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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend",Fürs Haus" undLandwirtschaftliche Beilage"

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und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch die Post bezogen 8.25 <Ä lohne Bestellgeld), bet unseren Zeiinngsstellen und der Expedition (Markt 21) 2.00 * frei in» Hau». (Für unser- langt zugesandte Manuskripte übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.) Druck der Univ.-Buchdruckerei I. 8. Koch (Inh.: Dr. Hitzeroth). Markt 21. Telephon 55.

Marburg

Sonnabend, 9. Dezember

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46. Jahrg 1911.

Erstes Blatt.

Der Krieg um Tripolis.

Berlin, 6. Dez. Bei der hiesigen italienischen Botschaft sind die genauen Berichte der Offiziere der 3. Division über die Ereueltaten eingegangen, die nach den Kämpfen am 23. und 24. Oktober an ge­fangenen und verwundeten Italienern, sowie an den Leichnamen der Gefallenen verübt worden find. Un­ter Nennung der Offiziere und genauer Bezeichnung der Truppenteile, welche di« Beobachtungen und Feststellungen gemacht haben, werden die grauen­vollen Befunde einzeln geschildert. Durch «inen der wenigen Geretteten wurde festgestellt, arabische Frauen nahmen an der Mißhandlung und Ver­stümmelung der Verwundeten teil. Weiter wird kon­statiert, daß am 23. Oktober auch Ambulanzen des Noten Kreuzes und zwar die Sektionen Ancona und Mailand mehrfach bedroht und angegriffen worden seien, obwohl sie die Flaggen der Genfer Konvention so sichtbar wie möglich trugen.

Tripolis, 7. Dez. Gestern wurde zum erstenmale den ganzen Tag über kein Flinten­schuß auf der Vefestigungslinie vor Tripolis abgegeben. General Pecori teilt von Ain Zara mit, daß Erkundigungen durch Kavallerie und Vernehmungen von Eingeborenen bestätigen, daß der Rückzug des Feindes nach Süden in aller Hast fortgesetzt wird. Ein Bataillon Infanterie überfiel ein großes Beduinenlager und zündete es an. Nachdem die erste Eskadron ein großes Lager bei Birelsturk signalisiert hatte, entsandte General Pecori ein Bataillon Alpenjäger mit Gebirgsartillerie dorthin. Das Lage wurde erst unter Artilleriefeuer genommen, dann vom Ba­taillon genommen und in Brand gesetzt. Den Kundschaftern zufolge waren die Verluste des Feindes am 4. Dezember sehr stark. (Agenzta Stefans".)

Rom, 7. Dez. Da die italienischen Kriegs­schiffe das Rote Meer von feindlichen Schiffen gesäubert haben, wurden an der ganzen Küste von Erythrea die Leuchtfeuer wieder an- gezündet.

Die Revolution in China.

Schanghai, 6. Dez. Aus Hankau liegen briefliche Meldungen vor, ebenso aus Hsianfu vom 11. November, nach denen der im Dienst der chinesischen Post stehende deutsche Reichs- anzehörige Henne am 12. Oktober von einer Pöbelrotte in Hsianfu ernstlich verwundet wor- .den sei. Henne befinde sich auf dem Wege der Bcsierung. Die Meldungen erwähnen nichts über die Verwundung und Ermordung anderer Fremder.

C h a r b i n, 7. Dez. Bei einem neuen Zu­sammenstoß in der Nähe von Liaojang schlugen die Regierungstruppen, 300 Mann stark mit einem Geschütz, die Trupen der Revolutionäre, die sich nach Luejerpu zurückzogen. Zur Unter­stützung der Garnison treffen aus Mukden 400 Infanteristen mit 6 Geschützen in Liaojan ein. Es verlautet, in Luejerpu seien 1000 Revolu­tionäre konzentriert.

Paris, 7. Dez. An 30 zur Mannschaft des PostdampfersSidney" gehörige Chinesen be­kannten sich dadurch als Anhänger der in ihrem Vaterlande ausgebrochenen Revolution, daß sie sich gemeinsam zu einem Friseur begaben, um sich die Zöpfe abschneiden zu lassen.

