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46. Jahrg.

1911.

Der Krieq um T(^!is.

Me schon bei Beginn des zwischen

Italien und der Türkei, tauchen auch wieder in türkischen Zeitungen Ansichten ernt über Deutschland und sein Verhältnis zum ottomani- schen Reiche, die geeignet find, gegen das deutsche

Marburg. 24. Roo.

* UuiverfitSt. Geh. Konsistorialrat Praf. Dr. theol. Karl Mirbt hier, der wie wir früher meldeten, den an ihm ergangenen Ruf nach Göt­tingen annahm, wird erst mit Beginn des Som­mersemesters nach dort übersiedeln.

Akademische Krankenkasse. In den Vorstand der akademischen Krankenkasse sind für das Win­tersemester folgende Herren gewählt worden: Stud. phil. Karl Lohfink, Etud. meb. Ludwig Hennemann, Stud. meb. Willy Koy, Stud. meb. Walter Friedrich, Stud. phil. Theo Maaß.

* Regiments-Jubiläum. Das 8. Unter-El- säfstfche Infanterie-Regiment Nr. 138 begeht am 18. Juli 1912 in Dieuze die fünfundzwanzigste Wiederkehr seines Stiftungstages. Alle ehe­maligen aktiven und Reserve-Offiziere, Sani­tätsoffiziere und Beamten des Jnf.-Regts. Rr. 138, welche der Feier beiwohnen wollen, ebenso alle diejenigen Unteroffiziere und Mannschaften des Regiemnts, welche ihre Teilnahme noch nicht bereits auf anderem Wege angemeldet haben, werden ersucht, ihre Adressen unter Angabe der Dienstzeit und der Kompagnie, bei welcher sie gestanden baldmöglichst an das Regiment nach Dieuze i. Lothr. einznstnden.

Der Kaufmännische Verein hatte für gestern abend Herrn L. Dubenkropp aus Hildesheim für einen Experimental-Vortraq in den Stabtsälen gewonnen. Als Thema warFernübertragung von Wort und Bild durch Telephonie unb Tele­graphie mit und ohne Draht" gewählt worben. Von der Erfindung unb Entwicklung des Tele­graphen ausgehend erläuterte der Vortragende das Wesen des Telephons, seine Vermoorungen und Erweiterungen. Er kam dann auf die Heber« tragung elektrischer Wellen zu svrecben, wobei er kurz allgemeine Fragen der Elektrizität streifte, bis et schließlich dazu überging die modernsten Errungenschaften auf dem Gebiete der Fernwir­kung von Wort und Bild zu erklären. Der Vor­trag wurde illustriert durch Vrofizieren von Skizzen und Bildern, außerdem führte der Red­ner noch eine Menge interessanter Versuche vor, die seine Ausführungen trefflich belebten. Die Anwesenden spendeten seinen Darbietungen denn auch reichlichen Beifall.

Marburg

Sonntag, 26. November

Worte wurden mit rauschendem Beifall ausge­nommen. Wie der ,Kerl. Lok.-Anz." noch be- richtet, hat Brunner folgendes gesagt: Ich danke dem Deutschen Kaiser, daß er seinen Einfluß für den Frieden in die Wagschale geworfen hat. Ein zorniges Wort aus seinem Munde würde die Pforten der Hölle geöffnet haben. Ich ent­biete Seiner Majestät meinen warmen und herz­lichen Dank! Und mit erhobener Stimme rief Sir John in die enthusiastischen Beifall spen­dende Menge hinein:Wollen Sie sich mit mir vereinigen? Die, welche dem Kaiser danken wollen, sagen, wie im Parlamente:Aye, die dagegen sind:No". Sprechen Sie frei Ihre Meinung aus und lasten Sie sich nicht durch falsche Vorurteile beeinflusten! Was folgte, be­schreibt Mr. Harold Spencer imMorning Leader" wie folgt: Ein großes freudigesAye!" donnerte durch das weite Haus. Tatsache ist, daß im britischen Volke nie so wenig Haß gegen das Deutsche herrschte wie augenblicklich. Diese mo­mentane Stimmung kann natürlich aber keines­wegs darüber täuschen, daß es die Politik der englischen Regierung gewesen ist, die uns bis an den Rand des Krieges gesübrt bat."

