Marburg
Das Abkoulmen.
übermitteln.
Der Krieg um Tüpolis.
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46. Jayrg.
1911.
Berlin, 16. Nov. (Budgefkammtsfion des Reichstages.)' Auf eine Anfrage erwiderte Staatssekretär v. Kiderlen-Wächter, dah Deutschland bereits aus früherer Zeit das Vorkaufsrecht auf Fernando Po habe. In den Verhandlungen mit Frankreich fei die Frage, ob Spanien Nei- | gung 3U Abtretungen an uns habe, nicht erörtert worden. Diese Verhandlungen waren dazu auch nicht die paffende Gelegenheit gewesen. Mit Spanien seien Verhandlungen in dieser Frage gleichfalls nicht geführt worden. Was die Frage des französischen Vorkaufsrechts auf Belgtsch- Konao betreffe, so sei die Art dieses Vorkaufsrechts eine ziemlich bestrittene Sache. Die Beu gier hätten stets daran festgehalten, datz es sich hier um ein persönliches, nicht übertragbares Recht Frankreichs handele. Auf eine nähere Erörterung dieser Frage könne man sich nicht ein- laffen. Man habe Wert darauf gelegt, festzu- keoen, datz Deutschland berechtigt sei, mitzuspre- chen, wenn einmal über territoriale Veränderungen im internationalen Kongobecken verhandelt werden sollte. Dieses Recht habe Frankreich der deutschen Regierung eingeräumt. Auf eine Anfrage des Zentrums, ob hinsichtlich Marokkos durch Deutschland wirtschaftliche Sonder- rechte verlangt wurden, diese aber abgelehnt morden seien, erwiderte der Staatssekretär, es bandele sich hierbei um ein falsches Gerücht. In der Rote sei die Bestimmung über die Reihenfolge der Bahnbauten getroffen. Zunächst solle Tanger-Fez, dann Casablanca-Fez gebaut werden. Hinsichtlich der Bahnen im Minengebiet sei gesichert, datz zunächst Bahnen im Cusgebiet gebaut werden. Was die Konsularaerichtsbar- keit betreffe, so sei dem französischen Unterhönd- ler ausdrücklich erklärt worden, datz hierbei die Rechte des Reichstages zu wahren seien. Auf eine weitere Anfrage erklärte der Staatssekretär, datz dem Fortbestand der deutschen Postanstalten in Marokko nichts im Wege stände.
Berlin, 16. Nov. In der Sitzung der Vudgetkommission übermittelte Staatssekretär v. Kiderlen-Wächter der Kommission folgenden Zusatz zu dem deutsch-französischen Abkommen vom 4. November 1911: In dem Notenwechsel zwischen dem Staatssekretär v. Kiderlen-Wäch- ter und dem französischen Botschafter Cambon wurde zum Ausdruck gebracht, datz, falls Deutschland von Spanien Spanisch-Guinea, die Insel Eorisce und die Blebey-Inseln zu erwerben wünschen sollte, Frankreich bereit sei, zu Gunsten
T r t p o l i e, 1«. Nov. (Meldung d. Agenzia Stefans.) Das regnerische stürmische Wetter dauerte in der vorletzten Nacht und am gestrigen Tage an. Die Arbeiten der italienischen Soldaten werden ungestört fortgesetzt. Die Berichte der Kundschafter sind widerspruchsvoll. Keiner kann die vollständige Untätigkeit des Feindes gegenüber der früheren Lebhaftigkeit erklären. Ein aus Ainizara angekommener Kundschafter bestätigt die Zusammenziehung türkischer und arabischer Streitkräfte in der Oase, kann deren Zahl aber nicht angeben. Der Gesundheitszustand der italienischen Truppen ist ausgezeichnet. Die Zahl der Kranken beläuft sich auf weniger als ein Prozent der Gesamtstärke. Auch die erkrankten Eingeborenen, etwa 70, werden in der Stadt selbst gepflegt. In Tobruk wurden zwischen Vorposten Schüße gewechselt und dort Verstärkungen gelandet. Bei Derna kam es zu einem kleinen Zusammenstotz zwischen Patrouillen. Auch in Derna sind Verstärkungen an Land ge
gangen.