Die Lage in Persien.

Teheran, 6. Dez. Gestern nacht ist Sar- dar Aschad mit Mochber es Saltaneh eingetrof- fen. Die Lage ist allgemein unverändert. Die Stimmung in Teheran ist stiller geworden, man begnügt sich meistens damit, Protesttelegramme nach allen Richtungen zu schicken und Konfe­renzen und Versammlungen abzuhalten, die resultatlos verlaufen. Die hiesige Pferdebahn und Eisenbahn hat in den letzten Tagen kaum 8 M eingenommen. Die Basare erleiden große Verluste, da sie noch immer geschlosien find; die Schulen gaben über 5000 Jl für Depeschen ans. Die Verwaltung arbeitet unterdesien unter Lei­tung des Generalschatzmeisters Shuster ruhig weiter. Der Polizeipräfekt hob die Nacht­kontrolle auf. Die Attentate haben aufgehört.

Teheran, 7. Dez. Aus Schiras, Iepahan, Keman, Fars, Luristan und Kurdistan sind De­peschen eingetroffen, die beweisen, daß das Volk Nachdrücklich Widerstand gegen das russische Vor­

gehen fordert. Ein Telegramm aus Täbris an das Medschlis besagt: Wenn Teheran nicht käm­pfen will, so wollen wir kämpfen.

Politische Umschau.

Die Kanzlerrede, g

Paris, 7. Dez. Der offiziös«Petit Pa- risien" lobt heute die Friedfertigkeit der Kanzlerrede. Der Kanzler habe den Mut und das Verdienst gehabt, sich hierbei in die Oppo­sition zu den Alldeutschen zu stellen. Im übrigen hätten die Reden Greys und Bethmanns deut­lich bewiesen, daß der eigentliche Streit im letz­ten Sommer zwischen Deutschland und England, nicht aber zwischen Deutschland und Frankreich bestanden habe. Die Marokkoaffäre sei nur eine zufällige Episode des langjährigen englisch-deut­schen Antagonismus gewesen. Vorläufig herrsche wieder Friede. Wie lange aber? Und wann werde die Handelsrivalität zwischen Eng­land und Deutschland zu einer neuen Gefahr führen? Die chauvinistische Presie, namentlich dasEcho de Paris", klagt den Kanzler an, nicht von den moralischen Verpflichtungen der En- ktznte cordiale gesprochen zu haben, was eine grob« Unterlassung sei. Auch sei noch immer nicht aufgeklärt, ob Deutschland anfänglich seine Zustimmung zu dem französischen Maische gegen Fez gegeben habe oder nicht. Dies aufzuklären, sei nun Sache des französischen Parlaments.

Rom, 6. Dez. DieTribuna" bespricht die Rede des deutschen Reichskanzlers im Reichstag und schreibt:Der einmütige Beifall, den die Rede gefunden hat, beweist, daß der Reichs­kanzler die wirkliche Anschauung der Nation verdolmetscht hat. Deutschland ist ein Freund des Friedens, aber will ihn in Ehre und Sicher­heit wahren. Da nun niemand das Deutsche Reich demütigen will, find diese Anschauungen Deutschlands auch ein Bollwerk des Friedens. Freilich wirken bei der Würdigung von Ehre und Sicherheit so dehnbare Elemente mit, daß die genaueste Wachsamkeit nicht überflüssig er­scheint. Aus diesem Grund erscheint auch die Lebenskraft der gegenwärtigen politischen Grup­pierungen, die einander das Gleichgewicht hal­ten, notwendiger als je.

