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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

nnb >«, Beilagen:Mer-risch«- Aozeiger«, ^-«dwirisch-ftliche Keil-««'' «»dIllustriert«, §«miageMatt.

Die Jnsrrtionsgebühr betrügt für die 7gespaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 80 Pfennig. in Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Universitätsbuchdruckerei, *JM*8* Inhaber Dr. C.Hitzeroth, Marburg, Markt21. Telephon55.

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deutsches uiLlch.

Der Senior der deutschen Standesherren, Reichsgraf Ludwid von Rechterln-Limpurg in Markt Einersheim in Mittelfranken, vollendete am 9. Januar fein 97. Lebensjahr. Länger als 80 Jahre hat er seinen ständigen Wohnsitz auf dem fränkischen Besitztum des niederländrschen Uradels inne. Die Etandesherrschast hat er erst im vorigen Jahre seinem Enkel, dem Erbgrafen Friedrich, bei dessen Vermählung abgegeben. Sein einziger Sohn ist im Jahre 1893 gestorben. Er selbst war 57 Jahre mit der 1897 verstorbe­nen Gräfin Luitgard zu Erbach-Fürstenau ver­mählt und hat sein erbliches Reichsratsmandat in Bayern dis in die letzten Jahre noch ausge- Lbt. Er ist das Haupt des jüngeren Astes des protestantischen Gesamthauses, dessen ältere Linie in den Niederlanden ansässig ist. Eine Tochter aus diesem Hause hat sein Nachfolger heimgesührt.

Der Vermögensbestand der deutschen Zn- validenversicherung belief sich nach der dem Reichstage übermittelten Nachweisung Ende des Jahres 1906 auf 1318,5 Millionen M. Unter den Bersicherungsanstalter. hat das größte Ver­mögen die Rheinprovinz mit 142,8 Millionen, ihr folgen Königreich Sachsen mit 135,9 Milli­onen, Schlesien mit 91 Millionen, Berlin mit t'4, Westfalen mit 66,2, Brandenburg mit 63,9 Millionen M. Die geringsten Vermögen mit 6,3 und 6,1 Millionen M Haven Oldenburg und die Anstalt Oberpfalz und Regensburg. Unter den Kasseneinrichtungen stehen der Allgemeine Knappschaftsverein mit 39,4 und die preußisch- hessische Eijenbahnarbeiter-Pensionskasse mit 84,8 Millionen M an der Spitze.

Zur Frage der 25-P,ennig-»zen hört dieVoss. Ztg.", daß bereits Probeprägungen verschiedener Art an zuständiger Stelle vorlie­gen. Die Reichsverwaltung hat weniger grund­sätzliche Bedenken gegen die Einführung dieser Münzsorte, als Besorgnisse wegen der Form, die handlich sein und unter allen Umständen jegliche Verwechslung mit anderen Münzen ausschließen must. Das vorgeschlagene Mittel, die neue Münzgattung zu durchlochen, erscheint etwas radikal und wäre etwas völlig Neues in unserer Münzform.

Amerika und die Philippinen. Der der­zeitige Kriegssekretär der Vereinigten Staaten

tzg (Nachdruck verboten.),

Unter der Maske.

Roman von Lady Georgina Robertson, (Foryetzung.)

In dem großen Salon saß Lady Fordes mit ihrer Tochter. Es war das Zimmer, das mit fo besonderer Eleganz einst für die junge Lady .Chesleigh eingerichtet war. Schwere Vorhänge und Teppiche dämpften den Schall, die Möbel waren mit ausgesucht künstlerischem Geschmack hergestellt, und alle jene taufenb kleinen Dinge, die einem Raum sein Gepräge geben, fehlten nicht. In der einen Ecke stand eine Psyche, zu Heren Fühen ein Arrangement von dunkelroten Geranien sich befand, das ihre weiße, plastische Schönheit doppelt hervortreten ließ. Lady For- hes hatte offenbar eine Vorliebe für diesen präch­tigen Raum, sie war eine Dame der Welt und liebte die Aeußerlichkeiten. In ihrer Jugend war sie eine schöne Frau gewesen und machte auch jetzt noch einen stattlichen Eindruck. Sie hatte sich an diesem schwülen Julitage einen be­quemen Sessel ausgesucht und pflegte der Ruhe.

