Einzelbild herunterladen
 

Marburg

gilt als Barrabatt. Bei StonhirS fern Rabatt. «

9QT'llPmfW Dateiworschrift und Beleglieferung ausgeschlossen. 'öVnnuDvnV, «O. X/vgCUlUvl Ityfatttetyt ohne Portokosten unter Nr. k

Frankfurt a. M.

Erstes Blatt

5

Der Krieq unr T-ipolis.

Tripolis, 21. Dez. lieber den Kampf bei Rintras am 19. Dez. meldet dieAgenzia Stefani" folgende Einzelheiten: Oberst Fara brach mit seinen Truppen frühmorgens von Ain Zara aus und gelangte gegen l411 llhr in die Nähe der Oase. Nach kurzem vorbereitenden Artilleriefeuer ließ Fara die Grenadiere zum Angriff nach Osten vorgehen. Plötzlich sahen sie sich vor den befestigten Stellungen des Feindes, der auf die italienischen Truppen ein lebhaftes und anhaltendes Feuer eröffnete. Während dessen führten Detachements der regulären tür­kischen Infanterie ein Manöver aus, um die Italiener von der rechten Seite einzuschlietzen. Der Feind wurde auf mindestens 3000 Mann geschätzt, von denen ein Drittel reguläre tür­kische Soldaten waren. Oberst Fara konzen­trierte seine Streitkräfte auf die rechte Seite. Der Feind machte seinerseits wiederholt An­griffe auf die Italiener, wobei in schnell auf­geworfenen Gräben, in denen man sich auf 500 Meter näherte, alle Angriffe unter schweren Verlusten des Feindes zurückgefchlagen wurden, der sich unter dem Feuer der italienischen Ar­tillerie und der Futztruppen zurückzog. Nachdem die Italiener ihr« Gefallene» bet Tagesanbruch

an Ort und Stelle beerdigt und die Verwun­deten nach Ain Zara auf den Weg gebracht hat­ten, begann die Kolonne den Rückzug, der un­gestört verlief.

Konstantinopel, 21. Dez. Nach einer Mitteilung des Oberbefehlshabers in Tripolis bombardierte ein italienisches Kriegsschiff am 8. Dezember Sirt und zerstörte einige Häuser.

Kairo, 21. Dez. Nach einer Meldung der Agence Havas" besetzten die ägyptischen Trup­pen Solum.

Munizipalrates in Apia. Als dann am 1. Mai 1900 Deutschland auf Grund des deutsch-englisch- amerikanischen Abkommens von den Inseln Be­sitz ergriff, wurde Dr. Solf Gouverneur. Diesen Posten hat er bis jetzt bekleidet.

Gin allgemeiner Gouoerneursmechsel t» Sicht? DieDeutsche Tagesztg." hört, daß sämt­liche Gouverneursposten bis auf einen i« nächster Zeit frei werden sollen. Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg sei für einen dieser Eouverneursposten vorgesehen worden. Gouver­neur v. Rechenberg ist-für heute zur kaiserlichen Frühstückstafel befohlen worden.

Die Einberufung des Reichstages. Wie mitgeteilt wird, ist die Annahme, daß der Reichstag am 7. Februar, also am frühesten Ter­min, zusammentreten werde, voraussichtlich nicht zutreffend. Es sind zwar über den Tag des Zu­sammentritts noch keine endgültigen Bestim­mungen getroffen worden. Es besteht aber aus Zweckmäßigkeitsgründen die Absicht, den Reichs­tag erst Mitte Februar einzuberufen.

Der mecklenburgische Landtag. Sternberg, 21. Dez. Der Landtagsabschied wurde heute dem Landtag überreicht. Der Abschied gibt den Be­scheid der Regierung zu den Eapita der Land­tagspropositionen. Im übrigen bemerkt der Eroßherzog im Hinblick auf die nicht abgeschlos­senen wichtigen Vorlagen mit Bedauern, daß das Ergebnis des Landtages ein befriedigendes nicht gewesen ist.