Deutsches Reich-

Aus dem Bundesrate. Berlin, 7. Dez. Der Bundesrat stimmte dem Ausbau der deut­schen Wasierstraßen und der Erhebung der Schiffahrtsabgaben, den Vorlagen betr. das Ab­kommen über den Verkehr mit Branntwein zwi­schen dem Gebiet der deutschen Branntwein­steuergemeinschaft und dem Großherzogtum Luxemburg, betr. die Ausführungsvorschriften zum Viehseuchengesetz, dem Entwurf der Be­kanntmachung betr. das Verfabren vor dem Auf- fichtsamte für die Privatversicherung im Falle des § 1321 Absatz 3, Satz 2 der Reichsversiche­rungsordnung, und schließlich der Vorlage betr. die Festsetzung von Tagegeldern und Fuhrkosten für die nicht zu den unmittelbaren Reichs­beamten gehörigen Personen zu.

Zur Schließung des Reichstag». Berlin, 7. Dez. DieNordd. Allg. Ztg." schreibt: In der Presie werden vielfach Erörterungen daran geknüpft, daß der Reichstag am 5. Dezember ge­schlosien und nicht aufgelöst worden ist, obschon die Auflösung im Hinblick aus die bevorstehenden Wahlen gesetzlich geboten sei. Der Grund für das im Einvernehmen mit dem Präsidenten des Reichstags gewählte Vorgehen liegt darin, daß bei der großen Zabl Wichtiger Gesetze, die am letzten Sitzungstage d-:s Reichstags noch ange­nommen wurden, dem Präsidium Zeit gelasien werden mußte, die Beglaubigungen der Be- schlüsie vorzunehmen und die sonstigen Geschäfte des Reichstags ordnungsgemäß obzuwickeln. Der Erlaß einer kaiserlichen Verordnung über die Auflösung des Reichstags und den Zeitpunkt der Neuwablen steht unmittelbar bevor.

Bom Reichskolonialamt zur Levautelini«. Das Reichskolonialamt verliert wieder einen seiner ältesten und befähigtsten Beamten in die Privatindustrie. Der Vortragende Rat, Wirkl. Legationsrat Dr. Hans v. Jacobs, hat seinen Abschied eingereicht, um in die Direktion der dem Fürsten-Konzern nahestehenden Deutschen Levante-Linie einzutreten. Dr. v. Jacobs war ursprünglich Rechtsanwalt in Hamburg, wo er namentlich mit Prozessen auf dem Gebiete der Reederei und Handelsgeschäfte beschäftigt war.

Eine neue Partei? Die sozialdemokra­tische Presse berichtet, daß in Magdeburg in einer vertraulichen Besprechung, wozu nur durchaus zuverlässige Leute eingeladen seien, der Vorsitzende des Hansabundes, Geheimrat Rießer, folgendes ausgeplaudert habe:Bei den 220 Kandidaten, die der Hansabund bei der be­vorstehenden Reichstagswahl aufgestellt habe, hoffe er, auch eine große Anzahl Mandate zu bekommen. Wenn er diese erst habe, werde man mit einer eigenen Gründung in irgendeiner Form vorgehen. Darüber dürfe man aber um des Himmels willen noch nichts in die Oeffent- lichkeit kommen lassen, denn die kleinste Indis­kretion könnte den Plan gefährden." Geheim­rat Rießer soll dann noch dringend um Geheim­haltung seiner Mitteilungen gebeten haben. Das Ganze ist wohl als Scherz zu betrachten. Der Hansabund stellt nochmals fest, daß diese Be­hauptung nach jeder Richtung hin unwahr ist. Der Hansabund ist nach seinen Richtlinien von 1909 eine wirtschaftliche Vereinigung. An die­sem Grundsatz etwas zu ändern, liegt nicht der geringste Anlaß vor.

Festgekommenes Linienschiff. Kiel, 7. Dez. Das LinienschiffKaiser Wilhelm II., das Stammschiff der Reservedivision, ist gestern nach­mittag im dichten Nebel auf dem Breitgrund vor der Flensburger Föhrde festgekommen. Am Abend ist es wieder flott geworden.

