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davon zu berichten wußte, daß im Juli unserer Hoch, seeflotte auf ihrem Marsche nach Norwegen eine Flottille von englischen Zerstörern folgte.
und erhebendes Beispiel bezeichnete, seine mit stürmischem Beifall aufgenommene Rede, welche auf das ganze Haus offenbar einen tiefen Eindruck gemacht hat.
Marburg
Mittwoch, 20. Dezember
EnalMes
Im englischen Unterhause hat wieder eine Debatte stattgefunden, die sich mit den deutsch-englischen Beziehungen beschäftigte; etwas neues hat sie nicht gebracht, sie verlief nach der alten Melodie, einige fordern ein größeres Entgegenkommen gegen Deutschland die Regierung ist freundlich reserviert. In der Tat wird durch Worte nichts, garnichts geändert. Ab und zu friedliebende Stimmungen in der Presie ändern gleichfalls nichts. Ein allerdings als deutschfreundlich bekanntes Blatt, die „Daily News", findet das rechte Wort. Das Blatt sagt, daß der Wunsch nach einer freundlicheren Gestaltung der Beziehungen nicht eher befriedigt werden könnte, als bis man in Deutschland nicht nur englische Reden, sondern auch englische Taten steht.
Ein Berliner Telegramm der „Köln. Zig." schreibt dazu: „Wenn man die Ausführungen der „Daily News" lieft, so könnte man zu dem Glauben kommen, daß auf englischer Seite doch recht viel guter Wille vorhanden sei, und daß eine Annäherung gar nikht so schwer wäre. Leider muß festgestellt werden, daß das Blatt, desien mutiges und ehrliches Auftreten in Deutschland volle Anerkennung findet, noch lange nicht der Ausdruck der öffentlichen Meinung Englands ist, sondern daß diese nach rote vor diejenige Politik billigt, welche die heutige Lage verschuldet hat. Gewiß gibt es hervorragende Männer in England, die uns gegenüber die altenglische Vorurteilslosigkeitbewahrt haben, und zu ihnen scheint neuer
geströmt war, nach und nach langsamer und langsamer floß und schließlich so langsam, als höre das Herz auf zu Wagen. Viele feiner Worte glitten an ihr vorbei, ohne ihr zum Bewußtsein zu kommen. Sie begriff nur, daß sie ihn ganz verlieren sollte. Sie sollte nicht einmal die Freude haben, als Freundin in seiner Nähe zu leben. Ihr Anblick würde ihm peinlich fein, weil er ihn an die Liebesschuld erinnerte, die er nie bezahlen konnte. Vielleicht war es notwendig, daß sie wegging, damit er sich ganz als Mann fühlen und ohne Verantwortung und Pflichten frei über sein Leben verfügen konnte. Ihre Anwesenheit in seinem Heim würde wie eine Anklage ohne Worte sein.
Sie sah selbst ein, daß es für ihn das beste war, wenn sie ging. Es war das letzte schwerste Opfer, das sie bringen mußte. Mit ihm würde die äußerste Forderung der Selbstverleugnung erfüllt werden. Sie hatte ihn einmal gefragt, ob er an eine Liebe glauben könne, die alles opferte und keine Gegenleistung forderte. Jetzt mußte sie zeigen, daß es ihr mit ihren Worten ernst war.