Die ostpreußischen Konservativen und der Kaiser. An den konservativen Parteitag für Ostpreußen, der jüngst in Königsberg tagte, ist vom Kaiser als Antwort auf das Huldigungs­telegramm folgende Antwort eingegangen:Ich habe die freundliche Begrüßung des Parteitags der ostpreußischen Konservativen gern entgegen­genommen und spreche den Versammelten für das Gelübde treuer Ergebenheit meinen wärm­sten Dank aus."

Die Reform des Breviers. Rom, 20. Dez. Der Osiervatore Romano" veröffentlicht, eine vom, i. November datierte apostolisch« conftitutioLivine afflata" über eine Reform des Breviers. Die conftitutio ordnet eine Neueintetiung der Psalmen an, die im Psalterion enthalten sind und zwar der­art, daß es den Priestern möglich ist, alle Psalmen in jeder Woche zu lesen. Die Reform wird am 1. Januar 1913 in Kraft treten. Bis zu dieser Zeit muffen alle Priester im Besitze des neuen Breviers sein. Di« conftitutio schreibt den Bischöfen und Ordensoberen vor, für die Durchführung der Reform Sorge zu tragen und kündigt die Ernennung einer Kommiffion an, die die Reform des braviariums romanum vollenden soll.

Der Schutzmann Glaus ans Wilhelms­haven, der bekanntlich am 10. Dezember auf bis­her noch unaufgeklärte Weise aus dem Gefäng­nis entwichen ist, wurde, wie ein Berliner Blatt aus sicherer Quelle erfährt, in Paris unter poli­zeiliche Beobachtung gestellt und wird in einigen Wochen wegen der Einbruchdiebstähle ausgelie­fert werden. (Seiner Strafe weg^n Spionage und Landesverrats wird Elauß auf diese Weise also vorläufig entgehen.)

Deutsches Reich.

Vom Bundesrat. Berlin, 21. Dez. In der heutigen Sitzung des Bundesrats wurde dem vom Reichstag in der Sitzung eom 5. Dezember angenommenen Entwurf eines Gesetzes betref­fend die Abänderung des Schutzgebietsgesetzes die Zustimmung erteilt, ferner der Vorlage betr. die Verteilung einer Eesamtvergütung für die Verwaltung der Branntweinverbrauchsabgabe, den Entwürfen der kaiserlichen Verordnungen über den Geschäftsgang und das Verfahren des Reichsversicherungsamtes, und über die Gebüh­ren der Rechtsanwälte im Verfahren vor den Versicherungsbehörden, dem Entwurf einer kai­serlichen Verordnung über den Geschäftsgang und das Verfahren der Oberversicherungsämter, der Vorlage betr. Uebergangsbestimmungen zur Reichsversicherungsordnung, dem Entwurf einer Verordnung über den Geschäftsgang und das Verfahren der Versicherungsämter, der Vorlage betr. Uebergangsbestimmungen für die Inva­liden- und Hinterbliebenen-Versicherung nach der Reichsversicherungsordnung und dem Antrag auf Erlaß einer Uebergangsbestimmung nach Artikel 100 des Einführungsgeseßes zur Reichs­versicherungsordnung.

Staatssekretär Dr. Solf. Der zum Staats­sekretär des Reichskolonialamts ernannte Gou­verneur Dr. phil. Wilb. Solf wurde am 5. Okt. 1862 zu Berlin als Sohn des verstorbenen Stadtverordneten Rentiers Solf geboren. Nach Absolvierung des Gymnasiums widmete er sich an den Universitäten Berlin und Kiel dem Stu­dium der Philologie, besonders auf dem orienta­lischen Seminar dem Sanskrit. Seine indischen Sprachstudien führten ihn nach Kalkutta, wo er zwei Jahre im deutschen Konsulat arbeitete. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland studierte er an der Universität Jena Jura. Er trat später als Asiesior in die Kolonialabteilung des Aus­wärtigen Amtes ein und wurde 1908 Kaiser!. Richter in Daressalam. Während der Wirren auf Samoa te Jahr« 1899 war er Präsident des

Politische Umschau.

Ein« Sensation in der französtschen Kammer.

