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»irs« Verein doch hauptpichlich auf Jninatlv« des OterbSrg«meipers jeeebe je teil Zwecke gegdmtet, am He bestrebe Unferbringeeo bet hiesigen Sammlungen und ihre räumliche Ver­einigung zu «möglichen. Eine Celbstbesteue- rung für einen idealen Zweck, bie bet ganzen Stadt zu Gute kommen, ihr die Erfüllung ideel­ler Pflichten erleichtern soll, denen sie sich dauernd nicht entziehen kann. Mcher Appell an den Eemeinsinn der Einwohner Marburgs hat bisher schon ganz erfreuliche Ergebnisse gehabt und »erb auch weiter feier Wirkung nicht «r- lietee. Das ist umsomchr zu hoffen, als mit dem geplanten Unternehmen auch andere Zwecke sich leicht vereinigen lassen, wie He Beschaffung eines Raumes für kleine Ausstellungen von Werke» hiesiger Künstler und Kunstgewerbler oder eines Ausstellungsraumes für wandernde Kunstausstellungen.

K. Witternngsbericht mm Oktober 1911. Der verflossene Monat brachte in seinem ganzen Ver­laufe nichts Luhergewöhnliches, sondern hielt sich in feder Beziehung in oder ganz nahe de» normalen Grenzen und kann darum als ein richtiger Durchschnittsoktober gelten. Der Luft­druck befand sich unter Einwirkung der beständig vom Atlantischen Ozean heranziehenden Depres­sionen in fortwährender Unruhe und blieb mit einem mittleren Barometerstände von 758,2 nun, ganz den EigentiimliOeiten des Spätherbstes gemäß, um mehr als 4 mm unter dem normalen Stand von Marburg. Sein Maximum erreichte er mit 772,1 mm am U, während bet tiefste Etanb mit 745,2 mm am 27. verzeichnet wurde. Die mittlere Monatswärme überstieg das nor­male Oktobermittel mit 8,7 Grad nur um 0,3 Grad. Die höchste Erwärung hatte der 14. mit 16,2 Grad, während am 30. die Morgentempera- tur und zwar zum ersten Male wieder feit de« 15. April unter den Gefrierpunkt Lis 1,1 Gr. herunterging. Die Luftfeuchtigkeit (relat. 78 Prozent) war ebenfalls nahezu normal; durch- Hnittlich waren im Oktober mittags 12 Uhr in 1 Kubikmeter Luft 6,8 Gramm Wasser enthalten. Bet vorherrschender West- und Südweft-Wind- richtung, die am 2 2.unb 23. zu Sturm anwuchs, muhte die Bewölkungsziffer eine hohe fein; sie betrug im Mittel 75 Prozent. Rur 3 Tage, an welchen der Wind nach E umdrehte, konnten als janz heiter bezeichnet werden. Obgleich Tm Oktober an 14 Tagen Regen fiel (am 20. abends in Begleitung eines Ferngewitters), war die Niederschlagshöhe doch abnorm gering; sie be­trug nach der Messung der Hoffmannscheu Regen­station am Ortenberg nur 24 mm, während die durchschnittliche Menge Ottobenegen für Mar­burg 55 mm betragen soll.

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* Stadttheater. Nochmals sei auf das Gast­spiel em kommenden Donnerstag hingewiefen, das ja sowohl durch bie Hauptgäste (Rosa Poppe und Haora 88»****ti wie brmfc R8a« d-s

Interest« zu erregen scheint. Der Name Rosa Poppe ist übrigens gegenwärtig auch in Berkin wieder in aller Munde, da die gefeierte KLnst- kertn am KönlB- Schauspielhaufe ta Kleists ^Penth^l)»- bei der jüngsten Neueinstudierung archerortenttiche Trttonphe gefeiert hat. Am Mittwoch den 15. Rav. findet das bereits be- kmmtgegeb«e Gastspiel bet französischen Gesell­schaft Roubeaud statt, an dem MolitzresFemmes savantes" und NacinesPlaideurs" zur Auf­führung gelangen. Als 4. Abonnementsvor­st ellung geht am Domnerstag den 16. November AezengrubersPfarrer von Kirchfeld" in Szene.