Wie bereits gestern berichtet, bat das offiziöse Reuterbüro die Gerüchte über Riicktrittsmöglich- keiten Sir Grens nach dem 27. November demen­tiert. Grey werde die volle Unterstübung des Parlaments erbalten. Jede andere Stellung­nahme des Parlaments würde als ein Triumph Deutschlands angesehen werden. Bei dem be­kannten britischen stolzen Nationalbewusstsein werden nunmehr auch alle llnterhansmitglieder ans die Seite Grens treten, die nicht mit seiner Politik einverstanden sind. Daß man in Deutsch­land sich in die enalischen inneren Verhältnisse nicht einmischt und etwa die Absetzung Sir Greys verlangt, dürfte dach selbstverständlich sein. In einer derartig formulierten Abstim­mung des Unterhaules würde man einen un­freundlichen Aft gegen Deutschland sehen müsten. Die nächste Woche wird die Antwort geben, wie da« Verhältnis van Enaland zu Deutschland sich gestalten wird. Eine Aufaabe aber bleibt, ob so oder so. für uns' dar Ausbau untei-er Seemacht, und es ist erfreulich, wie gerade die lebten Er- eianiste diele Einsicht in allen Kreisen des Volkes gefördert haben.

Versammlungen Konterte, Tn-ater, Vergniigungs- HnAH*ten nho.

* Sport. Morgen findet um 2.40 Uhr auf dem Iuxplatz ein Wettspiel zwischen der 1. Mannschaft FußballvereinsGermania" und der 2. Mannschaft desB. f. B." statt.

Stadttheater. Die VaudwilleoperettePolnische Wirtschaft, die am Montag hier gegeben wird, dürft« das gegenwärtig meist aufgesührte Stück heiteren Genres an deutschen Bühnen sein. In Ber­lin z. B. ist das Stück bereits über 400 Mal wieder- holt worden und steht fortwährend weiter auf dem Spielplan. Bemerkt fei noch, daß im ersten Akt Herr Norden und Frl. Jüngling als Einlage ein parodisti­sches Duett singen. Nochmals erwähnt fei. daß zu dieser Dorstellung Abonnenten ermässigt« Eintritts- preise zahlen.

* Die Heilsarmee teilt uns mit, daß sie am näch­sten Montag Abend im Quentinfchen Saale eine Ver­sammlung abhält.

Frau Lula Mysy-Emeiuer, unser« erste Lieder­sängerin, veranstaltet nächsten Dienstag einen Lieder«, Abend. Zum Vortrag gelangen die herrlichsten Lia»

Marburg und Umgegend.

(Wrnbt; in! aller Originalartikel ist gemäß $ 18 des II i Heberrechts nut mit der deutlichen Quellenangabe .Oberbest Zig.' qeftatt-t.)

Zum Totensonntag.

Am Ruheplatz der Toten, da pflegt es still zu sein . . Hier ruhen sie aus nach kürzerem oder län­gerem Erdenwallen, und das Sorgen und Hasten um dieses bißchen Leben ist nun andern überlassen. Die