• Es war unendlich hart, in die große, leere Welt hinausziehen zu wüsten, wo kein Freund sie erwar- tete, wo keine Tätigkeit ihrer harrte — hinaus in die Einsamkeit und Sehnsucht. Sie hatte geglaubt, hier ein Hein und einen Wirkungskreis zu finden. Cie war aber bereit, die Opfer zu bringen. Sie konnte wohl entsagen, wie so viele Frauen vor ihr es getan hatten, und die verzweifelte Leere des Lebens geduldig und still ertragen. Und vielleicht würde ihr Leben nicht lange dauern. Fühlte sie nicht wieder den stechenden Schmerz in Brust und Rücken, der dem Husten und Blutspeien vorauszugehen pflegte? Die Fieberhitze in ihrem Körper wechselte mit einem wiederkehrenden Frösteln ab. Der Boden
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„Ich habe dich ja aber lieb, Signete.“ Er schlug feinen Arm um sie und zog sie fest an sich.. „Es hält, weiß Eott, schwer, seine eigenen Gefühle zu erkennen. Ich bin vielleicht nicht so verliebt in dich, wie ich es in Lotte war. Ich ehre dich aber und vertraue dir, und du bist die Einzige, mit der ich mir ein gemeinsames Leben denken könnte. Hätte ich nur Vertrauen zu mit selbst--es würde aber deinetwegen un
recht von mit sein, wenn ich dich an mich fetten nwllte. Denk einmal darüber nach, wie ich gewesen bin. Obgleich ich dich täglich sah und wußte, daß du mich liebtest, ließ ich mich von Lotte wieder feffeln. Ich habe eines falschen und törichten Stolzes wegen meine ganze Zukunft aufs Spiel gesetzt, einzig und allein, weil ich den Spott und Hohn meines Gegners nicht ertragen konnte. Ein Mann wie ich hat nicht die Berechtigung, ein gutes und unschuldiges junges Mädchen an sich zu ziehen.
Und siehst du — ich würde unter dem Gefühl leiden, daß ich dir alles schulde und dir als Ersatz nichts bieten kann. Ich würde gereizt und im täglichen Leben unerträglich werden — ich würde dich tief unglücklich machen —. Deshalb gibt es nur den einen Weg. Ich danke dir, daß du mir das Geld zur Begleichung meiner Schulden leihen willst, und ich werde bestrebt fein, dir die Zinsen pünktlich zu bezahlen. Dann möchte ich dich bitten, zu reifen. Es dürfte für uns beide das beste fein. Du wirst mich vergessen, du wirft einem anderen Mann begegnen, der dich liebt, rote du es verdienst, und dich glücklich macht. Hab ich werde den alten Kampf mit der Armut von vorne aufnehmen und versuchen, ob es mir gelingen wird, meine Selbstachtung und die Achtung anderer zurückzugewinnen."
Während Ägnete ihm zuhörte, war es, als wenn i das Blut, das fo heiß und so schnell durch ihre Aden»
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Das Marokkoabkommen in der franzöMen Kammer.
Paris, 18. Dez. Die Kammer setzte heut« die Beratung des deutsch-französischen Abkommens fort. Die Botschafter Frhr. v. Schön und Tittoni wohnten der Sitzung bei. Der Kam« missionsberichteestatter Lang untersuchte die Ergebnisse des Abkommens und bemerkte, das Protektorat Frankreichs sei zwar nicht mit ausdrücklichen Worten in dem Abkommen angekündigt, doch bestehe es in Wirklichkeit. Das diplomatische Korps werde abberufen werden, sobald das französische Protektorat in Marokko errichtet sei. In Bezug auf die Berggerechtsame werde Marokko volle Freiheit haben, mit der einzigen Einschränkung, daß auf Eisenerze kein Ausfuhrzoll gelegt werden dürfe. Was die Linie Tanger—Fez anbelange, die nicht von irgendeiner anderen Bahnlinie überholt werden dürfe, so bedeute dieses Wort nicht, daß die Bahn vor den anderen gebaut werden solle, sondern einfach, daß sie auf dem ersten Programm erscheinen müßte, das aber auch andere Linien umfassen könne.