Ginseldorf, 5. Roo. Die hiesige Gemeinde­vertretung hat sich entschlossen, die Anlage einer Telephon lettung flir den hiesigen Ort bei der ReichspnPverwaltung zu beantragen und bie Mittel für den zu leistenden Beitrag bereit zu stSlen. Der Ansonst soll über Bauerbach nach Marburg erfolgen. Der Bau wird voraussicht­lich im nächsten Sommer vogenommen «erden. Durch Herstellung Hefei gemeinnützigen Anlage wird einem längst empfundenen Uebelftande ab­geholfen.

A Oberrosphe, &. Okt Bor kurzem hatte der Königlich« Förster Hetting hi« das Glück, auf einem Reviergange einen prächtigen meisten Fuchs zu erlegen. Im vorige« Jahre wurde schon an den Abhängen des Burgwaldes in der Reddehäuftr Gemarkung ein solch seltenes Ti« längere Zeit beobachtet und nachher auch zur Sttecke gebracht. Diese Erscheinungen in der Tierwelt find graste Seltenheiten.

Ziegenhain, 4. Rov. (Landwirtschaftliche Mnterschule.) Durch de« Borfitzenden des Orts­kuratoriums, Herr« Landrat Kammerherrn von Schwertzell, wurde lautZiegenh. Ztg." am L November unter Anwesenheit des Herrn Ober- arntmanns Heidt, sämtlicher Mitglieder des Lehrerkollegiums und vieler Etter« bet Schäler das Schulhalbjahr 1911/12 mit 32 Schülern er­öffnet.

Neuenhai«, 4. Rov. Die Bürgerschaft in Neuenhain steht wenig sympathisch her Errich­tung eines Kaufmanns-Erholungsheims im dor­tigen Gemeindewald gegenüber. Eine Protest- versammlung soll einberufen werde«.

Hessen-Nassau und Nachbaraebiete.

Weilburg, 4. Nov. Ein drolliges Intermezzo ereignete sich kürzlich bei einem Arzt kn Weil­burg. Humpelt da eine Bauersfrau aus der Um­gegend in das Sprechzimmer, die ein wehes Bein hat. Der Arzt untersucht das Bein genau und fotbert dann die Kranke auf, den anderen Sttlnnpf auch auszuziehen, um einen Bergleich zwischen dem kranken und dem gesunden Bein anzusteklen. Ab« die Frau «ehrt sich ««schämt uick> will bei» Strumpf nicht a«zieh«i. Da je­doch der Acht darauf testeht, seufzt sie schließlich l Ach Godche, naa, dos hunn «ich jo nit gemuht, bÄt «tch ged-rnGk. b»«w hätt «ich den anne,M

Frankfurt, 4. Rov. Bei den Abbrucharbeiten des über den Main führenden Eiserne« Stege«, d« schon seit Jahren ei» große« Hindernis für die zu Berg fahrenden Schiffe bildet und a» desien Stelle ehi zwei Meter höher« gdege« ner Steg aufgeychrt roitb, stürzte gestern nach- mittag ein Gerüst, auf welchem sich ein abmon- tterter Teil d« Brücke tefattb, infolge allzu star­ker Belastung zusannnen. Drei Arbeit« fielen ins Master, konnten jedoch gerettet werden, einer von ihnen ist schw« verletzt.

Mihla bei Eisenach, 4. Rov. Eine kuriose Be­gebenheit wird hi« und in ter Umgebung viel belacht. Der Landtagsabgeordnete für den Be­zirk Nazza, Kommerzienrat Grübel-Gotha, sandte den armen Webern in Frantenrccha und Ebers­hausen zur Linderung ihr« Rot mehrere Zent- n« Kattoffeln. Davon Mte ter sozialistische Abge«dnete, und um sich, so kurz vor ter Reichs- tagswahl bie Gunst ter Weber nicht zu versch«- zen, liierte « vor einigen Tagen gratts eine Tonne H«inge, die, wie er mitteilen liest, un­bedingt zu den Erdäpfeln gehörten.