besorgen es ja auch gründlich. Man schaue aufs Wirischaftliche, Soziale, Politische, Häusliche, Per­sönliche, Überall wird geschafft, gekämpft, gehofft, gestrebt, gerannt und oft so getan, als hätte das nicht aller einmal ein Ende für den einzelnen Menschen. Und nun der Totensonntag. An den Gräbern stehen sie und gedenken und trauern. Sie erinnern sich lieber Weg- und Wandergenosien, deren Lebens­willen zernichtet ward, wo es eigentlich noch nie­mand an der Zeit hielt. Stunden herben Abschied- nehmens tauchen in der Erinnerung auf. Familien- glück war und ist nicht mehr: ach und man gibt auch ein kleines Kind nicht gern wieder her; man möchte auch einen greisen lieben Menschen eine gute Weile noch bei sich haben. Toiensonntags-Ee- danken, sie stellen sich fraaend und klagend ein, und keine Lebenslust und -Leichtigkeit kann sie gänzllch zurückdrängen. Da haben wir nun die Totensonn­tags-Predigt des Ehristentums. Auch sie kann an der Tatsache des Sterbeninüsiens nichts ändern, aber sie bringt einen Trost, der höher und stärker ist als all« Funde menschlicher Weisheit. Wo man Glau­ben hat, da verklärt sich das Trauern zu stiller Weh- mut, zum ruhigen Sichbeugen unter Gottes Geheim­nis, in dem doch immer und immer eine wunder­bare Liebe enthalten ist. Und so möge der Ehristen- heit ihr christlicher Totensonntag auch diesmal reich­lich gesegnet sein!

Ausland.

* Japan. Tokio, 24. Rov. Graf Komura, der frühere japanische Minister des Auswärti­gen, ist im Alter van 56 Jahren aestorben.

** Marokko. Paris, 24. Nov. Der ehemalige Minister des Aeustern Hanotaux schreibt in der ..Revue Hebbomadaire": Für die Entente cor- biale werben die französisch-spanischen Verhanb- lungen einen Prüfstein bilden. Entweder wird England sein altes maritimes Mißtrauen bei Seite lasten und von Spanien den Wünschen Frankreichs entsprechende Zugeständnisse erlan­gen oder es wird seine eigenen ausschließlichen Interessen in den Vordergrund stellen und sich so in Widerspruch zur Entente corbifle setzen. Dann wird man wisten, was man von England zu halten hat. Die Aufrechterhaltung einer spa­nischen Zone in Tanger und die Verhinderung ober Verzöaerunq des Baues von Schienenwegen heißt uns des einzigen mageren Vorteils jener Politik berauben, welche uns Aeanpten, Reu- ftivdland, Tripolis, den Konao und ein gutes Stück Marokko gekostet Hat. Wenn dies das Er­gebnis der Politik von 1902 und 1904 ist, dann ist diese Politik gerichtet.

Die Lage.

Noch immer sind die Spalten sämtlicher deutschen und ausländischen Blätter angesüllt mit Betrachtungen und Meldungen zu den deutsch-englischen Beziehungen. Was die deutsche Presse anbetrisft, so zeigt sich erstens die erfreu­liche Tatsache und die Preste ist hter der wirkliche Ausdruck für das Volksempfinden, daß in Zeiten, wo es gilt, die Front nach außen zu nehmen, alles einig ist, wenn auch ein paar roter und rötlicher Führer solche Stimmungen auch gern unterdrücken möchten. Frankreich ge­genüber kommt selten ein Wort der Erbitterung in der Oeffentlichkeit..jetzt zum Vorschein. Wir wissen, daß wir von dem schwergeschlagenen Geg­ner von 1870 nicht verlangen können, daß er auf einmal unser Freund werde. Wir registrieren, wenn die Revanchegedanken in Frankreich wieder einmal aufslammen, um zu zeigen, daß wir uns gerade diesem Lande gegenüber nicht in Sicher­heit wiegen dürfen, aber eine eigentliche Feind­schaft ließe sich kaum feststellen. Anders mit England. Dem haben wir keine Provinz weg­genommen, dem haben wir überhaupt nie etwas getan, dem wollen wir auch nichts tun, von dem verlangen wir nur, daß es uns freie Bahn läßt zu einer Entwicklung, die die Art unseres Volkes und seine Vermehrung gebieterisch fordert. Ist es nicht selbstverständlich, daß eine Erbitterung sich unseres Volkes bemächtigt, wenn dieses Eng­land uns überall Knüppel zwischen die Beine wirst? Diese Erbitterung muß sich unendlich steigern, wenn man sieht, wie England eine ver­wickelte Situation benutzen will, um uns nieber- g11.halten. Das ist eine Erkenntnis, die das ganze Volk durchzieht, und es muß betont werden, baß sie mit Kriegshetze nichts zu tun hat. Wir wol­len auch mit Englanb gern in Frieden leben, nur müssen wir uns angesichts der Beweise offener Feindschaft und des $eri»ihes uns einmal einzu- schüchtern, das andere Mal, uns mit Hilfe von Phrasen von unserem Standpunkte abzubringen, äußerst reserviert verhalten. Insbesondere müs­sen wir jeden Versuch zurückweisen, uns Vor­schriften darüber zu machen, was für eine Flotte wir zum Schutze unserer Handelsinteresien bauen.

