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1911
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Marburg
Mittwoch, 13. Dezember
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Erttes Blatt.
Gn englischer Vers» Mallon in der Flottenpolttik
Allmählich sieht man immer klarer, welchen Zweck die Engländer mit ihrer neuesten halb deutsch-freundlicheren Epoche verfolgen. Eingeweihte vermuteten freilich längst, daß die Sache nur den Zweck hat, uns hintenherum von dem Plan, unsere Flottenpolitik so auszubauen, wie wir es nötig haben, abzubringen. Jetzt werden die Herren schon deutlicher. Die „Daily Rews" veröffentlichen eine Mitteilung, die offenbar darauf berechnet ist, den Gegnern eines weiteren Ausbaues der deutschen Flotte den Röcken zu stärken und England als den Hort des Weltfriedens allseitig zu empfehlen. Danach wäre dem für den nächsten Januar vorzulegenden neuen Marineetat eine Herabsetzung der Ausgaben gegen das laufende Jahr um 40 bis 80 Millionen <M. in Aussicht genommen. Die Mitteilung fährt fort: „Alles hängt von der deutschen Flottenpolitik ab. Wird das in dem geltenden deutschen Flottengesetz enthaltene Bauprogramm erhöht, so wird England sein eigenes um jeden Preis dementsprechend gestalten. Beschränkt Deutschland sich auf die Bestimmungen des Flottengesetzes, so wird England sich mit vier neuen Kapitalschiffen, darunter einem Echlacht- schisfskreuzer, begnügen."
Hier wird in bestimmterer Form ein Faden wieder ausgenommen, den bereits der neue englische Marineminister in einer bedeutsamen Rede gesponnen hat. Am 9. Nov. führte bekanntlich Herr Churchill aus: „Die Stärkung unserer Rll- stüung hängt notwendigerweise von der Rüstung anderer Mächte ab. Es wäre Heuchelei, wollte man bestreiten, daß das plötzliche und schnelle Anwachsen der deutschen Flotte (seit 1898, also seit 13_Jahren!) einen Hauptfaktor in unseren lleberlegung, sowohl hinsichtlich der Ausgaben als auch *bes Neubauprogramms bildet. So lange dieser Wettstreit noch andauert, werden Mißtrauen und Unruhe stets lebendig sein, und ein Uebel wird dem anderen in langer Kette folgen. Wir sind nicht so anmaßend, zu behaupten, daß die Schuld nur auf einer Seite liegt. Aber die Aufrechterhaltung der Suprematie zur See ist für uns Grundbedingung. Für das nächste Jahr sieht das Flottengesetz, das nach seiner Durchführung Deutschland eine prächtige und gewaltige, an Stärke nilr der unsrigen nachstehende Flotte gibt, das Aufhören der Vermehrung der Schiffszahl und die Herabsetzung der Bauguote an neuen Schiffen auf die Hälfte der bisherigen Bauguote vor. Bisher ist dieses Gesetz, wie es vom Reichstag genehmigt worden ist, in keiner Weife überschritten worden, und ich bezeig mit Vergnügen, daß die Tatsachen in voLem^UmlLll^restätiat worden find. Die Lage ist Ktzlx derart, daß die einfache Durchführung deMSGyletzes ohne jede Vermehrung — für eine^Wwhe und fühlbare Erleichterung bedeuten würde. Auf jeden Fall wäre die Hoch- wasiermarke erreicht, die ganze Welt würde aufatmen und die Stimmung unter den Völkern würde vertrauensvoller und freundlicher werden!"
Also halt Deutschland mehr Schiffe zum Schutze feines Handels für nötig, so ist es der Weltstörenfried. Die Engländer verstehen es. Dem „Berl. Lokalanz." wird gemeldet, daß man in politischen Kreisen gerade mit einer weiteren Erhöhung der Marineausgaben rechnet. Wenn irgend eine Anleihe ausgenommen werde, werde sie für den Bau eines dauernden Flottenstützpunktes in Rosyth dienen. fr 1 i" i--~~i"------- -
Der Krieg um Tripolis.