Ihre Tochter Monika, die so gern Lord Ehesleighs Herz und Hand erobern wollte, war eins brünette Schönheit. Sie hatte eins ante Figur, dunkle Augen und dunkles Haar ünd ihre Toilette war so gewählt, daß sie ihre Reize zur Geltung brachte. Sie war damit be­schäftigt, ein Spielzeug für Dora anzufertigen.

Ein Diener trat ein und überreichte Lady Fordes eine Schale mit köstlich duftenden Erd­beeren. Lord Chesleigh habe befohlen, den Damen an dem heißen Tage eine Erfrischung zu bringen.

Wie aufmerksam," sagte Lady Forbes, in­dem sie sich bediente.

Monika," fügte sie hinzu, als der Diener |a§ Zimmer verlassen hatte,ich habe noch nie

Taft hat nach seiner Rückkehr von der großen Weltreise in Boston eine Rede gehalten, worin er die Beseitigung des amerikanischen Zolles für den von den Philippinen zur Einfuhr kom­menden Zucker und Tabak forderte. Die Aeußer- ung erscheint auch für uns um so bedeutsamer, als Mr. Tast einer der ernsthaftesten Kandi­daten um die amerikanische Präsidentcnwürde ist. Sollte er wirklich als Nachfolger Roosevelts in das weiße Haus zu Washington einziehen, so müssen wir damit rechnen, daß nicht nur die Vorzugs-Zollbehandlung des kubanischen Zuckers in Amerika dauernd erhalten bleibt, sondern daß eventuell der sehr entwickelungsfähigen Zucker­produktion der Philippinen vollkommen zoll­freier Zutritt zum amerikanischen Markt einge­räumt wird. Damit würde, bemerkt die Korre­spondenz des Bundes der Landwirte, die letzte Hoffnung schwinden, daß unser deutscher Zucker sich jemals wieder die infolge der amerikanischen Zollschikanen verloren gegangene frühere Po­sition zurückerobern könnte.

Ausland.

** Reue englische Panzerschisfriesen. Die noch in den letzten Tagen des alten Jahres in Ports­mouth begonnene Kiellegung des neuesten engli­schen Schlachtschiffes vom Dreadnoughttyp, des St. Vincent, und die kontraktlich vergebenen Lieferungen für den Bau der Schwesterschiffe Collingwood und Rodney in Devenport und Barrow-in-Furneß rücken den Zeitpunkt, wo die englische Flotte im Besitz von 10 Dreadnought, schlachtschiffen fein wird, um ein wesentliches Stück näher. Dem neuen Typ, der mit der 17 900 Tons haltenden Dreadnought ins Leben gerufen wurde und der vor allem das Prinzip der einheitlichen Armierung zur Geltung bringt, sind zunächst die Panzer Jnvincible, Jndorni- table und Inflexible nachgebildet. Sie besitzen nur 17 250 Tons Raumgehalt, sind etwas welliger schwer gepanzert als die Dreadnought, haben dieselbe Bestückung wie diese, besitzen aber eine um 4 Knoten höhere Geschwindigkeit. Ihre Indienststellung wird in allernächster Zeit erfol­gen. Es folgten sodann Bellerophon, Temeraire, Superb mit je 18 600 Tonnen Raumgehalt. Diese Fahrzeuge sotten im Herbst des lausenden Jahres ihre Probefahrten aufnehmen. Die neuesten Schiffe der Dreadnought-Klasse, St. Vincent, Collingwood und Rodney halten 19 200 Tonnen, alle drei werden wie gewöhnlich ist auch jetzt wieder das Baumaterial usw. lange vor der Kiellegung im größten Umfange vorbe­reitet worden spätestens 1910 verwendungs­bereit sein. Auf diese Weise ist es möglich, diese gewaltigen Fahrzeuge, deren Raumgehalt sich fortlaufend von 17 250 auf 19 200 Tonnen gesteigert hat, innerhalb zweier Jahre fertigzu­stellen. Anfang 1910 wird England also 10 Dreadnought-Panzer auf dem Wasier haben. Und die anderen großen Seemächte? Ein eng­lisches Marinefachblatt berechnet, daß im Jahre 1912, also zwei Jahre später als England, die Vereinigten Staaten 2, Frankreich gleichfalls 2, Deutschland 4 Fahrzeuge vom Dreadnought-Typ

einen so schönen Besitz wie Ashbrooke gesehen. Lord Chesleigh muß enorm reich sein."