Nach der eingehenden sachlichen Begründung durch Berichterstatter Long ergriff Eaillaux unter großer Spannung des Hauses das Wort. Der Zweck des Algecirasvertrages, eine internationale Verwirklichung der Reformen herbeizuführen, konnte nicht erreicht werden, denn er legte wohl Frankreich die Pflicht, aber auch gleichzeitig die Unmöglichketi auf, zu handeln. Das Abkommen mit Deutschland 1909 sei erfreulich, aber unwirksam gewesen; denn die Grenzen zwischen wirtschaftlichen und politischen Interessen konnten unmöglich genau geregelt werden. Es galt, Marokko von der auf ihm lastenden deutschen Hypothek zu befreien. Frankreich habe ein Opfer bringen müssen. Das Abkommen sei dem Vertrag von Bardo, durch welchen Frankreich Tunis erhielt, gleichwertig und gebe Frankreich diesem gegenüber noch einen Vorsprung von 15 Jahren. Das Wesentliche sei die Methode, mit welcher der Vertrag durchgeführt werde, dieser Vertrag, welcher zwischen zwei großen Völkern abgeschlossen wurde, die fähig seien, einander zu achten und sich zu großem Wohle des Friedens und der Menschheit mit einander zu verständigen. (Lebhafter Beifall bei den Sozialisten und Radikalen.) Rach einer sehr versöhnlichen Bemerkung über die Verhandlungen mit Spanien und einem Hinweis auf die Freundschaft und auf das Bündnis mit Rußland, schloß Caillaur, indem er eine starke Militärmacht als die beste Friedensbürgschaft und die Haltung des französischen Volkes während der letzten Monate als ein bewundernswertes
bings Lord Beresford getreten zu fein, aber ihr Ein- luß ist nicht stark genug, um die Hypnose zu verbannen, mit welcher die Engländer auf die deutsche Politik starren, und auf das, was sie hinter ihr vermuten. Die Ueberzeugung, daß Deutschland mit allerlei schwarzen Plänen die Sicherheit Englands bedrohe, ist durch die jahrelangen Hetzereien einer bekannten Presse so fest gewurzelt, daß sie nicht so leicht zu erschüttern sein wird. Wie tief diese sitzt, und wie sie sich bis zu blindem Haß steigert, ergibt sich aus den Schmähungen gegen das deutsche Heer, welche bei uns keine Beachtung fanden, weil es für uns wirklich demütigend wäre, auch nur den Versuch einer Widerlegung zu machen."
Man wird es aber in Deutschland als eine ritterliche Tat begrüßen, daß Lord Charles Beresford diese Beschimpfungen als erbärmlich che zeichnete. Das ist für uns vollständig ausreichend. Auf demselben Boden des Hasses und der Verleumdung sind auch die Angriffe erwachsen, die einige englische Zeitungen gegen bas Urteil des Reichsgerichts in dem letzten englischen Spionageprozesse gerichtet haben. Je klarer es sich zeigt, daß von englischer Seite eine systematische, mit gewaltigen Mitteln arbeitende Spionage betrieben wird,, desto mehr hätten die Engländer allen Anlaß, eine recht vorsichtige und zurückhaltende Sprache zu führen. Wir betrachten die Frage der Spionage frei von jeder Sentimentalität. Aber das eine bleibt doch bestehen, daß sie keine schöne Einrichtung ist, unb daß England in neuester Zeit in ihr eine bisher unerreichte Höchstleistung geboten hat. Darüber werden diejenigen Blätter nicht hinwegtäuschen können, die sich jetzt am Reichsgericht reiben, von Justizmord und von deutscher Barbarei sprechen. Daß das Reichsgericht es versteht, zwischen Spionen und Spionen einen Unterschied zu machen und Vergehungen nicht nur nach ihrer Art, sondern auch nach ihren Beweggründen zu beurteilen, hat es in dem Falle- der englischen Offiziere gezeigt. Damals hat wohl die ganze englische Presse die Mäßigung des deutschen Gerichts anerkannt. Wenn sie jetzt zu einem ganz anderen Urteil kommt, so ist das nur ein Beweis von einer Verblendung, die absichtlich die Verbältnisse nicht so sehen will, wie sie in Wirklichkeit liegen. Die jetzt in Leipzig verurteilten Verbrecher sind wirklich keine geeigneten Objekte für die Sympathie einet sich selbst achtenden Presse.