Die Türken schicken skch an, den Krieg auf die italienische Kolonie Erythröa auszudehnen. Die Italiener rechneten zwar schon seit Beginn der Feindseligkeiten mit dieser Möglichkeit und haben Kreuzer zum Schutze ihrer Küste im Roten Meer ausgesandt und die Küste befestigt. In Maffuah haben sie 1800 Mann und in Abd el Kader 1200 Mann konzentriert) diese find meist Eingeborene, ob die aber gegen die raffen- und zum Teil auch religionsverwandten Araber zu Felde ziehen werden, steht noch sehr tn Frage. Endlich kann auf die vollständige Anparteilich- « feit Abessiniens auch nicht unbedingt gerechnet *
werden. Wenn man sich dort ofiziell auch von Einmischungen fernhalten wird, so ist doch mit Sicherheit anzunehmen, daß die wilden und kriegerischen Gebirgsvölker ein Tänzchen mit den Italienern, die von 1894 her noch in üblem Geruch stehen, gern wagen werden. Das alles könnte Italien den Besitz seiner einzigen und mit unverhältnismäßig großen Opfern an Gut und Blut erkämpften Kolonie kosten.
Den Grund zur Annahme, daß die Türken mit allen Mitteln trachten werden, Italien in Tripolis zu schwächen und auch im Nordosten Afrikas zu beschäftigen, gibt die Reise des türkischen Oberkommiffars in Aegypten (eine Art Statthalter), Reouf Pascha, nach dem Hedschas und nach Arabien, wo der Pascha mehrere Tage lange Unterredungen mit dem türkischen Scherif von Medina hatte. Medina, die Geburtsstadt des Propheten, ist die Hauptstadt Arabiens. Die Gebeine des Propheten ruhen im benachbarten Mekka, und da gerade die Hauptzeit der Pilger- reifen nach Mekka ist, wo jetzt nahezu 50 000 mohammedanische Pilger versammelt sind, so sind Zeit und Ort besonders glücklich gewählt, und der leicht aufzustachelnde Fanatismus der arabischen kriegsb ereilen und jederzeit kampfesfrohen Beduinen kann im gegenwärtigen Moment mit dem besten Erfolge zu Taten entflammt werden.
Die arabische Küste in der Nähe der heiligen Stätten ist bereits gehörig geschützt worden. Landen können die Italiener nicht, sie werden sich auch hüten, das du versuchen. Erythröa können fie nicht entblößen, und die Mannschaften der drei Kreuzer waren in wenigen Augenblicken niedergemetzelt.
Unterdeffen hält der Zuzug aus Tunis und aus Aegypten nach Tripolis unentwegt an. lieber Tunis werden die kämpfenden Türken und Araber in Tripolis mit Waffen und Munition, aus Aegypten mit Leuten und Lebensmitteln versorgt. England, das zu Anfang des Krieges mit Italien sympathisiert hat, versorgt jetzt dessen Feinde mit Waffen. C’est ä. la guerre comine ä. la guerre. Die Route vom Fayum in Mittelägypten über die Oase Bacharich durch die lydische Wüste nach Cyienaika ist jetzt stark belebt. Mannschaften haben die kämpfenden Mohammedaner in Tripolis nicht nötig, den dort anwesenden gebricht es vielmehr längst an Lebensmitteln. Deshalb versucht man nur, Proviant nach den bedrängten Gebieten zu schaffen.
Das Geld für die Nahrungsmittel und die Transportkosten läuft sehr reichlich ein. Es gibt gut organisierte Zentralstellen, von deren Existenz kein Uneingeweihter weiß. Die ganze Organisation ist mustergültig, und da nur im geheimen gearbeitet wird, können die „neutralen“ Engländer nicht einschreiten. Uebrigens können die Lebensmittel ja auch für jede friedliche Oase bestimmt sein, und schon aus diesem Grunde kann man den Transportierenden nichts anhaben. Auf jeden Fall wird die Situation um so ungemütlicher und schwieriger für die Italiener, je länger bet Krieg dauert.