Ja, reich ist er, aber das ist nicht das beste an ihm, Mama. Ich mag ihn um seiner selbst willen leiden, er ist wirklich ein vorzüglicher Mensch."

Das ist er," entgegnete Lady Forbes.Wie stehen Deine Aktien, Monika? Hast Du meinen Rat befolgt und Dich sehr um das Kind bemüht?"

Dessen bedürfte es gar nicht, Mama, ich habe Dora sehr lieb."

Desto besser. Du kannst Lord Chesleigh gar nicht bester gefallen, als wenn Du Dich mit der Kleinen beschäftigst und es ist immer mehr wert, wenn es Dir von Herzen kommt, als wenn Du Dich dazu zwingen mußt. Sage mal auf­richtig, interessiert er sich für Dich?"

Ich weiß nicht, was ich darauf antworten soll, Mama. Lord Chesleigh ist sehr aufmerksam gegen mich, er scheint sich gern mit mir zu unter­halten, aber eins kann ich mir nicht verhehlen, er sucht meine Gesellschaft meist dann, wenn die Kleine bei mir ist."

Lady Forbes seufzte.

Wenn ich jung wäre, Monika, und mit solchen Hilfen rechnen könnte! Ein Witwer in den besten Jahren und mit solchem Besitz, dazu ein Kind, durch das man auf sein Herz ein­wirken kann! Nein, wenn ich an Deiner Stelle wäre, so würde ich in sechs Wochen Lady Chesleigh sein." .....

Monika erötete.

Sprich nicht in der Weise, Mama, es tut mit weh. Eine Heirat ist doch nicht nur ein Geschäft; etwas Herz habe ich schließlich gott­lob auch noch."

Wenn Du irgend etwas in der Welt er­reichen willst," sagte Lady Forbes lächelnd,so mußt Du das Herz aus dem Sviele lasten. Ich habe manchs Erfahrung gemacht im Leben und

besitzen werden. Wenn das richtig ist, kann die enorme Ueberlegenheit der englischen Seemacht durch nichts eindringlicher vor Augen gestellt werden, als durch die Tatsache, daß im Jahre 1912 England 10, die drei nächstgroßen See­mächte, die Vereinigten Staaten, Frankreich und Deutschland zusammen nur 8 Dreadnought-Pan­zerschiffe besitzen werden. Die englische Flotte die angeblich an dem Zwei-Mächte-Standpunkt festhält, wird also in dieser * modernsten und stärksten Waise des Seekrieges den drei ihr im Rang folgenden Flotten, diese zusammengefaßt, erheblich überlegen sein. Und wie liegen die Dinge augenblicklich? Dasselbe englische Ma­rinefachblatt kann triumphierend verkünden, daß, wenn im Herbst dieses Jahres 7 Dread­nought-Schiffe dem Verbände der britischen Flotte angehören werden, keine andere Seemacht auch nur einen einzigen Dreadnought-Panzer zur Verfügung haben wird. Nicht Frankreich, nicht Rußland, nicht Italien, nicht die Ver­einigten Staaten, nicht Deutschland letzteres, so heißt es, habe 2 Schiffe auf Stapel, die Ende 1910 verwendungsbereit seien hätten auch nut ein einziges Schiff von her Größe und Ee- fechtskraft der englischen Dreadnoughts aufzu­weisen. Gleich ihren Vorgängern werden also auch das Jahr 1908 und die folgenden Jahre das Merkmal her enormen Ueberlegenheit der eng­lischen Seemacht zu tragen haben, einer Heber- legenheit, gegen die alle anderen Seemächte zu- fammengenommen nicht ankommen können! Man wird gut tun, sich dieser Tatsache zu erinnern, wenn wieder einmal von angeblichen Rüstungseinschränkungen der englischen Flotte die Rede sein sollte.

2)?ar6urfi und Umgegend.

(Nachdruck aller C-igmalartitet ist gemäß § 18 Kl Urheberrecht» nur mit der deutlichen Quellenangabe

.Obrrhess. Ztg." ßtfhrttet)

Marburg, 7. Januar.