Gleichsam zur Bestätigung der wirklichen Volksstimmung in England beschäftigt sich jetzt die „Pall- Mall-Eazette" mit Vorkehrungen, die dazu bestimmt sind, die Nordsee auch nach der SlotW.e • zu schließen. Sie schreibt: „So schnell rote möglich -st die siebente ZerstörerflottiNe formiert worden. Wenn sie fertig ist, wird sie einer der mächtigsten Teile unserer Moskitoflotte sein. Die siebente Flottille wird in Rosyth ihre Basis hoben. Ihr besonderer Zweck wird sein, die Nordsee abzusuchen, und sie wird in jeder Hinsicht stark genug fein, die Nordsee für Kindliche Schiffe zu einem wahren Wespennest zu machen. Bezüglich des Zweckes dieser Flottille und ihrer Rolle in unserem maritimen Verteidigungswesen braucht hier nichts gesagt zu werden. Die kürzlichen Ereignisse sind ein genügender Fingerzeig dafür." Das Blatt gibt dann die Namen der 20 Zerstörer, die sämtlich dem neuesten und stärksten Typ vieler Fahrzeuge angehören, und die von einem der schnellsten Kleinen Kreuzer geführt werden.
Die „Pall-Mall-Eazette" war das Blatt, das
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Aanete Kaas.
Roman von Anna Baadsgaard.
Drutsch von Bernhard Mann.
! Fortsetzung.!
Signete zog sich unwillkürlich einen Schritt zurück. Sie fühlte sich abgestoßen, verwundet. Dann aber erwachte wieder ihre große Liebe und bedeckte alle feine Fehler. War er zynisch, bitter, hart — —? Das war gleichgültig. Er war der, den sie liebte, und sie war nahe daran gewesen, ihn zu verlieren.
„Ich habe wie ein Wahnsinniger gespielt," fuhr Harald fort. „Ich habe an Tholander so groß, Summen verloren, daß der Hof hier verkauft werden muß. Und ich konnte den Gedanken, daß man mich von Haus und Hof jagen würde, nicht ertragen. Da wollte ich lieber sterben."
„Wie konntest du aber nur des Geldes wegen an den Tod denken? Du hast mich doch, und du weißt, daß ich dich nicht im Stich lasse."
„Ich will ganz ehrlich fein, Agnete. Ich habe daran gedacht. Ich wußte, daß du mir helfen würdest, weil du mich lieb hast. — Es erschien mir aber ehrlos, Vorteil aus deiner Liebe zu ziehen, da ich dich doch nicht bitten kann, meine Gattin zu werden."
Das Blut jagte wie ein kochender Strom durch ihren ganzen Körper bis in die Schläfen hinauf, bis in die äußersten Fingerspitzen. — Weshalb wollte er sie fo tief demütigen? War es notwendig?^— Sie , fühlte sich fo beschämt, fo erniedrigt, als könne sie Ihm nie mehr in die Augen sehen.
„Glaubst du, daß ich. ohne deine Liebe zu besitzen, deine Frau werden möchte?« flüstert« st« mit abge- nxnMem Kopf.
Deutsches Reich.
— Som Kaiser. Berlin, 18. Dez. Der Kaiser hat heute vormittag den Reichskanzler empfangen. , , _
— Ein neuer MiMSrbevollmSchtigter Bayerns in Berlin. Berlin, 18. Dez. Der bayrische Militärbevollmächtigte in Berlin, Generalleutnant Frhr. v. Eebsattel, wurde unter Enthebung seiner Stellung als Bevollmächtigter zum Bun- desrat zum Kommandeur der 2 bayr. Division in Augsburg ernannt. Oberst Wenninger, Kommandeur der 6. Kavalleriebrigade Regensburg, wurde vom Prinzregenten zu seinem Nachfolger in Berlin bestimmt. m z
— Als Zeitpunkt für die Reichstagsstich, wähle« ist der 25. Januar in Aussicht genom- ; men. Die amtliche Feststellung der Ergebnisse der Hauptwahl erfolgt am 16. Januar.
__Ein roter Landtag. Rudolstadt, 17. Dez. Bei den beiden Nachwahlen wurden am Sonnabend zwei Sozialdemokraten gewählt. Der neue Landtag hat demnach eine sozialdemoka- tische Mehrheit. Unter setnen 16 Mitgliedern ■ sind 9 Sozialdemokraten . , '
_ „Hofgänger". Aus München wird berichtet, daß das Glückwunschtelegramm der stadtrschen Kol- te-ffen zur Verlobung des Prinzen Georg auch von dem 2. Vorsitzenden der Stadtverordnetenversamm- lung, der Sozialdemokrat ist, unterzeichnet wurde.