Konstantinopel, 11. Dez. Der Kriegsminister erhielt am 6. Dezember vom Kommandanten in Tripolis eine Depesche, nach der der italienisch« Angriff gegen Sui el Djuma mit einem vollständigen Rückzug der Italiener endete. Die Italiener hatten über 400 Tote und Verwundete am Platz« gelassen, während auf türkischer und arabischer Seite 20 Mann getötet und etwa 30 verletzt wurden Nach einer Depesche Enver Bei's kam es bei Dirulddjemal in der Umgebung von Demo zu einem Kampf mit den Italienern, in dem diese 200 Tote, hie Araber und Türken nur einige Tot« gehabt hätten. Der Kommandant von Benghaste meldet, daß sich die Italiener inerhalb der Stadtwälle in Defensive hielten.
Konstantinopel, 11. Dez. „Jeni Eazetta" hat eine Depesche aus Tripolis erhalten, wonach der Turegstamm der Tibbus eifrig Freiwilligenkolonnen bilde, die an die Küste marschieren. Der Sultan hat 3000 Pfund für die Familien bei in den Kämpfen in Tripolis gefallenen Soldaten und Freiwilligen gespendet.
K o n st a n t i n o p e l, 11. Dez. Rach Blättermeldungen wird der Beschluß bezüglich der Italiener auch auf die befestigten Plätze an der Adria und di« Inseln des Archipels Anwendung finden. Es handelt sich nicht um eine Ausweisung der Italiener, sondern um eine Entfernung tn ander« Landesteile.
Kö ln, 11. Dez. Die „Köln. Ztg.“ meldet aus Konstantinopel: Es unterbleibt vorläufig infolge der Vorstellungen des deutschen Botschafters die Ausweisung der Italiener aus Smyrna. Die Ausweisung der Italiener aus befestigten Plätzen wie Galli- polt wird von der Regierung aufrecht erhalten.
Deutsches Reich»
— Bom Kaiser. Potsdam (Neues Palais), 11. Dez. Das Kaiserpaar ist in Automobilen heute vormittag 11 Uhr aus Berlin eingetroffen. Heute mittag machte Fürst zu Schaumburg-Lippe nach seinem Regierungsantritt den Majestäten seinen offiziellen Besuch. Am Bahnhof Wildpark war eine Ehrenkompagnie vom Gardejäger- bataillon mit Fahnen und Musik aufgestellt. Auf dem rechten Flügel befanden sich die direkten Vorgesetzten bis zum kommandierenden General v. Löwenfeld. Ferner waren erschienen die Herren des Hauptquartiers mit General von Pleffen an der Spitze, der Chef des Militärkabinetts General Freiherr v. Lyncker, Oberstallmeister v. Reischach, der Polizeipräsident von Potsdam v. Stark. Der Kaiser in der Uniform der Eardejäger traf gegen 12)/2 Uhr auf dem Bahnsteig ein, kurz darauf im Sonderzug der Fürst zu Schaumburg-Lippe in der Uniform der Leibgardehusaren, vom Kaiser herzlichst begrüßt. Nach der Vorstellung der Gefolge und dem Abschreiten der Ehrenkompagnie nahmen der Kaiser und der Fürst den Vorbeimarsch der letzteren entgegen. Hierauf begaben sich die Hohen Herrschaften in Automobilen nach dem Neuen Palais. Zum Ehrendienst bei dem Fürsten ist Major Edler Herr Freiherr v. Plethe vom Leibhusarenregiment kommandiert worden.
— Der Kaiser in einem Bortrage über die Bagdadbahn. Im Preußischen Herrenhause hielt am Montag nachmittag 6 Uhr der Direktor der Deutschen Bank Herr v. Ewinner in Gegenwart des Kaisers eine »Vortrag über die Bagdadbahn. Zugegen waren die Minister und Staatssekretäre und eine große Zahl von Mitgliedern der Diplomatie und der leitenden Finanzwelt. Sämtliche Erschienenen waren auf besondere Einladung des Kaisers anwesend.