Der Vorsitzende der deutschen parlamentari-
Armee und Mitglied des Oberkriegsrats übertragen werden dürfte. Diefe Lösung wird trotz einiger Schwierigkeiten diplomatischer Natur sich eines Tags als notwendig erweisen, da nur so die Verteidigung der Mittelmeerbesitzungen Frankreich gewährleistet werben könne.
Die Leipziger Morgenblätter veröffentlichen eine Erklärung Leipziger Bankiers und Erotz- industrieller usw. zu dem Marokkoabkommen. Nach dieser Erklärung scheint es als ob die Bankiers usw. recht zufrieden wären, mit dem, was Deutschland in Afrika erreicht hat. Auch verschiedene Vertreter des deutschen Handels in Antwerpen haben dem Reichskanzler v. Beth- mann-Hollweg ein Telegramm gerichtet, in dem sie sich völlig einverstanden erklären mit der Stellung der deutschen Regierung in der Marokkofrage.
Paris 16. Nov. Ministerpräsident Caillaux hielt gestern in einer Versammlung des republikanischen Komitees für Handel, Industrie und Landwirtschaft eine Rede, aus der folgender Satz hervorzuheben ist: Ich hoffe, datz es uns gelingen wird, dem Lande vor der Kammer zu zei- aen, datz bei dem deutsch-französischen Ueberein- kommen beide Teile gewonnen haben. Datz wir nicht ganz schlecht weggekommen sind, das zeigen gewiße Ereigniffe jenseits unserer Grenze, die sich in den letzten Tagen abgespielt haben. Dieser Satz wurde mit wiederholtem Beifall ausgenommen.
„Lieber Harald. — Ich weiß am bcstem datz die mit dir vorgegangen« Aenderung eine rein äußerliche
„Tante Gertrud!"
Seil« Hand lag auf ihrer Schulter.
„Du darfft dir die Worte, di« ich soeben sprach, nicht zu Herzen nehmen, Tante Gertrud."
„Nein, nein, mein Junge. Sie nahm die Brille ab und trocknete st« mit ihrem Taschentuch. Das Glas war naß von Tränen. „Wir zwei verstehen unschön!" „
„Es freut mich deinetwegen, daß Agnet« kommt," fuhr Harald fort. Er hatte einen Stuhl an Fräulein Sportes Seite geruckt und satz jetzt neben ihr und streichelte ihr die Hände. „Du bedarfst der aufmunternden Gesellschaft. Sie Hrd dir gut tun.
„Ich bin schon zufrieden, wenn ich in deiner Gesellschaft bin, lieber Harald," sagte die alte Dam« freundlich.
„Ick habe so wenig Zeit, bei dir zu Hause zu sein. Sie wirst du den ganzen Tag um dich haben. Wenn du ihr schreibst, rate ihr, möglichst bald zu kommen, damit sie noch den Sommer etwas genießen kann."
„Ich werde ihr, wenn es dir recht ist, morgen schreiben."
Die alt« Uhr tickt« in der Eck« und bet Regen peitschte unaufhörlich die Fensterscheiben.
Kurz daraus stieg Harald mit dem Licht in der Hand die alt« ausgetretene Treppe empor, die zum oberen Stockwerk führte. Die kleine Flamm« bildete einen zitternden Lichtkreis um ihn, während er di« Treppe hinaufging, Ilpd wie das kleine Licht das Dunkel um ihn erleuchtete, so tauchte in seinem Herzen eine Erinnerung auf — ein liebliches Kinder- geficht mit großen, braunen Augen, dunklen Locken, dem kleinen, roten Mund. — Ach, wäre sie doch noch ein Kind! Ach, käme st« doch zu ihm zurück.--
Jetzt war sie aber eine grohe Schönheit,^eine Weltdame, di« ihr Leben in fremden Ländern, in Europas großen Städten verlebt hatte. Er konnte sich nicht recht hineinfinden. Sein Herz hielt das alte Bild aus der Jugend fest.
Eine große Schönheit - eine Weltdame — di« kleine Agnet« Kaa»!
fei.