Wo es angebracht ist" . . . •
--- «eine Säbel, Flinten und Uniformen. Wie alljährlich zur Weihnachtszeit, so legt auch ut diesem 'labte der Vorwärts" den Proletariereltern „dringend^ ans Herz", den Kindern keine Säbel, Mntenund Somen $u kaufen: wer bas tue , b« mfünbige sich an der Kultur und an der Menschlichkeit. Itef end bemerkt dazu die „D. Tagesztg^: Ob die Her- reu im „Vorwärts" wirklich lerne Empfindung dafür haben, daß sie sich damit unsterblich la<W machen? Wir hatten schon früher als Ersatz für Säbel und Flinten Pupen ä la Rosa Luxemburg und Nußknacker mit dem Munde des Herrn Stadthagen empfohlen. Die erstere Empfehlung müssen wir zurücknehmen, da dadurch die Putzsucht rn den jungen Genossinen wachgerufen werben konnte. Die soztal- demokratische „Dresdener Volkszeitung Ich'ldert nämlich Frau Rosa Luxemburg als eine „fcamemit einem weißen, mit zwei langen Federn geschmückten, fesch auf dem Kopfe sitzenden Hstte"
— Die Durchführung der Verdeutschung von Fach- 'ausdrücken im amtlichen Verkehr bet Regierungen macht, wie ber „Ins." geschrieben wird auch wett« erfreuliche Fortschritte und ist jetzt auf den amtlichen Eisenbanhverkehr ausgedehnt. In der Neuauflage der „Finanzordnung der preußischen Eisenbahnver roaltung“ sind eine große Reihe von Fremdwörtern, die sich im geschäftlichen Verkehr fast unausrottbar eingebürgert hatten, in die deutsche, Sprache über« setzt worden und werden jetzt amtlich in dieser For verwendet. Die meisten Verdeutschungen sind so glück- schwankte.Uchter tanzten vor ihren Augen auf und nieder. „ . „ u .
-Ich werde gehen, wenn du es wünschest, sagte Re ">hr wurde förmlich angst vor ihrer Stimme, fo gebrochen und klanglos war sie. "Es wird mit schwer, den Birkenhof zu verlassen — ich stehe auf der Welt ja allein da, und ich glaubte, hier ein Heim ju haben? Indessen ist es gleichgültig, wie es mit geht, wenn du nur glücklich wirst."
Sie hatte sich ganz leise seinen Armen entzogen, 'letzt stand sie vor ihm in ihrem weißen Kleide. Die Schleppe legte sich weich um ihre Füße. In ihren Augen war ein Ausdruck, dessen Anblick et nicht zu ertragen vermochte.
„Agnete, du darfst mich nicht mißverstehen. — — Du "findest wohl, daß ich grausam und hart zu dir bin. Aber Eott weiß, daß ich mehr an dein als mein eigenes Bestes denke."
Haralds Antlitz war weit, weit fort. Sie sah es wie durch einen Nebel. Seine Worte tarnen zu ihr, wie aus einer Ferne, unb sie faßte sie nicht richtig auf. Es war, als mache sie sich auch nichts baraus. Der bitterste Augenblick bes Leidens wat für sie vorüber und eine grenzenlose Schlaffheit wat an feine Stelle getreten. Jetzt sehnte sie sich nut darnach, in ihr Zimmer zu kommen und sich auf ihr Lager zu werfen, wie ein verwundetes Tier, das ein Versteck aufsucht, um zu sterben.
„Jetzt geh ich," sagte sie, „wir bedürfen beide bet Ruhe, unb sch kann dich ja ohne Furcht verlassen. Ich habe j~ .in Versprechen —--“
(Fortsetzung folg).
ite „Cberlitmfdie Rettung- eriqeim laginy nut
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Dr. Hiheroths, Martt 21. — Telephon 55.
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unb den Beilagen: „Nach Feierabend«, „Fürs Haus« und „Landwittschastliche Beilage"