K. Witterungsoerlauf im Monat Januar 1968. Die erste her 73 Pentaden, in welche be­hufs Berechnung her meteorologischen Mittel­warte das Jahr eingeteilt wird (1.5. Januar) ist vorüber und hat eine um 10,2 Grad C 8,8 Grad B unter der normalen liegende mitt­lere Tagestemperatur, hie aus 60jährigen Mar­burger Beobachtungen 0,5 Grad C0,4 Grad R betragen sollte, gebracht. Am wärm­sten wat hie Pentade im Iahte 1860: 6,8 Grad C 5,4 Grad R; am kältesten mit 14,4 Grad C 11,5 Grad R im Iahte 1871. Barometerstand im Mittel 751,8 mm (nicht red.) bei Ostwind und Schneedecke. Norm. Tagesmittel vom 6. bis 10. Jan.: 0,8 Grad C 0,6 Grad B.

* Reue {artige hessische Trachtenkarten sind im Verlage von Siegfried Bäcker, Cassel, er­schienen, die sich durch tadellose Wiedergabe von Originalaufnahmen auszeichnen. Am charak­teristischsten ist wohl die Wiedergabe des Bauerntanzes mit der ganzen Versammlung des

weiß genau Bescheid. Hat Lord Chesleigh nie mit Dir von Liebs gesprochen?"

Nein, niemals. Wir unterhalten uns meist über Dora."

Und Du hast ihm nie gezeigt, wie Du übet ihn denkst? Oder glaubst Du, daß er sich für eine andere interessiert?"

Ich fürchte es fast, Mama," entgegnet» Mo­nika traurig.Et spricht so oft von einer Cousine seiner Frau, ich bilde mir ein, daß er sie liebt. Dora nennt sie Tante Thilla, und seine Stimme klingt ganz anders, wenn er sie erwähnt."

Ach, Du meinst Mathilde Burton?" ver­setzte Lady Forbes.Die brauchst Du nicht zu fürchten."

Woher weißt Du bas? fragte Monika, indem ein glückliches Lächeln über ihr Ge­sicht flog.

Weil Lord Btsndon sich um sie bewirbt."

Aber sie liebt ihn vielleicht nicht, die eine Tatsache schließt die andere nicht ein. Du kannst Dich darauf verlassen, wenn ich eine Ne­benbuhlerin habe, so ist sie es. Sein Hetz hängt mehr an Mathilde Burton, als an seiner ver­storbenen Frau. Zuweilen frappiert es mich, und dann habe ich doch wieder das Gefühl, als habe er diese auch sehr geliebt."

Natürlich hat et das," bemerkte die ältere Dame.Neulich kam ich in das Wohnzimmer; er stand so in Gedanken versunken vor ihrem Bilde, daß er mich zuerst gar nicht sah. Ich trat heran und legte hie Hand auf seinen Arm. Lady Forbes," sagte er,ist das ein Ausdruck von Glück, der auf diesem Antlitz liegt?"Ge­wiß," entgegnete ich,ich sah nie jemand so sorglos und heiter ausseyen." Er schien sich zu freuen; ich glaube, er denkt viel an die Ver­storbene."

Sie hatte kaum ihren Satz beendet, als Lord Chesleigh eintrat, Sr erkundigte sich, oh

Dorfes. Die Karten sind in allen einschliigigeU Geschäften zu haben.

* Wie groß dürfen Postkarten sein? Hebet die Größe der Postkarten nach den Vorschriften der Postverwaltung bestehen noch vielfach Un* klarheiten. Sie rühren zumeist davon her, daß für Drucksachenkarten in dieser Beziehung andere Vorschriften bestehen, als auch für Viicherzettel und ähnliche Karten. Drucksachenkarten dürfen in ihrer Größe d:n ehemaligen Postpaketadressen entsprechen. Diese waren früher noch etwas größer als jetzt. Sie sind neuerdings der Eröß» her Postanweisungsfcrmulare unb dem Format her Masse her Geschäftsbriefe angepaßt worben. Für Postkarten besteht bagegen bie Vorschrift daß sie in Form, Größe und Papierstärke nicht wesentlich von den durch die Post bezogenen Formularen abweichen dürfen. Die amtlichen Postkarten sind nun 14x9 Zentimeter groß. I« einem Bescheid des Reichs-Postamts ist die zu­lässige Abweich ng von diesem Format genan bestimmt worden. Sie darf V2 Zentimeter in her einen oder in b:t anderen Richtung mehr betragen. Die Postkarten dürfen also bis zn 14i/>X9 oder 14X9y2 Zentimeter groß fein. Auch das'kleinste zulässige Format von Postkarte« ist genau vorgeschrieben. Es beträgt 10 X? Zen­timeter. Postkarten von kleinerem Format sind nicht zulässig. M ,