Stand d«r Herbstsaaten. Berlin, 7. Dez. DerReichsanzeiger" berichtet über der Stand der Herbstsaaten Anfang Dezember in Deutsch­land, wenn 2 gut und 3 mittel bedeutet: Winter­weizen 2,4, Winterspelz 2,0, Winterroggen 2,4. In den Bemerkungen heißt es: Im November, dem letzten diesjährigen Verichtsmonat, herrschte im ganzen Reiche für Herbstsaaten eine verhält­nismäßig recht günstige Witterung. Sehr zahl­reich sind die Berichte über mehr oder weniger erheblichen Schaden durch Mäusefraß. Die vor­monatige günstige Beurteilung hinsichtlich der Witterung wird durch die jetzigen Berichte durch­weg bestätigt und hat teilweise noch eine kleine Besserung erfahren. Die späteren Saaten, be­sonders Weizen, sind zwar infolge verzögerter Bestellung, mancherorts auch infolge der Trocken­heit und tierischer Schädlinge, noch etwas im Rückstand und noch nicht vollständig ausgelaufen, llmso besser stehen die früheren Saaten aller Winterfrüchte, zumal von Roggen.

Spionageprozeß. Leipzig, 7. Dez. Vor dem vereinigten 2. und 3. Strafsenat begann der Spionageprozeß gegen den englischen Schiffs- Händler Schultz und Genossen. Vorsitzender der Verhandlung ist Senatspräsident Dr. Menge. Angeklagt find der Schiffshändler Max Schultz aus Southampton, die Ingenieure Hipsich und Wolf-Bremen, die Wirtschafterin Eckemann und der Kaufmann v. Maak-Bremen. 20 Zeugen und Sachverständige find geladen. Der Präsident eröffnete die Verhandlung um 9*4 Uhr. Es wurde der Eröffnungsbeschluß des ersten Straf­senats verlesen, wonach die Angeklagten hinrei­chend verdächtig find, 1910 und 1911 in Deutsch­land und England gemeinschaftlich vorsätzlich Pläne, Zeichnungen und andere im Interesse der Landesverteidigung geheim zu haltende Gegen­stände sich verschafft und zur Kenntnis des eng­lischen Nachrichtendienstes gebracht und damit sich des Verbrechens gegen § 1 des Svionage- gesetzes schuldig gemacht zu haben. Oberreichs­anwalt Dr. Nagel beantragte Ausschluß der Oeffentlichkeit während der ganzen Dauer der Verhandlung. Das Gericht gab dem Anträge statt. Das Urteil ist voraussichtlich am Sonn­abend zu erwarten.

Ausland.

** Der König und die Königin von England sind in Delhi eingetroffen und feierlich ein- gezogcn.

** Die spanisch-französischen Verhandlungen. Madrid, 7. Dez. Nach Erklärungen des Mi­nisterpräsidenten Canalejas wird der englische Botschafter den Unterhandlungen beiwohnen, die zwischen dem französischen Botschafter und dem Minister des Auswärtigen stattfinden werden. Paris, 6. Dez. DerTemps" meldet bezügl. der französischen Marokkoverhandlungen, Frankreich werde der spanische nRegierung auch eine Schiedsgerichtsklausel vorschlagen, welche es ermögilchen solle, die etwa aus der Ausübung

des doppelten französischen und spanischen Pro­tektorat» erwachsenden Schwierigkeiten freund­schaftlich zu regeln.

** Der Zwist am spanischen Königshaus«. Madrid, 7. Dez.Imparcial" veröffentlicht einen Brief, den fein Pariser Korrespondent von der Infantin Eulalia erhalten zu haben be­hauptet. Die Infantin erklärt sich darin bereit, ihr Haupt vor dem Könige zu beugen, bittet diesen demütig um Verzeihung für das, was sie in einem Augenblick der Verwirrung getan habe, drückt den Wunsch aus, ihr Leben fern von allen Ehren in einem kleinen Hause bei Avila zu beenden und schließt mit der Versiche» rung der Liebe zum König, zur Königin Chri­stine und zu Spanien.