Interesiant ist es ja, was jetzt in England vorgeht. Man hat erkannt, daß die Politik des Sir Grey in eine Lage hineinführte, die zu Ver­wicklungen mit uns führen muß. Don dieser Politik möchten einige Kreise gern zurück. Lord Weardale, der Vorsitzende der interparlamen­tarischen Kommission, erklärt imEvening Standard": Es sei wohl möglich, daß ein kleines Mißverständnis zwischen Englanb unb Deutsch­land entstehen konnte, welches die unglückliche Entfremdung hervorrief, die im I"li nahezu zum offenen Bruch in den deutsch englischen Be­ziehungen führte. Es sei jebc' schwer, aus den vorliegenden Tatsachen den Grn,d zu erkennen für die Alarmreden Llond Georn-y und Asquiths. Drohungen sollten auch in verhüllter Form ver­mieden werben. Wenn die Regierung Besorg- nisie wegen der Absichten Deutschlands hatte, hätten sie Gegenstand gewöhnli-her diplomati­scher Besprechungen, nicht politischer Reden sein muffen." Sehr richtig.

Der demokratische Generalstaatsanwalt Si­mon wußte in einer Rede keinen anderen Aus­weg, zum Frieden zu gelangen, als an die deutsche Demokratie zu appellieren. An die ein­zige Adresie. bei der es Zweck hätte, hat er schein­bar nicht gedacht, nämlich an die englische Re­gierung. Von den politischen Verhöltnisien bei uns scheint der Herr übrigens eine merkwürdige Vorstellung zu haben. Sodann ist eine

Kundgebung für Kaiser Wilhelm zu verzeichnen. Es liegt darüber folgender Be­richt vor:

Bei der jährlichen Versammlung der libe­ralen Vereinigung in Bath führte am Donners­tag der Präsident John Brunner bezüglich der Debatte am kommenden Montag über die aus­wärtigen Angelegenheiten aus, es fei ihm sehr angenehm gewesen, daß der Reichskanzler die heftigen Ausfälle im Reichstage zurückgewiesen und erklärt habe, daß sie durch Wahlrvcksichten hervorgerufen seien. Er sei dankbar, daß der Kaiser feinen Einfluß für den Frieden geltend gemacht habe und spreche Seiner Majestät den

Die deutschfeindliche englisch« Regierung.

DieKreuzzeitung" schreibt:Seit Jahren, und nicht erst seit gestern, hält man in Deutsch­land Sir Edw. Grey für einen der schärfsten Geg­ner des deutschen Volkes, und niemals haben wir uns darüber besonders aufgeregt. Und heute sagen wir uns, daß ein Staatsmann, der unter König Eduard VII. lange Jahre hindurch die Stricke drehen mußte, mit denen man den deut­schen Aar wehrlos zu machen gebentt, nicht übet Nacht aus einem Saulus ein Paulus werben kann. Wir rechneten damit, daß er auch künftig stets versuchen wird, uns zu schaden. Aber wir zählten auch daraus, daß im britischen Volke selbst allmählich die Erkenntnis von dem Werte guter deutsch-britischer Beziehungen sich dnrch- tingen unb den Schaden, den die Politik Sir Edw. Greys uns zufügte, kompensieren würde. Sollten wir uns darin getäuscht haben?"