— Freiherr v. Heyl. Worms, 11. Dez. Von einer aus Stadt und Land gut besuchten Ver- trauensmänner-Versammlung der nationallibe- ralen Partei wurde gestern Freiherr von Heyl zu Herrnsheim einstimmig unter lebhaften Ovationen wiederum als Reichstaoskandidat m-rge- stellt, obgleich er brieflich hatte mitfeilen laffen, daß er als Rekonvaleszent von schwerer Erkrankung nicht in der Lage sei, eine Kandidatur anzunehmen. — Darmstadt, 11. Dez. Der Eroß- herzog hat „Darmst. Ztg." zufolge den Eroßher- zoglichen Generalmajor a la suite Freiherrn von Heyl zum Vertrauensmann für die Organisation der Jung-De,tt^land-Bereine tm Großberzog- tum Hessen bestimmt.
— Ermordung eines Soldaten in Metz. Metz, 11 Dez. Der Hoboist Marsch vom 130. Infanterie-Regiment war mit Sarnain, dem Vorsitzenden der Lorraine Sportive, in der gestrigen Rockt in der Römerstraße in Streit geraten, während deffen scklich ein anderer der vier Leute, die sich in Samains Bealeitung Manben, von binten an ben Hoboisten heran, hielt ibm einen Revolver ins Obr und sckeß oh. Die Kugel ging dem Mann durch das Gehirn und führte nach wenigen Minuten ben Tod herbei. Sarnain und sein Bruder wurden verhaftet. Es wird vermutet, daß der letztere der Täter ist. Die Verhaftung der drei Gefährten steht bevor. — Weiter wird noch gemeldet, daß nach den neuerlichen Nachforschungen es zweifelhaft ist, ob tatsächlich der Bruder Samains ben löblichen Schuß abgegeben hat, ober einer ber andern Begleiter Samains. Bei den Samains ist eine Waffe Überhaupt nicht gefunden worden, wohl aber hat noch am nachmittag einer der Begleiter Samains namens Martin mit einem Revolver hantiert. Die Tat ist in der vergangenen Nacht gegen 3 Uhr geschehen und zwar in der Nähe des Löwenbräu, deffen als Samariter ausgebildeter Wirf zur Hilfeleistung herbeieilte. Im Laufe des Bormitfags sind auch die übrigen drei an der an dem Hoboisten Marsch verübten Bluttat Mitbeteiligten verhaftet worden. Alle fünf find beute nachmittag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in die Untersuchungshaft abgeführt worden. Einer der Beteiligten namens Marfin gibt zu, geschaffen zu haben, will aber in die Luft gefeuert haben. Marsch ist am 7. Aug. 1881 in Fährenbors im Kreise Merseburg geboren.
— Politischer Prozeß. Effen, 10. Dez. Wie gemeldet, hat die „Rheinisch-Westfälische Ztg." gegen den Redakteur der „Grenzbofen" die Beleidigungsklage angestrengt, weil diese ihr in verdächtigender Weise eine Irreführung des
deutschen Volkes in der Marokkofrage vorgewor« fen hatten. Die Gerichtsverhandlung wird am 19. Januar vor dem hiesigen Schöffengericht stattfinden.
— Ende des Streiks in der Berliner Damenkonfektion. Berlin, 11. Dez. Die Versammlung der Schneidermeister und Werkstättenbesitzer der Berliner Damenkonfektion beschloß in überwäl» ttgender Mehrheit die Arbeit wieder aufzunehmen. Eine Kommission soll sofort mit dem Fabrikantenverband in Verbindung treten, um auf Grundlage festgesetzter Mindest löhne eine Einigung zu erzielen.
Ausland.