Kurz vor der Abstimmung über den Marokko­vertrag gaben einzelne Abgeordnete noch persön­liche Benierkungen ab, die ihr Votum rechtfert- tigen sollten. Unter anderen erhob sich auch der Lothringer Lefebure, der Deputierte von Mont- medy, und erklärte mit großem Pathos, aus wel­chem Grunde weder er noch seine zwölf Kollegen von den östlichen Grenzdepartements in der Lage feien, ihre Stimmen für die Annahme des Ver­trages in die Wagschale zu werfen. Sie möchten es vermeiden, daß durch ihre Stimmenabgabe der Anschein erweckt werden könnte, daß die von ihnen vertretenen Departements mit der durch den Vertrag eingeleiteten Annäherung zwischen Deutschland und Frank­reich einverstanden seien. Dies wäre ein großer Irrtum, denn für die Lothringer gebe es kein Vergessen und kein Versöhnen! Darum würden er und seine zwölf Kollegen sich der Abstimmung enthalten! Diese Erklärung wurde mit einem Beifallssturm ausgenommen, der nicht enden wollte.

Die Deputierten, unter ihnen auch einiO Sozialdemokraten, beglückwünschten den Redner. Unterdeß saß der Kolonialminister schluchzend auf seinem Platze. Er ist nämlich selbst Loth­ringer und hatte für die Annahme gestimmt. Laut aufschluchzend vettieß er tränenüberströmt den Saal und erklärte, nachdem er sich wieder etwas gefaßt hatte, dem Ministerpräsidenten, daß er nicht länger in dem Kabinett verbleiben könne, weshalb er ihm seine Demission anbieten müsse. Es gelang aber, ihn zu veranlasien, die Demis­sion zurückzunehmen, worüber dann im Hause allgemeine Freude herrschte.

Ausland.

** Angriffe auf Zaurtzs. Paris, 20. Dez. Jaurk-s wird von den meisten Blättern wegen seiner Marokkorede scharf angegriffen. Der Matin" fragt: Warum vergißt Jaurös, sobald es sich um die äußere Politik handelt, daß er ein französischer Abgeordneter ist und zu einer fran­zösischen Kammer spricht? Sein pacificistischer Eifer treibt ihn dazu, die Haltung unserer Nach-, barn milde zu beurteilen und seine Kritik und seine Angriffe ausschließlich gegen die franzö­sische Diplomatie zu richten. DerFigaro" schreibt: Jaurtzs hat beinahe gefliffentlich die Empfindungen seiner Zuhörer verletzt und diese haben ihm das deutlich zu verstehen gegeben. Er schien aber gar nicht zu merken, daß er den Finger auf die immer noch offene Wunde legte und daß die Rednertribüne der ftanzösischen Kammer derartige seltsame Lobeshymnen, wie die Jaur^s', auf die deutschen Staatslenker an- stimmte, noch nicht gewöhnt ist. DieLibre Parole" schreibt: Jaurds verherrlichte die Größe und die Rechte sowie die weise und friedliche Po­litik Deutschlands. Hat er denn vollständig den französischen Sinn verloren? Die Kammer hat ihm auch eine wohlverdiente Lektion erteilt. DieRepubligue Francaife" sagt: Von seinem rednerischen Ungestüm fortgerisien, hat Jaurds «igestüm über Dinge gesprochen, die man nut

trotzdem ist so schreibt das Blatt seine Be­hauptung nicht ungenau gewesen. Es ist nicht ernsthaft von der Abtretung dieser Kolonie ge­sprochen worden, da Frankreich im Prinzip diese Frage von Anfang abgelehnt hat." Es ist ja nett, wenn das Blatt unserem Staatssekretär beispringt, nur kann es nicht die Behauptung abschwächen, daß Herr v. Kiderlen tatsächlich eine Abtretung der Kolonie Togo nicht nur er­wogen, sondern dem französischen Unterhändler sogar vorgeschlagen hat. Wenn also Frankreich nicht im Prinzip dagegen gewesen wäre, hätte er diese wertvolle Kolonie einfach eingetauscht.