Das Hirfchfche Telegraphenbureau urteilt: Es ist irrtümlich in parlamentarischen Kreisen, und in der Presie auf das sogenannteEart- wright-Interview" hingewiesen worden. Diese Angelegenheit ist tatsächlich durch die loyale Hal­tung der englischen Regierung aus der Welt ge­schafft worden. Das hindert aber nicht, daß ge- wisie englische Vertreter, so in Paris. Wien und früher in St. Petersburg ihre direkte Feindselig­keit gegen Deutschland so offcr*i*nbia zur Schau tragen, daß diese ihre Gesinnung nicht nur den betreffenden Regierungen, sondern auch allen Gesellschaftskreisen bekannt ist. Die deutsche ösefntliche Meinung muß selbstverständlich davon betroffen werden, wenn die englische Regierung eine solche offenfvnbinc feindselige Haltung ihrer amtlichen Vertreter duldet."

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend",Fürs Haus" undLandwirtschaftliche Beilage"

l Reich Stimmung zu machen. Unter anderem be- hauptet das leitende Organ der Iungtürken, daß die Türkei keine Unterstützung von den Mächten erlangen könnte infolge ihrer Freundschaft mit Deutschland. Man mutz sich über eine derartige Ansicht eines angesehenen Blattes wundern. Welche Macht sollte denn die Türken in ihrem Kampfe unterstützen? Rußland? Kaum, denn ihm liegt an einer Schwächung, ja sogar Ver­nichtung der Türkei. Frankreich ist an bas fran­zösisch-italienische Abkommen gebunden, ebenso England, das diesem Abkommen ausdrücklich zu­gestimmt hat und außerdem 1907 in einem Ge­heimabkommen mit Italien sich von diesem (!) den zur Kyrenaika gehörigen Golf von Sollum an der ägyptischen Grenze abtreten ließ. Also blieben für eine Unterstützung der Türkei noch Oesterreich-Ungarn und Spanien, Beide kom­men aber aus naheliegenden Gründen nicht in Betracht. Ra, und von Schweden, Norwegen, Holland, Belgien, der Schweiz usw., oder gar von den Vereinigten Staaten ober Japan wirb wohl selbst derTanin" keine Unterstützung erwarten wollen. Diese beutschfeindlichen Aeutzerungen, die der Logik und Vernunft ins Gesicht schlagen, sollen lediglich Stimmung gegen Deutschland machen. Ihren Ursprung dürste man leicht er­raten können, wenn man sieht, daß mit solchen Angriffen auf Deutschland gewöhnlich Lobes­hymnen auf England verbunden sind.

Tripolis, 24. Rov. Außer den gewöhn­lichen kleinen Gefechten, in denen die Araber 20 Tote und 8 Verwundete, die Italiener 3 Leicht­verwundete hatten, ist nichts neues zu melden. Der Ghibliwind hielt den ganzen Tag an und verhinderte ein Aufsteigen der Flugzeuge und Drachenballons. Bei Durchsuchung der Oase fanden die Italiener unterirdisch versteckt Waf­fen und Munition.

R o m , 24. Rov. Aus Massaua wird gemel­det: Die KriegsschiffeEalabria" undPuglia" sind aus Akabah zurückgekehrt, wo sie Kanonen- schüsse auf verdächtiges Terrain abgaben, die Dörfer aber schonten.

Konstantinopel, 24. Nov.Ikdarn" meldet: Die Pförte beauftragte nach dem gestrigen Ministerrat ihre Botschafter im Aus­lände, den Mächten mitzuteilen, die Regelung der Tripolisfrage hänge von der Anerkennung der effektiven Souveränitätsrechte der Türkei in Tripolis ab. Die Pforte werde die nötigen Maß­nahmen gegen jeden Angriff Italiens auf die türkischen Küsten ergreifen.

L o n d o n , 24. Nov. Im Unterbaust fragte Snmes die Regierung, ob ihr Italien iroend eine Mitteilung gemacht habe, daß es die Dar­danellen zu blockieren gedenke. Der Parlaments- unterefrcfär Acland verneinte die Anfrage.

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