Paris, 16. Nov Nach einer Vlättermel- dung aus London hat England bisher seine Zustimmung lediglich zu dem Marokko betreffenden "'eile des deutsch-französischen Marokko-Abkommens erteilt, da die französische Regierung es verabsäumt hat, dem Foreign Office die beiden erläuternden Briefe und den Kongo-Vertrag zu
P a r i s, 16. Nvo. Dem Echo de Paris" zu- e folge hat das Kriegsministerium bereits einen Plan betreffend die militärische Organisierung Marokkos ausgearbeitet. Das Besatzungskorps soll unter dem Befehl eines Divistonsgenerals, wahrscheinlich des Generals d'Amade, gestellt werden und wahrscheinlich vier Brigaden um- faffen. Melines wird die militärische und administrative Hauptstadt Marokkos bilden, wo sich auch der Sitz des Eeneralresidenten befinden wird. Die übrigen Brigaden werden auf die Gebiete von Fez, Udschda und Marakesch verteilt werden. Dem Besatzungskorps werden auch eingeborene Elemente einverleibt werden, aus denen man zwei Muster der algerischen und tunesischen Schützen bilden wird. Zwei Regimenter marokkanischer Schützen mit französischen Cadres, die eine besondere Uniform erhalten sollen, werden dem Namen nach unter den Befehl des Sultans gestellt werden. Autzerdem will man verschiedene Eoums aus Eingeborcnen-Regtmen- f-rn bilden. Nach der vollständigen Pazifizierung Marokkos wird die Errichtung eines Nordafrika (Algerien, Tunis und Marokko) umfaffen- den Oberkommandos ins Auge gefaht werden, das wahrscheinlich einem Eeneralinspektor der
sein Vertrauen gesetzt hat."
„Ja. leihet werden ja di« meisten Menschen vom Glück betrogen, Harald. Man muß es aber lernen, fein eigenes Interesse hintanzustellen.--Glaubst
bu nicht, daß ich auch meine Sorgen und Enttäuschungen gehabt habe?" fragte Fräulein Sparte leise. Ihr grauer Kopf beugte sich tiefer Über die Arbeit?
Ja — gewiß, Tante Gertrud, bu bist fo alt — verzeih, das klingt vielleicht verletzend. Ich meine nur, daß wir wohl alle mit bet Zeit zur Ruhe kommen und es lernen, uns mit dem Leben zu versöhnen. Wohl nur in der Jugend erscheint es uns so schwer."
„Dafür habt ihr Jungen aber die Hoffnung. Für euch' kann sich alles noch einmal zum Besseren wenden."
„Was sollte wohl für mich zum Besseren werden, Tante? Höchstens kann es schlechter werden, vielleicht so schlecht, daß ich eines Tages den Hof vetlaffen muß. Der ewige Regen droht di« Ernt« zu vernichten. Glückt es mir nicht, mein Korn vorteilhaft zu verkaufen, so weiß ich nicht, woher ich das Geld |um Termin nehmen soll."
„Vielleicht ließe sich auch in dieser Hinstcht Rat kaffen,“ sagte die Tante beruhigend. „Agnete ist
ist."
„Wenn bu das glaubst, irrst du dich, Tante. Sie Ist nur zu tief! Es ist aber viel verlangt, daß man auch bann noch derselbe bleiben soll, wenn man von allein verlaffen wird, auf das man in dieser Welt
^ikais gebildet
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Sorgen zu machen." , J
Er ging einigemal heftig im Zimmer auf uiwi ab. Dann blieb er plötzlich vor Fräulein Sparres stehen und fragte:
„Weshalb ist aus Agtrete und dem Maler mchts geworden?" ,, . ,, .
Die Tante, die erschrocken zu ihm aufgeschaut hatte, ließ das Strickzeug in den Schoß fallen und ,aÖJS6er, mein Gott, Harald. Ich sagt« dir doch, daß er gestorben ist."
„Gestorben! — Ist er wirklich tot? Sollte er nicht auch plötzlich verarmt sein?" fragte er tn bitterem Tone. Di« alte Dame schüttelte den Kopf. Sie fürchtete stch fast vor ihrem Neffen, wenn et tn dieser Laune war. Doch wußte sie, daß es immer bald vorüberging, und daß er bann kam und ihr wieder gute Morte gab. Und doch litt sie stets unter solchen Ausbrüchen seiner Bitterkeit.