Es sind aber noch weitere Widersprüche in der Darstellung des Herrn de Seines und der der deutschen Regierung vorhanden. Während letz­tere behauptet, daß wir in Marokko niemals Sondervorteile erstrebt hätten, wurde während der Kammerdebatte gesagt, Deutschland habe eine wirtschaftliche Vorzugsstellung in Marokko, insonderheit im Susgebiet verlangt. Weiter hätten wir Gabun und das gesamte Kongogebiet zwischen dem Meere und dem Sangha gefordert, von dieser Forderung aber seien wir wieder abgegangen. Wie angesichts dieser Tat­sachen Herr v. Bethmann-Hollweg behaupten kann, wir hätten alles das erreicht, was wir von Anfang an erstrebt hätten, ist nicht ganz klar. Die deutsche Regierung hat in ihrem Expose der französischen einen Verttauensbruch vorgeworfen, da diese England über die vertrau­lichen Verhandlungen auf dem Laufenden hielt. Herr de Selves aber behauptet, daß wir der französischen Regierung dieses Recht zugestanden hätten. Warum haben wir dann unsererseits unsere Bundesgenosien nicht über den Stand der Verhandlungen unterrichtet? Denn es ist kaum anzunehmen und auch nichts davon bekannt, daß dies geschehen ist, man ettnnere sich der kühlen und reservierten Stellungnahme Oesterreichs in der ganzen Angelegenheit. Es scheint, als ob unsere Regierung auch noch der Veröffent­lichung der Vorgänge im letzten Sommer der Oeffentlichkeit viele wichtige Tatsachen, die der Regierung vielleicht nicht angenehm sind, vor­enthalten hat. Man mutz erwarten, daß sie zu der Darstellung des Herrn de Selves Stellung nimmt: denn diese weicht in einigen Puntten recht beträchtlich von der ihrigen ab, auch wenn man in Betracht zieht, daß Herr de Selves seine Aufklärung zu seinen gunsten etwas korrigiert und frisiert haben mag.

Was das Verhältnis zu unserer Regierung betrifft, so bleibt die Tatsache bestehen, daß die Marokkopolitik unserer Diplomatie keinen Er­folg errungen hat. Das haben die Kommentare der Parlamente nur bestätigt. Es ist nicht an­gebracht, auf den Fehlern herumzureiten. Vor­wärts! heißt die Devise: hier aber mutz die Re­gierung über die wahre Stimmung des Volkes auch wirklich klar sehen. Nicht vertuschen, aber auch nicht unnötig noch obendrein die Stellung der Regierung nach außen schwächen. Wir kön­nen nicht mit Stolz auf das Marokkoabkornmen blicken, dürfen aber erwarten, daß aus den Feh­lern die Lehren gezogen werden.

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

uno oen Beilagen:Rach Feierabend",Fürs Haus" undLandwirtschaftliche Beilage"

llnb nQd) einmal Marokko.

Die Debatte über das deutsch-französische I Marokkoabkommen in der französischen Kammer ist geschlossen und der Vertrag mit 393 gegen 36 Stimmen angenommen worden, wobei aller­dings 160 Kammermitglieder sich um eine Ent­scheidung herumdrückten und sich der Stimme enthielten. Sie wollten nicht, daß man ihnen vorwerfe:Ihr habt ein gutes Geschäft aus­geschlagen", was die Mehrheit zu der Annahme bewog. Noch auch sollte man sagen können: Ihr seid Deutschland in friedlichem Signe ent­gegengekommen und habt Revancheideen ge­opfert", was die starren Neinsager nicht tun wollten. Man wußte ja, wie es kommen würde. Die Kammer konnte das glänzende Geschäft nicht verwerfen. Umso lehrreicher ist es, unter welchen Begleitumständen die Debatte vor sich ging. Ist es nicht eigenartig, daß Graf de Mun, der Führer der kleinen nationalistischen Gruppe, die angeblich absolut keine Rolle im öffentlichen Leben spielt, den lebhaftesten "Beifall erntete, als «r nach dem Motto der Jungfrau von Orleans sprach:Nichts von Verträgen, nichts von Ueber- gabe!" Der Sozialist Jaurds, der es wagte, eine i Lanze für Deutschland zu brechen, stand mit seiner Erupe ganz allein und muß die heftigsten Vorwürfe von feiten der Presse ertragen. Das Ministerium Caillaux-de Selves wird bald ab­danken, Und schon heute weiß man, daß die kom­menden Männer Millerand, Delcassöe und Eombes sind. Die Debatte hat unzweifelhaft er- wiesen, daß man sich ein gutes Geschäft ganz gern gefallen läßt, daß aber, vielleicht gerade wegen unseres Nachgebens, der Revanchegedanke im französischen Volke lebendig ist, das muß be­trübt auch eine Zeitung wie dasVerl. Tagebl." zugcbcn. Diejenigen aber, die als wesentlichsten Vorteil des Abkommens dem deutschen Volke hinzustellen sich bemühten, daß man nunmehr mit Frankreich immer friedlich auseinanderkom­men werde, werden zwar auch aus dieser Debatte i nichts lernen. Ihre Ausführungen dürsten aber kaum Eindruck machen. Das deutsche Volk weiß, i daß es die französische Volksstimmung immer gegen sich haben wird und wenn es ihr noch so sehr entgegenkäme. Der frühere Minister Pel - letan stellte vor kurzem fest, daß gerade das Abkommen die Quelle von fortgesetzten Rei- i bringen sein werde. Und wir haben erst kürzlich im Hinblick auf die Haltung der Oeffentlichkeit in Frankreich und England festgestellt, daß die deutschfeindliche Stimmung gerade bei unfern Nachbarn gewachsen ist. Systematisch wird von dort die Leistungsfähigkeit unserer Streitkräfte in der Presie und Literatur herabgesetzt und gleichzeitig werden weiter alle schwarzen Pläne auf Deutschland zurückgeführt. Wir sind daran gewöhnt. Die Umstände mahnen aber, aus dem Abschluß des Abkornw^ Schlüsse