** Die französisch-spanischen Verhandlungen. Paris, 11. Dez. Eine anscheinend offiziöse Note erklärt, daß die französisch-spanischen Marokkoverhandlungen entgegen den von einzelnen Bläffern verbreiteten pessimistischen Meldungen einen normalen Verlauf nehmen und auf keine unüberwindlichen Schwierigkeiten stoßen. —Das „Journal des Däbats" meint, diese pessimistischen Nachrichten entsprechen der Verstimmung jener Kreise, welche geglaubt haben, von Spanien den Gegenwert der Deutschland gemachten Zuge« ständniffe zurückerlangen zu können.
** Rückkehr Ssasonows. Paris, 11. Dez. Der russische Minister des Aeußern Ssasonow ist gestern wieder nach Petersburg zurückgereist.
** Die Verteilung des Nobelpreises. Stockholm, 11. Dez. Die feierliche Verteilung der diesjährigen Nobelpreise fand gestern nachmittag im großen Saal der Musikakademie statt. Dort hatten sich die Vertreter der Regierung, des diplomatischen Korps, von Mffenschaft und Kunst versammelt. Nachdem der König mit Familie eingetroffen war, hielt Dr. Ternebösch, Mitglied des Vorstandes des Nobelinstituts, eine Rede über die Bedeutung der Nobelpreise. Der Präsident der Akademie der Wiffenschaften Dahlgren teilte mit, daß der Preis für Physik Professor Wilhelm Wien-Würzburg für die Entdeckung der Gesetze ber Wärmeausstrahlung, bei Preis für Chemie Mabame Curie in Anerkennung ihrer Verbienste um bie Entwicklung bei Chemie burch bie Entbeckung ber Erunbelemente Rabium unb Polenium zuerkannf worben fei. Der Rektor des Carolinischen Instituts Professor Mörner teilte mit, daß Professor Gullstrand für die Arbeiten über die Dipptrik des Auges den Preis für Medizin erhalten habe. Endlich gab der Sekretär der schwedischen Akademie Dr. Wirsen bekannt, daß der Preis für Literatur Maurice Maeterlinck verliehen wurde. Der König überreichte den drei erstgenannten den Preis. Da Maeterlinck durch Krankheit verhindert ist, nahm der belgische Gesandte in seinem Namen den Preis entgegen.
** Ltinister Haldane über die deutsch-englischen Beziehungen. London, 10. Dez. Kriegs- - Minister Haldane hielt gestern in Accringfon eine Rede, in der er ausführte, daß er keinen Grund dafür sehe, warum England nicht gute Beziehungen zu Deutschland unterhalten solle. Er sehe der Zukunft hoffnungsvoll entgegen. England wünsche, daß Deutschland seinen Handel so weit wie möglich entwickele und seinen vollen Platz an der Sonne habe, aber es müßten auch die Rechte anderer respektiert werden. Er selbst könne sich nichts Befferes vorstellen, als wenn England und Deutschland nebeneinander arbeiteten und so das Niveau ferner und weniger zivilisierter Teile der Erde heben würden.
** Die türkisch-bulgarischen Grenzzwischenfülle. Konstanttnopel, 11. Dez. Im Kriegsministerium sind Depeschen eingelaufen, in denen über Zwischenfälle an der türkisch-bulgarischen Grenze berichtet wird. Danach hätten die Bulgaren gegen den türkischen Posten von Kirmizi- fasch in der Zone von Tamrusch das Eewehrfeuer eröffnet, das erst nach einer Intervention der Offiziere eingestellt wurde. Das türkische Block- harw Dauidereh in der Zone von Krivolak sei niedergebrannt worden. Die Bulgaren hätten auf drei türkische Soldaten geschaffen, welch« feft(teilen sollten, ob bie Untersuchung ber einge- labenen bulgarischen Offiziere angekommen sei. Da die meisten ber von ben Bulgaren abgeschossenen Kugeln aus Gras- ober Martinigewehren stammen, glaubt man, daß bie Angreifer Bauern waren.
** Die Dardanellenfrage. Konstantinopel, 10. Dez. Heber den Beschluß des Ministerrat» vom 7. Dezember betteffend die Deffnung der,