Als Haralds Erregung sich gelegt hatte, kam et stch selbst verächtlich vor. Es war ja richtig, er war getuscht und betrogen worden, — welche. Recht hatte et aber, seinen Mißmut und seine schlechte Laune an der Tante auszulassen? — Sie klagte nie, und doch hatte sie durch die Schuld seines Vaters ihr ganze, Vermögen verloren und mußte jetzt unter ganz anderen Verhältnissen leben, al, sie gewöhnt war.
Deutschlands auf die aus dem französisch-spani- ■ scheu Vertrage vom 27. Juni 1900 sich ergebenden > Vorzuasrechte zu verzichten. Dagegen hat Deutsch- I land erklärt, sich nicht an den besonderen Abmachungen beteiligen zu wollen, die Frankreich I und Spanien etwa mit einander in Marokko I treffen sollte. Es herrschte dabei Nebereinstim- I i ung darüber, daß unter Marokko derjenige I Teil von Nordafrika zu verstehen ist, der zwischen Algier, französisch Westafrika und der spanischen Kolonie Rio de Ore liegt.
Paris, 16. Nov. Die Kommission für auswärtige Angelegenheiten begann heute die Prüfung der Artikel des deutsch-französischen Abkommens. Mehrere Redner betonten die ungenaue Faffnng des Abkommens hinsichtlich der Ausdehnung der Gebiete, die dem Einfluß Frankreichs unterworfen seien. Denis Cochin mies darauf hin, daß die Bestimmungen der Al- geciras-Lute betreffend die Tätigkeit der inter-
I nationalen Bank aufrecht erhalten bleiben und I daß dies dem französischen Protektorat hinderlich
und den Beilagen: „Rach Feierabend«, „Fürs Haus" und „Landwirtschaftliche Vellage.
Politische Umschau.
Die sozialdemokratische Ausnutzung.
Die Genoffen lasten sich natürlich die Gelegenheit nicht entgehen und nützen bi« Vorwürfe des Kanzle» gegen di« nationale Opposition in der Marokko frage mit allen Kräften aus. So kundigen sie an.^baß sie. wenn künftig der Wahlkamps unter schwarz-weiß-roier Flagge geführt werden sollted st- auf das Wort des Reichskanzlers zuruckgrl..fen würden. Sie wollen mit allen Kräften daran arbeiten, baß bis zu dem Zei punkte, da der Kronprinz den Thron besteigen wird, die Demokratts.erung Deutschlands durchgeführt ist. Die gesamte Sozialisten preste erhebt naturgemäßem Trtumphgeichren Aus den Auslastungen, die die ganze Wut der Sozial- demokraten auf die Konservativen zeig, geht hervor auf welch« raffinierte Weis« die Genoffen bte Worte des Reichskanzlers gegen die Rechte zu gebrauchen gcbentt. Di« „Leipz. Volksztg." meint, baß die Rede eine merkwürdige Aehnlichkeit mit einem tfret Bert- artifel habe, sie sei die Rebe bes Sozialdemokraten gewesen und die „Breslauer Volkswach, ichreibt.
r.
