte die helle Stimme weiter und Ellen konnte den fragenden Augen ihrer Kindes keine Unwahrheit aus* lorechen
deur, Major Graf Fink von Finkenstein, und das Ossizierkorps empfingen den Kaiser, der sich alsdann mit den Offizieren nach dem Kafin» begab. — Der Kaiser und die Kaiserin machten gestern einen Spaziergang im Tiergarten. Dee Kaiser sprach beim Staatssekretär des Auswärtigen Amts und beim Reichskanzler vor und hörte im königl. Schloß den Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts. Um 12y2 Uhr empfing der Kaiser den neu ernannten Gesandten von Columbia Dr. Ponce. Später empfing er den Gesandten v. Schlözer.
— Fürst Bütow ist durch die von ihm inaugurierte-Blockpolitik mit ihren Klippen und Gefahren persönlich in eine nicht ganz glückliche Lage gekommen ist, was ihm oft von denen bescheinigt wird, die diese Politik, obwohl sie ihnen im Grunde durchaus nicht paßt, doch benutzen möchten, um ihre Parteigeschäfte zu besorgen. Die Möglichkeit des Abgangs des Reichskanzlers wird dort nur allzu ost erwogen. Mit einer dieser Prophezeiungen rechnet jetzt der „Deutsche Bote" sein ab, indem er schreibt: Das allwissende „Berliner Tageblatt" erzählt in geifU rcichelnder Art, die eine gewisse Metropolballkaterstimmung nicht zu verbergen vermag, von der Amtsmüdigkeit des Fürsten Bülow. Auf Grund selsenfestsicherer Informationen vermögen wir dem Blatt zu bestätigen, daß die Amtstätigkeit des Fürsten Bülow einmal aufhören wird. An welchem Tage aber fein „letztes Dienstjahr" begonnen hat — das festzustellen, möchten wir uns doch erst 12 Monate nach Beginn dieses letzten Dienstjahres anheischig ,nachen. Im übrigen gestehen wir dem „Tageblatt" in seiner Allwissenheit gern zu, daß es vollkommen Recht hat, den einmal bevorstehen, den Rücktritt des Fürsten Bülow anzukündigen: sollte es jemals dementiert werden, so könnte es stets antworten: Abwarten! Und wenn es noch ein Dutzend Jahre warten muß, so kann es später doch in der beliebten Pose der Allwissenheit erklären: „Wie wie feiner Zeit bereits gemeldet haben..."
— Zur Krisis tm Flottenverein. Berlin, 8. Jan. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Es bestätigt sich, daß der Eroßherzog von Oldenburg für den Fall, daß General Keim geschäftsführen- der Vorsitzender des Deutschen Flottenvereins bleibt, das Protektorat über den oldenburgischen Landesverband niederlegen wird, da er der Ansicht ist, daß die einigende Wirkung, die ein großer nationaler Verein ausüben soll, sonst verloren gehen müßte. Auch die Anschauung und die Stellungnahme des Prinzen Ruprecht von Bayern hat sich nach der dem General Keim gewährten Unterredung nach keiner Richtung geändert. — Zur Flottenvereinskrise erfahren dir „Münch. N. N." noch, daß die Versuche hoher i "-Im " —
„Ich habe sie verloren," erwiderte sie, „Später kommt sie auch in den Himmel."
Aus der Ferne hörte man die Stimme der Kinderfrau, die Miß Dora rief.
„Mein Herz," sagte Ellen rasch, „Du wirst gerufen, aber willst Du mir, ehe Du fortgehst» einen Kuß geben?"
Die Kleine reichte ohne Besinnen ihren Mund zum Kuß. Ellen riß sie noch einmal an sich und heiße Tränen stürzten aus ihren Augen.
Sie fürchtete nicht, daß Dora in ihrer kindlichen Weise etwas berichten konnte, was sie verriet; sie konnte höchstens sagen, daß die Fremde si: geküßt habe, aber die Dienstboten brauchten die Tränenspuren nicht zu sehen.
Ellen wandte sich wieder ihrer Arbeit zu. voll heißen Dankes gegen Gott, der ihr so glückliche Minuten geschentt hatte.
Lord Chesleigh wunderte sich, als Dora ihm erzählte, jemand habe sie geküßt und dabei geweint. Lady Forbes, die dabei war, nahm die Gelegenheit wahr und sagte: „Was wird aus der Kleinen werden, wenn wir fortgehen? Es geht doch nicht, daß sie nur bei Dienstboten ist."
Lord Chesleigh seufzte. ,
„Sie mögen recht haben," sagte er und sah nachdenklich vor sich hin. Lady Forbes würde viel darum gegeben haben, wenn sie gewußt hätte, ob er in diesem Augenblick an ihre Tochter oder an Mathilde Burton dachte. Sie oe* schloß, zu ergründen, wie er zu letzterer stand und da sie auf andere Weise es nicht anzufangen wußte, schlug sie ihm vor, seine Schrote- gereltern und Miß Burton nach Ashbrooke ei» zuladen. Eie betonte, wie sehr sie den Wunsch hätte, Sir John und Lady Marsto e kennen z» lernen und diese würden doch gewiß gern einig« Zeit mit ihm und ihrer Enkelin zusammen sein.
(Fortsetzung folgt.)