zu ziehen, die einen Freund vortäuschen, wo wir einen revanchelustigen Gegner von ehedem und neidischen Konkurrenten und Vetter zu sehen haben, der in der Wahl seiner Mittel skrupellos zu sein pflegt. Daran hat das Abkommen nichts geändert, im Gegenteil die Siuation verschärft. | Man sieht in uns nicht den Starken, der nach­gibt, sondern den Schwachen, der zurückweicht.

Die französische Kammerdebatte zwingt aber, - noch einmal, wenn auch kurz, auf den Gang der Verhandlungen einzugehen. Es zeigt sich näm­lich, daß zwischen der Darstellung der französi­schen Regierung und der Herrn v. Kiderlens einige Widersprüche bestehen. So bestritt unser F Staatssekretär, daß jemalsernsthaft" an eine Abtretung Togos gedacht worden fei, Herr de Selves aber behauptet, daß Deutschland diese Kolonie tatsächlich als Austauschobjekt angeboten habe. Jntereffant in dieser Beziehung ist auch, was sich jetzt der PariserRadical" vonBer­liner diplomatischen Kreisen" melden läßt. Da­nach soll Herr v. Kiderlen tatsächlich die Abtre­tung Togos angeboten und der französische Bot­schafter auch auf das Angebot eingegangen fein. Dann aber kamen von Paris gegenteilige In­struktionen, worauf von Togo nicht mehr gr- lvrochen wurde. DerRadical" knüpft daran die Bemerkung, daß Herr v. Kiderlen recht habe, wenn er behauptet, von der Abttetung fei nicht ernstlich" die Rede gewesen, nur hab« et sich in der Form des Ausdrucks vergriffen.Aber |

Der Anzeigenpreis beträgt für die 7 gespaltene Zeile oder deren Raum 15 9), bei amtlichen und auswärtigen Anzeigen 20 für Reklamen in die Zeile 40 < Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Jeder Rabatt IO. chlt als Barrabatt. Bei Konkurs kein Rabatt. Berbindlichkeit für Dlatz-,

. Zahlungen im Post- 1211 5015 de« Postscheckämter

iir ..i.litrutrhfdtt erschcini laguctz mit ämh!; w lhk e- nu­

lt nb Feiertage. Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch , Oft« die Post bezogen 9.25 JK. lohne Bestellgelds, bet unseren ZeitungSstellen JeO .yl | und der Expedition lMarkt 21) 2.00 "<Ä frei ins Haus. (Für untrer« * "' langt zugesandt? Manuskripte übernimmt die Redaktion keinerlei

Verantwortung.) Druck der Univ.-Buchdruckerei I. B. Koch (Inh.: Dr. Hiheroihl. Markt 21. Telephon 55.