Der Regen hatte aufgehört. Es waren stille Sonnenscheintage und mondklare Nachte pikommew Aber obgleich es so warm war, wie in der heißesten Sommerzeit, beuteten doch alle Anzeichen auf de nahenden Herbst. Auf den Wiesen vor Haralds Garten hielt der Rebel sich bis in den Tag hitvtn. und selbst wenn die Sonne herauskam, wollte der Tau in dem hohen Gras der Rasenplatze nicht verdunsten. Beim" geringsten Windhauch fielen welke Blatter über den Weg. Das rötlich blühende Herbettaut begann zu verblaßen, die Heide und der Wald waren 1)11 Eines Tages fuhren Harald Sparre und Fräulein Gertrud nach der Bahnstation, um Agnete Kaas zu holen Harald fuhr felbft Er sagte sich mit einer gewißen Stierte«, daß Signete ihn tn feiner dünnen LJe und mit der in die Stirn gedruckten Mutze auf ^em Kutschersitz wohl für einen Knecht ober Taglöhner halten würde. • . . ,
Fräulein Sparte begab sich tn bett Watte, , während Harald, auf dem Bock sitzen blieb. De: Platz vor dem Stationsgebäube lag im Sonnenlicht leer unb oerlaffen ba. tan 'e
eleganter Wagen in scharfem Trab, bet Kutscher tn Livre« daneben ein Dienet auf dem Bock, ange- faßten’ Die Insassen waten ein alteret Herr, groß. und schwer, mtt einem roten, aufgedunsenen Gesicht, grauen Haaren, und kleinen, lebhafter-Augen tteb« ihm in steifet Haltung eine blaffe, schwatzgeklewete Dame. Es wat der Gutsbesitzer Sandelt mit Fr« vom Eutshof Daka. Harald konnte das Ehepa« nicht leiden, weder den polternden Ehemann, iw» seine falte, rechthaberische Frau. Am liebsten warn er ihnen aus dem Wege gegangen Saiidell hat» ihn aber bemerkt und lieft feinen Wagen neben d-M feinen halten.
(Fortsetzung folgt).
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I scheu Gruppe der Union Interparlamentaire, Reichstagsabgeordneter Eickhoff, hat von de« Vorsitzenden der ottomanifchen parlamentarischen Gruppe der Interparlamentarischen Union, dem Herrn Senator Bustanq, folgendes Telegramm erhalten, das er den Mitgliedern bei Reichstages zur Kenntnis gibt: „Die italienisch« Armee gibt sich in der Provinz Tripolis, die ein integrierender Bestandteil des ottomanischen Reiches qt, und in,die Italien entgegen den Vertragen und Grundsätzen des internationalen Rechtes eingefallen ist, Handlungen hin, die mit den Gesehen der Zivilisation und der Humanität unvereinbar sind. Sie hält als Kriegsgefangen« Nichtkombattanten und selbst Schüler zurück; fi« mordet und läßt ohne jedes Mitleid die freiwilligen Verteidiger des Landes niederschießen, die sie als Rebellen betrachtet, im direkten Gegensatz zu den beiden Haager Konventionen, durch deren Bestimmungen die Kriegsfreiwnli- gen als Kombattanten durchaus die gleichen Rechte wie die Soldaten genießen sollen. Dar Leben der Frauen, der Greise und der Kinder wird ebenfalls nicht geachtet, und man vergreift sich selbst an Privatpersonen, die in ben Moscheen beten, inbetn man so alle religiösen Gefühle mit Füßen tritt. Angesichts diefer Tatsachen glaubt das ottomanische Parlament, Ihre wohlwollende und freundliche Aufmerksamkeit auf die vor- ffehenden ungualifizierbaren Handlungen lenken zu sollen, und es protestiert ausdrücklich vor der naiven zivilisierten Welt dagegen, indem es Sie bittet, diesen feinen Protest zur Kenntnis der ebrenwcri-"t Versammlung zu bringen, deren
I ^sch, unb ich bin davon überzeugt, baft sie dir gern sRo hbnu: verboten.) I bo9 Fehlende vorstrecken wirb, wenn —"
SMntlPtP CTaaS I Harald lieft sie nicht zu Ende reben. Er sprang
^flneie Jtuuw. I aut unb stand mit finsterer, brohenber Miene vor ihr.
Roman von Änna Baadsgaatb. I „Tante, wenn es deine Absicht ist, irgend einen
Deutsch von Bernhard Mann. I Vorteil für mich aus Signetes Besuch zu schlagen, so f Fortsetzung ) I kommt sie mir nicht ins Haus. Sie tief bin ich doch
lFortteylmg.» - - - ' noch nicht gesunken, daß ich die Gutmütigkeit eines
jungen Mädchens benutze, um ihr Geld aus bet . Tasche zu locken. — Jnbeffen pflegen junge Mädchen , — seine Stimme oeränberte sich unb bekam einen spöttischen Ton — „ja in Geldsachen einen guten Blick zu haben. Deshalb brauche ich mit wohl reine
Zeitung- epchemi taglut) mit »u«n-'i; .u 0«
M 272 Sonnabend. 18. November
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