** Au» der Türkei. Saloniki, 7. Dez. Sech- mohammedanische Landleute wurden auf der Straße, 3 Stunden von Saloniki entfernt, von BulgaM, überfallen und niedergemetzelt. Ob­gleich We bulgarische Bevölkerung Makedoniens die letzten Attentate des Revolutionskomitees aufs schärfste verurteilt, ergriffen die Behörden auch für Saloniki die strengsten Maßnahmen, um Repressalien zu verhindern. Alle Polizei­stationen sind durch Gendarmerie und Militär verstärkt und alle wichtigen Anstalten und Ge­werke werden bewacht. Das Passagiergepäck wird auf den Eisenbahnen polizeilich untersucht. Allenthalben werden die Reservisten des zweiten Jahrgangs zur Bewachung der Bahnlinien herangezogen. Gestern abend war das Gerücht verbreitet, das Attentat in Jstip fei nicht von Bulgaren, sondern von einem reaktionären Offizier veranlaßt worden.

Die Dardanellenfrage. Konstanitnopek, 7. Dez.Eabah", die seit kurzem von Said Pascha inspiriert ist, will erfahren haben, daß der von Rußland getane Schritt nicht die Gren­zen des geäußerten Wunsches nach mündlichem Meinungsaustausch überschreite. Die russische Regierung erklärte, die Pforte erleide keinen Schaden, wenn ihre Kriegsschiffe vom Schwar­zen Meer nach dem Mittelländischen Meer uni dem äußersten Osten durch die Meerengen füh­ren. Rußland verlangte freie Durchfahrt nui in Friedenszeiten für die auf den Werften der Schwarzen Meeres erbauten Schiffe, die Er­mächtigung der Durchfahrt beziehe sich jedesmal nur auf ein Schiff. Außerdem sei Rußland be­reit, während der Durchfahrt jegliche Garant« zu leisten. Die Pforte erwiderte, die Schließung der Dardanellen basiere auf von allen Mächten unterzeichneten Verträgen. Eine Aenderung der Bestimmungen der Verträge verursache Schwie­rigkeiten. Die Pforte erachte den gegenwärtigen Augenblick als ungeeignet für solche llnte'-ba.nd- lungen nicht weitergehen werden, bis die Be- lungen nich tweitergeben werden, bis die Be­hebung der gegenwärtigen Schwierigkeiten er­folgt ist. Einige Blätter veröffentlichen ein augenscheinlich von der russischen Botschaft stam­mendes Dementi, das erklärt, Rußland habe der Pforte keinerlei Mitteilung über die . freie Durchfahrt gemacht.

Stadtverordttftptt-Sitzftne.

* Marburg, 7. Dez.

In der heute fortgesetzten Sitzung der Stadt­verordneten wurden die am Montag übrig ge­bliebenen Punkte der Tagesordnung erledigt. Zunächst wurde den Stadtverordneten durch Vertreter der betreffenden Fabrik eine neu« Addiermaschine vorgezeigt und erklärt.

Man besprach dann den beantragten Erwei­terungsbau der Oberrealschnle. Vorgesehen ist ein Zwischenbau zwischen dem alten Gebäude und der Turnhalle. Die betreffenden Zeich­nungen wurden den Stadtverordneten vor­gelegt. Die Eesamtkosten des neuen Baues be­laufen sich auf 37 000 M. In der Begründung wurde ausgeführt, daß verschiedene Räume der Oberrealschule zu klein geworden find und den Ansprüchen nicht mehr genügen. Es wird beab­sichtigt, im nächsten Frühjahr mit dem Bau zu beginnen. Stadtv. Hering hat dann für die Vorlage ein; lange ließe sich der Bau doch nicht hinausschieben. Stadtv. Dr. Maurmann wie- darauf hin, daß in den nächsten Jahren doch ein Umbau der höheren Mädchenschule stattfinden müsse. Man habe doch schon Plätze dafür ge­kauft. Würde die höhere Mädchenschule ftei, Gnne dort die Vorschule wie auch die Fachschule untergebracht werden. Dann geh» es doch Platz