* Vogelsberger Rinder auf der Reise nach Afrika. DemGieß. Anz." wird geschrieben: Das Reichskolonialamt in Berlin hat meist auf Bestellung von Farmern hin sorgfältig ausge- wählte Vogelsberger Rinder aus dem hessische» Hinterland und im Eroßherzogtum Hessen ge­züchtete Saaner Ziegen vom Ziegenzuchtvcrei» Heppenheim an der Bergstraße bereit stelle« lassen. Die Tiere mußten am 31. Dezember an den betr. Stationen verladen werden, um «M 2. Januar in Har..* rg einzutreffen unb am 3, Januar auf dem Dampfer verstaut zu werde«. Am 4. Januar ging her Dampfer in See. Dl« endgültige Preisfestsetzung für die Tiere und di« Abnahme derselben war vom Reichs-Kolonial- amt dem Oekonomierat Schlenke übertragen. Das Wetter war dem Landtransport höchst un­günstig. Die in mei,: zu warmen Ställen stehen­den Rinder mußten am 31. Dezember durch tiefen Schnee einen Fußmarsch von 13 Stun­den machen, kamen bi ,n in bie gut vorgerichte­ten Eisenbahnwagen. Aber das Aus- und Ein» laden in Hamburg bei der Kälte!

* Viehseuchen. Im Regierungsbezirk herr­schen zur Zeit in folgenden Orten Viehseuchen: Tollwut: Kreis Grafsch. Schaumburg: Jdden« sermoor-Niengraben. (Verdacht.) Schweins senche (Schweinepest): Landkreis Cassel: Nie­derzwehren, Ihringshausen, Vollmarshausen, Niederkaufungen, Oberktufungen. Kreis Esch, wege: Langenhain. Kreis Frankenberg: Schmitt, lotheim. Kreis Fritzlar: Haddamar, Zwesten, Densberg, Fritzlar, Obervorschütz. Kreis Fulda: Engelhelms, Poppenrod, Friesenhausen, Maber­zell Schletzenhausen. Kreis Gelnhausen: Untern sotzbach, Breitenborn A. W., Streitberg, Neuen, haßlau, Lichenroth, Bernbach, Niedermittlau, bie Damen Lust hc tten, eine Spazierfahrt 3« machen.

Lady Forbes lächelte.

Mir ist es reichlich warm heute," sagte sie« Aber bie Jugend empfindet das nicht so, Mo, nita wird es gewiß Freude maijen."

Wie denken Sie darüber, Miß Forbes?" wandte er sich an diese.

Zch möchte Ihnen einen Vorschlag machen Lord Chesleigh," erwiderte Monika.Ich fahr« bei diesem schönen Wetter sehr gerne aus, be­sonders aber unter zwei Bedingungen. Erstens möchte ich mit Dora in dem Ponywagen fahren und zweitens müßten Sie selbst den Kmscher machen. Die Verantwortung für Ihren Schatz wäre mir zu groß, wenn Sie nicht dabei sind.

Wie klug bas Mädchen ist, dachte Lady Forbes. .

Lord Chesleigh war um eine Antwort ver­legen. Er wußte zu gut, zu welchen Vermut­ungen er Anlaß geben würde, wenn er Miß Forbes und die Kleine ausfuhr. Anderseits war cs eine Freundlichkeit gegen fein Kind, die er nicht gut ablehnen konnte.

Ich will Sie gerne fahren," sagte er, unb für Dora wird es eine besondere Freude sein. Aber wir könnten den großen Wagen nehmen, vielleicht entschließt Lady Forbes sich doch noch, uns zu begleiten, wenn wir warten, bis es etwas kühler geworden ist." ,

Aber davon wollte die Dame nichts Horen, eine so gute Gelegenheit für ihre Tochter durst« sie unter keinen Umständen stören.

,Jch werde mich zurecht machen," bemerk« Monika;in einer halben Stunde komme ich mit bet Kleinen herunter." , , ,

Sie hoffte, daß Lorb Chesleigh bei ihr« Mutter bleiben mürbe unb wußte, daß bi* ihn bann wegen Mathilde Burton aushorcht«,,

(Fortfetzung folgt),