Sömmerda, 4. Rov. Unter ter hichgen Be­völkerung herrscht die Bandwurmplage in einet Weise, daß sich He Gesundheitskommission v«an- lastt steht, die Bevölkerung dringend zu warnen, Fleisch in rohem Zustand otet unvollständig ge­kocht oder nicht ordentlich gepökett ob« unge­nügend geräuchert zu genießen.

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Hochschulnachrichten.

x Würzburg, 5. Nov. Professor Stöhr, Vor­stand der Anatomischen Anstalt b« Nniversttät, ist heute früh gestorben.

Unpolitische Tagesnachrichten.

Dynamitanschlag. Imielin (Oberschlefien), 5. Nov. An dem Hause des Eteinbruchv«wal- ters Stoschek wurden mehr«e Dynamitpartonen niedergelegt und zur Explosion gebracht. Das Haus wurde arg verwüstet. Die Familie blieb unverletzt, da kurz zuvor die Schlafräume nach der Rückseite des Hause» »«legt worden find'.

Ueberfiille. Paris, 5. Rov. Gestern ereig­neten sich zwei unaufgeklärte Eisenbahnüberfifile. Ein Mädchen namens Banea« langte aus dem Bahnhohs Corteil schwerverletzt an und erklärte, es sei in einem Abteil dritt« Klasse von Dnbe- kaanten Überfallen und vergewalttgt worden. Ein Fräulein Samautt wurde in dem Tunnel von Batignov« von einem Mann, den sie kannte, durch Chloroform betäubt und beraubt.

Die Liebes affSee ter Frau Prvfefso« «wie. Paris, 5. Rov. Das, allerdings nicht recht zu­verlässige,Journal- meldet, tech Fra« Pvof. Curie, He Mtteutteckeri» des Rateum, Pari» ««lasten habe, ohne ihr Reiseziel zu verraten. Eleic^eittg mit ihr ist ter Phyfikprvfestor am College de Frau« Langevin, ein »«heiratet« Man«, Vater von sechs Kindern, aus Pari» »et* schmden. «N» febvt Äemilte Rachttcht «ter

behauptet, zu der Mitteilung ermächttgk zu sein, daß zwischen Frau Curie und Herrn Langevin in jüngst« Zeit ein Briefwechsel stattfand, bet «Her Zweifel pelle, daß beide beabsichtigen, bte Ehe miteinander zu schließen, doch habe Herr Langevin bisher keine Echtttte getan, um die Scheidung von fein« Frau einzuleiten. Frau Curie ist Mutt« von zwei fttabern. Herr Lan­gevin wat der beste Schüler des verstorbenen Professor» Curie und wissenschaftlicher Mitarbei­ter bei den Radiumforschungen von Frau Pro- fegor Curie. (Wie neuerlich verlautet, soll die ganze Geschichte erfunden sein, um bie Stellung d« Frau Curie zu «schüttet». D. Red.)

Sttleget und für die Redaktion verantwortlich: Dr. phil. Carl Hitzeroth in Marburg.

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Minder Bei«, Redei nnd Md - tQt das sind di« allgemeinen Kennzeichen tesRovem- * bers. Und dabei soll man gesund bleib-n, nicht tQt ro«bt. W« das Kunststück fertig bringen w.Ü, ** ter brauche, wenn er sich wohl fühlt, Fays ächte töt Sodener Mineral-Pastillen vorbeugend; und wer * Reizungen der Schleimhäute ter Luftwege wahr- Ot nimmt, gebrauche die Pastillen sofort zur Ab- * * wehr. Fays ächte Sodener oerfmten nie und der fl3t billige Preis (85 Pfg. für die Schachtel) macht * * ihre Anwendung jedermann möglich, nur mutz tDt man strikte darauf sehen, tetz man auch di« rich- * * tigen, nämlich ,^ays ächte Sodener" erhält.

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